DE1180239B - Rasterkinematographisches Aufnahme- und Wiedergabeverfahren sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Rasterkinematographisches Aufnahme- und Wiedergabeverfahren sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE1180239B
DE1180239B DEJ18636A DEJ0018636A DE1180239B DE 1180239 B DE1180239 B DE 1180239B DE J18636 A DEJ18636 A DE J18636A DE J0018636 A DEJ0018636 A DE J0018636A DE 1180239 B DE1180239 B DE 1180239B
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lens
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DEJ18636A
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David Sumner Grey
Edwin Herbert Land
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Polaroid Corp
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Polaroid Corp
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B35/00Stereoscopic photography

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Rasterkinematographisches Aufnahme- und Wiedergabeverfahren sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein rasterkinematographisches Aufnahme- und Wiedergabeverfahren, das auf einer Bildfläche eine Vielzahl zeitlich aufeinanderfolgender Bilder ineinanderliegend ergibt, bei dem das Eintrittsblendenbild auf einer kurvenförmigen Bahn mit veränderlichem Radius bewegt wird. Die Anwendung derartigerrasterkinematographischer Verfahren ermöglicht die Aufzeichnung einer Bewegungsszene mit einer Dauer in der Größenordnung von 5 Sekunden auf einem Filmbild oder Filmdia, das leicht nach den üblichen photographischen Verfahren behandelt werden kann, und zwar insbesondere unmittelbar nach der Belichtung in einer Kamera, die mit einem Selbstentwicklerteil, der nach dem Diffusionsübertragungs-Umkehrverfahren arbeitet, ausgestattet ist.
  • Derartige rasterkinematographische Verfahren werden im allgemeinen zur Vereinfachung des, mechanischen Aufbaues der Verschluß- und Blendenelemente unter Anwendung einer kreisbogenförmigen bzw. Spiralbewegung der Eintrittsblende durchgeführt. Hierbei tritt einmal das Problem auf, die sich aus der Abtastung mit veränderlichem Radius ergebende überlappung der Einzelbildelemente zu vermeiden. Wollte man dabei noch mit konstanter Winkelgeschwindigkeit der Verschlußscheiben arbeiten, hat man zur Vermeidung der überlappungen die Abstände zwischen den diskreten Einzelbelichtungen auf Bahnen größeren Radius entsprechend erhöhen müssen, was eine ungünstige Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche bewirkte.
  • Es ist andererseits keine brauchbare Lösung bekanntgeworden, unter Anwendung konstanter Lineargeschwindigkeit eine Aneinanderreihung von zeitlich aufeinanderfolgenden diskreten Einzelbildpunkten ohne überlappung und ohne unnötig großen gegenseitigen Abstand zueinander zu gewährleisten.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, unter Vermeidung von überlappungen und unnötig großen Abständen der Einzelbildpunktelemente den Flächeninhalt der Einzelbildpunktelemente unabhängig von deren radialer Lage im wesentlichen gleichzuhalten. Diese Konstanthaltung der Fläche der Einzelpunktelemente ist aus Gründen eines gleichen Auflösungsvermögens und einer optimalen Filmausnutzung anzustreben. Zwar ist diese Aufgabe der unmittelbaren Aneinanderfügung zeitlich aufeinanderfolgender flächengleicher Bildpunktelemente bei einem Vielbild-Punktrasterverfahren bereits gelöst, bei welchem die Abtastung durch mäanderartig geführte Mittel bewirkt wird. Eine solche Führungsanordnung für die Eintrittsblende ist jedoch unter anderem wegen der notwendigen Verzögerungen und Beschleunigungen an den Umkehrpunkten aus mechanischen Gründen nachteilig und hat sich deshalb in der Praxis nicht durchsetzen können.
  • Die Erfindung schafft demgegenüber wesentlich vereinfachte Lösungen des Problems für rasterkinematographische Verfahren der eingangs genannten Art, die mit einer kurvenförmigen bzw. spiraligen Abtastung arbeiten.
  • Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe bei Abtastung mit konstanter Winkelgeschwindigkeit dadurch gelöst, daß während der aufeinanderfolgenden Belichtungen die Bogenlängen und radialen Abmessungen der abgetasteten Bildfläche invers zueinaner und die Bogenlängen proportional zu den radialen Abständen der Bildflächen vom Mittelpunkt der Bewegungsbahn so geändert werden, daß die Bildllächen im wesentlichen konstant gehalten werden.
  • Wenn die Abtastung mit sich ändernder Winkelgeschwindigkeit durchgeführt wird, kann die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe dadurch gelöst werden, daß während der aufeinanderfolgenden Belichtungen die Bildfläche durch die Deckung zweier Schlitze abgetastet wird, deren Bogenlänge und radiale Abmessungen derart konstant gehalten werden, daß Bildflächen konstanter Größe aneinander anschließen.
  • Eine weitere Lösung der Aufgbe besteht in einer Kombination der beiden vorerwähnten Maßnahmen. Die Erfindung bezieht sich auch auf kinematographische Aufnahme- und Wiedergabegeräte, die eine Abtastung in der erwähnten Weise zulassen. Diese Abtastung, die die gestellten Bedingungen erfüllt, kann auf verschiedene Art und Weise durchgeführt werden. Die nachfolgende Beschreibung der Zeichnung veranschaulicht beispielsweise einige erfindungsgemäße Konstruktionen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. In den Zeichnungen zeigt F i g. 1 eine schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Filmverbandes, F i g. 2 einen Schnitt eines photographischen Objektivlinsensystems mit einer Einrichtung zur Bewegung einer Blende in einem bestimmten Muster, F i g. 3, 4 und 5 schematische Ansichten von Einzelteilen der in F i g. 2 dargestellten beweglichen Blende, F i g. 6 eine schaubildliche Darstellung des Bewegungsverlaufes der beweglichen Blende gemäß F i g. 5, F i g. 7 eine schematische Teilansicht eines Bauteiles, welcher eine Bewegung der Blende in einem bestimmten Muster bewirkt, F i g. 8 und 9 Ansichten der in den F i g. 3 und 4 dargestellten Bauteile in einer Ausgestaltung für Farbkinematographie, F i g. 10 eine schematische Ansicht eines Bauteiles einer anderen erfindungsgemäßen Einrichtung, mit welcher eine Blende in einem bestimmten Muster bewegt wird, F i g. 11 und 12 schematische Darstellungen, welche ein optisches System zur Bewegung einer Blende in einem vorbestimmten Muster veranschaulichen, F i g. 13 eine teilweise aufgebrochene Ansicht einer anderen Ausführungsform zur Bewegung eines photograhischen Objektivlinsensystems in einem vorbestimmten Muster, F i g. 14 einen Schnitt nach der Linie l4-14 gemäß F i g. 13, F i g. 15 einen Schnitt längs der Linie 15-15 gemäß F i g. 13, F i g. 16 eine schematische Ansicht einer Einrichtung zur Bewegung von Linsenbauteilen in einem vorbestimmten Muster in entgegengesetzten Richtungen, F i g. 17 eine schematische Ansicht des Bauteiles der in F i g. 16 dargestellten Einrichtung, F i g. 18 und 19 Diagramme des Bewegungsverlaufes der Linsenbauteile gemäß F i g. 16 und 17, F i g. 20 eine schematische Darstellung eines optischen Systems, welches mittels einer beweglichen Linse ein stationäres Bild erzeugt, F i g. 21 ein Diagramm, welches die Arbeitsweise der in F i g. 20 dargestellten Einrichtung veranschaulicht.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines für die Erfindung anwendbaren Filmverbandes 20 ist in F i g. 1 dargestellt. Dieser Filmverband besteht aus einem transparenten Träger oder einem Film 22, dessen eine Oberfläche mit einem Linsenraster 24 ausgestattet ist und dessen andere Oberfläche mit einer bildaufnehmenden Schicht 26 und einer lichtempfindlichen Schicht 28 versehen ist. Die Bildaufnahmeschicht 26 liegt dem Träger 22 am nächsten. Außerdem weist der Filmverband eine Rückschicht 30 auf, die eine äußerste Schicht des Verbandes bildet. Ferner ist ein aufreißbarer Behälter 32 zwischen der Rückschicht 30 und der lichtempfindlichen Schicht 28 angeordnet. Der Behälter 32 enthält eine geeignete Behandlungsflüssigkeit vorzugsweise von viskoser Beschaffenheit. Die Belichtung des Filmverbandes 20 erfolgt durch den Linsenrasterträger 22 hindurch. Die einzelnen Linsen des Linsenrasters 24 bewirken, daß das Licht auf verschiedene Teile der lichtempfindlichen Schicht 28 gerichtet wird. Damit dies geschehen kann, muß natürlich die Bildaufnahmeschicht 26 aus transparentem Material bestehen, und die Rückschicht 30 muß lichtundurchlässig sein.
