DE12499C - Flammofen mit zwei Feuerungen zum Schmelzen von Metalllegirurigen - Google Patents

Flammofen mit zwei Feuerungen zum Schmelzen von Metalllegirurigen

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DE12499C
DE12499C DENDAT12499D DE12499DA DE12499C DE 12499 C DE12499 C DE 12499C DE NDAT12499 D DENDAT12499 D DE NDAT12499D DE 12499D A DE12499D A DE 12499DA DE 12499 C DE12499 C DE 12499C
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A. RUPERT, in Nippes bei Cöln, Escherstr. 14
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
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    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
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    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
    • F27B3/10Details, accessories or equipment, e.g. dust-collectors, specially adapted for hearth-type furnaces
    • F27B3/20Arrangements of heating devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

18SO.
Klasse 40.
ALBERT RUPERT in NIPPES bei KÖLN. Flammofen mit zwei Feuerungen zum Schmelzen von Metall-Legirungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. April 1880 ab.
Der Zweck des Ofens soll das Einschmelzen von Metall-Legirungen und das directe Eingiefseh des Metalles in die Formen sein, ohne sich hierzu der englischen oder der deutschen Graphitschmelztiegel zu bedienen.
Unter Metall-Legirungen sollen alle Verbindungen, welche durch Schmelzen von Kupfer, Zinn, Zink, Antimon, Blei, Nickel etc. entstehen, verstanden sein.
Der Bau des Ofens ist in folgender Weise ausgeführt:
Der Ofen steht auf einem kleinen Fundament, worin sich die beiden Aschenlöcher befinden, in deren Mitten sich die beiden Gebläseröhren mit Kappen erheben. Auf dem Fundament erhebt sich ein eiserner Mantel, worin der Schmelzofen aufgebaut ist.
Der Ofen besteht aus folgenden Theilen: Aus den beiden Feuerrungsräumen H mit deren Füllöffnungen J, den beiden Feuerbrücken K, dem ; Schmelzraum L mit seinem Abstichloch M und den über den Feuerbrücken und dem Schmelzraum sich erhebenden Gewölben N.
Auf dem rechten Gewölbe N befindet sich ! der Aufgabetrichter O mit seinem Flammen- · kanal P. i
Auf dem Schmelzraumboden, der Trichter- ; Öffnung gegenüber, befindet sich eine kleine Erhöhung Q, auf welcher sich das durch den Trichter etwa eingefallene Metall bis zu seiner vollständigen Schmelzung lagern soll. Der Schmelzraum wird von den beiden Feuerungen durch die in den 'beiden Feuerbrücken liegenden ·' eisernen Platten U, welche in einer vermittelst Hammers und Keils eingetriebenen Chamotte-' mörtelschicht eingeschlossen sind, abgesperrt, und die so hergestellte Dichtung verhütet das Eindringen der flüssigen Metall-Legirung durch die Fugen der Chamottesteine in die Feuerungen.
Diejenigen Ofenflächen, welche direct vom Feuer berührt werden, sind mit den besten Chamottesteinen aufzumauern, jedoch ist es nicht no th wendig, dafs die Stärke der feuerfesten Wände die Breite eines gewöhnlichen Chamottesteines überschreitet; alle übrig bleibenden Oeffnungen zwischen dem Mauerwerk und dem eisernen Mantel werden mit angefeuchtetem Chamotte-' mörtel vermittelst eines Spitzstampfers, wie : solcher in den Giefsereien gebräuchlich ist, ausgestampft.
Die Inbetriebsetzung des Ofens geschieht auf ; folgende Weise:
