DE1209878B - Photographische Kamera mit einem photoelektrischen Belichtungsmesser und einer auf verschiedene Blendenoeffnungen einstellbaren Blende - Google Patents

Photographische Kamera mit einem photoelektrischen Belichtungsmesser und einer auf verschiedene Blendenoeffnungen einstellbaren Blende

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DE1209878B
DE1209878B DEC30078A DEC0030078A DE1209878B DE 1209878 B DE1209878 B DE 1209878B DE C30078 A DEC30078 A DE C30078A DE C0030078 A DEC0030078 A DE C0030078A DE 1209878 B DE1209878 B DE 1209878B
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DE
Germany
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ring
control
switching
setting
time
Prior art date
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Pending
Application number
DEC30078A
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English (en)
Inventor
Franz Singer
Helmut Mueller
Johann Isztl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compur Werk GmbH and Co
Original Assignee
Compur Werk GmbH and Co
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Publication date
Application filed by Compur Werk GmbH and Co filed Critical Compur Werk GmbH and Co
Priority to DEC30078A priority Critical patent/DE1209878B/de
Publication of DE1209878B publication Critical patent/DE1209878B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/12Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter

Description

  • Photographische Kamera mit einem photoelektrischen Belichtungsmesser und einer auf verschiedene Blendenöffnungen einstellbaren Blende Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit einem photoelektrischen Belichtungsmesser und einer Blende, welche mittels eines Blendensteuergliedes auf verschiedene Blendenöffnungen einstellbar ist.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Einstellanordnung der Kamera mit einfachen Aufbauelementen derart zu gestalten, daß die Einstellung der Blende und gegebenenfalls der Belichtungszeit nach mehreren beliebig wählbaren Programmen möglich ist. Diese Aufgabe wird durch Verwendung eines doppelarmigen Übertragungshebels gelöst, welcher in einer ersten Stellung eines einzigen Schaltgliedes als Mitnehmer für das Blendensteuerglied ausgebildet ist, in einer zweiten Stellung des Schaltgliedes mit einem nach Maßgabe des Belichtungsmessers bewegbaren Steuerglied verbunden ist und in einer dritten Stellung des Schaltgliedes mit einer Steuerkurve dieses von Hand einstellbaren Schaltgliedes im Eingriff steht, wobei zur Schaltung verschiedener Blendensteuerprogramme mittels des Schaltgliedes die Steuerkurve in einem Bereich ohne Anstieg ist und mindestens in einem weiteren Bereich eine Steigung aufweist.
  • Die Erfindung hat darüber hinaus noch zum Ziel, die Einstellanordnung in der Weise zu treffen, daß eine Aufnahme in unrichtiger Lage der Einstellglieder verhindert wird. Eine derart narrensichere Einstellanordnung wird gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erreicht, daß zwischen den Einstellgliedern für Blende und gegebenenfalls Belichtungszeit in beiden Richtungen wirkende Mitnehmer vorgesehen sind und daß zwischen dies Einstellglieder einerseits und den Kameraauslöser andererseits Sperrmittel eingeschaltet sind, welche den Kameraauslöser nur in richtiger Einstellage beider Einstellglieder freigeben.
  • Diese und andere Merkmale sind in der nachstehenden Beschreibung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen F i g. 1 und 2 eine photographische Kamera mit erfindungsgemäßer Zeit- und Blendeinstellanordnung in Ansicht und Draufsicht Lind F i g. 3 bis 9 verschiedene Einzelheiten der Zeit-und Blendeneinstellanordnung im Quer- bzw. Längsschnitt.
  • Die in F i g. 1 und 2 dargestellte photographische Kamera 10 besitzt einen an sich bekannten Aufbau und trägt an ihrer Vorderwand 10a das Gehäuse 12 eines Objektivverschlusses, in dessen Ringraum 12a der ebenfalls bekannte Mechanismus zum Betätigen der Verschlußsektoren 14 untergebracht ist. Im vorderen Tubus 12b des Verschlusses 12 ist die Fassung 16 einer Frontlinse einstellbar geführt. Zur Einstellung der gewünschten Belichtungszeit dient ein Steuerring 18, welcher mittels seines Armes 18a mit einem Belichtungszeitstellring 18b gekuppelt ist. Der Steuerring 18 weist zur Regelung von Belichtungszeiten mehrere Steuerstufen 18c auf, die reit einem Stehstift 70a eines Hemmwerkes zusammenwirken, auf dessen Funktion in der nachstehenden Beschreibung noch näher eingegangen wird.
  • Der Belichtungszeitstellring 18b ist am Umfang mit einer Zeitskala 18d, einer Filmempfindlichkeitsskala 18e sowie einem Index P versehen und besitzt am Innenumfang einen parallel zur optischen Achse verlaufenden Mitnehmerlappen 18,f. Ferner ist ici eine Aussparung 18g des Belichtungszeitstel_lringes 18b eine Blattfeder 20 eingebettet und mit dem selben verbunden, wobei sich ihr frei bewegliches Ende durch Eigenfederung am Umfang des Verschlußgehäuses 12 abstützt.
