DE1175980B - Photographische Kamera mit Objektivverschluss - Google Patents

Photographische Kamera mit Objektivverschluss

Info

Publication number
DE1175980B
DE1175980B DEG37136A DEG0037136A DE1175980B DE 1175980 B DE1175980 B DE 1175980B DE G37136 A DEG37136 A DE G37136A DE G0037136 A DEG0037136 A DE G0037136A DE 1175980 B DE1175980 B DE 1175980B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shutter
lever
ring
blades
diaphragm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG37136A
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Starp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Gauthier GmbH filed Critical Alfred Gauthier GmbH
Priority to DEG37136A priority Critical patent/DE1175980B/de
Publication of DE1175980B publication Critical patent/DE1175980B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters

Description

  • Photographische Kamera mit Objektivverschluß Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit Objektivverschluß und einer die Verschlußblätter und die Blendenlamellen zum Zwecke der Zwischenbeobachtung mittels eines einzigen Betätigungsorgans in Offen- und Schließstellung bewegenden Einrichtung.
  • Kameras dieser Gattung, bei denen der Bildausschnitt mittels einer Mattscheibe eingestellt wird, sind bisher in der Form bekanntgeworden, daß als Betätigungsorgan ein Handring dient. Wird dieser gedreht, so nimmt er mittels eines Anschlagstiftes einen Blendenlamellenring von dessen vorgewählter Stellung aus und öffnet die Blende. Gegen Ende der Drehbewegung kommt der Handring mittels eines weiteren Anschlags an einem Gegenanschlag des Verschlußblätterrings zur Anlage und öffnet somit den Verschluß. Ist das Aufnahmeobjekt scharf eingestellt, so wird der Handring zurückgedreht, womit Verschluß und Blende der Einwirkung ihrer Rückstellfedern freigegeben sind und in die Schließ- bzw. Vorwahlstellung zurückgehen. Für berufliche oder künstlerische Bildgestaltung ist eine solche Kamera, obwohl sie ein helles Mattscheibenbild ergibt, nur bedingt anwendbar, da der Bedienende die Einwirkung der vorgewählten, gegebenenfalls kleineren Blendenöffnung auf das aufzunehmende Bild, insbesondere in bezug auf die Tiefenschärfe, vor der eigentlichen Aufnahme nicht genau überwachen und somit auch nicht entsprechend berücksichtigen kann, weil eben die Blende nicht auf diesen vorgewählten Wert eingestellt ist, sondern zwangläufig auf den größten Wert.
  • Auch eine andere bekannte Kamera, bei welcher als Betätigungsorgan ein über ein Zahnsegment mit dem Blendenlamellenring in Verbindung stehender Handhebel vorgesehen ist, weist diesen Nachteil auf. Während der Öffnungsbewegung der Blendenlamellen wird hierbei mittels des Handhebels der Verschluß, der zuvor gespannt sein muß, ausgelöst, wonach sich das Hauptantriebsglied des Verschlusses in Bewegung setzt und sich im Zeitpunkt der größten Verschlußöffnung verklinkt. Solange der Handhebel in seiner Endstellung festgehalten wird, sind also Verschluß und Blende voll geöffnet. Geht man nun mit dem Handhebel langsam zurück, so schließt sich zwar die Blende zunächst in der erwünschten Weise, nach einem bestimmten, dem Bedienenden nicht erkennbaren Bewegungsweg gibt der Handhebel jedoch das Hauptantriebsglied wieder frei, so daß sich die Verschlußblätter plötzlich schließen. Auch hier ist also eine Zwischenbeobachtung bei Vorwahlstellung der Blende nicht möglich. Als weiterer Nachteil dieser Kamera kommt hinzu, daß der Verschluß zur Aufnahme von neuem gespannt werden muß.
