DE1207623B - Vorbehandeln von Folien aus Polyestern fuer den Auftrag von hydrophilen Kolloidschichten - Google Patents

Vorbehandeln von Folien aus Polyestern fuer den Auftrag von hydrophilen Kolloidschichten

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DE1207623B
DE1207623B DEA44949A DEA0044949A DE1207623B DE 1207623 B DE1207623 B DE 1207623B DE A44949 A DEA44949 A DE A44949A DE A0044949 A DEA0044949 A DE A0044949A DE 1207623 B DE1207623 B DE 1207623B
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DE
Germany
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percent
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polyester
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DEA44949A
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English (en)
Inventor
Dr Peter Kruck
Dr Helfried Klockgether
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Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/91Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers characterised by subbing layers or subbing means

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C08g
Deutsche Kl.: 39 b - 22/10
Nummer: 1 207 623
Aktenzeichen: A 44949IV c/39 b
Anmeldetag: 8. Januar 1964
Auslegetag: 23. Dezember 1965
Filmbildende Polyester aus aromatischen Dicarbonsäuren und zweiwertigen Alkoholen, vor allem solche aus Terephthalsäure und Äthylenglykol, haben wegen ihrer besonderen mechanischen Eigenschaften Bedeutung als photographische Filmunterlagen erlangt. Wie bei anderen Filmunterlagen sind spezielle Haftschichten erforderlich, um hydrophile Kolloidsysteme, insbesondere photographische Emulsionen auf Gelatinebasis, auf der hydrophoben Folie zum Haften zu bringen. Wegen der praktischen Unlöslichkeit der genannten Polyesterfolien in allen gebräuchlichen Lösungsmitteln macht jedoch ihre Substrierung sehr viel größere Schwierigkeiten als die anderer Filmunterlagen.
Es ist bekannt, auf Polyesterfolien unmittelbar nach der Extrudierung Zwischenschichten aus Vinylidenchlorid - Methylacrylat - Itaconsäure - Mischpolymeren aufzubringen, die Folien anschließend biaxial zu verstrecken und dann eine dünne Gelatineschicht aus organischen Lösungsmitteln anzutragen. Andere Verfahren bedienen sich abgewandelter, in gebräuchlichen Lösungsmitteln löslicher Polyester, Polyvinylacetale oder anderer Polymerer, die als Zwischenschicht aufgetragen werden. Allen diesen Verfahren ist gemeinsam, daß, um gutes Emulsionshaften zu erreichen, die Haftschicht in ihrer Gesamtheit aus mindestens zwei Einzelschichten aufgebaut sein muß: einer oder mehreren hydrophoben Zwischenschichten und einer hydrophilen Schicht, die im allgemeinen Gelatine enthält. Auf diese Weise wird ein geeigneter Übergang von der extrem hydrophoben Polyesterfolie zu dem sehr hydrophilen Emulsionssystem geschaffen.
Diese Verfahren haben den Nachteil, daß der Auftrag mehrerer Schichten immer relativ aufwendig ist. Die Einzelschichten müssen zudem ausreichende mechanische Festigkeit besitzen und sich mit der hydrophilen Kolloidschicht und der Unterlage wie auch untereinander fest verbinden, ohne sich zu stark zu vermischen. Das Einhalten gleichbleibender guter Hafteigenschaften macht unter diesen Umständen vielfach große Schwierigkeiten. Daher besteht Interesse an einer Einschicht-Präparation, die diese Nachteile nicht besitzt, insbesondere an einer gelatinehaltigen Einschichtpräparation, da diese sich durch besonders hohe mechanische Festigkeit auszeichnet. Es ist bekannt, Gelatine zusammen mit Phenolen als Einschichtsubstrat aufzubringen. Auf diesen Schichten ist aber die Haftfestigkeit photographischer Emulsionen völlig unzureichend.
Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Vorbehandlung von Folien aus Polyestern auf der Grundlage von aromatischen Dicarbonsäuren und zwei-
Vorbehandeln von Folien aus Polyestern für den Auftrag von hydrophilen Kolloidschichten
Anmelder:
Agfa Aktiengesellschaft, Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Peter Krack, Köln-Stammheim;
Dr. Helfried Klockgether, Leverkusen
wertigen Alkoholen für den Auftrag von hydrophilen Kolloidschichten. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Folien mit Lösungen behandelt, die 0,2 bis 5 Gewichtsprozent Gelatine, 0,1 bis 2,5 Gewichtsprozent eines teilweise verseiften Mischpolymerisates aus 45 bis 70 Gewichtsprozent Vinylchlorid, 5 bis 40 Gewichtsprozent Vinylacetat und 5 bis 40 Gewichtsprozent Vinylalkohol sowie 2 bis 20 Gewichtsprozent Dichloressigsäure enthalten.
Als Gelatine verwendet man zweckmäßigerweise entsalzte Präparationsgelatine, die in Gegenwart von Säuren auch in organischen Lösungsmitteln stabile Dispersionen bildet. Die Mischpolymerisate müssen 45 bis 70% Vinylchlorid, 5 bis 40% Vinylacetat und 5 bis 40% Vinylalkohol enthalten.
Die übrigen Lösungsbestandteile sind übliche Lösungsmittel, wie Wasser, Alkohole, Ketone, Ester, Chlorkohlenwasserstoffe, in geeigneten Mengenverhältnissen. Ferner können die Lösungen noch andere Zusätze, wie Zusätze zur Stabilisierung der Gelatine, Härtungsmittel für die Gelatine, Farbstoffe enthalten.
(Die obigen Prozentangaben sind Gewichtsprozente.) Wesentlicher Bestandteil der Substratlösungen ist
der erfindungsgemäße Anteil an Dichloressigsäure, die die Folienoberfläche anzuquellen vermag. Andere Lösungs- oder Quellungsmittel für Polyester sind für den vorliegenden Verwendungszweck weniger bzw. überhaupt nicht geeignet.
Die hervorragende Wirkung der Dichloressigsäure für den vorliegenden Zweck ist insbesondere deshalb überraschend, weil zahlreiche andere bekannte Lösungsmittel für Polyester, wie Anilin, 3-Chloranilin, Naphthylamin, Diphenylamin, Difluoressigsäure, Trifluoressigsäure, Monochloressigsäure, Trichloressigsäure, Chloralhydrat, Phenol, Resorcin, m-Kresol u. a., im vorliegenden Zusammenhang keine Wirkung zeigen. Alle diese Substanzen sind nicht in der Lage,
509 759/595
in Zwei- oder Dreikomponentensystemen mit Gelatine allein oder unter Zusatz von Vinylpolymeren brauchbare Haftschichten zu ermöglichen.
In den meisten Fällen genügt die eingesetzte Dichloressigsäuremenge bereits zur Stabilisierung der Gelatine in den überwiegend organischen Lösungsmitteln. Falls erforderlich oder wünschenswert können, noch andere üblicherweise zur Gelatinestabilisation verwendete Säuren, wie Salizylsäure, Phthalsäure, zugesetzt werden.
Die Substratlösungen werden nach bekannten Verfahren auf die Polyester-Filmunterlage aufgebracht. Geeignet sind insbesondere Tauchverfahren und Anspülverfahren.
Die angetragenen Schichten trocknet man zweckmäßigerweise mit Warmluft von 80 bis 900C. Eine weitere Nachbehandlung der substrierten Filmunterlage vor dem Beguß mit photographischen Emulsionen ist nicht erforderlich.
Zur Beurteilung der Haftfestigkeit ist die mit Emulsion begossene Filmunterlage im trocknen und nassen Zustand zu prüfen. Die Trockenprüfung wird sowohl unverarbeitet wie auch nach der photographischen Verarbeitung vorgenommen. Beim Einreißen des begossenen Films darf sich die Emulsion nicht ablösen. Wichtig ist auch der Klebebandtest. Man drückt ein Stück Klebeband auf die Emulsion und reißt ruckartig ab. Auch hierbei darf sich die Emulsion nicht von der Unterlage lösen. Die Naßprüfung wird nach der photographischen Verarbeitung in noch feuchtem Zustand vorgenommen. Mit dem Fingernagel werden kreuzförmig ,Kerben in die Emulsion geritzt. Auch bei intensivem Reiben dürfen sich die entstandenen Kanten nicht verändern. Bedeutung hat ferner die Spritfestigkeit. Die feuchten Proben werden 2 Minuten mit Äthanol behandelt und dann wie im nassen Zustand geprüft.
