DE123147C - - Google Patents

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DE123147C
DE123147C DENDAT123147D DE123147DA DE123147C DE 123147 C DE123147 C DE 123147C DE NDAT123147 D DENDAT123147 D DE NDAT123147D DE 123147D A DE123147D A DE 123147DA DE 123147 C DE123147 C DE 123147C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D191/00Coating compositions based on oils, fats or waxes; Coating compositions based on derivatives thereof
    • C09D191/005Drying oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von solchen Lacken, welche hauptsächlich aus Leinöl oder sonstigen fetten Oelen und hartem Kopalharz bezw. aus anderen harten Harzarten bestehen.
Die bisherige Herstellung dieser Lacke geschah in der Weise, dafs das Harz in einem besonderen Behälter geschmolzen und das OeI in einem anderen Gefäfs erhitzt wurde, worauf die beiden Stoffe gemischt und das Gemisch so lange gekocht wurde, bis die Masse die gewünschten Eigenschaften aufwies; oder man verfuhr auch in der Weise, dafs" man die harten Harz- und Gummiarten ohne vorheriges Schmelzen mit der Lösung einer weichen, in Leinöl leicht löslichen Gummi- oder Harzart, wie Dammarharz, vermischte, sodann die zur Lösung der schwer schmelzenden Harz- oder Gummiart erforderliche Menge Leinöl beifügte und das Gemisch bis zur vollständigen Lösung erhitzte.
Beide Herstellungsweisen besitzen verschiedene Nachtheile; nach der ersten kann man beispielsweise zur Herstellung der besseren Lacksorten nicht Harzstücke von erheblich verschiedener Gröfse verwenden, da die kleineren bei der zum Schmelzen der gröfseren Stücke nöthigen Hitze anbrennen und die Farbe und Qualität des fertigen Productes beeinträchtigen. Aufserdem mufs ein erfahrener Arbeiter beständig seine ganze. Aufmerksamkeit darauf richten, dafs beim Schmelzen des Harzes das Anbrennen verhindert wird, und aufserdem kann er bedeutend weniger leisten als ein Arbeiter, welcher die Herstellung des Lackes nach vorliegender Erfindung überwacht.
Nach der zweiten Herstellungsweise wird der Lack durch Zugabe von weichem, in Leinöl gelöstem Dammarharz zu den harten Harzarten, welch letztere bekanntermafsen allein für die Herstellung eines guten Lackes geeignet sind, verschlechtert, so dafs, mag auch die Menge des als Lösungsanreger hinzugefügten weichen Dammarharzes möglichst gering gehalten sein, nach diesem Verfahren 'Lacke von bester Qualität und höchster Dauerhaftigkeit nicht hergestellt werden können.
Zweck des vorliegenden Verfahrens ist nun, die Herstellung von Lack aus nur harten Gummiharzen bedeutend zu vereinfachen, die Verwendung von Harzstücken in rohem Zustande und beliebiger Gröfse zu ermöglichen und durch Vermeidung der Gefahr des Anbrennens die zur Herstellung des Lackes aufzuwendende Arbeit zu verringern.
Während man bisher nur verhältnifsmäfsig kleine Quantitäten Lack mit einem Male herzustellen im Stande war, wird im vorliegenden Falle nur durch die Gröfse der angewendeten Apparate eine Grenze in Bezug auf die Quantität des herzustellenden Lackes gezogen.
Nach dem vorliegenden Verfahren werden etwa 2 kg rohen Kopalharzes mit ca. 4 1 Leinöl oder einem sonstigen fetten OeI gemischt; die genauen Verhältnisse richten sich naturgemäfs nach dem jeweiligen Verwendungszweck des fertigen Lackes und nach der Qualität des Harzes und des Oeles. Das Harz wird zweckmäfsig fein gemahlen, obwohl es auch in Stücken verwendet werden kann, und das OeI vortheilhaft nicht abgekocht. Das Gemisch wird dann in einem Kessel erhitzt, wobei das

Claims (1)