  • Es stellt sich somit die Aufgabe, eine Betätigungseinrichtung zur Zwischenbeobachtung zu schaffen, welche unabhängig davon, ob der Verschluß gespannt ist oder nicht, mittels eines einzigen Betätigungsorgans das Mattscheibenbild wahlweise bei vorgewählter oder voll geöffneter Blende zeigt.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß als Betätigungseinrichtung ein aus Hebeln gebildetes Bewegungssystem dient, von dem ein Hebel an einem mit den Blendenlamellen verbundenen Ring angreift, während eia anderer Hebel mit einem die Verschlußblätter in Offen- und Schließstellung überführenden Ring kraftschlüssig in Wirkungsverbindung steht, derart, daß der zweitgenannte Hebel zunächst den Verschlußblätterring in eine der Offenstellung der Verschlußblätter entsprechende Lage überführt und nach Erreichen dieser Endlage auf den erstgenannten Hebel auftrifft und durch Mitnahme des Blendenlamellenrings die Blende voneinem voreingestellten Wert aus voll öffnet.
  • Die erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung hat den Vorteil, daß der Photographierende nicht nur mit ein und demselben Betätigungsorgan den Verschluß öffnen und die Blende in Vorwahlstellung bringen kann, sondern auch zwischen voreingestelltem und größtem Blendenwert beliebig oft wechseln kann. Dies ist für den fachmännischen Lichtbildner zur Beurteilung der Bildwirkung, insbesondere der Tiefenschärfe, von größter Wichtigkeit. Ferner können auch mit demselben Betätigungsorgan zwischen der Voreinstellung und der größten Öffnung liegende Blendenwerte eingestellt und damit zur Beurteilung herangezogen werden.
  • Bei einäugigen Spiegelreflexkameras gehört es zwar zum Stand der Technik, daß während der Sucherbildbetrachtung die Blende zur Rückstellung auf den voreingestellten Wert ausgelöst oder von Hand beliebig eingestellt werden kann. Bei Spiegelreflexkameras wird jedoch das Betätigungsglied für die Blende nicht gleichzeitig auch zur Verschlußöffnung und -wiederschließung vor der Aufnahme herangezogen, diese Verschlußfunktionen werden vielmehr vom Filmtransport und vom Kameraauslöser gesteuert. Das Problem stellt sich hier also anders als bei der Erfindung, wo es darauf ankommt, den gesamten Bewegungsweg des einzigen Betätigungsorgans derart zu unterteilen, daß in einem ersten Bewegungsbereich nur der Verschluß und in einem zweiten Bewegungsbereich nur die Blende beeinflußt wird und der Übergang vom einen in den anderen Bereich für den Bedienenden deutlich fühlbar ist. Dies wird mit Hilfe der Erfindung erreicht.
  • Als zweckmäßige Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes wird vorgeschlagen, daß zur Betätigung des die Verschlußblätter und die Blendenlamellen zum Zwecke der Zwischenbeobachtung in Offen-und Schließstellung überführenden Bewegungssystems ein an einem besonderen Anschlußstück der Kamera bzw. des Verschlusses ansetzbarer Drahtauslöser dient, der auf den der Betätigung des Verschlußblätterrings dienenden Hebel einwirkt. Da die im Rahmen der Erfindung vorwiegend interessierenden Kameras für berufliche Zwecke meist sehr groß sind, gestaltet sich die Bedienung mit einem Drahtauslöser wesentlich bequemer und erschütterungsfreier. Außerdem können bei Verwendung eines Drahtauslösers mit Rücklaufsperre die Blendenzwischenwerte wesentlich genauer eingestellt werden, und es ist möglich, während der Zwischenbeobachtung die Hände vom Drahtauslöser wegzunehmen.
  • Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
  • F i g. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Objektivverschluß mit einer der Überführung der Blendenlamellen und Verschlußblätter in die Offenstellung dienenden Betätigungseinrichtung; F i g. 2 stellt ein Diagramm dar, welches die Wirkungsweise bzw. Schrittfolge der Betätigungseinrichtung zu erkennen gibt; in F i g. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Betätigungseinrichtung dargestellt, wobei die zum Verständnis der Erfindung erforderlichen bekannten Teile der in F i g. 1 gezeigten Anordnung bruchstückhaft übernommen sind. Diese Teile sind in F i g. 3 mit denselben Bezugszahlen wie in F i g. 1 bezeichnet, zusätzlich jedoch noch mit einem Strich versehen.