Die Feuerungsräume werden bis unter ihre Decken mit gutem, Von Sand und Asche befreitem Schmelzkoks gefüllt und dieselben mittelst der Gebläse bei ca. 4 bis 6" Druck weifswarm angeblasen. Während des Anblasens bleibt die ReguliröfFnung R, der Trichter O und das Abstichloch M geöffnet, hingegen bleiben die Oeffnungen J stets durch einen dicht schliefsenden Chamottestein geschlossen und werden nur beim Beschicken mit Koks geöffnet. Nachdem in dieser Weise der Schmelzraum weifswarm angeblasen ist, werden die Feuerungsräume nochmals ganz voll angefüllt, worauf das Schmelzen beginnen kann. Es wird alsdann das Abstichloch mit einem Sandlehmpfropfen geschlossen und der Aufgabetrichter mit dem zu schmelzenden Metall gefüllt; sobald das Metall geschmolzen, wird das Gebläse abgestellt und die zur Metall-Legirung noch nöthigen Zusatzmetalle durch den Aufgabetrichter in den Ofen nachgeworfen. Man nimmt alsdann eine vorher rothwarm angewärmte Stange, fährt mit derselben durch den Aufgabetrichter, rührt die geschmolzenen Metalle durch einander, damit sie sich innig verbinden, und läfst alsdann mit dem Gebläse das Metall noch einige Minuten anwärmen.
■ Sodann öffnet man das Abstichloch mit einer gewöhnlichen Ofennadel und läfst das Metall in eine eiserne Pfanne, welche mit einer Mischung von Sand, Lehm und Graphit' ausgeschmiert ist und vor ihrer Füllung mit Metall über der Reguliröffnung R des Ofens weifswarm angeblasen wurde, einlaufen; in dieser Pfanne trägt man das flüssige Metall nach den. Formkästen, wo es vergossen werden soll.
Die Reinigung des Ofens von der ausgeschiedenen Schlacke wird alle Tage nur einmal vorgenommen und zwar vor jedesmaligem Schlufs der Arbeit, und 'geschieht dieselbe in der Weise, dafs zuerst alles Metall aus dem Ofen entfernt, sodann durch den Aufgabetrichter ca. 1 kg Potasche eingeworfen wird, welche man schmelzen
läfst, darauf die Abstichöffnung, welche aus Sand hergestellt ist, eingestofsen und mit einer kleinen Kratze die Schlacke herausgezogen wird. Diese Manipulationen werden unter vollem Gebläsedruck bewerkstelligt.
Der Ofen fun.ctionirt in folgender Weise:
Nachdem der Aufgabetrichter mit dem zu schmelzenden Metall gefüllt ist, preist sich die Flamme des rechten Feuers in den Aufgabetrichter und in dessen Flammenkanal, bildet dort eine Stichflamme, bringt das im unteren Trichter liegende Metall zum Schmelzen und wärmt das höher liegende stark rothwarm vor. Das rechte Feuer bildet demnach das Schmelzfeuer. Die Flamme des linken Feuers sucht ihren Ausweg nach der Reguliröffiiung und hat den Zweck, das geschmolzene Metall weiter zu erhitzen und flüssig zu erhalten. Auch haben die beiden Feuer noch den anderen Zweck, dafs das eine Feuer das andere ersetzen soll, wenn dieses mit Koks beschickt wird, wodurch einer Störung beim Schmelzen durch das Nachfüllen, vorgebeugt werden soll. Der Trichter !mit Flammenkanal und die Reguliröffnung des Ofens sind so klein berechnet, dafs dieselben ■nur die Oxydflamme. durchlassen und die Flammen im Ofen stets geprefst bleiben. Ohne Zutritt der Oxydflamme kann keine Oxydation des Metalles stattfinden.
,' Die Reguliröffnung ist von der gröfsten Becleutung, weil man beliebig den ganzen Druck der Feuergase durch. Schliefsen derselben auf den Äüfgabetrichter lenken kann, um eine erhöhte rasche Schmelzung des Metalles zu bewirken und zwar je nachdem es die besonderen Umstände erheischen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    i Die Construction des Schmelzofens.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1151419B (de) * 1962-05-24 1963-07-11 Wohlgroth & Co H Schwimmerbetaetigte Einlaufvorrichtung an einem Fluessigkeitsbehaelter
DE1155949B (de) * 1959-12-29 1963-10-17 Wohlgroth & Co Gasmesserfabrik Einlaufvorrichtung fuer einen Fluessigkeitsbehaelter
US4848813A (en) * 1986-10-23 1989-07-18 Gerhard Fildan Door-bolt assembly
US4917418A (en) * 1988-12-12 1990-04-17 Babcock Industries Inc. Fuel filler door release system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1151419B (de) * 1962-05-24 1963-07-11 Wohlgroth & Co H Schwimmerbetaetigte Einlaufvorrichtung an einem Fluessigkeitsbehaelter
US4848813A (en) * 1986-10-23 1989-07-18 Gerhard Fildan Door-bolt assembly
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