DE129449C - - Google Patents

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DE129449C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C1/00Elements of cigar manufacture
    • A24C1/08Making tobacco bunches
    • A24C1/10Bunch-making machines with aprons and tables for wrapping

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  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVM 29449 KLASSE 796.
in MÜLHAUSEN i. E.
Maschine zur Herstellung von Cigarren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Oktober 1900 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine zur Herstellung von Formcigarren, die solche in allen Stufen der Erzeugung herzustellen bestimmt und geeignet ist und mannigfache Vortheile vor den bisher bekannten Bauarten aufweist. Die Maschine ist zur Herstellung von Cigarren jeder Form und Art geeignet, sowohl solcher, die ganz cylindrisch geformt, als auch solcher, die an der Spitze verjüngt sind, und schliefslich solcher, die an beiden Seiten Verjüngungen aufweisen.
In beiliegender Zeichnung ist die Maschine veranschaulicht, und zwar ist Fig. 1 eine Seitenansicht der in Frage kommenden wirksamen Bestandteile, Fig. 2 ein Querschnitt durch den Tisch, Fig. 3 eine beiderseitig verjüngte Cigarre, Fig. 4 eine einseitig verjüngte Cigarre, Fig. 5 eine Oberansicht des Wickeltuches, Fig. 6 eine Seitenansicht und Fig. 7 eine abgeänderte Ausführungsform desselben.
In das Wickeltuch α ist am hinteren Ende desselben, fast durch die ganze Breite desselben laufend, eine Gummieinlage b eingenäht. Das Tuch kann zu diesem Zweck durchschnitten und wieder durch zwei Tuchstreifen c zu einem Ganzen vereinigt sein, doch müssen diese Tuchstreifen, die sich also nicht dehnen lassen, entsprechend länger sein, damit sie, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, einen Bügel bilden. Den gleichen Zweck erreicht man, wenn man aus besagter Stelle des Wickeltuches ein Stück Stoff herausschneidet und dann ein Stück Gummistoff annäht, dann bildet sich gleichfalls der Bügel c (Fig. 6).
Das Wickeltuch wird in die Maschine derart eingespannt, dafs die Gummieinlage unmittelbar hinter der Wickelwalze R liegt. Werden nun Cigarren gemacht, die in der Mitte dick und an beiden Enden dünner sind, so wird das Wickeltuch derart verstellt, als würde eine dünne Cigarre gemacht, den Enden, aber nicht der Mitte der Cigarre entsprechend. Beim Verstellen wird in die Schleife des Wickeltuches eine cylindrische Holzwelle eingelegt und mittelst der Verstellvorrichtung nur so viel Raum, gegeben, als die Cigarre an beiden Enden ungefähr dick ist. Beim Anspannen des Wickeltuches, gegebenenfalls beim Verstellen der Maschine, giebt dann die Gummieinlage b so viel nach, bis der Bügel c glattgestrichen ist. Die Wirkung ist dann die, dafs, wenn die Wickelwalze R die Tabakeinlage T in die Schleife einrollt, das Gummituch da nachgiebt, wo mehr Tabakeinlage sich befindet, und die seitliche Dicke wird dann durch das sich nicht dehnende Stofftuch des Wickelbandes begrenzt. Der derartig auf der Rollbahn fortbewegte Wickel erhält also die gewünschte Form.
Bei jeder Umdrehung, bei der sich die Cigarre von der Gummieinlage entfernt, verliert das Gummituch an Wirkung und hat die Cigarre das. Bestreben, cylindrisch zu werden. Deshalb wird das Wickeltuch am anderen Ende, wo die Cigarre mit Deckblatt umrollt bezw. fertiggestellt wird, bei E ausgeschnitten, so dafs
