DE32786C - Neuerung an Luftheizungsöfen - Google Patents

Neuerung an Luftheizungsöfen

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DE32786C
DE32786C DENDAT32786D DE32786DA DE32786C DE 32786 C DE32786 C DE 32786C DE NDAT32786 D DENDAT32786 D DE NDAT32786D DE 32786D A DE32786D A DE 32786DA DE 32786 C DE32786 C DE 32786C
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Germany
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furnace
heating
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air heating
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Application number
DENDAT32786D
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J. KOHTZ in Magdeburg
Publication of DE32786C publication Critical patent/DE32786C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24HFLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
    • F24H3/00Air heaters
    • F24H3/008Air heaters using solid fuel

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

ίν
f..
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizüngsanlagen.
JULIUS KOHTZ in MAGDEBURG. Neuerung an Luftheizungsöfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1885 ab.
Die in der Zeichnung dargestellte Anlage einer Heifsluftheizung geht von dem Gesichtspunkte aus, bei gleichmäfsiger Feuerung, je nach Bedürfnifs, entweder alle zu, heizenden Räume der Anlage, oder nur einen Theil derselben, wie es namentlich in Wohnhäusern oft erwünscht ist, zu erwärmen, ohne in ersterem Falle gezwungen zu sein, in der Heizkammer überhitzte (ungesunde) Luft erzeugen zu müssen, oder in letzterem nur zeitweilig, also ungleichmäfsig zu heizen, oder die Roste ν ν nur halb mit Feuerungsmaterial zu befahren und somit das Brennmaterial nicht voll auszunutzen. Zu dem Behufe war es erforderlich:
a) einen Heizofen herzustellen, welcher bei gleichmäfsiger Feuerung an keiner Stelle überhitzt wird, und welcher
b.) bei minderem Gebrauche an heifser Luft annähernd bis auf die Hälfte aufser Gebrauch gestellt werden kann;
c) die Feuerungsanlage des Ofens so zu construiren, dafs sie je nach Bedürfnifs entweder zur Heizung des ganzen Ofens oder nur eines Theiles desselben voll genügt.
Deshalb ist in der Heizungsanlage der Heizofen in dem lothrecht stehenden Theil E aus Chamottesteinen in Chamottemörtel ausgeführt, während die schräg nach unten (zum Rauchkanal) führenden je fünf Züge (Theile des Ofens F und G) aus doppelten Lagen Dachsteinen in regelrechtem Verbände (letzteres um ein Hindurchtreten des Rauches aus den Heizzügen in die Heizkammer zu verhindern) zwischen einfachen (L) Winkeleisen in feuerfestem Thon hergestellt sind. Ferner kann die Hälfte der schräg nach unten führenden Züge (Theil F des Ofens) im obersten (ersten) Zuge durch Schliefsung der Klappe / vom Gebrauch ausgeschlossen werden; die Feuerungsanlage des Ofens ist wie nachstehend beschrieben construirt:
Der .Feuerungsraum H liegt in der Heizkammer, um alle beim Brennprocefs sich entwickelnde Wärme zur Erwärmung des Heizofens bezvv. der Luft in der Heizkammer auszunutzen. Die Feuerungsmaterialien werden durch einen Füllschacht J von aufsen in den Feuerungsraum H gebracht,. sie gelangen über den beweglichen Treppenrost nnnnn auf den waagerechten Planrost 0 o, wo ihre Verbrennung vor sich geht.
Die. Zuführung der Luft, welche zum Brennprocefs erforderlich ist, erfolgt einerseits unter dem Plan-, andererseits unter dem Treppenrost durch dreieckige Oeffnungen (dieselben sind in der Detailzeichnung schwarz angelegt und mit r bezeichnet) und ist mittelst Schieber regulirbar, d. h. die dreieckigen Öeffnungen können, je nachdem man einen schnellen oder langsamen Brennprocefs . wünscht, von dem Schieber gar nicht, zum beliebigen Theil oder ganz verdeckt werden. Zur vollständigen Verbrennung der Kohlengase im Feuerungsraum wird in denselben über dem gemauerten Wulst t der Detailzeichnung, Schnitt e-f, durch zwei eingemauerte schmiedeiserne Röhren frische Luft zugeführt, welche bei u und u einmünden; die nach aufsen ragenden Enden der vorbezeichneten Röhren haben je zwei länglich dreieckige Einschnitte erhalten, die äufsere Mantelfläche derselben ist mit einem Schraubengewinde versehen, die vorbezeichneten Rohrenden, umschliefsen je eine schmiedeiserne Muffenkapsel, welche an ihrer inneren Mantelfläche ebenfalls mit einem Gewinde versehen ist, so dafs die Muffenkapsel je nach Bedarf
nur theilweise oder ganz auf das Rohrende aufgeschraubt werden kann und somit die länglich dreieckigen Einschnitte bezw. Oeffnungen in diesen Röhren, durch welche die zur Ver-, brennung der Kohlengase erforderliche Menge frischer Luft bei u und u in den Feuerungsraum geleitet wird, nur theilweise oder ganz geschlossen bezw. geöffnet werden können.
