DE46668C - Galvanische Batterie mit zwei Flüssigkeiten - Google Patents

Galvanische Batterie mit zwei Flüssigkeiten

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DE46668C
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battery
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acid
zinc
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DENDAT46668D
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Firma HECTOR LAHOUSSE & CO. in Lille, Nord, Frankreich
Publication of DE46668C publication Critical patent/DE46668C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/24Cells comprising two different electrolytes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Primary Cells (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand dieser Erfindung bildet eine neue constante Batterie mit zwei Flüssigkeiten, gekennzeichnet durch die Anwendung einer neuen Flüssigkeit zum Verbrennen des von einer porösen Zelle umschlossenen Zinkes, um zusammen mit den für den äufseren Theil dieser Zelle getroffenen Anordnungen einen sehr constanten Strom von grofser Energie bei billiger Erzeugung zu erhalten.
Die neue Batterie ist in einem Beispiel auf den beiliegenden Zeichnungen in
Fig. ι im Verticalschnitt,
Fig. 2 in der Endansicht,
Fig. 3 in der Oberansicht und
Fig. 4 in perspectivischer Ansicht dargestellt.
Fig. 5 zeigt den Grundrifs eines grofsen Modelles mit zwei Kohlenelektroden.
Die Batterie setzt sich zusammen aus einem äufseren, für concentrirte Salpetersäure unangreifbaren und solche aufnehmenden Gefäfs A und einer in dieses eingesetzten porösen Zelle B, welche mit einer speciell combinirten Flüssigkeit zur Verbrennung des Zinkes C gefüllt ist. In den Zwischenraum zwischen beiden Gefäfsen werden die positiven Elektroden E aus Retortenkohle eingesetzt, und wird dann der verbleibende Raum behufs Vergröfserung der Oberfläche mit zerstückter Retortenkohle ausgefüllt. Darauf wird der Zwischenraum zwischen den Gefäfsen A und B oben mittelst einer Schicht H aus Pech geschlossen, welche die Zelle B, die Kohlenelektroden E und die beiden zum Einfüllen der Salpetersäure dienenden Glasröhren FF durchläfst. Das Einfüllen findet durch eine der beiden Röhren statt, so dafs die verdrängte Luft durch die andere entweichen kann; nach der Einfüllung der Säure werden beide Röhren hermetisch verschlossen, um während der Arbeit der Batterie das Entweichen von Untersalpetersäuredämpfen zu verhindern.
Die zum Verbrennen des Zinkes dienende Flüssigkeit besteht aus einer Lösung von 35 g Quecksilberbisulfat und 35 g concentrirter Salpetersäure von 40 pCt. in 1 1 Wasser. Zur Darstellung dieser Lösung ist es absolut nothwendig, das Quecksilberbisulfat zuerst unter 300 ecm Wasser zu mischen und so lange umzurühren, bis die Lösung eigelbe Färbung zeigt; dann giefst man unter fortwährendem Umrühren langsam die Salpetersäure zu und rührt, bis die Flüssigkeit klar geworden ist; wenn die Mischung fertig ist, fügt man den Rest des Wassers hinzu.
Die so dargestellte Lösung wird in die poröse Zelle B eingegossen; dann setzt man in diese die Zinkelektrode ein, welche in einem Bügel aus Porcellan oder anderem nichtoxydirbaren Stoff hängt, der gleichzeitig der Zelle B als Deckel dient.
Die in dieser Weise gebildete Batterie wird wie alle Batterien zur Anwendung gebracht. Der aus derselben erhaltene Strom ist sehr regelmäfsig und keinerlei stofsweiser Erzeugung unterworfen; die Leistung der Batterie ist dabei bezüglich der elektromotorischen Kraft = 2Volts bei 6,5 bis 7 Ampere während einer Minimaldauer von 60 Stunden.
Das an allen Punkten gleichmäfsig angegriffene Zink wird nur sehr langsam und dabei
sehr regelmäfsig abgenutzt und braucht man dasselbe nicht herauszunehmen.
Die Rückstände in der Batterie bestehen aus Zinksalzen und freiem Quecksilber, bilden also ausnutzbare Producte und können verwerthet werden, entweder indem man sie zum Wiederverbrauch regenerirt oder indem man sie dem Handel überläfst; in jedem Falle gestatten sie infolge ihres Handelswerthes, die Erzeugungskosten des von der Batterie zu liefernden Stromes zu vermindern.
Die Thätigkeit der Batterie erfordert nur eine sehr geringe und mit derjenigen der Leelaηche - Batterien vergleichbare Unterhaltung.
Infolge der für eine Füllung benutzten geringen Quecksilbermenge und mit Rücksicht auf das lange Vorhalten dieser Füllung stellt sich der Herstellungspreis der Batterie sehr niedrig, und wenn man davon noch den Werth der Rückstände abzieht, so findet man, dafs ihre Anwendung sich äufserst ökonomisch gestaltet.
Man ersieht aus dem Obigen, dafs die neue Batterie zugleich ökonomisch, energisch, constant und sehr regelmäfsig ist und nur eine ganz geringe Unterhaltung erheischt.
Im "übrigen können die Mengenverhältnisse bei der Bereitung der neuen Flüssigkeit variirt und die constructiven Details der Batterie modificirt werden, ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu treten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Batterie mit zwei Flüssigkeiten, bestehend in proportioneller Zusammenstellung aus einer Säure und klarem Wasser, womit ein ebensolcher proportioneller Theil eines chemischen Körpers vermischt bezw. aufgelöst ist, um Elektricität zu erzeugen, gekennzeichnet durch die Verbrennung des in eine poröse Zelle eingeschlossenen Zinkes mittelst einer Flüssigkeit, welche aus einer Lösung von 35g Quecksilberbisulfat und 35g Salpetersäure von 40 pCt. in ι 1 Wasser zusammengesetzt ist, in Verbindung mit in concentrirter Salpetersäure eingetauchter Kohlenelektrode, welche mit zerstückter Retortenkohle umgeben ist, so dafs sie eine mit der Säure imprägnirte schwammartig poröse Masse bildet.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT46668D Galvanische Batterie mit zwei Flüssigkeiten Expired - Lifetime DE46668C (de)

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DE (1) DE46668C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1230107B (de) * 1962-01-09 1966-12-08 Du Pont Stickstoffdioxyd als Oxydationsmittel in Brennstoffelementen
US4143775A (en) * 1977-03-28 1979-03-13 The Filer And Stowell Company Apparatus for dispatching lumber

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1230107B (de) * 1962-01-09 1966-12-08 Du Pont Stickstoffdioxyd als Oxydationsmittel in Brennstoffelementen
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