DE103104C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE103104C DE103104C DENDAT103104D DE103104DA DE103104C DE 103104 C DE103104 C DE 103104C DE NDAT103104 D DENDAT103104 D DE NDAT103104D DE 103104D A DE103104D A DE 103104DA DE 103104 C DE103104 C DE 103104C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- propellant charge
- chamber
- gun barrel
- projectile
- gun
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
- F42B5/10—Cartridges, i.e. cases with charge and missile with self-propelled bullet
- F42B5/105—Cartridges, i.e. cases with charge and missile with self-propelled bullet propelled by two propulsive charges, the rearwardly situated one being separated from the rest of the projectile during flight or in the barrel; Projectiles with self-ejecting cartridge cases
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen, Geschosse, Verschanzung.
in NEW-YORK.
Gescliofs mit Kammer zur Aufnahme der Treibladung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. April 1898 ab.
ν Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Geschofs für gewöhnliche und Torpedogeschütze,
welches in seinem hinteren Ende die Treibladung aufnimmt.
Fig. ι der Zeichnung zeigt das Geschofs fertig zum Abfeuern im Geschützrohr. Durch
Fig. 2 wird das Geschofs transportfertig veranschaulicht, während
Fig. 3 eine noch zu beschreibende Einzelheit veranschaulicht.
Das Geschofs ist, wie eingangs erwähnt, in der an und für sich bekannten Weise so construirt,
dafs es selbst die Treibladung hinter der Sprengladung in einer Kammer trägt. Das
Kennzeichnende des Geschosses besteht aber darin, dafs der Durchmesser dieser Kammer
gegenüber dem Seelendurchmesser des Geschützrohres sehr verkleinert ist, dafür aber die
Kammer eine entsprechend gröfsere Länge erhält, um trotz ihres kleinen Durchmessers eine
hinreichende Treibladung aufnehmen zu können. Diese von den bekannten Constructionen abweichende
Construction des Geschosses hat den besonderen Vortheil, dafs der beim Abfeuern des Geschützes entstehende Feuerstrahl
der Treibladung nur mit dem Verschlufs des Geschützrohres A, nicht aber mit
der Seelenwandung des Geschützrohres in Berührung kommen kann. Durch die besonders
langgestreckte Form der Treibladungskammer c2 des Geschosses C wird die Ver
brennung des Treibmittels in noch höherem Grade, als es bei den bekannten ähnlichen
Geschossen der Fall ist, verlangsamt; der bei Beginn der Bewegung des Geschosses auf
letzteres wirkende Gasdruck wird also auch wenig verschieden sein von dem Gasdruck,
der beim Austritt des Geschosses aus dem Geschützrohr vorhanden ist. Die bedeutende
Temperaturverminderung der Treibgase, welche durch die starke Verengung des Durchmessers
der Kartusche ρ hervorgerufen wird, und der Umstand, dafs der Feuerstrahl selbst auch dann
nicht die Seelenwandung des Geschützrohres bestreichen kann, wenn das Geschofs schon in der
Nähe der Mündung des Rohres sich befindet, hat zur Folge, dafs die Temperaturdifferenz zwischen
der inneren und äufseren Wandung des Geschützrohres und dementsprechend auch die
Differenz der Spannung in dem Material des Rohres bedeutend vermindert ist, also auch
das Rohr eine gröfsere Sicherheit gegen Zerspringen bietet. Ein weiterer, sehr wesentlicher
Vorzug der vorliegenden Construction der Treibladungskammer besteht darin, dafs zwischen der Seelenwandung des Geschützrohres
und der Aufsenfläche der Treibladungskammer c2 ein ganz bedeutender Zwischenraum
vorhanden ist, welcher die Wärmeabgabe des Geschützrohres an die Kartusche derart
vermindert, dafs eine unbeabsichtigte Entzündung des Treibmittels vermieden wird, wenn
ζ. B. anhaltend gefeuert wird. Um bei der^
Entzündung der Treibladung die Trejbglse
leichter in das Geschützrohr entweichen zu lassen, ist die TreibladungsKammer c~ am
hinteren Ende mit Schlitzen d versehen.
