DE126229C - - Google Patents

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DE126229C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/18Indicating devices, e.g. for remote indication; Recording devices; Scales, e.g. graduated

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 126229 KLASSE 42/.
in HENNEF a. D. Sieg.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Oktober igoo ab.
Die bisher bekannten Zähl- oder Wägevorrichtungen für gefahrene Ladungen besitzen Sperrvorrichtungen, die verhindern sollen, dafs solche Transportwagen, die nicht durch die Zähl- oder Wägevorrichtung markirt oder gewogen worden sind, über die Waagebrücke gefahren werden können. Die Sperrvorrichtungen bestehen aus Sperrannen oder Sperrriegeln, welche die Fahrbahn sperren und wieder freigeben.
Alle diese Sperrvorrichtüngen haben die Eigenthümlichkeit, dafs sie das Befahren der Waagebrücke nur nach einer Richtung gestatten, weshalb für das Zurückfahren der entleerten Wagen entweder ein besonderes Rückfahrgeleise oder an der Brücke ein Nebengeleise als Ausweichestelle angeordnet werden mufs.
Gegenwärtige Erfindung bezieht sich dagegen auf eine Kontroivorrichtung an Wäge- oder Zählvorrichtungen für gefahrene Ladungen, bei denen ein besonderes Rückfahr- oder Ausweichgeleise nicht vorhanden ist, bei denen also die entleerten Wagen über die Waagebrücke auch wieder zurückgefahren werden. Unter Voraussetzung dieser Bedingung soll die vorliegende Kontroivorrichtung es anzeigen, wenn beladene Wagen vorwärts über die Brücke gefahren werden, ohne dafs sie gezählt oder gewogen worden sind. Sie dient also zur Kontrole über den Bedienungsmann, wenn dieser ein Interesse daran hat, mehr Wagen oder Ladegewicht über die Brücke zu bringen, als durch den Zähl- oder Wägeapparat angezeigt wird, also z.B. zur Kontrole eines Heizers, der Kohlenprämien erhält.
Die Kontroivorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem besonders zu diesem Zweck angeordneten Zählwerk, das durch das Fahren der Transportwagen über einen an oder neben der Waagebrücke angeordneten beweglichen Körper angetrieben, durch die Thätigkeit der Wäge- oder Zählvorrichtung aber ausgeschaltet wird.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι ein Schnitt durch eine Wägevorrichtung für gefahrene Ladungen parallel zur Fahrtrichtung,
Fig. 2 ein Schnitt senkrecht zur Fahrtrichtung.
Die Fig. 3 und 4 zeigen zwei besondere Stellungen der Kontroivorrichtung.
Die Fahrtrichtung für die Transportwagen ist in Fig. 1 durch einen Pfeil angedeutet.
Die durch die Zeichnung dargestellte Ausführungsform ist in folgender Weise eingerichtet.
Der Schieber α befindet sich hinter der Ausfahrt der Waagebrücke b und ist gelenkig mit dem Hebel c verbunden, der lose auf der Achse d sitzt, an seinem anderen Ende ein Gegengewicht trägt und vermittelst des Lenkers e das Zählwerk f antreibt. Das Zählwerk f ist auf der Achse d befestigt, so dafs es die Schwingungen der Achse d mitmachen mufs.
Durch den Schieber α ist das Geleise in keiner Weise gesperrt, denn das Gegengewicht des Hebels c ist so bemessen, dafs die Räder des Transportwagens immer im Stande sind,
beim Darüberfahren den Schieber niederzudrücken, gleichgültig, ob der Wagen beladen ist oder nicht. Es kann deshalb auch der entleerte Transportwagen ungehindert wieder über die Brücke b zurückgefahren werden. Das Niederdrücken des Schiebers α bewirkt nur dann eine Vorwärtsschaltung des Zählwerkes f, wenn das Zählwerk, das, wie schon erwähnt, auf der Achse d befestigt ist, in der aufrechten Lage steht, wie sie durch die Fig. 2 und 4 dargestellt ist, nicht aber dann, wenn das Zählwerk f sich in der schrägen Lage der Fig. 3 befindet.
Die in Fig. 3 dargestellte schräge Lage des Zählwerkes / wird durch eine entsprechende Drehung der Achse d herbeigeführt. Letztere steht durch den darauf befestigten Hebel g mit einem Kniegelenk /2, i, k in Verbindung. Ist dieses Kniegelenk gestreckt, wie in den Fig. 2 und 4, so steht das Zählwerk f aufrecht, ist es eingeknickt, wie in Fig. 3, so steht das Zählwerk schräg. Diese beiden Stellungen des Kniegelenkes sind aber wieder abhängig von der Stellung der selbstthätigen Waage, die in einer bereits bekannten, z. B. in der Patentschrift 124750 beschriebenen Weise eingerichtet ist. Der Uebertragungshebel / der Brückenwaage ruht auf einer Hängestange m, die an einem über eine Rolle η laufenden Stahlband hängt, an dessen anderem Ende eine Stange mit dem Gegengewicht 0 hängt. Die Rolle η ist mit einer Neigungswaage jp verbunden, deren aufwärts gerichteter Arm q ein Doppelzahlwerk r schaltet. Bekanntlich dient das obere Zählwerk s dazu, die Mindestgewichte der Ladungen zu zählen, während das untere Zählwerk t die darüber hinausgehenden Gewichte anzeigen und vermerken soll. In dem vorliegenden Fall ist der obere Zähler s so eingerichtet, dafs er nicht die feststehenden Mindestgewichte der Ladungen in kg anzeigt, sondern die Mindestladungen fortlaufend zählt.
Eine Vorrichtung dient dazu, den Mechanismus der Wägeeinrichtung zu sperren und auszulösen. Sie besteht aus einem um einen Bolzen n> drehbaren und durch ein Gegengewicht χ beschwerten Hebel v, der eine Nase besitzt, hinter die das Pendel ρ der Neigungswaage .eingreift. Um nach geschehener Auffahrt eines beladenen Transportwagens den Wägemechanismus durch Niederdrücken des Hebels ν in Thätigkeit zu bringen, mufs der Bedienungsmann den Transportwagen vorher auf der Brücke anhalten und loslassen.
Wird ein Wagen auf die Brücke aufgefahren, dessen Ladung das Mindestgewicht nicht erreicht, oder unterläfst es der Bedienungsmann, den Wägemechanismus auszulösen, so bleibt das ganze Waagesystem und auch der Doppelzähler r vollständig in Ruhe, das Kniegelenk h, i, k bleibt gestreckt und der Zähler f in seiner in Fig. 4 dargestellten aufrechten Stellung. Wird dieser Wagen von der Brücke nach vorwärts abgefahren, so drücken die Wagenräder den Schieber α abwärts und schalten das Zählwerk f durch das doppelte Niederdrücken des Schiebers a.
Wird dagegen ein Wagen auf die Brücke gefahren, dessen Ladegewicht die Mindestladung übersteigt, so kommt das Waagesystem in Bewegung, die Zugstange m geht nieder und deren untere Verlängerung trifft mit der Nase j' auf die rückwärtige Verlängerung \ des Gelenkstückes /2, i und knickt dadurch das Kniegelenk h, i, k nach der oberen Seite ein, wie Fig. 3 zeigt. Dadurch erfährt unter Beihülfe des auf der Achse d befestigten Gewichtsarmes u die Achse d und mit ihr der darauf befestigte Zähler f eine Rechtsdrehung, wie in Fig. 3 dargestellt. Wird jetzt der Transportwagen von der Brücke nach vorwärts abgefahren, so werden dessen Räder zwar auch den Schieber α abwärts bewegen, diese Abwärtsbewegung verursacht aber kein Weiterzählen des Zählwerkes f, weil Zähler f und Schieberhebel c denselben Drehwinkel beschrieben haben und deren gegenseitige Stellung nicht verändert worden ist.
Wird also ein Transportwagen vorwärts auf die Brücke aufgefahren, der den Wägemechanismus in Bewegung setzt, so wird er (abgesehen von dem Zähler i, der die Uebergewichte registrirt) auf dem Zähler 5, der um Eins weiterzählt, nicht aber auf dem Zähler f vermerkt. Der entleerte Transportwagen, der wieder über die Waagebrücke zurückgefahren wird, wird dagegen nur auf dem Zähler f angezeigt, der ebenfalls um Eins weiterzählt. Es werden also bei ordnungsmäfsigem Wägen und Transportiren die Angaben der beiden Zählwerke s und f immer übereinstimmen.
Wird aber ein Transportwagen auf die Brücke aufgefahren, der, entweder weil er unter dem Mindestgewicht beladen ist, oder weil die Auslösevorrichtung nicht gehandhabt wird, den Wägemechanismus nicht in Bewegung setzt, so wird er nicht auf dem Zähler s, wohl aber beim Abfahren von der Brücke auf dem Zähler f vermerkt. Beim Zurückfahren über die Brücke wird der entleerte Transportwagen auf dem Zähler f abermals vermerkt. Es werden demnach in dem Fall, wenn ein Wagen vorwärts über die Brücke gefahren wird, der nicht zur Verwägung gelangte, die beiden Zählwerke s und f nicht übereinstimmen, sondern es wird das Zählwerk f dem Zählwerk s um 2 Einheiten vorgeeilt sein.
Man ist also durch Vergleichung des Standes der beiden Zählwerke jederzeit in der Lage, zu ersehen, ob Transportwagen über die Brücke gefahren wurden, die nicht zur Verwägung