  • Die Rückschicht 30 bildet eine äußerste Schicht des Filmverbandes und ermöglicht es, daß sowohl die lichtempfindliche Schicht 28 als auch die Bildaufnahmeschicht 26 auf der einen Seite des Behälters 32 angeordnet werden können. Bei dem dargestellten Filmverband ist die Bildaufnahmeschicht 26 extrem dünn gehalten, so daß der Aufbau im wesentlichen einer solchen Ausbildung äquivalent ist, bei welcher eine lichtempfindliche Schicht der Linsenrasterschicht unmittelbar benachbart ist. Es ist wichtig, daß im wesentlichen die gleiche Registrierung zwischen dem Linsenraster und der Emulsionsschicht wie zwischen dem Linsenraster und dem Positivbild erhalten bleibt. Vermöge dieser Anordnung wird nicht nur die Parallaxe bei der Aufnahme oder Belichtung und bei der Betrachtung auf ein Minimum reduziert, sondern es wird eine im wesentlichen genaue Registrierung zwischen den Bildern und dem Linsenraster sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Betrachtung aufrechterhalten.
  • Wie in der Zeichnung dargestellt, ist die Rasteroberfläche der transparenten Trägerschicht 22 vorzugsweise im Präge- oder Gußverfahren mit einer Vielzahl halbkugelförmiger Linsen ausgestattet, die in einem Mosaik, z. B. hexagonaler Pyramiden, so angeordnet sind, daß die Linsen mit einem minimalen Zwischenraum aneinandergereiht sind. Die wirksame Dicke des Linsenrasterträgers kann dadurch vergrößert werden, daß eine dünne Schicht transparenten Materials auf die mit dem Linsenraster versehene Seite aufgezogen wird, deren Brechungsindex wesentlich von dem der Linsenrasterschicht unterschieden ist. Dies kann vorteilhaft sein, da wegen der kleinen Abmessungen der Linsen jeder Überzug fremden Materials auf der Oberfläche des Linsenrasters, z. B. Feuchtigkeit, Schmiermittel oder Öl, sich kritisch auswirken könnte und die optischen Eigenschaften der Linsen schädlich beeinflussen könnte, während bei vergrößerter Dicke des Linsenrasterträgers, die durch die äußere Schicht bewirkt wird, geringfügige überzüge von Fremdmaterial nicht mehr so störend sind und die optischen Eigenschaften der Linsenrasterschicht nicht mehr merklich beeinflussen können.
  • Die folgende Beschreibung nimmt auf die F i g. 2 bis 5 Bezug, in welchen ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung zur Bewegung einer Blendenöffnung in einem Muster konzentrischer Kreise beschrieben ist. Die Bewegungseinrichtung für die Blendenöffnung kann mit einem geeigneten Linsensystem zusammenwirken, und zur Veranschaulichung ist in F i g. 2 ein übliches Linsensystem mit den Linsen 38, 40, 42 und 44 dargestellt, die in einem zylindrischen Linsentubus 46 angeordnet sind. Die Bewegungseinrichtung für die Blendenöffnung weist drei kreisförmige Scheiben 48, 50 und 52 auf, die koaxial benachbart zueinander auf einer Welle 54 drehbar um die optische Achse der Linsen angeordnet sind. Die Scheiben 48 und 50 wirken in der Weise zusammen, daß sie eine Öffnung bilden und diese in einem Muster konzentrischer Kreise bewegen, während die Scheiben 50 und 52 nach Art einer Verschlußblende zusammenwirken, um eine Folge von Belichtungen vorbestimmter Zeitdauer und Frequenz bei jeder diskreten Stellung der beweglichen Blende durchzuführen. Während die Scheibe 52 bewirkt, daß intermittierend diskrete Belichtungen erfolgen, ist es nicht wesentlich, da die Belichtungszeit (Verschlußblendengeschwindigkeit) durch die bewegliche Blende gesteuert werden kann und eine Funktion der Zeit ist, die erforderlich ist, um die Blendenöffnung um einen Betrag zu bewegen, der gleich der eigenen Winkellänge ist.
  • Die Scheibe 48 ist mit mehreren kreisbogenförmigen Schlitzen gleicher Winkellänge ausgestattet. Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier kreisbogenförmige Schlitze 56, 58, 60 und 62 von je 90° Winkellänge vorgesehen. Jeder der kreisbogenförmigen Schlitze liegt in verschiedenem radialem Abstand vom Mittelpunkt der Scheiben 48, wobei die radialen Breiten der Schlitze so gewählt sind, daß bei Drehung der Scheibe 48 die. Schlitze eine Reihe von vier kontinuierlichen konzentrischen Kreisen abtasten. Die Scheibe 50 weist einen Radialschlitz 64 auf, dessen Seiten durch Radien begrenzt werden und dessen Länge wenigstens gleich ist der zusammengefaßten radialen Weite der Schlitze der Scheibe 48. Die Abtastöffnung wird durch überdeckung eines Schlitzes in der Scheibe 48 mit dem Schlitz 64 in der Scheibe 50 definiert. Die radialen Seiten des Schlitzes 64 definieren die Winkelabmessung der Öffnung, und die kreisbogenförmigen Kanten der Schlitze in der Scheibe 48 definieren die radiale Abmessung der Öffnung.
  • Um die so gebildete Öffnung in eine Reihe konzentrischer Kreise zu bewegen, werden die Scheiben 48 und 50 in der gleichen Richtung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit derart gedreht, daß der Schlitz 64 in der Scheibe 50 während einer Umdrehung der Scheibe 48 nur einen der Schlitze der Scheibe 48 überdeckt und bei der folgenden Umdrehung der Scheibe 48 einen anderen Schlitz überdeckt. Um eine Öffnung z. B. mit einer Geschwindigkeit von sechzehn Belichtungen pro Sekunde 5 Sekunden lang über achtzig einzelne Stellungen zu bewegen, muß die öffnung 64 der Scheibe 50 eine Winkelbreite von 18° haben, die Scheibe 48 müßte mit einer Geschwindigkeit von einer Umdrehung pro Sekunde und die Scheibe 50 in der gleichen Richtung mit einer Geschwindigkeit von 4/s Umdrehungen pro Sekunde bewegt werden. Die Dauer aufeinanderfolgender Belichtungen oder die »Verschlußblendengeschwindigkeit«, die durch Bewegung einer Öffnung auf diese Weise erhalten wird, beträgt ungefähr 1/l6 Sekunde.
  • Um eine Reihe von aufeinanderfolgenden diskreten Belichtungen vorbestimmter Zeitdauer und Frequenz zu bewirken, weist die Scheibe 52 mehrere radiale Schlitze 66 im wesentlichen gleicher Größe und Gestalt wie der Schlitz 64 in der Scheibe 50 auf. Die Scheibe 52 wird entgegengesetzt den Scheiben 48 und 50 gedreht, so daß jedesmal dann eine Belichtung durchgeführt wird, wenn ein Schlitz 66 in der Scheibe 52 mit dem Schlitz 64 in der Scheibe 50 zur Deckung kommt. Die Zeitdauer der Belichtung ist eine Funktion der Winkelgeschwindigkeit der Scheibe 52. Wenn i die Scheibe 50 einen. Schlitz 64 von 18° Breite aufweist und mit einer Drehzahl von 4/s Umdrehungen pro Sekunde bewegt wird, um sechzehn Belichtungen pro Sekunde durchführen zu können, müßte die Scheibe 52 z. B. mit vier Schlitzen 66 ausgestattet sein, die je 18° breit sind und im Winkel von 90° zueinander liegen. Die Scheibe 52 müßte dann in Gegenrichtung zu der Scheibe 50 mit 34/s Umdrehungen pro Sekunde gedreht werden. Diese Anordnung wäre äquivalent einer Verschlußblende, die mit einer Belichtungszeit von 1/7s Sekunde arbeitet. Um die Verschlußgeschwindigkeit zu ändern, kann die Winkelbreite der Schlitze 66 in der Scheibe 52 entweder vergrößert oder verkleinert werden., und/oder die Drehzahl der Scheibe 52 könnte geändert werden.
