DE106893C - - Google Patents

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DE106893C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/56Special tariff meters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electric Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate und Maschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1898 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung in Elektricitätszählern zu dem Zwecke, den Stromverbrauch zu verschiedenen Zeiten, beispielsweise den Tagesverbrauch und den Nachtverbrauch, jeden für sich, auf je einem besonderen Zifferblatt1 zu registriren, um ihn danach zu verschiedenem Tarife berechnen zu können. Die Registrirung des Stromverbrauchs' unter verschiedenem, nach Zeitperioden wechselndem Tarif ist an sich bekannt. Nach den englischen Patentschriften Nr. 6707 vom Jahre 1892 und Nr. 9843 vom Jahre 1896 wird beispielsweise die Zählung nach billigerem Tarif dadurch' herbeigeführt, dafs während der betreffenden Zeitperiode der Gang des Zählers in bestimmtem Verhältnifs verlangsamt wird; es wird also nicht der wirkliche Stromver-. brauch registrirt, sondern nur ein der Preisermäfsigung proportionaler Theil desselben. Doch ist auch die Registrirung des wirklichen Stromverbrauchs auf getrennten Zifferblättern aus der amerikanischen Patentschrift Nr. 585258 bekannt; dort registrirt ein Zifferblatt den Gesammtstromverbrauch, ein zweites Zifferblatt den Verbrauch nach ermäfsigtem Tarif. Der Wechsel der Zählperioden in diesen bekannten Tarifzählern wird durch ein Uhrwerk hervorgerufen. Um die Tarifperioden einzustellen, ist in den beiden vorgenannten englischen Patentschriften die Anwendung beweglicher Einstellzifferblätter vorgeschlagen, welche das Erkennen der eingestellten Perioden sehr erschweren. In der amerikanischen Patentschrift Nr. 585258 ist die Einstellung der Perioden zwar mittelst eines ruhenden Zifferblattes bewirkt, die Perioden lassen sich jedoch nicht nach Gefallen verändern, sondern sind von der Ausdehnung der Contacfstreifen auf dem Zifferblatt abhängig, welche, für eine bestimmte Dauer berechnet, nur durch Auswechselung für jede einzelne Periödenänderung passend gemacht werden können.
Die vorliegende Erfindung besteht nicht darin, den Stromverbrauch der verschiedenen Tarifperioden gesondert zu registriren, sondern darin, auf getrennten Einstellzifferblättern, welche fest und unbeweglich sind, die Periodeneinstellung, wie bei einer Weckeruhr, jederzeit verändern und die Einstellung der einzelnen Perioden jederzeit genau controliren zu können; die Stellzeiger auf diesen ruhenden Einstellzifferblättern bestimmen genau den Zeitpunkt, zu welchem der Tarifwechsel eintritt, und dieser wird durch einen eigenartigen Mechanismus hervorgerufen, der entweder die Umschaltung der Stromverbrauchsregistrirung von einem Zifferblatt .auf das andere herbeiführt, oder durch Einschaltung verschiedener Uebersetzungen, oder auch durch Ab- oder Zuschaltung von Widerständen den Gang des Zählwerkes verändert.
Fig. ι stellt den Mechanismus in Vorderansicht dar;. Fig. 2 ist ein Schnitt .. nach Linie α-β der Fig. 1; Fig. ia zeigt einen Einzeltheil; Fig. ib ist eine Ansicht des Mechanismus in. der Richtung des Pfeiles 1 der; Fig. 1; Fig. ic ist ein Horizontalschnitt durch die Umstellvorrichtung, und; Fig. 3 zeigt
die beiden Zifferblätter eines derartigen Elektricitätszählers.
