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Mischungen zur Schädlingsbekämpfung
Die Erfindung betrifft Mischungen zur Schädlingsbekämpfung, die neue chemische Verbindungen als aktive Bestandteile enthalten, nämlich N-Acryl-N-niederalkyl-, -phenyl-niederalkyl- und -niedercycloalkylcarbamate von Phenolen, Naphtolen und Hydroxyverbindungen von Oxa-, Thia- und AzaHeterocyclen mit 5-oder 6-gliedrigem Ring.
Die erfindungsgemässen Mischungen zur Schädlingsbekämpfung enthalten den aktiven Bestandteil gemeinsam mit einem für Schädlingsbekämpfungsmittel üblichen Zusatz bzw. Verstärkungsmittel, wobei der aktive Bestandteil eine Verbindung der allgemeinen Formel
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unfasst, worin R"ein niedriges Alkyl, niedriges Cycloalkyl oder Phenyl-niederalkyl mit höchstens 7 Kohlenstoffatomen im Alkyl- bzw. Cycloalkylrest, R* CO-den Rest einer organischen Carbonsäure und R ein substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl, Naphthyl oder einen heterocyclischen Oxa-, Thiaoder Aza-Rest mit 5-oder 6-gliedrigem Ring bedeuten.
Typische Substituenten umfassen ein oder
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angegebenen Reste enthalten ; diese Aufzählung ist jedoch nur erläuternd und bedeutet keine Einschränkung der Erfindung.
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und deren halogenierte Derivate. b) Benzoesäure und deren Derivate mit z. B. Alkyl-, Halogen-, Hydroxy- oder Nitrogruppen im
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<tb>
<tb> - <SEP> 2 <SEP> - <SEP> Nr. <SEP> 257268
<tb> Phenylkern.
<tb>
R"Alkyl <SEP> : <SEP> Methyl, <SEP> Äthyl, <SEP> Propyl, <SEP> Butyl, <SEP> Pentyl, <SEP> Hexyl, <SEP> Heptyl.
<tb>
Phenylalkyl <SEP> : <SEP> Benzyl, <SEP> Phenyläthyl <SEP> usw. <SEP> und <SEP> Radikale, <SEP> in <SEP> denen <SEP> der <SEP> aromatische <SEP> Kern
<tb> noch <SEP> weiter <SEP> substituiert <SEP> sein <SEP> sein.
<tb>
Cycloalkyl <SEP> : <SEP> Cyclopentyl, <SEP> Cyclohexyl. <SEP>
<tb>
R <SEP> Phenyl <SEP> und <SEP>
<tb> Diphenylyl.
<tb>
Alkyliertes <SEP> Phenyl <SEP> : <SEP> Tolyl, <SEP> n- <SEP> und <SEP> iso-Propylphenyl, <SEP> n-, <SEP> sek.-, <SEP> iso-und <SEP> tert.-Butylphenyl. <SEP>
<tb>
Alkoxyphenyl <SEP> : <SEP> Methoxyphenyl, <SEP> Äthoxyphenyl, <SEP> n-und <SEP> iso-Propoxyphenyl, <SEP> n-, <SEP> sek.-, <SEP>
<tb> iso-und <SEP> tert.-Butoxyphenyl. <SEP>
<tb>
Cycloalkylphenyl <SEP> : <SEP> Cyclopentylphenyl, <SEP> Cyclohexylphenyl.
<tb>
Cycloalkenylphenyl <SEP> : <SEP> Cyclopentenylphenyl, <SEP> Cyclohexenylphenyl.
<tb>
Alkenylphenyl <SEP> : <SEP> Allylphenyl, <SEP> Propenylphenyl. <SEP>
<tb>
Alkylthiophenyl <SEP> : <SEP> Methylthio-, <SEP> Äthylthio-, <SEP> n-und <SEP> iso-Propylthio-, <SEP> n-, <SEP> sek.-, <SEP> iso-und <SEP>
<tb> tert.-Butylthiophenyl.
<tb>
Phenylalkylphenyl <SEP> : <SEP> Benzyl-, <SEP> halogeniertes <SEP> Benzyl-, <SEP> nitriertes <SEP> Benzylphenyl. <SEP>
<tb>
Phenylalkoxyphenyl <SEP> : <SEP> Benzyloxy-, <SEP> halogeniertes <SEP> Benzyloxy-, <SEP> nitriertes <SEP> Benzyloxyphenyl.
<tb>
Phenylalkylthiophenyl <SEP> : <SEP> Benzylthio-, <SEP> halogeniertes <SEP> Benzylthio-, <SEP> nitriertes <SEP> Benzylthiophenyl.
<tb> Dialkylaminophenyl <SEP> : <SEP> Dimethylamino-, <SEP> Diäthylamino-, <SEP> Di-n-undDi-iso-propylaminophenyl.
<tb>
Halogenphenyl <SEP> : <SEP> Chlor-, <SEP> Bromphenyl.
<tb>
Cycloalkyloxyphenyl <SEP> : <SEP> Cyclohexyloxy-, <SEP> Cyclopentyloxyphenyl.
<tb>
Naphthyl <SEP> : <SEP> 0. <SEP> : <SEP> - <SEP> und <SEP> ss <SEP> -Naphthyl <SEP> und <SEP> Naphthylradikale <SEP> mit <SEP> Substituenten, <SEP> wie <SEP> sie <SEP> oben
<tb> in <SEP> der <SEP> Phenylreihe <SEP> angegeben <SEP> sind.
<tb>
Heterocyclen <SEP> : <SEP> Radikale, <SEP> die <SEP> sich <SEP> von <SEP> Enolen <SEP> von <SEP> Oxa-, <SEP> Thia- <SEP> oder <SEP> Aza-Heterocyclen
<tb> mit <SEP> 5-oder <SEP> 6-gliedrigem <SEP> Ring <SEP> ableiten <SEP> ; <SEP> diese <SEP> umfassen <SEP> heterocyclische
<tb> Ringe, <SEP> die <SEP> ausschliesslich <SEP> Sauerstoff-, <SEP> Schwefel- <SEP> oder <SEP> Stickstoffatome
<tb> enthalten, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Pyranyl-, <SEP> Furyl-, <SEP> Thienyl-, <SEP> Pyridyl-, <SEP> Pyrrolyl-, <SEP> Pyrazolyl-, <SEP> Imidazolyl- <SEP> und <SEP> Diazinradikale, <SEP> und <SEP> Ringe <SEP> mit <SEP> gemischten <SEP> Heteroatomen, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> die <SEP> Oxazin- <SEP> und <SEP> Thiazinradikale, <SEP> Oxazolyl, <SEP> Thiazolyl.
<SEP> Diese <SEP> heterocyclischen <SEP> Radikale <SEP> können <SEP> auch <SEP> teilweise <SEP> oder <SEP> vollständig <SEP> reduziert <SEP> sein <SEP> und <SEP> Substituenten, <SEP> wie <SEP> Niederalkylradikale <SEP> oder
<tb> Halogenatome, <SEP> enthalten <SEP> und <SEP> umfassen <SEP> die <SEP> benzheterocyclischen <SEP> Radikale, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Benzothiazolyl, <SEP> Benzoxazolyl, <SEP> Chinolyl.
<tb>
Die Phenyl-, Naphthyl-undheterocyclischen Kerne können einen oder mehrere der oben beispielsweise angeführten Substituenten enthalten, und, falls die Kerne mehr als einen Substituenten aufweisen, können diese gleich oder verschieden sein. Typische Beispiele für Reste R dieser Art sind im folgenden angegeben :
Dimethylphenyl,
Dipropylphenyl,
Dibutylphenyl,
Methylisopropylphenyl,
Butylmethylphenyl,
Trimethylphenyl,
Dimethylamino-dimethylphenyl (z. B. 4-Dimethylamino-3,5-dimethylphenyl),
Dimethoxyphenyl, Methoxypropyloxyphenyl (z. B. 5 - Methoxy-2-isopropoxyphenyl),
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Butylpropylphenyl (z. B. 2-tert.-Butyl-4-iso-propylphenyl und 6-tert.-Butyl-3-isopropylphenyl), Methyldinitrophenyl,
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Diese Verbindungen können nach bekannten Methoden erhalten werden.
Typische Verfahren umfas- sen : a) Die Acylierung einer Verbindung der allgemeinen Formel
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worin R und R"die oben angegebene Bedeutung haben, mit einem Acylierungsmittel, das zur Einführung des R'CO-Restes geeignet ist. Solche Mittel umfassen die Anhydride (RCO) 0, die Säurehalogenide R'COHal und die entsprechenden Ester und Ketene. Bei Verwendung eines Säurehalogenid ist es möglich, die Verbindung der allgemeinen Formel n in Form eines Metallsalzes, z. B. des Natriumsalzes, einzusetzen. Wird ein Säureanhydrid angewendet, so kann in Gegenwart eines Acylierungskatalysators, wie z. B.
