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Organische Phosphorverbindungen enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel
Die vorliegende Erfindung betrifft Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen, enthaltend neue organische Phosphorverbindungen der allgemeinen Formel
EMI1.1
EMI1.2
EMI1.3
Rl gegebenenfalls substituierte A1kyl-, Cyc1oalkyl-,Alkylrest steht und X 0 oder S bedeutet.
Die neuen Verbindungen stellen wertvolle Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere schädlichen Insekten und Acariden dar. Sie wirken auf deren verschiedene Entwicklungsstufen, wie Eier, Larven, Imagines, wobei eine Wirkung als Kontakt- und Frassgift in Betracht kommt.
Die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen werden vorzugsweise erhalten durch Kondensation einer Verbindung der Formel
EMI1.4
worin R, Ri und X die oben gegebene Bedeutung haben und Me für ein Kation, insbesondere ein Alkalimetallion steht, mit einer solchen der Formel
EMI1.5
worin R2, Ra und R4 die oben gegebene Bedeutung haben und Hal für ein Halogenatom, wie Brom oder Chlor steht.
Die als Ausgangsmaterialien benützbaren Verbindungen der allgemeinen Formel (II) sind vorzugsweise Dialkylester der Dithiophosphorsäure bzw. der Thiolphosphorsäure, deren Alkylreste 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten bzw. deren Alkalisalze.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel (III) sind Hydroxylamide, z. B. O. N-Dialkylhydroxylamide von niederen monohalogenierten Monocarbonsäuren.
Zur Herstellung der erfindungsgemäss verwendeten Produkte werden die Reaktionskomponenten bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur umgesetzt, z. B. 0-1200 C und vorzugsweise 10-900 C. Es kann vorteilhaft oder zweckmässig sein, inerte Lösungsmittel, wie Alkohole oder Ketone, z. B. Aceton, Methanol oder auch Wasser mitzuverwenden und gegebenenfalls in einer Inertgasatmosphäre, z. B. unter Stickstoff und/oder unter vermindertem Druck zu arbeiten.
Mit Vorteil kann man auch die Umsetzung der obigen Ausgangsprodukte unter Erhitzen in einem 2-Phasensystem, welches z. B. aus Wasser und einem organischen Lösungsmittel, z. B. Methylenchlorid,
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besteht, verwenden, wobei die Mengenverhältnisse zwischen der wässerigen und der organischen Phase innerhalb verhältnismässig weiter Grenzen schwanken können.
Es können die verschiedensten Körper gegenüber Schädlingen bzw. schädlichen Insekten und Acariden geschützt werden, wobei sowohl gasförmige als auch flüssige oder feste Körper als Träger der wirksamen
Substanz verwendet werden können. Als derartige zu schützende bzw. als Träger zu verwendende Körper kommen in Frage, z. B. Luft, insbesondere in Räumlichkeiten, dann Flüssigkeiten, wie z. B. Wasser in Teichen und schliesslich jegliche tote und lebendige feste Unterlage, wie z. B. beliebige Gegenstände in bewohnten Zimmer, in Kellern, in Estrichen, in Stallungen, ferner Pelze, Federn, Wolle u. dgl. sowie Lebewesen des Pflanzen- und Tierreiches in ihren verschiedensten Entwicklungszuständen, sofern sie gegenüber den Schädlingsbekämpfungsmitteln unempfindlich sind.
Die Bekämpfung der Schädlinge wird nach üblichen Verfahren vorgenommen, z. B. durch Behandlung der zu schützenden Körper mit den Verbindungen in Dampfform, z. B. als Räuchermittel oder in Form von Stäube- oder Spritzmitteln, z. B. als Lösungen bzw. Suspensionen, die mit Wasser oder geeigneten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Alkohol, Petroleum, Teerdestillate, u. a. zubereitet worden sind ; auch können wässerige Lösungen bzw. wässerige Emulsionen von organischen Lösungsmitteln, die die wirksamen Stoffe enthalten zum Bestreichen, Bespritzen oder Tauchen der zu schützenden Gegenstände dienen.
