DE687218C - Sterilisiervorrichtung mit einem beheizbaren Sterilisierbehaelter und einer Nachfuelleinrichtung - Google Patents

Sterilisiervorrichtung mit einem beheizbaren Sterilisierbehaelter und einer Nachfuelleinrichtung

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DE687218C
DE687218C DE1931P0063796 DEP0063796D DE687218C DE 687218 C DE687218 C DE 687218C DE 1931P0063796 DE1931P0063796 DE 1931P0063796 DE P0063796 D DEP0063796 D DE P0063796D DE 687218 C DE687218 C DE 687218C
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sterilization container
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/04Heat
    • A61L2/06Hot gas

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)

Description

  • Sterilisiervorrichtung mit einem beheizbaren Sterilisierbehälter und einer Nachfülleinrichtung Die Erfindung betrifft eine Sterilisiervorrichtung, insbesondere für Zahnkliniken, mit einem beheizbaren Sterilisierbehälter und einer Einrichtung zum selbsttätigen Nachfüllen von Wasser in den Sterilisierbehälter.
  • Dem Vorteil der selbsttätigen Nachfüllung stand bisher der Nachteil gegenüber, daß, wenn gerade kurz vor dem Herausnehmen der Instrumente o. dgl. aus dem Sterilisierbehälter durch den Arzt der niedrigste Wasserstand erreicht ist, durch die Nachfülleinrichtung unsteriles Wasser in den Sterilisierbehälter gelangt und mit den Instrumenten in Berührung kommt. Dadurch wird die vorausgegangene Sterilisierung wieder aufgehoben.
  • Dieser Nachteil ist gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß die Nachfülleinrichtung mit einem einen Heizkörper tragenden Behälter zum Vorerhitzen des dem Sterilisierbehälter zuzuführenden Wassers versehen ist. Durch die Vorerhitzung ist das nachgefüllte Wasser jederzeit schon auf eine so hohe Temperatur gebracht, daß es beim Eintritt in den Sterilisierbehälter steril ist, so daß die Instrumente nur n_it sterilem Wasser in Berührung kommen können. Man hat bereits bei mitÜberdruck arbeitenden Sterilisatoren dem Sterilisierbehälter heißes Wasser zugeführt, jedoch waren diese Vorrichtungen nicht mit einer selbsttätigen Nachfülleinrichtung versehen.
  • Die Vorerhitzung des Nachfüllwassers hat noch den weiteren Vorteil, daß in dem Wasser enthaltene Fremdstoffe, wie Kalksalze, Magnesiumsalze usw., die sich bisher erst beim Kochen in dem Sterilisierbehälter selbst abgesetzt hatten und einen Kesselstein bildeten, bereits in dem Vorerhitzungsraum niedergeschlagen werden, so daß nunmehr die Wärmeleitfähigkeit der Sterilisierbehälterwand erhalten bleibt. ' Der Sterilisierbehälter wird aus einem Vorratsbehälter nachgefüllt, der mit ihm in dauernder Verbindung steht. Hierbei ist zwischen dem Vorratsbehälter und dem Sterilisierbehälter ein Gefäß eingeschaltet, das mit einem zur Erhitzung dieses Gefäßes dienenden Heizkörper versehen ist, wobei der Vorratsbehälter unterhalb des Heizkörpers und der Sterilisierbehälter oberhalb des Heizkörpers an das genannte Gefäß angeschlossen sind. Es wirkt dann dieses Gefäß besonders günstig auf die Abscheidung der Kesselsteinbildner.
  • Diese Abscheidung wird weiter begünstigt, wenn der Durchflußquerschnitt des Vorerhitzungsgefäßes (Fangbehälters) gegenüber der Verbindungsleitung des Wasserbehälters erweitert ist. Infolge der Verkleinerung der Strömungsgeschwindigkeit schlagen sich diese Salze leichter nieder.
  • Auf der Zeichnung ist eine nach der Erfindung hergestellte Sterilisiervorrichtung in einer Ausführungsform veranschaulicht.
  • Fig. i ist ein senkrechter Schnitt durch einen Teil der Sterilisiervorrichtung und veranschaulicht einige Teile in Ansicht.
  • Fig. 2 ist eine Oberansicht eines Teils der Sterilisiervorrichtung in größerem Maßstabe. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie A-B der Fig. i.
  • Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie E-F der Fig. 2.
  • Fig. 5 ist ein Schaltschema für die Heizvorrichtungen.
  • Die Sterilisiervorrichtung ist mit einem Blechgehäuse i (Fig. z) versehen, welches oben durch eine Tragplatte :2 abgedeckt ist. An der Tragplatte 2 ist ein Wasserbehälter 3 (Fig. i) vorgesehen. Dieser Behälter hängt von der Platte 2 herab und ist nach oben in Form eines Flansches 4 verlängert. Auf dem Flansch 4 ruht eine umgestülpte, einen Wasservorrat -enthaltende Flasche 5, deren Hals 6 in den Wasserbehälter 3 hineinragt und mit einem Ventil ? versehen ist. Mit Hilfe der umgestülpten Flasche 5 wird nach bekannten physikalischen Gesetzen das Wasser im Behälter 3 auf einer vorgeschriebenen Spiegelhöhe gehalten.
