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Vorrichtung zur Verhinderung von unerwünschten Relativbewegungen von
Kippaufbauten gegenüber dem Fahrgestell von Straßenfahrzeugen, Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zur Verhinderuni von unerwünschten Relativbewegungen von Kippaufbauten
gegenüber dem Fahrgestell von Straßenfahrzeugen mittels einer lösbaren Verbindung
zwischen dem Kippaufbau und dem Fahrgestell, bestehend aus einem hydraulischen Stoßdämpfer
üb-
licher Bauart, der mit einer hebelartigen Verriegelungsklinke gekoppelt
ist, nach Patent 1181564.
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Der Stoßdämpfer ist insbesondere einfach wirkend ausgebildet, und
zwar so, daß er nur die Trennbewe-"ung hemmt.
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Durch die Vorrichtung nach dem Hauptpatent wird erreicht, daß die
Fahrbahnstöße keine Trennung des Kippaufbaus vom Fahrgestell bewirken können, da
die Trennbewegungen als Folge dieser Stöße verhältnismäßig rasch erfolgen. Einer
solchen raschen Trennbewegung setzt der Stoßdämpfer einen erheblichen Widerstand
entgegen, und die kurze Zeitdauer dieser Stöße reicht nicht aus, um den Kippaufbau
vom Fahrgestell abzuheben. Wenn dagegen der Kippvorgang durchgeführt werden soll,
so ist der Widerstand des Stoßdämpfers gegen die langsame Kippbewegung nur gering,
so daß die erforderliche Hubkraft nicht merkbar verarößert wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Vorrichtung
derart auszubilden, daß sie ohne Aufwand besonderer Genauigkeit in unterschiedliche
Fahrzeuge eingebaut werden kann.
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Als Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß
die an einem Lagergestell drehbar gelagerte Verriegelungsklinke über einen langen
Hebelarm mit dem einen Teil des Stoßdämpfers und dessen anderer Teil mit dem Lagergestell
verbunden sind und daß ein gegenüber dem Lagergestell beweglicher Sperriegel in
der Nähe der Hebellagerung mittelbar oder unmittelbar mit der Verriegelungsklinke
zusammenwirkt.
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Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es nur notwendig, das Lagergestell
beispielsweise am Fahrgestell zu befestigen und die Verriegelungsklinke in geeigneter
Lage zum Lagergestell mit dem Kippaufbau zu verbinden. Der Montageaufwand ist dabei
nicht größer als beispielsweise bei anderen besonders zu bedienenden Verriegelungen.
Die Anzahl der Einzelelemente der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist sehr gering.
Es wird eine günstige übersetzung der Trennbewegung auf die gegeneinander beweglichen
Teile des Stoßdämpfers erhalten. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung ist es auch
leicht möglich, die Anordnung derart zu treffen, daß der Stoßdämpfer eine senkrechte
oder annähernd senkrechte Stellung erhält, so daß alle diejenigen handelsüblichen
Stoßdämpfer, für deren richtige Funktion eine solche Stellung notwendig ist, benutzt
werden können.
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Die Zusammenfassung der einzelnen Bauelemente einer Verriegelung in
einem Lagergestell ist an sich nicht neu. Die bekannten Verriegelungen dieser Art
bestehen aber im wesentlichen nur aus Hebeln und Federn. Wenn sie nicht zusätzlich
bedient werden, ergeben sie nur verhältnismäßig geringe Haltekräfte. Diese Haltekräfte
werden dadurch erhalten, daß in der Verriegehmgsstellung eine Verriegelungsfeder
gespannt wird. Die Entriegelung erfolgt entgegen der Kraft der Verriegelungsfeder,
wodurch diese in eine Entspannungsstellung gelangt. Daraus folgt, daß zum Erzielen
möglichst großer Haltekräfte eine genaue Zuordnung der am Fahrgestell und am Kippaufbau
anzuordnenden Teile notwendig ist. Bei der Erfindung ist demgegenüber eine vergleichbare
Genauigkeit entbehrlich, da der Stoßdämpfer in einer Vielzahl der mö#flichen Stellungen
seiner gegeneinander bewegten Teile gleichartig wirksam ist.
