DE1200673B - Photographische Kamera mit verschiedenen Arbeitsbereichen - Google Patents

Photographische Kamera mit verschiedenen Arbeitsbereichen

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DE1200673B
DE1200673B DEG34566A DEG0034566A DE1200673B DE 1200673 B DE1200673 B DE 1200673B DE G34566 A DEG34566 A DE G34566A DE G0034566 A DEG0034566 A DE G0034566A DE 1200673 B DE1200673 B DE 1200673B
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DE
Germany
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setting
camera
lever
adjuster
pin
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Pending
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DEG34566A
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English (en)
Inventor
Franz Starp
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Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/12Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Diaphragms For Cameras (AREA)

Description

  • Photographische Kamera mit verschiedenen Arbeitsbereichen Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit verschiedenen Arbeitsbereichen und mehreren unabhängig voneinander betätigbaren Einstellern, die mehrere, in Beziehung zueinander stehende Einstellagen bzw. Einstellbereiche aufweisen.
  • Bei einer photographischen Kamera mit belichtungsmessergesteuertem Objektivverschluß, welcher sowohl einen Blendenautomatikbereich mit Zeitvorwahl als auch einen Manuell-Blenden-Einstellbereich besitzt, hat man bereits vorgeschlagen, eine Sperre in Abhängigkeit von der Betätigung des Belichtungszeitstellers oder des Blendenstellers in den Bewegungsweg des Kamera- oder Verschlußauslösers zu steuern, wenn die beiden Steller nicht auf korrespondierende Einstellagen bzw. Einstellbereiche gebracht sind, oder wenn der Bereichwähler in einer Zwischenstellung zwischen der Automatikstellung und dem manuell einstellbaren Blendenbereich steht. Zweck dieser Einrichtung ist es, Fehlbelichtungen auszuschließen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es immer noch eines gewissen Maßes an Aufmerksamkeit durch den Photographierenden, da nicht gesichert ist, daß in jeder Einstellage des einen Stellers nur eine einzige Einstellmöglichkeit des anderen Stellers verbleibt. So besteht bei Einstellung des Bereichsstellers auf den Handeinstellbereich durchaus die Möglichkeit, den Belichtungszeitsteller entweder auf den Bereich der Momentbelichtungszeiten oder auf die Einstellage »B« zu überführen. Auch kann bei Einstellung des Belichtungszeitstellers auf den Bereich der Momentbelichtungszeiten der Bereichsteller immer noch entweder in die Stellung »Automatik« oder auf den Manuellbereich gebracht werden.
  • Hier Abhilfe zu schaffen, d. h. eine Kamera der eingangs erwähnten Gattung unter geringstmöglichem Aufwand an zusätzlichen Bauteilen derart weiterzubilden, daß Fehlbelichtungen infolge unrichtiger Einstellung der Einsteller bei Umstellung der Kamera von einem Arbeitsbereich auf den anderen mit Sicherheit vermieden werden.
  • Dieses Ziel ist erfindungsgemäß durch die Anordnung eines mit dem Auslöser der Kamera in Wirkungsverbindung stehenden Sperrsystems erreichbar, welches mehrere miteinander zusammenwirkende Sperrorgane umfaßt, die mit je einem der Einsteller verbunden und in eine solche Relativlage zueinander bringbar sind, daß die Betätigung des Auslösers ausschließlich bei Einstellung sämtlicher Einsteller auf ; die im jeweiligen Arbeitsbereich der Kamera miteinander korrespondierenden Einstellagen bzw. Einstellbereiche möglich ist. Dadurch ist mit Sicherheit erreicht worden, daß jeder Einstellage bzw. jedem Einstellbereich eines der Einsteller immer die entsprechende Einstellage bzw. der zugehörige Einstellbereich des anderen Einstellers zugeordnet ist. Der Photographierende wird stets zwangläufig und ohne zusätzliche Gedankenarbeit veranlaßt, beim Umstellen der Kamera auf den gewünschten Arbeitsbereich sämtliche Einsteller in die einander zugeordnete Einstellage zu überführen, so daß es nicht mehr vorkommen kann, daß infolge Unachtsamkeit Aufnahmen mit unrichtiger Einstellung der in Übereinstimmung zu bringenden Einsteller gemacht werden.