Schwefelsäure, p-Toluolsulfonsäure, Bortrifluorid, Perchlorsäure usw., eine verbesserte Ausbeute des gewünschten Produktes erhalten werden. b) Die Reaktion einer geeigneten Hydroxyverbindung ROH oder eines ihrer Salze mit einem Carbamidhalogenid der allgemeinen Formel
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worin X ein Halogenatom ist und R'C 0 sowie R"die obige Bedeutung haben. c) Die Reaktion eines Halogenameisensäureesters ROCOX, worin X ein Halogenatom bedeutet, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
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oder mit einem ihrer Metallsalze, worin R'CO und R"die oben angegebene Bedeutung haben.
d) Die Reaktion eines Kohlensäurederivates der allgemeinen Formel
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worin R einenKohlenwasserstoffrest, vorzugsweise ein niedriges Alkyl, bedeutet, mit einer Verbindung der oben genannten allgemeinen Formel IV oder einem ihrer Metallsalze. e) Die Umesterung (Austausch von Estergruppen), wobei eine geeignete Hydroxyverbindung ROH mit einem Ester der allgemeinen Formel
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umgesetzt wird, worin Z ein esterbildender Rest ist, der gegebenenfalls die Bedeutung von R haben kann.
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f) Die Alkylierung einer Verbindung der allgemeinen Formel
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Es wurde gefunden, dass die wie oben angegeben herstellbaren Verbindungen wertvolle Eigenschaften für die Schädlingsbekämpfung aufweisen. Insbesondere umfasst die neue Verbindungsklasse, welche durch die Erfindung zur Verfügung gestellt wird, ausserordentlich aktive Insektizide, wie auch Verbindungen, die acarzide, molluscizide, nematozide und fungizide Eigenschaften zeigen. So besitzen zahlreiche der genannten Verbindungen hohe Wirksamkeit gegen Schädlinge der Gattungen Lepidoptera, z. B. Pieris brassicae, Cydia pomonella, Plutella maculipennis, Adoxophyes orana, Prodenia litura und Pseu-
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spp. ; Coleoptera, z. B. Phaedon cochleariae, Leptinotarsa decemlineata,Ixodes spp., Dermanyssus sPp. und Boophilus spp. ; NematodaiMollusca, Isoptera, Anoplura und Siphonaptera.
Einige dieser Verbindungen zeigen systemische Aktivität, wenn sie an Tiere verabfolgt werden und können daher für die Bekämpfung von blutsaugenden Parasiten, z. B. Flöhen, Bremsen usw., wertvoll sein.
Im allgemeinen zeigen die erfindungsgemäss als Schädlingsbekämpfungsmittelverwendbarenver- bindungen bei Aufwandmengen, die zum Wirksamwerden ihrer pestiziden Eigenschaften notwendig sind, im wesentlichen keine unerwünschten toxischen Eigenschaften gegenüber dem Wirtsindividuum. So sind die Verbindungen bei diesen Mengen gegenüber Pflanzen im wesentlichen nicht phytotoxisch und gegen- über Tieren im wesentlichen ohne Reiz- und Giftwirkung. Sie wurden z. B. bei einer grossen Zahl von Früchten, wie Äpfel, Sellerie, Tomaten, breite Bohnen und französische Bohnen, angewendet und es wurde im wesentlichen keine Schädigung festgestellt.
Eine sehr wichtige Eigenschaft der erfindungsgemäss als Schädlingsbekämpfungsmittel verwendbaren Verbindungen ist ihr günstiger Toxizitätswert gegenüber Säugetieren. Viele der bekannten CarbamatInsektizide mit sehr hoher Aktivität haben den grossen Nachteil, dass sie gegenüber Säugetieren eine hohe Toxizität aufweisen. In zahlreichen Fällen hat diese Eigenschaft die wirtschaftliche Auswertung der Verbindungen zur Gänze verhindert. Es wurde festgestellt, dass die erfindungsgemäss eingesetzten Verbindungen (die allgemeine Formel I wird hier zur Erleichterung des Vergleiches nochmals angeführt)
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im allgemeinen wesentlich niedrigere Toxizität gegenüber Säugetrieren aufweisen als die Stammverbindungen der allgemeinen Formel
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trotzdem jedoch hohe insektizide Aktivität aufweisen.
Die Aktivität der neuen Verbindungen (der allgemeinen Formel 1) ist nahezu so gross, gleich gross oder grösser als die der entsprechenden Verbindungen mit gleicher Struktur, die aber an Stelle der R'CO-Gruppe ein Wasserstoffatom tragen (allgemeine Formel Ia). Es ist sehr überraschend und war nicht zu erwarten, dass durch die Acylierung der Carbamat-
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Insektizide Verbindungen entstehen, die nur geringe oder keine Herabsetzung der insektiziden Aktivität, jedoch eine merkliche Abnahme der Toxizität gegenüber Säugetieren zeigen.
Es ist bekannt, dassCarbamat-Insektizide oft eine beachtliche Selektivität in ihrer Aktivität gegen- über Insekten haben. So kann eine Verbindung gegenüber einer bestimmten Insektengattung hochaktiv sein, gleichzeitig aber nahezu inaktiv gegenüber einer andem. Auf Grund der chemischen Formel ist es nicht möglich, vorherzusagen, ob eine Verbindung gegen eine bestimmte Insektenart wirksam sein wird oder nicht. Es wurde festgestellt, dass die neuen Verbindungen (der Formel I) im Vergleich mit den entsprechenden Verbindungen der Formel la ein verschiedenes Aktivitätsspektrum zeigen. In vielen Fällen ist dies vorteilhaft, da hiedurch die wirksame Bekämpfung gewisser Schädlinge ermöglicht wird, ohne dass nützliche Insekten, wie Predator, Bienen usw., vernichtet werden.
Es wurde auch festgestellt, dass in manchen Fällen der Typus der Aktivität, die die neuen Verbindungen aufweisen, von verschiedener Art ist im Vergleich zu jenem der entsprechenden Verbindungen der allgemeinen Formel Ia. So kannz. B. die systemische Aktivität gegenüber Tieren oder Pflanzen stark herabgesetzt oder erhöht sein.
Allgemein kann gesagt werden, dass die am meisten aktiven Verbindungen der Formel I jene sind, in denen R" eine Methylgruppe ist und dementsprechend stellt diese Klasse von Verbindungen die bevorzugte Klasse dar.
Die Art des Radikals R hat einen starken Einfluss auf die Aktivität der Verbindungen ; es wurde z. B. festgestellt, dass eine geringe Variation in einem Phenylkern, u. zw. entweder in der Struktur eines Substituenten im Phenylkem oder in bezug auf dessen Stellung im Ring, tiefgreifende Veränderungen in den biologischen Merkmalen der Verbindungen nach sich zieht. Die Verbindungen mit der stärksten Aktivität umfassen solche, in denen R (X-Naphthyl,
3-Äthylphenyl,
2- Isopropylphenyl,
3-Isopropylphenyl,
2-sek.-Butylphenyl,
2-Isobutylphenyl,
3-tert.-Butylphenyl,
3, 5-ditert.-Butylphenyl, 2 -Isopropyl -5 -methylphenyl, 5 - Isopropyl-2 -methylphenyl.
2, 3,5-Trimethylphenyl, 4-Dimethylamino-3, 5-dimethylphenyl,
2-Isopropoxyphenyl,
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2-Methyl-4,6-dinitrophenyl und 2- (Cyclopent-2-enyl)-phenyl, und R 11 eine MethYlgruppe sind. Es ist zu berücksichtigen, dass die Aktivität dieser Verbindungen gegen- über einem bestimmten Insekt nicht gleich ist. Jedoch wurde festgestellt, dass Verbindungen dieser Art gegenüber zumindest einem Insekt eine besonders hohe Aktivität aufweisen. Im Hinblick darauf, dass ausser dem Aktivitätsgrad noch viele andere Faktoren, wie z. B.
Dauer, Einfachheit und Kosten der Herstellung, Einfachheit der Verarbeitung, Toxizität gegenüber Säugetieren usw., in Betracht gezogen werden müssen und dass für die Bekämpfung eines bestimmten Schädlings am besten geeignete Verbindung nicht notwendigerweise für die Bekämpfung eines andern Schädlings geeignet sein muss und nur selten dafür geeignet ist, sind nicht alle Verbindungen von gleichem praktischen Wert.
In bezug auf die Leichtigkeit und Billigkeit der Herstellung bieten Verbindungen, in denen R'CO- ein Acetylradikal ist, offensichtlich beträchtliche Vorteile, da sie mittels Essigsäureanhydrid leicht hergestellt werden können. Vielfach wurde festgestellt, dass diese Acetylverbindungen innerhalb einer Reihe von Verbindungen mit bestimmten Bedeutungen für R und R"ebenso aktiv oder sogar noch aktiver sind als ähnliche Verbindungen, in denen R'CO eine andere Acylgruppe ist. Aus diesem Grunde wurden aus vielen Verbindungsklassen, die in den Bereich der allgemeinen Formel I fallen, insbesondere die Acetylverbindungen ausgewählt. In manchen Verbindungsklassen jedoch bewirkt der Ersatz der Acetylgruppe durch eine andere Acylgruppe, wie z. B.