Die Spritz- und Stäubemittel können die üblichen inerten Füllstoffe oder Zeichnungsmittel, wie z. B.
Kaolin, Gips oder Bentonit oder weitere Zusätze, wie Sulfitcelluloseablauge, Cellulosederivate u. dgl., ferner zur Verbesserung der Netzfähigkeit und Haftfestigkeit die üblichen Netz-und Haftmittel beigemischt enthalten. Die Schädlingsbekämpfungspräparate können in Pulverform, in Form von wässerigen Dispersionen, bzw. Pasten oder als selbstdispergierende Öle hergestellt werden.
Die Verbindungen können als einzige Wirkstoffe in einem Schädlingsbekämpfungsmittel vorhanden sein oder auch in Kombination mit andern Insektiziden und/oder Fungiziden. Die Verwendung solcher Präparate im Pflanzenschutz erfolgt nach den üblichen Spritz-, Giess-, Stäube- und Räucherverfahren.
Die deutsche Auslegeschrift Nr. 1033948 beschreibt Schädlingsbekämpfungsmittel der allgemeinen Formel
EMI2.1
EMI2.2
Arylreste, R,Aryl- oder Nitroarylreste, Xl, X2 und X3 Schwefel-oder Sauerstoffatome bedeuten und m eine kleine ganze Zahl darstellt. Gegenüber diesen Mitteln weisen die erfindungsgemässen Schädlingsbekämpfungsmittel überraschende Vorteile auf, wie aus den folgenden Vergleichsversuchen hervorgeht :
A.
Es wurde die Kontaktwirkung gegen die Hausfliege (Musca domestica) der Verbindungen gemäss vorliegender Erfindung
EMI2.3
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EMI3.1
EMI3.2
EMI3.3
<tb>
<tb> Verbindung <SEP> % <SEP> der <SEP> auf <SEP> dem <SEP> Rücken
<tb> Nr. <SEP> liegenden <SEP> Fliegen <SEP>
<tb> 1 <SEP> 100
<tb> 2 <SEP> 100
<tb> 3 <SEP> 100
<tb> 4 <SEP> 97
<tb> 5 <SEP> 100
<tb> 6 <SEP> 100
<tb> 7 <SEP> 0
<tb> 8 <SEP> 30
<tb> 9 <SEP> 23 <SEP>
<tb>
EMI3.4
EMI3.5
EMI3.6
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Das Ergebnis zeigt die Tabelle B :
Tabelle B :
EMI4.1
<tb>
<tb> Verbindung <SEP> I <SEP> % <SEP> der <SEP> auf <SEP> dem <SEP> Rücken
<tb> Nr. <SEP> liegenden <SEP> Fliegen
<tb> 10 <SEP> 97
<tb> 11 <SEP> 10
<tb>
Aus den obigen Versuchsergebnissen ergibt sich eine eindeutige Überlegenheit der Verbindungen Nr. 1-6 und 10 gemäss vorliegender Erfindung über die bekannten Verbindungen Nr. 7,8, 9 und 11, bezüglich der Kontaktwirkung gegen die Hausfliege.
In den folgenden Beispielen bedeuten Teile Gew.-Teile. Das Verhältnis von Gew.-Teil zu Vol.-Teil ist das gleiche wie dasjenige zwischen dem Kilogramm und dem Liter. Die Temperaturen sind in Celsius- graden angegeben.