  • Im Verschlußgehäuse 12 ist auch eine Irisblende untergebracht, deren Lamellen 22 in einem hinter den Verschlußsektoren 14 liegenden Ringraum angeordnet sind. In F i g. S ist der Einfachheit halber nur eine einzige Blendenlamelle dargestellt. Ihr Lagerzapfen 22a ist im Verschlußgehäuse 12 drehbar gehalten, während ihr Steuerstift 22b in einen Steuerschlitz 24a eines Blendensteuerrriiiges 24 eingreift. An der rückwärtigen Wandung des Verschlußgehäuses 12 ist ein Stellring 26 drehbar gelagert, welcher einen axial hervorstehenden Stift 26a und eine Steuerfläche 26b besitzt, die mit einem weiteren Stellstift 82a des bereits vorstehend erwähnten Hemmwerkes zusammenwirkt. Ein doppelarmiger Übertragungshebel 28 ist auf dem Stellring 26 um einen Zapfen 28a drehbar gelagert, wobei eine Richtfeder 30 bestrebt ist, denselben entgegen dem Uhrzeigersinn zu belasten. Der eine Arm 28b besitzt eine Gabel 28b', in welche ein mit dem Blendensteuerring 24 fest verbundener Steuerstift 24c eingreift. Am anderen Arm 28 c ist ein Übertragungsstift 28c' eingesetzt, welcher mit einer ersten Steuerkurve 32a eines an der Rückseite des Verschlusses drehbar gelagerten Schaltringes 32 im Eingriff steht (F i g. 3). Weiter besitzt der Schaltring 32 eine zweite und dritte Steuerkurve 32b bzw. 32c. Er besitzt ferner eine kreisbogenförmige Steuerkante 32d, einen Schaltnocken 32e, einen kreisbogenförmigen Schlitz 32f, eine Schaltkurve 32g sowie einen nach rückwärts abgebogenen Lappen 32h. Am Umfang des Schaltringes 32 sind noch Aussparungen 32k und 32m eingearbeitet. Um den Schaltring 32 in verschiedene Betriebsstellungen bewegen zu können, ist derselbe mittels seines Armes 32o mit einem Handstellring 34 gekuppelt, welcher am Umfang des Verschlußgehäuses 12 drehbar lagert.
  • Der Handstellring 34 weist im Innern eine Aussparung 34a auf, deren ein Ende als Anschlagkante 34a' dient, sowie eine zweite Aussparung 34b, welche eine Blattfeder 36 aufnimmt. Dieselbe ist mit dem Handstellring 34 fest verbunden und besitzt einen Zahn 36a, welcher bei Drehung des Handstellers 34 mit der Blattfeder 20 in der nachstehend noch näher beschriebenen Weise in Eingriff kommt. Ferner sind noch am Umfang des Handeinstellers 34 ein Index P, ein weiterer Index A sowie eine Blendenskala 34 c aufgetragen.
  • Hinter dem Schaltring 32 liegt an der Rückseite des Verschlußgehäuses 12 drehbar gelagert ein Sperring 38, welcher eine Aussparung 38a, einen radialen Durchgangsschlitz 38b für den Stift 26a und einen seitlichen, nach vorn geführten Arm 38 c, der mit dem Belichtungszeitstellring 18b gekuppelt ist.
  • In dem Ringraum zwischen Teilen 10a, 12 und 34 ist ein doppelarmiger Sperrhebel 40 untergebracht, der an einem ortsfesten Zapfen 12e drehbar gelagert ist. Eine Feder 42 ist bestrebt, den Sperrhebel 40 entgegen dem Uhrzeigersinn zu schwenken und seinen im Arm 40a befestigten Stift 40a' gegen die Steuerkante 32d des Schaltringes 32 zu halten. Der andere Arm 40b dieses Sperrhebels ist als Haken ausgebildet und arbeitet in der später noch erläuterten Weise mit dem Stift 26a zusammen.
  • In der Kamera 10 ist ein photoelektrischer Belichtungsmesser bekannter Art eingebaut, dessen Photozelle hinter einem Fenster 10b untergebracht ist. Die bewegliche, mit der Photozelle stromleitend verbundene Spule 44a ist mit einem Zeiger 44b ausgerüstet, der oberhalb einer Klemmbacke 10c spielt. Das Meßwerkgehäuse 44 besitzt einen Bund 44c, der teilweise als Verzahnung ausgebildet ist. Zur Einbeziehung der Faktoren »Zeit« und »Filmempfindlichkeit« in die Einstellvorgänge ist daß Meßwerk 44 über eine mechanische Getriebdkeete nische Getriebekette, die aus einem Zahnsegment 46, zwei ineinandergreifenden Kegelrädern 46a, einer Verbindungswelle 46b und einem Stirnrad 46c besteht, mit einem Filmempfindlichkeitsring 48 gekuppelt. Der Filmempfindlichkeitsring 48 ist wiederum in bekannter und daher nicht dargestellter Weise mit dem Belichtungszeitstellring 18b lösbar gekuppelt, wobei eine Marke 48a des Filmempfindlichkeitsringes 48 gegenüber der Filmempfindlichkeitsskala 18e einstellbar ist. Die Kupplung der Ringe 18b/48 ist durch Betätigen eines Radialdrückers 48b lösbar.
  • Dem Belichtungsmesserzeiger 44b ist eine Abtasteinrichtung zugeordnet, welche einen bei 10d im Kameragehäuse ortsfest gelagerten Abtaster 50 und eine an demselben angreifende Schwenkfeder 52 umfaßt. Der Abtaster 50 ist als ein Winkelhebel ausgebildet, dessen einer Arm die Abtastkurve 50a bildet, während sein anderer Arm in einem Schlitz 50b den Stift 26a des Stellringes 26 aufnimmt. Eine Schwenkfeder 52 ist bestrebt, den Abtaster 50 im Uhrzeigersinn zu bewegen und seinen Anschlagstift 50 c im Eingriff mit einer Schulter 54a eines Auslöseschiebers 54 zu halten. Derselbe ist im Kameragehäuse 10 entgegen einer Rückstellfeder 56 axial verschiebbar geführt, gegen Verdrehen jedoch gesichert. Eine zweite Schulter 54b des Auslöseschiebers 54 arbeitet mit dem Verschlußauslöser 57 zusammen. Die Schwenkfeder 52 ist etwas schwächer als die Rückstellfeder 56 des Schiebers 54, so daß bei Freigabe des letzteren die Teile unter Wirkung der Rückstellfeder 56 die in F i g. 1 dargestellte Ruhe- und Endwertstellung einnehmen.
