DE104600C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F15/00—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
- G07F15/02—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity in which the quantity mechanism is set forward by hand after insertion of a coin
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
LUCIEN GIROUD in PARIS. Selbstkassirende Hilfsvorrichtung für Gas- und Wassermesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. Mai 1898 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine selbstkassirende Hilfsvorrichtung für Gas- und
Wassermesser, bei denen das Auslafsventil nach Münzeneinwurf von Hand geöffnet und durch
die, eine Rückbewegung eines federnden Ventilhebels hindernde Münze für eine bestimmte
Zeit offen gehalten wird.
Die Vorrichtung ist gekennzeichnet durch einen unter Federdruck stehenden Schlitten,
welcher in der Ruhelage festgehalten ist und das Oeffnen des Ventiles nicht gestattet, und
welcher dazu dient, nach seiner Auslösung durch ein eingeworfenes Geldstück" mit der
Hand zurückgeschoben zu werden, wodurch er mittelst eines Hebels das Drehventil öffnet,
während er gleichzeitig den Schliefshebel des Ventils hochhebt und aufser Bereich der Schliefsvorrichtung
bringt, worauf er sich gegen das im Münzkanale aufgehaltene Geldstück klemmt und in der eingenommenen Lage festgehalten
wird. Ferner kennzeichnet sich der Apparat durch ein loses Zahnrad, welches ohne Anstrengung
vom Gas- oder Wassermesser selbst gedreht wird und nach jeder Umdrehung unter zeitweiser Festhaltung des Schlittens das Geldstück
auslöst, so dafs, falls nicht ein anderes im Kanal vorhandenes Geldstück an Stelle des
in die Kasse fallenden tritt, der Schlitten wieder vorgehen und festgelegt werden kann, wodurch
der Ventilschliefshebel in den Bereich einer Nase des Rades kommt und so unter dem
Einflüsse des Mefsapparates selbst das Ventil langsam schliefst.
Die beiliegende Zeichnung stellt die Anordnung der Hilfseinrichtung an einer trockenen
Gasuhr dar.
Fig. ι ist ein Längsschnitt des Apparates;
Fig. 2 a und 2 b zeigen die Oberansicht in
Ruhe und im Betriebe;
Fig. 3 zeigt die vordere Endansicht;
Fig. 6 zeigt die Vorderansicht des Schlittens; Fig. 4, 5 und 7 zeigen Einzelheiten.
A ist eine Kammer, in welche das Austrittsrohr der Gasuhr mündet, und B ist eine
Kammer, von welcher die Gasleitung abzweigt. C ist eine Drehklappe (ζ. B. in Form eines
Malteser Kreuzes), welche je nach ihrer Stellung die Oeffnungen zwischen beiden Kammern absperrt
oder freigiebt. E ist eine stehende Achse, deren unteres gebogenes Ende F in
einen Schlitz e des Ventiles C greift (Fig. 1 und 5). Die Achse E geht durch eine Stopfbüchse
G im Deckel der Kammer B und trägt oberhalb einen zweiarmigen Hebel H, welcher
sich mittelst seiner Hülse in der Höhenrichtung verschieben kann, während ein Stift h ihn verhindert,
sich lose auf E zu drehen (Fig. 4). </ ist das auf dem Gasmesser geeignet befestigte
Gestell, dessen Federn j j beständig bestrebt sind, den Schlitten K an den Gestellkopf i zu
drücken. Wenn Schlitten K am Gestellkopfe i anliegt, greift ein Hebel L in seinen Schlitz Z und
hindert ihn an jeder Bewegung. Der Gestellkopf i enthält den Münzkanal M; eine Nase N des
Schlittens K geht quer durch den Kanal M hindurch, und aufserdem besitzt der Schlitten
seitlich zwei verschieden lange Arme η nl,
welche so angeordnet sind, dafs stets der eine Arm die Rinne M sperrt, während sich der
andere aufserhalb befindet, und umgekehrt.
