DE10828C - Wägevorrichtung für Flufseisenblöcke vor dem Erstarren - Google Patents
Wägevorrichtung für Flufseisenblöcke vor dem ErstarrenInfo
- Publication number
- DE10828C DE10828C DENDAT10828D DE10828DA DE10828C DE 10828 C DE10828 C DE 10828C DE NDAT10828 D DENDAT10828 D DE NDAT10828D DE 10828D A DE10828D A DE 10828DA DE 10828 C DE10828 C DE 10828C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- weighing device
- weighing
- coquille
- fluff
- iron blocks
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000005303 weighing Methods 0.000 title claims description 18
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 8
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 title claims description 4
- 238000007711 solidification Methods 0.000 title description 2
- 230000008023 solidification Effects 0.000 title description 2
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 7
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 229910001209 Low-carbon steel Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 claims 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 claims 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 229910001338 liquidmetal Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000005339 levitation Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D9/00—Machines or plants for casting ingots
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Piles And Underground Anchors (AREA)
Description
1880.
Klasse 31.
FERDINAND MORO in KLADNO bei PRAG (Böhmen). Wägevorrichtung für FIu Tseise η blocke vor dem Erstarren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. März 1880 ab.
Die Wägevorrichtung besteht darin, dafs jede Gufsform (Coquille), in welche Flufsstahl oder
Flufseisen gegossen werden soll, während des Eingiefsens des flüssigen Metalles mit einem
Mefsapparat in Verbindung steht, welcher während des Giefsens verläfslich erkennen läfst,
wenn ein bestimmtes Gewicht des flüssigen Metalles in die Coquille eingeflossen ist. Dieser
Mefsapparat wird vor oder während des Giefsens mit der Coquille in Verbindung gebracht, so
dafs die Coquille während des Giefsens nur auf dem Mefsapparat aufruht, welch letzterer
im bestimmten Moment das Gewicht des bereits eingegossenen Metalles anzeigt. Unmittelbar
nach vollendetem Giefsen wird der Mefsapparat entfernt und unter eine andere Coquille gebracht.
Aufserdem mufs der ganze Mefsapparat im Falle einer Gefahr, z. B. Durchschmelzen
der Bodenplatte der Gufsform oder Gufspfanne, undichter Verschlufs der letzteren etc.
sofort entfernt werden, da sonst in allen diesen Fällen die Zerstörung des Mefsapparates durch
das darauf fliefsende Metall erfolgen würde.
Als Mefsapparat für diesen Zweck kann jede Vorrichtung dienen, welche die durch das Gewicht
des eingegossenen Metalles hervorgebrachte Pressung auf einer Scala oder Marke anzeigt,
so dafs auf dieser Scala das eingegossene Gewicht direct abgelesen werden kann.
Dieses neue Verfahren, Gufsblöcke mit genau bestimmtem Gewicht mit Sicherheit herzustellen,
hat insbesondere Wichtigkeit für die Herstellung von Blöcken aus Fufsstahl oder Flufseisen
(Bessern er-Procefs und Siemens-Martin-Procefs).
Das Wesentliche dieser Wägevorrichtung besteht in folgendem:
1. Die Wägevorrichtung kann gegen die Coquillen vorgeschoben und zurückgezogen werden; sie wird vorgeschoben, wenn ein Ingot abgewogen
werden soll und zurückgezogen nach vollendeter Abwägung oder im Falle einer Gefahr
für den Apparat.
2. Die Waagebalken können durch eine eigene- Vorrichtung gehoben werden, dadurch
wird auch die Coquille vertical gehoben und ruht nur auf dem Waagebalken allein auf. (Die
Waagebalken fassen die Coquillen entweder am Boden oder seitwärts an.)
3. Die ganze Wägevorrichtung ist, wenn die Coquillen in der Dammgrube fest stehen/ auf
einem Geleise transportabel, so dafs dieselbe vor jeder Coquille richtig aufgestellt werden
kann, und dafs das Einschieben der Waagebalken an der richtigen Stelle während des
Giefsens allmählig und leicht geschehen kann.
Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung giebt eine Disposition der Anlage in Ansicht
und Grundrifs. Fig. 3 und 4 zeigen die Waage in Ansicht. Fig. 5 und 6 sind Schnitte nach A-B
und C-D.