  • Eine sowohl in baulicher als auch in funktioneller Hinsicht vorteilhafte, wie auch hinsichtlich ihrer Anpaßbarkeit an den jeweiligen Kameraaufbau sich als zweckmäßig erweisende Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sperrsystems läßt sich dadurch erreichen, daß die als Laschen ausgebildeten Sperrorgane an zwei unabhängig voneinander bewegbaren, in ihrer Einstellage beispielsweise durch Steuerkanten der Einsteller beeinflußbare Hebel gelenkig angeschlossen sind und mit ihrem freien Ende im -Bewegungsbereich des Kameraauslösers liegen.
  • Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnung, die in perspektivischer sowie aufgelockerter Darstellungsweise ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zeigt, näher erläutert.
  • In der Zeichnung ist mit 1 ein gegen Wirkung einer Druckfeder 2 betätigbarer Kameraauslöser bezeichnet, der in einem aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gezeigten Kameragehäuse axial verschiebbar geführt ist. Zur selbsttätigen Belichtungseinstellung ist dem Auslöser 1 ein Abtaster 3 zugeordnet, der in an sich bekannter Weise die Stellung des beweglichen Meßwerkteils 4 eines in die Kamera eingebauten und vom Strom eines Photoelementes 5 gespeisten Belichtungsmessers abtastet.
  • Der Abtaster 3 ist als parallel zum Kameraauslöser 1 angeordneter Schieber ausgebildet, der unter Wirkung einer Zugfeder 6 steht. Einenends greift die Zugfeder 6 an einem ortsfesten Stift 7, anderenends an einem Stift 8 des Abtasters 3 an, während sich der Abtaster 3 an einen Bund la des Kameraauslösers 1 abstützt. Die Zugfeder 6 wird hierbei von der Feder 2 überwunden, so daß der Abtaster 3 bei nicht betätigtem Auslöser die in der Zeichnung dargestellte Ausgangs- oder Ruhelage einnimmt. Zur Zusammenarbeit mit dem beweglichen Teil 4 des Belichtungsmessers ist am Abtaster 3 eine Stufenkurve 3 a ausgebildet, deren Stufen sich beim Niederdrücken des Kameraauslösers 1 unter dem Einfluß der Zugfeder 6 auf den Zeiger 9 des beweglichen Meßwerkteils 4 auflegen. Der bewegliche Meßwerkteil 4 des Belichtungsmessers ist in einem U-förmigen Träger 10 gelagert, dessen Grundeinstellung zwecks Berücksichtigung verschiedener Filmempfindlichkeiten mittels eines Stellknopfes 11 änderbar ist. Zu diesem Zweck ist außerdem eine am Stellknopf 11 angeordnete Filmempfindlichkeitsskala 12 vorgesehen, die mit einer ortsfesten Marke 13 zusammenarbeitet.
  • Am Kameraauslöser 1 ist weiterhin ein Bund 1b ausgebildet, dem ein zweiarmiger, um eine ortsfeste Achse 14 schwenkbar gelagerter Auslösehebel 15 zugeordnet ist. Der eine Arm 15a des Auslösehebels ist rechtwinklig abgebogen und liegt im Bewegungsweg des Bundes 1 b, während sein anderer Arm 15 b mit dem abgebogenen Lappen 17a eines Sperrhebels 17 im Eingriff steht. Letzterer ist um eine Achse 18 schwenkbar gelagert und durch eine Feder 19 am Auslösehebe115 in Anlage gehalten. Der Sperrhebel 17 dient in an sich bekannter Weise dazu, eine unter Wirkung einer Antriebsfeder 20 stehende Hauptantriebsscheibe 21 des Verschlusses in der dargestellten Spannstellung festzuhalten. Die Antriebsscheibe 21 ist mit einer nicht dargestellten Spannwelle drehfest verbunden, die in gleichfalls nicht näher gezeigter Weise mit einer Spannvorrichtung, beispielsweise mit der Filmtransporteinrichtung der Kamera, verbunden ist.
