DE12396C - Kühl- und Wärmeapparat für medizinische Zwecke - Google Patents
Kühl- und Wärmeapparat für medizinische ZweckeInfo
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- DE12396C DE12396C DENDAT12396D DE12396DA DE12396C DE 12396 C DE12396 C DE 12396C DE NDAT12396 D DENDAT12396 D DE NDAT12396D DE 12396D A DE12396D A DE 12396DA DE 12396 C DE12396 C DE 12396C
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- A61F2007/0001—Body part
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Description
1880.
Klasse 30.
JOSEF LEITER in WIEN. Kühl- und Wärme-Apparat für medizinische Zwecke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1J. August 1880 ab.
Diese Apparate dienen dazu, dem menschlichen oder thierischen Körper oder einzelnen
Körpertheilen gleichmäfsig und ohne Unterbrechung, beliebig lange andauernd, Wärme zu
entziehen oder zuzuführen, zu welchem Zwecke kaltes oder warmes Wasser durch Metallrohre,
die den Körper oder einzelne Körpertheile bedecken, geleitet wird.
Der Haupttheil dieser Apparate besteht aus biegsamen Zinn- oder verzinnten Bleirohren von
verschiedenförmigem Querschnitt, als rund, oval, flach, die schneckenförmig oder mäanderartig
u. s. w. neben einander gebogen und durch Fäden locker zusammengehalten werden, den
erkrankten Körper oder Körpertheil bedecken, an welchen dieselben in diesen Formen genau,
passend angebogen werden können. .
In Fig. ι ist ein schneckenförmig gelegtes und an die Form des Kopfes angebogenes
Metallrohr, in Fig. I ein an das Knie angepafstes und ein solches, welches um das Sprunggelenk
herumgewickelt, ersichtlich. In Fig. 3 ist ein links und rechts der Wirbelsäule angepafstes
Rohr dargestellt. Durch ein derartiges Rohr wird je nach dem zu verrichtenden Zweck
warmes oder kaltes Wasser von einem hochaufgestellten Gefäfse a, Fig. 1, mittelst eines
Gummischlauches zugeleitet, welches nach dem Durchgang, durch das Metallrohr in das Sammelgefäfs
b, Fig. 1, wieder abfliefst. Der Effect der Wärmeentziehung oder Wärmezuführung
kann durch das raschere Durchfliefsen des Wassers durch Höherstellung des Wassergefäfses«
gesteigert und durch Hemmung des Abfliefsens des Wassers durch einen am Schlauchende oder
selbst an der Austrittsstelle des Metallrohres angebrachten Sperrhahn vermindert werden.
Auf diese Weise kann bei Anwendung von kaltem Wasser dem Körper oder dem kleinsten
Körpertheile sozusagen selbstwirkend stundenlang bei geringer Variation der Temperatur
fortgesetzt Wärme entzogen, und bei Anwendung von warmem Wasser Wärme zugeführt werden.
Bei allen zu diesen Zwecken bekannten Methoden konnte nie eine gleichmäfsige Wirkung
erzielt werden, da durch die Temperatur schlecht leitender Stoffe, welche entweder mit kaltem
oder warmem Wasser etc. befeuchtet oder in welche Eismässen gefüllt wurden, oder welche
kaltes Wasser durchläuft (z. B. Gummischläuche), der Abschlufs des Körpertheiles ganz dicht war.
Durch meine Methode ist noch ein grofser Uebelstand behoben, indem bei Anwendung
derselben die Befolgung der Anordnungen des Arztes nicht von manchmal unverläfslichen oder
ermüdeten Krankenpflegern abhängig gemacht ist.
Um ' zur Durchleitung des Wassers durch
solche lange, enge Metallröhren einen genügend starken Druck zu erreichen, ohne das Gefäfs
übermäfsig hoch stellen zu müssen, habe ich ein trichterförmiges Gefäfs, Fig. 4, construirt,
welches aus dem runden Trichter a mit einer Oeffnung a1 zur Anbringung des Gummischlauchs
versehen ist, und welcher am breiten oberen Ende einen ovalen gedrückten Hals c besitzt,
dessen Mündung in ein querstehendes, an einem Ende abgeschlossenes Rohr d verläuft. Der
flache Boden e dieses Rohres liegt mit dem Trichter in einer Ebene und dient dazu, dieses
Gefäfs mit der Mündung des Rohres nach oben überall hinlegen zu können und die Füllung
vorzunehmen, oder um den gefüllten Trichter, ohne auszugiefsen, bei Seite zu legen. Durch
diese seitliche Oeffnung e1 und den breiten Hals des Trichters kann derselbe liegend sehr
rasch gefüllt werden, da die Luft aus dem Trichter hierbei leicht entweichen kann. Ein
solches Gefäfs, welches für kurz dauernde Verwendung vertical mit der Hand hochgehalten
(s. Fig. 4) werden kann, kann auch hoch aufgehängt oder hingelegt werden, wie aus Fig. 5
und 6 ersichtlich ist. · Ein solches Gefäfs kann auch mittelst eines Hebers, Fig. 7, leicht gefüllt
werden.
Da das Bedürfnifs eintritt, den Stand der Flüssigkeit zu sehen, so ist bei dieser Form die
dauerhafte Ausführung auch aus Glas möglich. Derartige Gefäfse sind zur. Injection medicamentöser
Flüssigkeiten oder zur Irrigation besonders vortheilhaft.
Es empfiehlt sich dann, in den Trichter ein
Sieb oder eine bekannte Filtrirvorrichtung einzuschalten.
Solche Gefafse können aus Metall, Glas, Porcellan und anderem geeigneten Material erzeugt
werden. Als Reservoir für den ersteren Apparat (nämlich die Rohre) können selbstverständlich
Gefäfse verschiedener Form, folglich auch solche, in welchen ein Eisbehälter angebracht
ist, in Verwendung gebracht werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
i. Biegsame, dünne Metallrohre, die an den Körper genau der Form des Körpertheils entsprechend angelegt werden und durch welche kaltes oder warmes Wasser geleitet wird.Trichterförmige Gefäfse von besonderer Form mit oder ohne eingeschaltetes Sieb oder Filter, die zur Leitung des Wassers durch die oben erwähnten Rohre zur Injection von Medicamenten und Irrigation von Wunden oder Körperteilen dienen.Die Combination der genannten Gefäfse und Rohre.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE12396C true DE12396C (de) |
Family
ID=289611
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT12396D Active DE12396C (de) | Kühl- und Wärmeapparat für medizinische Zwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE12396C (de) |
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