DE1007378B - Schaltungsanordnung fuer Umsteuerwaehler in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Umsteuerwaehler in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen

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Publication number
DE1007378B
DE1007378B DES46808A DES0046808A DE1007378B DE 1007378 B DE1007378 B DE 1007378B DE S46808 A DES46808 A DE S46808A DE S0046808 A DES0046808 A DE S0046808A DE 1007378 B DE1007378 B DE 1007378B
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DE
Germany
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relay
reversing
selector
contact
circuit
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Pending
Application number
DES46808A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Walter Mai
Dipl-Ing Josef Tintrup
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Publication of DE1007378B publication Critical patent/DE1007378B/de
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0016Arrangements providing connection between exchanges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES
In Fernsprechanlagen ist es bekannt, daß ein Umsteuerwähler, der auf eine Leitung einer Richtung (Hauptrichtung) eingestellt ist, bei Wahl einer anderen Verkehrsricihtung von der belegten Leitung abläuft und eine freie Leitung der gewählten Richtung (Umsteuerrichtung) aufsucht. Nach Wahl der Kennzahl der Umsteuerrichtung spricht ein Relais an, welches den Prüf- und Haltestromkreis des Umsteuerwählers unterbricht. Dieses Relais wird, wenn der Wähler die Kontaktgruppe erreicht, in der die Leitungen der Umsteuerrichtung angeschlossen sind, durch Einschalten einer Gegenwicklung abgeworfen.
Es ist weiter bekannt, daß Verbindungen über die vom Umsteuerwähler belegte Hauptrichtung hergestellt werden, wenn alle Leitungen, welche in die nach Wahl ihrer Kennzahl bestimmte Umsteuerrichtung abgehen, gesperrt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Umsteuerwählern, welche nach Belegung einer in eine Hauptrichtung abgehenden freien Leitung auf eine freie Leitung einer anderen Verkehrsrichtung (Umsteuerrichtung) einzustellen sind und die einzelnen Umsteuerrichtungen durch ein- oder mehrstellige Kennzahlen bestimmt werden, die Umsteuerung des Wählers auf eine Kontaktgruppe, über die die Leitungen der gewählten Umsteuerriehtung erreichbar sind, durch eine möglichst wenig Schaltmittel erfordernde, interne Schaltung des Umsteuerwählers zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein nach Wahl einer Umsteuerrichtung über eine Kennzeichnungseinrichtung ansprechendes und den Weiterlauf des Umsteuerwählers einleitendes Relais das Prüfrelais vom Prüfarm auf einen Hilfssehaltarm umschaltet und daß die in dessen Kontaktbank liegenden, den Umsteuerrichtungen entsprechenden Gruppenkontakte mit den Schaltmitteln der Kennzeichnungseinrichtung verbunden sind, über welche der Anreiz für den Weiterlauf des Umsteuerwählers gegeben wurde und daß über diese Schaltmittel das Prüfrelais anspricht und den Umsteuerwähler stillsetzt.
Durch diese Anordnung ist es möglich, in einfachster Weise eine Verbindung in eine Verkehrsrichtung, in welche direkte Verbindungsleitungen abgehen, dann über die vom Umsteuerwähler belegte Verbindungsleitung einer Hauptrichtung zu leiten, wenn alle in die Umsteuerriehtung abgehenden Verbindungsleitungen belegt sind. Das den Weiterlauf des Umsteuerwählers einleitende Umsteuerrelais dient also als Prüfrelais und spricht nur an, wenn noch freie Leitungen der Umsteuerriehtung vorhanden sind. Besteht die Kennzeichnungseinrichtung aus Schrittschaltwerken, so ist es weiter möglich, durch die doppelte Ausnutzung eines Schaltarmes Wählerrelais einfachster Bauart verwenden zu können.
Schaltungsanordnung für Umsteuerwähler
in Fernmeldeanlagen,
insbesondere Fernsprechanlagen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 4
Dipl.-Ing. Walter Mai und Dipl.-Ing. Josef Tintrup,
München,
sind als Erfinder genannt worden
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung öffnet das den Weiterlauf des Umsteuerwählers einleitende Relais bei seinem Ansprechen seinen über die Kennzeichnungseinrichtung verlaufenden Erregerstromkreis und Wiird durch eine Gegenwicklung abgeworfen, die nach dem Erreichen der Umsteuerriehtung durch den Umsteuerwähler in den über die Kennzeichnungseinrichtung verlaufenden Stromkreis für das Prüfrelais eingeschaltet ist.
Weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Anordnung sind aus der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.
In der Zeidhnung ist ein Ausfühcrungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Als Umsteuerwähler ist ein durch einen Einzelmotor angetriebener Drehwähler angenommen. Die Kennzeichnungseinrichtung besteht aus zwei Schrittschaltwerken, von denen das eine durch die Stromstöße entsprechend der ersten Stelle von Kennzahlen und das zweite durch die den zweiten Stellen von Kennzahlen entsprechenden Stromstöße eingestellt wird. An Stelle eines durch die zweiten Stellen verschiedener Kennzahlen einzustellenden Wählers mit mehreren Schaltarmen können auch mehrere Kennzeichnungswähler mit je einem Schaltarm verwendet werden. Diese Wähler können gleichzeitig bei Wirksamwerden einer zweiten Kennzifferstromstoßreithe eingestellt werden. Die Anordnung kann aber auch derart getroffen werden, daß von den mehreren zweiten Kennzeichnungswählern nur derjenige eingestellt wird, über den die gewünschte Umsteuerrich-
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tung gekennzeichnet werden kann. An Stelle von Schrittschaltwählern können als Kennzeichnungseinrichtung auch Wähler anderer Art, z. B. Relaisgruppen, verwendet werden.
I. Belegung einer in die Hauptrichtung HR abgehenden Verbindungsleitung
Wird der Ums teuer wähler UW von einem vorgeordneten Wähler durch Anlegen von Pluspotential an die Ader 1 belegt, so spricht das Relais A über seine Wicklung I an:
1. +, ...,I1 2a, 3c, 4kuw, Skkwl, 6kkw2, 7 s, IA.
4 kuw und andere Kontakte kuw sind Kontakte des Umsteuerwählers UW, welche die gezeigte Lage in der Ruhestellung des Wählers einnehmen. Die Kontakte 5kkwl bzw. 6kkw2 und andere Kontakte kkwl bzw. kkw2 sind Wählerkontakte des Kennzeichnungswählers KWl bzw. KW2. Auch diese Kontakte haben die gezeigte Lage eingenommen, wenn sich ihr Wähler in der Ruhestellung befindet. Alle genannten Kontakte werden umgelegt (geöffnet oder geschlossen), wenn die betreffenden Wähler die Ruhestellung verlassen.
Am Kontakt 2 α wird der Kurzschluß des Relais C aufgehoben. Dieses spricht an. Über Kontakt 8 a spricht Relais D an:
2.+,9h, Sa, 10 kuw, ID, —.
Relais D legt durch Schließen des Doppelarbeitskontaktes 11 d Pluspotential an die Stator spulen Ml und M 2 des Wählermotors an. Der Umsteuerwähler läuft aber noch nicht an, da die Kontakte 12 kuw und 13 r noch geschlossen sind. Am Kontakt 14 c schaltet sich das Relais C in einen über den Widerstand 15 verlaufenden Haltestromkreis. Anschließend öffnet Kontakt 3c. Das Relais R wird eingeschaltet:
3. +,1IR, kw 1 in Stellung 0,16 v, 17 c, IR1IU, —.
Relais U hat in diesem Stromkreis Fehlstrom, so daß nur das Relais R anspricht. Kontakt 13 r öffnet. Der Umsteuerwähler läuft an und belegt eine freie, in die Hauptrichtung HR abgehende Verbindungsleitung. In bekannter Weise erfolgt die Fortschaltung des Wählermotors durch abwechselndes Einschalten der beiden Statorspulen Ml und M2 über die Ankerkontakte ml und ml. Beim Erreichen einer freien abgehenden Leitung wird der Wähler durch das ansprechende Prüfrelais P stillgesetzt. taktes 10 kuw. Vor öffnen des Stromkreises 2 ist demnach für das Relais D ein neuer Stromkreis hergestellt.
6. +, 9 h, 32 s, 33 t, 34 d, 35 ph, 31 kuw, ID, —.
Bei Ansprechen des Relais PH wird dieser Stromkreis am Kontakt 35 ph unterbrochen. Relais D fällt ab. Vor öffnen des Kontaktes 18 d ist über die Kontakte S3 ph und 82 s der für die Dauer der Verbindung
ίο bestehende Halte- und Sperrstromkreis hergestellt. Am Kontakt 53 ph wird Minuspotential über den Widerstand 54 an die Ader 1 angelegt.