Beispiel 1 : 19, 8 Teile Natriumsalz der Dimethyldithiophosphorsäure werden in 40 Vol.-Teilen
Aceton gelöst. Dazu tropft man in 5 min eine Lösung von 13, 75 Teilen Chloressigsäure-O, N-dimethyl- hydroxylamid (Schmelzpunkt 41 ) in 20 Vol.-Teilen Aceton. Die Reaktion ist leicht exotherm. Man rührt während 1 h bei Raumtemperatur und anschliessend noch während 2 h bei 40-45', filtriert vom aus- geschiedenen Kochsalz ab und dampft das Filtrat im Vakuum bei 400 ein. Der Rückstand wird in 50 Vol.- Teilen Methylenchlorid aufgenommen und mit 10 Vol.-Teilen Wasser und schliesslich zweimal mit je
10 Vol.-Teilen Natriumbicarbonatlösung gewaschen.
Man trocknet die Lösung über Natriumsulfat und dampft das Lösungsmittel im Vakuum ab. Als Rückstand erhält man 20, 55 Teile einer Verbindung der
Formel
EMI4.2
EMI4.3
EMI4.4
11 IAnalyse : berechnet P 10, 78%, gefunden P 10, 6 %.
Beispiel 3 : Man setzt analog, wie im Beispiel l beschrieben, 9, 9 Teile Natriumsalz der Dimethyl-
EMI4.5
um und erhält 9, 7 Teile einer Verbindung der Formel
EMI4.6
Analyse : berechnet P 10, 78%, gefunden P 11, 2 %.
Beispiel 4 : a) Man setzt, analog wie im Beispiel 1 beschrieben, 10, 05 Teile Natriumsalz der Diäthyldithiophosphorsäure mit 7, 25 Teilen Chloressigsäure-O-methyl-N-isopropylhydroxylamid um und erhält 9, 9 Teile einer Verbindung der Formel
EMI4.7
Analyse : berechnet P 9, 82%, gefunden P 9, 8 %.
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b) Man setzt analog, wie im Beispiel 1 beschrieben, 10, 95 Teile Chloracethydroxamsäure in 25 Vol.- Teilen Aceton mit 19, 8 Teilen Natriumsalz der Dimethyldithiophosphorsäure durch 20 h Rühren bei Raumtemperatur um und erhält 15 Teile der Verbindung der Formel
EMI5.1
Analyse : berechnet P 13, 40%, gefunden P 13, 41%.
Beispiel 5 : 22, 4 Teile Natriumsalz der Dimethyldithiophosphorsäure werden mit einer Lösung von 12, 8 Teilen Chloressigsäure-N-methoxyamid (Schmelzpunkt 410) in 45 Vol.-Teilen Wasser verrührt.
Man hält die Temperatur während 7 h bei 10-15 , dann rührt man noch 24 h lang bei Raumtemperatur. Man trennt das Öl ab und wäscht die wässerige Lösung mit 50 Vol.-Teilen Benzol aus. Die benzolische Lösung wird mit dem Öl vereinigt, mit wenig Natriumbicarbonatlösung gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Man dampft das Benzol im Vakuum bei 40-500 Badtemperatur ab und erhält als Rückstand 16, 4 Teile einer kristallinen Verbindung der Formel
EMI5.2
Schmelzpunkt 47-48 .
EMI5.3
EMI5.4
Analyse :Analyse : berechnet P 11, 34%, gefunden P 11, 4 %.
Beispiel 7 : Man setzt, analog wie im Beispiel 5 beschrieben, 19, 4 Teile Natriumsalz der Dimethyldithiophosphorsäure mit 11, 2 Teilen Chloressigsäure-N-methylhydroxylamid (Schmelzpunkt 70-71 0) um und erhält 18, 8 Teile einer kristallinen Verbindung der Formel
EMI5.5
Schmelzpunkt 67 , weisse Nadeln aus Benzol.
Analyse : berechnet P 12, 63%, gefunden P 12, 7 %.
