DE1007107B - Bekaempfung tierischer Pflanzenschaedlinge, insbesondere von Milben - Google Patents

Bekaempfung tierischer Pflanzenschaedlinge, insbesondere von Milben

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DE1007107B
DE1007107B DEB24568A DEB0024568A DE1007107B DE 1007107 B DE1007107 B DE 1007107B DE B24568 A DEB24568 A DE B24568A DE B0024568 A DEB0024568 A DE B0024568A DE 1007107 B DE1007107 B DE 1007107B
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DE
Germany
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chlorobenzyl
mites
sulfide
animal pests
chlorophenyl
Prior art date
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Pending
Application number
DEB24568A
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English (en)
Inventor
Douglas Greenwood
Herbert Aubrey Stevenson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Boots Pure Drug Co Ltd
Original Assignee
Boots Pure Drug Co Ltd
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Filing date
Publication date
Application filed by Boots Pure Drug Co Ltd filed Critical Boots Pure Drug Co Ltd
Publication of DE1007107B publication Critical patent/DE1007107B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N2300/00Combinations or mixtures of active ingredients covered by classes A01N27/00 - A01N65/48 with other active or formulation relevant ingredients, e.g. specific carrier materials or surfactants, covered by classes A01N25/00 - A01N65/48

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Bekämpfung tierischer Pflanzenschädlinge, insbesondere von Milben Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel worin das Phenylradikal X unsubstituiert ist oder ein oder mehrere Chloratome als Substituenten enthält und das Phenylradikal Y ein oder mehrere Chloratome als Substituenten aufweist, zur Bekämpfung tierischer Pflanzenschädlinge, insbesondere von Milben.
  • Bevorzugte Vertreter dieser Körperklasse sind beispielsweise p-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid, p-Chlorbenzylphenylsulfid, o-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid, m-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid.
  • Stäube, Dispersionen und Emulsionen der Verbindungen der obigen allgemeinen Formel besitzen Eigenschaften, welche sie für die Bekämpfung der Eier und aktiven Stadien von Milben (Acari) wertvoll machen, insbesondere die pflanzenfressenden Tetranychidae oder Rotspinnenmilben, das sind Tetranychus telarius L und Metatetranychus ulmi Koch.
  • Bekanntlich ist Befall durch Milben, wie z. B. die rote Spinne, gegenwärtig ein außerordentlich schwieriges gärtnerisches Problem. Die neueren Insektizide töteten zwar ausgewachsene rote Spinnen und auch verschiedene Raubinsekten, beeinträchtigen jedoch nicht das Ei- und Larvenstadium der roten Spinne. Infolgedessen bewirkte die Anwendung solcher Insektizide eine zeitweilige Verbesserung, jedoch gefolgt von einem sehr starken Befall mit roter Spinne, weil die neue Generation der roten Spinne infolge Fehlens der Raubinsekten unter sehr günstigen Bedingungen sich entwickeln kann.
  • Die Verwendung von Phenylbenzyläthern und -thioäthern als Insektizide ist bekannt. Es sind auch Halogene als Substituenten bei derartigen Verbindungen unter einer sehr großen Anzahl anderer Möglichkeiten nebenbei erwähnt. In diesem Zusammenhang sind auch Benzylphenyläther erwähnt, in welchen die einzigen Substituenten eine oder zwei Nitrogruppen sind. Erwähnt sind auch noch andere Thioäther, aber diese sind keine Benzylphenyläther.
  • Keinesfalls konnte daher aus dieser Literaturstelle entnommen werden, daß gerade chlorsubstituierte Thioäther auch für das Ei- und Larvenstadium der Milben wirksam sind, was bei keiner der dort erwähnten vielen Verbindungen der Fall ist.
  • Die neuen Verbindungen nach der Erfindung sind nicht giftig für Pflanzen und Tiere, wohl aber giftig für das ausgewachsene Insekt und Ei- und Larvenstadium von Milben und sind daher die ersten Mittel, mit welchen überhaupt eine wirkliche und wirksame Kontrolle bei Milbenbefall zu erzielen ist..