  • Zur Betätigung eines gleichachsig zur Verschlußachse angeordneten, dem Antrieb der Verschlußblätter 22 dienenden Rings 23 ist an der Antriebsscheibe 21 eine Treibklinke 24 angelenkt, welche unter Wirkung einer Feder 25 steht und mittels eines Mauls 14 a einem Stift 26 des Rings 23 angreift. Die Verschlußblätter 22, von denen der Übersichtlichkeit wegen in der Zeichnung nur eines dargestellt ist, sind an Zapfen 27 des Rings 23 gelagert und mittels Schlitz 22a an ortsfesten Stiften 28 geführt, derart, daß bei einer Drehung der Antriebsscheibe 21 entgegen dem Uhrzeigersinn die Verschlußblätter 22 zwecks Öffnens und Schließens der Belichtungsöffnung eine hin- und hergehende Bewegung ausführen.
  • Gleichachsig zum Betätigungsring 23 der Verschlußblätter 22 ist im Verschluß ferner ein Blendenbetätigungsring 29 angeordnet. Dieser trägt Stifte 30 zur Lagerung der Blendenlamellen 32, die in Schlitzen 32a an ortsfesten Zapfen 31 geführt sind. Von den Blendenlamellen 32 ist der Übersichtlichkeit wegen gleichfalls nur eine gezeigt. An einem Stift 33 des Blendenbetätigungsrings 29 greift eine Feder 34 an, die bestrebt ist, diesen in der gezeigten, der größten Blendenöffnung entsprechenden Ausgangslage zu halten.
  • Zwecks Durchführung von Aufnahmen mit selbsttätiger Belichtungseinstellung nach einem fest vorgegebenen Zeit-Blende-Programmist ein Programmeinstellring 35 vorgesehen, der mit dem Abtaster 3 in Stift-Schlitz-Verbindung 35a, 36 steht und mit Steuerkurven 35b und 35c versehen ist, die der Beeinflussung des Blendenbetätigungsrings 29 sowie eines in der Folge noch näher beschriebenen Belichtungszeitenhemmwerks dienen. Die Übertragung der vom Programmeinstellring 35 ausgehenden Stellkräfte auf den Blendenbetätigungsring 29 erfolgt mittels eines auf einer Achse 37 schwenkbar gelagerten dreiarmigen Hebels 38, an dessen Arm 38a der Stift 33 des Blendenbetätigungsrings 29 unter Wirkung der Feder 34 anliegt. Die weiteren Arme 38 b und 38c des Hebels tragen Stifte 39 bzw. 40, von denen der Stift 39 mit der Steuerkurve 35 b des Programmeinstellrings 35 zusammenwirkt, während der Stift 40 die Verbindung zu einer Steuerkurve 41 a herstellt. Letztere ist an einem Ring bzw. Einsteller 41 ausgebildet, welcher mit Hilfe einer Blendenskala 42 von Hand gegenüber einer ortsfesten Marke 43 einstellbar ist. An den durch die Blendenskala 42 definierten Handeinstellbereich, innerhalb dessen die Beeinflussung des Blendenbetätigungsrings 29 mittels der Steuerkurve 41a erfolgt, schließt sich eine mit »Auto« näher bezeichnete Einstellage des Einstellers 41 an, in welcher an Stelle der Kurve 41 a zur Einstellung der Blendenlamellen 22 die Steuerkurve 35 b des Programmeinstellrings 35 tritt.
  • Zur selbsttätigen Einstellung der Belichtungszeit bei Aufnahmen mit Programm-Belichtungsautomatik ist ein mit dem Belichtungszeitenhemmwerk des Verschlusses zusammenwirkendes Hebelgetriebe vorgesehen, das durch die Steuerkurve 35 c des Programmeinstellrings 35 beeinlußbar ist. Das Hebelgetriebe umfaßt eine Welle 45, die einenends einen Hebel 46 und anderenends einen Hebel 47 trägt. Am Hebel 46 ist ein Stift 48 befestigt, der in die Steuerkurve 35 c des Programmeinstelh-ings 35 eingreift, während der Hebel 47 in nachstehend noch näher beschriebener Weise mit dem Belichtungszeitenhemmwerk in Wirkungsverbindung steht.