  • Bei der in F i g. 1 veranschaulichten Verschlußanordnung sind zur Bewegung der Verschlußblätter 1 ein Antriebsring 2 und ein Verschlußblätterring 3 vorgesehen, welche beide in üblicher Weise koaxial zur Objektivachse gelagert sind. Der Antriebsring 2 trägt Lagerstifte 4 für die Verschlußblätter 1, während Betätigungsstifte 5 des Verschlußblätterrings 3 in Schlitze la der Verschlußblätter eingreifen und diese somit bei einer Drehung der beiden Ringe gegeneinander um die Lagerstifte 4 schwenken. Der Verschlußblätterring 3 steht unter der Wirkung einer Feder 6, welche einenends an einem Federstift 7 des Verschlußblätterrings und anderenends an einem feststehenden Stift 8 eingehängt ist. Diese Feder 6 ist bestrebt, den Verschlußblätterring3 im Uhrzeigersinn zu drehen, so daß sich eine an ihm angebrachte Anschlagnase 3 a gegen einen feststehenden Anschlagstift 9 legt. Eine weitere Anschlagnase 3 b begrenzt im Zusammenwirken mit demselben Anschlagstift die Drehbewegung des Verschlußblätterrings entgegen dem Uhrzeigersinn.
  • Von dem an sich bekannten Antriebsmechanismus der Verschlußblätter 1, mit dessen Hilfe diese bei der Aufnahme geöffnet und geschlossen werden, sind nur die wichtigsten Teile gezeigt. Dazu gehört in erster Linie die Antriebsscheibe 10, welche unter der Wirkung einer nicht dargestellten Antriebsfeder steht und mittels der Antriebswelle 11 an einer feststehenden Grundplatte 12 gelagert ist. An dieser Antriebsscheibe 10 ist eine Treibklinke 13 mittels eines Gelenkstiftes 14 angelenkt. Die Treibklinke steht mittels eines Mauls 13 a in formschlüssiger Verbindung mit einem an dem Antriebsring 2 befestigten Treibstift 15, welcher eine Aussparung 12 a der Grundplatte 12 durchsetzt. Die Antriebsscheibe 10 ist in entspannter Lage dargestellt. Zum Spannen wird sie entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, bis ein bei 16 gelagerter Sperrhebel 17 vor einer Sperrkante 10a der Antriebsscheibe 10 einschwenkt und diese in der Gespanntlage festhält.
  • Die Blendenlamellen IS sind an Lagerstiften 19 einer feststehenden Tragplatte 20 gelagert. Zur Bewegung der Blendenlamellen dient ein Blendenlamellenring21, an dem Stifte22 befestigt sind. Diese greifen in Schlitze 18a der Blendenlamellen formschlüssig ein. Auch der Blendenlamellenring 21 steht unter dem Einfuß einer Feder 23, die einenends an einem Stift 24 des Blendenlamellenrings und anderenends an einem feststehenden Stift 25 eingehängt ist. Infolge der Feder 23 hat der Blendenlamellenring 21 die Tendenz, sich mit Bezug auf F i g. 1 im Uhrzeigersinn zu drehen und die Blendenlamellen 18 zu schließen. Daran wird er jedoch durch einen dreiarmigen Blendenstellhebel26 gehindert, der an einem Lagerstift 27 gelagert ist. Ein Arm dieses Bledenstellhebels weist einen Schlitz 26a auf, der einen Stift 28 des Blendenlamellenrings 21 formschlüssig erfaßt. An einem zweiten Arm des Blendenstellhebels 26 ist ein Taststift 29 befestigt, der mit einer Steuerkurve 30a eines Blendenvorwahlrings 30 zusammenarbeitet. Wenn sich also der Blendenlamellenring 21 unter der Wirkung der Feder 23 im Uhrzeigersinn dreht, so schwenkt er den Blendenstellhebel entgegen dem Uhrzeigersinn und bringt den Taststift 29 an der Steuerkurve 30a zur Anlage. Auf diese Weise ergeben sich verschiedene Blendeneinstellungen, je nachdem welche Winkellage der Blendenvorwahlring 30 einnimmt. Mit Hilfe einer Marke 31 ist der Blendenwert an einer Blendenskala 32, die auf dem Blendenvorwahlring 30 angeordnet ist, ablesbar. Ein dritter Arm des Blendenstellhebels 26 weist einen abgebogenen Lappen 26b auf und bildet einen Teil des der zusätzlichen Öffnung der Blendenlamellen dienenden Bewegungssystems.
