DE349080C - Extraktionsanlage - Google Patents

Extraktionsanlage

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DE349080C
DE349080C DENDAT349080D DE349080DD DE349080C DE 349080 C DE349080 C DE 349080C DE NDAT349080 D DENDAT349080 D DE NDAT349080D DE 349080D D DE349080D D DE 349080DD DE 349080 C DE349080 C DE 349080C
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extractor
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Extraktionsanlage.
  • Alle bisher bekannten Bauarten von solchen Extraktionsanlagen, bei welchen die flüssigen Lösungsmittel durch Destillation von dem gelösten Stoff befreit und von neuem dem Extraktionsgut zugeführt werden, haben, den Übelstand, jdaß die oberen Schichten des Gutes nur mangelhaft ausgelaugt werden, weil das Lösungsmittel diese Schichten nur kurze Zeit überdeckt. Es rührt dies daher, daß das Lösungsmittel entsprechend, der fortschreitenden Destillation nur langsam in das Extraktionsgefäß zurückgelangt. Durch die Anordnung nach der Erfindung soll diesem Übelstand abgeholfen werden. Sie besteht darin, daß vor dem Extraktionsgefäß ein Zwischenbehälter eingeschaltet wird, in welchem sich das Destillat sammelt. Der Arbeitsgang der Anlage ist dann folgender: Zu Beginn der Extraktion werden sowohl das mit dem Gut beschickte Extraktionsgefäß als auch der Zwischenbehälter vollständig mit Lösungsmittel gefüllt. Nach angemessenel Zeit wird das Lösungsmittel aus dem Extraktionsgefäß in das Verdampfungsgefäß abgelassen und unmittelbar darauf rasch Idas Extraktionsgefäß von. neuem mit dem Lösungsmittel aus dem Zwischenbehälter vollständig gefüllt. Nun findet die Verdampfung des Lösungsmittels statt, das Destillat fließt in den Zwischenbehälter und füllt ihn allmählich. Es ist leicht einzusehen, daß auf diese Weise die Extraktion eine vollkommenere sein muß, da das Gut möglichst lange Zeit und vollständig mit dem Lösungsmittel in Berührung ist.
  • Die Überführung des Lösungsmittels vom Extraktionsgefäß zum Verdampfer und vom Zwischenbehälter in das Extraktionsgefäß kann durch Hähne gesteuert werden, welche von Hand bewegt werden. Es ist auch angängig, diese Bewegung durch Schwimmer vorzunehmen, etwa in der Weise, daß nach Füllung des Zwischenbehälters ein in diesem befindlicher Schwimmer, z. B. mittels Hebelübertragung, inden Hahn zwischen Extraktionsgefäß und Verdampfer öffnet und ein zweiter im Verdampfer befindlicher Schwimmer in derselben Weise den Hahn zwischen dem Zwischenbehälter und dem Extraktionsgefäß öffnet. Eine andere Ausführungsforan Ider selbsttätig gesteuerten Überführung, welche auf Heberwirkung beruht, zeigt beiliegende Zeichnung.
  • Der Extraktors ist bis zur Marke 1 mit Extraktionsgut gefüllt. In ihn wird aus dem Vorratsbehälter V Lösungsmittel durch die Leitung i eingelassen, so daß es sich bis zur Höhe zwischen der Marke I und II im Extraktor einstellt. Sobald das Lösungsmittel sich genügend angereichert hat, wird es durch entsprechende Drehung des Dreiwaghahnes a durch die Rohrleitung bl in den Destillator D, welcher durch einen festen Boden von dem Extraktor E getrennt ist, abgelassen. Dem Extraktor E wird hierauf aus dem Lösungsmittelumlaufbehälter Z, dessen Inhalt bis zur Marke genau dem Lösungsmittelinhalt des Extraktors E bis zur Marke I entspricht, durch die Leitung i Lösungsmittel zugeführt, welches sich ebenfalls wieder bis zur Höhe zwischen Marke I und II einstellen wird.
  • Hierauf dreht man den Dreiweghahn a so weit um, daß die Rohrschenkel b2, b geöffnet, dagegen b2, b1 geschlossen werden. Die Verdampfschlange k wird angestellt und bewirkt nunmehr ein Abdampfen des Lösungsmittels.
  • Die Lösungsmitteldämpfe ziehen zunächst durch die Leitung in den oberen Teil des ExtraktorsE und von dort durch die Leitung g1 zum Kühler K, während das Kondensat, welches sich in der Leitung g1 bildet, in den Extraktor zurückfließt. Hierauf durch streichen die Dämpfe den Kühlers, werden dort verdichtet lund gelangen sodann durch die Leitung I in Iden Wasserabscheider A, wo sich das Lösungsmittelkondensat von dem Wasser trennt, um sodann in den Zwischenbehälter Z überzufließen. Durch das aus Ider Leitung in den Extraktor zurückfließende Kondensat wird allmählich der Extraktor E bis zur Marke II, welche auf gleicher Höhe mit Idem Scheitelpunkt des Hebers b liegt, angefüllt.
  • Tritt- noch mehr Kondensat in den Extraktor ein, so fließt dieses, mit gelöstem Stoff angereichert, durch die Leitung b2, b in den Destillator D so lange hinunter, bis inzwischen im Zwischenbehälter Z das Lösungsmittel bis zur Marke x gestiegen ist und dort die Einmündung des Belüftungsrohres e, welches eine Verbindung zwischen dem Zwischenbehälter Z und dem Heber b herstellt, abgeschlossen hat.