  • Das Belichtungszeitenhemmwerk selbst besteht aus einer Trägerplatte 50, an welcher um einen Zapfen 51 ein zweiarmiger Hebel 52 gelagert ist. Die beiden Arme dieses Hebels sind mit entgegegengesetzt gerichteten Stiften 53 und 54 versehen, von denen der Stift 53 die Drehachse für einen mit der Hauptantriebsscheibe 21 zusammenwirkenden Bremshebel 55 bildet, während der Stift 54 in eine Schlitzführung 47a des Hebels 47 eingreift. Auf diese Weise ist der Bremshebel 55 mit der Steuerkurve 35 c des Programmeinstellrings 35 formschlüssig verbunden, derart, daß bei dessen Betätigung der Bremshebel 55 gegenüber der Hauptantriebsscheibe 21 des Verschlusses relativ verstellt wird. Der Bremshebel 55 ist mit einer Schlitzführung 55 a versehen, in die ein an einem Antriebssegment 56 des Hemmwerks befestigter Stift 57 eingreift. Das Antriebssegment 56, das mit weiteren, nicht dargestellten Getriebeteilen des Hemmwerks im Eingriff steht, ist um einen Zapfen 58 an der Trägerplatte 50 schwenkbar gelagert und und steht unter Wirkung einer in der Zeichnung ebenfalls nicht weiter dargestellten Feder, die das Segment in der dargestellten Ausgangslage zu halten sucht, in welcher der Stift 57 an der Trägerplatte 50 anliegt.
  • Um die Einstellung des Belichtungszeitenhemmwerks nicht nur selbsttätig mittels des Programmeinstellrings 35, sondern auch von Hand vornehmen zu können, ist weiterhin ein vorzugsweise als Ring ausgebildeter Belichtungszeiteinsteller 58 angeordnet, mittels welchem das Belichtungszeitenhemmwerk über den Hebel 47 unabhängig vom Programmeinstellring 35 einstellbar ist. Der Belichtungszeiteinsteller 58 weist zu diesem Zweck eine Steuerkurve 58 a auf, die mit einem am Hebel 47 befestigten Stift 60 zusammenarbeitet. Die Einstellung des Einstellers 58 erfolgt mit Hilfe einer an ihm angeordneten Belichtungszeitskala 59, die mit einer ortsfesten Marke 590 zusammenarbeitet. Zusätzlich zu dieser, den Handeinstellbereich definierenden Skala 59 weist der Ring noch eine die Bezeichnung »Auto« tragende Einstellage auf, in welcher die selbsttätige Belichtungszeiteinstellung wirksam ist.
  • Zur Ausschaltung des Steuereinflusses der Kurve 35 c im Handeinstellbereich sowie der Kurve 58 a in der Einstellage »Auto« des Einstellers 58 auf das Belichtungszeitenhemmwerk sind diese Kurven mit Aussparungen 35 d bzw. 58 b versehen. Hiervon ist die Aussparung 35 d der in der Zeichnung dargestellten Ausgangslage des Programmeinstellrings-35 und die Aussparung 58 b der mit »Auto« bezeichneten Einstellage des Belichtungszeiteinstellers 58 zugeordnet, derart, daß bei manueller Einstellung der Belichtungszeit der Stift 48 der übertragungsvorrichtung 45 bis 48 in der Aussparung 35 d des Programmeinstellrings 35 frei beweglich ist, während bei Einstellung auf Programm-Belichtungsautomatik die Ausnehmung 58 b des Einstellers 58 dem Stift 60 die erforderliche Bewegungsfreiheit einräumt. Die Steuerkurve 35d des Programmeinstellrings 35 ist mit einer elastischen Weiche versehen, die in der Einstellage »Auto« des Belichtungszeiteinstellers 58 den Eintritt des Stiftes 48 in die Aussparung 35 d verhindert, im Handeinstellbereich des Einstellers 58 dagegen zuläßt. Die elastische Weiche wird durch den Schenkel 61a einer Windungsfeder 61 gebildet, die von einem Zapfen 100 des Programmeinstellrings 35 getragen ist und sich mit ihren beiden Schenkeln 61 a und 61 b an Stiften 101 bzw. 102 abstützt.