das Wickeltuch zwar ein Ganzes ist, jedoch nur aus zwei seitlichen Bändern besteht. · Die Form dieses Ausschnittes ergiebt, wenn der-. selbe keilförmig mit geraden Kanten ist, eine Cigarre nach Fig. 3; ist dieser Ausschnitt abgerundet, wie in Fig. 5 bei E1 punktirt angedeutet, so kommt eine Cigarre nach Fig.'4 zu Stande. Sobald die bereits mit Umblatt umrollte Einlage, also der Wickel, unter den Ausschnitt E des Wickeltuches gelangt ist, wird1 er hier nur. noch an seinen beiden Enden gehalten, da das Wickeltuch in der Mitte ausgespart, hier nur noch aus zwei seitlichen Streifen besteht. Der Wickel kann sich also in der Mitte frei ausdehnen und erhält somit eine Form. Selbstverständlich braucht das Wickeltuch nicht ein Ganzes zu sein, die offenen und die beizubehaltenden Stellen können auch besonders angenäht werden. . ■
So lange der Wickel durch die Wickelwalze auf der W7ickelbahn D fortbewegt wird, liegt der Wickel und die Cigarre hinter der Wickelrolle R und hat die Platte oder die Fläche auf Bildung der Form wenig Einflufs, ob dieselbe nun glatt ist oder nicht.' An der Stelle jedoch, wo der Wickel unter den Ausschnitt E des Wickeltuches kommt und sich ausdehnt, ist es nöthig, dafs die Wickelbahn in der Mitte 'eine der Form der zu bildenden Cigarre entsprechende Aushöhlung hat; diese Aushöhlung d ist in Fig. 2 ersichtlich. Die Cigarre kommt somit fertig aus der Maschine heraus bis auf die Spitze.
Das Bilden der Cigarre erfolgt in der Weise, dafs zunächst in das Schiffchen e das Wickeltuch α hineingedrückt und die dadurch entstandene Aushöhlung mit Tabak gefüllt wird. Nun läfst man die Wickelwalze jR durch das Schiffchen hinwegsteigen und nimmt die Wickelwalze R hierbei einen Weg, wie er in Fig. 1 in der punktirten Linie f dargestellt ist, d. h. die Wickelwalze steigt erst in einem Bogen über das Schiffchen e weg, um alsdann parallel mit dem Tisch D weiter zu laufen. Zu diesem Zweck sitzt die Wickelwalze an einer Führungsstange g, die von einem Arm Λ gehalten wird, so dafs sie sich in ihrer Längsrichtung frei verschieben kann. Der Arm h sitzt auf einer Welle i1, die von einem Fufstritte aus gedreht wird. Dreht sich der Arm h, so nimmt er auch die Stange g mit, diese aber macht hierbei auch gewisse Längsbewegungen, und zwar dadurch, dafs auf ihr eine Führungsrolle i befestigt ist, die in der Curvenführung k gleitet.
Die Wirkungsweise der Maschine ist nun weiter die folgende: Die Wickelwalze war über das Schiffchen e ftirtgestiegen, hatte das Wickeltuch α in einer Schleife umgelegt, wie Fig. r erkennen läfst. Hierbei wurde die in das Schiffchen e eingebrachte Tabakeinlage auf den Tisch D gerollt und mit einem Umblatt versehen, um schliefslich, etwas vor der in der Fig. ι punktirt gezeichneten Stellung beginnend, auch mit dem Deckblatt überrollt zu werden; die bis. auf die Spitze fertige Cigarre fällt, am Ende der Maschine angelangt, in den Cigarrenabnehmer /.
Diese beschriebene Vorrichtung dient zur Herstellung von Cigarren, die an einem oder an beiden Enden verjüngt sind. Soll eine cylindrische Cigarre hergestellt werden, so erhält das Wickeltuch nicht den Ausschnitt E bezw. E1, sondern eine Reihe von Löchern m (Fig. 7), durch welche Bürsten hindurchtreten können, die das Deckblatt glatt streichen.,

Claims (2)

Patent-Ansprüche: .· \
1. Eine Maschine zur Herstellung von Cigarren mit Wickeltuch, dadurch gekennzeichnet, dafs das Wickeltuch an dem einen Ende mit einer Gummieinlage versehen ist, die durch ein einen Bügel bildendes Verbindungsband wieder mit dem ganzen Wickeltuch verbunden ist, wobei am anderen Ende für die jeweils zu bildende Form ein besonderer Ausschnitt vorgesehen ist.
2. Eine Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der Rolltisch eine Aushöhlung (d) aufweist, welche ermöglicht, dafs die Cigarre dort, wo dieselbe von dem Wickeltuch nicht mehr vollständig Umhüllt ist, freien Bewegungsraum hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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