Das Relais A, das nach Durchschaltung der Sprechadern im vorgeordneten Wähler über seine an den Sprechadern liegenden Wicklungen II und III in den Speisestromkreis deir anrufenden Stelle eingeschaltet ist, hat den Kontakt 36 α geschlossen. Im nachgeordneten Wähler oder Stromstoßübertrager spricht das Stromstoßempfangsrelais an.
II. Wahl der Kennzahl »4«
Die anrufende Stelle will eine Verbindung in die Verkehrsrichtung 4 herstellen. Das Amt mit dieser Kennzahl ist nur über die Hauptrichtung HR zu erreichen. Die vier Stromstöße werden mittels des Kontaktes 36 α zum nachgeordneten Wähler weitergegeben. Gleichzeitig erfolgt auch eine Einstellung des als Mitläufer arbeitenden Kennzeichnungswählers KWl. Beim ersten Abfall des Relais A spricht Relais V an:
7. +, 9h, 37a, 38r, IV, UV, —.
Am Kontakt 39 ν wird die Wicklung IV kurzgeschlossen. Durch Schließen des Kontaktes 4Ow und nachfolgendem öffnen des Kontaktes 16w wird das Relais R unabhängig von Schaltarm kw 1 in Stellung0 erregt gehalten. Der Antriebsmagnet Dkw 1 wird bei jedem Abfall des Relais A betätigt:
8. +, 41 h, 42a, 43r, 44b, Dkwl, —.
Der Schaltarm few 1 wird auf den Bankkontakt 4 eingestellt, der nicht mit einem Schaltarm eines weiteren Kennzeichnungswählers verdrahtet ist. An diesen Kontakt ist auch nicht das eine Umsteuerrichtung mit einstelliger Kennzahl kennzeichnende Potential angelegt. Nach Abfall des Relais V1 Schließen des Kontaktes 16 ν und öffnen des Kontaktes 4Ow fällt das Relais R ab. Das Relais H spricht an:
9. +., 45 kuw, 46ph, 47r, 4Zs, H, —.
4. +, l%d, 19c, 20, IP, UP, 21 u, 67t, urne, 22, — an der Verbinduingsleitung.
Durch Schließen des Kontaktes 23^ wird die gerade nicht unter Strom stehende Statorspule eingeschaltet. Der Wähler wird unverzüglich stillgesetzt. Am Kontakt 24p wird das Prüfhilfsrelais PH über den Kontakt 25 u parallel zum Widerstand 20 sowie der Wicklung I des Relais P gelegt und spricht an. Es schaltet den Andrückmagneten AD ein:
27 δ
5.+,26 s,-^ 28 ph, AD,—.
Die Schaltarme uwa und uwb werden in Kontaktberührung mit den Bankkontakten gebracht, was durch die Kontakte ad schematisch angedeutet ist.
Beim ersten Schaltschritt des Umsteuerwählers werden, wie bereits erwähnt, alle feww-Kontakte umgelegt. Unter anderem erfolgt die Schließung des Kontaktes 31 kuw und anschließend die öffnung des Kon-Relais H schließt die Kontakte 49 h, 50 h und öffnet anschließend die Kontakte 51 h, 52 h. Das Relais A ist abgeschaltet und fällt ab. Die ankommende Sprechleitung ist über die Schaltarme uwa und uwb mit dem Stromstoßempfangsrelais der nachgeordneten Verbindungseinrichtung verbunden. Das Relais C wird am Kontakt 2 α kurzgeschlossen und fällt ab. Das hat auf den Ums.teuerwähler keinen Einfluß, da das Durchschalterelaie H die Kontakte 9 h, 41h und 55 h geöffnet hat.
III. Wahl der Kennzahl »9«, Umsteuerrichtung UR5
Durch die neun Stromstöße wird der Kennzeichnungswähler KWl in die Schaltstellung 9 gebracht. »9« ist die Kennzahl eines Amtes, das über Querverbindungsleitungen erreichbar ist. Eine Weiterschaltung des Umsteuerwählers UW erfolgt aber nur dann, wenn noch mindestens eine freie Leitung zu diesem Amt (Umsteuerrichtung ZJi? 5) vorhanden ist. Sind alle Leitungen belegt, so ist der Kontakt ab 5 offen.
Über den Scbaltarm kwl wird kein Schaltvorgang
eingeleitet. Die Verbindung wird über die Hauptrichtung aufgebaut. Da bei offenem Kontakt ab 5 kein Pluspotential an der Wicklung I des Relais R liegt, fällt das Relais R ab und schaltet, wie oben beschrieben, das Durchschaltrelais H ein.