  • Der Wasserbehälter 3 ist mit einer Auslaßöffnung versehen, die durch eine Verbindungsleitung 8 (Fig. 3) an einen als Vorsterilisator wirkenden, an der Platte 2 befestigten Fangbehälter 9 angeschlossen ist. Die Leitung 8 mündet in diesen Fangbehälter um ein beträchtliches Stück oberhalb des unteren Endes des vorgenannten Behälters. Der Durchflußquerschnitt des Fangbehälters 9 ist gegenüber der Verbindungsleitung 8 erweitert. Um den Behälter 9 herum ist oberhalb des in den genannten Behälter mündenden Teils der Leitung 8 eine -blektrische Heizvorrichtung lo angeordnet. Mittels dieser Heizvorrichtung wird das Wasser im Fangbehälter 9 ungefähr auf 93° erhitzt und infolgedessen sterilisiert. Durch-die Erhitzung werden ferner Calcium-, Magnesiumsalze und dgl. ausgefällt. Der Niederschlag sammelt sich im unteren Teil des Fangbehälters 9 als flockige Masse an, wie bei i i (Fig. 3) angegeben ist. Der Schlamm fließt aus dem unteren Teil des Fangbehälters 9 durch ein Rohr i2 (Fig. i und 4) nach einem Ablaßv entilgehäuse 13 am unteren Ende eines senkrechten Rohres 1,4. An das Ventilgehäuse 13 ist ein Ablaßstutzen 58 angeschlossen. In dem Gehäuse 13 ist ein Ablaßventil 15 angeordnet, das mittels eines an der Ablaßventilstange 16 befestigten Knopfes 17 entgegen der Wirkung einer Feder 18 geöffnet werden kann. 'Eine am oberen Ende des Ventils 15 vorgesehene Scheibe i9, die in einem Ringansatz 2o des Rohres 14 verschiebbar ist, schließt den oberen Raum des Rohres 14 gewöhnlich von der Ventilkammer 13 ab.
  • Der Fangbehälter 9 steht mit dem Rohr 14 durch eine Speiseleitung 21 in Verbindung. Diese Leitung mündet in den Fangbehälter 9 unmittelbar oberhalb der Heizvorrichtung lo (Fig. i und 4).
  • Unmittelbar über dem Ringansatz 2o (Fig. i und 4) ist das Rohr 14 mit einem Auslaßnippel22 versehen. Mit diesem Nippel ist das eine Ende eines waagerechten Rohres 23 verbunden, dessen anderes Ende mittels eines '[-Stutzens 24 an ein senkrechtes Rohr 25 angeschlossen ist. Das Rohr z5 ist mittels einer Verschraubung 26 mit einem Sterilisierbehälter 27 (Fig. i und 4) verbunden. Der Sterilisierbehälter 27 wird von einem Flansch 57 der Tragplatte 2 gestützt und dient beispielsweise zum Sterilisieren von Verbandsstoffen. Am Boden des Sterilisierbehälters 27 sind elektrische Heizkörper 28 (Fig. i) angeordnet, die zum Erhitzen des im Sterilisierbehälter 27 befindlichen Wassers dienen.
  • An den T-Stutzen 24 (Fig. 4) ist noch ein anderes waagerechtes Rohr 29 angeschlossen. Dieses Rohr ist mit einem weiteren, nicht dargestellten Sterilisierbehälter verbunden, der beispielsweise zum Sterilisieren von Instrumenten dient.
  • Befindet sich die Flasche 5 in der umgestülpten Stellung nach Fig. i, so wird der normale Wasserspiegel im Wasserbehälter 3 so lange selbsttätig aufrechterhalten, wie Wasser in der Flasche 5 vorhanden ist. Vom Wasserbehälter 3 fließt das Wasser durch die Verbindungsleitung 8 in den Fangbehälter 9, in dem das Wasser mittels der Heizvorrichtung io vorsterilisiert wird. Von dem Fangbehälter 9 fließt das Wasser in sterilisiertem Zustande durch die Leitung 2i (Fig. i und 4) in das Rohr 14 und von dort durch die Rohre 23 und 25 in den Sterilisierbehälter 27. Der Wasserspiegel im Sterilisierbehälter 27 entspricht dem Wasserspiegel im Behälter 3 und wird selbsttätig dadurch aufrechterhalten, daß von der Flasche 5 in den Behälter 3 nachgefüllt wird.
  • Die Stromkreise für den Heizkörper lo (Fig.3) und dieHeizkörper28 (Fig. i) werden durch einen am Gehäuse i angeordneten Handschalter 3o, der nur schematisch in Fig. 5 dargestellt ist, geöffnet und geschlossen. Außerdem werden die genannten Stromkreise durch einen selbsttätigen Steuerschalter überwacht, welcher vom Wasserstand im Sterilisierbehälter 27 abhängig ist. Die Ausbildung eines derartigen selbsttätigen Steuerschalters ist Gegenstand des Patents 681:289.
  • In Fig.5 ist das Schaltungsschema der Heizvorrichtungen dargestellt. Der eine Kontakt des in gebräuchlicher Weise ausgebildeten Handschalters 3o ist durch eine Leitung 52 mit dem einen Ende des zur Erhitzung des Fangbehälters 9 (Fig.3) dienenden Heizgliedes 1o verbunden. Das andere Ende des Heizgliedes 1o ist durch Leitungen 53,54 mit dem negativen Pol der Stromquelle bzw. mit der Erde verbunden. Der andere Kontakt des Handschalters 3o ist durch eine Leitung 55 mit den Heizgliedern 28 des Sterilisators 27 (Fig. i) verbunden. Diese Heizglieder sind anderseits durch eine Leitung 56 sowie durch die Leitung 54 mit dem negativen Pol der Stromquelle bzw. mit der Erde verbunden. Durch Schließen oder Öffnen des Handschalters 30 werden daher gleichzeitig alle Heizglieder 1o, 28 ein- oder ausgeschaltet. Die beweglichen Arme des Handschalters 30 sind durch eine Leitung 51 mit dem positiven Pol der Stromquelle verbunden.
  • Die Anordnung der oben beschriebenen Heizvorrichtung 1o (Fig. 3) bietet den Vorteil, daß das den Sterilisierbehältern, z. B. dem Sterilisierbehälter 27 (Fig. i) zugeführte Wasser vorsterilisiert wird. Diese Vorsterilisierung des Wassers ist wichtig, weil sie die richtige Sterilisierung der Instrumente und der Handtücher, der Verbandsstoffe oder sonstigen Gegenstände, die in den Sterilisierbehältern untergebracht sind, verbürgt, d. h. es ist die Gefahr beseitigt, daß Keime in die Sterilisierbehälter gelangen und sich an den in diesen Behältern befindlichen Gegenständen absetzen.