Beispiel 8: a) Eine Lösung von 12, 35 Teilen Chloressigsäure-N-methylhydroxylamid und 22, 9 Teilen NatriumsalzderDiäthyldithiophosphorsäurein30Vol. -TeilenWasserwirdauf30 erwärmt.Manentfernt das Wärmebad und rührt die Mischung über Nacht bei Raumtemperatur. Das Öl, welches entstanden ist, wird vom Wasser abgetrennt. Man wäscht das Wasser mit 50 Vol.-Teilen Methylenchlorid aus, vereinigt das Öl mit dem Methylendichloridauszug und schüttelt diesen mit 10 Vol.-Teilen gesättigter Natrium- bicarbonatlösung aus. Die Lösung wird über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum bei 40-50 einge- dampft.
Man erhält als Rückstand 24, 8 Teile einer Verbindung der Formel
EMI5.6
Analyse : berechnet P 11, 33%, gefunden P 11, 28%. b) In der oben angegebenen Weise erhält man durch Umsatz der entsprechenden Salze der Ester der Dithiophosphorsäure mit den betreffenden Hydroxylamiden die Verbindungen 1-12 der folgenden Tabelle I :
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Tabelle I
EMI6.1
<tb>
<tb> Verb. <SEP> Ester <SEP> der <SEP> Dithiophosphor- <SEP> Hvdroxvlamid
<tb> Verb. <SEP> Ester <SEP> der <SEP> Ditbiophosphor-Hydroxylamid <SEP> Formel <SEP> des <SEP> Endproduktes <SEP> Analyse
<tb> Nr. <SEP> säure <SEP>
<tb> 1 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> berechn
<tb> 11,95%
<tb> P <SEP> gef.:
<tb> 11,7%
<tb> S <SEP> S <SEP> Pberechn. <SEP> :
<tb> 2 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> 10,78%
<tb> P <SEP> gef.:
<tb> 10,2%
<tb> S <SEP> S <SEP> p <SEP> berechn. <SEP> :
<tb> 3 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> 10,78%
<tb> P <SEP> gef.:
<tb> 10,2%
<tb> S <SEP> S <SEP> P <SEP> berechn. <SEP> :
<tb> 4 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> 9,82%
<tb> (C2H5O)2P-S-Na <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> gef. <SEP> :
<tb> (C2H5O)2P-S-Na <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> 9,89%
<tb> S <SEP> P <SEP> berechn. <SEP> :
<tb> 5 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> 11,33%
<tb> P <SEP> gef.:
<tb> 10,23%
<tb> 6 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> berechn.:
<tb> 11,33%
<tb> P <SEP> gef.:
<tb> 10,57%
<tb>
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Tabelle 1 (Fortsetzung)
EMI7.1
<tb>
<tb> Verb. <SEP> Ester <SEP> der <SEP> DithiophosphorNr. <SEP> säure <SEP> Hydroxylamid <SEP> Formel <SEP> des <SEP> Endproduktes <SEP> Analyse
<tb> S <SEP> CH3 <SEP> S <SEP> CH3 <SEP> P <SEP> berechn.:
<tb> 7 <SEP> 11 <SEP> CH3 <SEP> # <SEP> 10,28%
<tb> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> gef.:
<tb> 9,3 <SEP> %
<tb> S <SEP> CH <SEP> S <SEP> P <SEP> berechn.:
<tb> S <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> 11,33%
<tb> 8 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> gef.:
<tb> 10,22%
<tb> 9 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> berechn.:
<tb> 10,28 <SEP> %
<tb> P <SEP> gef.:
<tb> 9,8%
<tb> 10 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> berechn.:
<tb> 10,78%
<tb> 10 <SEP> 3 <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> gef. <SEP> :
<tb> (CH3)2CHO <SEP> # <SEP> (CH3)2CHO <SEP> OCH3 <SEP> 9,8%
<tb> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> berechn.:
<tb> 9,46%
<tb> 11 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> gef.:
<tb> # <SEP> # <SEP> # <SEP> P <SEP> gef.:
<tb> 8,9%
<tb> S <SEP> S <SEP> P <SEP> berechn.:
<tb> 12 <SEP> # <SEP> # <SEP> # <SEP> 11, <SEP> 33 <SEP> % <SEP>
<tb> # <SEP> # <SEP> # <SEP> p <SEP> gef.:
<tb> 11,08%
<tb>
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Beispiel 9 : a) Eine Lösung von 39,8 Teilen Kaliumsalz der Dimethylthiolphosphorsäure und 27,5 Teilen Chloressigsäure-O,N-dimethylhydroxylamid in 60 Vol.-Teilen Aceton wird während 8 h auf 40-50 er- wärmt. Nach der Aufarbeitung analog Beispiel 1 und anschliessender Hochvakuumdestillation erhält man 25, 2 Teile der Verbindung der Formel
EMI8.1
Kpo, 2 131-135 .
