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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Zuführung von Verbrennungsluft zum Brennraum eines Kachelofens, mit einer den Brennraum abschliessenden, in einer Türzarge angeordneten Fülltüre, und mit zumindest teilweise im Bereich der Fülltüre in den Brennraum mündenden Luftzuführungsöffnungen, welche mit wenigstens einer Lufteintrittsöffnung in Verbindung stehen. Diese Lufteintrittsöffnung kann entweder von einem Gitter in der Aussenwand des Kachelofens gebildet sein oder an einer anderen Stelle des Raumes sowie auch an der Aussenseite eines Gebäudes vorgesehen sein, in welchem Fall die Lufteintrittsöffnung über einen Kanal mit den Luftzuführungsöffnungen im Brennraum verbunden ist.
Bei einem Kachelofen konventioneller Bauart erfolgt die Zufuhr von Verbrennungsluft zum Brennraum über die offene Fülltüre, die zum Füllen des Brennraumes mit Brennmaterial, beispielsweise Holz, dient.
Nach erfolgtem Abbrand wird die Fülltüre geschlossen, sodass dann kein Luftzug entsteht, über welchen die im Kachelofen gespeicherte Wärme in den Kamin abgeführt wird.
Diese konventionelle Bauart weist den Nachteil auf, dass bei offener Fülltüre Funken, wie sie beim Abbrand entstehen, herausspritzen können. Dieser Nachteil lässt sich auch bei Anordnung eines Funken- schutzgitters nicht vollständig beseitigen. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Bauart ist es, dass die Verbrennungsluft nur an einer Stelle, nämlich durch die Fülltüre, dem Brennraum zugeführt wird. Für einen gleichmässigen Abbrand ist es jedoch vorteilhaft, die zugeführte Verbrennungsluft im Brennraum gleichmä- #ig zu verteilen.
Man hat daher bereits einen Kachelofen vorgeschlagen, bei welchem im Brennraum im Bereich der Fülltüre Luftzuführungsöffnungen vorgesehen sind, die in der Wand eines in der Schamotte-Auskleidung des Brennraumes vorgesehenen Luftzufuhrkanales angeordnet sind, dem über ein Rohrstück die Verbren- nungsluft zugeführt wird (AT 392. 831 B). Bei dieser bekannten Ausführung kann auch während des Abbrandes die Fülltüre geschlossen sein. Dies ist auch bei den neuerdings vielfach verwendeten Fülltüren aus feuerfestem Glas möglich, welche den Vorteil aufweisen, dass der Abbrand durch die geschlossene Glastüre beobachtet werden kann. Nachteilig ist bei diesen Ausführungen, dass das Setzen des Kachelofens kompliziert ist, da dabei die zu den Luftzuführungsöffnungen führenden Kanäle, welche mit der Lufteintritts- öffnung in Verbindung stehen, hergestellt werden müssen.
Ausserdem bildet sich an der Innenseite der Glastüren ein Beschlag, der die Sicht auf den Abbrand behindert.
Um die Zufuhr der Verbrennungsluft zu den in den Wänden des Brennraumes vorgesehenen Luftzufüh- rungsöffnungen einfacher zu gestalten, hat man bereits vorgeschlagen, unterhalb des Brennraumes eine Kammer vorzusehen, die einerseits mit den Luftzuführungsöffnungen, andererseits mit einer Lufteintrittsöff- nung verbunden ist. Die erwähnten Nachteile werden dadurch nur teilweise beseitigt.
Bei allen bekannten Konstruktionen nimmt die Brennraumtüre, insbesondere wenn sie aus Metall besteht, hohe Temperaturen an, was zu Verbrennungen beim Öffnen der Brennraumtüre führen kann und dann, wenn sich im Bereich der Brennraumtüre brennbare Gegenstände befinden, die Brandgefahr erhöht.
Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die erwähnten Nachteile zu vermeiden, und eine Anordnung zur Zuführung von Verbrennungsluft zum Brennraum eines Kachelofens zu schaffen, mit welcher das Setzen des Kachelofens wesentlich erleichtert wird und dennoch eine zweckmässige Zufuhr von Verbrennungsluft gewährleistet ist. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass wenigstens eine Luftzuführungsöffnung in der Türzarge, vorzugsweise im unteren waagrechten Schenkel derselben, vorgesehen ist und mit dem Hohlraum eines unterhalb der Türzarge vorgesehenen Sockelelementes verbunden ist, welchem Hohlraum des Sockelelementes über die Lufteintrittsöffnung(en) Verbrennungsluft zugeführt wird.
Bei dieser Anordnung kann die Fülltüre auch beim Abbrand geschlossen bleiben, wobei dadurch, dass sich wenigstens eine Luftzuführungsöffnung in der Türzarge, vorzugsweise im unteren waagrechten Schenkel derselben befindet, die zugeführte Verbrennungsluft die Innenseite der Fülltüre überstreicht und dadurch eine Kühlung der Fülltüre bewirkt, sodass diese eine wesentlich geringere Temperatur annimmt als bei den bekannten Konstruktionen. Ausserdem wird bei Verwendung von Glastüren durch das Vorbeistreichen der Verbrennungsluft ein Entstehen eines Beschlages an der Innenseite der Glastüre verhindert. Dadurch, dass die Verbrennungsluft über den Hohlraum eines unterhalb der Türzarge vorgesehenen Sockelelementes zugeführt wird, ist das Setzen des Kachelofens einfacher und unterscheidet sich nicht vom Setzen eines Kachelofens konventioneller Bauart.