  • Zur Befestigung und zum Antrieb der Scheiben 48, 50 und 52 sind gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel sechs Sätze von Antriebszahnrädern vorgesehen, welche mit einer Verzahnung auf dem Umfang der Scheiben kämmen, um die letzteren zu drehen und sie in eine Stellung innerhalb des Linsentubus zu tragen. Um die Scheiben 48 und 50 in einer Richtung zu drehen, sind Zahnräder 82 und 84 vorgesehen, welche mit den Scheiben 48 bzw. 50 kämmen. Diese Zahnräder sind auf einer gemeinsamen Welle 86 befestigt. Da die Scheibe 50 mit einer größeren Winkelgeschwindigkeit als die Scheibe 48 gedreht wird, weist das Zahnrad 84 einen größeren Durchmesser als das Zahnrad 82 auf. Die beiden Zahnräder 84 und 82 sind drehfest mit der Welle 86 verbunden und werden deshalb mit gleicher Drehzahl bewirkt. Um die Scheiben 48 und 50 mit ihrer Drehachse 54 in der optischen Achse des Linsensystems zu halten, sind drei Sätze von Zahnrädern 82 und 84 vorgesehen, die auf einer Walle 86 befestigt sind, mit den Scheiben 48 und. 50 zusammenwirken und im Abstand von 120° voneinander entfernt liegen. Die Wellen 86 können in, einem im wesentlichen U-förmig gestalteten Haltering 88 gelagert sein, der innerhalb des Objektivtubus 46 befestigt ist. Um einen oder alle drei Sätze der Zahnräder 82 und 84 gleichzeitig und mit der gleichen Geschwindigkeit anzutreiben, ist ein Zahnkranz 90 vorgesehen, welcher innerhalb des Tubus 46 drehbar ist. Der Zahnkranz 90 kann - wie in der Zeichnung dargestellt -durch ein Zahnrad 92 -gedreht werden, welches durch eine Öffnung in dem Objektivtubus 46 vorsteht und mit dem Zahnkranz 90 kämmt. Dieses Zahnrad 92 ist seinerseits mit einer geeigneten Antriebseinrichtung gekuppelt. Die Wellen 86 sind antriebsmäßig mit dem Zahnkranz 90 über Kegelräder 94 verbunden, die auf den Wellen 86 befestigt sind und mit Kegelrädern 96 kämmen, die auf Wellen 98 befestigt sind, welche ihrerseits in dem Objektivtubus 46 gelagert sind. Um die Bewegung des Zahnkranzes 90 auf die Wellen 98 zu überfragen, sind Stirnzahnräder 100 auf den. Wellen 98 befestigt, die mit dem Zahnkranz 90 kämmen. Die in Gegenrichtung zu den Scheiben 48 und 50 gedrehte Scheibe 52 wird durch ein, auf einer Welle 104 sitzendes Zahnrad 102 angetrieben. Die Welle 104 ist in dem Haltering 88 gelagert. Es können drei Sätze von Wellen 104 und Zahnrädern 102 an dem Ring 88 im Abstand von 120° und jeweils um 180° versetzt zu dem ersten Satz von Zahnrädern 82 und 84 angeordnet sein. Um die auf den Wellen 104 befestigten Zahnräder 102 anzutreiben, sind auf den Wellen 104 Kegelräder 106 aufgesetzt, die mit Kegelrädern 108 kämmen, welche auf Wellen 110 befestigt sind. Die Wellen 110 sind in der gleichen Weise wie die Wall. 98 in dem Objektivtubus 46 gelagert. Die Wellen 110 werden durch Stirnräder 112 angetrieben, welche auf diesen Wellen befestigt sind und mit dem Zahnkranz 90 kämmen.
  • Um eine axiale Bewegung der Scheiben 48, 50 und 52 zu verhindern, sind Scheiben 114 und 116 auf den Wellen 86 und 104 derart angeordnet, daß die Scheiben 114 mit dem Umfang der Scheibe 48 und die Scheiben 116 mit dem Umfang der Scheibe 52 zusammenwirken.
  • Wenn die Scheiben 48 und 50 mit konstanter Winkelgeschwindigkeit gedreht werden, verändert sich die Winkelabmessung der Öffnung, die durch Überdeckung der divergierenden radialen Seitenkanten des Schlitzes 64 und der bogenförmigen Schlitze in der Scheibe 48 gebildet wird, mit dem Abstand des Schlitzes in der Scheibe 48 von dem Mittelpunkt dieser Scheibe. Es ist jedoch wichtig, daß die Fläche der sich bewegenden Öffnung konstant gehalten wird, unabhängig davon, wo sich diese Öffnung befindet, und dies kann dadurch bewirkt werden, daß die bogenförmigen Schlitze in den Scheiben 48 derart ausgebildet sind, daß sich ihre relative radiale Breite umgekehrt mit ihrem Abstand vom Mittelpunkt der Scheibe ändert. Das Auflösungsvermögen der Emulsion kann am besten dann ausgenutzt werden, wenn die Längen- und die Breitenabmessungen der Öffnung fast gleich sind. Es ist jedoch unzweckmäßig, eine Öffnung zu benutzen, die lang und schmal ist. Da die Differenz in der Uängen-und Breitenabmessung der Öffnung, die durch die beschriebene Vorrichtung gebildet und bewegt wird, jeweils dann einen Extremwert annimmt, wenn sich die Öffnung entweder am Außenteil bzw. am Mittelteil der abgetasteten Kreisfläche befindet, ist die Scheibe 48 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit nicht mehr als drei oder vier bogenförmigen Schlitzen ausgestattet die sich annähernd über die halbe Entfernung von dem Rand nach dem Mittelpunkt der Scheibe erstrecken. Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß extreme Differenzen zwischen der Länge und der Breite der Öffnung vermieden werden und daß zwei Drittel der verfügbaren Linsenfläche durch die Öffnung abgetastet werden. Das Muster, welches durch eine Öffnung abgetastet wird, die durch das übereinanderliegen eines radialen Schlitzes mit vier bogenförmigen Schlitzen und einem radialen Schlitz in der Scheibe 48 abgetastet wird, ist in F i g. 6 dargestellt. Die Öffnungen in den zwei mittleren Kreisen, die durch die Schlitze 58 und 60 abgetastet werden, sind im wesentlichen quadratisch, während die Öffnungen auf ; den inneren und äußeren Kreisen, die durch die Schlitze 62 bzw. 56 abgetastet werden, rechteckig und etwas länglich sind. Die Differenz zwischen ihren Längen- und Breitenabmessungen ist nicht so groß, wie sie dann sein würde, wenn die Kreise im wesentlichen bis nach dem Mittelpunkt der Linse hin abgetastet würden. Wenn nur drei bogenförmige Schlitze in der Scheibe 48 vorgesehen werden, ist die Differenz der Längen- und Breitenabmessungen der auf dem inneren bzw. äußeren Kreis bewegten Öffnungen noch geringer.
  • Gemäß einem anderen Verfahren zur Bewegung einer Öffnung konstanter Fläche in aufeinanderfolgenden konzentrischen Kreisen ist eine Scheibe 48 vorgesehen, deren kreisbogenförmige Schlitze eine gleiche radiale Länge haben, und außerdem eine Scheibe 50 mit einem Radialschlitz, der eine konstante Winkelbreite hat, wo er mit den Schlitzen in der Scheibe 48 zur Deckung kommt. Eine Scheibe-50 dieser Bauart ist in F i g. 7 dargestellt. Hierbei wird die Öffnung durch die Deckung zweier Schlitze gebildet, deren Breitenabmessungen sich nicht ändern. Damit die Öffnung jedoch nicht die Fläche überlappt, die vorher mit jeder der aufeinanderfolgenden Belichtungen abgetastet wurde, muß die Winkelgeschwindigkeit der Scheiben 48 und 50 geändert werden, d. h., sie muß vergrößert werden, wenn die Öffnung nach dem Mittelpunkt der Linsen hinbewegt wird, und sie muß verkleinert werden, wenn sie nach außen bewegt wird.