Seitlich am Zifferblatt α eines Elektricitätszä'hlers befindet sich das · Zifferblatt b eines gewöhnlichen Uhrwerkes, welches durch die Welle c angetrieben wird. Auf der Welle c sitzt das Stundenrad d, welches durch Vermittelung der Zwischenräder ee1//1 mit den Rädern g g1 derart in Eingriff steht, dafs sich, letztere nur halb so schnell als das Stundenrad drehen, also in 24 Stunden nur eine Umdrehung machen. Die beiden Räder g g1 sitzen drehbar und längs verschiebbar auf den beiden, ■ in der Platine festgeschraubten Stiften h hl und tragen die Butzen k k1, welche mit Nuthen ti1 versehen sind, in welche die um r rl drehbaren Hebel II1 eingreifen. Aus den Butzen k kl sind ferner Einschnitte m m', welche in eine schiefe Ebene auslaufen, ausgearbeitet, welch letztere zu geeigneter Zeit auf die Nasen nn1. der beiden Stellzeiger ο ο1 auffallen. Die Räder g g1 sammt Butzen k kl und Einschnitten mm1 werden durch Federn pp1 beständig gegen die Nasen η η1 der Stellzeiger ο o1 gedrückt.
Dreht sich nun z. B. das Rad g durch Vermittelung des Uhrwerkes auf dem Stift h in Richtung des Pfeiles 2 (Fig. 2), so wird schliefslich durch den Druck der Feder ρ der Einschnitt m plötzlich auf die Nase η zu liegen kommen, das Rad g mit Butzen k und Nuth'i wird also im Sinne des Pfeiles 4 (Fig. 2) verschoben. Dadurch wird der um r drehbare Doppelhebel / im Sinne des Pfeiles 3 (Fig. ib) gedreht, was zur Folge hat, dafs auch der dreiarmige Hebel s um seinen Drehpunkt' t gedreht und in die Stellung Fig. ia gebracht wird. Der Arm u des dreiarmigen Hebels s umgreift mit der Gabel u1 das Ende des um ν drehbaren Hebels w\ dieser letztere ist fest verbunden mit dem Hebel x, welcher an die Verbindungsstange y, die das Uhrwerk mit dem Elektricitätszähler verbindet, angreift und selbige hin- und herbewegt.
Im Elektricitätszähler ist die Verbindungsstange y durch die Vermittelung des Zapfens A und der Feder B mit einem um C drehbaren Kippwerk D verbunden, welches die Räder EFG trägt, die durch die Räder HI von dem Gangwerk des Elektricitätszählers angetrieben werden. Je nachdem sich nun die Verbindungsstange y in ihrer äufsersten Links- oder Rechtsstellung befindet, werden die Räder FE mit dem Antriebsrad J des Zählwerkes für den Tagesconsum oder die Räder FG mit dem Antriebsrad K des Zählwerkes für den Nachtconsum gekuppelt.
Um den Zapfen A der Verbindungsstangey greift auch noch die Gabel P des Hebels L, welcher mit Hülfe des Bolzens M mit einem Zeiger N fest verbunden ist. Wird nun durch das Uhrwerk das Zählwerk des Elektricitätszählers umgeschaltet, so ist dies durch Vermittelung des Zeigers N am Zifferblatt a des Zählers immer sichtbar; der Zeiger JV wird also entweder auf dem Tages- oder auf dem Nachtzifferblatt stehen (Fig. 3).
An Hand eines Beispiels sei vorstehende Erfindung noch näher erläutert.
Gesetzt den Fall, die Elektricität sollte von früh 7 Uhr bis Abends 7 Uhr zu einem billigeren Preise geliefert werden, als während der Zeit von 7 Uhr Abends bis 7 Uhr früh.
Man hat dann den einen Stellzeiger 0 (Fig. 1) auf 7 Uhr früh des eine 24-Stundentheilung tragenden Zifferblattes O zu stellen, während der andere Stellzeiger o1 auf 7 Uhr Abends des eine 24-Stundentheilung tragenden-Zifferblattes O1 zu stellen wäre. Bei beiden Zifferblättern liegen die Stunden von 6 Uhr Abends bis 6 Uhr Morgens der Deutlichkeit halber in einem schwarzen Felde (Fig. 3).
