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Die
Erfindung betrifft einen Ofen, der einen den Ofenraum umgebenden
Ofenmantel und darin eine Feuerstelle aufweist, und bei dem ein
zum Kamin führender
Abzug vorgesehen ist.
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Die
derzeit üblichen Öfen, seien
es industriell oder gewerblich hergestellte Öfen, für die Raumbeheizung sind zweischalig
aufgebaut. Die innere Schale ist der Feuerraum mit direkt angeschlossenem
Rauchzug, und die äußere Schale
stellt den Ofenkörper
dar, dessen Oberfläche
die Wärme
abstrahlt. Als Beispiel dafür
sei der bekannte Kachelofen genannt.
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Der
Aufbau dieser Öfen
ist relativ teuer. Die komplizierte Rauchgasführung (Heizzug) vom Feuerraum
bis zum Kamin ist arbeits- und materialaufwendig. Weiters verursacht
eine komplizierte Rauchgasführung
hohe Strömungswiderstände, wodurch
weniger Luft pro Zeiteinheit der Verbrennung zugeführt werden
kann. Dadurch wird die Einhaltung der vorgeschriebenen Emissionswerte
erschwert.
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In
DE 85 19 220 U1 ist
ein mit festen Brennstoffen beheizbarer Kaminofen beschrieben. Es
handelt sich um einen einschaligen Kaminofen. An den Feuerraum ist
der Rauchgasabzug direkt angeschlossen, der einen kurzen Heizzug
bildet.
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In
DE 35 25 617 A1 ist
ein Kachelofeneinsatz beschrieben, bei welchem ein Feuerraum über ein Rauchgaskanalsystem
mit einem Rauchgasabzug verbunden ist. Wie die Anordnung eines solchen
Kachelofeneinsatzes im Ofen selbst erfolgt, ist der Druckschrift
nicht zu entnehmen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen Ofen vorzusehen, der bevorzugt
nur einschalig ist und einfachsten Aufbau aufweist. Die Verbrennung
soll gegenüber
herkömmlichen Öfen gleich oder
verbessert sein, wobei der Brand durch einfache Maßnahmen
gesteuert werden kann. Weiters soll der Ofen in seiner äußeren Formgebung
leicht den geschmacklichen Anforderungen angepasst werden können.
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Diese
Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Ein
Merkmal der Erfindung liegt mit anderen Worten ausgedrückt darin,
dass kein Heizzug vorgesehen ist. Der Ofenmantel ist genügend dicht
ausgeführt
und umgibt den Ofenraum. In diesem Ofenraum steht frei der Feuerraum,
der zur Aufnahme und zum Verbrennen des Brennmaterials dient. Die
beim Abbrand des Brennmaterials entstehenden Rauch- und Brenngase
gelangen in den Ofenraum, wo sie gegebenenfalls fertig verbrennen.
Die Hitze wird auf den Ofenmantel übertragen, und für die Ableitung
des Rauchgases führt
der Rauchgasabzug aus dem Ofenraum zum Kamin, ohne direkte Verbindung
zum Feuerraum, also ohne Heizzug.
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Weitere
Einzelheiten sind den abhängigen Ansprüchen, der
Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Im folgenden
wird die Erfindung anhand der Zeichnungen in einigen Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
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1 zeigt
einen Querschnitt der Höhe
nach durch ein erstes Ausführungsbeispiel
eines Ofens. 2 zeigt einen analogen Schnitt
durch ein zweites Ausführungsbeispiel
mit einer weiteren Alternative. Die 3 und 4 zeigen
in zwei Schnitten ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer weiteren
Variante. 5 ist die Schrägdarstellung
eines fertigen Ofens gemäß Erfindung.
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1 ist
die Darstellung einer besonders einfachen Variante des Ofens. Der
Ofen besteht aus einem Ofenmantel 1, der den Ofen allseitig
umschließt,
die Feuerstelle 2 und einem Rauchgasabzug in Form eines
Tauchrohres 3.
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Der
Brennstoff wird durch die von einer Tür verschließbaren Füllöffnung 4 am Boden 5 der
Feuerstelle 2 abgelegt. Durch die Wände 6 ist die Feuerstelle 2 seitlich
abgeschlossen, nach oben hin jedoch geöffnet, so dass ein Feuerraum 7 gebildet
ist. Die Wände 6 können auch
entfallen.
