DE104540C - - Google Patents

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DE104540C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B3/00Normal winding of clockworks by hand or mechanically; Winding up several mainsprings or driving weights simultaneously
    • G04B3/008Winding up several mainsprings or driving weights simultaneously

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Bügelaufzugseinrichtung für Uhren mit Wecker, bei welcher das Geh- und Weckerwerk mit Hülfe nur einer Aufzugswelle aufgezogen werden kann. Zu diesem Zwecke ist ein durch eine Schwingplatte zwischen den Triebrädern des Geh- und Weckerwerkes umschaltbares Wechselgetriebe in der Weise angeordnet, dafs sich die Schwingplatte auf der Vorgelegewelle oder einem besonderen Zapfen lose dreht und die angetriebenen Räder des Wechselgetriebes durch federnde Zapfen oder dergl. mit der Schwingplatte streng drehbar' verbunden sirid. Das Antriebsrad des Wechselgetriebes steht mit dem in üblicher Weise angeordneten Aufzugsrade in Eingriff. Bei einer Drehung des Antriebsrades ist der auf die angetriebenen Räder tangential wirkende Zahndruck bestrebt, die letzteren Räder in der Drehungsrichtung des Antriebsrades zu bewegen, wobei die lose drehbare Schwingplatte in gleicher Richtung ausschwingt, bis das eine oder andere der angetriebenen Räder mit dem Triebrade des Geh- bezw. Weckerwerkes in Eingriff kommt. Der weiteren Bewegung der Schwingplatte wird alsdann ein Widerstand entgegengesetzt, wodurch die zwischen der Schwingplatte und den angetriebenen Rädern vorhandene Reibung, die den Eingriff der angetriebenen Räder des Wechselgetriebes mit dem Antriebsrade einerseits und der Zahnung der Federhä'user andererseits sichert, überwunden wird. Durch die lose Drehbarkeit der Schwingplatte wird ein leichtes Spiel derselben und mithin eine sichere Wirkungsweise der Schaltvorrichtung erzielt.
Durch eine Schwingplatte umschaltbare Wechselgetriebe sind an sich nicht mehr neu.
Ein Dreirädergetriebe mit beweglichen Kloben ist bereits als Aufzugseinrichtung für Remontoiruhren verwendet werden, um mittelst einer Antriebswelle sowohl das Gehwerk aufziehen, als auch die Zeiger verstellen zu können (s. Grofsmann, Construction einer einfachen, aber mechanisch vollkommenen Uhr; Glashütte 1880; Seite 82 u. f.). Bei dieser Einrichtung ist jedoch der drehbare Kloben nicht selbsttätig umlegbar, sondern derart angeordnet, dafs das Rädergetriebe für gewöhnlich mit dem Triebrade des Gehwerkes in Eingriff gehalten wird und zur Veränderung der Zeigerstellung durch einen besonderen Drücker von Hand umgelegt werden mufs.
Ferner ist ein durch eine Schwingplatte umlegbares Rädergetriebe bereits zur Hin- und Herbewegung eines auf Walzen auf- und abwickelbaren Bandes benutzt worden (s. Patent Nr. 102698, Klasse 47). Dabei ist die Schwingplatte mit der Vorgelegewelle durch eine Reibungsfeder streng drehbar verbunden, während die angetriebenen Räder des Wechselgetriebes lose drehbar sind. Die Antriebskraft wird von der Vorgelegewelle unmittelbar auf das Antriebsrad in axialer Richtung übertragen. Diese Einrichtung würde als Bügelaufzug bei Uhren unzweckmäfsig sein, da bei einem solchen die Antriebskraft durch das Aufzugsrad in tangentialer Richtung auf das An-
