DE11325C - Diffusionsapparat für Zuckerrüben, genannt Diffundator - Google Patents

Diffusionsapparat für Zuckerrüben, genannt Diffundator

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DE11325C
DE11325C DENDAT11325D DE11325DA DE11325C DE 11325 C DE11325 C DE 11325C DE NDAT11325 D DENDAT11325 D DE NDAT11325D DE 11325D A DE11325D A DE 11325DA DE 11325 C DE11325 C DE 11325C
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Germany
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diffuser
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vessels
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DENDAT11325D
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Original Assignee
H. REGNIER und TH. V. BOLZANO in Schlan
Publication of DE11325C publication Critical patent/DE11325C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

1880.
HENRY REGNIER und THEODOR von BOLZÄNO in SCHLAN. D i ff u s i ο η s a ρ ρ a r at für Zuckerrüben, genannt „Diff undator".
Patentirt im Deutschen Reiche vom II. März 1880 ab.
Bei der bisher gebräuchlichen Methode wird die Aussüfsung von Rübenschnitten oder Brei in der Art bewerkstelligt, dafs Wasser über eine Anzahl von sogenannten Diffuseurs geleitet, durch Aufgufs von einem Gefäfs in das andere mit Zucker angerichtet und so die Erschöpfung der Rübenschnitte oder des Breies herbeigeführt wird. Nach dem gegenwärtigen, neuen Verfahren findet dagegen die Aussüfsung nur in einem einzigen Gefäfs, dem sogenannten Difrundator, statt, und wird bereits hier Zuckersaft von höchster Concentration erzielt.
Mit Beziehung auf die beiliegenden Zeichnungen ist das Wesen dieser Erfindung in den Fig. i, 2, 3 und 4 in vier verschiedenen Stadien dargestellt. Fig. 5, 6 und 7 zeigen eine besondere Construction eines nach dieser Erfindung hergestellten Apparates.
Der zu dem neuen Verfahren nothwendige Apparat besteht aus einem Gefäfs A, dem sogenannten Diffundator, und aus einer durch Rohre und Ventile verbundenen, beliebigen Anzahl von Nebengefäisen 1, 2, 3, 4, 5, 6 und τ1, 21, 3 \ 4\ 5 Y 6x. Die Rübenschnitte oder der Rübenbrei kommen blos in den Difrundator A, während die Nebengefäfse i," 2, 3 u. s. w., sowie i1, 2x, 3x u. s. w. blos zur Sonderung des Saftes nach verschiedenen Dichtgraden und gleichzeitiger Erwärmung desselben durch Dampf mittelst beliebiger Rohrsysteme dienen.
Der Diffundator ist nur ein einziges Gefäfs, derselbe ist jedoch den bestehenden Steuervorschriften entsprechend so eingerichtet, dafs er aus neun getrennten Räumen oder Abtheilungen, conform einer Batterie von neun Gefäfsen mit bestimmtem Inhalt besteht, welche bei Oeffnung des oberen Deckels B gleichzeitig gefüllt und bei Oeffnung des unteren Deckels Bx gleichzeitig entleert werden.
Zur Füllung des Diffundators kann der in Fig. 5 und 7 dargestellte Füllapparat C benutzt werden, welcher das ganze, zur. Füllung des Diffundators nothwendige Schnitzel- oder Breiquantum enthalten soll. Bei Verwendung des Füllapparates wird derselbe bis auf den Rand des Diffundators gesenkt, der untere Boden von C geöffnet und beim Hinaufziehen wieder geschlossen.
Das Diffusions wasser tritt durch die in den Rohrleitungen befindlichen Ventile α und a1, wenn ein oder das andere geöffnet wird, in die Gefäfse 1 oder 11 von oben ein, gelangt von unten aus durch ein Uebersteigrohr oben in das nächste 2 oder 2* und so fort bis 6 oder 6 1.
Die Obertheile der Gefäfse 1 und 1 1 stehen durch die mit Absperrventilen b und b1 versehenen Rohre mit dem Üntertheil des Diffundators, die Untertheile der Gefäfse 6 und 6 1 durch die mit den Absperrventilen c und c1 versehenen Rohre mit dem Obertheil des Diffundators in Verbindung. Aufserdem führt die mit dem Absperrventil d versehene Rohrleitung aus dem "Üntertheil des Diffundators.den Saft zur weiteren Verarbeitung.