Da sich nun die Räder g g1 in 24 Stunden nur einmal umdrehen, so kann auch, da die Butzen k und k1 je nur einen Einschnitt m bezw. m1 tragen, nur einmal in 24 Stunden ein Auffallen der Einschnitte m bezw. m1 auf die Nasen η bezw. n1 stattfinden. Indem nun bei dem Zifferblatt O der Stellzeiger 0 auf früh 7 Uhr gestellt wurde, so mufs, sobald die Uhr am Zifferblatt Q früh 7 Uhr zeigt, das Auffallen des Einschnittes m auf die Nase η erfolgen und die Umschaltung bewirken; ebenso erfolgt die Umschaltung bei dem Zifferblatt O1 Abends 7 Uhr.
Das Wiederzurückdrücken der Federn pp1 erfolgt selbstthä'tig durch das Uhrwerk, indem die schiefen Ebenen mm1 an den Nasen η η1 der Stellzeiger hinaufgleiten und so die Vorrichtung wieder gebrauchsfähig machen.
. Die Uebertragung der durch die Nasen nn1 und Einschnitte mm1 zu bestimmten Zeiten verursachten Längsverschiebungen geht wohl schon zur Genüge aus der vorher gegebenen Beschreibung und aus der Zeichnung hervor und braucht an dem Beispiel nicht weiter erläutert zu werden.
Das am Zifferblatt des Uhrwerks noch sichtbare kleinere Zifferblatt R giebt an, ob das Zifferblatt des Uhrwerks Q. die Tages- oder die Nachtstunden zeigt, während das Zifferblatt S die. Secunden markirt.
Anstatt, wie vorbeschrieben, durch die periodische Verschiebung der Stange y ein Kippwerk D mit Kuppelungsrädern in Schwingung zu versetzen, um die Bewegung des Zählers entweder auf das eine oder das andere Zifferblatt des Zählers zu übertragen, kann die Bewegung der Stange y bezw. die von den Hebeln /11 ausgehende Bewegung auch dazu benutzt werden, um durch Einschaltung verschiedener Uebersetzungen oder auch durch
Schliefsung von Stromkreisen und dadurch herbeigeführte Ab- oder Zuschaltung von Widerständen, den Gang des Elektricitätszählers zu verschiedenen Perioden verschieden zu gestalten, wie dies beispielsweise in den eingangs genannten englischen Patent-Beschreibungen angegeben ist.
Die Zahl der Auslösevorrichtungen, wie Fig. ic der Zeichnung solche zeigt, mufs immer der Anzahl der Perioden entsprechen, in die man den Tag theilen will; sie mufs also mindestens zwei sein.
Bei der vorliegenden Erfindung war das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, einen Zähler zu construiren, welcher ein Einstellen jeder gewünschten Periode gewährleistet, und nur ruhende Einstellzifferblätter anzuwenden, welche sich dem Beschauer gegenüber nicht verändern und so dem Consumenten ein genaues und sicheres Controliren des eingestellten Zeitabschnittes , während dessen der veränderte Tarif gilt, gestatten. Durch die vorbeschriebene Einrichtung wird dieser Anforderung und Aufgabe vollkommen entsprochen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektricitätszähler mit mehreren Tarifen, die in bekannter Weise mit Hülfe eines Uhrwerks periodisch wechseln, gekennzeichnet durch den den Tarifwechsel hervorrufenden Mechanismus, bestehend aus den vom Uhrwerk bewegten Rädern (gg1), deren Achsen Butzen tragen, die mit in schiefe Ebenen übergehenden Einschnitten versehen sind, mit Hülfe deren sie von Nasen abgedrückt werden, sich also achsial verschieben, dadurch Federn spannen, bis nach einem vollen Umlauf von 24 Stunden der Einschnitt wieder an die Nase gelangt, die Feder sich entspannt und der Einschnitt auf die Nase auffällt, um durch diese zu bestimmten, mittelst Stellzeigern auf ruhenden Zifferblättern einstellbaren Zeiten hervorgerufenen Achsialverschiebungen auf ein Hebelsystem einzuwirken, das den Tarifwechsel im Elektricitätszähler entweder durch Aus- und Einschalten verschiedener Zählwerke oder verschiedener Uebersetzungen, oder durch Schliefsung von Contacten und Zu- oder Abschaltung von Widerständen bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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