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Sterilisiervorrichtung mit einem beheizbaren Sterilisierbehälter und
einer Nachfülleinrichtung Die Erfindung betrifft eine Sterilisiervorrichtung, insbesondere
für Zahnkliniken, mit einem beheizbaren Sterilisierbehälter und einer Einrichtung
zum selbsttätigen Nachfüllen von Wasser in den Sterilisierbehälter.
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Dem Vorteil der selbsttätigen Nachfüllung stand bisher der Nachteil
gegenüber, daß, wenn gerade kurz vor dem Herausnehmen der Instrumente o. dgl. aus
dem Sterilisierbehälter durch den Arzt der niedrigste Wasserstand erreicht ist,
durch die Nachfülleinrichtung unsteriles Wasser in den Sterilisierbehälter gelangt
und mit den Instrumenten in Berührung kommt. Dadurch wird die vorausgegangene Sterilisierung
wieder aufgehoben.
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Dieser Nachteil ist gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß die Nachfülleinrichtung
mit einem einen Heizkörper tragenden Behälter zum Vorerhitzen des dem Sterilisierbehälter
zuzuführenden Wassers versehen ist. Durch die Vorerhitzung ist das nachgefüllte
Wasser jederzeit schon auf eine so hohe Temperatur gebracht, daß es beim Eintritt
in den Sterilisierbehälter steril ist, so daß die Instrumente nur n_it sterilem
Wasser in Berührung kommen können. Man hat bereits bei mitÜberdruck arbeitenden
Sterilisatoren dem Sterilisierbehälter heißes Wasser zugeführt, jedoch waren diese
Vorrichtungen nicht mit einer selbsttätigen Nachfülleinrichtung versehen.
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Die Vorerhitzung des Nachfüllwassers hat noch den weiteren Vorteil,
daß in dem Wasser enthaltene Fremdstoffe, wie Kalksalze, Magnesiumsalze usw., die
sich bisher erst beim Kochen in dem Sterilisierbehälter selbst abgesetzt hatten
und einen Kesselstein bildeten, bereits in dem Vorerhitzungsraum niedergeschlagen
werden, so daß nunmehr die Wärmeleitfähigkeit der Sterilisierbehälterwand erhalten
bleibt. ' Der Sterilisierbehälter wird aus einem Vorratsbehälter nachgefüllt, der
mit ihm in dauernder Verbindung steht. Hierbei ist zwischen dem Vorratsbehälter
und dem Sterilisierbehälter ein Gefäß eingeschaltet, das mit einem zur Erhitzung
dieses Gefäßes dienenden Heizkörper versehen ist, wobei der Vorratsbehälter unterhalb
des Heizkörpers und der Sterilisierbehälter oberhalb des Heizkörpers an das genannte
Gefäß angeschlossen sind. Es wirkt dann dieses Gefäß besonders
günstig
auf die Abscheidung der Kesselsteinbildner.
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Diese Abscheidung wird weiter begünstigt, wenn der Durchflußquerschnitt
des Vorerhitzungsgefäßes (Fangbehälters) gegenüber der Verbindungsleitung des Wasserbehälters
erweitert ist. Infolge der Verkleinerung der Strömungsgeschwindigkeit schlagen sich
diese Salze leichter nieder.
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Auf der Zeichnung ist eine nach der Erfindung hergestellte Sterilisiervorrichtung
in einer Ausführungsform veranschaulicht.
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Fig. i ist ein senkrechter Schnitt durch einen Teil der Sterilisiervorrichtung
und veranschaulicht einige Teile in Ansicht.
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Fig. 2 ist eine Oberansicht eines Teils der Sterilisiervorrichtung
in größerem Maßstabe. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie A-B der
Fig. i.
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Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie E-F der Fig. 2.
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Fig. 5 ist ein Schaltschema für die Heizvorrichtungen.
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Die Sterilisiervorrichtung ist mit einem Blechgehäuse i (Fig. z) versehen,
welches oben durch eine Tragplatte :2 abgedeckt ist. An der Tragplatte 2 ist ein
Wasserbehälter 3 (Fig. i) vorgesehen. Dieser Behälter hängt von der Platte 2 herab
und ist nach oben in Form eines Flansches 4 verlängert. Auf dem Flansch 4 ruht eine
umgestülpte, einen Wasservorrat -enthaltende Flasche 5, deren Hals 6 in den Wasserbehälter
3 hineinragt und mit einem Ventil ? versehen ist. Mit Hilfe der umgestülpten Flasche
5 wird nach bekannten physikalischen Gesetzen das Wasser im Behälter 3 auf einer
vorgeschriebenen Spiegelhöhe gehalten.
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Der Wasserbehälter 3 ist mit einer Auslaßöffnung versehen, die durch
eine Verbindungsleitung 8 (Fig. 3) an einen als Vorsterilisator wirkenden, an der
Platte 2 befestigten Fangbehälter 9 angeschlossen ist. Die Leitung 8 mündet in diesen
Fangbehälter um ein beträchtliches Stück oberhalb des unteren Endes des vorgenannten
Behälters. Der Durchflußquerschnitt des Fangbehälters 9 ist gegenüber der Verbindungsleitung
8 erweitert. Um den Behälter 9 herum ist oberhalb des in den genannten Behälter
mündenden Teils der Leitung 8 eine -blektrische Heizvorrichtung lo angeordnet. Mittels
dieser Heizvorrichtung wird das Wasser im Fangbehälter 9 ungefähr auf 93° erhitzt
und infolgedessen sterilisiert. Durch-die Erhitzung werden ferner Calcium-, Magnesiumsalze
und dgl. ausgefällt. Der Niederschlag sammelt sich im unteren Teil des Fangbehälters
9 als flockige Masse an, wie bei i i (Fig. 3) angegeben ist. Der Schlamm fließt
aus dem unteren Teil des Fangbehälters 9 durch ein Rohr i2 (Fig. i und 4) nach einem
Ablaßv entilgehäuse 13 am unteren Ende eines senkrechten Rohres 1,4. An das Ventilgehäuse
13 ist ein Ablaßstutzen 58 angeschlossen. In dem Gehäuse 13 ist ein Ablaßventil
15 angeordnet, das mittels eines an der Ablaßventilstange 16 befestigten Knopfes
17 entgegen der Wirkung einer Feder 18 geöffnet werden kann. 'Eine am oberen
Ende des Ventils 15 vorgesehene Scheibe i9, die in einem Ringansatz 2o des
Rohres 14 verschiebbar ist, schließt den oberen Raum des Rohres 14 gewöhnlich von
der Ventilkammer 13 ab.