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In weiterer Ausbildung einer eine Sperrfeder aufweisenden Vorrichtung
nach der Erfindung ist vorgesehen, daß am Lagergestell ein einerseits mit dem Sperriegel
und andererseits mit der Verriegelungsklinke zusammenwirkender Zwischenhebel gelagert
ist, den der Sperriegel bei einer Kippbewegung des Kippaufbaus in eine Totpunktlage
stellt, in der die Verriegelungsklinke in gespannter Stellung von Feder und Stoßdämpfer
festgehalten ist. Durch eine Ausbildung dieser Art wird erreicht, daß die erfindungsgemäße
Vorrichtung der Absenkbewegung des Kippaufbaus
am Ende eines Kippvorganges
nur einen geringen Widerstand entgegensetzt. Die Vorrichtung rastet leicht in die
Verriegelungsstellung ein.
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Günstig ist es, wenn das Lagergestell kastenförmig ausgebildet ist
und teilweise die daran gelagerten Elemente umschließt. Die Gefahr einer Beschädigung
durch eine Einwirkung von außen, z. B. hochgeschleuderte Steine von der Fahrbahn,
wird dadurch herabgesetzt. Andererseits wird die Steifigkeit der Vorrichtung, insbesondere
der Lagerstellen, vergrößert.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Rückansicht eines Lastfahrzeuganhängers
mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fi g. 2 einen Schnitt durch die
Vorrichtung in der Verriegelungsstellung, F i g. 3 einen Schnitt durch die
Vorrichtung in der Entriegelungsstellung, F i g. 4 eine perspektivische Darstellung
der Vorrichtun F i g. '-' 5 eine Draufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel,
F i g. 6 den Schnitt durch die Vorrichtung nach F i g. 5 entsprechend
der Schnittlinie VI-VI, F i g. 7 eine Seitenansicht eines Lastfahrzeuges
mit einer anderen erfindungsgemäßen Vorrichtung, F i g. 8 eine vergrößerte
Darstellung der Vorrichtung nach F i g. 7 und F i g. 9 den Schnitt
durch die Vorrichtung nach F i g. 8 entsprechend der Schnittlinie IX-IX.
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Das in den F i g. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsbeispiel
besteht aus einem Lagergestell 1, das rahmen-bzw. kastenförmig ausgebildet
ist. Dieses Lagergestell 1 ist starr mit dem Fahrgestell 2 eines Lastfahrzeuges
3 verbunden, beispielsweise angeschweißt.
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Mit Hilfe eines Gelenkbolzens 4 trägt das Lager-"estell eine hebelartige
Verriegelungsklinke 5, an dem bei 6 ein Teil 7 des Stoßdämpfers
8 gelenkig befestigt ist. Der andere Teil 9 des Stoßdämpfers
8 ist mittels eines Bolzens 10 im Lagergestell 1 gelagert.
Eine schraubenförmige Sperrfeder 11 erstreckt sich parallel zum Stoßdämpfer
8 und ist mit ihren En-
den durch in Schalen 12 und 13 eingelegte
Stifte 14 bzw. 15 mit dem Hebel 5 bzw. mit dem Lagergestell
1
verbunden.
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Die Klinke 5, die beispielsweise aus zwei parallelen Blechteilen
bestehen kann, trägt eine Rolle 16,
welche mit einem Zwischenhebel
17 zusammenwirkt, der bei 18 ebenfalls im Lagergestell 1 gelagert
ist. Während das eine Ende 19 des Zwischenhebels 17
mit einer Kurvenbahn
versehen ist, trägt das andere Ende 20 eine Rolle 21, die mit einem Sperriegel 22
zusammenwirkt. Dieser Sperriegel 22 ist mit dem Kippaufbau 23 des Lastfahrzeuges
3 starr verbunden, beispielsweise an diesem Kippaufbau angeschweißt.
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Bei Kippen des Kippaufbaus 23 bewegt sich der Sperriegel 22
aus der Stellung der F i g. 2 nach oben. Die untere Nase 24 des Riegels 22
stellt den Zwischenhebel 17 etwa senkrecht, der dabei die Klinke
5
nach unten drückt, so daß der Stoßdämpfer 8 auseinandergezogen wird.
