DE123147C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE123147C DE123147C DENDAT123147D DE123147DA DE123147C DE 123147 C DE123147 C DE 123147C DE NDAT123147 D DENDAT123147 D DE NDAT123147D DE 123147D A DE123147D A DE 123147DA DE 123147 C DE123147 C DE 123147C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- resin
- oil
- mass
- paint
- until
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000011347 resin Substances 0.000 claims description 29
- 229920005989 resin Polymers 0.000 claims description 29
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 13
- 235000019198 oils Nutrition 0.000 claims description 13
- 239000003973 paint Substances 0.000 claims description 11
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 8
- 239000002966 varnish Substances 0.000 claims description 7
- 239000000944 linseed oil Substances 0.000 claims description 6
- 235000021388 linseed oil Nutrition 0.000 claims description 6
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 6
- 239000004859 Copal Substances 0.000 claims description 5
- 241000782205 Guibourtia conjugata Species 0.000 claims description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 5
- 239000004922 lacquer Substances 0.000 claims description 4
- 239000010685 fatty oil Substances 0.000 claims description 3
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims 5
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims 3
- 241000779819 Syncarpia glomulifera Species 0.000 claims 2
- 238000010411 cooking Methods 0.000 claims 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims 2
- 238000002156 mixing Methods 0.000 claims 2
- 239000001739 pinus spp. Substances 0.000 claims 2
- 229940036248 turpentine Drugs 0.000 claims 2
- 241000592335 Agathis australis Species 0.000 claims 1
- DQUVZAJXJOPXIR-UHFFFAOYSA-N boric acid;manganese Chemical compound [Mn].OB(O)O DQUVZAJXJOPXIR-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 claims 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 claims 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 claims 1
- 239000002274 desiccant Substances 0.000 claims 1
- 230000001627 detrimental effect Effects 0.000 claims 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 claims 1
- 238000010304 firing Methods 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 claims 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 claims 1
- 240000000972 Agathis dammara Species 0.000 description 3
- 229920002871 Dammar gum Polymers 0.000 description 3
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 2
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09D—COATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
- C09D191/00—Coating compositions based on oils, fats or waxes; Coating compositions based on derivatives thereof
- C09D191/005—Drying oils
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Paints Or Removers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von solchen Lacken, welche hauptsächlich
aus Leinöl oder sonstigen fetten Oelen und hartem Kopalharz bezw. aus anderen
harten Harzarten bestehen.
Die bisherige Herstellung dieser Lacke geschah in der Weise, dafs das Harz in einem
besonderen Behälter geschmolzen und das OeI in einem anderen Gefäfs erhitzt wurde, worauf
die beiden Stoffe gemischt und das Gemisch so lange gekocht wurde, bis die Masse die
gewünschten Eigenschaften aufwies; oder man verfuhr auch in der Weise, dafs" man die
harten Harz- und Gummiarten ohne vorheriges Schmelzen mit der Lösung einer weichen, in
Leinöl leicht löslichen Gummi- oder Harzart, wie Dammarharz, vermischte, sodann die zur
Lösung der schwer schmelzenden Harz- oder Gummiart erforderliche Menge Leinöl beifügte
und das Gemisch bis zur vollständigen Lösung erhitzte.
Beide Herstellungsweisen besitzen verschiedene Nachtheile; nach der ersten kann man
beispielsweise zur Herstellung der besseren Lacksorten nicht Harzstücke von erheblich verschiedener
Gröfse verwenden, da die kleineren bei der zum Schmelzen der gröfseren Stücke nöthigen Hitze anbrennen und die Farbe und
Qualität des fertigen Productes beeinträchtigen. Aufserdem mufs ein erfahrener Arbeiter beständig
seine ganze. Aufmerksamkeit darauf richten, dafs beim Schmelzen des Harzes das
Anbrennen verhindert wird, und aufserdem kann er bedeutend weniger leisten als ein
Arbeiter, welcher die Herstellung des Lackes nach vorliegender Erfindung überwacht.
Nach der zweiten Herstellungsweise wird der Lack durch Zugabe von weichem, in
Leinöl gelöstem Dammarharz zu den harten Harzarten, welch letztere bekanntermafsen allein
für die Herstellung eines guten Lackes geeignet sind, verschlechtert, so dafs, mag auch
die Menge des als Lösungsanreger hinzugefügten weichen Dammarharzes möglichst gering
gehalten sein, nach diesem Verfahren 'Lacke von bester Qualität und höchster Dauerhaftigkeit
nicht hergestellt werden können.