  • Als weiterer wesentlicher Teil dieses Systems dient im Ausführungsbeispiel ein Hebel 33, der an einem feststehenden Lagerstift 34 drehbar gelagert ist und einen abgebogenen Lappen 33a aufweist. Dieser Hebel 33 bildet zusammen mit einem Zwischenhebel 35, der ebenfalls an dem Lagerstift 34 drehbar gelagert ist, ein kraftschlüssig miteinander zur Anlage kommendes Hebelpaar. Der Zwischenhebel 35 weist zu diesem Zweck einen Lappen 35a auf, welcher sich unter der Wirkung einer Feder 36 am Hebel 33 anlegt. Diese Feder ist um den Lagerstift 34 gewunden und umgreift einerseits den Lappen 35a und andererseits einen am Hebel 33 befestigten Stift 37 zangenförmig. Ein am Verschlußblätterring 3 angeordneter Stift 38 greift in einen Schlitz 35b des Zwischenhebels 35 ein und stellt damit eine formschlüssige Verbindung zwischen diesem Hebel und dem Verschlußblätterring 3 her.
  • Zum Bewegen des Hebels 33 von Hand dient ein Drahtauslöser 39, der mit einem Nippel 40 in ein Anschlußstück 41 eingeschraubt ist. Das Anschlußstück seinerseits ist mit Schrauben 42 an der Grundplatte 12 befestigt. Der Drahtauslöser 39 weist ein Griffstück 43 und einen Drücker 44 auf. Wird der DYücker 44 entgegen einer im Griffstück 43 befindlichen, nicht sichtbaren Feder eingedrückt, so schiebt sich ein Druckstift 45 des Drahtauslösers aus dem Anschlußstück 41 heraus und kommt mit dem Lappen 33 a des Hebels 33 derart zur Anlage, daß dieser Hebel im Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Ferner ist am Drahtauslöser eine an sich bekannte Rücklaufsperre vorgesehen, die mittels einer Schirmhülse 43 a ein- und ausschaltbar ist und in Einschaltstellung in der Weise wirkt, daß der Drücker 44 zwar eingedrückt werden kann, jedoch trotz der erwähnten eingebauten Feder und etwa auf den Druckstift 45 wirkender äußerer Kräfte nicht zurückgeht, sondern in jeder beliebigen Stellung gegenüber dem Griffstück 43 feststeht.
  • Zur nun folgenden Erläuterung der Wirkungsweise der Betätigungseinrichtung nach F i g. 1 wird auch auf die graphische Darstellung in F i g. 2 verwiesen. In dieser Darstellung sind die Einstellagen der Blendenlamellen 18 und der Verschlußblätter 1 über dem Hub s des Betätigungsorgans, d. h. des Drückers 44 oder des Druckstiftes 45 aufgetragen. An Stelle des Hubes s könnte auch der Winkelausschlag des Hebels 33 stehen. Am unteren Teil der Ordinatenachse sind die beiden Endstellungen »Auf« und »Zu« der Verschlußblätter eingetragen, während sich der Blendeneinstellbereich im oberen Teil der Ordinatenachse, und zwar von den Werten »2,8« bis »22« erstreckt. Im eingezeichneten Beispiel wird von der Voreinstellung eines mittleren Blendenwertes ausgegangen. Die Verschlußblätter sind geschlossen, also auf Stellung »Zu«.
  • Wird nun der Drücker 44 des Drahtauslösers 39 betätigt, so macht der Druckstift 45 zunächst einen Leerhub, bis er bei Stellung s1 auf den Lappen 33 a des Hebels 33 auftrifft. Von hier ab wird das Hebelpaar 33, 35 im Uhrzeigersinn gedreht, wobei über die Stift-Schlitz-Verbindung 38, 35b der Verschlußblätterring 3 entgegen dem Uhrzeigersinn und unter Spannen der Feder 6 mitgenommen wird. Da der Antriebsring 2 währenddessen durch die formschlüssige Verbindung mit der Treibklinke 13 und der gesperrten Antriebsscheibe 10 festgehalten wird, führen die Verschlußblätter 1 eine Öffnungsbewegung aus. Die volle Offenstellung und das Auflaufen der Anschlagnase 3 b des Verschlußblätterrings 3 auf den Stift 9 fällt mit der Stellung s2 des Betätigungsorgans nach der graphischen Darstellung in F i g. 2 zusammen. Die Hubbewegung von s1 nach s2 entspricht dem einleitend erwähnten ersten Bewegungsbereich des Betätigungsorgans.