  • Zur Vermeidung von Fehlbelichtungen der auf verschiedene Arbeitsbereiche ein- bzw. umstellbaren Kamera ist ein mit dem Kameraauslöser in Wirkungsverbindung stehendes Sperrsystem vorgesehen, welches die Auslösung des Verschlusses nur gestattet, wenn die von Hand betätigbaren Einsteller 41 und 58 sich beide entweder in der die Bezeichnung »Auto« tragenden Einstellage oder aber in dem durch die Skalen 42 und 59 näher definierten Einstellbereich befinden. überdies ist das Sperrsystem gemäß der Erfindung derart ausgebildet, daß es bei Einstellung der Einsteller 41 und 58 auf die im jeweiligen Arbeitsbereich der Kamera miteinander korrespondierenden Einstellagen bzw. Einstellbereiche außer Wirkung bleibt, bei Einstellung der Einsteller dagegen auf solche einander nicht zugeordnete Einstellagen bzw. Einstellbereiche wirksam wird.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, weist das Sperr- i system zwei unabhängig voneinander bewegbare Hebel 62 und 63 auf, von denen der Hebel 62 durch den Belichtungszeiteinsteller 58 und der Hebel 63 durch den Blendeneinsteller 41 in seiner Einstellage beeinflußbar ist. Zu diesem Zweck ist der auf einer ortsfesten Lagerachse 64 sitzende und unter Wirkung einer Feder 65 stehende Hebel 62 einenends mit einem Stift 66 versehen, der mit der in einen konkaven Teil 58 c übergehenden Steuerkante 58 d des Belichtungszeiteinstellers 58 zusammenarbeitet. Anderenends trägt der Hebel 62 einen Zapfen 67, an dem eine Sperrlasche 68 gelenkig angeschlossen ist, die ihrerseits unter Wirkung einer Feder 69 mittels eines Stiftes 70 an einem ortsfesten Anschlag 71 aufliegt.
  • Der mit dem Blendeneinsteller 41 zusammenarbeitende, im Ausführungsbeispiel gleiche Form wie der Hebel 62 aufweisende Hebel 63 lagert auf einer Achse 72, wobei der eine Arm 63 a des Hebels unter dem Einfluß einer Feder 73 mittels eines Stiftes 74 an der ebenfalls in einen konkaven Teil 41 b übergehenden Steuerkante 41 c des Blendeneinstellers zur Anlage kommt. Anderenends weist der Hebel 63 einen Lagerzapfen 75 auf, an dem eine Sperrlasche 76 schwenkbar angelenkt ist. Die Sperrlasche 76, die durch eine Feder 77 am abgebogenen Arm 15 a des Verschlußauslösehebels 15 angelegt ist, hat eine Aussparung 76 a, die mit dem Stift 70 der Sperrlasche 68 zusammenwirkt. In Abhängigkeit von der Einstellung der beiden Einsteller 41 und 58, bzw. der durch den Einfluß der Steuerkanten 41 c und 58 d beeinflußbaren Hebel 62 und 63, kann der Stift 70 der Sperrlasche 68 in bezug auf die Aussparung 76a der Sperrlasche 76 eine Lage einnehmen, die, wie in der Zeichnung veranschaulicht, eine Relativbewegung der beiden Sperrlaschen durch die Möglichkeit des Eintretens des Stiftes in die Aussparung zuläßt, oder aber im Falle einer relativen Verlagerung der Sperrlaschen zueinander, verhindert. Befinden sich die beiden Einsteller 41 und 58, wie in der Zeichnung dargestellt, in der Einstellage »Auto«, oder sind sie beide auf den durch die Skalen 42 und 59 definierten Handeinstellbereich eingestellt, so liegen sich die Aussparung 76a und der Stift 70 gegenüber. In dieser Einstellage ist das vorstehend beschriebene Sperrsystem unwirksam, wobei der Kameraauslöser 1 entgegen der Wirkung seiner Feder so weit nach unten bewegbar ist, daß über den Verschlußauslösehebe115 der Verschluß zum Ablauf freigegeben wird.
  • Kommt es jedoch vor, daß einer der beiden Belichtungseinsteller 41 bzw. 58 die Einstellage »Auto« einnimmt, während der andere auf den Handeinstellbereich eingestellt ist, so nehmen die beiden Hebel 62 und 63 unter dem Einfluß ihrer Steuerkanten 41 b, 41c bzw. 58c, 58d eine solche Relativlage zueinander ein, daß dem Stift 70 die untere Kante der Sperrlasche 76 sperrend gegenübersteht, wodurch der Kameraauslöser 1 zumindest nicht so weit nach unten bewegt werden kann, daß eine Verschlußauslösung erfolgt.
