DE111436C - - Google Patents

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DE111436C
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disk
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/04Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously flyer type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

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PATENTAMT.
KLASSE 76: Spinnerei.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Neuerung an Spinn- und Zwirnmaschinen. Der Zweck derselben besteht darin, jeden einzelnen Flügel der Maschine unabhängig von den übrigen aufser Betrieb setzen und abnehmen sowie aufstecken und in Betrieb setzen zu können, um dadurch zu erzielen, dafs jede Spule, sobald sie voll ist, für sich allein abgeschnitten werden kann, woraus der Vortheil entsteht, dafs nicht eine ganze Spinnseite auf einmal, ohne Rücksicht darauf, dafs einzelne Spulen vielleicht erst theilweise gefüllt sind, abgeschnitten werden mufs, so dafs die Abschneiderreihen ganz in Wegfall kommen können.
Der angestrebte Zweck wird erreicht durch eine neue Art der Lagerung des Flügels und der Spindel, sowie durch eine hierdurch bedingte neue Art des Flügelantriebes. Die Wirkungsweise der Neuerung ist folgende:
Der Flügel ist auf dem oberen Ende der nicht drehbaren, jedoch auf- und abwärts verschiebbaren Spindel s derart gelagert, dafs sich der Flügel ä um die Spindel frei drehen kann, jedoch die Hubbewegung der Spindel mitmachen mufs. Diese Hubbewegungen der Spindel erfolgen nur beim In- und Aufserbetriebsetzen des Flügels, während die Spindel beim Spinnen passiv bleibt, d. h. sich weder dreht, noch ihre Höhenstellung verändert. Dagegen wird die auf die Spindel geschobene Spule mit der Spulenbank unabhängig von der Spindel beim Spinnen auf- und niederbewegt.
Hinsichtlich dieser Wirkungsweise unterscheidet sich die vorliegende Erfindung auch von den bekannten Spinn- und Zwirnmaschinen mit aktivem Flügel und passiver Spindel, wie solche durch die Patentschriften 5228, 84448 und 89507 bekannt geworden sind, da bei sämmtlichen dieser Maschinen die Spindel während des Spinnens zwar auch von der Drehung des Flügels unbeeinflufst bleibt, jedoch fortdauernd auf- und niederbewegt und vom Faden gedreht wird. Die Passivität der Spindel ist also dort während des Spinnens nur eine theilweise, dagegen bei der neuen Maschine eine vollständige, indem hier die Spindel durch einen an dieselbe angreifenden gewichtsbelasteten Hebel während des Spinnens dauernd in der gehobenen Stellung gehalten wird.
In dieser Stellung wird nun der auf dem oberen Ende der Spindel aufruhende Flügel dadurch in Betrieb gesetzt, dafs die obere flache Seite einer mit dem Flügel fest verbundenen Scheibe b mit der Umfangsfläche einer sich schnell drehenden Reibungsscheibe /2 in innige Berührung tritt. Die Reibungsscheibe ist derart zwischen zwei auf der Antriebswelle festsitzenden Scheiben von grofsem Durchmesser an einem Arme einer Schubstange k gelagert, dafs sie durch Umlegen eines gewichtsbelasteten Hebels h und gebotenen Falles geringes Verrücken der Antriebswelle nach Belieben gegen die eine oder die andere der grofsen Scheiben festgedrückt werden kann, so dafs es möglich ist, die Reibungsscheibe und damit auch den Flügel nach rechts oder links umlaufen zu lassen. Die Schubstange, an deren Arm die Reibungsscheibe gelagert ist, läfst sich sowohl in der Achsenrichtung verschieben, als auch drehen. Durch eine geringe
Drehung kann die Reibungsscheibe ganz aufser Berührung mit den beiden Antriebsscheiben gebracht werden, während die 'Reibungsscheibe durch Zurückschieben der Schubstange ganz aus dem Drehungs- und Hubbereich des Flügels und der daran befestigten Scheibe gebracht wird. Bevor letzteres jedoch geschieht, erfolgt die Aufserbetriebsetzung der Reibungsscheibe und des Flügels bereits durch Senken des letzteren, indem die Spindeln durch einen Fufstritt abwärts bewegt und durch einen Vorleger in der Tiefstellung festgehalten werden, und so die Scheibe des Flügels mit der Reibungsscheibe aufser Berührung kommt, während hierbei ein mit der Spindel in Eingriff stehender Gewichtshebel H durch eine Verbindungsstange m, welche mit einer Schleife über den an der Schubstange k befestigten Gewichtshebei h greift, letzteren ein Wenig anhebt und dabei die Schubstange so dreht, dafs die Reibungsscheibe in ihre Mittelstellung gelangt, und dabei mit den beiden Antriebsscheiben aufser Berührung kommt. Wird hierauf die Schubstange zurückgeschoben, so ist es möglich, den Flügel und die Spulen von der Spindel nach oben abzuziehen und unabhängig von den übrigen in Betrieb befindlichen Flügeln und Spulen abzuschneiden.