Propionyl, Butyryl usw., eine Erhöhung der Aktivität
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gegenüber einem bestimmten Insekt. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass bei bestimmten Bedeutungen für R und R" durch Einführen einer Acylgruppe eine Verbindung mit grösster Aktivität gegen ein bestimmtes Insekt, während durch Einführen einer andern Acylgruppe eine Verbindung mit grösster Aktivität gegen ein anderes Insekt entstehen kann.
1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat ist in Anbetracht der niedrigen Kosten der für seine Her- stellung erforderlichen Ausgangsmaterialien undderTatsache, dass es im Vergleich zul-Naphthyl-N-me- thy1carbamat gegenüber gewissen Insekten, wie Pieris brassicae, erhöhte Aktivität aufweist, eine besonders geeignete Verbindung. Auch ist es gegenüber Bienen bedeutend weniger toxisch als die letzgenannte Verbindung.
Der im Rahmen der Erfindung verwendete Ausdruck "üblicher Zusatz für Schädlingsbekämpfungsmittel" bezeichnet ein Streckmittel oder einen Träger, der zur Herstellung des Ansatzes der Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet werden kann. Typische Zusätze sind Dispergiermittel, Emulgiermittel, Netzmittel, pulverförmige feste Stäube, flüchtige Treibmittel und zündfähige, langsam brennende Gemische.
Die erfindungsgemässen Mischungen können in einer Vielzahl von Formen vorliegen und umfassen Stäubepulver, feste Granulate, Dispersionen, Emulsionen, Rauche und Aerosole. Insbesondere die Dispersionen und Emulsionen können dem Konsumenten als solche und mit der erforderlichen Konzentration an Aktivstoff zur Verfügung gestellt werden, oder sie können als Primärmischungen (Konzentrate) geliefert werden, welchen Wasser zugesetzt werden muss, um sie auf die gewünschte Konzentration an aktivem Bestandteil zu bringen, oder um eine Dispersion oder Emulsion herzustellen. Die Erfindung umfasst sowohl die Primär- als auch die Endmischungen.
Die Konzentration des aktiven Materials in den Primärmischungen, welche zur Herstellung einer Verwendungsform der erfindungsgemässen Mischungen eingesetzt werden können, kann in weitem Bereich variieren. Beispielsweise kann die Menge des im feingemahlenen dispergierbaren Pulver vorhan-
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niedrigen Schmelzpunkt hat und dazu neigt, beim Mahl- und Mischvorgang zu schmelzen. Wenn es anderseits einen relativ hohen Schmelzpunkt hat, kann ein dispergierbares Pulver mit bis zu 901o oder mehr an aktivem Material in befriedigender Weise hergestellt werden. Unter Berücksichtigung der physikalischen Eigenschaften des aktiven Bestandteiles können sich auch im Falle von Lösungen und Emulsionen Einschränkungen ergeben.
Bei der Herstellung der Primärmischungen muss in Betracht gezogen werden, inwieweit die Erzeugung hochkonzentrierter Mischungen, d. h. Mischungen, die bis zu 90% oder mehr an aktivem Material enthalten, durchführbar ist, da es offensichtlich wünschenswert ist, den Verbraucher mit einer möglichst hochkonzentrierten Mischung zu versorgen. Es wäre jedoch unwirtschaftlich, die Primärmischungen in ihrer konzentrierten Form in Anwendung zu bringen und es wird daher bevorzugt, Mischungen zu verwenden, die weniger als 20% an aktivem Material enthalten. Besonders einfach gestaltet sich das Aufbringen von Mischungen mit 0. 0010/0 an aktivem Material, doch enthalten die bevorzugten Mischungen zur Anwendung auf dem Feld im allgemeinen 0, 05-10% an aktivem Bestandteil.
Wenn die erfindungsgemässen Mischungen in Form von Stäubepulvern hergestellt werden, so enthalten sie eine oder mehrere der aktiven Verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel I in inniger Mischung mit einem pulverförmigen, festen Streckmittel, wobei die Mischung bis zu 90 Gew.-% an aktiver Komponente enthält. Feste Granulate enthalten einen aktiven Bestandteil, der mit Streckmitteln vermischt ist, welche denen in Stäubepulvermischungen verwendeten ähneln, doch wird die Mischung nach bekannten Methoden granuliert.
Werden die Mischungen in Form von Dispersionen verwendet, so enthalten die erfindungsgemässen Mischungen im wesentlichen eine oder mehrere aktive Verbindungen der oben genannten allgemeinen Formel I im wässerigen Medium dispergiert. Es ist günstig, dem Verbraucher eine Primärmischung zur Verfügung zu stellen, welche mit Wasser unter Bildung einer Dispersion auf die gewünschte Konzentration verdünnt werden kann ; die Primärmischung kann in einer der folgenden Formen vorliegen.
Sie kann in Form eines dispergierbaren Pulvers hergestellt werden, das den aktiven Bestandteil und ein Suspendier- oder Dispergiermittel enthält, wobei das Pulver beim Mischen mit Wasser eine Dispersion liefert.
Gemäss einer andern Ausführungsform kann die Primärmischung als Lösung des aktiven Bestandteils in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel, z. B. Aceton, mit einem Dispergiermittel geliefert werden, welche Lösung beim Verdünnen mit Wasser eine Dispersion liefert.
Eine weitere Primärmischung enthält eine aktive Verbindung der oben angegebenen allgemeinen
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Formel I in Form eines feingemahlenen Pulvers gemeinsam mit einem Dispergiermittel und in inniger
Mischung mit Wasser, wobei eine Paste oder ein cremeartiges Produkt erhalten wird, welches beim Ver- dünnen mit Wasser eine Dispersion liefert.
Die oben genannte Creme oder Paste, die einen fein gemahlenen aktiven Bestandteil enthält, kann einerEIl1. ulsion von Öl-in-Wasser zugesetzt werden, wobei man noch einen weiteren Typ der Primärmi- schung erhält, die eine Dispersion der aktiven Verbindung in einer wässerigen Ölemulsion ist und die vor der Verwendung mit Wasser weiter verdünnt werden kann.
Die erfindungsgemässen Mischungen, die in Form einer Emulsion hergestellt werden, bestehen im wesentlichen aus einer Lösung einer oder mehrerer aktiver Verbindungen der oben angegebenen Formel I in einem Lösungsmittel, welche in Gegenwart eines Emulgiermittels mit Wasser in eine Emulsion über- geht. Aus einer Primärmischung kann eine Emulsion der gewünschten Konzentration hergestellt werden und die Primärmischung kann in einer der folgenden Formen vorliegen.
Sie kann als konzentrierter Emulsionsansatz geliefert werden, welcher einen aktiven Bestandteil der oben genannten allgemeinen Formel I in Kombination mit einem Emulgiermittel, Wasser und einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, z. B. Xylol, enthält.
Eine weitere Primärmischung, die zur Herstellung von Emulsionen geeignet ist, kann aus dem akti- ven Bestandteil in einem organischen Lösungsmittel und in Mischung mit einem Emulgator bestehen, so dass bei Verdünnen der Primärmischung mit Wasser eine Emulsion entsteht.
Die erfindungsgemässen Mischungen in Form von Aerosolen enthalten (1) eine Lösung eines aktiven
Bestandteiles in einem flüchtigen Lösungsmittel, wie Aceton, gewünschtenfalls gemeinsam mit einer geringen Menge eines nichtflüchtigen Öls, wie einem pflanzlichen Öl, und (2) eine Lösung eines akti- ven Bestandteiles in einem hochsiedenden aromatischen Lösungsmittel : wenn die Löslichkeit des aktiven
Bestandteiles in diesem Lösungsmittel niedrig ist, kann es notwendig sein, ein zusätzliches Lösungsmit- tel, wie Cyclohexanon oder Aceton, zuzusetzen. Solche Mischungen sind durch ein mechanisches Mit- tel oder durch Einarbeiten eines flüchtigen Treibmittels, wie Freon (eine Mischung von Chlorfluorderi- vaten des Methans und Äthans), leicht unter Bildung von Aerosolen dispergierbar.
Mischungen, die für die Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln in Form von Rauchen ge- eignet sind, enthalten eine Verbindung der oben genannten allgemeinen Formel I gemeinsam mit einer zündfähigen, langsam brennenden Mischung, so dass bei Entzünden der Mischung ein den aktiven Be- standteil enthaltender Rauch entsteht. So können diese Mischungen einen Brennstoff, z. B. Saccharose, eine Sauerstoffquelle, z. B. Kaliumchlorat, und ein Dämpfungsmittel, z. B. Kaolin, zur Regelung der
Verbrennungsgeschwindigkeit enthalten.