  1. Harz bald weich wird. Beim Erhitzen hat das Harz das-Bestreben, in die Höhe zu steigen, und mufs deshalb durch irgend eine geeignete Vorrichtung nach unten gedrückt werden. Ist das Harz weich genug geworden oder völlig geschmolzen, so mufs die Masse tüchtig umgerührt ■' werden, um sämmtliche Bestandtheile gründlich zusammenzumischen und die erzeugten Gase entweichen zu lassen. Die Masse wird' so lange., gekocht, bis sie die durch übliche Proben festzustellenden Eigenschaften aufweist, wonach man sie erkalten läfst. Die auf diese Weise hergestellte Masse wird riöthigenfalls in bekannter Weise mittels Terpentin oder einer sonstigen geeigneten Flüssigkeit verdünnt.
    Zur praktischen Durchführung des Verfahrens werden beispielsweise 30 kg Kauriharz mit etwa 60 1 rohem Leinöl gemischt und allmählich so lange erhitzt, bis das Harz flüssig geworden ist, was etwa bei 1770 G. stattfindet. Alsdann wird die Mischung einer höheren Temperatur ausgesetzt, bis eine Stichprobe die gewünschten Eigenschaften des Lackes aufweist, was etwa bei 3150C. eintritt. Während dieser Erhitzung wird die Masse zweckmäfsig umgerührt. Zeigen die Stichproben, dafs der Lack die gewünschten Eigenschaften besitzt, so läfst man ihn abkühlen und verdünnt ihn in der oben erwähnten Weise. Die oben angegebenen Temperatur- und Mischungsverhältnisse ändern sich natürlich je nach den besonderen Umständen. Selbstverständlich hängt die Zeitdauer der Erhitzung von der Heizfläche des Apparates und dem Feuerungsmaterial ab.
    Wenn man auch in einigen Fällen mit gutem Erfolg OeI anwenden kann, welches vorher abgekocht worden war, so ist es doch vorzuziehen, ungekochtes OeI zu verwenden, und zwar deshalb, weil sich, wie Versuche ergeben haben, bei zu starkem Kochen des rohen Oeles gröfsere oder kleinere Mengen einer gallertartigen Masse bilden, welche nachtheilig auf den Lack wirken und unter Umständen den Lack gänzlich unbrauchbar machen. Bei Verwendung von ungekochtem OeI wird sich das Harz in der Zeit völlig in letzterem gelöst haben, innerhalb welcher das OeI zum Kochen kommt. Das Kochen setzt man längere Zeit fort, wenn man dickflüssigeren Lack erhalten will.
    Um den Lack· so zu verdünnen, dafs derselbe mit einem Pinsel aufgetragen werden kann, setzt man, wie oben erwähnt, Terpentin hinzu.
    Will man einen schnell trocknenden Lack herstellen, so mengt man demselben eine kleine Menge (etwa 0,05 pCt.) Bleiglätte und borsaures Mangan bei und rührt dann die Masse 3 bis 4 Stunden lang tüchtig um. Wird der Lack aus einem nichttrocknenden OeI hergestellt, so mufs die Menge des hinzuzusetzenden Trockenmittels entsprechend vergröfsert werden.
    Statt das OeI und Harz zusammen zu erhitzen , kann man auch das OeI zuerst erwärmen und dann das kalte Harz nach und nach in das heifse OeI hineinschütten, wonach das Ganze in der vorher beschriebenen Weise erhitzt wird.
    Der Ausdruck »fettes OeI« bezeichnet irgend welches OeI, aus welchem in Verbindung mit Kopalharz ein trocknender Lack hergestellt werden kann.
    Paten τ-An SPRU c η :
    Verfahren zur Herstellung eines Lackes aus fettem OeI und Kopalharz, dadurch gekennzeichnet, dafs man das Kopalharz gleichzeitig mit dem OeI bis zum Schmelzen des Harzes erwärmt, worauf nach erfolgter Mischung ein Weitererhitzen bei gesteigerter Temperatur so lange erfolgt, bis der Lack die jeweilig gewünschten Eigenschaften besitzt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767205C (de) * 1937-05-28 1952-02-28 Erich Von Eben Worlee Verfahren zur Herstellung von unmittelbar zu Lacken verarbeitbaren Rohstoffen aus im allgemeinen unloeslichen Kopalen
DE4338110A1 (de) * 1993-11-08 1995-05-11 Auro Pflanzenchemie Gmbh Wasserverdünnbares, lasierendes oder deckendes Anstrichmittel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767205C (de) * 1937-05-28 1952-02-28 Erich Von Eben Worlee Verfahren zur Herstellung von unmittelbar zu Lacken verarbeitbaren Rohstoffen aus im allgemeinen unloeslichen Kopalen
DE4338110A1 (de) * 1993-11-08 1995-05-11 Auro Pflanzenchemie Gmbh Wasserverdünnbares, lasierendes oder deckendes Anstrichmittel

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