Die bauliche Einrichtung der Maschine wird auf beiliegender Zeichnung durch vier Figuren veranschaulicht. Fig. ι zeigt die Maschine in theilweisem Verticalschnitte, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht von rechts der Fig. 1, während Fig. 4 einen Flügel in Oberansicht veranschaulicht.
Der Flügel α .entspricht genau den bisher gebrauchten Flügeln, nur mit dem Unterschiede, dafs am Flügelhals eine Scheibe b festsitzt, die möglichst nahe zum Halse und etwas seitlich über den Flügelarmen (s. Fig. 4) zwei Oesen c besitzt, zu denen von aufsen zwecks leichter Einführung des Garnes je ein Schlitz d führt. Ferner ist der Flügelhals nach oben geschlossen, als Lager auf die Spindelspitze passend, ausgeführt; er bildet nach unten eine Rohrverlängerung f (Fig. 1), welche genau auf die Spindel pafst und so lang ist, dafs das Rohr bei der tiefsten Stellung der Spulenbank ^ noch 2 bis 3 cm in die Holzspule y hineinreicht, damit der Flügel auf diese Weise die Drehung der Spule unterstützt. Die Spindel s ist eine Rundstange oder ein Rohr mit einer Körnerspitze am oberen Ende, auf welcher der Flügel aufruht. Unterhalb des Flügelrohres ist die Spindel aufsen so dick, wie das Flügelrohr aufsen bezw. wie die Bohrung der Holzspule. Die Spindel steht lothrecht und hat ihre Führung in den gebräuchlichen Hals- und Fufslagerquerstücken II1. Jeder Spindel entsprechend ist auf dem Fufslagerquerstück ein Auge B als Drehpunkt für den Gewichtshebel H und ferner eine Klinke ρ befestigt. Unterhalb des Fufslagerquerstückes ist an jeder Spindel der Maschine ein Fufstritt F angebracht, an welchem die Klinke oder der Vorleger ρ anliegt (Fig. 3). Wird die Spindel durch den Fufstritt F heruntergedrückt, dann legt sich der Vorleger mit seiner Nase über den Fufstritt und hält die Spindel so lange in der tiefsten Stellung fest, bis durch einen Tritt auf die Seite die Nase des Vorlegers vom Fufstritte F wieder abgeschoben wird.