  • Dieses Verfahren zur Bewegung einer Öffnung in einer Reihe aufeinanderfolgender Kreise kann für Farbkinematographie benutzt werden, indem die Schlitze 56, 58, 60 und 62 in der Scheibe 48 mit Dreifarbenfiltern ausgestattet werden, welche die Schlitze vollständig ausfüllen. Jeder der Filter weist drei kreisbogenförmige Elemente auf, z. B. in Rot, Grün und Blau, deren radiale Breite sich gemäß ihrem Abstand vom Mittelpunkt der Scheibe ändert, und zwar im gleichen Maße, wie sich die radiale Breite der Schlitze ändert, damit die Fläche der Farbelemente in der sich bewegenden Öffnung gleichbleibt. Da die Auflösung des Bildes, welches von dem durch das Blaufilterelement eintretenden Licht erzeugt wird, am wenigsten kritisch ist und da umgekehrt die roten und grünen Bilder kritischer sind, nimmt in den Schlitzen 56 und 58 das Blaufilterelement den äußeren Teil des Schlitzes ein, an welchem die Öffnung am meisten langgestreckt ist, und in den Schlitzen 60 und 62 nimmt das Blaufilterelement den inneren Teil des Schlitzes ein. Umgekehrt nehmen die Rot- und Grünfilterelemente in den Schlitzen 56 und 58 den inneren Teil und in den Schlitzen 60 und 62 den äußeren Teil ein. Die gleiche Wirkung, die erzielt wird, wenn man Dreifarbenfilter in den Kreisbogenschlitzen der Scheibe 48 vorsieht, können erlangt werden, wenn vier in radialer Richtung im Abstand zueinander liegende Dreifarbenfilter in den Radialschlitzen 64 der Scheibe 50 angeordnet werden, wobei jeder Filter derart angeordnet sein muß, daß er mit einem Schlitz in der Scheibe 48 zur Deckung kommt. Die verschiedenen Farbelemente dieser Filter sind von gleicher proportionaler radialer Weite wie jene in der Scheibe 48 und befinden sich in den gleichen relativen Stellungen.
  • Eine andere Einrichtung zur Bewegung einer Öffnung in konzentrischen Kreisen, welche für eine Farbkinematographie geeignet ist, beruht auf der vorstehend erwähnten Tatsache, daß die Auflösung des blauen Bildes nicht kritisch ist. Eine solche Einrichtung ist in F i g. 8 dargestellt. Die Schlitze 56, 58, 60 und 62 in der Scheibe 48 sind nur mit Zweifärbenfiltern ausgestattet, z. B. Filtern mit kreisbogenförmigen roten und grünen Elementen. Die Scheibe 48 weist einen zweiten Satz von vier kreisbogenförnnigen Schlitzen auf, die mit 70, 72, 74 und 76 bezeichnet sind und sich über jeweils 90° erstrecken. Diese Schlitze sind so angeordnet, daß vier aufeinanderfolgende konzentrische Kreise sich verändernder radialer Breite innerhalb des durch den Schlitz 62 abgetasteten Kreises abgetastet werden. Der äußerste des zweiten oder inneren Satzes von Schlitzen 70 z. B. ist derart beschaffen, daß er parallel zu der durch den Schlitz 56 abgetasteten Öffnung und gleichzeitig eine Öffnung abtastet. Die beiden Schlitze überdecken den gleichen radialen Schlitz in der Scheibe 50. Die Schlitze 70, 72, 74 und 76 sind mit Blaufiltern ausgestattet. Die Flächen dieser Blaufilter sind gleich denen der Rot- und Grünfilter in den Schlitzen 56, 58, 60 und 62. Auf diese Weise werden zwei öffnungen gleichzeitig und in einem ähnlichen Muster konzentrischer Kreise bewegt, von denen die eine die doppelte Fläche der anderen und einen Zweifarbenfilter (Rot und Grün) und die andere einen Blaufilter hat. Eine andere Einrichtung zur gleichzeitigen Abtastung von zwei Sätzen konzentrischer Kreise, von denen der eine für Rot und Grün und der andere für Blau bestimmt ist, ist in F i g. 9 dargestellt. Die Einrichtung besteht aus vier Zweifarbenfiltern (Rot und Grün) und einem Blaufilter, die in den Radialschlitzen 64 der Scheibe 50 angeordnet sind. Die Scheibe 48 rnuß zwei Sätze von vier kreisbogenförmigen Schlitzen haben. Der äußere Satz kommt mit den vier Zweifarbenfiltern (Rot und Grün) zur Deckung und der innere Satz mit dem Blaufilter.
  • Zur Bewegung einer Öffnung in einem Spiralmuster kann eine Scheibe 78 vorgesehen sein, welche einen einzigen Spiralschlitz 80 aufweist (F i g. 10), der mit dem Radialschlitz in der Scheibe 50 zur Deckung kommt, um eine Öffnung zu definieren. Die Scheibe 78 kann koaxial zu der Scheibe 50 in der gleichen Weise wie die Scheibe 48 gedreht werden, um eine Spirale von vier kompletten aufeinanderfolgenden Kreisen abzutasten. Um die Fläche der sich bewegenden Öffnung konstant zu halten, wenn die Scheiben mit konstanter Winkelgeschwindigkeit gedreht werden, ändert sich die radiale Breite des Spiralschlitzes 80 in der Scheibe 78 umgekehrt zum Abstand vom Mittelpunkt der Scheibe, d. h., der Schlitz 80 ist in der Nähe der Außenkante der Scheibe schmäler als am Mittelpunkt. Diese Veränderung der radialen Breite des Spiralschlitzes entspricht der Veränderung der Breite der kreisbogenförmigen Schlitze in der Scheibe 48 und dient dem gleichen Zweck. Die Scheibe 78 kann auch für eine Farbkinematographie in der gleichen Weise wie die Scheibe 48 benutzt werden, indem ein Dreifarbenfilter in den Spiralschlitz 80 eingelegt wird.
  • Im folgenden wird auf die F i g. 11 und 12 Bezug genommen. In diesen ist eine optische Einrichtung dargestellt, durch welche eine Öffnung in einem Muster konzentrischer Kreise oder in einer Spirale bewegt wird. Die Öffnung kann durch irgendeine geeignete Blende definiert werden, die vor einer Linse mit großer Öffnungsweite in der Achse dieser Linse liegt. Zwischen der Öffnung und der Linse sind zwei ; Keilprismen angeordnet, durch welche Licht von der Blendenöffnung nach der Linse hindurchtritt. Die Prismen sind so geformt, daß ein durch die Blendenöffnung eintretender Strahl abgelenkt wird und auf die Linsen derart auftrifft, da.ß bei Drehung der Prismen koaxial in der gleichen Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit der Strahl auf einer kreisbogenförmigen Bahn bewegt wird. Um den Durchmesser der kreisbogenförmigen Bahn so zu ändern, daß der Strahl entweder in einer Spirale oder in einer Reihe konzentrischer Kreise bewegt wird, kann der Abstand zwischen den Prismen verändert werden. Der Betrag der Auslenkung des Strahles und der Durchmesser der Bewegungskreisbahn sind proportional zu dem Abstand zwischen den Prismen. Die Fläche, die durch den durch die Öffnung hindurchtretenden Strahl und durch die Drehung der Prismen abgetastet wird, kann durch zwei Verfahren im wesentlichen konstant halten werden. Die Winkelgeschwindigkeit der Prismen kann umgekehrt zur Versetzung des Strahle, durch die Prismen verändert werden, oder die Größe und/oder die Gestalt der Öffnung kann selbst verändert werden, um die abgetastete Fläche konstant zu halten. Um diese Einrichtung für Farbkinematographie anwendbar zu machen, kann ein Dreifarbenfilter vorgesehen werden, der die Öffnung völlig ausfüllt.: Im folgenden wird auf die F i g. 13 bis 15 Bezug genommen, in welchen ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist, bei welchem eine Linse 120 kleiner Lichtstärke bzw. Öffnungsweite in einer spiralförmigen Bahn oder in Form konzentrischer Kreise bewegt wird. Die die Linse bewegende Einrichtung weist eine runde Scheibe 122 mit einem breiten radialen Schlitz 124 auf, dessen Enden abgerundet sind. Die Linse 120, welche einen die optischen Elemente halternden. Objektivtubus 126 aufweist; ist in dem Schlitz 124 begrenzt radial beweglich. Um die Linse 120 mit ihrer Achse parallel zur Achse der Scheibe 122 in dem Schlitz 124 zu haltern, ist ein Flansch 128 vorgesehen, der den Objektivtubus 126 umgibt. Dieser Flansch ist an dem Objektivtubus befestigt oder mit diesem aus einem Stück hergestellt und weist eine Rückfläche auf, die auf der Vorderfläche der Scheibe 122 ruht. Der Flansch 128 weist zwei verlängerte Endteile 130 auf, die zur Abdeckung des Schlitzes 124 dienen und den Lichtdurchtritt durch den Schlitz verhindern, unabhängig davon, in welcher Stellung sich die Linse innerhalb des Schlitzes befindet. In den Objektvitubus 126 ist ein Rückhaltering 132 einschraubbar, der gegen die Rückseite der Scheibe 122 in der Nähe der Kanten des Schlitzes 124 anstößt und die Linse 120 in diesem Schlitz hält.