Analyse : berechnet P 13, 18%, gefunden P 13, 0 %. b) Eine Lösung von 22, 89 Teilen Kaliumsalz der Diäthylthiolphosphorsäure und 13, 75 Teilen Chlor- essigsäure-O,N-dimethylhydroxylamid in 30 Vol.-Teilen Aceton wird während 8 h auf 40-500 erwärmt.
Nach der Aufarbeitung analog Beispiel 1 erhält man 14, 4 Teile der Verbindung der Formel
EMI8.2
Kp0,2155-159 .
Analyse : berechnet P 10, 94%, gefunden P 11, 02%. c) Eine Lösung von 19, 8 Teilen Kaliumsalz der Dimethylthiolphosphorsäure und 12, 35 Teilen Chlor- essigsäure-N-methylhydroxylamid in 30 Vol.-Teilen Aceton wird während 18 h auf 40-50 erwärmt.
Nach der Aufarbeitung analog Beispiel 1 erhält man 6, 3 Teile der Verbindung der Formel
EMI8.3
IAnalyse : berechnet P 13, 52%, gefunden P 13, 4 %. d) Eine Mischung von 22, 9 Teilen Kaliumsalz der Diäthylthiolphosphorsäure und 12, 35 Teilen Chlor- essigsäure-N-methylhydroxylamid in 30 Vol.-Teilen Aceton wird während 18 h auf 40-50 erwärmt.
Nach der Aufarbeitung analog Beispiel 1 erhält man 17, 1 Teile der Verbindung der Formel
EMI8.4
Analyse : berechnet P 12, 04%, gefunden P 12, 0 %.
Beispiel 10 : a) Man setzt analog, wie im Beispiel 8 beschrieben, 16, 55 Teile Chloressigsäure-N- methyl-N-acetoxyamid mit 19, 8 Teilen Natriumsalz der Dimethyldithiophosphorsäure in 30 Teilen Wasser und 5 Vol. - Teilen Aceton durch 16 h Rühren bei Raumtemperatur um. Man erhält 24, 9 Teile der Verbindung der Formel
EMI8.5
Analyse : berechnet P 10, 78%, gefunden P 10, 81%. b) Man setzt analog, wie im Beispiel 8 beschrieben, 16, 55 Teile Chloressigsäure-N-methyl-N-acetoxyamid mit 22, 08 Teilen Natriumsalz der Diäthyldithiophosphorsäure in 30 Teilen Wasser und 5 Vol.-Teilen Aceton durch 16 h Rühren bei Raumtemperatur um.
Man erhält 29, 4 Teile der Verbindung der Formel
<Desc/Clms Page number 9>
EMI9.1
Analyse : berechnet P 9, 82%, gefunden P 9, 73%.
Beispiel 11 : Eine Mischung von 13, 75 Teilen Chloressigsäure-O, N-dimethylhydroxylamid und 30, 8 Teilen Kaliumsalz der Bismethoxyäthyldithiophosphorsäure werden im Zweiphasensystem Wasser (120 Vol.-Teile)-Methylenchlorid (40 Vol.-Teile) während 4 h unter Rühren zum Sieden erhitzt. Nach der Aufarbeitung analog Beispiel 8 erhält man 29, 0 Teile einer Verbindung der Formel
EMI9.2
Analyse : berechnet P 8, 92%, gefunden P 8, 42%.