Beispiel 1
Auf eine Filmunterlage aus einem Polyester aus Terephthalsäure und Glykol wird im Tauchverfahren eine Lösung folgender Zusammensetzung aufgetragen:
Beispiel 2
45
12 g Gelatine,
25 ml Wasser,
100 ml Miethanoi,
100 ml Dichloressigsäure,
685 ml Aceton,
18 ml Glyoxal (5%ig in Methanol),
60 ml Mischpolymerisat aus 59,7 "/(,Vinylchlorid, 20,4% Vinylacetat, 19,9% Vinylalkohol (10%ig in Aceton—Methanol, 1:1).
Der Auftrag wird mit Warmluft von 85° C getrocknet. Nach dem Beguß mit photographischer Emulsion sind das Trocken- und Naßhaften bei allen Prüfungen gut.
Wie im Beispiel 1 wird auf Polyester-Filmunterlage eine Lösung folgender Zusammensetzung aufgebracht:
10 g Gelatine,
100 ml Wasser,
35 ml Phthalsäure (10%ig in Methanol),
259 ml Methanol,
80 ml Dichloressigsäure,
445 ml Aceton
9 ml Glyoxal (5 %ig in Methanol),
60 ml Mischpolymerisat aus 54,9% Vinylchlorid, 32,3 % Vinylacetat, 12,8 %Vinylalkohol
(10%ig in Aceton—Methanol, 1 : 1).
Der Auftrag wird wie im Beispiel 1 getrocknet und mit Emulsion begossen. Die Hafteigenschaften sind gut.
Beispiel 3
Im Tauchverfahren wird folgende Lösung auf eine Polyester-Filmunterlage aufgetragen:
12 g Gelatine,
50 ml Wasser,
40 ml Phthalsäure (10%ig in Methanol),
100 ml Dichloressigsäure,
232 ml Methanol,
465 ml Aceton,
36 ml Glyoxal (5 %ig in Methanol),
40 ml Mischpolymerisat aus 68 % Vinylchlorid, 8,2% Vinylacetat, 23,8% Vinylalkohol (10%ig in Aceton—Methanol, 1 : 1).
Nach Trocknung und Beguß mit Emulsion sind Trocken,- und Naßhaften in allen Fällen gut.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Vorbehandlung von Folien aus Polyestern auf der Grundlage von aromatischen Dicarbonsäuren und zweiwertigen Alkoholen für den Auftrag von hydrophilen Kolloidschichten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folien mit Lösungen behandelt, die 0,2 bis 5 Gewichtsprozent Gelatine, 0,1 bis 2,5 Gewichtsprozent eines teilweise verseiften Mischpolymerisates aus 45 bis 70 Gewichtsprozent Vinylchlorid, 5 bis 40 Gewichtsprozent Vinylacetat und 5 bis 40 Gewichtsprozent Vinylacetat und 5 bis 40 Gewichtsprozent Vinylakohol sowie 2 bis 20 Gewichtsprozent Dichloressigsäure enthalten.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Auslegeschrift Nr. 1100 872;
    britische Patentschrift Nr. 912 453.
    509 759/595 12.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEA44949A 1964-01-08 1964-01-08 Vorbehandeln von Folien aus Polyestern fuer den Auftrag von hydrophilen Kolloidschichten Pending DE1207623B (de)

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FR1228A FR1420139A (fr) 1964-01-08 1965-01-08 Procédé perfectionné pour le traitement préalable des feuilles de polyesters à base d'acides dicarboxyliques aromatiques et de diols pour l'application de couches de colloïdes hydrophiles

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IT1170997B (it) * 1981-05-26 1987-06-03 Minnesota Mining & Mfg Miglioramento nel sottostratare supporti di polietilentereftalato e pellicole fotografiche comprendenti detti supporti migliorati

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1100872B (de) * 1955-09-02 1961-03-02 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Gebilden, wie Faeden oder Filme, aus aromatischen Polyestern
GB912453A (en) * 1960-04-09 1962-12-05 Rhodiaceta Process for the production of film bases of polyesters

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