  • Die Scheibe 122 weist einen im allgemeinen L-förmig gestalteten Umfangsteil 134 mit einer Verzahnung 136 auf, welcher dazu dient, die Scheibe 122 um eine durch ihren Mittelpunkt gehende Achse zu drehen. Die Scheibe 122 ist drehbar in dem Kameragehäuse gelagert. Teile des Kameragehäuses sind mit dem Bezugszeichen 138 versehen und weisen eine Wand mit einem Flanschabschnitt 140 auf, der eine runde Öffnung definiert, in welcher die Scheibe 122 schwenkbar gelagert ist. Der Kantenabschnitt 140 wirkt mit der Scheibe 122 in der Nähe des L-förmigen Umfangsteiles 134 zusammen und bildet den Sitz für die Scheibe. Um die Scheibe 122 gegen den Kantenabschnitt 140 des Gehäuses 138 zu halten, ist ein Haltering 144 an der Gehäusewand 138 befestigt, dessen Rand 146 gegen den Umfangsabschnitt 134 lagert. Zur Drehung der Scheibe 122 sind geeignete, in der Zeichnung nicht dargestellte Antriebsmittel in dem Verschlußgehäuse vorgesehen, die betriebsmäßig mit der Scheibe 122 durch ein Zahnrad 148 gekuppelt sind. Das Zahnrad 148 ist auf einer Welle 150 befestigt und liegt in einer Ausbuchtung 152 zwischen dem Randteil 140 und dem Haltering 144. Das Zahnrad 148 kämmt mit Zähnen 136 der Scheibe 122. Es ist wichtig, daß die Linse 120 während der tatsächlichen Belichtung stationär gehalten wird, so daß das erzeugte Bild nicht unscharf wird, und aus diesem Grunde weist der Antrieb vorzugsweise eine Einrichtung auf, welche eine intermittierende Bewegung der Scheibe 122 bewirkt, so daß die letztere zwischen aufeinanderfolgenden Belichtungen gedreht wird und sich während der Belichtung in Ruhe befindet. Es ist eine Einrichtung vorgesehen, welche eine radiale Bewegung der Linse 120 gegenüber der Scheibe 122 bei der Drehung der letzteren bewirkt, um die Linse 120 spiralförmig oder in Form konzentrischer Kreise zu bewegen. Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist diese Einrichtung zwei Tragsteine 154 auf, die mit dem Flansch 128 an entgegengesetzt liegenden Seiten des Schlitzes 124 verbunden sind oder mit dem Flansch aus einem Stück bestehen. Jeder Tragstein 154 weist ein mit Innengewinde versehenes Loch auf, in welches ein mit einem Außengewinde versehener Abschnitt 158 der Welle 156 eingreift. Die Achsen der beiden Wellen 156 liegen parallel zueinander und parallel zur Achse des Schlitzes 124. Jede Welle 156 ist drehbar in zwei Tragsteinen 160 und 162 gelagert, die an der Scheibe 122 befestigt sind oder mit dieser ein Stück bilden. Die Wellen 156 sind gegen axiale Bewegung gesichert, so daß bei Drehung der Wellen der Gewindeteil 158 mit den mit Innengewinde verseheneneu Löchern in den Tragsteinen 154 in der Weise zusammenwirkt, daß eine radiale Bewegung der Linse 120 in dem Schlitz 124 bewirkt wird. Die beiden Wellen 156 werden z. B. durch ein übliches Hypoid-Zahnrad 164 gedreht, welches jeweils am Ende der Welle 156 sitzt und mit einem entsprechenden Hypoid-Zahnkranz 166 kämmt, der mit dem Haltering 144 auf dem Gehäuse 38 befestigt ist oder mit diesem aus einem Stück besteht. In der dargestellten Ausführungsform, bei welcher das Zahnrad 166 befestigt ist und die an den Wellen 156 sitzenden Zahnräder 164 ständig mit dem Zahnkranz 166 kämmen, wird die Linse auf einer spiralförmigen Bahn bewegt, da die Axialbewegung der Linse sich kontinuierlich während der Drehbewegung der Scheibe 122 fortsetzt. Um die Linse 120 in einer Folge konzentrischer Kreise zu bewegen, kann ein Getriebe vorgesehen werden, das mit dem Zahnkranz 166 derart gekuppelt ist, daß die Wellen 156 periodisch für kurze Zeitabschnitte gedreht werden, z. B. nach jeweils einer Umdrehung der Scheibe 122. An Stelle der Zahnräder 164 könnten die Wellen 156 auch mit anderen Einrichtungen verbunden sein, die eine intermittierende oder periodische Bewegung auf diese Wellen übertragen.
  • In der vorstehenden Beschreibung wurden die Einrichtungen nach F i g. 13 bis 15 an Hand einer Linse mit kleiner Öffnung beschrieben. Es ist jedoch auch möglich, daß die Vorrichtung zur Bewegung einer Blendenöffnung gegenüber einer Linse mit großer öffnung benutzt wird. In diesem Falle wird eine Blende mit einer Öffnung der erforderlichen Größe und Gestalt an Stelle der Linse 120 benutzt, und es können Vorrichtungen vorgesehen werden, welche die Größe und/oder Gestalt der sich bewegenden Blende verändern.
  • Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, daß das durch eine bewegliche Linse erzeugte Bild während der Belichtung der lichtempfindlichen Emulsion stillsteht, wenn die Aufzeichnung des Bildes nicht unscharf werden soll. Dies kann nicht nur dadurch geschehen, daß die Linse während der Belichtung stillgesetzt wird und nur zwischen den einzelnen aufeinanderfolgenden Belichtungen bewegt wird, sondern es kann auch dadurch bewirkt werden, daß eine kontinuierlich bewegte Linse mit einer optischen Einrichtung gekuppelt wird, welche das Bild gegenüber der lichtempfindlichen Emulsion stationär hält. Dies kann z. B. dadurch bewirkt werden, daß zwei Linsenbauteile vorgesehen werden, die zusammen eine Aufnahmelinse bilden und die kontinuierlich in einander entgegengesetzten Richtungen bewegt werden. Die bei-3 den Linsenbauteile können z. B. in entgegengesetzten Richtungen auf einer spiralförmigen Bahn bewegt werden, wobei die relativen Geschwindigkeiten und Richtungen der Bewegung der beiden Linsenbauteile so gewählt sind, daß sie in einer Aufeinanderfolge von Stellungen auf einer spiralförmigen Bahn aufeinander ausgerichtet werden oder einander überlappen, wobei die aufeinanderfolgenden Belichtungen durchgeführt werden, während die beiden Linsenbauteile aufeinander ausgerichtet sind oder sich überlappen. Die relativen optischen Leistungen der beiden Linsenbauteile und ihre Geschwindigkeit relativ zueinander und zu der lichtempfindlichen Emulsion können so aufeinander abgestimmt werden, daß die Bewegung des Bildes in der einen Richtung durch den einen Linsenbauteil, die Bewegung des Bildes in der entgegengesetzten Richtung durch den anderen Linsenbauteil kompensiert, so daß das Feld während der Belichtung im wesentlichen stationär auf der Emulsionsschicht liegt. Es können zwei Einrichtungen zur Bewegung der Linse gemäß der in F i g. 13 dargestellten Bauart vorgesehen werden, von denen jede je einen Linsenbauteil trägt, der eine Aufnahmelinse aufweist, wobei diese Einrichtungen in einander entgegengesetzten Richtungen mit verschiedener Winkelgeschwindigkeit so bewegt werden, daß jeder Bauteil eine spiralförmige Bahn beschreibt. Die optische Leistung eines jeden der beiden Bauteile ist in diesem Falle umgekehrt proportional zu seiner linearen Geschwindigkeit relativ zu der Emulsion.
