DE1217C - Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts von Milch - Google Patents
Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts von MilchInfo
- Publication number
- DE1217C DE1217C DE1217DA DE1217DA DE1217C DE 1217 C DE1217 C DE 1217C DE 1217D A DE1217D A DE 1217DA DE 1217D A DE1217D A DE 1217DA DE 1217 C DE1217 C DE 1217C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- water
- tube
- milk
- water content
- determining
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 32
- 239000008267 milk Substances 0.000 title description 15
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 title description 15
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 title description 15
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 6
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 3
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 3
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 1
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 1
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 1
- 239000000498 cooling water Substances 0.000 description 1
- 239000007799 cork Substances 0.000 description 1
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 229940045860 white wax Drugs 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N25/00—Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
- G01N25/14—Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by using distillation, extraction, sublimation, condensation, freezing, or crystallisation
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Dairy Products (AREA)
Description
1877.
Klasse 42.
H. GEISSLER in BONN. Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts der Milch.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. October 1877 ab.
Der Apparat hat den Zweck, den Wassergehalt der Milch sehr schnell und sicher durch
Destillation zu bestimmen und ist, wie die Figur zeigt, aus folgenden Theilen zusammengesetzt:
I. Aus dem cylindrischen Glasgefäfs A, welches durch die angeschmolzene Röhre a mit
der ihrer ganzen Länge nach in gleiche Volumtheile eingetheilten Röhre B in Verbindung
steht.
In diese Röhre B ist oben bei b ein Glashahn C luftdicht eingeschliffen.
In den Hals des Glasgefäfses A ist bei D die ebenfalls mit einem Glashahn h und mit einer
Volumtheilung, wie B, versehene Röhre E luftdicht eingeschliffen.
Die Volumtheilung beider Röhren ist gleich, nur sind die Zahlen in umgekehrter Reihenfolge
darangeschrieben. Bei B liegt der Nullpunkt unten und die Zählung geht von unten nach
oben; bei E ist der Nullpunkt oben und die Zählung geht von oben nach unten.
Röhre B dient als Vorlage zur Aufnahme des aus A überdestillirten Wassers, E zur Aufnahme
der zu untersuchenden Milch.
II. Aus einem Kochkesselchen von Messing M, in dessen Mitte ein mehrfach durchlöcherter
Messingcylinder G eingelöthet ist. In letzteren wird behufs Vornahme der Operation das cylindrische
Gefäfs A, nachdem" die Röhren B und E, aufgesteckt, eingesetzt. Das Kesselchen dient
dazu, um Wasser zum Kochen zu bringen und wird zu diesem Zwecke durch eine untergestellte
Weingeistlampe erhitzt.
Alle diese Theile werden von dem Messingstativ F getragen.
III. Ein Cylinder H1 zur Aufnahme des Wassers
behufs Abkühlung der Röhre B bestimmt, vervollständigt den Apparat.
Vor Beginn der Untersuchung sieht man zuerst auf luftdichten Schlufs der Hähne und der
Schliffe bei b und d. Die Stopfen der Hähne, sowie die einzufügenden Schliffstücke werden
mit einer durch Zusammenschmelzen von reinem weifsen Wachs mit einem reinen OeIe bereiteten
Mischung bestrichen, in ihre Stellen eingesetzt und mehrmals rund gedreht, bis sie auf ihrer
ganzen Fläche durchsichtig sind.
Bevor man sie aufsteckt, giebt man in das Gefäfs A und die Röhre B je einige Tropfen
Wasser. Ist der Apparat dann zusammengestellt, so füllt man die zu untersuchende Milch in die
getheilte Röhre E bis zum Nullpunkte ein. Durch eine kleine Glaspipette ist das Niveau
der Milch bei ο leicht zu reguliren.
Das Kesselchen M füllt man etwa ein Drittel voll Wasser und bringt dieses durch eine mäfsigstarke
Weingeistflamme zum Sieden, wodurch sich die geringe Wassermenge in A in Dampf
verwandelt.
