DE716939C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Harz aus harzreichen Hoelzern mittels Terpentinoels - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Harz aus harzreichen Hoelzern mittels Terpentinoels

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DE716939C
DE716939C DEST58424D DEST058424D DE716939C DE 716939 C DE716939 C DE 716939C DE ST58424 D DEST58424 D DE ST58424D DE ST058424 D DEST058424 D DE ST058424D DE 716939 C DE716939 C DE 716939C
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Benjamin Boehme
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STOCKHOLZ VERWERTUNGSGESELLSCH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Harz aus harzreichen Hölzern mittels Terpentinöls Es ist bekannt, Harz mit Hilfe von flüssigem Terpentinöl aus Hölzern herauszulösen. Dies geschieht in der Weise, daß das Extraktionsgefäß mehrmals mit warmem oder auch kaltem Terpenfinöl gefüllt wird. Die Menge des bei .diesem Verfahren umlaufenden Terpentinöls ist sehr groß: Die zum - mehrmaligen Erhitzen des Terpentinöls und zum anschließenden Verdampfen erforderliche Dämpfmenge- ist entsprechend ebenfalls sehr groß. Darübef hinaus beansprucht 'eine solche Dxträktion sehr viel Zeit: Es ,ist *eiter versucht worden, zur Extraktion .bäsförmiges Terpentinöl anzuwenden. Dit .gesamte zur Extraktion und 'zur Verdämpfung des Holzwassers notwendige112enge Terpentinöl muß hierbei laufend in den gasförmigen Zustand überführt: werden:° Da nun äl?er Terpentih-ölgas selbst kein Harz herauslöst, muß das gasförmige Terpentinöl wieder fortlaufend kondensiert werden, um ein Herauslösen des Harzes zu ermöglichen,- Diese Kondensation findet -zunächst irn Extraktii5nsgefäß-; überwiegend jedoch im- Kühler, statt= Der größte Teil der aufgewendeten Wäre muß hierbei künstlich fortgeschafft werden, sie war nutzlos aufgebracht und geht 'dem eigentlichen Zweck verloren. Der- große Wärmeaufwand und die erforderliche lange Zeit machen die Extraktion auf diese '>AYt unwirtschaftlich.
  • Ferner ist schon vorgeschlagen - worden, zur Gewinnung von Harz aus harzreicher Hölzern unter Verwendung von Terpentinöl als Lösungsmittel das Holz in einerh Siebkorb in einen Extrakteur einzusetzen;- dessen Boden durch Wasserdampf beheizt wird, welcher gleichzeitig dazu dient, das arri Oberende -des Exträkteurseingeführte Terpentinöl auf eine mäßige Temperatur zu erhitzen. Das herausgelöste Harz sammelt sich mit dem Lösungsterpentinöl auf dem Boden des Extrakteurs und gelangt von hier in eine Destillierblase, in welcher es vo-ni Terpentinöl getrennt wird; letzteres geht hierbei in Gasform über und wird nach seiner Kondensicrung wieder in den Terpentinölbeliälter zurückgeführt, um einem neuen Extraktionsvorgang zu dienen.
  • Schließlich ist es nicht mehr neu, das Harz aus dem im Extrakteur untergebrachten Holz durch mehrmalige fast vollständige Füllung des Extrakteurs mit Terpentinöl und Erhitzung des Extrakteurinhalts auf i40 'bis 15o° herauszulösen. Das harzhaltige Terpentinöl -wird dann in eine Destillierblase abgelassen und dort in bekannter Weise getrennt. worauf das zum Sieden gebrachte Terpentinöl dem Extrakteur derart wieder zugeführt wird, daß es beine Eintritt in diesen bereits kondensiert ist. mit durch Oberriegeln des Holzes noch die Harzreste lierauszulösen. Wenn -dann die t,i"entliclie Harzextraktion als solche beendet ist. wird das Restterpentinöl mit Wasserdampf ausgetrieben und einem Kühler zugeführt.
  • Diesen beiden vorgenannten Verfahrtii haftet jedoch der '.Nachteil an, daß die Extraktionszeit verliältnisinäßig lan- ist, die Harzabscheidung nicht kontinuierlich erfolgt und der Wärmeaufwand erheblich ist.