  • Da die Dauer jeder aufeinanderfolgenden Belichtung eine Funktion der Periode ist, während der die beiden Bauteile sich überlappen und wenn Bauteile vorgesehen und in entgegengesetzten Richtungen in spiralförmigen Bahnen bewegt werden, ist die Belichtungsperiode notwendigerweise von relativ sehr kurzer Dauer und kann für manche praktischen Anwendungen zu kurz sein. Aus diesem Grunde ist gemäß dem in F i g. 16 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Ausbildung vorgesehen, bei welcher der eine Linsenbauteil in der einen Richtung und mehrere andere Linsenbauteile in der entgegengesetzten Richtung gedreht werden. Beispielsweise ist eine erste Scheibe 170 vorgesehen, die einen einzelnen Linsenbauteil 172 aufweist, der in einem Schlitz 174 radial beweglich ist. Außerdem ist eine zweite Scheibe 176 vorgesehen, welche drei Linsenbauteile 178 aufweist, die in Schlitzen 180 der Scheibe 176 nach dem Mittelpunkt dieser Scheibe bewegt werden können. Die Linsenbauteile in beiden Scheiben werden auf einer spiralförmigen Bahn oder in konzentrischen Kreisen bewegt, wenn die beiden Scheiben in entgegengesetzten Richtungen gedreht werden. Dadurch, daß drei Linsenbauteile 178 auf der Scheibe 176 vorgesehen werden, kann die letztere mit einer geringeren Winkelgeschwindigkeit (nämlich mit einem Drittel der Drehzahl) gedreht werden, als es erforderlich sein würde, wenn nur ein Linsenbauteil 178 benutzt würde, wodurch die Belichtungszeitdauer, welche durch die überlappung der beiden Linsenbauteile 172 und 178 bestimmt wird, verlängert wird.
  • Dadurch, daß drei Linsenbauteile sich in eine Richtung drehen, kann auch als Ergebnis eine Belichtungszeitdauer erhalten werden, die zu kurz für die beabsichtigten Zwecke ist. Für die praktische Anwendung brauchen die Pfade der Achsen von sich in entgegengesetzter Richtung bewegenden Linsenbauteilen nicht unbedingt beim Überlappen der beiden Bauteile aufeinander ausgerichtet zu sein, und eine kleine Differenz in den Wegen bewirkt keine kritische Bewegung des Bildes auf der Emulsion. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 17 ist es dadurch möglich, eine Scheibe 182 z. B. mit sechs Linsenbauteilen 184 vorzusehen, die fest so auf den Scheibenbefestigt sind, daß sich ihre Achsen auf einem einzigen Kreis bewegen, wenn die Scheibe gedrehtwird, und welche Belichtungen mit einer beträchtlichen Zeitdauer durchzuführen gestatten. Ein zweiter Linsenbauteil, der zusammen mit dem Linsenbauteil 184 die Aufnahmelinse bildet, kann auf einer Scheibe derart angeordnet werden, daß seine Achse in drei in F i g. 18 angedeuteten konzentrischen Kreisen bewegt wird. Die Achsen der sechs Linsenbauteile 184 tasten den mittleren Kreis ab, während die Achse des zweiten Linsenbauteiles nicht nur den mittleren Kreis, sondern auch den äußeren und inneren Kreis abtastet, die genügend nahe an dem mittleren Kreis liegen, so daß der Fehler der Wege der Achsen der beiden Linsenbauteile, welche die Aufnahmelinse bilden, gegenüber einem Zusammenfallen dieser Wege keine kritische Bewegung des Bildes während der Belichtung hervorruft. Der einzelne Linsenbauteil kann auch auf einer spiralförmigen Bahn in drei Umdrehungen so bewegt werden, daß während der ersten und dritten Umdrehung die Pfade der Achsen des einzelnen Linsenbauteiles und eines Linsenbauteiles 184 beim Überlappen der Bauteile Bogen verschiedener Durchmesser beschreiben, die im wesentlichen tangential zueinander verlaufen (F i g. 19), und während der zweiten der drei Umdrehungen des einzelnen Linsenbauteiles tritt nur eine vernachlässigbare Bewegung infolge der Abweichung der Pfade der Achsen der gegensinnig rotierenden Linsenbauteile von der ausgerichteten Stellung bei der überlappung der Bauteile auf.
  • In F i g. 20 sind optische Einrichtungen mit einer beweglichen Linse derart gekuppelt, daß ein stationäres Bild durch die Linse gebildet wird. Diese Einrichtung besteht aus veränderbaren Prismen, die vor der Bewegungslinse liegen. Ein Paar Keilprismen sind koaxial zueinander angeordnet und werden in entgegengesetzten Richtungen mit der gleichen Drehzahl gedreht und lenken einen Strahl um verschiedene Beträge ab, wobei die Größe der Abweichung von ihren relativen Winkelstellungen abhängt. Während der Drehung eines jeden Prismas um 90° ändert sich die Abweichung eines durch beide Prismen hindurchtretenden Lichtstrahles von einem Maximum, bei welchem die Abweichung eines jeden Strahles die Abweichung des anderen verstärkt, auf Null, wenn die Abweichung des Strahles durch das eine Prisma von dem anderen Prisma ausgelöscht wird. Im folgenden wird auf F i g. 21 Bezug genommen. Es wird eine Ebene parallel zur Achse der veränderlichen Prismen und zur Achse der Bewegungslinse betrachtet. Der Betrag, der durch die veränderlichen Prismen in dieser Ebene bewirkten Ablenkung ist sinusförmig und wird durch die Sinuskurve wiedergegeben, wobei die Ordinate die Größe der Ablenkung und die Abszisse den Drehwinkel der Prismen darstellt. Am Bezugspunkt ist die Größe der Ablenkung des Strahles Null, wenn beide Prismen in. entgegengesetzten Richtungen um 90° gedreht werden, ist die Ablenkung des Strahles ein Maximum, bei 180° ist die Ablenkung Null, bei 270° ist wiederum. ein Maximum in der entgegengesetzten Richtung vorhanden, und bei 360° ist die Ablenkung Null. Der geradlinige Teil der Kurve, z. B. zwischen. 120 und 210° und zwischen 300 und 390°, wo die Geschwindigkeit der Änderung (Beschleunigung) der Größe der Abweichung im wesentlichen konstant ist, stellt die Zeitdauer dar, während der die Geschwindigkeit der linearen Bewegung (Ablenkung) des Strahles, im wesentlichen konstant ist und während welcher die Belichtung durchgeführt wird. Dadurch, daß die Linse in der entgegengesetzten Richtung des ablenkenden oder sich bewegenden Strahles und mit der gleichen. linearen Geschwindigkeit bewegt wird, wird die Bewegung des Strahles infolge der sich in entgegengesetzter Weise bewegenden Linsen kompensiert, und das so auf der lichtempfindlichen Emulsion erzeugte Bild ist im wesentlichen. bewegungslos.
