DE120802C - - Google Patents

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DE120802C
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flywheel
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
    • G05D13/08Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Friction Gearing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei allen gegenwärtig bekannten Achsen- und Schwungradreglern wird die der Fliehkraft das Gleichgewicht haltende Gesammtfederspannung stets in unter sich genau gleich grofsen Bruchtheilen auf die einzelnen Schwungmassen (die Angriffspunkte der Fliehkräfte) vertheilt. Ein grofser Uebelstand, von dem alle vorerwähnten Regler ausnahmslos behaftet sind, besteht darin, dafs die durch das Eigengewicht der stets paarweise angeordneten Schwungkörper hervorgerufene Wirkung sich gegenseitig aufhebt, wodurch die Zapfen bei h, i, k und /, durch deren Vermittelung der Gleichgewichtszustand zwischen den Schwungmassen ja erst möglich ist, stark und — was noch entschieden schlimmer ■—· wechselseitig beansprucht werden.
Wird bei dem auf beiliegenden Zeichnungen dargestellten Achsenregler die Gesammtfederspannung gleichmäfsig auf die beiden Schwungkörper vertheilt, dann ist die Spannung jeder Feder in jedem Augenblicke genau gleich der Fliehkraft des zugehörigen Schwungkörpers, und das Eigengewicht der letzteren hebt sich durch Vermittelung der Zapfen h, 2, k und / gegenseitig auf. Bei dieser jetzt allgemein üblichen Anordnung belastet nun das Gewicht der Schwungkörper λ in seiner vollen Gröfse und darüber hinaus (Zapfen i) die sämmtlichen Zapfen des Reglers, wenn die Schwerpunkte beider Schwungkörper in einer Senkrechten liegen. Liegen die Schwerpunkte beider Schwungkörper in einer Waagerechten, dann sind zwar die Zapfen k und / druckfrei, bei h und i bleibt jedoch der Druck der Schwungkörper auf die Stirnflächen der Winkelhebel bestehen und aufserdem tritt noch am Zapfen i ein aus dem Fallmomente der Schwungkörper herrührender Druck auf, der den Zapfen i in seinem Lager zu ecken und zu klemmen sucht.
Bei einem im Betriebe befindlichen Achsenregler vorbeschriebener Bauart wechseln also die Drucke auf die Zapfen /;, i, k und / ununterbrochen ihre Richtung, und die einzelnen Zapfen müssen daher, um dem Regler eine wenigstens einigermafsen annehmbare Lebensdauer zu sichern, ganz unverhältnifsmäfsig stark gemacht werden.
Der grofse Zapfendruck im Verein mit den starken Zapfen verleihen nun dem Regler eine so grofse Eigenreibung, dafs dessen Verwendungsgebiet ein sehr beschränktes ist und derselbe trotz seiner übrigen Vorzüge wohl nur in untergeordneten Betrieben Eingang findet.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, die Zapfen des Reglers (bei h, i, k und I) von der vom Eigengewichte der Schwungkörper herrührenden wechselseitig wirkenden Belastung zu befreien und dadurch die Eigenreibung des Reglers zu verringern.· Dies ist auf einfachste Weise dadurch erreicht, dafs nicht mehr wie bisher das Eigengewicht des einen Schwungkörpers von dem des anderen durch Vermittelung einer Anzahl Zapfen aufgehoben wird, sondern beide Schwungkörper unmittelbar von der Fliehkraft bezw. von der Federspannung getragen werden, und zwar der jeweils oben stehende von der Fliehkraft, der jeweils unten stehende von der Federspannung.
Zu diesem Behufe sind die Widerlager e der durch die Stange d mit einander verbundenen Federn/ mit Gleitschuhen versehen,
welche in einem excentrisch zur Reglerwelle stehenden Lagerringe c geführt sind. Bei dieser Anordnung ändern die Widerlager e, die bei allen bis jetzt bekannten Achsenreglern mit dem Gehäuse starr oder doch ebenso gut wie starr verbunden sind, bei umlaufendem Regler in jedem Augenblicke ihre Lage zum Reglergehäuse; die Excentricität zwischem dem Lager c und der Reglerwelle ist nun so bemessen, dafs bei derjenigen Reglerstellung, bei welcher die Schwerpunkte beider Schwungkörper in ein und derselben Senkrechten liegen, die Spannung der Feder des jeweils unten liegenden Schwungkörpers um den Betrag 2 G gröfser ist, als die der Feder des oben stehenden, während bei der waagerechten Lage der Schwungmassenschwerpunkte die Spannungen der Federn unter sich genau gleich grofs sind; die Summe der Spannungen beider Federn ist dabei stets genau gleich der Fliehkraft.
Die Zeichnung stellt den Regler in fliegender Anordnung dar. Auf dem einen Ende der Schwungradwelle η ist das Gehäuse b fest aufgekeilt und dieses trägt die Winkelhebel h i k, welch letztere in ihren gabelförmigen Schenkeln h i die Schwungkörper α aufnehmen. Die Belastungsfedern f stützen sich mit ihrem einen freien Ende in die entsprechend ausgebohrten Schwungkörper α, während ihr anderes Ende in dem Hohlräume der Gleitschuhe e gehalten und geführt wird. Die Federn f werden bei umlaufendem Regler durch die im Gehäuse b geführten Gleitschuhe e ununterbrochen gespannt und entspannt.
Bei einem Achsenregler dieser Bauart sind bei der senkrechten Lage der Schwungkörperschwerpunkte sämmtliche Zapfen vollkommen druckfrei und die Eigenreibung des Reglers in den Zapfen ist aufgehoben; entfernen sich nun die Schwerpunkte der Schwungkörper von der Senkrechten, dann nimmt allerdings der Zapfendruck allmählich zu, bis er bei der waagerechten Lage sein gröfstes Mafs erreicht; durch die Rolle g wird aber bewirkt, dafs bei dieser Stellung — der denkbar ungünstigsten — nur ein Zapfen mit der Kraft G belastet ist, während alle bis jetzt bekannten Regler den doppelten Betrag (weil zwei Zapfen belastet) und aufserdem noch ein klemmendes Moment zu überwinden haben.
Das Neue und Eigenthümliche der vorliegenden Erfindung besteht also in der zwangläufigen Federbelastung und der daraus sich ergebenden Verringerung der Eigenreibung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Achs- oder Schwungradregler mit Federbelastung, dadurch gekennzeichnet, dafs die Spannung der Belastungsfedern (f) durch die mit ihren zu Gleitschuhen ausgebildeten Kopfflächen in einem excentrisch zur Reglerwelle feststehend angeordneten Lager (c) zwangläufig geführten Widerlager (e) derart stetig verändert wird, dafs bei derjenigen Reglerstellung, bei welcher die Schwerpunkte beider Schwungkörper in einer Senkrechten liegen, das Eigengewicht der Schwungkörper von der Fliehkraft bezw. von der Federspannung unmittelbar getragen und dadurch bei dieser Stellung der Druck der Schwungkörper auf die Zapfen fh, z, k und I) gänzlich vermieden wird, zum Zweck, die Eigenreibung des Reglers in den Zapfen zu verringern und seine Empfindlichkeit zu erhöhen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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