Die Coquillen A stehen wie gewöhnlich auf den Coquillenbodenplatten B und diese auf
den U-Eisen D, die auf einer für mehrere Coquillen gemeinschaftlichen Grundplatte E verschraubt
sind. Dadurch ist unter den Coquillen genügender Raum geschaffen zur Einführung der Wägevorrichtung. Die letztere besteht aus
einer Hebelwaage, deren Rahmen F auf vier Plungerkolben α ruht, deren Cylinder b auf der
Eintrageschaufel G befestigt sind. Den Stiel dieser Schaufel bildet eine Zahnstange d, die
im fahrbaren Rahmen H geführt wird und durch, ein Getriebe / vor- und zurückbewegt
werden kann. Am Rücken dieser Zahnstange sind festgeschraubt: der Ständer J der Waage
und eine kleine hydraulische Pumpe L. Das Druckrohr der letzteren steht durch ein Rohr g
in Verbindung mit den vorerwähnten vier kleinen Cylindern b.
Das Wägen wird nun in folgender Weise ausgeführt. Die Coquillen stehen in Bessemer Werken
meist in einem Kreisbogen, der von dem Gufsloch oder der Gufspfanne X beschrieben
wird, in Martin-Werken häufig auch wohl in einer Geraden, wenn die Gufspfanne nicht in
einem Gufskran hängt, sondern in einem Wagen fortbewegt wird. Der Wägeapparat bleibt für beide Fälle gleich, er bewegt sich
im ersten Falle auf einem Bogengeleise, im letzteren lauf einer Geraden. Während der
Charge wird die Waage der Reihe nach vor die Coquillen gebracht, mittelst Getriebe und
Zahnstange (hier durch zwei Umdrehungen der Kurbel) unter die Coquille geschoben, wobei
die schräge Unterfläche der Eintrageschaufel G auf die schräge Oberfläche der Grundplatte E
sich auflegt. Durch drei Kolbenhube der Pumpe L wird die Waage sammt Coquille in
die Schwebe gebracht, Fig. 6, wobei sich der konische Ansatz i am Coquillenboden leicht abhebt
und die Höhe des Hubes durch Ansätze am Wägerähmen begrenzt wird.
Die Gewichte der leeren Coquillen werden nun der Reihe nach nptirt (sollten sie gleich
schwer gemacht werden, so ist diese Voroperation unnöthig). Nach jedesmaligem Wägen
wird das Auslassventil der Pumpe geöffnet und das Druckwasser läuft in das kleine Bassin m
zurück, die Waage wird nun herausgezogen und vorbewegt zur nächsten Coquille etc.
Diese Operation des Vorwägens dauert ca. 5 Minuten.
Nun wird zu den früher erhaltenen Gewichten der leeren Coquillen das verlangte Gewicht des
zu giefsenden Blockes addirt. Mittlerweile ist die Charge fertig und kommt zum Gusse. Das
Laufgewicht am Wägehebel wird auf das entsprechende Totalgewicht eingestellt und nun
gegossen, bis der Hebel sich hebt und schliefslich die Wägezungen sich einstellen.
Bei dem neuen Apparat wird durch das Wägen der Gufs absolut nicht verzögert, da in
der zweiten Coquille bereits gegossen werden kann, wenn die Waage sich noch unter der
ersten Coquille befindet. Es ist früh genug, wenn sich die Waage gegen Ende des Gusses
unter die zweite Coquille stellt, da das Einführen und Lüften der Waage den Gufs gar
nicht alteriren, d. h. gleichzeitig geschehen kann.
Sollte ein Unfall passiren, der flüssige Stahl z. B. durch die Coquillenplatte oder Coquille
dringen (durchschmelzen) oder der Stöpsel in der Gufspfanne nicht schliefsen, so ist der Wäge-Apparat
zu entfernen und in Sicherheit zu bringen. Ein geringes Herumspritzen von
flüssigem Stähl schadet hier nicht, da die Waage vollständig geschlossen ist und Waage und
Wäger durch ein Schutzblech M geschützt sind.. Alle Theile der Waage sind leicht zugänglich
und übersichtlich, und der beanspruchte Raum ist ein geringer.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Das Verfahren, das Gewicht von Gufsblöcken aus Flufsstahl oder Flufseisen während des Giefsens durch einen Gewichts-Mefsapparat zu bestimmen und so Gufsblöcke von im voraus bestimmten Gewichten zu erhalten.
