DE239279C - - Google Patents
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- DE239279C DE239279C DENDAT239279D DE239279DA DE239279C DE 239279 C DE239279 C DE 239279C DE NDAT239279 D DENDAT239279 D DE NDAT239279D DE 239279D A DE239279D A DE 239279DA DE 239279 C DE239279 C DE 239279C
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- 239000007789 gas Substances 0.000 description 6
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B10/00—Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
- F42B10/02—Stabilising arrangements
- F42B10/12—Stabilising arrangements using fins longitudinally-slidable with respect to the projectile or missile
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
ÖVTENTSCHRIFT
KLASSE 72 d. GRUPPE
des Geschosses nach hinten hervorruft.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. August 1910 ab.
Es sind bereits Geschosse bekannt, die einen Steuerschwanz besitzen, welcher erst beim Abfeuern
des Geschosses durch die Entzündung einer Schießpulverladung selbsttätig gegenüber
dem Geschoß nach hinten ausgeschoben wird. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein
solches Geschoß, bei dem das steuernde Glied aus einem hinten geschlossenen, das Geschoß
umschließenden Rohr besteht. Damit dieses
ίο Rohr nicht durch den inneren Überdruck abgerissen
werden kann, sind Vorkehrungen getroffen, daß das Gas selbsttätig entweichen
kann, sobald sein Druck den auf den Boden des Rohres wirkenden Druck der Treibladung
um einen gewissen Betrag übersteigt.
Der durch die Gasentwickelung hervorgerufene Druck beeinflußt das Geschoß zusätzlich
zum Druck der Treibladung, und die dadurch entstehende Geschwindigkeitszunahme des Geschosses gegenüber der Hülse, wenn
sich diese noch im Geschützlaufe befindet, erhöht die endliche Ausgangsgeschwindigkeit des
Geschosses in demselben Maße, als wenn der Geschützlauf um die Strecke verlängert wäre,
um welche sich die Hülse rückwärts auf dem Geschoß bewegt hat. Die Einrichtung hat die
erforderliche Dichtigkeit und widersteht dem Druck der Treibladung auch dann, wenn er
verhältnismäßig groß ist.
Der Druck der Treibladung nimmt während des Durchganges des Geschosses bis zur Geschützmündung
ab, wo er vollständig aufhört, und weil der Gasdruck innerhalb des Rohres steigt, ist es unschwer, den Druckunterschied
so einzurichten, daß das Ansatzrohr noch innerhalb des Geschützrohres nach hinten in
die richtige Lage getrieben wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird durch die Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1
zeigt das Geschoß in Seitenansicht (teilweise im Schnitt) vom Rohre bedeckt, Fig. 2 das
Geschoß mit dem Rohre in seiner hinteren Lage. Fig. 3 bis 8 zeigen Einzelheiten.
Das Rohr B hat am Vorderteil ringförmige Rillen D und der Geschoßkörper A am Hinterende
eine Rippe E. In der Mitte der Haube C ist ein kleines Loch F und im Hinterteil des
Geschosses eine Pulverkammer G mit Auslaßkanälen H angeordnet. Die Haube C kann
an dem Rohr entweder (Fig. 1) durch Schraubengewinde oder in irgendeiner anderen Weise befestigt
sein, so daß die Verbindung den erforderlichen Widerstand bietet. Die Haube kann noch kräftiger an dem Rohr befestigt
werden und mit Einrichtungen versehen werden (Fig. 4 bis 8), welche den hinteren Gasdruck
aushalten können, jedoch einem gewissen inneren Drucke im Rohre nachgeben.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 bestehen diese Einrichtungen in einer
Scheibe /, welche Löcher / in der Haube abdeckt und an der Haube mittels eines kleinen
rohrförmigen Niets K befestigt ist. Nach Fig. 6 und 7 sind Löcher L der Haube durch
kleine Scheiben M abgedeckt, welche verkittet oder in anderer Weise lose an der
Außenseite des Kopfes befestigt sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 ist die
Scheibe / schalenförmig ausgebildet und an der Haube C durch einfaches Pressen befestigt.
Auf alle Fälle werden diese Scheiben abgerissen, sobald der innere Druck einen gewissen
Betrag übersteigt.
Beim Abfeuern dringen die Treibladungsgase durch das kleine Loch F in das Geschoß
ein und entzünden das in den Kammern G befindliche Pulver. Die Flanschen der Haube C
ίο werden gleichzeitig gegen die Wände des
Laufes gepreßt, und das Geschoß wird mit größerer Geschwindigkeitszunahme als das
Rohr nach vorn getrieben; hierdurch bildet das Rohr eine Verlängerung des Geschosses,
gerade bevor es den Lauf verlassen hat, und gleichzeitig wird die Energie des treibenden
Schusses um so viel besser ausgenutzt, als ob die Länge des Laufes entsprechend vergrößert
wäre.
ao Sobald der mit Rillen versehene Teil des Rohres B beim Rückwärtsgleiten die Rippe E
des Geschoßkörpers erreicht, wird seine Bewegung angehalten, und hierdurch wird die
richtige Lage des Rohres gegenüber dem Geschoßkörper gesichert, so daß seine Achse in
die Verlängerung der Geschoßachse zu liegen kommt.
Am vorderen Ende des Rohres werden zweckmäßig einige Löcher angebracht, damit die Gase
nach Zurückschieben des Rohres leicht entweichen können.
Claims (2)
1. Geschoß, bei dem eine bejm Schuß sich entzündende Pulverladung eine Verlängerung
des Geschosses nach hinten hervorruft, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung durch ein hinten geschlossenes
und das Geschoß umschließendes Rohr gebildet wird.
2. Geschoß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anordnung, durch die
das im Verlängerungsrohr entwickelte Gas selbsttätig ausgelassen wird, sobald sein
Druck den äußeren Druck auf den Boden des Rohres um einen gewissen Betrag übersteigt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE239279C true DE239279C (de) |
Family
ID=498736
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT239279D Active DE239279C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE239279C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2602042A1 (fr) * | 1986-07-23 | 1988-01-29 | Sauvestre Jean Claude | Projectile pour munition de chasse comportant un sabot lanceur et une balle sous-calibree a stabilisateur coulissant. |
-
0
- DE DENDAT239279D patent/DE239279C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2602042A1 (fr) * | 1986-07-23 | 1988-01-29 | Sauvestre Jean Claude | Projectile pour munition de chasse comportant un sabot lanceur et une balle sous-calibree a stabilisateur coulissant. |
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