DE129808C - - Google Patents

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DE129808C
DE129808C DENDAT129808D DE129808DA DE129808C DE 129808 C DE129808 C DE 129808C DE NDAT129808 D DENDAT129808 D DE NDAT129808D DE 129808D A DE129808D A DE 129808DA DE 129808 C DE129808 C DE 129808C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/02Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C309/03Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton
    • C07C309/13Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/14Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton containing amino groups bound to the carbon skeleton

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Jodsubstitutionsproducte aromatischer Amidosulfosäuren sind bisher nicht bekannt geworden. Nach der üblichen Methode der Jodirung mit Jod und Jodalkali läfst sich auch kein Jod in die aromatischen Amidosulfosäuren einführen. Demgegenüber hat sich nun ergeben , dafs man jodirte Monosulfosäuren aromatischer Monoamine glatt erhalten kann, wenn man auf die Lösungen der gekennzeichneten Monoamidomonosulfosäuren Chlorjod einwirken läfst. Je nach der Menge des angewendeten Chlorjods kann man einfach oder höher substituirte Derivate erhalten bezw. es lassen sich die niedrig substituirten in höher substituirte Producte überführen. Das Verfahren kann auch in der "Weise abgeändert werden, dafs man zu einer sauren Lösung des Chlorjods die Natriumsalze der Amidosulfosäuren einlaufen läfst.
Da man bei der Einwirkung von Chlorjod auf die unsulfirten Amine der aromatischen Reihe hauptsächlich harzige Producte erhält, war das Resultat des Verfahrens nicht vorauszusehen und ist insofern überraschend, als es bei den Disulfosäuren versagt. Die nach vorstehendem Verfahren erhältlichen Producte sollen sowohl zu therapeutischen Zwecken als auch zur Farbstoffdarstellung Verwendung finden.
Beispiele:
I. Jodsulfanilsäure.
In eine auf io° abgekühlte Lösung von 173 g Sulfanilsäure in 27 1 Wasser und 244 g cone. Salzsäure bläst man vermittelst eines Luftstromes 162 g Chlorjod ein. Nach mehrstündigem Rühren wird die Lösung auf etwa Y6 ihres Volumens concentrirt, wobei die anfangs dunkle Farbe der Lösung hell wird und beim Erkalten zu einer aus kleinen weifsen Nä'delchen bestehenden Masse der Monojodsulfanilsäure erstarrt. Die neue Säure ist in Wasser sehr leicht löslich, sie läfst sich aus verdünnten Lösungen durch Kochsalz nicht fällen, die Diazoverbindung ist gelb gefärbt.
II. Jod-o-Toluidinsulfosäure.
In eine Lösung yon 280 g o-Toluidinsulfosäure (NH2 : CH3 : SOaH = 1 :.1 : 5) in 17 1 Wasser und 1096 g Salzsäure (300B.) werden bei io° 250 g Chlorjod eingeleitet. Sehr bald erfolgt die Abscheidung der Jodtoluidinsulfosäure, die nach einiger Zeit ganz vollendet ist. Eine Reinigung des Productes ist nicht erforderlich.
III. Dijodsulfanilsäure.
.1. Werden in dem obigen Beispiele 325 g Chlorjod verwendet und im Uebrigen wie oben verfahren, so erhält man die Dijodsulfanilsäure. Die Lösung braucht kaum eingedampft zu werden, da die Dijodsulfanilsäure sich auch aus verdünnter, wässeriger Lösung durch Kochsalz aussalzen läfst. Zum Entfärben wird sie in der Kälte mit etwas Thierkohle behandelt. Die neue Verbindung ist in Wasser schwer löslich, die Diazoverbindung ist gelb gefärbt und gleichfalls in Wasser wenig löslich.
2. Eine Lösung von 195 g entwässertem sulfanilsaurem Natrium in 0,5 1 Wasser lä'fst man langsam unter Rühren in eine Lösung von 325 g Chlorjod in 2,5 1 Wasser und 366 g cone. Salzsäure einlaufen. Nach mehrstündigem Rühren wird die Flüssigkeit durch Eindampfen etwas concentrirt und das Product durch Aussalzen in fester Form erhalten.
IV. Dijodmetanilsäure.
In eine Lösung von 173 g Metanilsäure in 13 1 Wasser und 244 g cone. Salzsäure leitet man bei etwa 10° 325 g Chlorjod ein, die
Dijodmetanilsäure scheidet sich allmählich in Form von Blättchen ab, die nach dem Ab-
filtriren aus Wasser unter Zusatz von etwas
Thierkohle umkrystallisirt und in farblosen
Blättchen erhalten wird. Die Diazoverbin-
dung ist gelb gefärbt und in Wasser schwer löslich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Jodderivaten der aromatischen Monoamidomonosulfosäuren, darin bestehend, dafs man auf diese Chlorjod einwirken läfst.
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