DE1217C - Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts von Milch - Google Patents

Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts von Milch

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DE1217C
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    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/14Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by using distillation, extraction, sublimation, condensation, freezing, or crystallisation

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Description

1877.
Klasse 42.
H. GEISSLER in BONN. Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts der Milch.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. October 1877 ab.
Der Apparat hat den Zweck, den Wassergehalt der Milch sehr schnell und sicher durch Destillation zu bestimmen und ist, wie die Figur zeigt, aus folgenden Theilen zusammengesetzt:
I. Aus dem cylindrischen Glasgefäfs A, welches durch die angeschmolzene Röhre a mit der ihrer ganzen Länge nach in gleiche Volumtheile eingetheilten Röhre B in Verbindung steht.
In diese Röhre B ist oben bei b ein Glashahn C luftdicht eingeschliffen.
In den Hals des Glasgefäfses A ist bei D die ebenfalls mit einem Glashahn h und mit einer Volumtheilung, wie B, versehene Röhre E luftdicht eingeschliffen.
Die Volumtheilung beider Röhren ist gleich, nur sind die Zahlen in umgekehrter Reihenfolge darangeschrieben. Bei B liegt der Nullpunkt unten und die Zählung geht von unten nach oben; bei E ist der Nullpunkt oben und die Zählung geht von oben nach unten.
Röhre B dient als Vorlage zur Aufnahme des aus A überdestillirten Wassers, E zur Aufnahme der zu untersuchenden Milch.
II. Aus einem Kochkesselchen von Messing M, in dessen Mitte ein mehrfach durchlöcherter Messingcylinder G eingelöthet ist. In letzteren wird behufs Vornahme der Operation das cylindrische Gefäfs A, nachdem" die Röhren B und E, aufgesteckt, eingesetzt. Das Kesselchen dient dazu, um Wasser zum Kochen zu bringen und wird zu diesem Zwecke durch eine untergestellte Weingeistlampe erhitzt.
Alle diese Theile werden von dem Messingstativ F getragen.
III. Ein Cylinder H1 zur Aufnahme des Wassers behufs Abkühlung der Röhre B bestimmt, vervollständigt den Apparat.
Vor Beginn der Untersuchung sieht man zuerst auf luftdichten Schlufs der Hähne und der Schliffe bei b und d. Die Stopfen der Hähne, sowie die einzufügenden Schliffstücke werden mit einer durch Zusammenschmelzen von reinem weifsen Wachs mit einem reinen OeIe bereiteten Mischung bestrichen, in ihre Stellen eingesetzt und mehrmals rund gedreht, bis sie auf ihrer ganzen Fläche durchsichtig sind.
Bevor man sie aufsteckt, giebt man in das Gefäfs A und die Röhre B je einige Tropfen Wasser. Ist der Apparat dann zusammengestellt, so füllt man die zu untersuchende Milch in die getheilte Röhre E bis zum Nullpunkte ein. Durch eine kleine Glaspipette ist das Niveau der Milch bei ο leicht zu reguliren.
Das Kesselchen M füllt man etwa ein Drittel voll Wasser und bringt dieses durch eine mäfsigstarke Weingeistflamme zum Sieden, wodurch sich die geringe Wassermenge in A in Dampf verwandelt.
Erhitzt man nun auch vorsichtig die Röhre B (welche bisher noch nicht in den Kühlcylinder eingesetzt werden durfte) mit der Weingeistlampe, so mufs auch das hier befindliche Wasser verdampfen. Diese Operation bezweckt, aus dem Apparate, d. h. aus A und B die Luft auszutreiben. Natürlich mufs während des Erhitzens der Hahn C geöffnet bleiben. Die Röhre B wird nur so stark erhitzt, dafs das Wasser darin eben zum Verdampfen gelangt, und man thut wohl, die Röhre nicht allein an ihrem unteren Ende, wo das Wasser sitzt, zu erwärmen, sondern auch von allen Seiten gleichmäfsig durch Vorbeiführen der Weingeistlampe, um dadurch ihr Zerspringen möglichst zu vermeiden.
Sobald die Verdampfung des Wassers erfolgt, entfernt man die Lampe und saugt so stark als möglich an der oberhalb des Hahnes C befindlichen Spitze i, wodurch die Luft aus dem Apparate entfernt wird. Man saugt die Spitze i an die Zunge oder Lippe fest und schliefst den Hahn C.
Den so vorgerichteten Apparat benutzt man zur Destillation der Milch und verfährt dabei wie folgt:
Man setzt, am besten durch Aufheben des ganzen Apparates, die Röhre B in den Kühlcylinder H. Zunächst wird sich der in dem Apparat befindliche Wasserdampf in B wieder condensiren und am Boden dieser Röhre ansammeln.