Ausser den bereits genannten Bestandteilen können die erfindungsgemässen Mischungen auch andere an sich bekannte Substanzen enthalten, deren Wirkung auf einer Verbesserung der Handhabung der Mi- schungen oder einer Verbesserung ihrer Anwendbarkeit beruhen kann. Beispielsweise kann ein inertes
Streckmittel, wie Kaolin, bei der Herstellung eines dispergierbaren Pulvers verwendet werden, um das
Mischen der Komponenten zu erleichtern und eine zum Mischen mit Wasser ausreichende Masse zu er- halten. Weiterhin können die Mischungen, die zur Verdünnung mit Wasser vor dem Aufbringen bestimmt sind, auch ein Netzmittel enthalten, um ein zufriedenstellendes Bedecken der zu behandelnden Blätter der Pflanzen oder Bäume zu gewährleisten.
Bei der Herstellung von Stäuben kann auch ein Schmiermit- tel, wie Magnesiumstearat, der Mischung zugesetzt werden, um sowohl ein leichteres Mischen der
Komponenten zu fördern als auch zu gewährleisten, dass das Endprodukt gute Fliesseigenschaften auf- weist. Allgemein übliche klebrigmachende Stoffe, wie Polyvinylalkohol, kolloidartige Materialien, z. B. Kieselsäure, Bentonit, Kasein usw., können ebenfalls in die erfindungsgemässen Mischungen ein- 'gearbeitet werden, um die nachhaltende Wirkung der Schädlingsbekämpfungsmittel nach ihrem Auf- bringen zu verbessern.
Die vorstehend beschriebenen Mischungen, in denen die aktiven Bestandteile in fester Form vorlie- gen, z. B. als Stäubepulver oder dispergierbare Pulver, sollen die aktiven Bestandteile vorzugsweise in
Form sehr feiner Teilchen enthalten ; der Grossteil der Teilchen, u. zw. in der Grössenordnung von min-
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chengrösse oder sind kleiner. Die Mischungen können unter Verwendung der üblichen Mahlgeräte, wie z. B. einer Hammermühle, hergestellt werden.
Andere Schädlingsbekämpfungsmittel, wie DDT, Benzolhexachlorid, Dinocap, Dinoseb-Dimethacrylat, und Schwefel können in die erfindungsgemässen Mischungen eingearbeitet werden.
Durch geeignete Variation der Art der Zusätze und der Mischungsverhältnisse derselben können die
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oben beschriebenen Mischungen so zubereitet werden, dass die Eigenschaften irgendeines bestimmten zu verwendenden aktiven Bestandteiles ausgenutzt werden können. Beispielsweise sollen die dem Verbraucher zur Verfügung gestellten Mischungen im Falle eines aktiven Bestandteiles, der die Eigenschaften aufweist, die zur Bekämpfung von Parasiten auf Tieren, z. B.
Schaffliegenlarven auf Schafen und Viehzecken auf Rindern, notwendig sind, vorzugsweise in Form von dispergierbaren Pulvern oder mischbaren Flüssigkeiten vorliegen ; in diesen Mischungen ist die Art der Zusätze und deren Eigenschaften eine solche, dass bei Verdünnung mit einer geeigneten Menge Wasser stabile wässerige Mischungen entstehen, welche zur Behandlung der Tiere mittels der üblichen Tauch- oder Sprühverfahren geeignet sind.
Anderseits wird dem Verbraucher im Falle von aktiven Bestandteilen, die für die Bekämpfung von in Garten- und landwirtschaftlichen Kulturen auftretenden Schädlingen geeignete Eigenschaften aufweisen, zweckmässig mit Mischungen versorgt, bei denen die Art der Zusätze und deren Mischungsverhältnis für die Anwendung auf ruhende oder wachsende Pflanzen, oder auf das Erdreich, in dem die Pflanzen wachsen oder wachsen sollen, geeignet sind. Die Mischungstypen, die für einen bestimmten Zweck geeignet sind, sind an sich bekannt.
Was die Mischungen anbetrifft, so sind einige der Verbindungen der allgemeinen Formel I Öle, welche zum Ansatz als mischbare Flüssigkeiten besonders geeignet sind. Diese Art des Ansatzes ist in manchen Fällen sehr günstig, z. B. bei der Herstellung von Präparaten zum Tauchen von Tieren und bei der Herstellung von versprühbaren Flüssigkeiten, die zur Aufbringung mittels Luftdruck vorgesehen sind.
Die Mischungen können auf die Schädlinge oder deren Aufenthaltsort aufgebracht werden. Es können Kulturen, wie Obstbäume, Kartoffeln, Baumwolle usw., behandelt werden, um Insekten, Acariden und Pilze zu bekämpfen. Auf Tieren können die Parasiten durch Eintauchen, Besprühen oder Eingabe einer Dosis an die Tiere bekämpft werden ; auch die Brutstätten und Standorte von Schädlingen, die für die allgemeine Gesundheit nachteilig sind, wie z. B. Moskitos, können behandelt werden. Es ist offensichtlich, dass die Anwendungsmengen von der jeweiligen Verbindung, dem zu bekämpfenden Schädling und andern verschiedenen Faktoren abhängen und es ist daher nicht möglich, eine Anwendungsform
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die Behandlung mittels der üblichen Methoden, wie z. B.
Eintauchen oder Aufsprühen, die Verwendung einer Mischung mit einer Konzentration von 0,005 bis 1%.
Pestizide Wirksamkeit der aktiven Bestandteile von Schädlingsbekämpfungsmitteln gemäss der Erfindung :
Diese wurde bei einer Anzahl von Versuchen nachgewiesen, die in Tabelle I (in welcher die Schädlinge mit den Buchstaben A-G bezeichnet sind und die leeren Stellen anzeigen, dass keine Versuche gemacht wurden) und in den Tabellen 2 - 10 angeführt sind. Folgende Versuche wurden durchgeführt : a) Gegen Pflanzenläuse (Aphis, mit A bezeichnet)
Pflanzen von breiten Bohnen werden einzeln in Töpfen gezogen ; wenn sie 5-7, 5 cm hoch sind, werden sie Pflanzenläusen (Megoura viciae) ausgesetzt und mit einer wässerigen Emulsion oder Suspension der zu prüfenden Verbindung bis zum Ablaufen besprüht. Nach 24 h wird eine Schätzung durchgeführt, indem die Zahl der toten und lebenden Läuse gezählt wird.
Anfangs werden die Verbindungen bei einer Konzentration von 2000 Teilen/Million gesprüht ; diejenigen Verbindungen, die eine genügend grosse Aktivität zeigen, werden dann bei niedrigeren Konzentrationen (500 Teile/Million und 100 Teile/Million) geprüft.
In Tabelle I sind die Ergebnisse für eine Anzahl aktiver Bestandteile angegeben, wobei ihre Wirksamkeit veranschaulicht wird, indem jeder Verbindung ein Wirkungsgrad wie folgt zugeordnet wird :
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<tb>
<tb> 1. <SEP> Grösser <SEP> als <SEP> 50% <SEP> Sterblichkeit <SEP> bei <SEP> 100 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 2. <SEP> 50% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 100 <SEP> Teilen/Million, <SEP> aber <SEP> grösser <SEP> als <SEP> 50% <SEP> bei <SEP> 500 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 3. <SEP> 50% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 500 <SEP> Teilen/Million, <SEP> aber <SEP> grösser <SEP> als <SEP> 25% <SEP> bei <SEP> 2000 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 4. <SEP> 25% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 2000 <SEP> Teilen/Million.
<tb>
b) Gegen Raupen (mit B bezeichnet)
10 Larven von Plutella maculipennis im vierten Larvenstadium werden in Röhrchen eingebracht.
Ein Krautblatt von etwa 6,5 cm2 wird in eine wässerige Dispersion oder Emulsion der zu prüfenden Verbindung eingetaucht, trocknen gelassen und in die Röhrchen eingeführt, u. zw. ein Stück in jedes Röhrchen. Nach 24 h wird ein unbehandeltes Krautblatt als Futter hinzugegeben und die Wirksamkeit der
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Verbindung 24 h später durch Zählen der toten Larven bestimmt.
In Tabelle I sind die Ergebnisse für eine Anzahl erfindungsgemäss als Pestizide wirksamen Verbindungen angegeben, wobei ihre Wirksamkeit veranschaulicht wird, indem jeder Verbindung ein Wirkungsgrad wie folgt zugeordnet wurde :
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<tb>
<tb> 1. <SEP> Sterblichkeit <SEP> grösser <SEP> als <SEP> 50% <SEP> bei <SEP> 1000 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 2. <SEP> 50% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 1000 <SEP> Teilen/Million, <SEP> aber <SEP> grösser <SEP> als <SEP> 50% <SEP> bei <SEP> 2500 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 3. <SEP> 50% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 2500 <SEP> Teilen/, <SEP> Million, <SEP> aber <SEP> grösser <SEP> als <SEP> 25% <SEP> bei <SEP> 5000 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 4.
