DE1259331B - Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphorsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphorsaeureestern

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DE1259331B
DE1259331B DEE27850A DEE0027850A DE1259331B DE 1259331 B DE1259331 B DE 1259331B DE E27850 A DEE27850 A DE E27850A DE E0027850 A DEE0027850 A DE E0027850A DE 1259331 B DE1259331 B DE 1259331B
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DE
Germany
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dithiophosphoric acid
preparation
acid esters
acid
allene
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Pending
Application number
DEE27850A
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English (en)
Inventor
Alexis A Oswald
Karl Griesbaum
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/16Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
    • C07F9/165Esters of thiophosphoric acids
    • C07F9/173Esters of thiophosphoric acids with unsaturated acyclic alcohols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07f
Deutsche Kl.: 12 ο-19/03
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1259 331
E27850IVb/12o
26. September 1964
25. Januar 1968
Die Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphorsäureestern der allgemeinen Formel
Verfahren zur Herstellung
von Dithiophosphorsäureestern
R1O
R7O'
P — S — CH, — CH = CH,
in der R1 und R2 Alkylreste mit 1 bis 30 C-Atomen oder zusammen einen Alkylenrest mit 1 bis 30 C-Atomen bedeuten zum Gegenstand, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in an sich bekannter Weise einen Dithiophosphorsäure-O,O'-dialkylester mit Allen im Molverhältnis 1:2 bis 1:5 bei —80 bis + 1000C unter UV-Bestrahlung oder in Gegenwart von Peroxydverbindungen oder Azoverbindungen umsetzt.
Vorzugsweise bezeichnen R1 und R2 niedere Alkylgruppen, insbesondere Methyl, Äthyl und Propyl. Der bevorzugte Temperaturbereich, bei dem die Umsetzung durchgeführt wird, ist 0 bis 50° C.
Um die oben formelmäßig beschriebenen Dithiophosphorsäureester und nicht ein anderes Monoaddukt oder Diaddukt des Allen zu erhalten, ist die Verwendung von freie Radikale liefernden Verbindungen wesentlich, um hohe Ausbeuten des 1,2-Monoaddukts des Aliens zu erzielen. Diese freien Radikale liefern ultraviolette Strahlen und zahlreiche Peroxyd- oder Azoverbindungen, wie Cumolhydroperoxyd, tert.-Butylhydroperoxyd, bis-tert.-Butylperoxyd und bis-Azoisobutyronitril. Bei der Herstellung des 1,2-Monoaddukts des Aliens ist darüber hinaus wesentlich, daß ein Allenüberschuß verwendet wird, um die vorstehend beschriebene selektive Umsetzung zu erreichen. Das Molverhältnis von Allen zum anderen Reaktionspartner wird vorzugsweise im Bereich von 2:1 bis 5:1 gehalten.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen zeigen überraschend gute pestizide Wirkung.
Beispiel
Eine Mischung von 18,6 g (0,1 Mol) Diäthyldithiophosphorsäure und 12 g (0,3 Mol) Allen wurde in ein Quarzdruckrohr gegeben und bei 170C 24 Stunden unter Rühren unter Bestrahlung mit ultraviolettem Licht umgesetzt.
Ein Überschuß an nicht umgesetztem Allen wurde durch überführung in eine gekühlte Auffangvorrichtung gewonnen. Die fraktionierte Destillation des Rohproduktes bei 1 mm Druck ergab 18,1 g Anmelder:
Esso Research and Engineering Company,
Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil, A. Hoeppener, Dr. H. J. Wolff
und Dr. H. Chr. Beil, Rechtsanwälte,
6230 Frankfurt-Höchst, Adelonstr. 58
Als Erfinder benannt:
Alexis A. Oswald, Mountainside, N. J.;
Karl Griesbaum, Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. September 1963
(312 302)
(80 Gewichtsprozent, bezogen auf die Säure) Diäthylallyldithiophosphat in Form einer farblosen Flüssigkeit, Kp. 70 bis 72°C. Die kernmagnetischen Resonanzspektren und Infrarotabsorptionsspektren des Produktes zeigten, daß es die angenommene Struktur hat.
Analyse für C7H15O2PS2:
Berechnet:
C 37,15, H 6,68, O 14,14, P 13,69%;
gefunden:
C 37,16, H 6,51, O 14,42, P 13,52%.