  • Sobald dies der Fall ist, tritt die Heberwirkung in b ein, und wird der ganze Flüssigkeitsinhalt aus E nach D abgeführt. Da der Inhalt des Zwischenbehälters Z bis zur Marke z, welche sich in geringer Höhe über der Marke befindet, dem Lösungsmittelin halt Ides Extraktors E bei seiner Füllung bis zur MarkeI und dieser Inhalt wieder dem Lösungsmittelinhalt des Destillators D entspricht, kann also die Heberwirkung in b infolge des Belüftungsrohres e nicht früher eintreten, als bis das Lösungsmittel aus D nahezu vollkommen verdampft ist. Für den Fall, daß das Kondensat aus den Lösungsmitteldämpfen der Leitung nicht genügen sollte, um den Extraktor E bis zur Marke II,anzufüllen und dadurch den Heber wirken zu lassen, kann, sobald im Zwischenbehälter.Z idas Kondensat über die Markex bis zur Einlaufstelle des Rohres gestiegen ist, durch dieses aus dem Zwischenbehälter Lösungsmittel in den Extraktor E eintreten. Das Rohr f ist jedoch so eng und außerdem an geeigneter Stelle mit einer einstellbaren Regelungsschraube versehen, daß es lediglich die geringe Menge des Kondensates aufzunehmen vermag, welches gegen Schluß der Destillation aus dem stark angereicherten Lösungsmittel im Destillator D abdampft. Diese Menge ist infolge der Anreicherung sehr gering. Das Rohr f vermag jedoch nicht das Kondensat aufzunehmen, welches am Anfange der Destillation entsteht, also zu einer Zeit, in der die Anreicherung mit gelöstem Stoff im Destillator D noch verhältnismäßig gering ist, und daher eine lebhafte Lösungsmittelverdampfung erfolgt. Sobald nun der Lösungsmittelinhalt aus E nach D übergetreten ist, findet wieder eine lebhafte Verdampfung des verhältnismäßig wenig angereicherten Lösungsmittels in D statt, so daß sich der Zwischenbehälter Z in kurzer Zeit von der Marke x bis zur Marke a mit Lösungsmittel anfüllt. Da die Marke z in gleicher Höhe mit dem Scheitelpunkt des Hebers d liegt, wird nunmehr das in Z angesammelte Lösungsmittel durch den Heber d nach E übergeführt. Um zu verhindern, daß die Überführung früher stattfinden kann, als bis der Behälter E gänzlich vom Lösungsmit tel befreit ist, ist zwischen der Marke x und der Marke z am Zwischenbehälter.Z das Sackrohrs angebracht, welches mittels der IDeitung h, und dem Belüftungsrohr e mit dem Heber b in Verbindung steht. Solange der Heber in Tätigkeit ist, entsteht in der Leitung e, h1 ein Vakuum, so daß das Lösungsmittel aus Z abgesaugt wird und nicht 4bis zur Höhe z gelangen kann. Nach Entleerung des Inhaltes aus. E wird die Leitung hut durch die Leitung b wieder mit der Luft in Verbindung gebracht, so daß die Saugwirkung aufhört, und das Lösungsmittel in Z bis zur Marke z ansteigen kann. Es wiederholt sich hierauf der Verdampfungsprozeß in D und der Auslaugungsprozeß in E von neuem, und dieses iwird so lange fortgesetzt, bis eine bei a aus b entnommene Probe Endes Lösungsmittels zeigt, daß es frei von gelöstem Stoff, und daher im Extraktionsgut kein löslicher Stoff mehr enthalten ist.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Extraktionsanlage, bei welcher die flüssigen Lösungsmittel von dem gelösten Stoff abdestilliert und von neuem dem Extraktionsgut zugeführt werden , gekennzeichnet durch die Anordnung eines Zwischenbehälters (Z), in welchem das Destillat eines Arbeitsganges gesammelt und nach Idessen Beendigung Idem Extraktionsgefäß in rasohem Strom zugeführt wird.
  2. 2. Extraktionsanlage nach Anspruch I, gekennzeichnet durch die Anordnung von Hebern, durch welche das Lösungsmittel einerseits aus dem Extraktionsgefäß in den Verdampfer nach Beendigung je einer Destillationsperiode und andererseits vom Zwischenbehälter in das Extraktionsgefäß - und zwar erst nach vollständigem AS fluß des Lösungsmittels aus diesem -selbsttätig fließt.
DENDAT349080D Extraktionsanlage Expired DE349080C (de)

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DE349080T

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DE349080C true DE349080C (de) 1922-02-23

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DENDAT349080D Expired DE349080C (de) Extraktionsanlage

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DE (1) DE349080C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2732415A (en) * 1956-01-24 Klinge
FR2371217A1 (fr) * 1976-11-19 1978-06-16 Extraktionstechnik Gmbh Dispositif d'extraction en continu par epuisement de produits traites en vue de leur lixiviation par un solvant liquide
FR2570956A1 (fr) * 1984-09-28 1986-04-04 Union Fabricants Aliments Comp Procede et dispositif permettant de separer deux corps par dissolution

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FR2570956A1 (fr) * 1984-09-28 1986-04-04 Union Fabricants Aliments Comp Procede et dispositif permettant de separer deux corps par dissolution

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