  • Die Linse kann auf einer spiralförmigen Bahn oder in konzentrischen Kreisen bewegt werden, und wenn die Linse z. B. mit konstanter Winkelgeschwindigkeit bewegt wird, ändert sich die lineare Geschwindigkeit der Linse mit dem Abstand vom Drehmittelpunkt. Wenn die Radialbewegung der Linse relativ klein. ist, kann die Geschwindigkeit der Ablenkung des. Strahles durch die sich verändernden Prismen so groß gemacht werden, daß sie mit der geringen. linearen Ge>-schwindigkeit der Linse zusammenfällt, und bei geringen Abweichungen hiervor erzeugt die Vorrichtung keine merkliche Bewegung des Bildes. Außerdem kann die lineare Geschwindigkeit der beweglichen Linsen dadurch konstant gehalten werden, daß die Winkelgeschwindigkeit umgekehrt zum Drehradius der beweglichem. Linse geändert wird, wenn diese Linse in einem spiralförmigen Pfad oder in Form konzentrischer Kreise bewegt wird. Wenn die lineare Geschwindigkeit der beweglichen Linse verändert wird und wenn die Winkelgeschwindigkeit konstant gehalten wird, können Einrichtungen zur Veränderung der Größe der Öffnung der beweglichem Linse vorgesehen werden.
  • Um die vorstehend beschriebenen Verfahren und Geräte zur Herstellung kinematographischer Aufzeichnungen benutzen zu können, welche den Gegenstand farbig wiedergeben, ist eine lichtschwache Aufnahmelinse mit einem Dreifarbenfilter vorgesehen, der die drei Primärfarben enthält und die Linsenöffnung vollständig ausfüllt, oder die Linse kann mit irgendeiner geeigneten optischen Einrichtung zur Aufspaltung des Aufnahmestrahles in drei Strahlen gekuppelt sein, von denen jeder eine Komponente repräsentiert, die primär in dem Originalstrahl enthalten war.
  • Die Verfahren und Systeme zur Betrachtung oder Projizierung einer zusammengesetzten photographischen Aufzeichnung, die unter Verwendung einer lichtstarken Aufnahmelinse und einer beweglichen Blendenöffnung oder durch Bewegung einer lichtschwachen Aufnahmelinse hergestellt werden, sind im wesentlichen die gleichen wie die Aufnahmeverfahren und Systeme, mit dem Unterschied, daß das Licht in entgegengesetzter Richtung verläuft. Ein Projektionssystem dieser Bauart kann, soweit es eine lichtstarke Projektionslinse anbetrifft, etwas unzweckmäßig sein, da die ganze Öffnung der Linse immer beleuchtet wird, jedoch nur ein Teil der Öffnung der Linse zu einer Zeit benutzt werden kann. Ein wirksameres Verfahren zur Ausleuchtung der kinematographischen Aufzeichnung wäre bei dieser Bauart eine kleine Lichtquelle, die nur ausreicht, die Bestandteile eines Bildes auszuleuchten, und sich bewegt, um nacheinander die Bestandteile eines jeden Bildes auszuleuchten. Bei Projektionssystemen der zuletzt erwähnten Bauart wird die Beluchtungsquelle derart bewegt, daß sie nur die Elemente ausleuchtet, aus denen jedes Bild besteht, so daß das verfügbare Licht in optimaler Weise ausgenutzt wird. Wenn jedoch die Linsenraster gegen die Kondensorlinse liegen, wird das Licht, das durch die Aufzeichnung nach der Projektionslinse austritt, um einen Betrag zerstreut, der proportional der numerischen Apertur des Linsenrasters ist, und der Mittelpunkt der Zerstreuung liegt gegenüber der Achse der Projektionslinse um einen Betrag versetzt, der von der Stellung der sich bewegenden Aufnahmeöffnung abhängt. Wenn die Projektionslinse in ihrer wirksamen Öffnung der wirksamen Öffnung der Aufnahmelinse gleich wäre, würde die Divergenz des Projektionslichtes vereint mit der Versetzung des Mittelpunktes der Zerstreuung zu einer Veränderung der Brillanz des projizierten Bildes führen. Das Bild erscheint schwach, wenn die Versetzung am größten ist, so daß eine Szene, die durch Bewegung einer Öffnung auf einer Spiralbahn oder einer Bahn konzentrischer Kreise aufgenommen wurde, bei der Projektion oder Betrachtung an einem Ende relativ hell und am anderen Ende verhältnismäßig schwach erscheinen würde. Dieses Problem kann z. B. dadurch gelöst werden, daß Blenden zur Steuerung der Öffnung der Projektionslinse vorgesehen werden oder daß eine Projektionslinse mit einer verhältnismäßig großen. Öffnung Verwendung findet, die geeignet ist, sich dem zerstreuten Projektionsstrahl bei seiner größten Versetzung anzupassen.
  • Diese beiden Verfahren sind im wesentlichen befriedigend. Sie haben jedoch auch gewisse Nach- , teile, da im ersten Fall nur ein Teil des Projektionslichtes ausgenutzt wird und im zweiten Fall eine große Projektionslinse Verwendung finden muß, die sehr teuer und demgemäß unzweckmäßig ist. Eine zufriedenstellendere Lösung dieses Problems besteht darin, einen zweiten Linsenraster auf der Projektionslinsenseite der Aufzeichnung anzubringen, dessen Einzellinsen mit den Einzellinsen auf der Kondensorseite der Aufzeichnung ausgerichtet sind. Der zweite Linsenraster sammelt dann die vorher durch den ersten Linsenraster zerstreuten Strahlen und macht dadurch die Anwendung einer extrem großen Projektionslinse oder einer damit verbundenen Blende unnötig. Die Gestalt des in F i g. 1 dargestellten Filmverbandes kann diesem Zweck dadurch angepaßt werden, daß eine Rückschicht 30 aus dem Seite einen Linsenraster aufweist, der dem Linsenrasterschicht 22 angebracht wird, wobei die Rückseite einen Linsenraster aufweist, der dem Linsenraster 24 der Schicht 22 identisch ist, wobei die Einzellinsen aufeinander ausgerichtet sind. Die Linsenraster-Rückschicht könnte dann dauernd mit der lichtempfindlichen und Bildaufnahmeschicht bei der Behandlung geschichtet verbunden bleiben. Um das Projektionsverfahren der erwähnten Art der Farbkinematographie anzupassen, kann ein Dreifarbenfilter der gleichen Bauart wie er bei der Aufnahme benutzt wird in Verbindung mit der sich bewegenden Lichtquelle vorgesehen werden, z. B. kann eine erste Kondensorlinse zur Erzeugung eines Bildes der Beleuchtungsquelle vorgesehen sein, wobei der Filter an dem Bild liegt, und eine zweite Kondensorlinse ist vorgesehen, um das Ausleuchtlicht durch die Aufzeichnung nach der Projektions- oder Betrachtungslinse zu richten.
  • Das System zur Wiedergabe einer zusammengesetzten kinematographischen Aufzeichnung, die durch Bewegung einer lichtschwachen Aufnahmelinse erzeugt wurde, könnte eine Einrichtung aufweisen, durch welche die Aufzeichnung selbst bewegt wird, wobei im wesentlichen nur die Elemente eines jeden einzelneu der aufeinanderfolgenden Bilder zu jeder Zeit beleuchtet werden. Es ist ein Projektionssystem denkbar, bei welchem diese Art der Aufzeichnung vollständig ausgeleuchtet wird. Ein solches System würde jedoch unpraktisch sein, da nur ein kleiner Bruchteil des verfügbaren Beleuchtungslichtes benutzt wird.
  • Eine Einrichtung der beschriebenen Bauart zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung kann in einer Kamera der bekannten Selbstentwick lungsbauart Verwendung finden. Bei geeigneter Ausbildung und/oder mit kleinen Änderungen könnte die Kamera selbst als Einrichtung zur Wiedergabe einer zusammengesetzten kinematographischen Aufzeichnung dienen, die hierin erzeugt wurde, und wenigstens ein großer Teil der Elemente dieser Kamera könnte in einem Projektor oder in einem Betrachtungsgerät für diese Aufzeichnung Verwendung finden. Mit einer derartigen Kamera ist es der Bedienungsperson möglich, photographisch eine Szene, die einige Sekunden dauert, aufzunehmen, die Aufzeichnung in der Kamera zu behandeln und unmittelbar darauf die behandelte Aufzeichnung zu betrachten.