Wenn diese Bewegung, wie beim Kippvorgang üblich, verhältnismäßig langsam vor sich
geht, ist der Widerstand des Stoßdämpfers gering. Da auch die Sperrfeder verhältnismäßig
schwach ist, setzt sie dieser Bewegung nur wenig Widerstand entgegen. Ist die Stellung
der F i g. 3 erreicht, dann liegt die Kurvenbahn am Ende 19 des Zwischenhebels
17 auf der Rolle 16, so daß der Zwischenhebel eine Totpunktlage einnimmt
und die Klinke 5 trotz der Feder 11 nicht in ihre Lage nach der F
i g. 2 zurückkehren kann. Der weitere Kippvorgang verläuft völlig unbäeinflußt
von der Vorrichtung. Kehrt nun der Kippaufbau in seine Fahrtstellung zurück, dann
stößt die Nase 25 des Riegels 22 gegen die Rolle 21. Der Zwischenhebel
17 wird umgelegt, und unter der Wirkung der Feder 11 gelangen die
Klinke 5 und der Stoßdämpfer 8 in die Ausgangslage zurück.
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Wenn nun unter der Wirkung eines Fahrbahnstoßes der Kippaufbau eine
rasche Bewegung nach oben ausführt, so vermittelt die Verriegelungsklinke diese
Bewegung dem Zwischenhebel 17. Der Zwischenhebel 17 greift aber mit
kurzem Hebelann am Hebel 5 an, so daß die entsprechende Bewegung des Gelenkbolzens
6 der Klinke 5 ohne Stoßdämpfer verhältnismäßig rasch abläuft. Einer
solchen raschen Bewegung setzt aber der Stoßdämpfer 8, der mit seinem langen
Hebelarrn 42 an der Verriegelungsklinke 5 angreift, einen erheblichen Widerstand
entgegen, so daß die rasche Bewegung verhindert wird. Der Sperriegel 22 kann
somit keine Bewegung nach oben durchführen und der Kippaufbau 23 wird auf
dem Fahrgestell festgehalten.
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Das Ausführungsbeispiel nach den F i g. 5 und 6
unterscheidet
sich im wesentlichen darin von dem Ausführungsbeispiel nach den F i g. 1
bis 4, daß in dem Lagergestell 1 eine zweiarmige Verriegelungsklinke
26 angeordnet ist. Der kurze Hebelarm 27
dieser Klinke wirkt mit einem
Sperriegel 28 zusammen, während am langen Hebelarm 29 der Stoßdämpfer
8 und die Sperrfeder 11 angelenkt sind. Der kurze Hebelarm
27 ist mit Kurvenbahnen 30 und 31 versehen, von denen die Kurvenbahn
31 bei der nach oben gerichteten Bewegung des Sperriegels 28
und die
Kurvenbahn 30 bei der Rückwärtsbewegung am Ende eines Kippvorganges mit dem
Riegel zusammenwirkt. Mit strichpunktierten Linien ist diejenige Stellung der Klinke
26 des Stoßdämpfers 8 und der Feder 11 angedeutet, welche im
Augenblick des Ausrastens der Vorrichtung bei einem Kippvorgang eingenommen wird.
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Bei der Vorrichtung nach den F i g. 5 und 6 wirkt somit
der Riegel unmittelbar mit der Klinke 26 zusammen. Während des Kippvorganges
kehrt die Klinke 26 in die Ausgangslage zurück. Beim Absenken der Kippbrücke
wird die Klinke 26 wieder verdreht, so daß sie schließlich in die Verriegelungsstellung
einschwenken kann.
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Die Vorrichtung kann nicht nur an den Enden, sondern auch seitlich
an einem Fahrzeug 32 angeordnet werden (F i g. 7). Eine derartige
Vorrichtung weist ein Lagergestell 33 auf, das aus zwei parallel zueinander
angeordneten Teilen 34 besteht. Dieses Lagergestell ist an der Kippbrücke
23 befestigt, während der Sperriegel 35 mit dem Fahrgestell 2 verbundei
ist (F i g. 8 und 9). Die Teile 34 des Lagergestells 33 umschließen
eine Klinke 36, die bei 37 am Lagergestell gelagert ist. Der lange
Hebelarm 38 der Klinke 36 ist mit dem Stoßdämpfer 8 und der
Sperrfeder 11 verbunden, während der kurze Hebelarm 39
eine mit der
Rolle 40 des Sperriegels zusammenwirkende Kurvenbahn 41 aufweist.
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Die Funktion der Vorrichtung nach den F i g. 7
bis
9 entspricht im wesentlichen der Funktion der
CK Vorrichtung
nach den F i #. 5 und 6, jedoch bewegt sich bei der Vorrichtung nach
den F i g. 7 bis 9 das Lagergestell 33 mit dem Kippaufbau
23, während der Sperriegel 35 starr mit dem Fahrgestell 2 verbunden
ist.