Vergleichsversuclie
Dialkyldithiophosphorsäureaddukte von Allen wurden auf ihre insektizide, mitizide und nematozide Wirkung untersucht. Für die Insektizid- und Mitizidtests wurde eine Probe (0,1 g) in Benzol oder Aceton (0,5 ecm) gelöst und die erhaltene Lösung mit einem unter der Handelsbezeichnung Triton X-100 erhältlichen Alkylarylpolyätheralkohol in Wasser emulgiert. Die nematoziden Proben wurden zur Ver-
709 720/529
mischung mit dem Boden zu 10%igen Stäubpräpa- Erbsenblattläusen infiziert und die tödlichen Fälle
raten formuliert. Die Testmethoden werden nachfolgend beschrieben:
Insektizide Tests
Hausniegentest
50 ausgewachsene Fliegen wurden in einem 5 ■ 15 cm großen Käfig aus nichtrostendem Stahl, der oben und unten mit einem Gitter mit 20 Maschen/cm2 abgedeckt war, besprüht. Die Fliegen wurden in dem Käfig, in dem sie besprüht worden waren, gehalten, um die Wirkung zu beobachten und die tödlichen Fälle nach 24 Stunden festzustellen. Die bei diesem Test festgestellte tödliche Wirkung kann durch Berührung mit Rückständen oder durch direkte Berührung beim Besprühen entstehen. Als positives Vergleichsmittel, darunter ist zu verstehen, daß das Vergleichsprodukt bei DDT bei der jeweils angegebenen Konzentration eine 100%ige tödliche Wirkung zeigt, wurde DDT in einer Konzentration von 0,05% verwendet.
Test bei der Baumwollmotte und dem
Mexikanischen Bohnenkäfer
25
Blätter der Lima-Bohne, deren Ober- und Unterseite besprüht worden waren, wurden zehn Larven der Baumwollmotte (spätes drittes Puppenstadium) und des Mexikanischen Bohnenkäfers (spätes zweites Puppenstadium) 48 Stunden lang gefüttert. Die Futterzufuhr und die bezüglich der tödlichen Wirkung ermittelten Daten sowie Blattschäden, falls vorhanden, wurden aufgezeichnet. Die positiven Vergleichsmittel waren 0,05% DDT bzw. 0,1% Methoxychlor.
35
Tests bei Erbsenblattläusen
Ausgewachsene Erbsenblattläuse wurden besprüht und auf besprühte Erbsenpflanzen gegeben und darauf gehalten, um die tödlichen Fälle festzuhalten. Blattschäden wurden, falls vorhanden, registriert. Als positives Vergleichsmittel wurde DDT in einer Konzentration von 0,05% verwendet.
Die systemische insektizide Wirkung wurde dadurch bestimmt, daß man 20 ecm der Sprühprobe auf das ungezieferfreie Substrat von gepflanzten Erbsenpflanzen aufbrachte. 48 Stunden nach der Aufbringung wurden die Pflanzen mit 10 ausgewachsenen nach 5 Tagen bestimmt. Als positives Vergleichsmittel wurde Demeton in einer Konzentration von 0,01% verwendet. Demeton entspricht der Verbindung
(C2H5O) = R = X
(X = O oder S)
O C2H4SC-2H5
Mitizide Tests Tests bei Spinnmilben
Lima-Bohnenpflanzen wurden mit 50 bis 100 ausgewachsenen Erdbeer-Spinnmilben, Tetranychus atlanticus, vor dem Test infiziert. Die infizierten Pflanzen wurden in das Testmaterial getaucht und darin 5 Tage gehalten. Die tödlichen Fälle von ausgewachsenen Milben sowie die ovizide Wirkung wurden registriert. Als positive Vergleichsmittel wurden 2 - (p - tert. - Butylphenoxy) - isopropyl - 2 - chloräthylsulfit (Aramite) und Ovotran in Konzentrationen von 0,1% verwendet. Ovotran ist ein Insektizides Mittel, das als wirksamen Bestandteil p-Chlorphenylp-chlorbenzolsulfonat enthält.
Nematozide Tests
Meloidogyne - Fadenwürmer wurden in einem Bodenmedium für Tomatenpflanzen gezüchtet. Für Testzwecke wurden Bodenproben mit infiziertem Boden und Wurzelknoten von infizierten Tomatenpflanzen inokuliert. Die Proben wurden gründlich mit dem Boden in einem V-Schalen-Mischer gemischt. Vier 0,47 1 fassende Papiertöpfe mit einer Tomatenpflanze pro Topf wurden für jede Behandlung verwendet. Nach 3 bis 4 Wochen unter künstlichem Licht und Bewässerung von oben wurden die Pflanzenwurzeln auf den Grad ihrer Knotenbildung untersucht. Geimpfte Kontrollproben haben normalerweise etwa 50 bis 100 Wurzelknoten. Die prozentuale Hemmung wird durch einen Vergleich der bei behandelten und unbehandelten Tomatenpflanzen ausgezählten Knoten bestimmt.