Es ist der Diffundator mit erschöpften Schnittlingen gefüllt, die Gefäfse 1, 2, 3, 4, 5, 6 enthalten Saft von abnehmender Dichte, so dafs in dem Gefäfs 6 der concentrirteste Saft, in 1 sich aber nur Wasser von den erschöpften Schnittlingen befindet, und alle Gefäfse i1 bis 61 sind ebenfalls mit Wasser gefüllt. Alle Ventile sind geschlossen. Nun werden der untere und obere Deckel des Diffundators, sowie die sämmüichen Auslafsventile/1/1/1/1/1/1 der Gefäfse i1, 21, 31, 41, 51, 61 geöffnet, der. Inhalt entleert, hierauf der untere Deckel B1 des Diffundators, sowie die Ventile ffffff wieder geschlossen, der mit frischen Schnittlingen oder Brei durch den Füllapparat wieder gefüllte Difrundator durch den oberen Deckel geschlossen und, wie in Fig. 1 dargestellt, die Ventile α und c geöffnet, so dafs bei α zuströmendes Druckwasser den Inhalt der Gefäfse 1, 2, 3, 4, 5, 6 in den Diffundator drückt. Die Auslaugeflüssigkeit von oben nach unten gelangend, nimmt an Concentration zu und wird durch Oeffhen des Ventils d in beliebiger Menge so lange abgezogen, bis, wie in Fig. 2 dargestellt, das Ventil d geschlossen, dagegen b1 geöffnet wird und sich der weitere Saftinhalt des Diffundators in die Gefäfse i1, 21, 31, 41, 51, 61 ergiefst, so dafs wieder 6J den concentrischen Saft, dagegen ι* das Wasser der erschöpften Schnitt-
linge, und der Diffundator, sowie die Gefäfse i, 2, 3, 4, 5, 6 bei der vollständigen Entzuckerung nur Wasser ohne Zuckergehalt enthalten.
Nun werden, wie in Fig. 3 dargestellt, die Ventile α und b1 geschlossen, der Diffundator, sowie die Gefäfse 1, 2, 3, 4, 5, 6 durch Oeffnung des unteren Deckels B1 und der Auslafsventile/ ffJff entleert, der Diffundator wieder mit Schnittlingen oder Brei gefüllt, Ventil a1 und c1 geöffnet und derselbe Vorgang wiederholt, wie. in Fig. 4 dargestellt.
Selbstverständlich können, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen, die Nebengefäfse in beliebiger Anzahl und kreisförmig statt geradlinig angeordnet sein, und können zwei oder mehr Diffundatoren statt eines Diffundators verwendet werden.
Es wird vorgezogen, das Oeffnen und Schliefsen der Deckel B und B1 des Diffundators mittelst Druckwassers zu bewerkstelligen. Eine derartige Construction ist in Fig. 1 bis 7 gezeigt. Jeder Deckel hat ein hohles Scharnier und ist durch einen Hebel mit einem Kolben verbunden, der in einem Cylinder mittelst Druckwassers hin- oder herbewegt werden kann. Es ist ersichtlich, dafs es zum Oeffnen oder Schliefsen des so construirten Deckels genügt, Druckwasser auf die eine oder andere Seite des mit dem Deckel verbundenen Kolbens wirken zu lassen. Obwohl Druckwasser vorgezogen wird, kann statt desselben entweder Dampfdruck oder comprimirte Luft verwendet werden. Das hohle Deckelscharnier gestattet bei geschlossenem Deckel den Ein- und Austritt des Auslaugewassers in oder aus "dem Diffundator.
Diese neue Construction der Deckelverschlufsvorrichtung ist auch auf gewöhnliche Diffuseurdeckel anwendbar.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren, die vollkommene Aussüfsung von Rübenschnitten oder Brei statt durch Ueberleiten von Wasser bezw. Saft über eine Anzahl von Gefäfsen oder sogenannten Diffuseurs durch continuirlichen Aufgufs des zur vollständigen Erschöpfung nöthigen Wassers auf ein Gefäfs von der entsprechenden Gröfse einer ganzen Batterie zu bewerkstelligen, indem die Zucker enthaltende Wassermenge in eine entsprechende Anzahl Nebengefäfse ohne Rübeninhalt abgeleitet wird.
2. Die Vertheilung des durch die Diffusion in einem Gefäfs erhaltenen Saftes von verschiedener Concentration auf eine Reihe von Nebengefäfsen ohne Rüben nach aufsteigender Dichte, um denselben durch neuerlichen Aufgufs auf frische Schnitte oder frischen Brei zur gröfsten Concentration zu bringen und den Inhalt des Diffusionsgefäfses durch hinreichende Mengen Wasser auf diese Art zur vollständigen Aussüfsung bringen zu können.
3. Die Anwendung von einem Gefäfs, dem Diffundator, statt neun oder mehr zur Aufnahme der Rüben mit der Function und dem Inhalt einer ganzen solchen Batterie, in Verbindung mit zwei Systemen von Nebengefäfsen zur Ermöglichung der Saftconcentration und gleichzeitigen Erwärmung.
4. Die Füllung des Diffundators durch Senkung eines Füllapparates mit einem Male.
5. Die auf der Zeichnung ersichtlichen Anordnungen und Specialconstructionen.
6. Die Verbindung eines in einem Druckcylmder beweglichen Kolbens mit dem auf einem hohlen Scharnier beweglichen Deckel eines Diffundators oder Diffuseurs.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT11325D Diffusionsapparat für Zuckerrüben, genannt Diffundator Active DE11325C (de)

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