  • Bei der Weiterbewegung hebt sich der Hebel 33 vom Zwischenhebel 35 ab und spannt die Feder 36. Das Betätigungsorgan tritt damit in den genannten zweiten Bewegungsbereich ein, was am Drücker 44 durch den nun zu überwindenden Widerstand der Feder 36 deutlich spürbar ist. Der Hebel 33 bewegt sich zunächst allein, bis er bei s4 auf den Lappen 26 b auftrifft. Von hier ab wird auch dieser Blendenstellhebel im Uhrzeigersinn mitbewegt, wobei sich die Blendenlamellen 18 in ähnlicher Weise wie die Verschlußblätter öffnen. Hierbei dreht sich infolge der Stift-Schlitz-Verbindung 28, 26a der Blendenlamellenring 21 entgegen der Feder 23 im Uhrzeigersinn. Der Taststift 29 wird von der Steuerkurve 30 a abgehoben. Die volle Öffnung der Blende ist nach dem Diagramm bei s. erreicht.
  • Wird nun der Drücker 44 wieder losgelassen, so laufen - falls am Drahtauslöser die Rücklaufsperre nicht eingeschaltet ist - sämtliche Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge ab. Auch in diesem Fall fühlt man am Drahtauslöser, wenn bei s4 der Hebel 33 den Lappen 26 b verläßt und die Blende ihre Vorwahlstellung erreicht hat. In diesem Augenblick wird nämlich die Kraft zur Überwindung der Feder 23, die vorher am Drücker 44 aufgebracht werden mußte, über den Taststift 29 von der Steuerkurve 30 a aufgenommen. Will der Bedienende nun das Mattscheibenbild noch einmal bei voller Blendenöffnung betrachten, so kann er den Drücker 44 wieder ganz eindrücken und beliebig oft zwischen s.. und s4, also zwischen Offenstellung und Vorwahlstellung der Blende, wechseln. Erst dann, wenn ex den Drücker so weit austreten läßt, daß der Hebel 33 sich am Lappen 35 a des Zwischenhebels 35 anlegt, was bei s2 der Fall ist, schließen sich die Verschlußblätter 1 wieder.
  • Ist die Rücklaufsperre eingeschaltet, so geht der Drücker 44 nicht zurück und Versehlüßblätter 1 und Blendenlamellen 18 bleiben in der zuletzt erreichten Offenstellung stehen: Die Blende kann dabei jeden beliebigen Wert zwischen der Vorwahlstellung und der vollen Offenstellung einnehmen. Durch kurzen Druck auf die Schirmhülse 43a wird die Sperre gelöst, so daß der Drücker 44 in die Ausgangsstellung, die Verschlußblätter 1 in die Schließ- und die Blendenlamellen 18 in die Vorwahlstellung zurückspringen.
  • Wird bei der Zwischenbeobachtung beispielsweise von einer vorgewählten Blendenstellung »22« ausgegangen, so trifft der Hebel 33 entsprechend früher, und zwar bei s3, auf den Lappen 26 b auf, wodurch sich der zum Öffnen erforderliche Drückerhub verlängert. Dies ist in F i g. 2 durch eine gestrichelte Linie dargestellt. Umgekehrt verkleinert sich dieser Hub, wenn eine größere Blendenöffnung als in F i g. 2 angenommen vorgewählt ist. Dabei vergrößert sich der Leerhub s2-s" bzw. s4 entsprechend.
  • Nach der Zwischenbeobachtung kann die Verschlußöffnung zwecks Durchführung einer Aufnahme in bekannter Weise mittels Antriebsscheibe 10, Treibklinke 13 und Antriebsring 2 ,erfolgen. Das Zusammenwirken dieser Teile wird als bekannt vorausgesetzt.
