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Maschine zum Bearbeiten von mit einem Verstärkungsstoff überzogenen Innensohlen.
Die Erfindung betrifft Maschinen zum Bearbeiten von Innensohlen, deren Xährippe durch die Anbringung von Leinen oder Segeltuelh verstärkt wird und welche als verstärkte Innensohlen bekannt sind.
Gemäss der Erfindung wird der über die Sohle hervorragende Rand des Verstärkungs- stoffes durch ene besondere Vorschubvorrichtung erfasst und vorwärts geschoben.
Bei der Herstellung verstärkter Innensohlen wird der Verstärkungsstoff als Gewebe vom ungefähr 75 cm Breite hergestellt und in Streifen mit parallelen oder welligen Seiten geschnitten, die dann für einzelne Innensohlen quer abgeschnitten werden, oder es wird ein Stück in passender Form und Grösse für einzelne Innensohlen ausgeschnitten. Bei Verwendung von auf einem dieser Wege zugeschnittenem Stoff ist es wünschenswert und üblich, in der Maschine Einrichtungen vorzusehen, um die vorstehenden Teile des Gewebes abzuschneiden. Bei Verstärkung mit Streifen, welche parallele Ränder besitzen, können die
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fernt werden, wie sie abgetrennt werden, da die Breite des Streifens genügend ist, um das Ergreifen der abgetrennten Teile zu ermöglichen.
Beim Verstärken mit Streifen mit welligen Seiten oder mit ausgeschnittenen Stücken. insbesondere mit letzteren, welche genau nach
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und Entfe. nen desselben durch den Arbeiter zu gestatten, wenn er abgeschnitten wird.
Die vorliegende Erfindung ist nun besonders dazu bestimmt, Sohlen mit ausgeschnittenen Verstärkungen aus Stoff zu bearbeiten, zu welchem Zwecke in der Maschine Mittel vorgesehen sind, um die Entfernung der abgetrennten Randstreifen des Stoffes aus der Maschine zu sichern, gleichgültig ob diese Randteile breit oder schmal sind.
Dementsprechend. besteht ein weite : es Merkmal der Erfindung in der Anordnung einer Vorrichtung oder eines Werkzeuges zum Erfassen der abgetrennten Stoffränder, um sie von der Sohle abzuheben und zu entfernen. Es wird vorzugsweise ein drehhares Werkzeug zum Abschneiden der Stoffstreifen verwendet, wobei Mittel vorgesehen sind, die verhindern, dass sich der abgetrennte Streiten damit verwickelt oder verfängt, indem mit dem rotierenden Scherblatt ein Schaber zusammenwirkt, so dass der abgeschnittene Streifen selbsttätig aus der Maschine ausgeworfen wird. Es ist auch für die Wirkungsweise des Werkzeuges zum Entfernen des abgeschnittenen Stoffstreifens belanglos, oh die verstärkte und durch die Maschine gehende Sohle eine Innensohle oder eine Wendesohle ist.
Ferner wird gemäss der Erfindung eine Biegevorrichtung angewandt, die die Sohle so in der Längsrichtung biegt, dass die gerisste Seite konkav gestaltet wird.
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Teil einer seitens der Maschine bearbeiteten Brandsohle.
Die den Verstärkungsstoff an die vorher fertiggemachte Brandsohle anarbeitenden Werkzeuge schiessen mit der Innenseite und Aussenseite der Brandsohlenlippe in Berührung
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Muffe'3 befestigt, welche auf das Ende einer Welle 4 aufgeschraubt ist. Die in dem Maschinengestell gelagerte Welle 4 wird durch eine Riemenscheibe 5 angetrieben. Die Rolle 1 besitzt eine Fläche 6. die auf die abgesetzte Sohienkante einwirkt und eine Fläche 7, die mit der Sohlenlippe in Berührung tritt. Zwischen den Flächen 6 und 7 befindet sich ein peripherialer Wulst 8, der an der Aussenseite der Brandsohlenlippe eine das Eindringen der Nadel der Einstechnäbmaschine erleichternde Schulter gestaltet.
Die Rolle 2 bewirkt den Vorschub der Sohle und weist die Gestalt einer Scheibe
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fläche anhaftende Verstärkungstoff nicht beschädigt wird. Die peripheriale Kante 31 der Rolle 2 tritt mit dem Scheitel dts Winkels zwischen der Innenseite der Brandsohlenlippe und der Sohlenfläche in Berührung. Die obere Fläche 32 der Rolle 2 ist kurvenförmig
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(Fig. 4) der Rolle 2 ist an dem Ende einer Welle 38 befestigt, die in einem Arm 39 lagert.