triebsrad des Vorgeleges wirkt, so dafs bei einer Verbindung der Vorgelegewelle mit der Schwingplatte mit Hülfe einer Reibungsfeder ein Schleifen der letzteren ohne Mitnahme der Schwingplatte eintreten kann. Ueberdies werden durch die starke Reibung zwischen Antriebsrad und Schwingplatte die Widerstände bei Umschaltung des Wechselgetriebes in einer für den vorliegenden Zweck unzulässigen Weise erhöht, wodurch die Theile der Aufzugseinrichtung zu stark beansprucht würden.
Die genannten Uebelstände werden bei dem Erfindungsgegenstande dadurch vermieden, dafs die Schwingplatte lose, die angetriebenen Räder dagegen streng drehbar angeordnet sind, wodurch eine neue Wirkungsweise der eingangs erläuterten Art erzielt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Aufzugseinrichtung gemäfs vorliegender Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht der Aufzugseinrichtung bei abgenommener Schwingplatte.
Fig. 2 ist eine Hinteransicht des Uhrwerkes bei abgenommener Deckplatte.
Fig. 3 ist eine Schnittdarstellung des Uhrwerkes.
Fig. 4 zeigt das Wechselgetriebe in Vorderansicht.
Fig. 5 ist ein Grundrifs zu Fig. 4.
Fig. 6 ist eine Einzeldarstellung der Befestigungsvorrichtung für die Schwingplatte.
Die Gestellplatten 1, 2 sind durch Pfeiler 3, 4, 5 mit einander verbunden, von denen der eine 3 an der Vorderseite der dem Zifferblatt zugewendeten Platte 1 einen mit Schraubengewinde versehenen Zapfen 6 trägt, auf welchen eine Mutter 7 aufgeschraubt ist, auf deren Hals die Wiege 8 lose drehbar ist. Die Wiege 8 trägt zwei geschlitzte Zapfen 9, 10, auf welche Triebräder 11, 12 aufgesteckt sind, welche mit einem mittleren Triebrade 13 zusammenwirken, dessen Nabe auf dem Halse der Mutter 7 drehbar ist und dessen Zahnung in das Aufzugsrad 14 eingreift. Bei einer Drehung des letzteren in der Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeiles α wird die Schwingplatte 8 derart umgelegt, dafs dafs Triebrad 11 mit dem Triebrade 15 des Gehwerkfederhauses in Eingriff kommt, so dafs bei weiterer Drehung des Aufzugsrades die Gehwerkfeder gespannt wird. Bei einer Drehung des Aufzugsrades in entgegengesetzter Richtung wird die Wiege 8 derart umgelegt, dafs das Triebrad 1 ι unwirksam wird und das Triebrad 12 mit dem Triebrade 16 des Weckerwerkfederhauses in Eingriff kommt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Durch eine Schwingplatte .umschaltbares Wechselgetriebe als Bügelaufziehvorrichtung für Taschenuhren mit Wecker zum Aufziehen des Geh- und Weckerwerkes mit Hülfe nur einer Aufzugswelle, dadurch gekennzeichnet, dafs die angetriebenen Räder 11,12 des Wechselgetriebes mit der lose drehbaren Schwingplatte 8 mittels federnder Zapfen oder dergl. streng drehbar derart verbunden sind, dafs bei einer Drehung des Antriebsrades 13 des Wechselgetriebes mittels des Aufzugsrades 14 die Schwingplatte 8 im Sinne der Drehungsrichtung infolge des durch das Antriebsrad 13 auf den Kranz der angetriebenen Räder 11,12 ausgeübten Druckes umgelegt wird, während bei Zusammenwirkung des einen oder anderen der angetriebenen Räder mit dem Triebrade 15 oder 16 des Gehoder des Weckerwerkes das jeweils thätige Rad durch die Reibung zwischen ihm und der Schwingplatte in wirksamer Lage gehalten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1208698B (de) * 1958-09-03 1966-01-05 Schwab Sa Louis Arretierungsvorrichtung fuer das Laeutwerk einer Weckeruhr mit einem gemeinsamen Federhaus fuer Uhrhaus und Laeutwerk

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1208698B (de) * 1958-09-03 1966-01-05 Schwab Sa Louis Arretierungsvorrichtung fuer das Laeutwerk einer Weckeruhr mit einem gemeinsamen Federhaus fuer Uhrhaus und Laeutwerk

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