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Der
Ofenmantel 1 schließt
den Ofenraum 8 ein, in den die Rauchgase und gegebenenfalls
nicht verbrannte Brenngase aus dem Feuerraum strömen, im Ofenraum gegebenenfalls
fertig verbrennen, ihre Wärme
an den Ofenmantel 1 abgeben und durch das Tauchrohr über dessen
Abzugsöffnung 9 aus
dem Ofenraum 8 abgezogen werden. Das Tauchrohr 3 führt zu dem
hier nicht dargestellten Kamin.
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Die
Füllöffnung 4 ist
in üblicher
Weise mit einer Kamintür
verschließbar,
wobei eine Luftzufuhröffnung
vorgesehen werden kann. Die Kamintür kann z.B. auch aus Glas bestehen,
um die optische Wirkung eines offenen Kamins herbeizuführen.
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Die
Höhenlage
der Abzugsöffnung 9 beeinflusst
die Zugwirkung. Beispielhaft sind zwei weitere Lagen der Abzugsöffnung mit 9' und 9'' eingezeichnet.
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Diesem
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel
nach 1 ist zu ersehen, wie einfach der Ofen aufgebaut
sein kann. Alle Bestandteile sind preiswert industriell herzustellen
und zu montieren.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
nach 2 ist der Feuerraum 7 oben durch einen
Deckel 10 abgeschlossen und die Feuergase treten durch
einen Rauchgasauslass 11 in den Ofenraum 8. Als
Rauchgasabzug dient das Abzugsrohr 12, welches mit den Wänden des
Ofenmantels 1 verbunden oder durch diese teil weise gebildet
ist. Unten ist die Hauptabzugsöffnung 13 vorgesehen
und im oberen Bereich befindet sich ein Gasschlitz 14,
der ebenfalls eine Rauchgasabzugsöffnung ist. Die runde Öffnung 15 ist
die Einschuböffnung
für ein
Abzugsrohr zum Kamin.
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Beim
Anbrand, wenn die Ofentemperatur niedrig ist und sich im Ofenraum 8 nur
geringere Mengen Rauchgas befinden, wird dieses Rauchgas über den
Gasschlitz 14 abgezogen, so dass sich der für den Brennvorgang
notwendige Zug entwickeln kann. Mit fortschreitender Verbrennung
wird dann der Hauptteil des Raugases durch die Hauptabzugsöffnung 13 aus
dem Ofenraum 8 abgezogen.
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Strichliniert
ist in 2 eine weitere Anordnung des Raugasabzuges eingezeichnet,
nämlich ein
Abzugsrohr 16 außerhalb
des Ofenmantels. Dieses Abzugsrohr kann entweder ebenfalls am Ofenmantel
ausgebildet sein (aber eben an der Außenseite) oder auch durch den
Hauskamin gebildet sein. Die Hauptabzugsöffnung 13 und der
Gasschlitz 14 müssen
durch entsprechende Öffnungen
oder Potterien mit diesem Rauchgasabzug verbunden sein.
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Die 3 und 4 zeigen
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
für den
Ofen. Der Ofenmantel 1 ist aus Feuerbetonplatten zusammengesetzt
und rauchgasdicht ausgeführt.
Im Ofenraum 8 ist der Feuerraum 7 angeordnet.
Es ist kein Heizzug vorgesehen. Die Abgase strömen somit aus dem Feuerraum
in den Ofenraum 8. In den Ofenraum ragt als Rauchgasabzug
ein Tauchrohr 3, durch welches die Abgase aus dem Ofenraum 8 in
den nicht dargestellten Kamin strömen.
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Das
Tauchrohr 3 ist unterhalb der Deckplatte 17 des
Ofenmantels mit Löchern
ausgestattet, die als Gasschlitze 18 dienen. Das untere
offene Ende des Tauchrohrs 3 ist die Hauptabzugsöffnung 13.
Die Gasschlitze 18 verbessern insbesondere die Zugbedingungen
bei kaltem Ofen unmittelbar nach dem Anzünden.
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Das
Tauchrohr kann je nach Kaminquerschnitt und Kaminhöhe verschieden
tief in den Hohlraum hineinragen. Dadurch kann wesentlich einfacher
als bisher eine Anpassung an den Kamin des Standortes erfolgen.