  • Vergleichsversuche, welche unter Verwendung von p-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid gemäß der Erfindung und der zu dieser Verbindung am nächsten kommenden bekannten insektiziden Verbindung p-Chlorbenzylp-chlorphenyläther gemacht wurden, ergaben bei den Larven und Eiern der roten Spinne unter Verwendung einer 0,025 °/oigen Lösung mit der ersten Verbindung eine 100 °/oige und mit der zweiten Verbindung eine 24 °/oige Abtötung.
  • Die Dispersionen mit fester disperser Phase können den wirksamen Bestandteil in Kombination mit einem Dispergier- und/oder Suspendiermittel in wäßrigem Medium enthalten. Zweckmäßigerweise kann der aktive Bestandteil in Mischung mit einem Dispergier- und/oder Suspendiermittel vorliegen, so daß eine Dispersion beim Zusatz der Mischung zu Wasser gebildet wird. Um die Bildung einer Dispersion in dieser Weise zu erleichtern, kann das zu verdünnende Gemisch auch noch ein mit Wasser mischbares organisches Lösungsmittel, z. B. Aceton, enthalten. Die Dispersionen gemäß der Erfindung schließen auch Suspensionen ein, bei welchen die feste disperse Phase mit einer wäßrigen Ölemulsion vermischt wird. Dabei ist der aktive Bestandteil in dem 01 unlöslich, welches vorzugsweise ein nicht flüchtiges 01, z. B. flüssiges Paraffin, ist.
  • Die Emulsionen gemäß der Erfindung können den aktiven Bestandteil in Kombination mit einem Emulgiermittel und einem organischen innerhalb des Bereichs von 80 bis 300° siedenden Lösungsmittel; z. B. Xylol, enthalten. Es kann vorteilhaft sein, ein nicht flüchtiges pflanzliches oder mineralisches Öl, z. B. Paraffinöl, zuzusetzen, welches als Aktivator und/oder als Klebemittel wirkt.
  • Emulsionen gemäß der Erfindung können auch ein Netzmittel enthalten. Zweckmäßigerweise kann das Mittel aus dem aktiven Bestandteil in Mischung mit oder in Lösung in einem der eben definierten organischen Lösungsmittel zusammen mit einem Emulgiermittel und gewünschtenfalls einem Netzmittel bestehen, so daß beim Vermischen des Gemisches mit Wasser eine Emulsion gebildet wird. Die wäßrigen Dispersionen und Emulsionen können mit Wasser vor der Anwendung verdünnt werden bis zu einer Konzentration an dem aktiven Bestandteil innerhalb des Bereichs von 0,001 bis 10 °/o (Gewicht oder Volumen). Die Konzentration der zu verwendenden Lösungen hängt von den Bedürfnissen der besonderen zu verwendenden Zerstäubungsvorrichtung ab.
  • Die Wirkstoffe können auch mit einem pulverförmigen festen Verdünnungsmittel vermischt werden. Solche Gemische können bis zu 50 % (Gewicht oder Volumen) des aktiven Bestandteils enthalten.
  • Die Verbindungen der obigen allgemeinen Formel können auch in der Form von Rauch, Nebel und Aerosolen angewendet werden. Dieses Anwendungsverfahren ist sehr zweckmäßig, wenn die zur Bekämpfung der Milben zu behandelnden Pflanzen in einem geschlossenen Raum, z. B. in einem Treibhaus, untergebracht sind.
  • Verfahren zur Erzeugung von insektenvernichtenden Rauchen, Nebeln und Aerosolen sind dem Fachmann bekannt. Eine Anzahl von Brandsätzen ist bekannt, welche nach dem Entzünden Rauch erzeugen können und die nur so viel Hitze erzeugen, daß höchstens ein kleiner Teil des aktiven Bestandteils zersetzt werden könnte.
  • Bei der Herstellung von Nebeln und Aerosolen, welche als aktive Bestandteile Verbindungen der obigen allgemeinen Formel enthalten, kann der aktive Bestandteil in einer Mischung eines nichtflüchtigen Öls, z. B. eines pflanzlichen Öls, und eines damit mischbaren zusätzlichen Lösungsmittels, z. B. Cyclohexanon oder Aceton, gelöst werden. Die so erhaltene Lösung kann durch mechanische Mittel oder durch ein Treibgas, z. B. ein Gemisch aus Chlor- und Fluoderivaten von Methan und Äthan, versprüht werden.
  • Die nachfolgenden nicht beschränkenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern.
