DE405017C - Verfahren zur Darstellung komplexer Silberverbindungen schwefelhaltiger Carbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung komplexer Silberverbindungen schwefelhaltiger Carbonsaeuren

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DE405017C
DE405017C DEF50988D DEF0050988D DE405017C DE 405017 C DE405017 C DE 405017C DE F50988 D DEF50988 D DE F50988D DE F0050988 D DEF0050988 D DE F0050988D DE 405017 C DE405017 C DE 405017C
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Germany
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sulfur
silver
carboxylic acids
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Expired
Application number
DEF50988D
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English (en)
Inventor
Dr Hans Hahl
Dr Hermann Weyland
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D333/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
    • C07D333/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D333/04Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings not substituted on the ring sulphur atom
    • C07D333/26Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings not substituted on the ring sulphur atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D333/38Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung komplexer Silberverbindungen schwefelhaltiger Carbonsäuren. Es wurde gefunden, daß man beim Behandeln von Salzen schwefelhaltiger Carbonsäuren, die den Schwefel in sulfidischer Bindung enthalten, mit Silberoxyd oder Silbersalzen zu neuen Komplexverbindungen gelangt. Diese haben sich zur Verwendung in der Therapie als hervorragend geeignet erwiesen.
  • Zum Unterschied von den aus thioglycolsauren Salzen und unlöslichen Silbersalzen erhältlichen löslichen Komplexverbindungen (vgl. Zeitschrift für anorg. Chemie Band 44 Seite 2,43 und 24q.) stellen die Produkte neutral reagierende, durch Alkalien und Kochsalz fällbare, also gegenüber Fällungsmitteln jonales Silber aufweisende Körper von hohem Desinfektionswert dar, während die an der obengenannten Literaturstelle beschriebene Silberkomplexverbindung aus der den Schwefel bekanntlich in merkaptanartiger Bindung enthaltenden Thioglycolsäure weder mit Alkalien noch mit Kochsalz Fällungen gibt, also das Silber in völlig maskierter Form enthält, in der es so gut wie keine Desinfektionskraft mehr besitzt.
  • Übrigens wäre dieses bekannte Präparat für therapeutische Zwecke schon deswegen nicht brauchbar, weil es infolge seiner stark alkalischen Reaktion nicht mit Schleimhäuten irr Berührung gebracht werden kann.
  • Zum Unterschied von dem unlöslichen Silbersalze der Thiodiglycolsäure ( B e i 1 s t e i n 4. Auflage, 111, 1921, S. 253, Z. 23 v. u.) sind die neuen Körper wasserlöslich. Beispiel 1. 1o Gewichtsteile Tetrahydrothiophendicarbonsäure werden in 5o Gewichtsteilen Wasser gelöst und mit 212 Gewichtsteilen Magnesiumoxyd neutralisiert. Alsdann trägt man unter beständigem Rühren 5 Gewichtsteile adipinsaures Silber ein. Das an sich wasserunlösliche Silbersalz geht unter dem Einfluß des tetrahydrothiophendicarbonsauren Magnesiums alsbald in Lösung. Die erhaltene Lösung wird durch Eintragung von Tetrahydrothiophendicarbonsäure eben schwach sauer gemacht und die gebildete Komplexverbindung durch Eintropfen der erzielten wäßrigen Lösung in Alkohol isoliert. Man erhält die neue Verbindung in Form eines weißen Niederschlages, der abgesaugt, reit Alkohol gewaschen und im Vakuum getrocknet wird.
  • Die in diesem Beispiel benutzte Tetrahydrothiophendicarbonsäure erhält man durch Einwirkung von Alkalisulfiden auf a # a-Dibromadipinsäure C OOH - CHBr - CH,. - CH: - CHBr = COOH. Beispiel 2.
  • io Gewichtsteile Tetrahydrothiophendicarbonsäure werden in 5o Gewichtsteilen Wasser gelöst und mit 6 Gewichtsteilen kohlensaurem Kalk neutralisiert. Man trägt dann 5 Gewichtsteile zimmtsaures Silber ein und rührt eine Stunde. Die weitere Verarbeitung geschieht nach Beispiel i. Das Silbersalz ist in Wasser leicht löslich. Beispiel 3. io Gewichtsteile Thiodiglycolsäure werden in der fünffachen Menge Wasser gelöst und dann 2,5 Gewichtsteile Silberoxyd zugegeben. Die Flüssigkeit erwärmt sich beim Umschütteln selbst und wird zur Vervollständigung der Reaktion noch einige Zeit auf dem Wasserbade erhitzt. Dann wird abfiltriert und das Filtrat mit Natriumkarbonat neutralisiert, so daß es eben noch sauer reagiert. Die neutralisierte Lösung wird aufs neue auf dem Wasserbade erwärmt und dann 48 Stunden stehengelassen. Nun wird sie in Alkohol filtriert, wobei das N atriumsilbersalz der Thiodiglycolsäure ausfällt. Es wird nach dem Absaugen und Waschen mit Alkohol zweckmäßig im Vakuum getrocknet und stellt dann ein weißes, leicht in Wasser lösliches Pulver dar. Die wäßrigen Lösungen sind gut haltbar und zersetzen sich nicht. Beispiel 4. io Gewichtsteile Thiodiglycolsäure werden mit 7 Gewichtsteilen kohlensaurem Kalk unter Zusatz von 5o Gewichtsteilen Wasser neutral-isiert und die Lösung unter Schütteln mit io Gewichtsteilen Silbersulfat versetzt. Die Aufarbeitung erfolgt wie im Beispiel 3 angegeben. Man erhält so ein komplexes weißes Silbersalz, das in Wasser leicht löslich ist.
  • Beispiel 5.
  • 15 Gewichtsteile Tetrahydrothiophenmonocarbonsäure (erhalten durch Reduktion der a-Thiophenmonocarbonsäure mittels @i atriumamalgam) werden unter Zusatz der berechneten Menge Soda in der fünffachen Menge Wasser gelöst, die Lösung unter heftigem Rühren mit 5 Gewichtsteilen salicylsaurem Silber versetzt und eine Stunde im Rühren erhalten. Dann wird abfiltriert und das Filtrat mit Tetrahydrothiophenmonocarbonsäure schwach lackmussauer gemacht. Beim Eintropfen der Lösung in Alkohol fällt das komplexe in wäßriger Lösung neutral reagierende Silbersalz der Tetrahydrothiophenmonocarbonsäure als weißer Niederschlag aus.
  • An Stelle der in diesen Beispielen benutzten können andere schwefelhaltige Carbonsäuren verwandt werden, ebenso kann die Silberkomponente in weiten Grenzen variiert werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH Verfahren zur Darstellung komplexer Silberverbindungen schwefelhaltiger Carbonsäuren, die den Schwefel in sulfidischer Bindung enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man Salze dieser Säuren mit Silbersalzen oder Silberoxyd behandelt.
DEF50988D 1922-01-19 1922-01-19 Verfahren zur Darstellung komplexer Silberverbindungen schwefelhaltiger Carbonsaeuren Expired DE405017C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3002002A (en) * 1957-04-02 1961-09-26 Wender Irving Reduction of the thiophene nucleus
US3157673A (en) * 1964-11-17 Process foe the pkeparation of thio-
DE1210888B (de) * 1960-12-23 1966-02-17 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Thiophen-2, 5-dicarbonsaeure

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US3157673A (en) * 1964-11-17 Process foe the pkeparation of thio-
US3002002A (en) * 1957-04-02 1961-09-26 Wender Irving Reduction of the thiophene nucleus
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