  • Wie aus der Zeichnung ferner ersichtlich, ist dem Programmeinstellring 35 ein auf einer ortsfesten Achse 80 gelagerter Sperrhebel 78 zugeordnet, dessen Aufgabe darin besteht, bei nichtselbsttätiger Belichtungseinstellung den Ring 35 sowie den Abtaster 3 in einer Ausgangslage festzuhalten und somit den Steuereinfluß dieser Teile vom Blendenbetätigungsring 29 und auch vom Belichtungszeitenhemmwerk fernzuhalten. Der Arm 78a des Hebels 78 arbeitet mit einem Vorsprung 35f des Programmeinstellrings 35 zusammen, während sein anderer Arm 78 b mittels eines Stiftes 81 unter der Wirkung einer Feder 79 am Innenumfang des Blendeneinstellers 41 anliegt. In der Einstellage »Auto« des Einstellers 41 steht dem Stift 81 die höchste Stelle der Steuerkurve 41 a gegenüber, welche den Sperrhebel 78 gegen Federwirkung in der dargestellten unwirksamen Lage hält. Wird der Einsteller 41 dagegen auf den Bereich der Blendenskala 42 eingestellt, so gelangt der Stift 81 in den Bereich des radial tiefergelegenen Umfangsteils 41 e. Die sich hieraus ergebende Schwenkbewegung des Hebels 78 führt dessen Arm 78a in den Bewegungsweg des Vorsprungs 35 f des Programmeinstellrings 35 und sperrt diesen gegen eine Bewegung im Uhrzeigersinn. Für die Einstellung der Blendenlamellen 22 ist nunmehr die Steuerkurve 41 a des Einstellers 41 maßgebend, die über den Stift 40 und den Hebel 38 auf den Blendenbetätigungsring 29 einwirken kann.
  • Die Wirkungs- und Bedienungsweise der erfindungsgemäßen Kamera ist folgende: In der Zeichnung ist die Kamera auf selbsttätige, von der Beleuchtungsstärke und der eingestellten Filmempfindlichkeit bestimmten Belichtungseinstellung nach einem fest vorgegebenen Zeit-Blende-Programm eingestellt, wozu der Belichtungszeiteinsteller 58 und der Blendeneinsteller 41 in ihre Einstellagen »Auto« gebracht sind. In dieser Lage der Einsteller befindet sich der Sperrhebel 78 außerhalb des Bewegungswegs des Programmeinstellrings 35. Außerdem nimmt die Steuerkurve 41 a des Blendeneinstellers 41 eine solche Lage ein, daß sie den Stift 40 nicht mehr beeinflußt, so daß sich der Hebel 38 mit seinem Stift 39 an die Steuerkurve 35 b des Programmeinstellrings 35 anlegen kann. Weiterhin ist der Steuereinfluß der Steuerkurve 58a des Belichtungszeiteinstellers 58 auf das Belichtungszeitenhemmwerk abgeschaltet, was dadurch erreicht ist, daß in der Einstellage »Auto« des Einstellers 58 dessen Ausnehmung 58 b dem Stift 60 gegenübersteht. Schließlich liegen die beiden Hebel 62 und 63 mit ihren Stiften 66 und 74 jeweils in dem konkaven Teil 41 b bzw. 58 c der Einsteller 41 und 58, was zur Folge hat, daß der Stift 70 und die Aussparung 76 a der Lasche 76 die in der Zeichnung dargestellte Lage einnehmen. Wird nun bei dieser Einstellung der Kamera der Auslöser 1 zum Zwecke der Durchführung einer Aufnahme niedergedrückt, so folgt der Abtaster 3 dieser Bewegung unter Wirkung der Feder 6 so weit nach, bis eine seiner Stufen 3 a auf den Zeiger 9 des beweglichen Meßwerkteils 4 auftrifft. In Abhängigkeit von dieser Bewegung des Abtasters wird gleichzeitig auch der Programmeinstellring 35 im Uhrzeigersinn gedreht. Dies wiederum hat zur Folge, daß der Stift 48 der mit dem Belichtungszeitenhemmwerk zusammenarbeitenden 1Tbertragungsvorrichtung 45 bis 48 in der Einstellkurve 35e entlanggleitet und entsprechend dem zurückgelegten Weg durch Verstellen des Hebels 52 und damit des Bremshebels 55 die Belichtungszeit einstellt. Gleichzeitig mit der Belichtungszeiteinstellkurve 35c kommt bei der Drehbewegung des Programmeinstellrings 35 auch die Blendeneinstellkurve 35 b zur Wirkung, derart, daß sie über den Stift 39 den Hebel 38 entgegen dem Uhrzeigersinn schwenkt, der seinerseits den Blendenbetätigungsring 29 und die mit ihm in Wirkungsverbindung stehenden Blendenlamellen 32 in eine dem zurückgelegten Weg des Rings 35 entsprechende Lage bringt. Damit ist die selbsttätige Belichtungseinstellung nach einem fest vorgegebenen Zeit-Blende-Programm beendet.
