DE124229C - - Google Patents

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DE124229C
DE124229C DENDAT124229D DE124229DA DE124229C DE 124229 C DE124229 C DE 124229C DE NDAT124229 D DENDAT124229 D DE NDAT124229D DE 124229D A DE124229D A DE 124229DA DE 124229 C DE124229 C DE 124229C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/85Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/16Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 124229 KLASSE 12 o.
in RADEBEUL b. DRESDEN.
Pateritirt im Deutschen Reiche vom 2. September 1900 ab.
Das bisher meist angewandte Verfahren zur Isolirung von Aldehyden mit Hülfe ihrer Bisulfitverbindungen aus Gemengen leidet an gewissen Uebelständen. Manche Aldehyde, z. B. die Terpenaldehyde, sind empfindlich gegen Säuren, also auch gegen Bisulfit; andere wieder, z. B. Zimmtaldehyd, Cilral, Citronellal, addiren unter gewissen Bedingungen das Molekül des Bisulfits und bilden Hydrosulfonsäurederivate, aus denen die Aldehyde nicht wieder regenerirt werden können. Bei vorliegendem Verfahren kann namentlich bei den Aldehyden, welche keine alkalibindende Gruppen enthalten, jede saure und alkalische Reaction vermieden werden. , .
Das neue Verfahren besteht darin, dafs man zunächst das aldehydhaltige Gemenge mit einem Erdalkalisalze einer aromatischen Amido-carbon- oder -sulfosäure am besten in wässeriger Lösung innig mischt. Die Verbindung des Aldehyds mit dem Salze ist schwer löslich und fällt fast vollständig aus. Aus diesen Condensationsproducten wird der Aldehyd entweder durch Destillation mit Wasserdampf gewonnen .oder durch Behandeln mit Säuren und Extraction.
Dafs Benzaldehyd mit naphtionsaurem Natrium sich verbindet und aus dieser Verbindung wieder abgespalten werden kann, ist bereits in Liebig's Annalen 247, S. 325 mitgetheilt worden. Wollte man auf Grund dieser bekannten Thatsache den Benzaldehyd aus Gemischen isoliren, so würde man grofse Verluste haben, da die Verbindung des Benzaldehyds mit naphtionsaurem Natrium in der Mutterlauge zum Theil gelöst bleibt.
Durch Anwendung ' der Erdalkalisalze kann man eine fast theoretische Abscheidung erzielen.
In den Annalen 76, S. 304 ist mitgetheilt, dafs Benzaldehyd sich mit Anilin verbindet und aus dieser Verbindung durch Säuren wieder abgeschieden werden kann. Die Anwendung dieser bekannten Methode auf die Isolirung von Toluylaldehyd ist aus der Patentschrift 98706 bekannt.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von dem bekannten durch Folgendes: Erstens arbeitet man mit einer wässerigen Salzlösung, welche nach dem Abtreiben des Aldehyds ohne Weiteres wieder benutzt werden kann. Zweitens kann man in den meisten Fällen den Aldehyd aus der Verbindung mit dem Salz • durch einfache Dampfdestillation gewinnen, also ohne vorherigen Säurezusatz. So z. B. kann man auch Toluylaldehyd aus seiner Verbindung mit naphtionsaurem Barium durch einfache Wasserdampfdestillation abspalten, während gemäfs Patentschrift 98706 stets eine Behandlung mit Säure vorangehen mufs.
Beispiele:
I. lOOoTheile einer Lösung von Benzaldehyd in Toluol werden mit ioooTheilen einer ioproc. Lösung von naphtionsaurem Barium mehrere Stunden innig gemischt, wobei sich der gesammte Benzaldehyd in Verbindung mit naphtionsaurem Barium als schwere, nahezu weifse Krystallmasse absetzt. Dieselbe wird durch Filtriren vom Toluol und der Mutterlauge getrennt und kann nach gutem Aus-
waschen direct einer Destillation mit Dampf unterworfen werden, wobei der Benzaldehyd in reinem Zustand übergeht. Die im Kessel rückständige Lösung von naphtionsaurem Barium kann zu einer neuen Trennung verwendet werden.
II. ioooTheile einer m-Toluylaldehyd-haltigen Mischung werden mit iooo Theilen einer' ίο ρr.oc.· Lösung von naphtionsaurem Barium mehrere Stunden innig gemischt, wobei sich die Verbindung des Toluylaldehyds mit dem naphtionsauren Barium als dichte Krystallmasse absetzt. Die weitere Verarbeitung erfolgt nach Beispiel I.