<SEP> 25% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 5000 <SEP> Teilen/Million.
<tb>
c) gegen Käfer (mit C bezeichnet)
Unter Verwendung von Phaedon cochleariae und Senfblättern an Stelle von Raupen und Krautblättem wird dieser Versuch wie oben (b) durchgeführt. Die Aktivitäten werden in Tabelle I wie folgt angegeben :
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<tb>
<tb> 1. <SEP> Sterblichkeit <SEP> grösser <SEP> als <SEP> 500/0 <SEP> bei <SEP> 250 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 2. <SEP> 50% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 250 <SEP> Teilen/Million, <SEP> aber <SEP> grösser <SEP> als <SEP> 50% <SEP> bei <SEP> 1000 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 3. <SEP> 50% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 1000 <SEP> Teilen/Million, <SEP> aber <SEP> grösser <SEP> als <SEP> 25% <SEP> bei <SEP> 5000 <SEP> Teilen/Million,
<tb> 4. <SEP> 25% <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> bei <SEP> 5000 <SEP> Teilen/Million.
<tb>
d) Gegen erwachsene Schaf-Schmeissfliegen (Calliphora erythrocephala, mit D bezeichnet)
Filterpapiere mit 9 cm Durchmesser werden mit 0,5 ml 0, piger (Gew./Vol.) Acetonlösungen der zu prüfenden Verbindungen behandelt.
Nach dem Trocknen werden die Papiere in Petrischalen gelegt, u. zw. ein Papier pro Schale und 15 erwachsene Schaf-Schmeissfliegen in jede Schale gegeben. Nach 24 h wird die Sterblichkeit bestimmt. Wenn der Versuch erfolgreich durchgeführt worden ist, werden weitere Versuche mit Acetonlosungen niedrigerer Konzentration angesetzt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle I für verschiedene der als Wirkstoffe gemäss der Erfindung verwendete
EMI9.3
EMI9.4
<tb>
<tb> :1. <SEP> Lu <SEP> 50 <SEP> ungefahr <SEP> 0, <SEP> 025%,
<tb> 2. <SEP> LD <SEP> 50 <SEP> zwischen <SEP> 0,5 <SEP> und <SEP> 0, <SEP> 05%,
<tb> 3. <SEP> LD <SEP> über <SEP> 0, <SEP> 5%, <SEP>
<tb> 4. <SEP> keine <SEP> Wirksamkeit.
<tb>
EMI9.5
Bauschen aus Baumwolle werden mit 0, 5 ml 0, zuigen (Gew. /Vol.) Lösungen der zu prüfenden Verbindungen behandelt. Nachdem das Aceton verdunstet ist, werden 20 - 30 Larven von Schaf-Schmeissfliegen auf die Wolle gegeben, welche gemeinsam mit einem sterilen Schafserum als Nährmittel 24 h in einem Glasbehälter aufbewahrt wird. Nach dieser Zeit wird die Sterblichkeit der Larven bestimmt.
Die Ergebnisse für verschiedene der erfindungsgemäss eingesetzten Verbindungen sind in Tabelle I angegeben :
EMI9.6
<tb>
<tb> 1. <SEP> LD <SEP> 50 <SEP> zwischen <SEP> 0,0125 <SEP> und <SEP> 0, <SEP> 0031250/0,
<tb> 2. <SEP> LD <SEP> 50 <SEP> zwischen <SEP> 0,025 <SEP> und <SEP> 0, <SEP> 050/0,
<tb> 3. <SEP> LD50 <SEP> über <SEP> 0, <SEP> 05je, <SEP>
<tb> 4. <SEP> keine <SEP> Aktivität.
<tb>
f) Gegen Larven der Viezecken (mit F bezeichnet) (i) Glasrohr, 5 x 2, 5 cm, die an beiden Enden offen sind, werden mit Filterpapieren (4,2 x 4, 8 cm) ausgekleidet. Das Papier wird mit 0,15 ml einer Acetonlösung der zu prüfenden Verbindung behandelt. Nach dem Trocknen werden in jedes Rohr 20 Boophilus microplus-Larven eingebracht und die Rohre mit einem feinen Netz verschlossen. Nach 72 h wird die Sterblichkeit bestimmt.
(ii) Die Verbindungen, die in den Versuchen unter (i) eine hohe Wirksamkeit gezeigt haben, werden weiter untersucht. Unter Verwendung eines Sprühturmes nach Tattersfield wird 1 ml einer wässerigen Suspension einer zu untersuchenden Verbindung gleichmässig über 20 - 30 Viehzeckenlarven versprtiht. NachdemTrocknenwerdendieLarvenindieRohregesaugt ;nach24hwirddieSterblichkeitbestimmt und in % angegeben.
In Tabelle I sind die Ergebnisse wie folgt angegeben :
EMI9.7
<tb>
<tb> 1. <SEP> Aktivität <SEP> im <SEP> Versuch <SEP> (ii) <SEP> bei <SEP> Konzentrationen <SEP> von <SEP> 0, <SEP> 025% <SEP> und <SEP> weniger. <SEP> Die <SEP> LDso <SEP> beträgt <SEP> bei
<tb> diesem <SEP> Versuch <SEP> etwa <SEP> 0. <SEP> 0125% <SEP> oder <SEP> weniger.
<tb>
<Desc/Clms Page number 10>
EMI10.1
<tb>
<tb> 2. <SEP> Nicht <SEP> wirksam <SEP> beim <SEP> Versuch <SEP> (ii). <SEP> LD <SEP> 50 <SEP> beim <SEP> Versuch <SEP> (i) <SEP> etwa <SEP> 0, <SEP> 005%.
<tb>
3. <SEP> Geringe <SEP> Aktivität <SEP> nur <SEP> bei <SEP> Versuch <SEP> (i).
<tb>
4. <SEP> Keine <SEP> Aktivität.
<tb>
EMI10.2
EMI10.3
<tb>
<tb> nach1. <SEP> LDso <SEP> etwa <SEP> 0, <SEP> 010/0 <SEP> oder <SEP> weniger,
<tb> 2. <SEP> LDso <SEP> etwa <SEP> 0, <SEP> 025%,
<tb> 3. <SEP> geringe <SEP> Aktivität <SEP> bei <SEP> 0, <SEP> 10/0,
<tb> 4. <SEP> keine <SEP> Aktivität <SEP> bei <SEP> 0,1%.
<tb>
EMI10.4
EMI10.5
<tb>
<tb> :A <SEP> - <SEP> Pflanzenläuse <SEP> (Megoura <SEP> viciae)
<tb> B <SEP> - <SEP> Raupen <SEP> (Plutella <SEP> maculipennis)
<tb> C <SEP> - <SEP> Käfer <SEP> (Phaedon <SEP> cochleariae)
<tb> D-Erwachsene <SEP> Schaf-Schmeissfliegen <SEP>
<tb> E-Larven <SEP> von <SEP> Schaf-Schmeissfliegen
<tb> G <SEP> - <SEP> Erwachsene <SEP> Moskitos <SEP> (Aedes <SEP> aegypti).
<tb>
EMI10.6
EMI10.7
<Desc/Clms Page number 11>
EMI11.1
EMI11.2
<Desc/Clms Page number 12>
:
Tabelle l (Fortsetzung)
EMI12.1
EMI12.2
getaucht und trocknen gelassen. 5 frisch ausgeschlüpfte Larven von Cydia pomonella werden in jede Frucht, welche in einen Topf gelegt und bei 24 C aufbewahrt wird, eingebracht. Nach 48 h wird bebestimmt, wieviel durch die Larven bedingte signifikante Eingänge in die Früchte vorhanden sind. Der Prozentsatz an Larven, die nicht in die Frucht eingedrungen sind, wird als % der Sterblichkeit verzeichnet. Einige Ergebnisse sind in Tabelle 2 angeführt.
Tabelle 2 :
EMI12.3
<tb>
<tb> % <SEP> Sterblich- <SEP>
<tb> R <SEP> R" <SEP> R'CO <SEP> keit
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Isopropylphenyl <SEP> CHa <SEP> Acetyl <SEP> 87
<tb> 3 <SEP> -Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Propionyl <SEP> 100
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Isopropylphenyl <SEP> CHa <SEP> Butyryl <SEP> 73
<tb> 3-tert.