Auf der unteren Seite des Schlittens K ist eine schräge Fläche k angeordnet (Fig. 6), durch
welche beim Angriffe des Stiftes ο auf dem Rade O der Schlitten K ein wenig zurückgeschoben
wird, so dafs der Arm η1 die Rinne verläfst und Arm η die Rinne sperrt. Das
lose Rad O wird von der Registrirvorrichtung des Gas- oder Wassermessers gedreht. Indem
man den Schlitten K zurückschiebt, dreht man durch dessen Anschlag P einen auf einer beliebigen
Achse r sitzenden einarmigen Hebel R, welcher das Ventil C durch Angriff an dem
Stifte h der Ventilachse E öffnet.
In einer Hülse S des Gestelles J liegt eine Welle T, deren eines mit einem Knopfe if versehenes
Ende aufserhalb des Hülfsapparates und der Gasuhr vorsteht.
Um jeden Mifsbrauch durch betrügerisches Festhalten des Knopfes t zu verhindern, trägt
die Achse T eine Taste U, welche von einem Gegengewicht u stets in die normale Lage
zurückgeführt wird; ebenso zieht ein zweites Gegengewicht ν die Achse T in die normale
Lage zurück. Beim Drehen des Knopfes t wirkt die Taste U auf den Arm X1 eines Gewichtshebels
X ein.
Das Rad O trägt eine Nase ο1, welche an
den Arm des Hebels H stöfst und ihn in der Richtung fortschiebt, welche der Bewegungsrichtung
des Hebels R entgegengesetzt ist. Der Haken L, welcher den Schlitten K in der Ruhelage
festhält, sitzt auf einer Achse %, welche einen Hebel Y trägt, dessen hakenförmiges
Endey in die Rinne M (Fig. 7) eingreift.
Der Apparat arbeitet wie folgt:
Die Ansicht von oben (Fig. 2 a) zeigt den Apparat im Ruhezustande. Die den Gasaustrift
gestattende Drehklappe C ist geschlossen und der Schlitten K kann nicht verschoben werden,
weil er durch den Haken L festgehalten wird. Wird nun ein Geldstück in den Kanal M eingeführt,
so drückt es die schräge Flächey des Hebels Y aus dem Kanäle M heraus und löst
auf diese Weise den Haken L aus. Wenn man hierauf den Knopf t dreht, so drückt die
Taste U auf den Gewichtshebel X und schiebt den Schlitten K vom Gestellkopfe i zurück
(Fig. 2 b). Der Schlitten schiebt den Hebel H in die Höhe, um ihn aufser Bereich der Nase ο1
zu bringen, und der Anschlag P dreht den Hebel R, so dafs dieser durch den Stift h das
Drehventil C öffnet, worauf der Gasaustritt beginnt.
Gleichzeitig ist das Geldstück im Kanal M auf den Arm η1 gefallen und hält die Nase N
des Schlittens auf, so dafs sich der letztere trotz des Druckes der Federn jj1 nicht an dem
Gestellkopf vorschieben kann. Der Gasausflufs findet daher ohne Unterbrechung statt, so lange
das Geldstück in seiner Lage auf dem Arm η1 verbleibt.
Durch den Gasausflufs wird das Rad O gedreht,
welches, da es lose ist, von'der Gasuhr keine Anstrengung verlangt, bis zu dem
Augenblicke, wo die der Münze entsprechende Gas- oder Wassermenge durch ihren Abflufs
das Rad O einmal herumgedreht hat. Der Stift 0 des Rades O gelangt alsdann an die
schräge Fläche k des Schlittens K und schiebt den letzteren etwas rückwärts, so dafs der Arm nl
die Rinne M verläfst und das Geldstück in die darunter befindliche Kasse fallen läfst.
Gleichzeitig ist der obere Arm η in die Rinne M hereingetreten (Fig. 2 b) und hält das
etwa in ihrer Verlängerung (Fig. 3) befindliche folgende Geldstück auf. Bei der Weiterdrehung
des Rades O tritt der Stift 0 in eine Vertiefung kl der schrägen Fläche k, wodurch
der Schlitten K etwas vorgeht und η aus der Rinne heraus- und n1 in dieselbe hineintritt.