Erhitzt man nun auch vorsichtig die Röhre B (welche bisher noch nicht in den Kühlcylinder
eingesetzt werden durfte) mit der Weingeistlampe, so mufs auch das hier befindliche
Wasser verdampfen. Diese Operation bezweckt, aus dem Apparate, d. h. aus A und B die Luft
auszutreiben. Natürlich mufs während des Erhitzens der Hahn C geöffnet bleiben. Die
Röhre B wird nur so stark erhitzt, dafs das Wasser darin eben zum Verdampfen gelangt,
und man thut wohl, die Röhre nicht allein an ihrem unteren Ende, wo das Wasser sitzt, zu
erwärmen, sondern auch von allen Seiten gleichmäfsig durch Vorbeiführen der Weingeistlampe,
um dadurch ihr Zerspringen möglichst zu vermeiden.
Sobald die Verdampfung des Wassers erfolgt, entfernt man die Lampe und saugt so stark als
möglich an der oberhalb des Hahnes C befindlichen Spitze i, wodurch die Luft aus dem Apparate
entfernt wird. Man saugt die Spitze i an die Zunge oder Lippe fest und schliefst den
Hahn C.
Den so vorgerichteten Apparat benutzt man zur Destillation der Milch und verfährt dabei
wie folgt:
Man setzt, am besten durch Aufheben des ganzen Apparates, die Röhre B in den Kühlcylinder
H. Zunächst wird sich der in dem Apparat befindliche Wasserdampf in B wieder
condensiren und am Boden dieser Röhre ansammeln.
Wenn sich nichts mehr sammelt, wird der Stand des Wassers an der Scala der Röhre abgelesen
und besonders bemerkt. Inzwischen bleibt das Wasser im Kesselchen M fortwährend
im Kochen.
Nunmehr läfst man durch langsames und sehr
vorsichtiges Drehen des Hahnes // Milch in ganz
kleinen Mengen von höchstens fünf Theilen der Scala aus Röhre E in A abfliefsen, wo sie
sofort zum Verdunsten kommen, indem alles Wasser als Dampf in die Röhre B übertritt und
sich dort verdichtet, während die festen Theile der Milch in A zurückbleiben. Dieses Ablassen
der Milch aus E in A wird in Zwischenräumen wiederholt, bis ein beliebiges Quantum zur
Destillation gelangt ist. Man wird wohl am bequemsten hundert Theile dazu nehmen, weil
man dann die gefundene Wassermenge sogleich in Procenten ausdrücken kann.
Ist die gewünschte Quantität Milch in A eingelaufen, so wartet man einige Minuten, bis kein
Wasser mehr überdestillirt, bis also das Niveau an der Scala der Röhre B sich nicht mehr
verändert. Die Arbeit ist hiermit beendet; das angezeigte Wasserquantum, abzüglich der schon
vorher bemerkten unten in B gesammelten Wassermenge, ist das in der zur Destillation genommenen
Menge Milch enthalten gewesene Wasser.
Hatte man z. B. vor Zulassung der Milch (also nach Austreibung der Luft) unten an der
Scala von B fünf Theile Wasser, nach successiver Destillation von hundert Theilen Milch fünfundneunzig
Theile Wasser notirt, so sind neunzig Theile Wasser aus der Milch abdestillirt. Diese
enthält also 90 pCt. Wasser und 10 pCt. feste Stoffe.
Zum Schlüsse seien noch einige Bemerkungen und Vorsichtsmafsregeln angegeben:
Es würde bei der Condensation des Wasserdampfes, der zur Austreibung der Luft aus dem
Apparate gedient hat, dieser Dampf sich auf der ganzen Länge der Röhre B condensiren
und ansetzen, so dafs unten der Stand nicht genau, sondern zu gering würde. Zur Vermeidung
dieses Fehlers steckt man die Röhre B zu Anfang nur etwa zur Hälfte ins Wasser und
erwärmt die obere Hälfte einige Male mit der Weingeistlampe, wodurch die dort gebildeten
Wassertröpfchen wieder zu Dampf werden und sich im unteren Theile der Röhre condensiren.