Der Arm 39 kann um einen in das Maschinengestell eingesetzten Zapfen 40 Schwingbewegungen ausführen. Eine Schratibenfe (ler 41 sucht die Rolle, 9 nachgiebig in dem Winkel an der Innenseite der Brandsohlenlippe hineinzupressen. Die Fe (ler 41 liegt auf der oberen Seite
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des Armes 39 auf und ragt in eine Büchse 44 hinen. Die Spannung der Feder 41 kann durch eine mit einem Handrad verrsehene Schraube 43 geregelt werden. Der Antrieb der Welle 38 erfolgt durch ein Zahnrad 43, welches in ein Zahnrad 46 der Welle 4 eingreift. Die Welle 38 kann in ihrem Lager Gleitbewegungen ausführen, die durch einen Bund 47 begrenzt werden.
Die Brandsohle wird durch eine Werkstückauflage oder Druckrolle 9 (Fig. 4) gegen die Rollen 1 und 2 gehalten. Die Druckrolle 9 ist drehbar an einem senkrechten Zapfen 10 angebracht, der verstellbar an dem oberen Ende eines Armes 11 befestigt ist. Das untere Ende des Armes 77 schwingt um eine in eine Konsole 13 des Maschinengestelles eingesetzte Stange 12. Damit die Druckrolle 9 fest gegen die ungerisste Sohlenfläche gehalten wird, ist der Arm 11 drehbar mit einem Ende eines Lenkstückes 14 verbunden. Das andere Ende des Lenkstückes 14 ist durch eine Scheibe 15 nachgiebig mit einem in dem Maschinenkopf drehbaren konzentrischen Stift 16'verb inden. Um den Stift 16 ist eine Feder 17 herumgewunden, die einerseits mit dem Lenkstück 14 und andrerseits mit der Scheibe 15 verbunden ist.
Die Spannung der Feder 17 kann durch Drehung der Scheibe 15 geregelt werden.
Die Einwärtsbewegung der Druckrolle 9 unter dem Einfluss der Feder 17 wird durch einen verstellbaren Stift 18 begrenzt. Der von dem Arm 11 getragene Stift 18 trifft mit einem festen Teil des Maschinenkopfes zusammen. Der Arm 11 besteht aus einem Stück mit einem zweiten Arm 19. an dessen oberem Ende ein einen Block 21 umfassender Bügel 20 vorgesehen ist. Der Block 21 ist drehbar an einem Stift 22 angeordnet, der von einem Arm 23 einer in dem Maschinenkopf gelagerten Schwingwelle 24. getragen wird. Das äussere Ende eines zweiten Armes 25 der Schwingweite 24 ist zu einem Haken 27 ausgebildet, an den das obere Ende einer Trethebelstange 28 angehängt ist.
Durch Herabdrücken des mit der Stange 28 verbundenen Trethebels wird die Druckrolle von der ungerissten Sohlen-
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und ihre breite Bodenfäche ist von der Brandsohle abgekehrt, so dass der wirksame Umfang der Rotte 7 im wesentlichen gleichlaufend zu der kurvenförmigen Fläche 32 der
Scheibe : 2 ist. Die Fläche 6 der Rolle 1 ist auch so angeordnet, dass ihr mit der ab- gesetzten Sohlenkante in Berührung tretender Teil etwas gegen die Kante der Brand- sohle geneigt ist. D. e Druckrotte 9 ist ballig gedreht (33), so dass ihre mit der
Sohlenkante in Berührung stehende Fläche ungefähr gleichlaufend zu der Fläche 6 der Rolle 1 ist.
Die beschriebene Anordnung bringt den Vorteil mit sich, dass die Brandsohlentippe herausgeflogen wird, wobei sich der Winkel zwischen der Innenfläche der
Brandshlenlippe und des Sohlenkörpers vergrössert. Hierdurch wird Gewähr geboten, dass ein genügend grosses Stoffstück zum Verstärken der Lippe an die letztere angepresst wird und dass der weitere Verstärkungsstoff während der weiteren Verarbeitung der Brandsohle nicht aus dem Winkel herausgezerrt wird.