Zweck des vorliegenden Verfahrens ist nun, die Herstellung von Lack aus nur harten
Gummiharzen bedeutend zu vereinfachen, die Verwendung von Harzstücken in rohem Zustande
und beliebiger Gröfse zu ermöglichen und durch Vermeidung der Gefahr des Anbrennens
die zur Herstellung des Lackes aufzuwendende Arbeit zu verringern.
Während man bisher nur verhältnifsmäfsig kleine Quantitäten Lack mit einem Male herzustellen
im Stande war, wird im vorliegenden Falle nur durch die Gröfse der angewendeten Apparate eine Grenze in Bezug auf die
Quantität des herzustellenden Lackes gezogen.
Nach dem vorliegenden Verfahren werden etwa 2 kg rohen Kopalharzes mit ca. 4 1 Leinöl
oder einem sonstigen fetten OeI gemischt; die genauen Verhältnisse richten sich naturgemäfs
nach dem jeweiligen Verwendungszweck des fertigen Lackes und nach der Qualität des
Harzes und des Oeles. Das Harz wird zweckmäfsig
fein gemahlen, obwohl es auch in Stücken verwendet werden kann, und das OeI
vortheilhaft nicht abgekocht. Das Gemisch wird dann in einem Kessel erhitzt, wobei das
Claims (1)
- Harz bald weich wird. Beim Erhitzen hat das Harz das-Bestreben, in die Höhe zu steigen, und mufs deshalb durch irgend eine geeignete Vorrichtung nach unten gedrückt werden. Ist das Harz weich genug geworden oder völlig geschmolzen, so mufs die Masse tüchtig umgerührt ■' werden, um sämmtliche Bestandtheile gründlich zusammenzumischen und die erzeugten Gase entweichen zu lassen. Die Masse wird' so lange., gekocht, bis sie die durch übliche Proben festzustellenden Eigenschaften aufweist, wonach man sie erkalten läfst. Die auf diese Weise hergestellte Masse wird riöthigenfalls in bekannter Weise mittels Terpentin oder einer sonstigen geeigneten Flüssigkeit verdünnt.Zur praktischen Durchführung des Verfahrens werden beispielsweise 30 kg Kauriharz mit etwa 60 1 rohem Leinöl gemischt und allmählich so lange erhitzt, bis das Harz flüssig geworden ist, was etwa bei 1770 G. stattfindet. Alsdann wird die Mischung einer höheren Temperatur ausgesetzt, bis eine Stichprobe die gewünschten Eigenschaften des Lackes aufweist, was etwa bei 3150C. eintritt. Während dieser Erhitzung wird die Masse zweckmäfsig umgerührt. Zeigen die Stichproben, dafs der Lack die gewünschten Eigenschaften besitzt, so läfst man ihn abkühlen und verdünnt ihn in der oben erwähnten Weise. Die oben angegebenen Temperatur- und Mischungsverhältnisse ändern sich natürlich je nach den besonderen Umständen. Selbstverständlich hängt die Zeitdauer der Erhitzung von der Heizfläche des Apparates und dem Feuerungsmaterial ab.Wenn man auch in einigen Fällen mit gutem Erfolg OeI anwenden kann, welches vorher abgekocht worden war, so ist es doch vorzuziehen, ungekochtes OeI zu verwenden, und zwar deshalb, weil sich, wie Versuche ergeben haben, bei zu starkem Kochen des rohen Oeles gröfsere oder kleinere Mengen einer gallertartigen Masse bilden, welche nachtheilig auf den Lack wirken und unter Umständen den Lack gänzlich unbrauchbar machen. Bei Verwendung von ungekochtem OeI wird sich das Harz in der Zeit völlig in letzterem gelöst haben, innerhalb welcher das OeI zum Kochen kommt. Das Kochen setzt man längere Zeit fort, wenn man dickflüssigeren Lack erhalten will.Um den Lack· so zu verdünnen, dafs derselbe mit einem Pinsel aufgetragen werden kann, setzt man, wie oben erwähnt, Terpentin hinzu.Will man einen schnell trocknenden Lack herstellen, so mengt man demselben eine kleine Menge (etwa 0,05 pCt.) Bleiglätte und borsaures Mangan bei und rührt dann die Masse 3 bis 4 Stunden lang tüchtig um. Wird der Lack aus einem nichttrocknenden OeI hergestellt, so mufs die Menge des hinzuzusetzenden Trockenmittels entsprechend vergröfsert werden.Statt das OeI und Harz zusammen zu erhitzen , kann man auch das OeI zuerst erwärmen und dann das kalte Harz nach und