Beim Transport des Geschosses u. s. w. wird die Treibladung durch eine über den hinteren
Theil der Kammer c2 geschobene Kappe e (Fig. 2 und 3) vor Feuchtigkeit geschützt. Die
Kappe kann gleichzeitig zur Aufnahme der Zündung f dienen, und zwar entweder nur
während des Transportes (Fig. 2) oder auch beim Schufs (Fig. 3). Zwischen der Kammer c2
und dem zur Aufnahme des Sprengstoffes dienenden Raum c wird zweckmäfsig ein Hohlraum
c4 vorgesehen, welcher eine gefährliche Wärmeübertragung von der Treibladung auf
die Sprengladung verhindert. Auf das hintere Ende der Kammer c2 können ferner Flügel ν
gesetzt werden, welche dazu beitragen, dafs -das Geschofs im Fluge die gewünschte Richtung
beibehält.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Geschofs mit Kammer zur Aufnahme der Treibladung, dadurch gekennzeichnet, dafs der Durchmesser dieser Kammer (c2) gegenüber dem Seelendurchmesser des Geschützrohres verkleinert und die Kammer entsprechend verlängert ist, zum Zweck, den beim Abfeuern des Geschützes entstehenden Feuerstrahl der Treibladung nicht direct mit der Seelenwandung des Geschützrohres in Berührung kommen zu lassen und zwischen der Treibladung (p) und der Seelenwandung des Geschützrohres einen Abstand zu schaffen, welcher die Wärmeabgabe des letzteren an die Treibladung derart vermindert, dafs eine unbeabsichtigte Entzündung derselben vermieden wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE103104C true DE103104C (de) |
Family
ID=373630
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT103104D Active DE103104C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE103104C (de) |
-
0
- DE DENDAT103104D patent/DE103104C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1428658A1 (de) | Panzergranate mit Selbstantrieb | |
| DE1149638B (de) | Panzergranate fuer Waffen kleinen Kalibers | |
| DE680007C (de) | Patrone fuer Feurwaffen | |
| DE1578457B2 (de) | Sicherungseinrichtung fuer aufschlagzuender | |
| DE1703205A1 (de) | Schusswaffe mit Geschoss | |
| DE882358C (de) | Muendungsbremse an einer halbselbsttaetigen oder selbsttaetigen Feuerwaffe | |
| DE894370C (de) | Geschoss zum Schiessen auf kurze Entfernungen | |
| DE103104C (de) | ||
| EP0056077B1 (de) | Anordnung bei rückstossfreien Waffen | |
| DE1553866C3 (de) | Absenkvorrichtung für ein Geschoß | |
| DE2010154A1 (de) | Munition | |
| DE1201215B (de) | Feuerwaffe, insbesondere automatische Feuer-waffe | |
| DE191644C (de) | ||
| DE239179C (de) | ||
| DE31551C (de) | Zündrohr mit mehreren auf die Länge desselben vertheilten Zündplättchen | |
| DE239279C (de) | ||
| DE1000718B (de) | UEbungsgeschoss fuer rueckstosslose Feuerwaffen | |
| DE119323C (de) | ||
| DE383306C (de) | Einrichtung fuer Hinterladergeschuetze zum Umwandeln in Vorderlader | |
| DE35348C (de) | Neuerung an Patronen für Geschütze | |
| DE21172C (de) | Neuerungen an Artillerie-rlohlgeschossen | |
| DE955390C (de) | Patronenlager fuer selbsttaetige Waffen | |
| DE1901623A1 (de) | Abschussvorrichtung fuer Selbstantriebsgeschosse,insbesondere Gewehrgranaten | |
| DE308474C (de) | ||
| CH180722A (de) | Auf die Mündung einer Feuerwaffe aufzubringende Dämpfungsvorrichtung. |