Wenn der Arbeiter die Sohle während des Aufbringens des Verstärkungsstoffes handhaht, so wird die Sohle oft derart verbogen, dass sich die gerisste Fläche derselben konkav krümmt. Wenn der Verstärkungsstoff um den konvexen Leistenboden herum an eine sich in solchem Zustande befindliche Brandsohle angearbeitet wird, so kann er während des spiiteren Einstechvorganges aus seiner Lage herausgezerrt werden und die Ursache eines schlecht sitzenden Schuhes bilden.
Damit die Sohle während des Anarbeitens des Verstärkungsstoffes geradegebogen wird, ist an dem Maschinenkopf ein ortsfester Finger 34 vorgesehen, dessen Ende 3. ; die Scheibe 2 überragt und mit der Fläche der Sohle in Berührung tritt und um die letztere über die obere Fläche der Druckrolle 9 herauszubiegen sucht.
Die Werkzeuge der Maschine können durch eine Dampfleitung 49, 50 erhitzt werden.
Die zu bearbeitenden Sohten werden in der Regel in Stapeln zu der Maschine gebracht und es kommt oft vor, daB der lose Randteil des Verstärkungsstoffes durch das Eigengewicht der übereinander liegenden Sohlen in falscher Lage an der Sohle anhaftet. Damit der unbeabsichtigt an der sohlenkante anhaftende Rand des Verstärkungsstoffes von der Sohle abgelöst wird, ehe die Rollen 1 und 2 auf diesen Sohlenteil einwirken, ist zwischen der Rückseite der Rolle 1 und dem Ende der Muffe 3 eine Scheibe 51 vorgesehen, deren lJmfang Zähne. ; 2 aufweist. D. e Zähne J2 vertaufen derart, dass ein genügend starker Zug auf den Versärkungsstoff ausgeübt wird. der das Anbaften des Randes des Verstärkungsstoffes an der Sohle berichtigt.
Die Zähne 52 sind teilweise von einem Gehäuse 58 (Fig. 3) umgehen, das von dem wagrechten Arm einer senkrecht verstellbaren Konsole 54a getragen wird.
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wird. Die telle j lagert in einem dreiarmigen Träger- ? 6 (Fig. 2), der drehbar an dem Maschinenkopf angebracht ist und durch eine Klemmutter 57 für gewöhnlich in seiner
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(Fig. 2) angebracht. das durch das an dem Träger 56 vorgesehene Zwischenrad 59 mit einem Zahnrad 60 auf Drehung verbunden ist.
Das Zahnrad 60 sitzt auf einer in dem Träger 56 gelagerten Welle 61, die eine mit einer geeigneten Kraftquelle in Verbindung stehende Riemenscheibe 6, 2 trägt. Das Scheibenmesser 54 wird durch eine Feder 63 gegen die etwas konkav ausgebildete Rückseite der Rolle 1 gehalten, so dass es den den Sohlenrand überragenden Verstärkunges : off in Zusammenwirkung mit der Rolle 1 scherenartig abschneidet. Die Feder 63 ist um die Welle-M herumgewickelt und befindet sich zwischen einem Bund 6. J der Welle 55 und einem lose auf den letzteren sitzenden Unterlagsring 65.
Damit der abgeschnittene Streifen des Verstärkungsstoffes nicht um die Welle 5 : j herumgewunden wird, ist an dem Träger 56 ein Messerschild 66 (Fig. 3) angebracht. Ein an dem Träger 56 vorgesehener, biegsamer Finger 67 (gestrichelte Linien Fig. 2 und 3) sucht etwa an der Rückseite des Scheibenmessers anhaftende Teilchen abzustreifen. Der Finger 67 tritt hinter der Schneidteile mit der Rückseite des Messers in Berührung. In Büchsen 6. 8 und 69 des Trägers, 56 ist ein Öldocht und ein Schleifstein vorgesehen, damit das Messer in brauchbarem Zustande gehalten wird. Der abgeschnittene Streifen des Verstärkungsstoffes wird durch einen Abstreifer 70 (Fig. 3) selbsttätig aus der Maschine lierausgelenkt.
Das gegabelte Ende des Abstreifers 70 umfasst die Scheibe ; je.
PATEXT-AXSPR. ÜCHE : l. Maschine zum Bearbeiten von mit einem Verstärkungsstoff überzogenen Sohlen mit einer Werkstückauflage und einem den Verstärkungsstoff an der Innenseite der Nährippe anarheitenden Werkzeug und mit einer Werkstückvorschubvorrichtung. gekennzeichnet durch eine Vorschubvorrichtung (-J7 für den freien Randteil des Verstärkungsstoffes.