- 2. Die Construction einer zur Durchführung dieses Verfahrens dienenden Wägevorrichtung, im wesentlichen darin bestehend, dafs dieselbe vorschiebbar und zurückziehbar ist, dafs durch dieselbe die Gufsform in "die Höhe gehoben werden kann, dafs das Abwägen während des Giefsens erfolgen kann; und dafs der ganze Wägeapparat, ohne Störung der sonstigen Operation während des Giefsens vorgeschoben und zurückgezogen, werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10828C true DE10828C (de) |
Family
ID=288114
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT10828D Active DE10828C (de) | Wägevorrichtung für Flufseisenblöcke vor dem Erstarren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10828C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116465B (de) * | 1958-05-27 | 1961-11-02 | Inst Za Ratsionalisatsia | Vorrichtung zum Herstellen von Erdtoepfen, insbesondere aus einer Duenger-Erd-Mischung |
| US8656716B2 (en) | 2006-08-28 | 2014-02-25 | GM Global Technology Operations LLC | Actuator for an active hood |
-
0
- DE DENDAT10828D patent/DE10828C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116465B (de) * | 1958-05-27 | 1961-11-02 | Inst Za Ratsionalisatsia | Vorrichtung zum Herstellen von Erdtoepfen, insbesondere aus einer Duenger-Erd-Mischung |
| US8656716B2 (en) | 2006-08-28 | 2014-02-25 | GM Global Technology Operations LLC | Actuator for an active hood |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1963421C3 (de) | Stützkonstruktion für eine Niederdruckgießeinrichtung | |
| DE10828C (de) | Wägevorrichtung für Flufseisenblöcke vor dem Erstarren | |
| EP1365872B1 (de) | Verfahren und einrichtung zum wägen des inhalts eines metallurgischen gefässes, insbesondere des inhalts einer verteilerrinne in stahlstranggiessanlagen | |
| DE2056243A1 (en) | Bottom feeding casting plant - with melt level statically adjusted | |
| DE1231855B (de) | Verfahren und Anlage zum Abwiegen vorbestimmter Mengen fluessigen Metalls beim Giessen | |
| DE728238C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur homogenen Innenauskleidung von Rohren | |
| DE1156942B (de) | Steigrohr fuer den Anschluss der Kokillen beim Niederdruckgiessverfahren | |
| DE11840C (de) | Vorrichtungen zum Giefsen des Flufseisens aus der Bessemerbirne | |
| DE222815C (de) | ||
| DE2130997C3 (de) | Vorrichtung zum Herausziehen von Metallkernen aus Gußstücken | |
| DE1924981C3 (de) | Gießeinrichtung | |
| DE2130589A1 (de) | Verfahren zum Brennstoffbeschicken eines Kernreaktors | |
| DE149691C (de) | ||
| DE1583571C3 (de) | Vorrichtung zur Steuerung der Höhe, bis zu der geschmolzenes Metall im Steigetrichter von Gießformen ansteigt | |
| DE2124176B2 (de) | Zwischenbehälterwagen an einer StranggieBanlage | |
| DE134281C (de) | ||
| DE372955C (de) | Vorrichtung zur Kontrolle des Gewichts von Gegenstaenden, insbesondere der Beladung von Kohlenwagen in Bergwerksbetrieben | |
| DE521297C (de) | Roehrenformmaschine | |
| CH356872A (de) | Druckgiessmaschine mit einer äusseren Aufspannplatte für den einen Teil der Giessform und einem Querhaupt, das mit der äusseren Aufspannplatte durch Stangen zu einem starren Rahmen verbunden ist | |
| DE1281642B (de) | Formkastenverklammerung an der Giessstelle | |
| DE3844774C2 (en) | Sand removal from castings | |
| DE291693C (de) | ||
| DE406306C (de) | Maschine zum Giessen von Stereotypplatten | |
| DE892820C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen in Formen, insbesondere zum Herstellen von Kokillenguss | |
| DE512348C (de) | Ausstossvorrichtung fuer Rohre |