  • Das in F i g. 3 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung macht den in F i g. 1 veranschaulichten Zwischenhebel 35 des ersten Ausführungsbeispiels entbehrlich. Hiernach besteht das Bewegungssystem im wesentlichen nur aus einem Hebel 46, der an einem dem Stift 38 nach F i g. 1 entsprechenden Stift 47 des Verschlußblätterrings 3' gelagert ist, ferner aus einem Hebelarm 21a' des Blendenlamellenrings 21'. Eine Feder 48 hält den Hebel 46 an einem weiteren Stift 49 des Verschlußblätterrings 3' in Anlage. Die Feder ist zu diesem Zweck um den Lagerstift 47 gewunden und legt sich einenends an einem Stift 50 des Hebels 46 und anderenends an dem Stift 49 an. Wenn nun also der Druckstift 45' an einem Lappen 46a des Hebels 46 zur Anlage kommt, so wird infolge der Wirkung der Feder 48 der Verschlußblätterring 3' mit Bezug auf Fig. 3 zunächst in gleicher Weise wie beim ersten Ausführungsbeispiel entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, wobei sich die Verschlußblätter 1' in die Offenstellung bewegen. Bei Erreichen der Offenstellung läuft auch der Verschlußblätterring 3' gegen einen Anschlag, so daß sich der Hebel 46 unter Spannungserhöhung der Feder48 um seinen Lagerstift47 dreht. Das Öffnen der Blende wird hier jedoch entgegen dem ersten Ausführungsbeispiel nicht mit Hilfe des Blendenstellhebels 51 vorgenommen, der hier nur zweiarmig ausgeführt ist, sondern über den radialen Hebelarm 21d des Blendenlamellenrings 21', dessen Lappen 21 b' in den Bewegungsbereich des Hebels 46 ragt. Sobald also der Hebel 46 innerhalb des zweiten Bewegungsbereiches auf den Lappen 21 b' trifft, wird der Blendenlamellenring 21' entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht und die Blende geöffnet.
  • Obwohl sich beide Ausführungsbeispiele auf Zentralverschlüsse beziehen, ist die vorstehend beschriebene Anordnung nicht auf solche Verschlüsse beschränkt. An Stelle der Einwirkung auf den Verschlußblätterring 3' könnte der Hebel 35 bzw. 46 ebensogut auf entsprechende Stehorgane von Verschlüssen anderer Konstruktion, beispielsweise Schieberverschlüssen, einwirken. Auch die Ausbildungsform der Blende hat auf die Erfindung keinen Bezug, sofern nur ein dem Blendenstellhebe126 oder dem Arm 21.a' entsprechendes Stellorgan im Bewegungsbereich des ersterwähnten Hebels liegt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Photographische Kamera mit Objektivverschluß und einer die Verschlußblätter und die Blendenlamellen zum Zwecke der Zwischenbeobachtung mittels eines einzigen Betätigungsorgans in Ofen- und Schließstellung bewegenden Einrichtung, daduch gekennzeichnet, daß als Betätigungseinrichtung ein aus Hebeln (26, 33 bzw. 21ä , 46) gebildetes Bewegungssystem dient, von dem ein Hebel (26 bzw. 21 a') an einem mit den Blendenlamellen (18 bzw. 18') verbundenen Ring (21 bzw. 21') angreift, während ein anderer Hebel (33 bzw. 46) mit einem die Verschlußblätter (1 bzw. 1') in Offen- und Schließstellung überführenden Ring (3 bzw. 3') kraftschlüssig in Wirkungsverbindung steht, derart, daß der zweitgenannte Hebel zunächst den Verschlußblätterring (3 bzw. 3') in eine der Offenstellung der Verschlußblätter entsprechende Lage überführt und nach Erreichen dieser Endlage auf den erstgenannten Hebel auftrifft und durch Mitnahme des Blendenlamellenrings (21 bzw. 21') die Blende von einem voreingestellten Wert aus voll öffnet.
  2. 2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung des die Verschlußblätter (1 bzw. 1') und die Blendenlamellen(18bzw.18') zum Zwecke der Zwischenbeobachtung in Offen- und Schließstellung überführenden Bewegungssystems (26, 33, 35 bzw. 21a', 46) ein an einem besonderen Anschlußstück (41) der Kamera bzw. des Verschlusses ansetzbarer Drahtauslöser (39 bzw. 39') dient, der auf den der Betätigung des Verschlußblätterrings (3 bzw. 3') dienenden Hebel (33, 46) einwirkt.
DEG37136A 1963-02-23 1963-02-23 Photographische Kamera mit Objektivverschluss Pending DE1175980B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG37136A DE1175980B (de) 1963-02-23 1963-02-23 Photographische Kamera mit Objektivverschluss

