DE112387C - - Google Patents

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DE112387C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D91/00Stitch-separating or seam-indenting machines

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher in Gebrauch befindlichen Aufsensohlheftmaschinen, welche dazu dienen, die Aufsensohle mit dem Oberleder zu ver-. binden, legen sich die einzelnen Stiche niemals genau in den Rifs ein, sondern ragen stets über die Oberfläche des Oberleders hinaus. Um nun die Sohlenkante vollständig fertig stellen zu können, ist es nöthig, die einzelnen Stiche in den Rifs niederzudrücken und mit der Oberfläche des Oberleders gleichmäfsig zu machen. Dies geschieht mittelst eines von Hand geführten Werkzeuges.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun eine Maschine, welche einesfheils das Niederdrücken der Naht in den Rifs bewirkt, anderenteils das beim Zusammenheften des Oberleders mit der Aufsensohle sich am Oberleder der Naht entlang vom Heftfaden absetzende Wachs oder Pech entfernt.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist eine solche Maschine in den Fig. 1 bis 13 gemäfs vorliegeqder Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht der Maschine. Fig. 3 ist ein Schnitt durch den Antrieb des Andrückers. Fig. 4 und 5 stellen die das Werkzeug tragende Platte in Vorder- und Seitenansicht dar. Fig. 6 und 7 zeigen die Schutzplatte für die Schneiden des Werkzeuges in Vorder- und Seitenansicht. Fig. 8 bis 12 sind Ausführungsformen des Werkzeuges in verschiedenen Ansichten. Fig. 13 ist eine perspectivische Ansicht der eine verticale Schwingbewegung erfahrenden Messerführung.
An dem Maschinengestell ist in dem Lager a (Fig. 1) mittelst Stellschrauben d ein Zapfen b befestigt, welcher den Stützpunkt für das, eine Schwingbewegung erfahrende, zum Eindrücken der Naht in den im Oberleder angeordneten Rifs dienende Werkzeug e bildet. Dieses Werkzeug e, welches auch zur Entfernung des beim Zusammenheften des Oberleders mit der Aufsensohle sich am Oberleder der Naht entlang vom Heftfaden ablösende Wachs oder Pech dient, ist an einem Arme c befestigt (Fig. 13), welcher von der auf dem Zapfen b angeordneten Hülse_/ herabhängt. Durch eine am Vorderende der die Festscheibe g und Losscheibe h tragenden Welle i angeordnete Kurbel j, deren Gleitbock k in dem gabelförmigen Theil / (Fig. 1 und 13) der Hülse^ frei gleiten kann, erfährt die Hülse f und das mit ihr verbundene Werkzeug e eine Schwingbewegung. Das in den Fig. 1 und 8 bis 12 veranschaulichte Werkzeuge ist an seiner'abgeschrägten Hinterseite (der Arbeitsfläche) mit entweder parallel (Fig. 10 bis 12) oder bogenförmig (Fig. 8 und 9) gestalteten Nuthen m versehen. Durch eine am Hinterende des Werkzeuges angeordnete Rippe w, welche in eine gleichartige Vertiefung des Armes c eingreift, wird jede unbeabsichtigte Seitenbewegung des Werkzeuges vermieden.
Die Wirkungsweise des Werkzeuges e ist folgende:
Es tritt in den zwischen Obersohle und Schuhrahmen gebildeten Winkel ein, worauf beim festen Andrücken des Rahmens gegen
die Arbeitsfläche des schwingenden Werkzeuges die nuthenförmigen Vertiefungen des letzteren die Naht in den Rifs einpressen und zugleich das überflüssige Wachs von der Naht hinwegnehmen.
Um durch die schnelle Bewegung des Werkzeuges das Oberleder des Schuhes oder Stiefels nicht zu beschädigen, ist eine scheibenförmige Schutzplatte ο (Fig. 6 und 7) angeordnet, welche auf der an der schrägen Endfläche der Platte ρ befestigten Nabe q (Fig. 4 und 5) drehbar befestigt ist. Die Schutzplatte 0 ist an ihrem Umfang auf beiden Seiten keilförmig abgedreht und am Inrienumfange mit dem Flantsch r versehen, hinter welchen sich die Unterkante des Werkzeuges legt (Fig. 1). Am Oberende ist die Platte ρ mit einem Schlitze λ1 (Fig. 4 und 5) versehen, durch welchen eine in den Zapfen b befestigte Stellschraube t hindurchtritt (Fig. 1). Man kann daher durch Verstellung der Platte ρ die Schutzplatte ο dem Werkzeug e gegenüber entsprechend verstellen.
Um die Anpressung der Naht gegen die Arbeitsfläche des Werkzeuges zu erleichtern, ist auf der verschiebbaren Welle u eine drehbare Scheibe ν angeordnet. Die Bewegung der den Andrücker ν tragenden Welle u auf das Arbeitsstück zu oder von diesem hinweg geschieht mittelst eines Winkelhebels w, der in χ seinen Drehpunkt hat, und dessen unterer Schenkel y (Fig. 1 und 2) mit einem Fufstritt in Verbindung steht. Der andere Schenkel des Kniehebels w ist mit einem Schlitz ^ versehen (Fig. 3), in welchen ein an den Bunden ι der Welle u befestigter Zapfen 2 eingreift. Um die genaue Lage der Welle u zu sichern und eine Drehung derselben in ihren Lagern zu verhindern, ist der Bund 1 mit einem gabelförmigen Theile 3 versehen, dessen Gabel sich in eine am Lager b vorgesehene Rippe 4 legt (Fig. 1 und 3).
Der Andrücker ν wird in Ruhelage durch die Feder 5 gehalten. Durch einen in die Welle u eingeschraubten Stift 6 wird die Rückwärtsbewegung der Welle u begrenzt (Fig. 1).
Es ist zweckmäfsig, bei der Arbeit das Werkzeug e zu erwärmen. Dies geschieht mittelst des am Gasrohr 7 vorgesehenen Brenners 8. Während der Bearbeitung wird der Schuh mit der Sohle gegen den Andrücker ν gelegt, darauf mittelst des Fufstritts mit dem Andrücker nach vorn geschoben, so dafs sich die untere Kante des Werkzeuges zusammen mit der Unterkante der Schutzplatte 0 in den zwischen Oberleder und Rahmen befindlichen Winkel legt. Dann bewegt der Arbeiter den Schuh schnell am Werkzeug e entlang, indem er den Schuh fest gegen den Umfang der scheibenförmigen Schutzplatte 0 andrückt. Hierbei wird das schnell hin- und herschwingende Werkzeug die Naht vollständig eindrücken und glätten und ebenso das überflüssige Wachs oder Pech von der Naht entfernen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: ■
1. Maschine zum Glätten der zwischen Obersohle und Rahmen befindlichen Naht, dadurch gekennzeichnet, dafs hinter ihrer das Oberleder vor Beschädigung schützenden Platte ein in den die Naht aufnehmenden Rifs eingreifendes, hin- Und herbewegtes Werkzeug angebracht ist. . ;
2. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein mit längs- oder bogenförmigen Nuthen versehenes Werkzeug fe), dessen Unterkante sich hinter den Aufsenflantsch (r) einer verstellbaren und drehbar angeordneten scheibenförmigen Schutzplatte (ο) legt, wobei das Arbeitsstück durch eine Druckvorrichtung gegen das Werkzeug gebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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