Ist aber der Kontakt ab 5 geschlossen, so spricht nach Abfall des Relais V das die Umsteuerung des Wählers UW einleitende Relais U an:
10. +, abS, 56 u, kwl in Stellung 9, 16 z>, 17 c,
IR, IU, —.
Relais U legt sich in einen Haltestromkreis:
11. +, HR, 57u, UU, 17 c, IR, IU, —.
Es werden weiter geschlossen die Kontakte 58 m, 59 m. Geöffnet werden die Kontakte 21m, 25 u, 56 m, 60;/ bis 65 m. Gegebenenfalls wird ein Teil dieser Kontakte von einem vom Relais U eingeschalteten Hilfsrelais betätigt. Durch öffnen des Kontaktes 21 μ fallen die Relais P und PH ab. Der Andrückmagnet AD wird bei öffnen des Kontaktes 28ph ausgeschaltet. Über Kontakt 58 u spricht das Relais D an:
12. +, 9h, 32 s, 58 u, 35 ph, 31 kuw, ID, —.
Nach dem öffnen des Kontaktes 23 ρ und Schließen des Kontaktes 11 d läuft der Umsteuerwähler UW an und sucht die Kontaktgruppe, von der die Leitungen der Umsteuerrichtung UR 5 abgehen. Das Prüfrelais P ist vom Prüfarm u-wc auf den Hilfsarm uwd umgeschaltet. Gelangt der Hilfsschaltarm auf den Gruppenkennzeichnungskontakt gh 5., so ist folgender lokaler Prüf Stromkreis geschlossen:
13. +, 18d, 19c, 20, IP, IIP, 59m, 661, T, uwd, gk5, kwl in Stellung 9, 16v, 17c, IR, IU, —.
Parallel zu den Wicklungen IP, IIP und T liegen die Wicklungen II U und IIR. Relais P setzt den Umsteuerwähler still. Das am Kontakt 24cρ eingeschaltete Prüfhilfsrelais PH kann über die anderen im Prüfstromkreis 13 liegenden Wicklungen nicht ansprechen. Relais T öffnet die Kontakte 331, 66t, 671 und schließt den Kontakt 681. Die Wicklung III U, welche eine Gegenwicklung zu den Wicklungen I U und II U ist, ist in den Stromkreis 13 eingeschaltet. Relais U wird abgeworfen und unterbricht Stromkreis 13 durch öffnen des Kontaktes 59 m. Am Kontakt 331 wird der Stromkreis über die Wicklung I des Relais D unterbrochen. Das Relais D hat aber Abfallverzögerung, da seine Wicklung IID über die Kontakten2 und Hd kurzgeschlossen ist. Es hält seinen Anker bis zum Abfall des Relais T angezogen, so· daß nach dem öffnen des Kontaktes 68 ί der Wähler UW sofort weiterläuft und eine freie Leitung der Umsteuerrichtung URS sucht.
Nach dem Abfall des Relais U fällt auch das Relais R ab und schließt unter anderem den Kontakt 47 r. Beim. Ansprechen des Relais PH spricht das Relais H an und führt die beschriebenen Umschaltungen durch.
IV. Wahl der Kennzahl »57«, Umsteuerrichtung t/i? 4
Nach der Einstellung des Kennzeichnungswählers KWl durch die erste Stromstoßreihe mit fünf Stromstößen und Abfall des Steuerrelais V ist folgender Stromstoß hergestellt:
14. +, HR, IB, kw2/2 in Stellung 0, kwl in Stellung 5, 16 ^, 17c, IR, IU, —.
Relais B bereitet am Kontakt 70 b einen während der Aufnahme der zweiten Kennzahlstromstoßreihe am Kontakt 71 ν zu schließenden Haltestromkreis vor. Durch öffnen des Kontaktes 44 b wird der Drehmagnet Dkw 1 ausgeschaltet. Am Kontakt 72 b wird der Drehmagnet Dkw2 des Kennzeichnungswählers KW2 eingeschaltet. Die zweite Stromstoßreihe aus sieben Stromstößen bringt die Schaltarme des Kennzeichnungswählers KW2 in die Schaltstellung 7. Nach dem Abfall des Steuerrelais V fällt auch Relais B ab, und über einen dem Stromkreis 10 ähnliehen, über die Schaltarme kw 1 und kw2/2 verlaufenden Stromkreis spricht das Relais U an. In der beschriebenen Weise wird der Umsteuerwähler auf eine freie Leitung der Umsteuerrichtung UR4 gesteuert.