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG37136A DE1175980B (de) 1963-02-23 1963-02-23 Photographische Kamera mit Objektivverschluss
US346459A US3291023A (en) 1963-02-23 1964-02-21 Photographic camera

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1175980B true DE1175980B (de) 1964-08-13

Family

ID=7125565

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG37136A Pending DE1175980B (de) 1963-02-23 1963-02-23 Photographische Kamera mit Objektivverschluss

Country Status (2)

Country Link
US (1) US3291023A (de)
DE (1) DE1175980B (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1962657A1 (de) * 1968-12-25 1970-07-09 Nippon Kogaku Kk Blendenvorrichtung
JPS5238201Y2 (de) * 1974-10-21 1977-08-31

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2943551A (en) * 1954-05-28 1960-07-05 Compur Werk Friedrich Deckel Photographic shutter
US2926575A (en) * 1954-06-02 1960-03-01 Compur Werk Friedrich Deckel Single lens reflex camera

Also Published As

Publication number Publication date
US3291023A (en) 1966-12-13

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3224661A1 (de) Kamera mit einem aufnahmeobjektiv-schutzdeckel
DE2357741C3 (de) Photographische Kamera mit einem auf mehrere diskrete Entfernungswerte axial verstellbaren Objektivtubus
DE891187C (de) Photographische Kamera mit Objektivverschluss und Lichtsicherung
DE1175980B (de) Photographische Kamera mit Objektivverschluss
DE7724636U1 (de) Lamellen-schlitzverschluss
DE1916636U (de) Photographische kamera mit objektivverschluss.
DE2823628C2 (de) Blendenbetätigungseinrichtung
DE2057551C3 (de) Blendenverschluß
DE1522215A1 (de) Photo?ashische Kamera mit selbsttaetiger,lichtabhaengiger Belichtungseinstellung
DE362422C (de) Photographischer Lamellenverschluss
DE917833C (de) Photographische Kamera mit Automatverschluss und Blitzlichtvorrichtung
DE835256C (de) Einrichtung an mit Spannverschluss und Irisblende ausgeruesteten Lichtbildaufnahmegeraeten zur Zwischenbeobachtung bei voller Objektivoeffnung
AT222491B (de) Vorrichtung zur Anzeige der den Lichtverhältnissen im Aufnahmeraum entsprechenden und nicht entsprechenden Belichtungsfaktoren
DE2328139C3 (de) Vorrichtung zum Abschirmen des Lichteinfalls für den Sucher einer einäugigen Spiegelreflexkamera
DE1097263B (de) Photographische Kamera mit Belichtungswerteinsteller
AT235687B (de) Photographische Kamera mit ein- oder angebautem Belichtungsmesser und einem Verschluß mit Stellvorrichtungen für die Belichtungsfaktoren Zeit und Blende
AT203363B (de) Photographischer Objektivverschluß
AT215287B (de) Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung
DE894650C (de) Einrichtung zur Herstellung von Blitzlichtaufnahmen, insbesondere unter Verwendung von Roehren-Blitzgeraeten, mit einer Schlitzverschlusskamera
DE1188430B (de) Photographische Kamera mit Belichtungsmesser und Abtasteinrichtung
DE1126240B (de) Automatische Belichtungsregelung fuer photographische Kameras
DE1142751B (de) Blende
DE1278226B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera mit eingebautem Belichtungsmesser
DE1279459B (de) Photoapparat mit Einstellvorrichtungen fuer Blende und Belichtungszeit
DE1127208B (de) Fotografische Spiegelreflex-Kamera mit einer Einrichtung zur selbsttaetigen Einstellung der vorgewaehlten Blende von Wechselobjektiven