Das folgende Geldstück fällt auf den Arm η1, und wenn der Stift 0 den Schlitten K wieder
freigiebt, stöfst die Nase N des letzteren gegen das neue, Geldstück, so dafs der Gasaustritt
ohne irgend welche Störung fortdauert.
Ist dagegen kein Geldstück mehr im Münzkanal M vorhanden, so vollziehen sich dieselben
Bewegungen mit dem Unterschiede, dafs der Schlitten K, wenn er vom Stift 0 freigegeben
wird, sich an dem Gestellkopf i vorschiebt, weil die Nase N durch die Rinne M hindurchgehen
kann. Der vorher vom Schlitten K hochgehaltene Hebel H gleitet vom Schlitten ab und
gelangt in den Bereich der Nase ο1 des Rades O, welche ihn infolge der Drehung des Rades
mitnimmt und auf diese Weise das Ventil C unter dem Einflüsse des Mefsapparates langsam
schliefst.
Sollte die Gasuhr irgendwie undicht sein, so fährt das Rad O in seiner Drehung fort,
aber der Hebel H schiebt sich auf einer schrägen Fläche m des Schlittens K in die Höhe und
kommt aus dem Bereiche der Nase ο1, so dafs der Gasmesser fortfahren kann zu arbeiten,
ohne dafs eine Störung oder ein Bruch seiner Organe zu befürchten wäre.
Claims (1)
1. Selbstkassirende Hilfsvorrichtung für Gas-
und Wassermesser, bei denen das Auslafsventil nach Münzeinwurf von Hand geöffnet
und durch die, eine Rückbewegung des federnden Ventilhebels hindernde Münze für eine bestimmte Zeit offen gehalten wird,
dadurch gekennzeichnet, dafs ein unter dem Druck von Federn (Jj1J stehender
Schlitten (KJ nach Einwurf eines Geldstückes in den Münzkanal (MJ ausgelöst
und durch Drehen einer Knopfachse (TtJ so vorwärts gedrückt wird, dais der Ventilhebel
(H) aufser Bereich einer am Rade (O) des Mefswerkes sitzenden Nase (ο1) kommt
und gleichzeitig ein anderer Hebel (R) das Auslafsventil (C) öffnet, worauf der durch
das Geldstück am Rückwärtsgange verhinderte Schlitten (K) gegen Ende der Gasabgabe
durch einen an einer schrägen Fläche (k) des Schlittens entlanggleitenden
Stift (o) des Rades (O) noch etwas weiter vorwärts bewegt wird und dadurch das
Geldstück freigiebt, so dafs der Schlitten nunmehr unter dem Einflüsse der Federn
(jjl) wieder in seine Anfangsstellung zurückgehen
und festgelegt werden kann, wobei der vom Schlitten abgleitende Ventilhebel (H)
wieder in den Bereich der Nase (ol) des Zahnrades (O) kommt und durch die vom
Mefswerke bewirkte Drehung des Rades (O) das Ventil (C) wieder geschlossen wird.
An dem in Anspruch ι gekennzeichneten Schlitten (K) die Anordnung von zwei un-. gleich langen Armen (nn1), welche durch wechselweise Sperrung des Münzkanals (M) einem folgenden Geldstücke gestatten, an Stelle des vorhergehenden zu treten, bevor der Schlitten (K) nach Ausflufs der dem Geldstücke entsprechenden Gas- oder Wassermenge in seine Anfangslage zurückgehen und den Schlufs des Ventiles ermöglichen kann.
An dem in Anspruch ι gekennzeichneten Schlitten (K) die Anordnung von zwei un-. gleich langen Armen (nn1), welche durch wechselweise Sperrung des Münzkanals (M) einem folgenden Geldstücke gestatten, an Stelle des vorhergehenden zu treten, bevor der Schlitten (K) nach Ausflufs der dem Geldstücke entsprechenden Gas- oder Wassermenge in seine Anfangslage zurückgehen und den Schlufs des Ventiles ermöglichen kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE104600C true DE104600C (de) |
Family
ID=374959
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT104600D Active DE104600C (de) |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE104600C (de) |
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0
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