1S V. Alle Leitungen einer Richtung sind gesperrt
Sind alle Leitungen der Hauptrichtung HR gesperrt, so dreht der Wähler in die Durchdrehstellung ddh. Das Relais 51 spricht an:
15. +, 18d, 19c, 20, IP, IIP, 21m, 671, uwe, ddh, 75 d, IUS, —.
Relais S legt sich in einen Haltestromkreis:
16. +, 45kuw, 60m, 76s, IIS, —.
Die Kontakte 7s, 26s, 32s, 48i, 82i werden geöffnet. Die Kontakte76 s, 77s, 78s schließen. Der Besetztsummer ist an die Wicklung IA noch nicht angelegt, da der Kontakt 79 r offen ist. Wenn die anrufende Stelle die Kennzahl einer Umsteuerrichtung wählt und in der beschriebenen Weise das Relais U anspricht, wird der Haltestromkreis 16 des Relais 5" unterbrochen. Relais .S" fällt ab. Der Umsteuerwähler dreht, da nach Schließen der Kontakte 58 μ und 32 s das Relais D anspricht, in die Umsteuerrichtung.
Nach dem Ansprechen des Umsteuerrelais U wird die letzte freie Leitung der gewählten Umsteuerrichtung, z. B. UR4c, belegt. Der Umsteuerwähler wird dann auf dem Durchdrehkontakt dd4: in der beschriebenen Weise stillgesetzt.
VI. Vor Beendigung einer Freiwahl des Umsteuerwählers laufen Stromstöße ein
Während der Umsteuerwähler UW eine freie Leitung der Hauptrichtung HR sucht, werden Nummernstromstöße wirksam. Ein Teil dieser Stromstöße oder auch alle können nicht auf die dem Wähler UW nachgeordnete Verbindungseinrichtung übertragen werden, Um Perverbindungen zu vermeiden, die dadurch entstehen, daß bei über die Hauptrichtung herzustellenden Verbindungen der nächste Wähler durch die für ihn bestimmte Stromstoßreihe gar nicht oder falsch eingestellt wird, wird durch den ersten Stromstoß das Relais ^ zum Ansprechen gebracht.
17. +, 55h, 8Qd, 81a, IS, —.
Der Kontakt 77 s überbrückt den Kontakt 81a. Außerdem wird der Haltestromkreis 16 geschlossen, da der Stromkreis 17 bei öffnen des Kontaktes 80 if wieder unterbrochen wird. Der Umsteuerwähler stellt sich auf eine freie Leitung ein. Diese Leitung wird aber nicht gesperrt, denn der Kontakt 82 j ist offen. Es kann also· nicht der bei 83 ph geschlossene Sperr-Stromkreis wirksam werden. Kontakt 18 d öffnet. Das öffnen des Kontaktes 26 s verhindert eine Einschaltung des Andrückmagneten AD.
Wenn nach Wähl einer Umsteuerrichtung das Relais U in der beschriebenen Weise anspricht, wird der Haltestromkreis 16 unterbrochen. Relais 5" fällt ab.
Der Umsteuerwähler läuft weiter und sucht eine freie Leitung- der gewählten Richtung.
Laufen Nummernstromstöße während des Suchens nach einer freien Leitung einer Umsteuerrichtung ein, so wird auch wieder das Relais 5* über Stromkreis 17 zum Ansprechen gebracht. Der Umsteuerwähler kann sich zwar auf eine freie Leitung der gewählten Richtung einstellen. Diese wird jedoch, wie oben beschrieben, nicht gesperrt. Infolge Öffnen des Kontaktes 48 s spricht das Durchschaltrelais H nicht an. Das Relais A bleibt mit seinen Wicklungen II und III an den ankommenden Sprechadern liegen. Da das Relais R abgefallen ist, liegt der Besetztsummer an der Wicklung IA über die Kontakte 78 j und 79 r. Das Besetztzeichen wird induktiv auf die Wicklungen IIA und 111.4 übertragen.
VII. Auslösen des Umsteuerwählers
Nach Beendigung einer Verbindung über den Umsteuerwähler wird die Auslösung desselben und des oder der Kennzeichnungswähler durch Abschalten von Minuspotential von der Belegungsader der vom Umsteuerwähler abgehenden Verbindungsleitung eingeleitet. Dann fallen die Relais P und PH ab. Durch öffnen des Kontaktes 46 ph wird das Durchschaltrelais H ausgeschaltet. Das Relais D spricht an:
18. +, 9 h, 90 c, 35ph, 3IkUW1 ID, —.
