DE104656C - - Google Patents

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DE104656C
DE104656C DENDAT104656D DE104656DA DE104656C DE 104656 C DE104656 C DE 104656C DE NDAT104656 D DENDAT104656 D DE NDAT104656D DE 104656D A DE104656D A DE 104656DA DE 104656 C DE104656 C DE 104656C
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Germany
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spreader
levers
animal
halves
ropes
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22BSLAUGHTERING
    • A22B5/00Accessories for use during or after slaughtering
    • A22B5/06Slaughtering stands or spreaders for cattle

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)
  • Chain Conveyers (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 66: Schlächterei.
GOTTFRIED SCHELD in KASSEL. Schlachtspreize.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1897 ab.
Die neue Schlachtspreize ist dazu bestimmt, in Schlachthäusern die beiden Hälften eines auszuschlachtenden Thierkörpers zur Erleichterung des Durchschneidens aus einander zu spreizen und nach vollzogener Theilung die beiden Körperhälften einander zwangläufig wieder so weit ' zu nähern, dafs sie beide gleichzeitig von der Spreize auf einen Hochbahntransportwagen oder dergl. ab- bezw. umgehängt werden können, um sie fortzuschaffen.
Die neue Schlachtspreize (Fig. 1) besteht aus einem fest mit den Seilen oder Ketten verbundenen Tragbalken A aus einfachem oder doppeltem Flacheisen. Auf dem Tragbalken A sind zwei Spreizhebel H mittelst auf Zapfen Z sitzender Rollen R verschiebbar gelagert. Bei Tragbalken mit I-, C- oder L-förmigem Querschnitt können die Rollen R auch auf den unteren Flantschen der Profile laufend angeordnet werden. Ferner können die Rollen R auch durch einfache Gleitstücke ersetzt werden. Die beiden Hebel H sind mittelst Bolzen D mit der oberen Brücke B (Fig. 1) aus Flacheisen oder sonst geeignetem Profileisen drehbar verbunden, und es umschliefst die Brücke B mittelst zwei an ihren Enden· angebrachter Führungen die beiden mit einer Windevorrichtung in Verbindung stehenden Seile oder Ketten S, welche, so weit die Bewegung der Brücke B reicht, zweckmäfsig eingeschaltete Rundeisenstäbe erhalten.
Die Wirkungsweise ist folgende: Hängt die Spreize frei und unbelastet,' so sinkt vermöge ihres Eigengewichtes die Brücke B nieder und zwingt die Hebel H, eine der Horizontalen sich nähernde flache Lage derart einzunehmen, dafs die beiden Hakenenden der Hebel in die gröfstmögliche Nähe zu einander kommen. Wird nun das mit den Flechsen der Hinterbeine in die Haken der Hebel H gehängte Thier angehoben, so ruft das Eigengewicht des Thierkörpers in den beiden um die Bolzen D schwingenden Hebeln das Bestreben hervor, sich mehr oder weniger vertical zu stellen, wodurch sich ihre Hakenenderi von einander entfernen. Der Thierkörper wird gespreizt und kann bequem in zwei Hälften zertrennt werden.
' Ist die Theilung des Thierkörpers vollzogen, so liegen die einzelnen Theile der Spreize in der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung. Dabei sorgen die beiden Anschlagstifte F im Tragkörper A (Fig. 1) dafür, dafs die Hebel H nicht eine völlig verticale Lage annehmen, sondern immer noch einen spitzen Winkel einschliefsen. Sollen die Hälften des ausgeschlachteten Thieres von der Spreize ab und auf einen Transportwagen umgehängt werden, so wird durch Anziehen der Seile S mittelst einer Winde die Spreize in die durch Fig. 3 veranschaulichte Stellung gebracht, d. h. beim Aufwinden der Seile stöfst die Brücke B unter einen oder zwei feste Anschläge K und wird dadurch festgehalten, während sich der Tragbalken A mit den Hebeln weiter aufwärts bewegt und dadurch mittelst der Rollen JR, der Zapien Z und der Bolzen D die beiden Hebel H zwfngt, sich nach und nach in eine beinahe horizontale Lage zu bewegen (Fig. 3), bis zuletzt die Hakenenden der Hebel einander so nahe stehen, dafs ein mit einem doppelarmigen Hänger versehener Transportwagen unter die freien Haken der beiden in diesem Falle zum Anhängen des
Thieres zu benutzenden Drillingshaken geschoben werden kann. Lä'fst man nun die Spreize niedergehen, so legen sich die beiden Drillingshaken mit den daran hängenden Thierhälften auf den doppelarmigen Hänger des Transportwagens auf und die Hakenenden der beiden Hebel H lösen sich aus den Drillingshaken, so dafs nun beide Thierhälften am Transportwagen hängen und der Arbeitsvorgang beendet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Schlachtspreize, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselbe zwecks selbsttätiger Spreizung des zu zertheilenden Thieres und leichter Ueberführung der beiden Thierhälften auf einen Transportwagen aus zwei auf einem an Seilen oder Ketten 5 hängenden Tragbalken A mittelst Rollen oder Gleitstücke R verschiebbar ruhenden Spreizhebeln H besteht, deren obere Enden drehbar mit einer parallel zum Tragbalken A auf den Seilen S frei beweglichen Brücke B verbunden sind, durch deren Gewicht bei unbelasteter Spreize die Spreizhebel in beinahe horizontale Lage mit geringster Hakenentfernung übergeführt werden, während die Spreizhebel durch die Last des an sie gehängten Thierkörpers beim Zertheilen desselben nach und nach unter Anheben der Brücke selbstthätig in eine beinahe verticale, durch Anschläge begrenzte Lage mit gröfster Hakenentfernung übergehen, aus der sie zwecks Abgabe der Thierhälften beim Anheben des Tragbalkens wiederum zwangläufig in eine nahezu horizontale Lage mit bestimmter Hakenentfernung zurückgebracht werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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