<SEP> -Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 87
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Propionyl <SEP> 60
<tb> 2-sek.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 60
<tb> 4-Dimethylamino-3, <SEP> 5dimethylphenyl <SEP> CHg <SEP> Acetyl <SEP> 100
<tb> 3-Äthylphenyl <SEP> CHg <SEP> Acetyl <SEP> 60
<tb> 2-Chlor-4, <SEP> 5-dimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 87
<tb>
<Desc/Clms Page number 13>
i) Gegen Pieris brassicae
Kleine Krautstücke werden in eine 0, 0125% igue wässerige Dispersion der zu prüfenden Verbindung eingetaucht und trocknen gelassen. 5 Larven im zweiten Stadium werden in kleine Röhrchen eingebracht und ein Stück behandeltes Kraut in jede Röhre gegeben. Nach 24 h wird ein Stück unbehandeltes Kraut als Futter hinzugefügt und 24 h später der Prozentsatz der Sterblichkeit bestimmt.
Einige Ergebnisse sind in Tabelle 3 angeführt.
Tabelle 3 :
EMI13.1
<tb>
<tb> 0/0 <SEP> SterblichR <SEP> R" <SEP> R'CO <SEP> keit
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 100
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Propionyl <SEP> 89
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Formyl <SEP> 56
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Hexanoyl <SEP> 89
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Isopropylphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 89
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Isopropylphenyl <SEP> CHs <SEP> Propionyl <SEP> 100
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Isopropylphenyl <SEP> CHs <SEP> Butyryl <SEP> 100
<tb> 3-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Hexanoyl <SEP> 100
<tb> 3-tert. <SEP> -Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 100
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Propionyl <SEP> 78
<tb> 3-tert. <SEP> -Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Butyryl <SEP> 100
<tb>
EMI13.2
nisse sind in Tabelle 4 angeführt.
Tabelle 4 :
EMI13.3
<tb>
<tb> losterblichR <SEP> R" <SEP> R'CO <SEP> keit
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 60
<tb> 2 <SEP> -Isopropylphenyl <SEP> CHs <SEP> Propionyl <SEP> 60
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Formyl <SEP> 89
<tb> 2-sek. <SEP> -Butylphenyl <SEP> CRs <SEP> Acetyl <SEP> 70
<tb> 1-Napthyl <SEP> CHS <SEP> Acetyl <SEP> 70
<tb> 1-Naphthyl <SEP> CH3 <SEP> Dichloracetyl <SEP> 80
<tb> 1-Naphthyl <SEP> CH3 <SEP> Formyl <SEP> 89
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Propionyl <SEP> 70
<tb> 2-Cyclopentylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 70
<tb> 2-sek.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 70
<tb>
<Desc/Clms Page number 14>
Tabelle 4 (Fortsetzung)
EMI14.1
<tb>
<tb> 0/0 <SEP> SterblichR <SEP> R"R'CO <SEP> keit
<tb> 2 <SEP> -Äthoxyphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 78
<tb> 4-Dimethylamino-3,
<SEP> 5- <SEP>
<tb> dimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 60
<tb>
k) Gegen Küchenschaben
5 erwachsende männliche Küchenschaben (Blatella germanica) werden in Töpfe eingeschlossen, durch Kohlendioxyd inaktiviert und 0, 2 einer 5%igen Lösung der zu prüfenden Verbindung in einem organischen Lösungsmittel auf dem Unterbauch aufgebracht. Nach 24 h wird die Sterblichkeit bestimmt.
Einige Ergebnisse sind in Tabelle 5 angegeben.
Tabelle 5 :
EMI14.2
<tb>
<tb> % <SEP> SterblichR <SEP> R"R'CO <SEP> keit
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Formyl <SEP> 60
<tb> 1-Naphthyl <SEP> CHs <SEP> Formyl <SEP> 60
<tb> 1-Naphthyl <SEP> CH3 <SEP> Dichloracetyl <SEP> 70
<tb> 2-Methyl-4, <SEP> 6-dinitro- <SEP>
<tb> phenyl <SEP> CHS <SEP> Acetyl <SEP> 90
<tb> 2-Äthoxyphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 60
<tb> 2- <SEP> Isopropoxyphenyl <SEP> CHs <SEP> Butyryl <SEP> 90
<tb>
1) Gegen Schnecken
Filterpapiere mit 4,5 cm2 werden mit einer 0, 05%gen acetonischen Lösung der zu prüfenden Verbindung imprägniert, getrocknet und je ein Stück in einen Glastopf mit 5 Schnecken eingebracht. Es wird genügend Wasser zugesetzt, um das Papier anzufeuchten und dann eine Scheibe einer Pflanze von französischen Bohnen in die Mitte des Filterpapieres gelegt.
Nach 48 h wurde der Prozentsatz der Sterblichkeit bestimmt. Einige Ergebnisse sind in Tabelle 6 angegeben.
Tabelle 6 :
EMI14.3
<tb>
<tb> 0/0 <SEP> SterblichR <SEP> R"R'CO <SEP> keit
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> G <SEP> Hg <SEP> Butyryl <SEP> 100
<tb> 2-Cyclohexylphenyl <SEP> CHS <SEP> Acetyl <SEP> 100
<tb> 2-Methyl-4, <SEP> 6-dinitro- <SEP>
<tb> phenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 100
<tb>
m) Gegen rote Spinnen
15 erwachsende Milben (Tetranychus telarius) werden auf einzelne Bohnenblätter aufgebracht, deren Blattstiele in wasserenthaltende Röhrchen eintauchen. Nach 24 h werden die Blätter auf beiden Seiten mit einer 0, 1%igen wässerigen Dispersion der zu prüfenden Verbindungen besprüht ; nach 48 h wird die Sterblichkeit geschätzt. Einige Ergebnisse sind in Tabelle 7 angegeben.
<Desc/Clms Page number 15>
Tabelle 7 :
EMI15.1
<tb>
<tb> 0/0 <SEP> SterblichR <SEP> R" <SEP> R'CO <SEP> keit
<tb> Phenyl <SEP> CHS <SEP> Acetyl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 3-Methylphenyl <SEP> CHS <SEP> Acetyl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 2-Äthylphenyl <SEP> CHS <SEP> Acetyl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 3-Äthlphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Butyryl <SEP> über <SEP> 50
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Crotonyl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 3-Isopropylphenyl <SEP> Chus <SEP> Butyryl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Butyryl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 2-Cyclohexylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Formyl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 2, <SEP> 3 <SEP> -Dimethylph <SEP> nyl <SEP> CRs <SEP> Acetyl <SEP> über <SEP> 50
<tb> 2,3,
5-Trimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 1-Naphthyl <SEP> CHa <SEP> Formyl <SEP> über <SEP> 25
<tb> 2-Isopropoxymethyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> über <SEP> 50
<tb>
n) Gegen Pilze
Auf einer Glasplatte stellt man eine Auflage der zu prüfenden Verbindung von bekanntem Gewicht her, indem man 0, 25 ml einer Acetonlösung bekannter Konzentration verdampfen lässt. Eine Sporensuspension von Venturia inaequalis wird auf diese Auflage aufgebracht (0, 05 ml einer 50 000 Sporen/ml enthaltenden Suspension), keimen gelassen und nach 18 h Bebrütung wird die perzentuelle Keimung bestimmt.
In Tabelle 8 sind einige Ergebnisse in ungefähren Werten der ID 50 als Konzentration der acetonischen Lösung der zu prüfenden Verbindung in Teilen/Million angeführt, von welchen geschätzt wird, dass sie 500/0 der Sporen am Keimen hindern.
Tabelle 8 :
EMI15.2
<tb>
<tb> Ungefährer
<tb> R <SEP> R" <SEP> R'CO <SEP> LD50-Wert <SEP> :
<tb> 3-Methylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 12
<tb> 3-Äthylphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 12
<tb> S-Isopropylphenyl <SEP> CHg <SEP> Propionyl <SEP> 12
<tb> 3-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Butyryl <SEP> 12
<tb> 2-sek.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 12
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 12
<tb> 2-Cyclohexyl-4methylphenyl <SEP> CHg <SEP> Acetyl <SEP> 6
<tb>
o) Systemische Aktivität
Zwei Mäusen mit je 20 g werden mittels Röhrchen 3 00 mg/kg der Versuchsverbindung (wenn es die Toxizität gestattet) eingegeben und nach 5 h werden 30 ungefütterte stabile Fliegen (Stomexys calcitrans) mit den betäubten Mäusen zusammengebracht.
Nach der Nahrungsaufnahme werden die Fliegen in Röhrchen gegeben und nach 24 h wird die Sterblichkeit bestimmt. Tabelle 9 veranschaulicht die Ver-
<Desc/Clms Page number 16>
suchsergebnisse.