  • Es ist ferner eine Sperreinrichtung vorgesehen, die verhindert, daß bei ungeeigneter Einstellung der Stellringe der Auslöseschieber 54 betätigt werden kann. Diese Sperreinrichtung besteht aus einem ersten Sperrhebel 58 und einem zweiten Sperrhebel 60, die koaxial auf einem ortsfesten, in der Kamerawand 10a befestigten Zapfen 10e drehbar gelagert sind. Dem ersten Sperrhebel 58 ist eine Feder 58a zugeordnet, die bestrebt ist, denselben im Uhrzeigersinn zu schwenken und seinen im Arm 58b befestigten Stift 58b' gegen die Umfangfiäche des Sperringes 38 zu halten. Der andere Arm 58c dieses Sperrhebels ist als Haken ausgebildet und arbeitet mit der Schulter 54b des Auslöseschiebers 54 zusammen.
  • Eine dem zweiten Sperrhebel 60 zugeordnete Feder 60a ist bestrebt, denselben im Uhrzeigersinn zu schwenken und seinen im Arm 60 b befestigten Stift 60 b' gegen die Umfangsfläche des Schaltringes 32 zu halten. Der Stift 60b' weist noch eine Ausnehmung 60b" auf. Der andere Arm 60c dieses Sperrhebels ist als Haken ausgebildet und wirkt ebenfalls mit der Schulter 54b des Auslöseschiebers 54 zusammen.
  • Ein Zapfen 62 ist im Gehäuseteil 12 b des Verschlußes befestigt und bildet den Lagerzapfen einer Hemmwerkstellplatte 64, an deren frei beweglichem Ende um den Zapfen 64a ein Übertragungsglied 66 drehbar angeordnet ist. Dasselbe ist derart gestaltet, daß es einen mit einem Hauptantriebsglied 68 des Verschlusses zusammenwirkenden Lappen 66b und eine Stehnase 66 c besitzt, die mit dem Stellstift 70 a eines im Gehäuseteil 12b verankerten Hemmwerk-Eingangsgliedes 70 zusammenarbeitet. Eine Feder 72 ist bestrebt, das Übertragungsglied 66 entgegen dem Uhrzeigersinn und gegen den Stellstift 70a zu drücken. Das Eingangsglied 70 kämmt mit dem nächstliegenden Hemmwerkrad 74, das wiederum über das Rad 76 ein mit großer Masse versehenes, nicht dargestelltes Schwungrad antreibt. Am anderen, frei beweglichen Ende der Hemmwerkstellplatte 64 ist ein Kupplungsstift 64b eingesetzt, der in einen Schlitz 78a eines Zwischenhebels 78 eingreift. Dieser Zwischenhebel ist mit einer Welle 80 drehbar verbunden, die im Verschlußgehäuse 12 lagert und nach rückwärts verlängert ist, so daß hinterhalb der rückwärtigen Verschlußwandung ein weiterer Zwischenhebel 82 mit derselben verbunden werden kann. Der Stellstift 82a, der in den Zwischenhebel 82 eingenietet ist, steht, wie bereits beschrieben, mit der Steuerfläche 26b des Stellringes 26 im Eingriff. Dieser Eingriff wird durch eine Richtfeder 84 gesichert, die bestrebt ist, die Hemmwerkstellplatte 64 im Uhrzeigersinn und über diese den Zwischenhebel 78, die Welle 80 und den zweiten Zwischenhebel 82 mit Stift 82a entgegen dem Uhrzeigersinn zu halten.
  • Die vorstehend erläuterte Einstellanordnung wird folgendermaßen gehandhabt: Einstellfall 1 Bei einer selbsttätigen Zeit- und Blendeneinstellung (Programmeinstellung) hat der Bedienende den Handstellring 34 so einzustellen, daß derselbe mit seinem Index P gegenüber einer gehäusefesten Marke 10f steht. Hierbei kommt die Steuerkurve 32a des Schaltringes 32 in Eingriff mit dem Übertragungshebel 28. Die Schulter 43ä nimmt bei Drehung des Schaltringes 34 den Arm 18f mit und bringt ihn in solche Grenzlage, daß auch der Zeitstellring 18, 18b mit seinem Index P auf die Marke 10f hinweist. Nun ist noch die Filmempfindlichkeit mittels des Einstellers 48 zu berücksichtigen (darstellungsgemäß z. B. 18 DIN) und das Objektiv durch Stellen der Einstellfassung 16 auf die gegebene Entfernung zu bringen. Hat man vorher den Filmtransport und damit gekuppelt das Verschlußspannen in bekannter Weise vorgenommen, so sind alle vorbereitenden Vorgänge durchgeführt und die Kamera aufnahmebereit. Beim Anvisieren des Aufnahmeobjekts wird die Photozelle durch das von dort ankommende Licht beaufschlagt, und der Belichtungsmesserzeiger 44b nimmt gegenüber der Abtastanordnung eine Stellung ein, welche der gemessenen Helligkeit des Aufnahmegegenstandes entspricht.