Wenn sich nichts mehr sammelt, wird der Stand des Wassers an der Scala der Röhre abgelesen und besonders bemerkt. Inzwischen bleibt das Wasser im Kesselchen M fortwährend im Kochen.
Nunmehr läfst man durch langsames und sehr vorsichtiges Drehen des Hahnes // Milch in ganz kleinen Mengen von höchstens fünf Theilen der Scala aus Röhre E in A abfliefsen, wo sie
sofort zum Verdunsten kommen, indem alles Wasser als Dampf in die Röhre B übertritt und sich dort verdichtet, während die festen Theile der Milch in A zurückbleiben. Dieses Ablassen der Milch aus E in A wird in Zwischenräumen wiederholt, bis ein beliebiges Quantum zur Destillation gelangt ist. Man wird wohl am bequemsten hundert Theile dazu nehmen, weil man dann die gefundene Wassermenge sogleich in Procenten ausdrücken kann.
Ist die gewünschte Quantität Milch in A eingelaufen, so wartet man einige Minuten, bis kein Wasser mehr überdestillirt, bis also das Niveau an der Scala der Röhre B sich nicht mehr verändert. Die Arbeit ist hiermit beendet; das angezeigte Wasserquantum, abzüglich der schon vorher bemerkten unten in B gesammelten Wassermenge, ist das in der zur Destillation genommenen Menge Milch enthalten gewesene Wasser.
Hatte man z. B. vor Zulassung der Milch (also nach Austreibung der Luft) unten an der Scala von B fünf Theile Wasser, nach successiver Destillation von hundert Theilen Milch fünfundneunzig Theile Wasser notirt, so sind neunzig Theile Wasser aus der Milch abdestillirt. Diese enthält also 90 pCt. Wasser und 10 pCt. feste Stoffe.
Zum Schlüsse seien noch einige Bemerkungen und Vorsichtsmafsregeln angegeben:
Es würde bei der Condensation des Wasserdampfes, der zur Austreibung der Luft aus dem Apparate gedient hat, dieser Dampf sich auf der ganzen Länge der Röhre B condensiren und ansetzen, so dafs unten der Stand nicht genau, sondern zu gering würde. Zur Vermeidung dieses Fehlers steckt man die Röhre B zu Anfang nur etwa zur Hälfte ins Wasser und erwärmt die obere Hälfte einige Male mit der Weingeistlampe, wodurch die dort gebildeten Wassertröpfchen wieder zu Dampf werden und sich im unteren Theile der Röhre condensiren.
Es ist sehr wesentlich, dafs der Apparat möglichst luftleer sei. Da aber nicht Jedermann die Luft hinreichend aussaugen kann, so ist noch eine kleine Vorrichtung beigegeben, welche diesen Zweck erfüllt. Sie besteht aus einer kleinen Glaskugel k mit Röhre, welche auf die oberste Spitze der Hahnröhre C bei i aufgeschliffen ist und durch einen Korkstopfen geht, woselbst sie angefafst wird. Um dieselbe zu gebrauchen, nimmt man die Hahnröhre, indem man zugleich den Hahn C schliefst, von B, dann auch bei i von der Kugel k weg und giebt in k eine kleine Menge Wasser, welche vermittelst der Lampe zum Verdampfen gebracht wird. Während der Dampf ausströmt, steckt man die Spitze der Hahnröhre bei i in .die Kugelröhre und kühlt die Kugel in einem Gefäfs mit Wasser ab. Dann setzt man das Ganze auf B und erwärmt diese Röhre wie vorhin beschrieben. Oeffnet man jetzt den Hahn C, so wirkt die luftleere Kugel als Sauger und nimmt die Luft aus dem Apparat auf. Der Hahn C wird sogleich wieder geschlossen.
Der beigegebene Trichter wird in den Kühlcylinder gestellt und dient zur öfteren Erneuerung des Kühlwassers, während das erwärmte Wasser oben durch den Tubus des Cylinders abläuft.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE1217DA 1877-10-22 1877-10-22 Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts von Milch Expired - Lifetime DE1217C (de)

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DE1217T 1877-10-22

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DE1217DA Expired - Lifetime DE1217C (de) 1877-10-22 1877-10-22 Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts von Milch

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DE (1) DE1217C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6413917B1 (en) 1999-07-21 2002-07-02 Dainippon Ink And Chemicals, Inc. Extreme-pressure additive, process for producing the same, cutting fluid, and grinding fluid

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6413917B1 (en) 1999-07-21 2002-07-02 Dainippon Ink And Chemicals, Inc. Extreme-pressure additive, process for producing the same, cutting fluid, and grinding fluid

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