nach in das heifse OeI hineinschütten, wonach das Ganze in der vorher beschriebenen Weise erhitzt wird.Der Ausdruck »fettes OeI« bezeichnet irgend welches OeI, aus welchem in Verbindung mit Kopalharz ein trocknender Lack hergestellt werden kann.Paten τ-An SPRU c η :Verfahren zur Herstellung eines Lackes aus fettem OeI und Kopalharz, dadurch gekennzeichnet, dafs man das Kopalharz gleichzeitig mit dem OeI bis zum Schmelzen des Harzes erwärmt, worauf nach erfolgter Mischung ein Weitererhitzen bei gesteigerter Temperatur so lange erfolgt, bis der Lack die jeweilig gewünschten Eigenschaften besitzt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE123147C true DE123147C (de) |
Family
ID=392014
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT123147D Active DE123147C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE123147C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767205C (de) * | 1937-05-28 | 1952-02-28 | Erich Von Eben Worlee | Verfahren zur Herstellung von unmittelbar zu Lacken verarbeitbaren Rohstoffen aus im allgemeinen unloeslichen Kopalen |
| DE4338110A1 (de) * | 1993-11-08 | 1995-05-11 | Auro Pflanzenchemie Gmbh | Wasserverdünnbares, lasierendes oder deckendes Anstrichmittel |
-
0
- DE DENDAT123147D patent/DE123147C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767205C (de) * | 1937-05-28 | 1952-02-28 | Erich Von Eben Worlee | Verfahren zur Herstellung von unmittelbar zu Lacken verarbeitbaren Rohstoffen aus im allgemeinen unloeslichen Kopalen |
| DE4338110A1 (de) * | 1993-11-08 | 1995-05-11 | Auro Pflanzenchemie Gmbh | Wasserverdünnbares, lasierendes oder deckendes Anstrichmittel |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE855292C (de) | Synthetische trocknende OEle bzw. Lackgrundstoffe oder Lacke und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE975858C (de) | Verfahren zur Herstellung von Lackharzen aus aromatischen Vinylkohlenwasserstoffen, vorzugsweise Styrol, und Mischestern | |
| DE123147C (de) | ||
| DE1293369C2 (de) | Verfahren zur herstellung von in wasser dispergierbaren bindemitteln | |
| DE1719415A1 (de) | Mittel zur Dispergierung von Pigmenten in organischen Medien | |
| DE877807C (de) | Verfahren zur Herstellung von unter Lufteinwirkung trocknenden, fluessigen bis balsamartigen, in Farben, Firnissen, Lacken, Impraegnier-mitteln verwendbaren Interpolymerisaten aus aromatischen Vinyl-kohlenwasserstoffen und trocknenden OElen | |
| DE645620C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstharz | |
| DE742519C (de) | Verfahren zur Verbesserung polymerisierter und bzw. oder oxydierter, trocknender OEle | |
| DE680478C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kautschukumwandlungsprodukten durch Behandlung von Kautschukloesungen mit Halogenverbindungen amphoterer Metalle | |
| DE175402C (de) | ||
| DE922429C (de) | Anstrichemulsionen aus Lackrohstoffen | |
| DE116973C (de) | ||
| DE584110C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Saeuren aus Naphthakohlenwasserstoffen | |
| AT132557B (de) | Verfahren zum Behandeln von trocknenden Ölen. | |
| DE274416C (de) | ||
| DE53296C (de) | Verfahren zum Vermischen bezw. Vereinigen von Nitrocellulose mit Nitroglycerin, Nitrobenzol u. s. w | |
| AT213060B (de) | Verfahren und Apparatur zur Herstellung von Polyamiden | |
| DE711821C (de) | Gewinnung organischer Schwefelverbindungen | |
| DE651126C (de) | Verfahren zur Erniedrigung des Schmelzpunktes von Asphaltiten | |
| DE131493C (de) | ||
| DE358624C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Lackes zum Warmlackieren | |
| DE411720C (de) | Verfahren zur Herstellung farbiger Asphalte | |
| DE166563C (de) | ||
| DE588864C (de) | Verfahren zur Herstellung nichtabsetzender Anstrichfarben | |
| DE461480C (de) | Verfahren zur Darstellung von Celluloseesterlacken |