III. ioooTheile einer p-Toluylaldehyd-baltigen Mischung werden mit iooo Theileri einer io proc. Lösung von sulfanilsaurem Barium mehrere Stunden innig gemischt; die Verbindung des p-Toluylaldehyds mit dem sulfanilsauren Barium hat sich dann vollständig abgeschieden. Die weitere Verarbeitung erfolgt nach Beispiel I. . ■ . . , ·....· .... .
IV. ioooTheile einer .o-Chlor.benzaldehydhaltigen Mischung werden mit ioöo Theilen einer io proc. Lösung von naphtionsaurem Kalk mehrere Stunden innig gemischt, wobei sich die Verbindung des o-Chlorbenzaldehyds mit dem naphtionsauren Kalk als dichte hellgelbe Krystallmasse abscheidet. Die weitere Verarbeitung erfolgt nach Beispiel I.
V. ioooTheile einer Lösung von o-Nitrobenzaldehyd in o-Nitrotoluol werden mit ioöo Theilen. einer ro proc. Lösung von m-amidobenzoesaurem Barium mehrere Stunden innig gemischt, wobei sich das Condensationsproduet des o-Nitrobenzaldehyds mit dem m-amidobenzoesauren Barium als schwere, grünlich-gelbe Krystallmasse abscheidet. Die weitere Verarbeitung erfolgt nach Beispiel I.
VI. ioooTheile einer Lösung von o-Nitrobenzaldehyd in o-Nitrotoluol werden mit ίooo Theilen einer loproc. Lösung von oxynaphtylamincarbonsaurem Barium
(COOH: NH2: OH = ß2 Ia1: β j mehrere Stunden innig gemischt, wobei sich das Condensatiosproduct des o-Nitrobenzaldehyds mit dem Bariumsalz als dichte gelbrothe Krystallmasse absetzt. Die weitere Verarbeitung erfolgt 'nach Beispiel I.
VII. ioo Theile Cuminöl werden mit 1500 Theilen einer 10 proc. Lösung von naphtionsaurem Kalk mehrere Stunden innig gemischt, -wobei sich das Condensationsproduct des' Cuminaldehyds mit naphtionsaurem Kalk als dicker schwefelgelber Krystallbrei abscheidet. Die weitere Verarbeitung geschieht gemäfs Beispiel I.
VIII. 100 Theile Cassiaöl werden mit 1800 Theilen einer 10 proc. Lösung von sulfanilsaurem Barium mehrere Stunden innig gemischt, wobei sich das Condensationsproduct des Zimmtaldehyds mit dem sulfanilsauren Barium in Form eines weifsgelben dichten Krystallbreies abscheidet. Die weitere Verarbeitung geschieht gema'fs Beispiel I.
IX. 100 Theile Lemongrasöl werden mit 1800 Theilen einer 10 proc. Lösung von naphtionsaurem Barium mehrere Stunden innig gemischt. Dabei scheidet sich das Condensationsproduct des Citrals mit naphtionsaurem Barium in Form eines dichten hellgelben Krystallbreies ab. Die weitere Verarbeitung erfolgt gemäfs Beispiel I.
X. 100 Theile OeI von Eucalyptus maculata var. citriodora werden mit 200 Theilen einer 10 proc. Lösung von 1 · 5 naphtylaminsulfosaurem Barium mehrere Stunden innig gemischt. Die Verbindung des Citronellals mit dem ι · 5 naphtylaminsulfosaurem Barium scheidet sich in Form einer grünlich gefärbten Krystallmasse ab;· Die weitere Verarbeitung geschieht nach Beispiel I.
XI. 100 Theile einer Mischung von Phenol und Salicylaldehyd werden mit 1000 Theilen einer 10 proc. Lösung von naphtionsaurem Barium mehrere Stunden innig gemischt; es hat sich alsdann das Condensationsproduct als dichter gelber Krystallbrei abgeschieden. Derselbe wird durch Filtriren etc. von der Lauge und dem Phenol getrennt und in einer, verbleiten Blase nach Zusatz der nöthigen Menge verdünnter Schwefelsäure mit Dampf destillirt, wobei der Salicylaldehyd in reinem Zustand übergeht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Gewinnung von Aldehydeil aus aldehydhaltigen Gemischen, dadurch gekennzeichnet, dafs man das Gemisch mit der Lösung eines Erdalkalisalzes- einer aromatischen Amidocarbon- oder Amidosulfonsäure behandelt, die entstehende Anhydroverbindung von den nicht aldehydartigen Producten abtrennt und in ihre Componenten zerlegt.
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