  • Beim weiteren Niederdrücken des Kameraauslösers 1 trifft dieser mit dem Bund 1 b auf den Arm 15 a des Auslösehebels 15 auf und schwenkt den Hebel im Uhrzeigersinn, wobei die Ausnehmung 76a der Lasche 76 eine Relativbewegung bezüglich des Stiftes 70 gestattet. Dies hat zur Folge, daß der mit dem Arm 15 b des Auslösehebels zusammenarbeitende Sperrhebel 17 außer Eingriff mit der Spann- und Antriebsscheibe 21 des Verschlusses gebracht wird und diese zum Ablauf freigibt.
  • Je nach der Einstellung des Bremshebels 55 des Belichtungszeitenhemmwerks wirkt nun die unter Wirkung ihrer Feder 20 ablaufende Antriebsscheibe 21 mittels ihres Vorsprungs 21 a über eine kürzere oder längere Wegstrecke auf den Bremshebel 55 ein. Hierbei schwenkt die Antriebsscheibe 21 den Bremshebel 55 um seine Achse 53 und gelangt nach Zurücklegen einer die Belichtungsdauer bestimmenden Wegstrecke wieder außer Eingriff mit dem Hebel. Gleichzeitig wird bei diesem Vorgang der über die Treibklinke 24 und den Stift 26 mit der Antriebsscheibe 21 gelenkig verbundene Antriebsring 23 hin-und herbewegt, wobei die Verschlußblätter 22 aus der gezeigten Schließstellung heraus auf ihre größte öffnungsweite schwingen und anschließend wieder in ihre Schließstellung zurückkehren.
  • Zur Durchführung von Aufnahmen mit manueller Einstellung von Belichtungszeit und Blende ist es lediglich erforderlich, die Einsteller 41 und 58 von der Einstellage »Auto« nach rechts zu drehen, bis die erwünschten Blenden- bzw. Belichtungszeitwerte der Skalen 42 und 59 den ortsfesten Marken 43 bzw. 590 gegenüberstehen. Bei diesem Einstellvorgang bewegen sich die Stifte 66 und 74 aus dem konkaven Teil 41 b bzw. 58 c der Steuerkanten 41 b, 41 c bzw. 58 c. 58 d heraus, wobei die Hebel 62 und 63 um den gleichen Betrag im Uhrzeigersinn verschwenkt werden, während der Stift 70 und die Aussparung 76a der Lasche 76 ihre bisherige Relativlage zueinander beibehalten. Beim Drehen des Blendeneinstellers 41 kommt ferner die Steuerkurve 41 a zur Wirkung, die über den Stift 40 sowie den Hebel 38 auf den Blendenbetätigungsring 25 einwirkt und diesen in eine der eingestellten Blendenöffnung entsprechende Lage bewegt. Außerdem wird beim Drehen des Belichtungszeiteinstellers 58 der Bremshebel 55 des Hemmwerks mittels des nunmehr von der Steuerkurve 58 a gesteuerten Hebelgetriebes 45 bis 48 relativ zum Vorsprung 21a der Verschlußantriebsscheibe 21 eingestellt, wobei sich der mit dem Programmeinstellring 35 zusammenwirkende Stift 48 des Getriebes gegen die Wirkung der Feder 61 in die Aussparung 35 d des Programmeinstellrings 35 hineinbewegt. Schließlich gelangt bei der vorerwähnten Einstellbewegung des Blendeneinstellers 41 der Stift 81 zur Anlage an der konzentrisch verlaufenden Steuerkante 41 e des Blendeneinstellers, wodurch der Sperrhebel 78 unter Wirkung seiner Feder 79 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird, was sowohl eine Verriegelung des Programmeinstellrings 35 als auch des mit diesem verbundenen Abtasters 3 in ihrer Ausgangslage zur Folge hat.