Eine Zusammenfassung der Testergebnisse ist in der nachfolgenden Tabelle 1 angegeben. Diese Testergebnisse zeigen eindeutig, daß die Allenaddukte bei einer großen Zahl von Anwendungsgebieten ausgezeichnete Pestizide sind.
Tabelle
/ldfthioj jhosphorsäure-Dien-Addukt von Konzen Tödliche Fälle bei Insekten und Milben Hausfliegen 24 Std. imwoll-
otten
dem Test, % Erbsenblatt
läuse
Kontakt-
5 Tage X>
1
Dien Struktur tration nach s ε
CQ
System 100 Spir
des Insek
tizids und
Mitizids,
2 Std. 48 Std. i kanisch
nenkäfe:
48 Std. 60 5 Tage
Dialkj Allen (MeO)2P(S)SCH2CH = CH2 Gewichts
prozent/
Mexi
Bohi
0 0
Dithiophos-
phorsäure
Allen (EtO)2P(S)SCH2CH = CH2 Volumen 48 Std. 50 59
0,2
Dimethyl 0,2
Diäthyl
' Prozentuale Vernichtung von Nematoden bei Anwendung von 45,4 kg auf eine Fläche von 4050 m2 in einer Tiefe von 10,15 cm
Versuchsbericht
Um die Überlegenheit der verfahrensgemäß herstellbaren Allenaddukte von Dialkyldithiophosphor-100 30
säure gegenüber bekannten Addukten von Dialkyldithiophosphorsäure mit konjugierten Olefinen nachzuweisen, wurden nachstehende Vergleichsversuche angestellt.
Unter Anwendung der bereits vorstehend beschriebenen Versuchsanordnung wurde die nematozide Wirkung des Dimethyldithiophosphorsäure-Allen-Addukts
(Me)2P(S)SCH2 — CH = CH2
und Diäthyldithiophosphorsäure-Allen-Addukts
(AtIiO)2P(S)SCH2 — CH = CH2
als Verfahrensprodukte gegenüber dem Diäthyldithiophosphorsäure-Butadien-Addukt (AIhO)2P(S) — SCH2 — CH = CH
CH,
und Diäthyldithiophosphorsäure-Isopren-Addukt (AIhO)2P(S)SCH2 — C = CH — CH3
CH3 als bekannte Vergleichssubstanzen feststellt.
In nachstehender Tabelle 2 werden die Vergleichsergebnisse wiedergegeben.
Tabelle
Dialkyldithiophosphorsäure-Dien-Addukt von Struktur Prozentuale Vernichtung
(MeO)2P(S)SCH2CH = CH2 von Nematoden bei
(AtIiO)2P(S)SCH2CH = CH2 Anwendung von 45,4 kg
Dien (AIhO)2P(S)SCH2 — OH = CH — CH3 auf eine Fläche von
Dithiophosphorsäure Allen (AtIiO)2P(S)SCH2 — OMe = CH — CH3 4050 m2 in einer Tiefe
von 10,15 cm
Dimethyl Allen 100
Diäthyl Butadien 30
Diäthyl Isopren 90
Diäthyl 0
Wie aus vorstehenden Daten ersichtlich ist, besitzt die am besten wirksame erfindungsgemäß hergestellte Verbindung eine überlegene Wirkung gegenüber der am besten wirkenden bekannten Verbindung.
Da sich Nematoden in alarmierender Weise in der Landwirtschaft der ganzen Welt ausbreiten und ständig mehr Boden infiziert wird, bedeutet das Auffinden eines wirksamen Nematozids eine beachtliche und wichtige Bereicherung der Technik.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphorsäureester der allgemeinen Formel
    R1Os
    :P — S — CH2 — CH = CH2
    wobei R1 und R2 Alkylreste mit 1 bis 30 C-Atomen oder zusammen einen Alkylenrest mit 1 bis 30 C-Atomen bedeuten, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in an sich bekannter Weise einen Dithiophosphorsäurestrahlung oder in Gegenwart von Peroxydverbindungen oder Azoverbindungen umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: J. Amer. Chem. Soc, 74 (1962) S. 161 und 76 (1954) Ο,Ο'-dialkylester mit Allen im Molverhältnis 45 S. 670;
    1: 2 bis 1: 5 bei -80 bis + 1000C unter UV-Be- C. A. 58 (1963) S. 13 780.
    709 720/529 1.68 © Bundesdruckerei Berlin
DEE27850A 1963-09-30 1964-09-26 Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphorsaeureestern Pending DE1259331B (de)

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