Beispiel 12 : Man vermischt je 2 Teile der Kondensationsprodukte der Beispiele 1-11 mit 1 Teil des Kondensationsproduktes aus 1 Mol tert. Octylphenol und 8 Mol Äthylenoxyd und 7 Teilen Isopropanol. Man erhält eine klare Lösung, die als Spritzmittelkonzentrat verwendet werden kann und sich durch Eingiessen in Wasser emulgieren lässt.
A) Zur Feststellung der Kontaktwirkung auf Blattläuse wurde folgender Versuch durchgeführt, wobei Spritzbrühen mit 0, 08%, 0, 04%, 0, 02% und 0, 01% Wirkstoffgehalt verwendet wurden.
Puffbohnen, die stark mit Blattläusen befallen waren, wurden allseitig gespritzt und nach 48 h die Wirkung festgestellt. Wenn 100%ige Wirkung vorhanden war, wurden die Pflanzen mit frischen Läusen infiziert und die Wirkung nach weiteren 48 h kontrolliert. Die erhaltenen Resultate sind in den folgenden Tabellen II und III zusammengestellt.
Für jede Pflanze wird ein Zeichen verwendet. + bedeutet, dass keine lebenden Läuse vorhanden sind, - bedeutet ungenügende oder keine Wirkung, I bedeutet gute Wirkung, nur vereinzelte lebende Läuse.
Tabelle II
EMI9.3
<tb>
<tb> Wirkung <SEP> auf <SEP> Blattl use <SEP> nach <SEP> 48 <SEP> Stunden
<tb> Konzentration <SEP> des <SEP> Wirkstoffes <SEP> Bsp. <SEP> 8 <SEP> Bsp, <SEP> 8 <SEP> Bsp. <SEP> 8
<tb> in <SEP> der <SEP> Spritzbruhe <SEP> Bsp. <SEP> 4 <SEP> Bsp. <SEP> 8 <SEP> (b) <SEP> (b) <SEP> (b) <SEP> Bsp. <SEP> 9 <SEP> Bsp. <SEP> 9
<tb> Bsp. <SEP> 1 <SEP> Bsp. <SEP> 2 <SEP> Bsp. <SEP> 3 <SEP> (a) <SEP> Bsp. <SEP> 7 <SEP> (a) <SEP> Tab. <SEP> 1 <SEP> Tab. <SEP> I <SEP> Tab. <SEP> I <SEP> (a) <SEP> (b)
<tb> Verb. <SEP> Verb. <SEP> Verb.
<tb>
Nr. <SEP> 1 <SEP> Nr. <SEP> 3 <SEP> Nr. <SEP> 4 <SEP>
<tb> ! <SEP> i <SEP> #
<tb> 0, <SEP> 08% <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++
<tb> 0,04% <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++
<tb> 0,02% <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ! <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++
<tb> 0,01% <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> + <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++
<tb>
Tabelle III
EMI9.4
<tb>
<tb> Wirkung <SEP> auf <SEP> Blattläuse <SEP> 48 <SEP> Stunden <SEP> nach <SEP> Neuinfektion
<tb> Konzentration <SEP> des <SEP> Wirkstoffes <SEP> Bsp. <SEP> 8 <SEP> Bsp. <SEP> 8 <SEP> Bsp. <SEP> 8
<tb> in <SEP> der <SEP> Spritzbruhe <SEP> Bsp. <SEP> 4 <SEP> Bsp. <SEP> 8 <SEP> Bsp. <SEP> 9 <SEP> Bsp. <SEP> 9 <SEP>
<tb> Bsp.