  • Wenn nun der Bedienende auf den Auslöseschieber 54 drückt, so wird derselbe entgegen seiner Rückstellfeder 56 nach unten geschoben. Unter Wirkung der Schwenkfeder 52 folgt der Stift 50c der sich ebenfalls nach unten bewegenden Schulter 54a des Auslöseschiebers 54 so weit, bis die Abtastkurve 50a auf den Belichtungsmesserzeiger 44b auftrifft und denselben in der Meßstellung festklemmt. Bei der hierbei entstehenden Schwenkbewegung des Abtasters 50 aus der in F i g.1 dargestellten Lage im Uhrzeigersinn wird über die Stift-Schlitz-Verbindung 26a, 50b der Stellring 26 und der auf demselben gelagerte Übertragungshebel 28 entgegen dem Uhrzeigersinn mitgenommen. Bei dieser Winkelverstellung des Ringes 26 gleitet der Stift 28e' des Übertragungshebels 28 an der ersten Steuerkurve 32a des hierbei stillstehenden Schaltringes 32 entlang, so daß die Winkellage des Übertragungshebels 28 gegenüber den Ringen 24 und 26 unverändert bleibt. Über die Stift-Schlitz-Verbindung 24c, 28b' wird somit der Blendensteuerring 24 um den gleichen Winkelbetrag wie der Ring 26 mitgenommen, so daß eine entsprechende Blendenöffnung durch die Blendenlamellen 22 gebildet wird.
  • Gleichzeitig ist bei der Bewegung des Stellringes 26 die Belichtungszeit automatisch eingestellt worden, indem der Stellstift 82a des Zwischenhebels 82 durch die Steuerfläche 26b verstellt und die Hemmwerkstellplatte 64 somit zu einer Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn um den Lagerzapfen 62 veranlaßt wird. Hierbei wird das mit der Stellplatte 64 um den Zapfen 64a gelenkig verbundene Übertragungsglied 66 gleichsinnig mitgenommen, wobei sein frei bewegliches Ende nach Art einer Kulissenführung zwischen dem ortsfesten Verschlußtei112b und dem in Ruhelage befindlichen Stehstift 70a nach unten bewegt wird, so daß der Lappen 66b des Übertragungsgliedes 66 zwecks Einstellung der Belichtungszeit mehr oder weniger in die Bewegungsbahn des Hauptantriebsgliedes 68 hineinragt und damit demselben beim Verschlußablauf einen längeren oder kürzeren Hemmwiderstand bietet.
  • Zeit und Blende werden also bei Programmsteuerung durch Überführung des Stellringes 26 auf Abtaststellung eingestellt. Ist nun diese Zeit- und Blendeneinstellung ausgeführt, so löst sich während der weiteren Abwärtsbewegung des Auslöseschiebers 54 der Eingriff der Teile 50c sowie 54a, und der Auslöseschieber 54 bewegt sich gegenüber dem nun unbeweglichen Abtaster 50 so weit, bis seine zweite Schulter 54b auf den Verschlußauslöser 57 trifft und den Verschluß zur Auslösung bringt. Unter Wirkung einer nicht dargestellten Antriebsfeder läuft daraufhin das Hauptantriebsglied 68 im Uhrzeigersinn in Richtung auf Ruhelage ab, wobei es auf den Lappen 66b des Übertragungsgliedes 66 aufschlägt und letztgenanntes entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt. Hierdurch wird über die Stellnase 66e, welche am Stellstift 70a anliegt, das Eingangsglied 70 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt und über diese die Hemmwerksräder 74, 76 und das nicht gezeigte Schwungrad in Bewegung gesetzt. Am Ende der Ablaufbewegung des Hauptantriebsgliedes 68 wird der Lappen 66b des Übertragungsgliedes 66 an eine Umfangfläche 68a des Hauptantriebsgliedes übergeführt, wodurch das Übertragungsglied 66 und die mit demselben im Eingriff stehenden Hemmwerksteile 70, 74 und 76 an einer Zwischenbewegung in die Ausgangslage gehindert werden. Gleichzeitig betätigte das Hauptantriebsglied 68 bei seiner Ablaufbewegung die Verschlußsektoren 14 in bekannter und daher nicht dargestellter Weise zum Öffnen und Schließen der Objektivöffnung zum Zwecke der Belichtung.
  • Die darstellungsgemäße Programmsteuerung hat als Grenz- bzw. Ausgangsbasis eine Wertkombination von Zeit 1/3o Sekunde und Blende 2,8, was einem Belichtungswert 8 (bei Filmempfindlichkeit 18 DIN) entspricht. Weitere dazwischenliegende Wertkombinationen sind möglich bis zum anderen Grenzwert, welcher die Zeit 1/soo Sekunde und Blende 22 beim Belichtungswert 18 umfaßt. Beide Werte (Zeit und Blende) werden also bei dieser Programmsteuerung durch die Winkelverstellung des Ringes 26 bestimmt, nämlich die Blende bei 24e und die Zeit bei 26b.