Die Asche fällt durch den Planrost ο ο in den geräumigen Aschenraum K, welcher mit luftdicht schliefsender Thür bei L versehen ist.
Der Feuerungsraum H des Ofens selbst ist in seinen Dimensionen verstellbar, indem:
1. die Höhe desselben durch den schräg darüber angebrachten Schieber . ν ν je nach Bedarf bis auf die Hälfte verringert werden kann; in letzterem Falle wird der oben bezeichnete Schieber ν ν in der Richtung der punktirten Linien event, bis v1 (s. Detailzeichnung, Schnitt e-f) heruntergeschoben;
2. ebenso die Länge des Feuerungsraumes H und damit auch gleichzeitig die . Länge der Planrostfläche durch . ein Vorschieben des äufseren eisernen Theiles des Füllschachtes mit dem Treppenrost (s. Detailzeichnung, Schnitt e-f), auf dem waagerechten Planrost nach Bedarf verändert und bei einem Vorschieben des oben gedachten Füllschachttheiles bis an die in beiliegender Zeichnung in punktirten Linien pröjectirte Hinterkante p1 p2 pa des Füllschachttheiles bis auf die Hälfte verringert werden kann.
Die Wirkung der Heizanlage ist folgende:
Sollen alle mit der Heizanlage verbundenen Räume erwärmt werden, so wird die Klappe / im Heizofentheil F geöffnet, der Schieber vv über dem Feuerungsraum H hoch- und der eiserne Theil des Füllschachtes mit dem Treppen-• rost η η η η η vorgezogen, wie solches in der Detailzeichnung im Schnitt e-f gezeichnet ist; hierauf wird im Feuerungsraum Feuer angemacht, der ganze Füllschacht mit Kohlen angefüllt und die Luftzuführungsöffnungen zum Feuerungsraum nach Bedarf geöffnet.
Das Feuer breitet sich in diesem Falle auf dem ganzen Planrost in der ganzen Höhe des Feuerungsraumes aus, der in dem oben genannten Raum vorgestreckte Wulst t wird glühend; an ihm entzünden sich dann die dem Brennmaterial entströmenden Rauchgase und verbrennen mittelst der bei u und u Zugeführten frischen Luft in heller Flamme, so dafs dem Schornstein fast gar keine Rauchgase entströmen.
Die im Feuerungsraum erzeugten Heizgase steigen in dem lothrecht stehenden Theil des Heizofens E hoch, theilen sich hier und gehen durch beide je in fünf Zügen schräg nach unten führenden Theile des Heizofens F und G in den Rauchkanal, auf ihrem langen Wege von der Feuerstelle bis zum Rauchkanal fast alle Wärme an die Wandungen des Heizofens abgebend. . ·
Die kalte Luft ist durch Kanäle unter die Heizkammer geleitet, wird hier schon in etwas durch den warmen Fufsboden des Aschenraumes K vorgewärmt, steigt dann in der Richtung des Pfeiles bei m in die Heizkammer, wird hier, höher steigend, an den Wandungen des Heizofens vollständig erwärmt und entweicht aus der Heizkammer oben in der Richtung des Pfeiles bei χ mittelst der Heizluftkanäle in die zu erwärmenden Räume.
Von der Aufstellung eines Verdunstungsgefäfses in der Heizkammer ist Abstand genommen worden, weil der Ofen in allen Theilen massiv ist und deshalb im Gegensatz zu den bisher gebräuchlichen eisernen Caloriferenöfen eine ebenso angenehme Wärme abgiebt, wie die massiven Zimmeröfen solche im Gegensatz zu den eisernen abgeben.
Soll z. B. nur die Hälfte der mit der Heizanlage verbundenen Räume erwärmt werden, oder ist aus irgend einem anderen Grunde eine geringere Wärmemenge zum Beheizen der Räume erwünscht, dann wird der bewegliche Theil des Füllschachtes nach Bedarf auf den Planrost ο ο vorgeschoben, wodurch letzterer zum Theil verdeckt bezw. verkleinert, hiermit gleichzeitig aber auch der Feuerungsraum verkürzt wird; ferner wird der Schieber ν ν ebenso nach Bedarf heruntergeschoben und dadurch auch die Höhe des Feuerraumes bezw. die Höhe der brennenden Kohlenschicht verringert; endlich werden die Luftzuführungsöffnungen dem Bedarf entsprechend verkleinert und event, die Klappe bei / geschlossen. In letzterem Falle bleibt nur der lothrecht stehende Theil E und die fünf schräg nach unten führenden Züge, Theil G des Ofens, in Thätigkeit, während die Züge des Ofentheiles F kalt bleiben.

Claims (2)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    Bei einer Luftheizungsanlage:
    ι. die Anordnung der Feuerzüge in der Weise, dafs dieselben schräg nach unten geführt werden, und dafs die eine Hälfte derselben durch die Klappe / aufser Betrieb gesetzt werden kann;
  2. 2. die Anordnung des Schiebers ν ν und des auf dem Planrost ο beweglichen Treppenrostes n, um sowohl den Feuerungsraum in seiner Länge und Gröfse, als auch die Planrostfläche vergröfsern oder verringern zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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