Es ist sehr wesentlich, dafs der Apparat möglichst luftleer sei. Da aber nicht Jedermann die
Luft hinreichend aussaugen kann, so ist noch eine kleine Vorrichtung beigegeben, welche diesen
Zweck erfüllt. Sie besteht aus einer kleinen Glaskugel k mit Röhre, welche auf die oberste Spitze
der Hahnröhre C bei i aufgeschliffen ist und durch einen Korkstopfen geht, woselbst sie angefafst
wird. Um dieselbe zu gebrauchen, nimmt man die Hahnröhre, indem man zugleich den Hahn C schliefst, von B, dann auch bei i
von der Kugel k weg und giebt in k eine kleine Menge Wasser, welche vermittelst der Lampe
zum Verdampfen gebracht wird. Während der Dampf ausströmt, steckt man die Spitze der
Hahnröhre bei i in .die Kugelröhre und kühlt die Kugel in einem Gefäfs mit Wasser ab.
Dann setzt man das Ganze auf B und erwärmt diese Röhre wie vorhin beschrieben. Oeffnet
man jetzt den Hahn C, so wirkt die luftleere Kugel als Sauger und nimmt die Luft aus dem
Apparat auf. Der Hahn C wird sogleich wieder geschlossen.
Der beigegebene Trichter wird in den Kühlcylinder gestellt und dient zur öfteren Erneuerung
des Kühlwassers, während das erwärmte Wasser oben durch den Tubus des Cylinders abläuft.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1217T | 1877-10-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1217C true DE1217C (de) |
Family
ID=70918081
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1217DA Expired - Lifetime DE1217C (de) | 1877-10-22 | 1877-10-22 | Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts von Milch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1217C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6413917B1 (en) | 1999-07-21 | 2002-07-02 | Dainippon Ink And Chemicals, Inc. | Extreme-pressure additive, process for producing the same, cutting fluid, and grinding fluid |
-
1877
- 1877-10-22 DE DE1217DA patent/DE1217C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6413917B1 (en) | 1999-07-21 | 2002-07-02 | Dainippon Ink And Chemicals, Inc. | Extreme-pressure additive, process for producing the same, cutting fluid, and grinding fluid |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1217C (de) | Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts von Milch | |
| DE595727C (de) | Verfahren zum Eindicken von Kautschukmilchsaeften durch Eindampfen | |
| DE16512C (de) | Apparat zur Rektifizirung von Alkohol und Trennung gemischter Flüssigkeiten unter vermindertem Druck | |
| DE349080C (de) | Extraktionsanlage | |
| DE609092C (de) | Thermische Brennstoffpumpe fuer Dampfbrenner | |
| DE163358C (de) | ||
| DE574561C (de) | Vakuumeindampfapparat | |
| DE432756C (de) | Fluessigkeitserhitzer mit selbsttaetiger Abgabe einer Fluessigkeitsmenge | |
| DE191C (de) | Abdampf-Apparat | |
| DE656880C (de) | Einrichtung an Autoklaven zum Abziehen der einzelnen der im Autoklaven getrennten Phasen einer OElemulsion | |
| DE925018C (de) | Selbsttaetiger Wasser-Destillier-Apparat aus Glas | |
| DE915009C (de) | Elektroden-Durchlauferhitzer | |
| EP1985347A1 (de) | Verdampfer | |
| DE515686C (de) | Intermittierend arbeitende Absorptionskaeltemaschine | |
| DE419439C (de) | Vorrichtung zum Abscheiden von Luft und Gasen aus Fluessigkeiten durch Verdampfen | |
| DE716939C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Harz aus harzreichen Hoelzern mittels Terpentinoels | |
| DE18309C (de) | Verfahren und Apparat zur Gewinnung der flüchtigen Kaffeeröstprodukte | |
| DE829360C (de) | Vorrichtung zum Erhitzen von Stoffen in einem Fluessigkeitsbad, insbesondere fuer Laboratoriumszwecke | |
| DE580386C (de) | Kaffeebruehvorrichtung | |
| AT124727B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Spaltung von schweren Kohlenwasserstoffen. | |
| DE582197C (de) | Kaffeebruehvorrichtung | |
| DE53568C (de) | Vorrichtung zur selbstthätigen Entlüftung von Dampfheizungen | |
| AT47101B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Extrahieren von Fettstoffen mittels Tetrachlorkohlenstoffes. | |
| CH119672A (de) | Kaffee- und Teekanne. | |
| DE593351C (de) | Hebersaughahn |