Claims (1)

  1. gelangten, und wie oft dies geschehen ist. Die geschilderte Einrichtung erzielt also eine sichere Kontrole über die Zuverlässigkeit des die Transportwagen bewegenden Arbeiters.
    Pate NT-A ν Sprüche:
    ι. Kontrolwerk an Wäge- oder Zählvorrichtungen für gefahrene Ladungen, gekennzeichnet durch die Anordnung eines besonderen Zählwerkes (fj, das durch das Fahren der Transportwagen über einen beweglichen Körper (a) beim Rückwärtsfahren des entleerten Transportwagens immer, beim Vorwärtsfahren der beladenen Wagen aber nur dann geschaltet wird, wenn es nicht durch den Ausschlag der Wäge-oder Zählvorrichtung ausgerückt wurde, zu dem Zweck, durch Vergleichung dieses Zählwerks mit dem Zählwerk (s) der Wägeoder Zählvorrichtung feststellen zu können, ob Transportwagen ungewogen oder unter dem Mindestgewicht beladen vorwärts über die Brücke gefahren worden sind.
    Kontroivorrichtung nach Anspruch i, bei der das Ausrücken des besonderen Zählwerkes ff) durch eine Winkelbewegung desselben um eine Achse (d) erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129888B (de) * 1959-08-10 1962-05-17 Duesterloh Fabrik Fuer Bergwer Vorrichtung zum Kennzeichnen der Foerderwagen im Bergbau an der Ladestelle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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