<SEP> 1 <SEP> Bsp. <SEP> 2 <SEP> Bsp. <SEP> 3 <SEP> (a) <SEP> Bsp. <SEP> 7 <SEP> (a) <SEP> Tab. <SEP> 1 <SEP> Tab. <SEP> 1 <SEP> Tab. <SEP> 1 <SEP> (a) <SEP> (b)
<tb> Verb. <SEP> Verb. <SEP> Ve. <SEP> b. <SEP>
<tb>
Nr. <SEP> 1 <SEP> Nr. <SEP> 3 <SEP> Nr. <SEP> 4
<tb> 0, <SEP> 08% <SEP> ++. <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++
<tb> 0,04% <SEP> + <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> ++ <SEP> + <SEP> ++ <SEP> ++
<tb> 0,02% <SEP> + <SEP> + <SEP> ++ <SEP> ++ <SEP> ++
<tb> 0,01% <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> ++
<tb>
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B) Zur Feststellung der Blattlauswirkung durch Diffusion durch die Blätter wurde folgender Versuch durchgeführt, wobei Spritzbrühen mit 0, 08%, 0, 04%, 0, 02% und 0, 01% Wirkstoffgehalt verwendet wurden.
Bei Puffbohnen, die nur auf der unteren Seite der Blätter mit Blattläusen befallen waren, wurden nur die oberen Blattseiten mit den oben angegebenen Spritzbrühen gespritzt und nach 48 h die Kontrolle der Wirkung auf der Blattunterseite durchgeführt. Die erhaltenen Resultate sind in der nachfolgenden Tabelle IV zusammengestellt.
Tabelle IV
EMI10.1
<tb>
<tb> Konzentration <SEP> Wirkung <SEP> auf <SEP> Blattläuse <SEP> durch <SEP> Diffusion
<tb> Konzentration
<tb> des <SEP> Wirkstoffes
<tb> in <SEP> der <SEP> Bsp. <SEP> 8 <SEP> (b) <SEP> Bsp. <SEP> 8 <SEP> (b)
<tb> Spritzbrühe <SEP> Bsp. <SEP> 1 <SEP> Bsp. <SEP> 2 <SEP> Tab. <SEP> 1 <SEP> Tab. <SEP> 1 <SEP> Bsp. <SEP> 9 <SEP> (a) <SEP> Bsp. <SEP> 9(b) <SEP> Bsp. <SEP> 9 <SEP> (c) <SEP> Bsp. <SEP> 9 <SEP> (d)
<tb> Verb. <SEP> Nr. <SEP> 7 <SEP> Verb. <SEP> Nr.
<SEP> 10
<tb> 0,08% <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++
<tb> 0,04% <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++
<tb> 0, <SEP> 02% <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> ++++ <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1- <SEP>
<tb> 0,01% <SEP> ++ <SEP> ++++ <SEP> ++ <SEP> ++++ <SEP> ++++
<tb>
Zur Feststellung der akariziden Wirkung auf die rote Spinnmilbe Tetranychus urticae wurden Spritzbrühen der oben in diesem Beispiel angegebenen Zusammensetzung, enthaltend jeweils 0, 04% der in folgender Tabelle aufgeführten Verbindungen, verwendet.
Prüfmethode :
Puffbohnen, welche stark von roten Spinnmilben befallen sind, werden allseitig mit der betreffenden Spritzbrühe besprüht und die Wirkung wie folgt kontrolliert :
Kontrolle a : (nach 48 h) dient zur Feststellung der akariziden Wirkung.
Kontrolle b : (nach weiteren 5 Tagen) dient zur Feststellung der akariziden Dauerwirkung bzw. der oviziden Wirkung.
Die Ergebnisse sind aus folgender Tabelle V ersichtlich :
Tabelle V
EMI10.2
<tb>
<tb> Wirkung <SEP> auf <SEP> die <SEP> rote <SEP> Spinnmilbe
<tb> (Tetranychus <SEP> urticae)
<tb> Verbindung
<tb> Kontrolle <SEP> a <SEP> Kontrolle <SEP> b
<tb> Beispiel <SEP> 3................ <SEP> + <SEP> + <SEP>
<tb> Beispiel <SEP> 4 <SEP> (a) <SEP> + <SEP> + <SEP>
<tb> Beispiel <SEP> 4 <SEP> (b).............) <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 7................ <SEP> + <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (a) <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb. <SEP> 1 <SEP> + <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb. <SEP> 2 <SEP> + <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb. <SEP> 3 <SEP> + <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb.