Nach dem Schließen des Kontaktes 11 d läuft der Umsteuerwähler UW so lange weiter, bis er in seiner Ruhestellung stillgesetzt wird. Dann ist die nicht unter Strom stehende Stator spule über die Kontakte 12 kuw und 13r eingeschaltet. Der Kontakt 31 kuw öffnet Stromkreis 18. Relais D fällt ab und trennt Pluspotential von den Statorspulen ab.
Gleichzeitig mit der Auslösung des Umsteuerwählers UW werden auch die Kennzeichnungswähler KWl und KW2, wenn eine zweiziffrige Kennzahl gewählt wurde, ausgelöst. Zuerst wird der Wähler KWl in die Ruhelage weitergeschaltet. Der Drehmagnet Dkwl spricht an:
19. +,4Ih, 91c, 92dkwl, 93dkw2, 94kkwl,
Dkzv 1, —.
Der Drehmagnet Dkw 1 unterbricht an seinem Kontakt 92dkwl den Stromkreis 19, fällt ab und schließt darauf diesen Stromkreis von neuem. Bei Erreichen der Ruhelage, in welcher der Kontakt 94 kkwl öffnet und der Kontakt 95 kkw 1 schließt, ist Stromkreis 19 endgültig unterbrochen. Über die Kontakte 95 kkw 1 und 96kkw2 ist der Stromkreis für den Drehmagneten Dkw2 des Kennzeichnungswählers KW2 geschlossen. Dieser Stromkreis wird am Kontakt 93 dkw2 so lange impulsweise unterbrochen, bis der Wähler die Ruhestellung erreicht und der Kontakt 96 kkw 2 öffnet. Nach der Einstellung aller Wähler in die Ruhelage kann der Umsteuerwähler neu belegt werden, denn die in Reihe liegenden Kontakte4kuw, 5kkwl und 6kkw2 sind geschlossen.

Claims (5)

  1. Patentanspruch ε-1. Schaltungsanordnung für Umsteuerwähler in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, welche bei Belegung sich auf eine freie Leitung einer Verkehrsrichtung einstellen und bei Wahl der Kennzahl einer anderen Verkehrsrichtung auf eine in diese Richtung abgehende Leitung weiterlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß ein nach Wahl einer Umsteuerrichtung (UR 5) über eine Kennzeichnungseinrichtung (KW 1) ansprechendes und den Weiterlauf des Umsteuerwählers (UW) einleitendes Relais (U) das Prüfrelais (P) vom Prüfarm (uwc) auf einen Hilfsschaltarm (uwd) umschaltet und daß die in dessen Kontaktbank liegenden, den Umsteuerrichtungen (UR5) entsprechenden Gruppenkontakte (gkl) mit den Schaltmitteln (kwl in Stellung 9) der Kennzeichnungseinrichtung (KWl) verbunden sind, über welche der Anreiz für den Weiterlauf des Umsteuerwählers gegeben wurde, und daß über diese Schaltmittel das Prüfrelais (P) anspricht und den Umsteuerwähler stillsetzt.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den Weiterlauf des Umsteuerwählers einleitende Relais (U) bei seinem Ansprechen seinen über die Kennzeichnungseinrichtung (KWl) verlaufenden Erregerstromkreis öffnet und durch eine Gegenwicklung (III U) abgeworfen wird, welche nach dem Erreichen der Umsteuerrichtung (UR5) durch den Umsteuerwähler in den über die Kennzeichnungseinrichtung (KWl) verlaufenden Stromkreis für das Prüfrelais (F) eingeschaltet ist.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenwicklung (III) des Umsteuerrelais (U) durch ein im Prüf Stromkreis liegendes Hilfsrelais (T), z.B. durch Aufhebung eines Kurzschlusses (66t), eingeschaltet wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsrelais (T) ein Verzögerungsrelais ist, welches nach Abfall des Umsteuerrelais (U) das Prüfrelais (P) verzögert an den Prüf arm (uwc) des Umsteuerwählers (UW) zurückschaltet.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ruhestellung (0) der Kennzeichnungseinrichtung (KWl) in Reihe mit der Erregerwicklung (I) des Umsteuerrelais (U) ein das Anlaufen des Umsteuerwählers (UW) und die Einstellung der Kennzeichnungseinrichtung (KWl, KW2) vorbereitendes, bei der Belegung (17 c) ansprechendes Relais (R) liegt, dessen Widerstand ein Ansprechen des Umsteuerrelais (U) verhindert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 709 507/163 Φ.57
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