  • Wird nach der in vorbeschriebener Weise vorgenommenen Einstellung der Kamera der Kameraauslöser 1 niedergedrückt, so nimmt dieser den Hebel 15 und die Sperrlasche 76 mit, während der Abtaster 3 infolge der Verriegelung des Programmeinstellrings 35 seine Ausgangslage beibehält. Der Hebel 15 löst über den Sperrhebel 17 die Spann-und Antriebsscheibe 21 aus, die ihrerseits den Verschlußblätterantriebsring 23 in der bereits beschriebenen Weise betätigt.
  • Im vorstehenden ist die Erfindung an Hand einer photographischen Kamera beschrieben, deren Einsteller 41 und 58 für Blende und Belichtungszeit wahlweise entweder auf eine zu Aufnahmen mit selbsttätiger Belichtungseinstellung nach einem fest vorgegebenen Zeit-Blende-Programm führenden Einstellage »Auto«, oder auf einen die freie Wahl von Belichtungszeit und Blende ermöglichenden Einstellbereich einstellbar sind. Darüber hinaus hat die Erfindung jedoch Bedeutung für Kameras jeder Art, die mittels Einsteller auf wenigstens zwei Arbeitsbereiche ein- bzw. umstellbar sind, wobei jedem Arbeitsbereich bestimmte, miteinander korrespondierende Einstellagen bzw. Einstellbereich der Einsteller zugeordnet sind. Immer erbringt die erfindungsgemäße Anordnung des vorbeschriebenen, dem Kameraauslöser zugeordneten Sperrsystem den Vorteil, daß Fehlbelichtungen infolge unrichtiger Einstellung der auf mehrere miteinander in Beziehung stehende Einstellagen bzw. Einstellbereiche der Einsteller mit Sicherheit ausgeschaltet sind.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Photographische Kamera mit verschiedenen Arbeitsbereichen und mehreren unabhängig voneinander betätigbaren Einstellern, die mehrere, in Beziehung zueinander stehende Einstellagen bzw. Einstellbereiche aufweisen, gekennzeichnet d u r c h die Anordnung eines mit dem Auslöser (1) der Kamera in Wirkungsverbindung stehenden Sperrsystems (62, 63, 68, 70 und 78), das mehrere miteinander zusammenwirkende Sperrorgane (68 und 76) umfaßt, die mit je einem der Einsteller (58 bzw. 41) verbunden und in eine solche Relativlage zueinander bringbar sind, daß die Betätigung des Auslösers ausschließlich bei Einstellung sämtlicher Einsteller auf die im jeweiligen Arbeitsbereich der Kamera miteinander korrespondierenden Einstellagen bzw. Einstellbereiche möglich ist.
  2. 2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als Laschen ausgebildeten Sperrorgane (68 und 76) an zwei unabhängig voneinander bewegbaren, in ihrer Einstellage beispielsweise durch Steuerkanten (58e, 58d, und 41e, 41b) der Einsteller (58 und 41) beeinfiußbare Hebel (62 und 63) gelenkig angeschlossen sind und mit ihrem freien Ende im Bewegungsbereich des Kameraauslösers liegen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1104 326. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1180 620.
DEG34566A 1962-03-24 1962-03-24 Photographische Kamera mit verschiedenen Arbeitsbereichen Pending DE1200673B (de)

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DEG34566A Pending DE1200673B (de) 1962-03-24 1962-03-24 Photographische Kamera mit verschiedenen Arbeitsbereichen

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1522078B1 (de) * 1966-03-05 1969-10-23 Gossen & Co Gmbh P Fotografische Kamera mit elektronisch gesteuertem Verschluss und einer Ausloesesperre
DE3126172A1 (de) * 1980-07-15 1982-03-18 Asahi Kogaku Kogyo K.K., Tokyo Einstellvorrichtung fuer automatikblende

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1104326B (de) * 1958-12-19 1961-04-06 Agfa Ag Umschaltvorrichtung fuer Kameras
DE1180620B (de) 1960-09-09 1964-10-29 Kodak Ag Photographische Kamera mit einem durch einen Belichtungsmesser gesteuerten Objektivverschluss

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