Der Antrieb sämmtlicher Flügel geschieht durch die Welle w., die fortdauernd im Betrieb ist. Auf dieser Welle sitzen in genau dem Abstande der Spindeln gleicher Entfernung Scheiben g gl g1 . . . Zwischen diesen Antriebsscheiben sind in runden Führungen des Maschinenquerstückes T runde Schubstangen k k1 k2 . . . . vor- und rückwärts verschiebbar gelagert. Auf jeder Schubstange befindet sich ein Stellring, der die Bewegung der Stange nack rückwärts, und ein Arm t mit einem Einschnitte (Fig. ι und 3), der die Bewegung der Schubstange nach vorn begrenzt. Am vorderen Ende der Schubstange k ist ein Arm ν befestigt, auf dessen horizontal gebogenem Ende die .Reibungsscheibe /2 drehbar gelagert ist. Am rückwärtigen Ende jeder Schubstange sitzt fest ein Hebel h h1 /j2 . ·. . mit Gewicht G . .., welch letzteres bewirkt, dafs die Reibungsscheibe /2 an die Antriebsscheibe fest angedrückt wird. Aufser Berührung mit einer Antriebsscheibe bleibt die Reibungsscheibe, wenn die Schubstange und mit dieser der Arm t mit seinem Einschnitt über die an dem Querstücke T vorgesehene Führungsleiste q nach rückwärts geschoben wird. Der Arm t hat aber noch den Zweck, in seiner vorderen Stellung das unbeabsichtigte Zurücktreten der Schubstange zu verhindern, indem sich derselbe mit einem der den Einschnitt begrenzenden Enden bei eingerückter Stellung der Reibungsscheibe vor die Leiste q legt, wie rechts in Fig. 3 zu ersehen ist. Um die Schubstange und die Reibungsscheibe nach rückwärts verschieben zu können, mufs also die Schubstange erst derart gedreht werden, dafs der Einschnitt des Armes t in die Richtung der Leiste q gelangt. Die zum Zurückschieben der Schubstange erforderliche Drehung wird bei Abwärtsbewegung der Spindel s unter Vermittelung des mit letzterer in Eingriff stehenden Gewichtshebels H bewirkt. Der letztere steht mit dem auf der Schubstange befestigten Gewichtshebel h durch eine Stange m in Verbindung, welche mit ihrem oberen, zu einer Schleife ausgebildeten Ende über den Gewichtshebel h derart greift, dafs die beiden Gewichte Q. und G bei gehobener Stellung der Spindel und in der Betriebsstellung der Reibungsscheibe unabhängig von einander wirken
können. Sobald aber die Spindel ihre Tiefstellung erreicht, ist das untere Ende der Schleife der Stange m gegen den Gewichtshebel h gekommen und hat letzteren um so viel angehoben, dafs die Schubstange eine geringe Drehung erfährt und die Reibungsscheibe mit der Antriebsscheibe aufser Berührung kommt. Das Verhältnifs zwischen den Gewichten Q. und G ist leicht zu ermitteln, wenn man unter Berücksichtigung der Hebelübersetzungen zuerst den Druck der Reibungsscheibe Z2 auf die Antriebsscheibe berechnet und dann Q. so grofs nimmt, dafs es aufser denselben · nach aufwärts auszuüben, auch noch das Gewicht der Spindel und des Flügels hebt und die geringe Reibung in den Lagern / und I1 überwindet.
Um mit derselben Maschine zwirnen zu können, mufs die durchlaufende Welle w mit den Antriebsscheiben um einige Millimeter, d. h. um so viel nach links verschoben werden, dafs die rechts von der Reibungsscheibe befindliche Antriebsscheibe mit ersterer in Berührung kommt. Aufserdem wird noch der Gewichtshebel h mit Gewicht G sowie die Verbindungsstange m von rechts nach links gesetzt, wie es in Fig. 3 punktirt angedeutet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Spinn- und Zwirnmaschine mit aktivem Flügel und passiver Spindel, dadurch gekennzeichnet, dafs zwecks unabhängigen Stillstellens eines Flügels zum Anspinnen und zwecks Auswechselung einer Spule unabhängig von den anderen der Flügel Reibungsantrieb erhält und die Spindel bei ihrer zu dieser Auswechselung erforderlichen Senkung durch Hebel- und Stangenverbindung (Hm h k v) den Flügelantrieb (I2 b) aufhebt, wobei die den Flügel antreibende Reibungsscheibe (I2) in die für ihre Zurückschiebung behufs Freigabe des Flügels erforderliche Stellung übergeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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