DE1116140B - Verfahren zur Waermebehandlung von schlammfoermigem, keramischem Gut - Google Patents

Verfahren zur Waermebehandlung von schlammfoermigem, keramischem Gut

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DE1116140B
DE1116140B DEI12830A DEI0012830A DE1116140B DE 1116140 B DE1116140 B DE 1116140B DE I12830 A DEI12830 A DE I12830A DE I0012830 A DEI0012830 A DE I0012830A DE 1116140 B DE1116140 B DE 1116140B
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DE
Germany
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furnace
section
sludge
heat treatment
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Pending
Application number
DEI12830A
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English (en)
Inventor
Kurt Fritzsche
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Schwermaschinenbau Kombinat Ernst Thalmann VEB
Original Assignee
Schwermaschinenbau Kombinat Ernst Thalmann VEB
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/38Preparing or treating the raw materials individually or as batches, e.g. mixing with fuel
    • C04B7/40Dehydrating; Forming, e.g. granulating

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

  • Verfahren zur Wärmebehandlung von schlammförmigem, keramischem. Gut Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung von schlammförmigem, keramischem Gut in Drehrohröfen mittels der Ofenabgase.
  • Bei der Herstellung von Zement nach dem Naßverfahren wird der Rohschlamm einem Naßdrehrohrofen zugeführt, in ihm entwässert, erhitzt und zu Zementldinker gebrannt. Zur Intensivierung der Wasserverdampfung ist die Einlaufseite des Ofens mit einem Ketteneinbau versehen, dessen einzelne Ketten während der langsamen Umdrehung des Ofens stetig in den Schlamm eintauchen, ihn anheben und auf den ganzen Querschnitt des Ofens den heißen Brenngasen aussetzen. Dabei kühlen die Gase auf eine wirtschaftliche Abgastemperatur ab, während der Schlamm an den Ketten antrocknet. Durch die dauernde Bewegung der einzelnen Ketten werden die Schlammkrusten abgeschlagen. In neuerer Zeit wird der Kettenzone vielfach noch ein Schlammvorwärmer vorgeschaltet, um den Prozeß der Erwärmung des Schlammes zu beschleunigen und den Flugstaub der Abgase weitgehend niederzuschlagen. Derartige Schlammvorwärmer bestehen meist aus zwei hintereinander angeordneten Rostwänden, von denen jede den ganzen Ofenquerschnitt einnimmt. Der freie Raum zwischen beiden Rostwänden ist mit metallischen Hohlkörpern ausgefüllt. Über diese Füllkörper in Form großer Rohrabschnitte läuft der Schlamm, während die Ofengase durch die sich dauernd verändernden Hohlräume zwischen den Füllkörpern des Vorwärmers hindurchziehen und den Schlamm erwärmen. Die bekannten Vorwärmer, bei denen Füllkörper durch Rostwände zusammengehalten werden, haben meist den Nachteil, daß der Einbau den freien Ofenquerschnitt stark verengt und Neigung zum Zusetzen und Verschmieren zeigt. Dadurch wird- der Gasdurchtritt sehr erschwert, was oft ein Stillsetzen zur Folge hat.
  • Weiterhin sind Rieseleinbauten in Trockentrommein bekannt. Ein solcher Rieseleinbau ist jedoch zur Erwärmung von Flüssigkeiten nur bedingt anwendbar, da eine Flüssigkeit viel zu schnell abfließt. Beispielsweise würde Rohschlamm unter Einwirkung der Ofenabgase in Schichten an dem Einbau antrocknen: Die auf diese Weise erzielte Schlammoberfläche entspricht nicht den Anforderungen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es somit, ein Verfahren zur Wärmebehandlung von schlammförmigem. keramischem Gut in Drehrohröfen mittels der Ofenabgase zu entwickeln, bei dem eine Vergrößerung seiner Reaktionsfläche erreicht wird, die den Ofengasen zur Erwärmung des Wassers ausgesetzt werden kann.