  • Wie schon erwähnt, werden die Glieder 50,54 und 26 unter Wirkung der Rückstellfeder 56 in die Ruhe- und Endwertstellung sofort nach dem Auslassen des Auslöseschiebers 54 gebracht. Diesen Verstellvorgängen folgt die Stehplatte 64 und die mit derselben in Kuppelverbindung stehenden Teile 78, 80, 82 sowie 82a unter Wirkung der Feder 84 nach. Die Glieder nehmen somit die in F i g. 7 gezeigten Lage wieder ein. Die Hemmwerkteile 66, 70, 74 und 76 nehmen dagegen ihre in F i g. 7 gezeigte Lage erst bei erneutem Spannen des Verschlusses wieder ein, wenn das Hauptantriebsglied 68 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, wobei im Laufe dieser Aufzugsbewegung der Lappen 66b des Übertragungsgliedes 66 von der Fläche 68a abgeleitet, so daß unter Wirkung einer nicht dargestellten Rückstellfeder die genannten Hemmwerksteile in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt werden. Einstellfall 1I Will der Bedienende bei einer anderen Aufnahme für besondere Zwecke die Belichtungszeit von Hand vorwählen und die Blende dabei automatisch einstellen, so muß er die Anordnung an Stelle für selbsttätige Zeit- und Blendeneinstellung (Programmeinstellung P) auf die andere Einstellungsart umschalten. Dieser Umschaltvorgang wird mittels des Handstellringes 34 bewerkstelligt, welcher zu diesem Zweck aus der Einstellage P entgegen dem Uhrzeigersinn so weit zu drehen ist, bis sein Index A der ortsfesten Marke 10f gegenübersteht.Während der Anfangsbewegung des Handstellringes 34 entgegen dem Uhrzeigersinn löst sich zunächst der Mitnahmeeingriff zwischen Mitnehmerlappen 18f und Anschlagkante 43a' des Handstellringes 34. Der Schaltring 32 wird mittels der Kupplung 30 o gleichsinnig mitgenommen, so daß nun seine zweite Steuerkurve 32b in den Wirkungsbereich des Übertragungshebels 28 bzw. seines Übertragungsstiftes 28a' gebracht wird. Am Anfang dieser Umschaltbewegung wird der Übertragungshebel 28 über seinen Stift 28c' durch einen Steuernocken 32b' des Schaltringes 32 geringfügig im Uhrzeigersinn verschwenkt, bis der höchste Anstieg der Steuerkurve 32b erreicht ist. Im weiteren Verlauf der vorgenannten Schaltbewegung schiebt sich nun die abfallende Steuerkurve 32b am Übertragungsstift 28c' so weit vorbei, bis sich der Index A des Handstellers 34 gegenüber der ortsfesten Marke 10f befindet. In dieser Einstellage nimmt der Übertragungshebel 28, gehalten durch die Feder 30, dieselbe Winkellage gegenüber dem Ring 26 wieder ein, wie sie in F i g. 3 dargestellt ist. Auch die Blendenlamellen 22, welche bei der vorstehend beschriebenen Drehbewegung des Übertragungshebels 28 im Uhrzeigersinn in Richtung auf Verkleinerung der Blendenöffnung bewegt wurden, nehmen ebenfalls ihre größte Blendenöffnung wieder ein.
  • Die mit dem Handsteller 34 fest verbundene Blattfeder 36 ist bei Einstellung auf A in derselben Richtung mitbewegt worden, so daß in der Endphase des Umschaltvorganges der Zahn 36a der Blattfeder 36 mit dem freien Ende der Blattfeder 20 in Eingriff kommt und den Belichtungszeitstellring 18b so weit zwangläufig mitnimmt, bis sich der Belichtungszeitwert 1/3o Sekunde der Zeitskala 18 d gegenüber der ortsfesten Marke 10f befindet. Bei erreichter Einstelllage des Handstellers 34 auf A und des Belichtungszeitstellringes 18b auf 1/3o Sekunde, löst sich der Mitnahmeeingriff zwischen dem Zahn 36a und der Blattfeber 20, indem der Zahn 36a in eine Aussparung 12d am Umfang des Verschlußgehäuses 12 einfedert. Außerdem ist bei der zwangläufigen Mitnahme des Belichtungszeitstellringes 18d auf 1/3o Sekunde der mit demselben gekuppelte Steuerring 18 gleichsinnig mit- ; bewegt worden, wobei nun die Steuerstufe 18 c' am Stehstift 70a geringfügig entlanggleitet, ohne aber eine Winkeldrehung des Hemmwerk-Eingangsgliedes 70 zu veranlassen. Erst bei einer Zeiteinstellung von über 1/3o Sekunde kommt der Stellstift 70a mit einer der anderen Steuerstufen 18e in Eingriff, wodurch das Eingangsglied 70 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Dieser Einstellbewegung des Eingangsgliedes 70 kann unter Wirkung der Feder 72 das Übertragungsglied 66 folgen, so daß dadurch die die Belichtungszeit bestimmende Größe des Hemmeingriffs zwischen Lappen 66b und dem Hauptantriebsglied 68 entsprechend reguliert wird. Es sei noch vorausgeschickt, daß beim vorgenannten Umschaltvorgang auf die andere Zeit- und Blendeneinstellung der Stellstift 82a über die Schaltkurve 32g in die Schlitzführung 32f des Schaltringes 32 übergeführt wird, so daß dadurch die gekuppelten Glieder 82, 80, 78, 64b und 64 des Hemmwerkes stillgesetzt und in dieser Betriebslage festgehalten werden.
