DE10642C - yerfahren zur Verarbeitung des Kainits auf Kalimagnesia - Google Patents

yerfahren zur Verarbeitung des Kainits auf Kalimagnesia

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DE10642C
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DENDAT10642D
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Dr. G. BORSCHE in Leopoldshall bei Stafsfurt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/12Preparation of double sulfates of magnesium with sodium or potassium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

1879.
Klasse
GEORG BORSCHE in LEOPOLDSHALL bei STASSFURT. Verfahren zur Verarbeitung des Kainits auf Kalimagnesia.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. November 1879 ab.
Fast so lange als die Stafsfurter Kali-Industrie existirt, hat man sich bemüht, den neben dem Hauptmineral, dem Carnallit, massenhaft vorkommenden Kainit für die Fabrikation von Kalisalzen, zumal zur Darstellung von schwefelsaurem Kali nutzbar zu machen.
Doch scheiterten diese Versuche bisher infolge der Zusammensetzung des Kainits, welcher neben ca. 24 pCt. schwefelsaurem Kali und ca. 14 pCt. schwefelsäurer Magnesia auch ca. 15 pCt. Chlormagnesium und 30 bis 34 pCt. Chlornatrium enthält. Namentlich gelang es nicht, das Chlornatrium von den schwefelsauren Salzen zu trennen.
Erst im letzten Jahre ist durch die Herren Dupre und Hake ein Verfahren zur Gewinnung von Kalimagnesia und Kainit veröffentlicht worden, welches aber nur ein Ausbringen von ca. 60 pCt. des im Kainit enthaltenen schwefelsauren Kalis ermöglichen soll und aufserdem auch abhängig von einem anderen Material, dem Kieserit, ist, und daher die Frage noch nicht vollständig zu lösen scheint.
Ich habe mein Augenmerk auf ein möglichst hohes Ausbringen an reinen Kalisalzen aus dem Kainit und auf die möglichste Vermeidung fremden Materials bei der Verarbeitung des Kainits gerichtet und erreiche 'diese Ziele' auf folgendem Wege:
Der rohe Kainit wird in Wasser von mittlerer Temperatur, etwa 30 bis 35 ° C. gelöst, die gesättigte Lösung, welche ein Vol.-Gew. von etwa 1,25 besitzt, wird in einem mit Rührwerk versehenen Gefäfs mit krystalisirtem Bittersalz (auf 1000 Kainit etwa 400 Bittersalz) zusammengebracht und einige Stunden durchgerührt.
Das Bittersalz löst sich hierbei auf und fein krystallisirtes ganz reines Kalimagnesiasalz scheidet sich aus. Man läfst die Flüssigkeit klären, zieht das Klare ab und bringt den Niederschlag auf ein Filter zum Abtropfen. Die so erhaltene schwefelsaure Kalimagnesia enthält nur einige Zehntel-Procent Chlorverbindungen und eignet sich vorzüglich zur Weiterverarbeitung auf schwefelsaures Kali nach meinem früheren Patent No. 2173.
Die Mutterlauge wird eingedampft bis zur Salzhaut und mit einer heifsen Lösung von Chlormagnesium von etwa 1,32 bis 1,334 VoL-Gew. versetzt und einige Zeit stehen gelassen.
Es scheidet sich hierdurch fast das gesammte Chlornatrium, welches im Kainit enthalten war, als Krystallmehl ab, während die Kali- und Magnesiaverbindungen in Lösung bleiben.
Man löst die klare Flüssigkeit von dem ausgeschiedenen Kochsalz ab, läfst letzteres auf einem Filter abtropfen, um die Lauge noch möglichst zu gewinnen und deckt es mit wenig Wasser. Dasselbe ist dann rein genug für die meisten technischen Verwendungen.
Die Lauge dampft man ein auf ein VoL-Gew. von etwa i,33. Es scheidet sich hierbei die schwefelsaure Magnesia als schwerer Niederschlag aus, welchen man sich absetzen bezw. abtropfen läfst und sofort wieder auf Bittersalz verarbeiten kann.
Die Lauge scheidet beim Erkalten sehr reinen Carnallit aus, welcher auf bekannte Weise auf Chlorkalium zu Gute gemacht werden kann.
Die Mutterlauge vom Carnallit enthält fast nur noch Chlormagnesium und wird theilweise wieder zur Abscheidung des Chlornatriums, wie oben angegeben, verwendet.
Man erhält durch dieses Verfahren von dem im Kainit enthaltenen schwefelsauren Kali etwa 50 pCt. als reine schwefelsaure Kalimagnesia und etwa 40 pCt. in Gestalt von reinem Carnallit. Das aus dem Carnallit eventuell zu gewinnende Chlorkalium reicht fast genau hin, um aus der Kalimagnesia nach meinem früher patentirten Verfahren schwefelsaures Kali herzustellen.
Das bei Einleitung des Verfahrens angewendete Bittersalz wird vollständig wieder gewonnen und immer aufs neue verwendet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Fällung des Chlornatriums aus Kainit: lösungen durch Zusatz von Chlormagnesiumlosung oder festem Chlormagnesium.
DENDAT10642D yerfahren zur Verarbeitung des Kainits auf Kalimagnesia Active DE10642C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE977673C (de) * 1951-01-08 1968-04-04 Int Minerals & Chem Corp Verfahren zur Gewinnung von Kainit und Magnesiumchlorid aus Ablaugen der Kaliumsulfatherstellung, die Chloride und Sulfate des Magnesiums und Kaliums enthalten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE977673C (de) * 1951-01-08 1968-04-04 Int Minerals & Chem Corp Verfahren zur Gewinnung von Kainit und Magnesiumchlorid aus Ablaugen der Kaliumsulfatherstellung, die Chloride und Sulfate des Magnesiums und Kaliums enthalten

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