  • Beispiel 1 Ein aus den folgenden Bestandteilen bestehendes Gemisch wird mit einer ausreichenden Menge Wasser zu einer wäßrigen Emulsion mit einem Gehalt an 0,10/, (Gewicht oder Volumen) p-Chlorbenzyl-p-Chlorphenylsulfid verdünnt
    p-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid . . . . . . . . . . 10 g
    Xylol .................................. 68 ccm
    Empilan TX (Empilan TX ist ein Waren-
    zeichen für ein Kondensat von Äthylen-
    oxyd und einer höheren Fettsäure) ..... 17 ccm
    Ethylan K (Ethylan K ist ein Warenzeichen
    für einen Polyäthylenäther eines Alkyl-
    phenols) .............................. 5 ccm.
    Beispiel 2 Ein dispergierbares Pulver wird durch inniges Vermischen der nachstehenden Bestandteile erhalten
    p-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid . . . . . . . . . . 20 g
    Belloid T. D. (Belloid T. D. ist ein Waren-
    zeichen für ein Kondensat von Formalde-
    hyd und einem Alkylarylsulfonat) ....... 8 g
    Kaolin ................................. 52 g
    Magnesiumsulfat (wasserfrei) ............. 20 g.
    Beispiel 3 Für die Herstellung einer Mischung, welche mit Wasser zu einer stabilen Emulsion verdünnt werden kann, wird p-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid in einer Mischung aus 10 Volumteilen Insem 108 (ein besonderes nichtionisches Emulgiermittel) und 90 Volumteilen ;)Petrochemical Solvent 20/1<< (ein besonderes im Bereich von 200 bis 210° siedendes Kohlenwasserstofflösungsmittel) zu einer Lösung mit einem Gehalt von 200/, (Gewicht oder Volumen) an aktivem Bestandteil gelöst.
  • Beispiel 4 Zur Herstellung einer Mischung, welche mit Wasser zu einer stabilen Emulsion verdünnt werden kann, wird p-Chlorbenzylphenylsulfidin einer Mischung aus 10Volumteilen Insem 108 und 90 Volumteilen Xylol zu einer Lösung mit einem Gehalt von 15"/, (Gewicht oder Volumen) an aktivem Bestandteil aufgelöst. (Insem 108 ist ein Warenzeichen für einen Oleinsäureester eines Glykols).
  • Beispiel 5 Ein für die Herstellung eines Aerosols geeignetes Mittel wird durch Auflösen von p-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid in einer Mischung gleicher Gewichtsteile Teesamenöl und Cyclohexanon zu einer schließlichen Konzentration von 250j, (Gewicht oder Volumen) an aktiven Bestandteilen erhalten. Diese Lösung kann mechanisch dispergiert werden bis auf der zu behandelnden Fläche eine Konzentration von 0,1 bis 20 g an dem aktiven Bestandteil auf 28 m3 vorliegt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel worin das Phenylradikal X unsubstituiert ist oder ein oder mehrere Chloratome als Substituenten enthält und das Phenylradikal Y ein oder mehrere Chloratome als Substituenten aufweist, zur Bekämpfung tierischer Pflanzenschädlinge, insbesondere von Milben.
  2. 2. Verwendung von p-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid, oder von p-Chlorbenzylphenylsulfid, oder von o-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid, oder von m-Chlorbenzyl-p-chlorphenylsulfid für die Zwecke nach Anspruch 1.
  3. 3. Milbenbekämpfungsmittel mit einem Gehalt an wirksamen Stoffen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie Träger- und Verdünnungsmittel und/oder oberflächenaktive Mittel, gegebenenfalls neben organischen Lösungsmitteln, mit oder ohne Zusatz von Netzmitteln enthalten.
  4. 4. Milbenbekämpfungsmittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine raucherzeugende Masse oder einen Aerosol- oder Nebelträger enthalten. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 701104.
DEB24568A 1952-03-17 1953-03-03 Bekaempfung tierischer Pflanzenschaedlinge, insbesondere von Milben Pending DE1007107B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1108506B (de) 1958-10-06 1961-06-08 Union Carbide Corp Nematodicide Mittel

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE701104C (de) * 1937-05-11 1941-01-13 Roehm & Haas Company Insekticides Mittel

Patent Citations (1)

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