  • Erfindungsgemäß wurde die gestellte Aufgabe dadurch erreicht, daß den Massen zur Vergrößerung ihrer Reaktionsfläche grobkörniges Schüttgut, vorzugsweise Zementklinker, beigemischt wird und für die Wärmebehandlung ein Abschnitt des Drehrohrofens verwendet wird, in welchem sich Hubschaufeln und über den Ofenquerschnitt verteilte Rieseleinbauten befinden, um die mit einer Rohgutschicht umhüllten Schüttkörper während der Ofenumdrehungen laufend hochzuheben, abzuwerfen und über den Ofenquerschnitt zu verteilen. Ferner werden die sich während des Betriebes verringernden Mengen von grobkörnigem Schüttgut laufend ergänzt und die Rieseleinbauten in bekannter Weise derart im Ofenraum verteilt, daß sich während der Ofenumdrehung ein oder mehrere. möglichst über den ganzen Ofenquerschnitt gleichmäßig verteilte Gutschleier bilden.
  • Besonders vorteilhaft macht es sich bei der Erfindung bemerkbar, daß keine rostartigen Wände erforderlich sind. Dem Rohschlamm wird lediglich, wie bereits erwähnt, ein Schüttgut zugesetzt, welches dem Schlamm dadurch eine große Oberfläche verleiht, daß er mit ihm umhüllt als nasses Schüttgut über den Rieseleinbau des ganzen Ofenquerschnitts verteilt wird, wobei die Ofengase durch die ständig rieselnden Gutschleier hindurchströmen. Durch das Aufschlagen und Scheuern des Schüttgutes kann kein Ankrusten an dem Einbau erfolgen. Das Schüttgut wird nach dem Herunterfallen Hubelementen zugeleitet, die es, mit kaltem Schlamm vermischt, wieder über den Rieselbau verteilen.
  • Als Schüttgut können metallische oder keramische Körper beliebiger Form Verwendung finden. Da jedoch ein gewisser Verschleiß stattfindet, ist es zweckmäßig, einen artverwandten Stoff zu verwenden. Hierfür eignet sich vorzugsweise Zementklinker, der in einer geeigneten Korngröße abgesiebt wird. '-Es ist zweckmäßig, derartige Klinker stetig dem Rohschlamm an der Ofenaufgabe zuzusetzen, um einen Klinkeriiberlauf an den Rieselaufbauten zu erzielen, da dieser Klinker auch beim Weiterlauf des Brenngutes durch den Ofen die Wärmebehandlung günstig beeinflußt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Wärmebehandlung von schlammförmigem, keramischem .Gut in Drehrohröfen mittels der Ofenabgase, dadurch gekennzeichnet, daß den Massen zur Vergrößerung ihrer Reaktionsfläche grobkörniges Schüttgut, vorzugsweise Zementklinker, beigemischt wird und für die Wärmebehandlung ein Abschnitt des Drehrohrofens verwendet wird, in welchem sich Hubschaufeln und über den Ofenquerschnitt verteilte Rieseleinbauten befinden, um die mit einer Rohgutschicht umhüllten Schüttkörner während der Ofenumdrehungen laufend hochzuheben, abzuwerfen und über den Ofenquerschnitt zu verteilen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sich während des Betriebes verringernden Mengen von grobkörnigem Schüttgut laufend ergänzt werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rieseleinbauten in bekannter Weise derart im Ofenraum verteilt sind, daß _ sich während der Ofenumdrehung ein oder mehrere, möglichst über den ganzen Ofenquerschnitt gleichmäßig verteilte Gutschleier bilden. In Betracht gezogene Dimäschriften Deutsche Patentschriften Nt1006781, 884471, 547 606; 490 760; USA.-Patentschrift Nr.1627 553.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1627553A (en) * 1923-11-30 1927-05-10 Smidth & Co As F L Method of treating wet raw materials in the manufacture of cement
DE490760C (de) * 1927-04-23 1930-01-31 Niels Nielsen Verfahren zur Einfuehrung von Rohschlamm in Drehrohroefen zum Brennen von Zement mitRueckfuehrung des Staubes in den Ofen
DE547606C (de) * 1930-10-05 1932-03-26 Arno Andreas Rueckfuehrvorrichtung fuer zur Vorwaermung dem Zementrohgut beigemischte Waermeaustauschkoerper
DE884471C (de) * 1938-04-10 1953-07-27 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Brennen von Kalkschlamm oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herstellung von loeschfaehigem, gebranntem Kalk

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