Claims (25)

  1. Patentansprüche: 1. Rasterkinematographisches Aufnahme- und Wiedergabeverfahren, das auf einer Bildfläche eine Vielzahl zeitlich aufeinanderfolgender Bilder ineinanderliegend ergibt, bei dem das Eintrittsblendenbild auf einer kurvenförmigen Bahn. mit veränderlichem Radius bewegt wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß die Bewegung in an sich bekannter Weise mit konstanter Winkelgeschwindigkeit durchgeführt wird und daß während der aufeinanderfolgenden Belichtungen die Bogenlängen und radialen Abmessungen der abgetasteten Bildfläche invers zueinander und die Bogenlängen proportional zu den radialen Abständen der Bildflächen vom Mittelpunkt der Bewegungsbahn so geändert werden, daß die Bildflächen im wesentlichen konstant gehalten werden.
  2. 2. Rasterkinematographisches Aufnahme- und Wiedergabeverfahren, das auf einer Bildfläche eine Vielzahl zeitlich aufeinanderfolgender Bilder ineinanderliegend ergibt, bei dem das Eintrittsblendenbild auf einer kurvenförmigen Bahn mit veränderlichem Radius bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung in an sich bekannter Weise mit sich ändernder Winkelgeschwindigkeit durchgeführt wird und daß während der aufeinanderfolgenden Belichtungen die Bildfläche durch die Deckung zweier Schlitze (64) abgetastet wird, deren Bogenlänge und radiale Abmessungen derart konstant gehalten werden, daß Bildflächen konstanter Größe aneinander anschließen.
  3. 3. Rasterkinematograpisches Aufnahme- und Wiedergabeverfahren, das auf einer Bildfläche eine Vielzahl zeitlich aufeinanderfolgender Bilder ineinanderliegend ergibt, bei dem das Eintrittsblendenbild auf einer kurvenförmigen Bahn mit veränderlichem Radius bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß während der aufeinanderfolgenden Belichtungen die Bogenlängen und radialen Abmessungen der abgetasteten Bildfläche invers zueinander und die Bogenlängen proportional zu den radialen Abständen der Bildflächen vom Mittelpunkt der Bewegungsbahn so geändert werden und daß die Bewegung in an sich bekannter Weise mit sich ändernder Winkelgeschwindigkeit derart durchgeführt wird, daß die Bildflächen im wesentlichen konstant gehalten werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende relativ zu dem Linsenrasterschirm (22) und dem lichtempfindlichen Element (28) stillgehalten wird und daß die relative Bewegung durch zwei Prismen bewirkt wird, die so gedreht werden, daß das Eintrittsblendenbild längs eines kurvenförmigen Pfades bewegt wird, und die außerdem derart aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegt werden, daß sich der Radius dieses Bewegungspfades ändert.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, d'aß die Größe und/oder Gestalt der stillgehaltenen Eintrittsblende geändert wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelgeschwindigkeit der Prismen zur Versetzung des Strahles durch die Prismen geändert wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende sich mit einem oder zwei relativ beweglichen optischen Bauteilen bewegt, welche eine photographische Objektivlinse bilden, und daß die Eintrittsblende und ein erster Linsenbauteil in Gegenrichtung zu der durch einen zweiten Bauteil durchgeführten Bewegung so bewegt werden, daß jedes Eintrittsblendenbild bei der Belichtung im wesentlichen stillsteht. B.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauteile so gedreht werden, daß ihre optischen Achsen während der Belichtung aufeinander ausgerichtet sind.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende sich mit einem photographischen Objektivlinsensystem bewegt und daß das die Linsen und die Blende erreichende Licht vor dem Auftreffen auf Linse und Öffnung mit einer im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit in einer Richtung abgelenkt wird, die entgegengesetzt zu der Richtung liegt, in der sich Blende und Linse bewegen, so daß jedes Bild während einer Belichtung im wesentlichen stillsteht.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkung durch zwei Prismen bewirkt wird, welche sich in entgegengesetzten Richtungen drehen und abwechselnd einander unterstützen und abschwächend das Licht ablenken und dieses Licht außerdem um die Linsenachse hanunführen.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende längs eines spiralförmigen Pfades bewegt wird.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintritts, blende längs der konzentrischen Kreisbögen mit unterschiedlichem Radius bewegt wird.
  13. 13. Verfahren zur Wiedergabe einer durch das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12 erzeugten kinematographischen Aufnahme, dadurch gekennzeichnet, daß der Linsenrasterschirm und das lichtempfindliche Element aufeinander ausgerichtet gehalten. und durch eine Lichtquelle beleuchtet werden, die sich längs eines kurvenförmigen Pfades bewegt, der dem Bewegungspfad entspricht, den die Eintrittsblende gegenüber dem Linsenrastarschirm. und dem lichtempfindlichen Element bei den aufeinanderfolgenden Belichtungen durchlaufen hat.
  14. 14. Kinematographischer Apparat zur Aufnahme von Bewegungsbildern nach den in einem der Ansprüche 1 bis 13 gekennzeichneten Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende durch Deckung eines kurvenförmigen Schlitzes in einer Scheibe und eines Radialschlitzes in einer gegenüber dieser drehbaren Scheibe erzeugt wird und daß eine umlaufende Verschlußscheibe vorgesehen ist.
  15. 15. Apparat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende durch drei Scheiben (z. B. 48, 50, 52) definiert wird, die drehbar benachbart und konzentrisch zueinander und zu dem Linsenrasterschirm (22) und dem lichtempfindlichen Element (20) angeordnet sind, daß eins (48) dieser Scheiben konzentrische, in Umfangsrichtung aufeinanderfolgende bogenförmige Schlitze (56, 58, 60, 62) aufweist, deren Fläche gleich ist, daß die anderen Scheiben sektorförmige Schlitze (64, 66) von im wesentlichen der gleichen Gestalt aufweisen und daß während der Belichtung die erste Scheibe und eine der anderen Scheiben in der gleichen Richtung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gedreht werden, während die dritte Scheibe (52) mit konstanter Geschwindigkeit in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird, um eine Folge diskreter Belichtungen zu bewirken..
  16. 16. Apparat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende von einer ersten Scheibe (78) mit einem einzelnen Spiralschlitz (80), dessen radiale Abmessung sich umgekehrt zu dem radialen Abstand des Schlitzes vom Drehmittelpunkt ändert, und einem sektorförmigen Schlitz in einer anderen Scheibe definiert wird, welch letztere nnt eines von der Geschwindigkeit der ersten Scheibe unterschiedlichen Geschwindigkeit antreibbar ist.
  17. 17. Apparat nach Ansprach 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende von drei drehbaren koaxialen Scheiben definiert wird, von denen die eine (50) einen radialen Schlitz (64) hat und die zweite (48) mehrere konzentrische Kreisbogenschlitze unterschiedlicher Radien aufweist.
  18. 18. Apparat nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale Schlitz (64) sektorförmig gestaltet ist (F i g. 9).
  19. 19. Kinematographischer Apparat nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale Schlitz (64) über seine Länge eine konstante Breite aufweist (F i g. 7).
  20. 20. Apparat zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende gegenüber dem Linsenrasterschirm und dem lichtempfindlichen Element fest angeordnet ist und daß zwei Keilprismen um die optische Achse des Objektivlinsensystems des Apparates drehbar gelagert sind.
  21. 21. Apparat nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilprismen translatorisch längs der optischen Achse relativ zueinander beweglich sind.
  22. 22. Apparat nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende und die Keilprismen, die mit einer Linse zusammenwirken, senkrecht zur optischen Achse der Linse beweglich angeordnet sind.
  23. 23. Apparat nach den Ansprüchen 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsblende Filter aufweist, welche das durch diese eintretende Licht in mehrere Primärfarben trennt.
  24. 24. Apparat nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Filter in dem sektorförmigen Schlitz (64) der drehbaren Scheibe (50) vorgesehen sind.
  25. 25. Apparat nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Linsenbauteile vorgesehen sind, von denen jeder mit einem Filter ausgestattet ist, die das Licht in mehrere Primärfarben teilen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 687495; britische Patentschrift Nr. 421120.
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DE (1) DE1180239B (de)

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DE1797457B1 (de) * 1967-09-29 1970-12-17 Ricoh Kk Vielfachphotographier-Vorrichtung
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WO1988010448A1 (en) * 1987-06-22 1988-12-29 Aspex Limited Recording and reproduction of images

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