DE128443C - - Google Patents

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DE128443C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/02Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Reinigung von Rübensäften werden jetzt allgemein 2 bis 3 pCt. Kalk auf Rüben verbraucht, nicht etwa, weil zur Reinigung selbst so viel erforderlich ist, sondern weil die Filtration von mit geringen Kalkmengen gereinigten Säften infolge der schleimigen Verunreinigungen des Saftes versagt. Andererseits übt die Wirkung starker Kalkmengen auf die Rohsäfte einen üblen Einflufs aus, weil dadurch Theile der Eiweifssubstanzen und der Rohfaser als organischsaure Kalksalze oder Zersetzungsproducte in Lösung gehen und den Betrieb bis zur Melassebildung belästigen.
Diesem Uebelstand abzuhelfen, ist der Zweck vorliegender Erfindung. Erreicht soll dies dadurch werden, dafs die Eiweifskörper vor der Behandlung mit Kalk durch einen geringen Zusatz von Aluminiumsulfat (bis 0,5 pCt.) und Erwärmung bis auf 90 bis ioo° C. in dem Rohsaft coagulirt werden, worauf die Säfte nur mit der unbedingt zur Reinigung erforderlichen Kalkmenge behandelt und zum Schlufs durch starkes Aufkochen von Aluminiumhydroxyd, welches etwa in Lösung gegangen ist, befreit werden.
Man hat sich bereits bemüht, das Eiweifs durch Erwärmen der Rohsäfte auf Kochtemperatur vor dem Zusatz des Kalkes zu coaguliren, jedoch ist dies hierdurch nicht zu erreichen, da man erwiesenermafsen dadurch höchstens Y3 der Eiweifssubstanz coaguliren kann (vergl. auch Rümpler: Die Nichtzuckerstoffe der Rübe, S. 435). Erwiesenermafsen kann man durch einige lösliche Metallsulfate, ζ. B. Aluminiumsulfat, Eiweifsstoffe fällen. Sind die Eiweifskörper einmal ausgefällt, so werden sie durch Kalk nicht mehr angegriffen (s. Lehrbuch der Zuckerfabrikation von Stohmann, Ausgabe von 1899, S. 294).
Indem nun bei dem vorliegenden Verfahren die Eiweifsstoffe durch den Zusatz von Aluminiumsulfat zum Rohsaft und Erwärmung auf 900 C. gefällt werden, können sie bei der darauf folgenden Behandlung mit Kalk nicht zersetzt werden, und dies sichert den gewünschten Erfolg.
Um auch die Zersetzung der im Rohsaft enthaltenen Rohfaser durch den Kalk zu vermeiden, wird nach der Behandlung mit Aluminiumsulfat zunächst nur so viel Kalk zugesetzt, als zur Filtration des Saftes erforderlich ist, d. i. ungefähr 0,3 bis 0,5 pCt. Erst nach Filtration über beliebige mechanische Filter wird der Saft dann mit einer sehr geringen Menge Kalk versetzt (z. B. 0,5 pCt.), stark gekocht und saturirt. Wird die Rohfaser aber durch gute Pülpefänger zurückgehalten, so dafs man eine Zersetzung derselben durch den Kalk und den damit verbundenen Uebergang von orgänischsauren Kalksalzen in den Saft nicht zu befürchten braucht, so kann man dem Saft nach der Behandlung mit Aluminiumsulfat direct Kalk (3/4 bis 1 !/4 pCt.) zusetzen und kochen. Ein Sieden nach der Behandlung mit Kalk ist insofern von Bedeutung, als man danach sicher sein kann, alles Aluminiumhydroxyd aus der Lösung entfernt zu haben.
Die Ausführung des Verfahrens ist folgende:
Dem von der Diffusionsbatterie kommenden Rohsaft wird das erforderliche Aluminiumsulfat am besten in Form einer Lösung zugesetzt, und zwar ehe er in den Vorwärmer gelangt.
Sind zwei Vorwärmer vorhanden, so macht man den Zusatz am vorteilhaftesten in dem ersten Vorwärmer. Nach dem Zusatz wird der Saft auf 900 angewärmt. Hiernach setzt man die erforderliche Kalkmenge zu und kocht auf.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Reinigung von Diffusions- und Rübenrohsäften mittels Aluminiumsulfat und Kalk, dadurch gekennzeichnet, dafs man das Aluminiumsulfat in geringen Mengen, jedoch nicht über 0,5 pCt., dem Rohsaft zusetzt und diesen auf annähernd Kochtemperatur erwärmt, um erst danach die Behandlung mit Kalk uhd nachfolgendem Sieden vorzunehmen, zwecks Fällung der Eiweifsstoffe vor der Kalkbehandlung und Verhinderung ihrer Wiederauflösung durch letztere.
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