  • Außer den geschilderten Einstellvorgängen tritt während des Umschaltvorganges auch noch die Sperreinrichtung 60 sowie 58 in Tätigkeit und bewirkt, daß bei unrichtiger Zeit-Blenden-Einstellung oder bei bestimmten, unerwünschten Zwischenstellungen des Handstellers 34 oder des Belichtungszeitstellringes 18b der Auslöseschieber 54 gesperrt wird, um Fehlaufnahmen zu vermeiden. Diese Sperreinrichtung funktioniert im einzelnen derart, daß am Anfang der Schaltbewegung des Schaltringes 32 entgegen dem Uhrzeigersinn der Stift 60b' in die Aussparung 32k des Schaltringes 32 unter Wirkung der Feder 60a einfällt, wodurch der Sperrhebel 60 im Uhrzeigersinn so weit verschwenkt wird, daß sich sein hakenförmiger Arm 60e in die Bewegungsbahn der Schulter 54b stellt und dadurch eine weitere in Pfeilrichtung verlaufende Bewegung des Kameraauslösers nicht zuläßt. Ferner entfernt sich der Lappen 32h des Schaltringes 32 von dem Stift 58b' des anderen Sperrhebels 58, so daß nun unter Wirkung der Feder 58a der Stift 58b' in die Aussparung 38a des zweiten Schaltringes 38 einfallen kann, wobei nun der hakenförmige Arm 58c des Sperrhebels 58 auch in die Bewegungsbahn der Schulter 54b des Auslösers 54 eingreift und denselben ebenfalls an einer Bewegung hindert.
  • Wie bereits erwähnt, wird beim Umschalten des Handstellers 34 von P auf A der Belichtungszeitstellring 18b am Ende der Umschaltbewegung zwangläufig mitgenommen. In dieser Endphase wird auch die Sperrung für den Auslöseschieber 54 aufgehoben, indem der Stift 60b' von der Aussparung 32k herausgeführt wird und an der Umfangsfläche des Schaltringes 32 aufliegt. Gleichzeitig wird auch der Stift 58b' aus der Aussparung 38a herausbewegt, wobei er sich an der Umfangsfläche des zweiten Schaltringes 38 abstützt. Durch diese Bewegungen beider Sperrhebel 58 sowie 60 entgegen dem Uhrzeigersinn ist der Sperreingriff zwischen Arm 58 c sowie Arm 60 c und der Schulter 54b des Auslöseschiebers 54 gelöst, so daß der letztgenannte nunmehr zur Verschlußlösung frei ist.
  • Sind nun alle vorbereitenden Einstellvorgänge an der Kamera durchgeführt, so wird der Auslöseschieber 54 betätigt. Die Abtastanordnung für die Blendenautomatik funktioniert in der gleichen Art und Weise wie beim Einstellfall I, nur mit dem Unterschied, daß sich der die Blendeneinstellung über den Blendenring 24 ausführende Übertragungshebel 28 nicht nur mit dem nach Maßgabe des Belichtungsmessers verstellbaren Ring 26 mitbewegt, sondern zusätzlich durch die mit seinem Stift 28c' dabei zusammenarbeitende, während des Abtastvorganges unbewegliche Steuerkurve 32b noch zu einer Relativbewegung gegenüber diesem Ring 26 gezwungen wird. Die Winkelgröße dieser Relativbewegung hängt von der Steigung der Kurve 32b ab und ist zur Anpassung der automatischen Blendeneinstellung bei einheitlicher Abtastkurve 50a an die von Hand vorwählbaren Einstellfaktoren für Zeit und Filmempfindlichkeit beliebig wählbar. Über die Stift-Schlitz-Verbindung 24c, 28b' wird also beim Abtasten des Belichtungsmesseranzeigers vom Übertragungshebel 28 der Blendensteuerring 24 entgegen dem Uhrzeigersinn mitgenommen, so daß nun eine entsprechende Blendenöffnung durch die Blendenlamellen 22 gebildet wird. Ist die automatische Blendeneinstellung vollendet, so wird bei der weiteren Abwärtsbewegung des Auslöseschiebers 54 der Verschluß ausgelöst. Daraufhin läuft nun das Hauptantriebsglied 68 im Uhrzeigersinn in Richtung Ruhelage ab, wobei dasselbe auf den Lappen 66b des Übertragungsgliedes 66 aufschlägt und letztgenanntes entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt. Die daraus erfolgenden Abläufe der die Belichtungszeit bestimmenden Hemmwerkglieder 70, 74 sowie 76 sind dieselben wie im Einstellfall I. Beim Einstellfall II werden die Faktoren »Zeit« und »Filmempfindlichkeit« von Hand vorgewählt und gehen über das Drehen des Belichtungsmessers als Ganzes in den Einstellvorgang ein, während der Faktor »Blende« erst während des Auslösevorganges durch Abtasten des Belichtungsmesserzeigers automatisch eingestellt wird. Einstellfall III Will nun der Bedienende bei einer anderen Aufnahme aus besonderem Grund, z. B. zur Erzielung einer gewünschten Schärfentiefe, einen bestimmten Blendenwert bei einer beliebigen Zeit haben, so muß er die Anordnung auf nichtselbsttätige oder handbetätigte Einstellung umschalten. Auch dieser Umschaltvorgang wird mittels des Handstellers 34 bewerkstelligt, welcher zu diesem Zweck aus der Einstellage P oder A entgegen dem Uhrzeigersinn so weit zu drehen ist, daß der gewünschte Blendenwert der Skala 34 c der ortsfesten Marke 10f gegenübersteht. Der Zeiteinstellring 18b ist dann im Bereiche der Zeitskala von Hand frei einstellbar.
  • Während der Anfangsbewegung des Handstellers 34 entgegen dem Uhrzeigersinn wird zunächst durch den Steuernocken 32e des Umschaltringes 32 der Sperrhebel 40 zu einer Schwenkbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn freigegeben, wobei der Haken 40b vor den Stift 26a zu liegen kommt und den mit der Abtasteinrichtung gekuppelten Stellring 26 an einer Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn hindert. Hierbei liegt der Stift 26a unter Wirkung der Feder 56 an einem in F i g. 3 nur angedeuteten gehäusefesten Anschlag 10x auf, so daß der Ring 26 samt dem Übertragungshebel 28 in der zur genauen Blenden-Handeinstellung erforderlichen richtigen Grundstellung fixiert und arretiert ist.