Tabelle 9 :
EMI16.1
<tb>
<tb> Dosis <SEP> % <SEP> SterblichR <SEP> R"R'CO <SEP> mg/kg <SEP> :
<SEP> keit
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Isopropylphenyl <SEP> CRs <SEP> Butyryl <SEP> 300 <SEP> 50
<tb> 3-Isopropyl-2-methylphenyl <SEP> CHg <SEP> Acetyl <SEP> 300 <SEP> 100
<tb> 2, <SEP> 3, <SEP> 5-Trimethyl- <SEP>
<tb> phenyl <SEP> CH-Formyl <SEP> 300 <SEP> 30
<tb>
p) In Tabelle 10 sind die Ergebnisse angeführt, die mit 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat und 1-Naphthyl-N-methylcarbamat gegen Phaedon cochleariae und Pieris brassicae bei Versuchen, die wie oben beschrieben durchgeführt wurden, erhalten wurden, um die gegenüber der letzteren Verbindung verbesserte Aktivität der ersteren Verbindung bei verschiedenen Konzentrationen zu veranschaulichen.
EMI16.2
Tabelle 10 :
EMI16.3
<tb>
<tb> Ja <SEP> Tötung <SEP> bei <SEP> angegebenen <SEP> Konzentrationen
<tb> VerbindungVerbindung <SEP> :
<SEP> Phaedon <SEP> cochleariae <SEP> Pieris <SEP> brassicae
<tb> 0,1% <SEP> 0,0% <SEP> 0,025% <SEP> 0,1% <SEP> 0,05%
<tb> 1-NaphthylN-acetyl-Nmethylcarbamat <SEP> 100 <SEP> 95 <SEP> 61 <SEP> 100 <SEP> 33
<tb> 1-NaphthylN-methylcarbamat <SEP> 90 <SEP> 75 <SEP> 38 <SEP> 68 <SEP> 5
<tb>
Toxizität der neuen Verbindungen gegen Säugetiere :
Diese wurde mittels der üblichen Verfahren bestimmt ; in Tabelle 11 sind Ergebnisse für eine typische Auswahl aktiver Bestandteile von Schädlingsbekämpfungsmitteln gemäss der Erfindung angeführt, indem die Anzahl an Tötungen angegeben wird, die auftritt, wenn die Verbindungen an zwei Mäusen oral mittels Röhrchen verabreicht werden. Zum Vergleich werden auch die Ergebnisse für die die Ausgangssubstanzen bildenden Carbamate, in denen R'CO durch Wasserstoff ersetzt ist, angegeben.
Tabelle 11 :
EMI16.4
<tb>
<tb> R'CO <SEP> oder <SEP> Dosis
<tb> R <SEP> RU <SEP> H <SEP> mg/kg <SEP> : <SEP> Tötung <SEP> : <SEP>
<tb> 3 <SEP> -Methylphenyl <SEP> CHa <SEP> H <SEP> 1000 <SEP> 2
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Methylphenyl <SEP> CHa <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2-Äthylphenyl <SEP> CHa <SEP> H <SEP> 250 <SEP> 2
<tb> 2-Äthylphenyl <SEP> CHS <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb>
<Desc/Clms Page number 17>
Tabelle 11 (Fortsetzung)
EMI17.1
<tb>
<tb> R'CO <SEP> oder <SEP> Dosis
<tb> R <SEP> R"H <SEP> mg/kg <SEP> : <SEP> Tötung <SEP> :
<SEP>
<tb> 3-Äthylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 250 <SEP> 2
<tb> 3-Äthylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 1000 <SEP> 2
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Propionyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> Chus <SEP> Butyryl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2-Isopropylphenyl <SEP> ch3 <SEP> Crotonyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 3-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 60 <SEP> 2
<tb> 3-Isopropylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 250 <SEP> 0
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Isopropylphenyl <SEP> CHs <SEP> Propionyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 3 <SEP> - <SEP> Isopropylphenyl <SEP> CHs <SEP> Butyryl <SEP> 250 <SEP> 0
<tb> 2- <SEP> Allylphenyl <SEP> CHs <SEP> H <SEP> 1000 <SEP> 2
<tb> 2- <SEP> Allylphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2-sek.-Butylphenyl
<SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 250 <SEP> 2
<tb> 2-sek.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 1000 <SEP> 2
<tb> 2-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 1000 <SEP> 1
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Propionyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Butyryl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 3, <SEP> 5-Dimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 1000 <SEP> 2
<tb> 3, <SEP> 5-Dimethylphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2,3-Dimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 1000 <SEP> 2
<tb> 2, <SEP> 3-Dimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2, <SEP> 5-Dimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 60 <SEP> 2
<tb> 2,
<SEP> 5-Dimethylphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 5-Isopropyl-2methylphenyl <SEP> CHg <SEP> H <SEP> 250 <SEP> 2
<tb> 5-Isopropyl-2methylphenyl <SEP> CHg <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb>
<Desc/Clms Page number 18>
Tabelle 11 (Fortsetzung)
EMI18.1
<tb>
<tb> R'COoder <SEP> Dosis <SEP>
<tb> R <SEP> R" <SEP> H <SEP> mg/kg:
<SEP> Tötung:
<tb> 2-Methyl-4,6-dinitrophenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 250 <SEP> 2
<tb> 2-Methyl-4, <SEP> 6-di- <SEP>
<tb> nitrophenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2, <SEP> 3, <SEP> 5-Trimethyl- <SEP>
<tb> phenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 250 <SEP> 2
<tb> 2,3, <SEP> 5-Trimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Formyl <SEP> 250 <SEP> 0
<tb> 2,3,5-Trimethylphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0 <SEP>
<tb> 2, <SEP> 3,5-Trimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> Propionyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 4-Dimethylamino-
<tb> 3,5-dimethylphenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 30 <SEP> 2
<tb> 4-Dimethylamino-
<tb> 3,
<SEP> 5-dimethylphenyl <SEP> G <SEP> Hg <SEP> Acetyl <SEP> 250 <SEP> 0
<tb> 2-Äthoxyphenyl <SEP> CHg <SEP> H <SEP> 1000 <SEP> 2
<tb> 2-Äthoxyphenyl <SEP> CH3 <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb> 2- <SEP> Isopropoxyphenyl <SEP> CHs <SEP> H <SEP> 30 <SEP> 2
<tb> 2- <SEP> Isopropoxyphenyl <SEP> CHs <SEP> Acetyl <SEP> 250 <SEP> 0
<tb> 2- <SEP> Isopropoxyphenyl <SEP> CHs <SEP> Butyryl <SEP> 250 <SEP> 0
<tb> 2-Methylthiophenyl <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> 250 <SEP> 2
<tb> 2- <SEP> Methylthiophenyl <SEP> CHa <SEP> Acetyl <SEP> 1000 <SEP> 0
<tb>
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung : Beispiel l : Durch Vermahlen einer Mischung von 10 Teilen 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat und 90 Teilen Kaolin wurde ein insektizid wirksames Stäubepulver hergestellt.
Beispiel 2 : Durch Vermahlen einer Mischung von 20 Teilen 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methyl- carbamat, 8 Teilen eines handelsüblichen Dispergiermittels (Belloid T. D.) und'72 Teilen Kaolin wurde ein dispergierbares Pulver hergestellt.
Beispiel 3 : Durch Mischen der folgenden Bestandteile wurde eine zum Verdünnen mit Wasser unter Bildung einer stabilen Emulsion geeignete Mischung hergestellt : 5 Teile 1-Naphthyl-N-acetyl- -N-methylcarbamat, 2 Teile Emulgator (Arylan C. A.), 2 Teile eines weiteren Emulgators (Ethylan B. V.) und 91 Teile Toluol.
Beispiel 4 : Durch Vermahlen einer Mischung von 25 Teilen 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat, 8 Teilen Emulgator (Belloid T. D.), 2, 5 Teilen Netzmittel (Nansa S 40) und 64, 5 Teilen Kaolin wurde ein dispergierbares Pulver hergestellt.
Beispiel 5 : Aus den folgenden Bestandteilen wurde eine zur Verdünnung mit Wasser unter Bil- dung einer Emulsion geeignete Mischung hergestellt :
<Desc/Clms Page number 19>
EMI19.1
<tb>
<tb> 3-Isopropylphenyl-N-methylcarbamat <SEP> 50% <SEP> (Gew./Vol.)
<tb> Mischung <SEP> aus <SEP> anionischem <SEP> und <SEP> nichtionischem <SEP> Emulgator <SEP> (Agrilan <SEP> A) <SEP> 5% <SEP> (Gew./Vol.)
