DE10174C - Neuerung an galvanischen Batterien - Google Patents

Neuerung an galvanischen Batterien

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DE10174C
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R. CH. ANDERSON In Woodgreen, Grafschaft Middlesex (England)
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/04Cells with aqueous electrolyte

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Description

1879.
Klasse 21.
ROBERT CHAPMAN ANDERSON in WOODGREEN
(Grafschaft Middlesex, England).
Neuerung an galvanischen Batterien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. October 1879 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an galvanischen Batterien, deren Zweck dahin geht, die Batterien stark und constant zu erhalten und die Erzeugung schädlicher Dämpfe möglichst zu verhindern.
Behufs Ausführung meiner Verbesserungen an einer Batterie mit zwei Flüssigkeiten verwende ich vorzugsweise die gewöhnlichen positiven und negativen Elemente, wie Zink und Kohle; auf das erstere kann durch irgend eine geeignete Säure, z. B. Schwefelsäure oder Salzsäure, oder durch das Salz einer Säure, z. B. ein schwefelsaures oder Chlorsalz gewirkt werden; für das letztere, das negative Element, 'wende ich jedoch Oxalsäure an (zu welcher eine geeignete Säure oder das Salz einer Säure hinzugefügt ist), in Verbindung mit irgend einer Lösung, welche Chrom oder Chromsäure enthält, so dafs die Oxalsäure sich chemisch mit dem in dieser Lösung enthaltenen Chrom bezw. der Chromsäure verbindet und oxalsaures Chromoxyd bildet, und zwar entweder einfach oder in Verbindung mit der Basis oder dem Salz eines chromsauren oder doppeltchromsauren Salzes, z. B. chromsaurem oder doppeltchromsaurem Kali. Zu einer Batterie mit einer Flüssigkeit verwende """ich die negative Lösung allein.
In einer Batterie mit zwei Flüssigkeiten verwende ich, wie oben gesagt, die gewöhnlichen Zink- und Kohle-Elemente ze, welche durch eine poröse Zelle A oder dergleichen von einander getrennt sind; die eine Flüssigkeit wird in die Zelle A und die andere in ein Gefäfs gegossen, auf dessen Boden die Zelle A steht. Ich wende vorzugsweise salzsaures Ammoniak als erregende Flüssigkeit für das positive Element an, und oxalsaures Chromoxyd und Kali in Verbindung mit freiem doppeltchromsauren Kali und Salzsäure für das negative Element.
Oxalsaures Chromoxyd und Kali kann durch Neutralisirung einer Lösung von doppeltchromsaurem Kali mit Oxalsäure, bis das Aufbrausen aufhört, hergestellt werden, oder durch Mischung fast jedes Oxalsäuren Salzes mit doppeltchromsaurem Kali, wodurch entweder mit oder ohne Hülfe von Säure zum Auflösen des Oxalsäuren Salzes oxalsaures Chromoxyd und Kali gebildet wird, da die Oxalsäure zu Chrom und Kali eine gröfsere Affinität besitzt, wie fast zu jeder anderen Basis oder jedem anderen Salz.
Der negative Theil des Gefäfses kann daher auf verschiedene Weise gefüllt werden, z. B. indem man in die Salzsäure irgend ein oxalsaures Salz, ζ. B. oxalsaures Kupferoxyd oder oxalsaures Ammoniak thut, und doppeltchromsaures Kali hinzufügt, so dafs in dieser Abtheilung des Gefäfses oxalsaures Chromoxyd und Kali mehr oder weniger schnell gebildet wird. Die Methode jedoch, welche ich als vortheilhaft angenommen habe, besteht darin, Oxalsäure zu einer Lösung von doppeltchromsaurem Kali zu thun, bis das Aufbrausen aufhört, und die Lösung alsdann langsam abzudampfen, wodurch man Krystalle von oxalsaurem Chromoxyd und Kali erhält; von diesem Salz wird eine genügende Menge auf den Boden der für das Kohle-Element bestimmten Abtheilung gethan, und zwar mit einer ungefähr gleichen Menge Krystalle von doppeltchromsaurem Kali und Salzsäure, rein oder mehr oder weniger mit Wasser verdünnt, je nach der gewünschten Stärke der Lösung; alsdann wird das Kohle-Element in diese Lösung gesetzt. Anstatt die Krystalle lose in die Abtheilung mit den negativen Lösungen zu schütten, wie es bisher geschah, regulire ich die Stärke galvanischer Batterien dadurch, dafs ich die Krystalle von doppeltchromsaurem Kali (oder anderem Salz) in eine stellbare Glasröhre C bringe, welche oben offen und unten mit einem Boden D von durchlöcherter Piatina oder Platinagaze versehen ist (oder es kann die Röhre selbst am Boden oder an den Seiten durchlöchert sein), und diese Röhre mehr oder weniger tief in die negative Lösung tauche; je tiefer die Röhre eingetaucht wird, desto gröfser ist die Kraft der Batterie, da alsdann mehr Krystalle der Wirkung der Lösung ausgesetzt werden. Auf diese Weise wird durch Stellung der Tiefe der Röhre die Stärke der Batterie regulirt, und indem das obere Ende der Röhre eine Trichterform erhält, vergröfsere ich dieselbe, so dafs ich genügend doppeltchromsaures Kali unterbringen kann, um die Lösung bis zur Ausnutzung selbstthätig zu speisen.
Bei Batterien mit einer Flüssigkeit wende ich die oben beschriebene, zur Umgebung des nega-
tiven Elements bestimmte Flüssigkeit für beide Elemente, Zink und Kohle, an. Alsdann wird die poröse Zelle und die besondere erregende Säure für das Zink-Element fortgelassen. Hierdurch wird die Wirkung der Batterie, wenn auch von geringerer Dauer wie in der oben beschriebenen Batterie mit zwei Flüssigkeiten, weit intensiver und der innere Widerstand geringer.
Die Batterie mit zwei Flüssigkeiten wende ich an, wo auf lange Dauer eine constante und kräftige Wirkung ausgeübt werden soll, z. B. zu telegraphischen Zwecken, zum Läuten elektrischer Glocken, und (bei Anwendung einer genügenden Anzahl Batterien) zum elektromotorischen Betrieb und zur Erzeugung von elektrischem Licht.
Andererseits kann die Batterie mit einer Flüssigkeit vortheilhaft zu Zwecken angewendet werden, wo eine kurze, stetige und kräftige Wirkung verlangt wird.
Um das Entweichen von Dämpfen, welches infolge der flüchtigen Natur der in beiden Formen der Batterie angewendeten Säure stattfindet, besonders wo die Säure der negativen Lösung unverdünnt ist, in wesentlichem Mafse zu verhindern, habe ich es für vortheilhaft befunden, die Lösung in der Batterie mit einem dünnen Häutchen OeI, Rufs, gepulverter Holzkohle oder irgend einer anderen geeigneten Masse zu bedecken.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung galvanischer Batterien mit Anwendung von Oxalsäure in Verbindung mit irgend einer Lösung, welche Chrom oder Chromsäure enthält, so dafs die Oxalsäure sich chemisch mit dem Chrom oder der Chromsäure zu einfach oxalsaurem Chromoxyd oder einem zusammengesetzten Oxalsäuren Salz, welches Chrom oder Chromsäure enthält, verbindet, wie oben beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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