Es ist lediglich erforderlich, unterhalb der
Fülltüre anstelle eines Schamottesteines das Sockelelement vorzusehen, dessen Hohlraum entweder direkt über ein an der Aussenseite des Kachelofens vorgesehenes Lufteintrittsgitter mit dem zu beheizenden Raum verbunden ist oder über ein gesondert herzustellendes Kanalsystem mit einer an einer anderen Stelle vorgesehenen Lufteintrittsöffnung. Zweckmässig ruht die Türzarge auf dem Sockelelement auf, sodass die Türzarge einfach nach Anordnung des Sockelelementes auf dieses aufgesetzt werden muss und dann, wenn die Luftzuführungsöffnung im unteren waagrechten Schenkel vorgesehen ist, diese Luftzuführungsöffnung direkt mit dem Hohlraum des Sockelelementes in Verbindung steht.
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Türzarge und Sockelelement könnten einstückig ausgebildet sein. Es ist jedoch vorteilhaft, wenn die Türzarge in an sich bekannter Weise aus Metall besteht, wogegen das Sockelelement aus Schamotte gebildet ist. Da Schamotte keine so hohen Temperaturen annimmt wie Metall, wird bei dieser Ausführungs- form ein Ansängen des Fussbodens, auf dem der Kachelofen aufruht, verhindert.
Vorteilhaft ist es, wenn in der Türzarge ein die Luftzuführungsöffnung bildendes, vorzugsweise entfern- bares, Gitter vorgesehen ist. Insbesondere dann, wenn sich die Luftzuführungsöffnung im unteren waag- rechten Schenkel der Türzarge befindet, wird verhindert, dass grössere Stücke in den Hohlraum des Sockelelementes fallen. Kleinere Stücke, Asche u.dgl. können nach Entfernen des Gitters aus dem Hohlraum beseitigt werden.
Wie bereits erwähnt, ist es für einen gleichmässigen Abbrand von Vorteil, wenn die Verbrennungsluft dem Brennraum verteilt zugeführt wird. Aus diesem Grunde kann erfindungsgemäss der Hohlraum des Sockelelementes mit zumindest einer weiteren, vorzugsweise in einer Seitenwand und/oder Rückwand des Brennraumes angeordneten Luftzuführungsöffnung in Verbindung stehen. Diese weiteren Luftzuführungsöff- nungen können dann über flexible Schläuche, vorzugsweise aus Aluminium, mit dem Hohlraum des Sockelelementes verbunden sein, sodass das Setzen des Kachelofens auch in diesem Fall einfach ist, insbesondere dann, wenn die flexiblen Schläuche in einer unterhalb des Brennraumes angeordneten Kammer geführt sind.
Die angeschlossene Zeichnung zeigt in perspektiver Darstellung, teilweise im Schnitt, schematisch die erfindungsgemässe Anordnung zur Zuführung von Verbrennungsluft zum Brennraum eines Kachelofens.
Der Kachelofen 1 weist einen Brennraum 2 auf, dessen Boden und Wände aus üblichen Schamottestei- nen aufgebaut sind und der durch eine Fülltüre 3 zugänglich ist, die in einer Türzarge 4 angeordnet ist Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Fülltüre 3 aus zwei in Abstand voneinander angeordne- ten Scheiben aus feuerfestem Glas, es kann aber natürlich die Fülltüre 3 auch aus Metall bestehen.
Die Zarge 4 ruht auf einem Sockelelement 5 auf und besitzt Luftzuführungsöffnungen 6, welche mit dem Hohlraum 7 des Sockelelementes 5 verbunden sind. Diesem Hohlraum 7 wird durch eine von einem Gitter gebildete Lufteintrittsöffnung 8 Luft zugeführt, wobei eine Einrichtung 9 zur manuellen Regelung der Luftzufuhr vorgesehen ist. Anstelle der manuellen Regelung kann auch eine automatische Regelung mittels eines Stellmotors vorgenommen werden.
Es ist auch möglich, den Hohlraum 7 des Sockelelementes 5 über einen Kanal od.dgl. mit einer an einer anderen Stelle vorgesehenen Lufteintrittsöffnung zu verbinden.
Die Luftzuführungsöffnung 6 im unteren waagrechten Schenkel der Türzarge 4 ist von einem entfernba- ren Gitter 10 gebildet, sodass ein Eindringen grösserer Teile in den Hohlraum 7 verhindert wird und dieser Hohlraum 7 nach Entfernen des Gitters 10 gereinigt werden kann.
Der Hohlraum 7 ist weiters über einen flexiblen Schlauch 11 aus Aluminium mit einer weiteren Luftzuführungsöffnung 12 in einer Seitenwand des Brennraumes 2 verbunden, welche durch ein Gitter abgedeckt ist. Zusätzlich können weitere Luftzuführungsöffnungen in der Rückwand und/oder in der gegenüberliegenden Seitenwand vorgesehen sein, welche dann jeweils über flexible Schläuche 11mit dem Hohlraum 7 verbunden sind. Um das Setzen des Kachelofens zu erleichtern, sind diese flexiblen Schläuche 11 in einer Kammer 13 unterhalb des Brennraumes 2 geführt.
Die Türzarge 4 besteht in üblicher Weise aus Metall. Das Sockelelement 5 ist hingegen zweckmässig aus Schamotte gebildet, sodass eine Überhitzung des Raumbodens verhindert wird.