  • Nach einer gewissen Winkeldrehung des Handstellers 34 kommt die dritte Blendensteuerkurve 32e in den Schwenkbereich des Übertragungshebels 28 zu liegen, wobei je nach der von Hand vorgenommenen Einstellung desselben. der Übertragungshebel mehr oder weniger geschwenkt wird und dadurch über den Ring 24 die Blendenlamellen 22 zur Bildung einer entsprechenden Blendenöffnung betätigt. Die Einstellung einer beliebigen Zeit wird durch Handeinstellung des Zeitstellringes 18b wie beim Einstellfall II vorgenommen.
  • Beim Umschaltvorgang von A auf manuelle Blendeneinstellung durch den Handsteller 34 wird, falls der Schaltring 32 nicht bis auf den ersten Blendenwert 2,8 gebracht wird, sondern zwischen diesem Blendenwert und A stehenbleibt, im Bereiche zwischen A und dem ersten Blendenwert 2,8 der Sperrhebel 60 in die Aussparung 32m des Schaltringes einfallen, um in dieser unrichtigen Lage der Schaltglieder 32, 34 eine Verschlußauslsung durch den Auslöseschieber 54 zu verhindern.
  • Wenn der Auslöseschieber 54 bei Handeinstellung der Blende gedrückt wird, so folgt der Abtaster 50 dieser Abwärtsbewegung nicht nach, weil sowohl der Stellring 26 als auch der Abtaster 50 in diesem Falle durch den Sperrhebel 40 gehalten sind.
  • Beim Zurückschalten der Kamera von der Handeinstellung für Zeit und Blende auf selbsttätige Zeit-und Blendeneinstellung wird der Handstellring 34 wieder auf P gestellt. Sobald diese Rückstellbewegung des Handstellers 34 im Uhrzeigersinn voll ausgeführt ist, drückt der Steuernocken 32e den Sperrhebel 40 seitwärts, so daß der Stift 26a und damit auch der Abtaster 50 wieder freigegeben sind.
  • Auch der Stellstift 82a ist hierbei vom Schlitz 32f freigegeben, so daß nun der Stift 82a unter Wirkung der Feder 84 mit der Zeitkurve 26b wieder in Eingriff' kommt. Ferner nimmt der Übertragungshebel 28 gegenüber der Steuerkurve 32a seine in F i g. 3 gezeigte Winkellage wieder ein. Während des Rückschaltvorganges kommt die Anschlagkante 34d des Handstellers 34 mit dem Mitnehmerlappen 18f in Eingriff, so daß der Belichtungszeitstellring 18b und der mit demselben gekuppelte Steuerring 18 zwangläufig bis in die Automatikstellung P mitgenommen werden.
  • Es könnte jedoch geschehen, daß der Bedienende aus Unachtsamkeit beim Zurückschalten (vom Einstellfall II oder IIl) auf P-Einstellung nicht den hierzu vorgesehenen Handsteller 34 benutzt, sondern versehentlich den Belichtungszeitstellring 18b ergreift und so weit verdreht, bis dessen Index P gegenüber der Marke 10f steht. Obwohl nun der Belichtungszeitstellring 18b auf P steht, bleibt der Handsteller 34 in seiner früheren Einstellage (aus Einstellfall 1I oder III) stehen. Um in dieser unrichtigen Einstellage der Kamera eine Fehlaufnahme zu vermeiden, nimmt der mit dem Belichtungszeitstellring 18b gekuppelte Sperring 38 eine Stellung ein, bei welcher der Stift 58b' des Sperrhebels 58 in die Aussparung 38a des Schaltringes 38 einfällt, was zur Wirkung hat, daß der Auslöseschieber 54 nicht betätigt werden kann. Der Bedienende wird dadurch darauf aufmerksam gemacht daß er den Handsteller 34 auf P-Stellung zurückführen muß. Im Laufe dieser Rückführung bzw. Drehbewegung wird der Zahn 36a der Blattfeder 36 von der Aussparung 12d ausgehoben und drückt die Blattfeder 20 radial nach außen, um in den Bereich des Verschlußumfanges zu gelangen. Am Ende dieser Rückführbewegung kommt der Lappen 32h' des Schaltringes 32 mit dem Stift 58b' des Sperrhebels 58 in Berührung und bewegt letzteren aus der Aussparung 38a heraus, so daß schließlich bei richtiger Einstellung beider Ringe für Zeit und Blenden auf P der Auslöseschieber 54 wieder frei ist und betätigt werden kann.
  • Im Bedarfsfalle kann man unter Verwendung von bekannten und daher nicht dargestellten Mitteln den Belichtungsmesserzeiger mit einer Blenden-Kontrollskala in den Kamerasucher 10- einspiegeln, um hier in bekannter Art und Weise eine Kontrollanzeige darüber zu bekommen, ob die Einstellanordnung einsatzbereit ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein einziger Übertragungshebe128 verwendet, um die Blendenlamellen bzw. deren Steuerring nach verschiedenen, wahlweise einstellbaren Programmen zu steuern, und zwar dadurch, daß er an einer ersten Stelle als Mitnehmer für den Blendensteuerring ausgebildet ist, an einer zweiten Stelle mit dem nach Maßgabe des Belichtungsmessers verwendbaren Steuerring verbunden ist und an einer dritten Stelle mit einer Steuerkurve eines von Hand einstellbaren Schaltringes im Eingriff steht, wobei die Schaltringkurve zur Schaltung der erwähnten beliebigen Programme in einem Bereich ohne Anstieg ist und in mindestens einem weiteren Bereich eine Steigung aufweist. Diese erfindungsgemäße Anordnung bringt den Vorteil einer einfachen Bedienung, eines einfachen Aufbaus sowie einer teilesparenden Konstruktion.
  • Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Bauart ist darin zu sehen, daß zwischen den Einstellgliedern 34 und 18b für Blende und Belichtungszeit in beiden Richtungen wirkende Mitnehmer 18f, 34a' und 36a vorgesehen sind und daß zwischen diese Einstellglieder einerseits und den Kamerauslöser 54 andererseits Sperrmittel 58 und 60 eingeschaltet sind, welche den Kameraauslöser nur in richtiger Einstellage beider Einstellglieder freigeben. Hierdurch werden unerwünschte Fehlaufnahmen vermieden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Photographische Kamera mit einem photoelektrischen Belichtungsmesser und einer Blende, welche mittels eines Blendensteuerghedes auf verschiedene Blendenöffnungen einstellbar ist, gekennzeichnet durch einen doppelarmigen Übertragungshebel (28), welcher in einer ersten Stellung eines einzigen Schaltgliedes (32) als Mitnehmer für das Blendensteuerglied (24) ausgebildet ist, in einer zweiten Stellung des Schaltgliedes mit einem nach Maßgabe des Belichtungsmessers (44) bewegbaren Steuerglied (26) verbunden ist und in einer dritten Stellung des Schaltgiedes mit einer Steuerkurve (32c) dieses von Hand einstellbaren Schaltgliedes im Eingriff steht, wobei zur Schaltung verschiedener Blendensteuerprogramme mittels des Schaltgliedes die Steuerkurve in einem Bereich (32a) ohne Anstieg ist und in mindestens einem weiteren Bereich (32b, 32c) eine Steigung aufweist.
  2. 2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch« gekennzeichnet, daß das Steuerglied (24), das Stellglied (26) und das Schaltglied (32) als zur optischen Achse koaxiale Ringe ausgebildet sind und der Übertragungshebel (28) am Stellring (26) schwenkbar gelagert ist und mit einem Arm (28b) den Blendensteuerring (24) mitnimmt, während sein anderer Arm (28c) bei der zur Auswahl des jeweils gewünschten Blendensteuerbereiches nötigen EinstellbewegungdesSchaltringes (32)miteiner von seinen Bereichs-Steuerkurven (32a, 32b, 32c) in Eingriff bringbar ist.
  3. 3. Photographische Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine (32a) der am Innenbereich des Schaltringes (32) vorgesehenen Bereichs-Steuerkurven konzentrisch zur optischen Achse verläuft und in zwei weitere Steuerkurven (32b, 32e) übergeht, die mit verschiedenem, gegenläufigem Radialanstieg ausgebildet sind.
  4. 4. Photographische Kamera nach Anspruch 2 und 3, mit einem Verschluß, dessen Regelwerk zur Belichtungszeitregelung mittels eines Stellstiftes einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der nach Maßgabe des Belichtungsmessers (44) bewegbare Stellring (26) eine Steuerkante (26b) aufweist, welche während des Eingriffs des Übertragungshebels (28) mit der konzentrisch zur optischen Achse verlaufenden Steuerkurve (32a) des Schaltringes (32) den Stellstift (82a) des Belichtungszeitregelwerkes steuert.
  5. 5. Photographische Kamera nach Anspruch 4, mit einem die Belichtungsskala tragenden Zeiteinstellring, welcher zur Belichtungszeitregelung einen anderen Stellstift des Belichtungszeitregelwerkes verstellt und zwecks Einbeziehung des Belichtungszeitfaktors in den automatischen Blendensteuervorgang zugleich mit Mitteln zur Beeinflussung der Anzeige des Belichtungsmessers, beispielsweise zum Drehen des Belichtungsmessers als Ganzes, gekuppelt ist, gekennzeichnet durch mindestens einen zwischen Schaltring (32) und Zeiteinstellring (18b) angeordneten und auf diese Ringe einwirkenden Mitnehmer (18f), der beim Einstellen der konzentrisch zur optischen Achse verlaufenden Steuerkurve (32a) des Schaltringes im Eingriff mit dem Übertragungshebel (28) den Zeit einstellring so verstellt, daß seine Skala (18c außerhalb des Belichtungszeit-Anzeigebereichs liegt, während er beim Einstellen einer der übrigen Steuerkurven (32b, 32c) des Schaltringes im EingriffmitdemÜbertragungshebel den Zeiteinstellring zur Einstellbewegung innerhalb des Belichtungszeit-Anzeigebereichs freigibt.
  6. 6. Photographische Kamera nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch mindestens einen weiteren Mitnehmer (36) zwischen Schaltring (32) und Zeiteinstellring (18b), welcher beim Rückstellen der konzentrischen Steuerkurve (32a) des Schaltringes aus dem Eingriff mit dem Übertragungshebel (28) den Zeiteinstelhing auf einen Grenzwert der Belichtungszeitskala (18d) stellt.
  7. 7. Photographische Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwischen Schaltring (32) und Zeiteinstellring (18b) einerseits und Kameraauslöser (54) andererseits angeordnete Sperrmittel (58, 60), welche auf den Kameraauslöser derart einwirken, daß derselbe zur Auslösung nur in richtiger Einstellage der beiden Ringe freigegeben ist.
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