  • Erfindungsgemäß werden nun diese Nachteile dadurch behoben, daß zur Iiarzgewiiznung ein einstellbares, in einem Kreislauf immer wieder zugeführtes Gemisch von gasförmigem und bis nahe an den Siedepunkt erhitztem, flüssigem Terpentinöl auf das Holz zur Einwirkung gebracht wird, wobei unter Verwendung mehrerer hintereinandergeschalteter Extraktionsgefäße die im ersten Gefäß nicht kondensierten Terpentinölgase in das nächste Gefäß geleitet werden, um dort zu kondensieren, und in den Gefäßen das Terpentinölgas von unten und das nahezu siedende Terpentinöl von oben jeweils zur Einwirkung gebracht werden, das Harz dann aus dem den Extraktionsgefäßen entzogünen Gemisch von flüssigem Terpentinöl und herausgelöstem Harz kontinuierlich abgeschieden und das abgetrennte Terpentinöl unmittelbar den Extraktionsgefäßen wieder zugeführt wird.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung ist lxeispielsweise eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung schematisch veranschaulicht.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Extraktionsgefäße i und 2 angenommen. Es können unter Umständen aber auch noch mehr Gefäße Anwendung finden, die dann in gleicher Weise, wie die Gefäße 1 und 2, in ein Leitungssystem eingeschaltet werden. Nachdem die Gefäße i und 2 mit Holz gefüllt sind, wird durch die Leitung 5 dein Verdampfer 3 Terpentinöl zugeführt. In diesem erfolgt die Erhitzung in irgendeiner ;iii sich bekannten und daher nicht besonders dargestellten Weise, beispielsweise mittels eines durch den Verdampfer hindurchgeführten Röhrenbündels. Die Wärmezufuhr zu dem Verdampfer 3 ist so einstellbar, daß das Terpentinöl dem Verdampfer 3 durch die Leitung 17 in einem regelbaren Mengenverhältnis von Terpentinölgas und bis nahe an den Siedepunkt erhitztem, flüssigeni Terpentinöl entströmt, um in dem Gefäß 6 in gasförmiges und flüssiges Terpentinöl getrennt zu werden. Das gasförmige Terpentinöl tritt dann durch die Leitung 7 unten imd das flüssige Terpentinöl durch die Leitung 8 oben in das Extraktionsgefäß 1 gleichzeitig ein. Dabei ist die vom Gefäß i über den Kühler 20 zum Wasserabscheider 21 führende Leitung 9, 1 S geöffnet. Die Vcaitile b, e, h sind hierbei geschlossen, während das Ventil a offen ist. Die Leituri, i i ist gleichfalls offen. Während das gasförmige Terpentinöl nunin dem Gefäß i bei seiner Kondensation die zur Erwärmung des Extraktionsgutes und zur Verdampfung des Holzwassers notwendige Wärme liefert, beginnt das flüssige Terpentinöl mit dem Herauslösen des Harzes. . Die Harz-Terpentinöl-Lösung fließt durch die Leitung i i in einen Sammelbehälter 19 und wird von da aus unter eventuellem Zusatz von Frischterpentinöl aus dem mit Förderpumpe 28 versehenen Lagerbehälter 22 mit der Pumpe 12 in der Leitung 5 fortlaufend dem Verdampfer 3 zugeführt.
  • 4Wie oben bereits angegeben, verdampft hier das Terp"nitinöl, und die Gase reißen flüssiges Terpentinöl mit. Das Harz bleibt nun zurück und fließt fortlaufend in der Leitung 13' der Kolonne 4 zu. In dieser erfolgt eine Erhitzung nach bekannter Weise, wobei der Terp:entinölrest verdampft und,das Harz terpentinölfrei durch die Leitung 14 in ein Faß 15 läuft. Die Terpentinölgase gelangen durch die Leitung 16 in den bekannten Kreislauf, also zusammen mit den Gasen vom Verdampfer 3 in das Gefäß i.