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Der Fangbehälter 9 steht mit dem Rohr 14 durch eine Speiseleitung
21 in Verbindung. Diese Leitung mündet in den Fangbehälter 9 unmittelbar oberhalb
der Heizvorrichtung lo (Fig. i und 4).
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Unmittelbar über dem Ringansatz 2o (Fig. i und 4) ist das Rohr 14
mit einem Auslaßnippel22 versehen. Mit diesem Nippel ist das eine Ende eines waagerechten
Rohres 23 verbunden, dessen anderes Ende mittels eines '[-Stutzens 24 an ein senkrechtes
Rohr 25 angeschlossen ist. Das Rohr z5 ist mittels einer Verschraubung 26 mit einem
Sterilisierbehälter 27 (Fig. i und 4) verbunden. Der Sterilisierbehälter 27 wird
von einem Flansch 57 der Tragplatte 2 gestützt und dient beispielsweise zum Sterilisieren
von Verbandsstoffen. Am Boden des Sterilisierbehälters 27 sind elektrische Heizkörper
28 (Fig. i) angeordnet, die zum Erhitzen des im Sterilisierbehälter 27 befindlichen
Wassers dienen.
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An den T-Stutzen 24 (Fig. 4) ist noch ein anderes waagerechtes Rohr
29 angeschlossen. Dieses Rohr ist mit einem weiteren, nicht dargestellten Sterilisierbehälter
verbunden, der beispielsweise zum Sterilisieren von Instrumenten dient.
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Befindet sich die Flasche 5 in der umgestülpten Stellung nach Fig.
i, so wird der normale Wasserspiegel im Wasserbehälter 3 so lange selbsttätig aufrechterhalten,
wie Wasser in der Flasche 5 vorhanden ist. Vom Wasserbehälter 3 fließt das Wasser
durch die Verbindungsleitung 8 in den Fangbehälter 9, in dem das Wasser mittels
der Heizvorrichtung io vorsterilisiert wird. Von dem Fangbehälter 9 fließt das Wasser
in sterilisiertem Zustande durch die Leitung 2i (Fig. i und 4) in das Rohr 14 und
von dort durch die Rohre 23 und 25 in den Sterilisierbehälter 27. Der Wasserspiegel
im Sterilisierbehälter 27 entspricht dem Wasserspiegel im Behälter 3 und wird selbsttätig
dadurch aufrechterhalten, daß von der Flasche 5 in den Behälter 3 nachgefüllt wird.
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Die Stromkreise für den Heizkörper lo (Fig.3) und dieHeizkörper28
(Fig. i) werden durch einen am Gehäuse i angeordneten Handschalter 3o, der nur schematisch
in Fig. 5 dargestellt
ist, geöffnet und geschlossen. Außerdem werden
die genannten Stromkreise durch einen selbsttätigen Steuerschalter überwacht, welcher
vom Wasserstand im Sterilisierbehälter 27 abhängig ist. Die Ausbildung eines derartigen
selbsttätigen Steuerschalters ist Gegenstand des Patents 681:289.
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In Fig.5 ist das Schaltungsschema der Heizvorrichtungen dargestellt.
Der eine Kontakt des in gebräuchlicher Weise ausgebildeten Handschalters 3o ist
durch eine Leitung 52 mit dem einen Ende des zur Erhitzung des Fangbehälters 9 (Fig.3)
dienenden Heizgliedes 1o verbunden. Das andere Ende des Heizgliedes 1o ist durch
Leitungen 53,54 mit dem negativen Pol der Stromquelle bzw. mit der Erde verbunden.
Der andere Kontakt des Handschalters 3o ist durch eine Leitung 55 mit den Heizgliedern
28 des Sterilisators 27 (Fig. i) verbunden. Diese Heizglieder sind anderseits durch
eine Leitung 56 sowie durch die Leitung 54 mit dem negativen Pol der Stromquelle
bzw. mit der Erde verbunden. Durch Schließen oder Öffnen des Handschalters
30 werden daher gleichzeitig alle Heizglieder 1o, 28 ein- oder ausgeschaltet.
Die beweglichen Arme des Handschalters 30 sind durch eine Leitung 51 mit dem positiven
Pol der Stromquelle verbunden.
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Die Anordnung der oben beschriebenen Heizvorrichtung 1o (Fig. 3) bietet
den Vorteil, daß das den Sterilisierbehältern, z. B. dem Sterilisierbehälter 27
(Fig. i) zugeführte Wasser vorsterilisiert wird. Diese Vorsterilisierung des Wassers
ist wichtig, weil sie die richtige Sterilisierung der Instrumente und der Handtücher,
der Verbandsstoffe oder sonstigen Gegenstände, die in den Sterilisierbehältern untergebracht
sind, verbürgt, d. h. es ist die Gefahr beseitigt, daß Keime in die Sterilisierbehälter
gelangen und sich an den in diesen Behältern befindlichen Gegenständen absetzen.