Bisher mussten jeweils die Heizzuglänge oder der Heizzugquerschnitt
des Ofens verändert
werden. Ein Heizzug ist jedoch bei dem Ofen nicht erforderlich.
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Der
Feuerraum 7 ist an der Vorderseite 19 mit dem
Ofenmantel verbunden, wobei zwei Türen vorgesehen sind. Die obere
Tür ist
die Brennstoff fülltür 20 und
unten befindet sich die Luftzuführungstür 21.
Im Feuerraum ist zwischen den beiden Türbereichen der Rost 22 angeordnet,
auf dem der feste Brennstoff und die Glut aufliegen. Die Verbrennungsluft
strömt
während
des Abbrandes vom Aufstellungsraum ausschließlich durch die Luftzuführungstür 21 in
den Brennraum. Für
die herabfallende Asche ist ein Aschekasten 23 vorgesehen.
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Die
Feuerraumdecke 24 ist giebelförmig aufgebaut und bildet eine
Haube mit einem verengten Rauchgasauslass 25. Seitlich
dieses Rauchgasauslasses 25 befinden sich die Luftschlitze
oder Löcher 26,
durch die aus dem Ofenraum 8 Luft und Rauchgas angesaugt
wird. Es kommt somit zu einer Rauchgasrückführung. Die sauerstoffhaltigen
Abgase des Ofenraums 8 sind vorgeheizt und ermöglichen
schon zu einem frühen
Zeitpunkt des Abbrandes eine Sekundärverbrennung. Weiters wird
die Stickoxidemission herabgesetzt.
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Durch
die Verwendung des Rostes 22 kommt es zu einer stärkeren Verbrennung,
die dadurch rascher abläuft.
Der Wirkungsgrad wird dadurch erhöht.
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Der
Feuerraum ist im unteren Füllbereich
bevorzugt aus wärmedämmendem
Feuerbeton, Schamotte oder dergleichen aufgebaut. Der darüberliegende
Teil des Feuerraums, die Feuerraumdecke 24 in Form der
Haube, kann aus gut wärmedämmender Keramikfaser
oder anderem feuerfesten Material hergestellt sein.
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Die 5 zeigt
die Außenansicht
eines Ofens nach Art eines Kachelofens. Diese Figur soll zeigen,
dass die äußere Formgestaltung
in weiten Grenzen beliebig wählbar
ist. Die Fülltür 20 zeigt
an, wo sich im Ofen der Feuerraum befindet. Der Ofenmantel 1 hat
die Form eines hochgestellten Quaders. Der mit Kacheln verkleidete
Ansatz 27 kann entweder seitlich an den Ofenmantel 1 einfach
angesetzt sein und bezieht die Wärme
durch Wärmeübertragung,
oder es kann sich auch der Ofenraum in diesen Ansatz 27 hinein
erstrecken. Die Temperaturen auf den verschiedenen Oberflächen können somit
gesteuert werden.
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Als
Brennstoff sind vor allem feste Brennstoffe vorteilhaft, wie Holz,
Kohle, Holzbriketts und Kohlebriketts.
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Der
Feuerraum kann auch an der außen
liegenden Seite offen oder mit einer Glaswand oder Glastür versehen
sein, um die Feuerwirkung eines offenen Kamins zu bieten. Beim Betrieb
als offener Kamin kann ein wesentlich höherer Wirkungsgrad erzielt
werden als bei herkömmlichen
offenen Kaminen.
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Die
Ausbildung des Ofenmantels 1 muss derart sein, dass er
rauchgasdicht ist, was durch bekannte Maßnahmen des Klebens und der
Verbindungstechnik erzielbar ist. Als Material für den Ofenmantel kann außer Feuerbeton
auch jedes andere rauchgasdichte und temperaturbeständige Material, wie
etwa Schamotte oder Speckstein, verwendet werden.
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Die
Verbrennungsluft kann auch von außen direkt in den Ofenraum
oder in den Feuerraum eingeleitet werden, um die zur Verbrennung
nötige
Luftmenge nicht der Raumluft entnehmen zu müssen. Sowohl die Luftzufuhr
als auch der Rauchgasabzug kann durch bekannte Vorrichtungen wie
Klappen, Schieber oder Ventile geregelt oder gesteuert werden. So
können
auch die Hauptabzugöffnungen 9, 13 und
die Gasschlitze 14, 18 unabhängig voneinander im Querschnitt
veränderbar
sein.