  • Durch das fortlaufende Einströmen von Terpentinölgasen und heißem Terpentinöl in das Gefäß i verdampft das Holzwasser und wird gasförmig über die Leitung 9, 18 zum Kühler 2o geführt, wo, es kondensiert und nur in flüssiger Form in den Wasserabscheider 21 gelangt, wo es in bekannter Weise nach dem spezifischen Gewicht in Wasser und Terpentinöl getrennt wird. Das Wasser wird gänzlich ausgeschieden durch die Leitung 25. Das Terpentinöl läuft durch die Leitung 24 in das Hauptterpentinölgefäß 22. Steigt nun die Temperatur in dem Gefäß i über ioo° und nähert sich dem Siedepunkt des Terpentinöls, so wird das Ventil a geschlossen und das Ventil c geöffnet. Die Terpentinölgase strömen nun i durch die Leitung io' in das Gefäß 2. Die itn Gefäß 2 kondensierenden Terpentinölgase geben ihre Verdampfungswärme an das Extraktionsgut ab und lösen bereits einen Teil des Harzes. Hierdurch wird ein gleichmäßiger Harzanfall im kontinuierlicheriHarzabscbeider erreicht; denn erfahrungsgemäß ist der Harzanfall in der ersten*Periode der Extraktion am stärksten. Die Leitung i i' wird gleichzeitig ,geöffnet, so daß die kondensierten Gase als Harz-Terpentinöl-Lösung abfließen können. Ist die aus dem Gefäß'i ablaufende Lösung harzfrei, was durch Probe festgestellt wird, so wird das Ventil d in der Leitung 8 geschlossen -und das Ventil e in der Leiturig 8' geöffnet. Damit läuft das siedendheiße Terpentinöl in das Gefäß 2. Ist nun alles Terpentinöl aus dem Gefäß i abgelaufen, so wird das Ventil f in der Leitung j geschlossen und das Vertilg in der Leitung 7' geöffnet, so daß die Gase in das Gefäß 2 eintreten können. Die Leitung i i und das Ventil c in der Leitung io' werden geschlossen und das Ventil lt göffnet. Das Gefäß 26 wird mittels Vakuumpumpe evakuiert, und das im Gefäß i befindliche Terpentinöl wird unter Zusatz von Dampf herausgezogen. Ist dieser Vorgang beendet, so werden sämtliche Ventile zum Gefäß i ,geschlossen, und das Gefäß i kann, nachdem das Holz zu Zellstoff verkocht wurde, neu gefüllt werden. Vom Gefäß 26 wird das mit Wasser gemischte Terpentinöl über die Leitung 27 zum Wasserabscheider 2 i abgelassen und kann dort getrennt werden. Nun wird die Leitung 9',-18 zum Kühler 2o usw. geöffnet, und das Holzwasser aus dem Gefäß 2 kann gasförmig entweichen.
  • Ist das Holzwasser aus dem Gefäß 2 ausgeschieden, werden die Ventile c und a geschlossen und das Ventil b geöffnet, so daß die Terpentinölgase durch die Leitung g', 18, i o vorn Gefäß 2 111s Gefäß i gelangen können, d. h. der Vorgang wiederholt sich derart, wie bereits vorher vom Gefäß i aus beschrieben. Während einer Extraktion wird die lieiß"e, flüssige Terpentinölrnenge zuungunsten der gasförmigen Terpentinölmenge erhöht, wenn im Schauglas 29 bzw. 29' der Rücklauf vom Extrakteur in den Behälter ig nachIäßt. Dieses geschieht dann, wenn das gasförmige Terpentinöl nur mehr wenig kondensiert. Diese Kondensation nimmt ab, wenn das Holzwasser ausgetrieben und das Extraktionsgut auf nahezu 16o° erwärmt ist. Bei Beginn einer neuen Extraktion wird das Verhältnis wieder zugunsten des gasförmigen Terpentinöls geändert. Die Einstellung kann durch Regelung der Dampfzufuhr bzw. durch Regelung der in dem Verdampfer 3 ein-geführten Terpentinölmenge erfolgen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Harz aus harzreichen Hölzern mittels bis nahe an den Siedepunkt erhitzten Terpentinöls, dadurch gekennzeichnet, daß ein einstellbares, in einem Kreislauf irniner wieder zugeführtes Gemisch von gasförmigem und bis nahe an den Siedepunkt erhitztem, flüssigem Terpentinöl auf das Holz e: wirkt, wobei unter Verwendung mehrere hintereinandergeschalteter Extraktions gefäße die im ersten Gefäß nicht kondensierten Terpentinölgase in das nächste Gefäß geleitet werden, ' um dort zu kondensieren, und in den Gefäßen das Terpentinölgas von unten und das nahezu siedende Terpentinöl von ohen jeweils zur Einwirkung gebracht werden, das Harz dann aus dem den Extraktionsgefäßen entzogenen Gemisch von flüssigem Terpentinöl und herausgelöstem Harz kontinuierlich abgeschieden und das abgetrennte Terpentinöl unmittelbar den Extraktionsgefäßen wieder zugeführt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Terpentinölerhitaer (3), ein Gefäß (6) zur Trennung des gasförmigen, vom erhitzten, flüssigen -Terpentinöl, mehrere Extraktionsgefäße (1, 2) und eine Anlage (2o bis 28 sowie 3,4) zur kontinuierlichen Trennung des Terpentinöls von Harz sowie zur Herstellung eines TerpentiuÖlkreislaufes hintereinandergeschaltet sind.
DEST58424D 1939-02-18 1939-02-18 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Harz aus harzreichen Hoelzern mittels Terpentinoels Expired DE716939C (de)

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