<SEP> 4 <SEP> + <SEP> + <SEP>
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb. <SEP> 5 <SEP> I <SEP> I <SEP>
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb. <SEP> 8 <SEP> + <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb. <SEP> 9 <SEP> + <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb. <SEP> 11 <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 8 <SEP> (b), <SEP> Tab. <SEP> I, <SEP> Verb. <SEP> 12 <SEP> I <SEP> +
<tb> Beispiel <SEP> 11 <SEP> I <SEP> I <SEP>
<tb>
+ bedeutet Abtötung sämtlicher Spinnmilben.
I bedeutet gute akarizide Wirkung, nur noch wenige lebende Spinnmilben vorhanden.
Die Verbindungen der Beispiele 1-11 besitzen auch gute bis sehr gute Frassgiftwirkung gegen Musca domestica, Carausius morosus, Orgyia gonostigma oder Gastroidea viridula.
Zur Herstellung von Spritzmittelkonzentraten können auch andere als das oben erwähnte Netz- und Emulgiermittel verwendet werden. Es kommen nichtionogene Produkte in Betracht, z. B. Kondensations-
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produkte von aliphatischen Alkoholen, Aminen oder Carbonsäuren mit einem langkettigen Kohlenwasser- stoffrest von etwa 10 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Äthylenoxyd, wie das Kondensationsprodukt von
Octadecylalkohol und 25-30 Mol Äthylenoxyd oder dasjenige von Soyafettsäure und 30 Mol Äthylenoxyd oder dasjenige von technischem Oleylamin'und 15 Mol Äthylenoxyd oder dasjenige von Dodecylmercaptan und 12 Mol Äthylenoxyd.
Unter den anionaktiven Emulgiermitteln, die herangezogen werden können, seien erwähnt das Natriumsalz des Dodecylalkoholschwefelsäureesters, das Natriumsalz der Dodecyl- benzolsulfonsäure, das Kalium-oder Triäthanolaminsalz der Ölsäure oder der Abietinsäure oder von
Mischungen dieser Säuren oder das Natriumsalz einer Petroleumsulfonsäure.
An Stelle von Isopropanol können auch andere Lösungsmittel zur Herstellung von Spritzmittelkonzentraten verwendet werden, z. B. Äthylalkohol, Methanol, Butanol, Aceton, Methyläthylketon, Methyl- cyclohexanol, Benzol, Toluol, Xylol, Kerosene, Petrolfraktionen. Selbstverständlich können auch Mischun- gen von verschiedenen Lösungsmitteln herangezogen werden.
Beispiel 13 : Man vermischt 2 Teile der Kondensationsprodukte der Beispiele l-11 mit 9 Teilen
Kreide und 1 Teil Netzmittel. Man erhält ein Spritzpulver, mit welchem durch Suspendierung in Wasser
Spritzbrühen hergestellt werden können. Behandelt man die Wände von Ställen mit einer solchen Brühe, die 0, 04% Wirkstoff enthält, so können gute Erfolge gegen die Fliegen und Mücken erzielt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen, enthaltend als Wirkstoffe organische Phosphorverbindungen der allgemeinen Formel
EMI11.1
worin R und Ri gegebenenfalls substituierte Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aryl- oder heterocyclische Reste bedeuten, wobei die Alkylreste durch mindestens ein Sauerstoffatom unterbrochen sein können, Ra ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen oder einen Acylrest, mit 1-4 Kohlenstoffatomen, Ra ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen, R4 den Rest
EMI11.2
bedeutet, wobei R5 für einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht und X, 0 oder S bedeutet.