Claims (3)

  1. PATENT ANSPRÜCIIR: i. Sterilisiervorrichtung mit einem beheizbaren Sterilisierbehälter und einer Einrichtung zum selbsttätigen Nachfüllen von Wasser in den Sterilisierbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachfülleinrichtung (3, 5, Fig. i) mit einem Fangbehälter (9, Fig. 3) verbunden ist, der einen Heizkörper (1o, Fig.3) zum Vorerhitzen des dem Sterilisierbehälter (27, Fig.1) zuzuführenden Wassers trägt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, bei dem der Sterilisierbehälter aus einem mit diesem Behälter in dauernder Verbindung stehenden Wasserbehälter nachfüllbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserbehälter (3 bei 8, Fig. 3) unterhalb des Heizkörpers (1o) und der Sterilisierbehälter (27 bei 21, Fig.5) oberhalb des Heizkörpers (1o) an den Fangbehälter (g) angeschlossen sind.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchflußquerschnitt des zur Vorerhitzung des Wassers dienenden Fangbehälters (g, Fig.3) gegenüber der Verbindungsleitung (8) des Wasserbehälters (3) erweitert ist.
DE1931P0063796 1930-08-28 1931-08-28 Sterilisiervorrichtung mit einem beheizbaren Sterilisierbehaelter und einer Nachfuelleinrichtung Expired DE687218C (de)

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