<tb> Xylol <SEP> Rest <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> Vol. <SEP> -0/0 <SEP>
<tb>
Beispiel 6:
Durch Vermahlen der folgenden Mischungen (Gew.-Teile) wurden dispergierbare Pulver hergestellt :
EMI19.2
<tb>
<tb> a) <SEP> 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat <SEP> 50%
<tb> Netzmittel <SEP> (Ethylan <SEP> C.P.) <SEP> 5%
<tb> Kieselsäure <SEP> (Aerosil) <SEP> 2, <SEP> 5%
<tb> Sulfitlauge <SEP> (auf <SEP> Basis <SEP> Kalcium) <SEP> 10%
<tb> Kaolin <SEP> Rest <SEP> auf <SEP> 100%
<tb> b) <SEP> 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat <SEP> 5010
<tb> Netzmittel <SEP> (Ethylan <SEP> C. <SEP> P.) <SEP> 5% <SEP>
<tb> Kieselsäure <SEP> (Aerosil) <SEP> 2,5%
<tb> Sulfitlauge <SEP> (auf <SEP> Basis <SEP> Kalcium) <SEP> 100/0
<tb> Polyvinylalkohol <SEP> 10/0
<tb> Kaolin <SEP> Rest <SEP> auf <SEP> 100%
<tb>
Die aktiven Bestandteile der erfindungsgemässen Schädlingsbekämpfungsmittel können wie folgt erhalten werden :
A) Die in Tabelle 12 angegebenen Verbindungen wurden wie folgt hergestellt : Das N-methylcarbamat wurde unter Rückflusskühlung etwa 30 min mit einem grossen Überschuss des geeigneten Anhydrids auf 1400C (oder im Falle von Essigsäureanhydrid auf den Siedepunkt) in Gegenwart einer katalysierend wirkenden Menge konzentrierter Schwefelsäure (etwa 2 Tropfen/50 ml Anhydrid) erhitzt. Dann wurde ein Überschuss an wasserfreiem Natriumacetat zugesetzt, um die Schwefelsäure zu neutralisieren, und das überschüssige Anhydrid durch Destillation im Vakuum entfernt. Der gekühlte Rückstand wurde mit Wasser verrührt, in Äther aufgenommen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, worauf der Äther abdestilliert wurde. Falls das Produkt fest ist, wird es aus einem geeigneten Lösungsmittel, wie z.B.
Petroläther, umkristallisiert; falls das Produkt flüssig ist, wird es im Vakuum destilliert. In allen Fällen wurde die Zusammensetzung des Endproduktes durch Mikroanalyse, mittels welcher der Stickstoffgehalt bestimmt wurde, geprüft.
Tabelle 12 :
EMI19.3
<Desc/Clms Page number 20>
EMI20.1
EMI20.2
<Desc/Clms Page number 21>
EMI21.1
EMI21.2
<Desc/Clms Page number 22>
EMI22.1
EMI22.2
EMI22.3
anhydrid wurde 3 hunter Rückflusskühlung erhitzt ; dann wurde das überschüssige Anhydrid durch Destillation entfernt. Der Rückstand wurde unter vermindertem Druck destilliert und die Fraktion mit dem Siedepunkt 176 C/1,7 mm gesammelt. Sie kristallisierte beim Stehen ; durch Umkristallisation aus
EMI22.4
-meth61 C.
(C15H15No3:
EMI22.5
<tb>
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 70, <SEP> 0% <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 8%
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 70,4% <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 9%.)
<tb>
In ähnlicher Weise wurden die folgenden Verbindungen hergestellt : 2-Biphenylyl-N-acetyl-N-methylcarbamat, F 64-66 C (C16H15NO3:
EMI22.6
<tb>
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 71,4% <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 6%
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 71, <SEP> 7% <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 6%.)
<tb>
2-Biphenyl-N-methyl-N-propionylcarbamat, F 68 - 69,5 C (C17H17NO3:
EMI22.7
<tb>
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 72, <SEP> 1% <SEP> H <SEP> = <SEP> 6, <SEP> 0%
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 72, <SEP> 5% <SEP> H <SEP> = <SEP> 6, <SEP> 1%.)
<tb>
Beispiel C:
20 g 1-Naphthyl-N-methylcarbamat wurden mit 100 ml Essigsäureanhydrid und 2 Tropfen konzentrierter Schwefelsäure versetzt. Die Mischung wurde unter Rückflusskühlung 25 min gekocht und dann wurde etwa 1 g wasserfreies Natriumacetat zugesetzt, um die Schwefelsäure zu neutralisieren. Das überschüssige Essigsäureanhydrid wurde bei 20 mm Hg abdestilliert ; der gekühlte Rückstand wurde in 50 ml Wasser aufgeschlämmt, der feste Anteil abgetrennt, mit Wasser gewaschen und schliesslich im Vakuum getrocknet.
Durch Umkristallisation aus Petroläther (Siedebereich 60-80 C) erhält man 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat, F 102-104 C.
<Desc/Clms Page number 23>
c 14 His NO 3 :
EMI23.1
<tb>
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> N <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 80/0 <SEP>
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> N=6, <SEP> l%.) <SEP>
<tb>
In ähnlicher Weise wurden die folgenden Verbindungen erhalten : 1-Naphthyl-N-butyryl-N-methylcarbamat, F 60 - 62C (CHNOg :
EMI23.2
<tb>
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> N <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 2%
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> N <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 30/0.)
<tb>
EMI23.3
5-Tri (C13H17No3:
EMI23.4
<tb>
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 66, <SEP> eo <SEP> H <SEP> = <SEP> 7, <SEP> 2%
<tb> Gefunden <SEP> :
<SEP> C <SEP> = <SEP> 66,6% <SEP> H <SEP> = <SEP> 7,4%.)
<tb>
2-Isopropylphenyl-N-acetyl-N-methylcarbamat, F 120-130C/2 mm (CHNO, :
EMI23.5
<tb>
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> N <SEP> = <SEP> 6, <SEP> 0%
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> N <SEP> = <SEP> 6, <SEP> 3%.)
<tb>
1-Naphthyl-N-acetyl-N-äthylcarbamat, F 68-69, 50C (C15H15NO3:
EMI23.6
<tb>
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> N <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 4%
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> N <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 70/0.)
<tb>
EMI23.7
im Vakuum getrocknet, wobei 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat (F 102 - 1040C) erhalten wurde.
Beispiel E : 16, 1 g N-Methylacetamid wurden tropfenweise zu einer Lösung von a-Naphthyl-
EMI23.8
9peratur auf 20-25 C gehalten wurde. Dann wurden 28 ml N, N-Dimethylanilin bei 20-250C zugetropft und die Mischung 20 h bei Zimmertemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde nacheinander mit verdünnter Salzsäure, Natronlauge und Wasser gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und zur Entfernung des Toluols destilliert. Nach Umkristallisation des Rückstandes auf Petrol- äther (Siedebereich 60-80 C) erhält man 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat, das mit dem in Beispiel C beschriebenen Produkt identisch ist.
Beispiel F : Eine Mischung aus 4,6 g 1-Naphthyl-N-acetylcarbamat, 60 ml trockenem Aceton, 2, 8 g wasserfreiem Kaliumcarbonat und 2, 5 g Dimethylsulfat wurde unter Rückflusskühlung gekocht und 8 h gerührt. Nach dem Filtrieren und Entfernen der Hauptmenge des Acetons durch Abdestillation wurde der Rückstand mit Wasser verdünnt. Der so erhaltene Niederschlag wurde aus Alkohol umkristallisiert und lieferte 1-Naphthyl-N-acetyl-N-methylcarbamat, welches mit dem in den Beispielen C und E beschriebenen Produkt identisch ist.
Beispiel G : Eine Mischung aus 7, 3 g (8 ml) N-Methylacetamid und 150 ml Toluol wurde zur Entfernung des Wassers abdestilliert (Endsiedepunkt 11lDC). Dazu wurde eine 50%ige Dispersion von 5,4 g Natriumhydrid in Öl gegeben und die Mischung bei Zimmertemperatur gerührt. Sobald die Wasserstoffentwicklung beendet ist, wird die Mischung auf 1000C erhitzt. Schliesslich wurde eine weitere Menge der Natriumhydriddispersion (7, 5 g) hinzugefügt. Der Niederschlag wurde gesammelt, mit Toluol gewaschen, über Phosphorpentoxyd getrocknet und einer 120/oigen (Gew./Vol.) Lösung von Phos-
EMI23.9
Toluol (200 ml)tionsgemisch eingeleitet. Die Mischung wurde filtriert und das Filtrat eingedampft, wobei rohes N-Acetyl-N-methylcarbamoylchlorid erhalten wurde.
Zu diesem Produkt wurde Natrium-a-naphtholat in Form der Reaktionsmischung aus 3, 5 g α-Naphthol, 1, 5 g 5 Öligem Natriumhydrid und 20 ml Toluol zugefügt. Nachdem die exotherme Reaktion beendet war, wurde die Mischung filtriert und der ölige Rückstand mit Petroläther (Siedebereich 60-80 C) extrahiert.
Der Extrakt wurde eingedampft und der Rückstand unter Bildung von 1-Naphthyl- -N-acetyl-N-methylcarbamat umkristallisiert, welches mit den in den Beispielen C, E und F beschriebenen Produkten identisch war.
<Desc/Clms Page number 24>
EMI24.1
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<Desc/Clms Page number 25>
EMI25.1
<tb>
<tb> a) <SEP> b) <SEP> c)
<tb> 2-sek. <SEP> -Butylphenyl <SEP> p-Chlorphenoxyacetyl <SEP> F. <SEP> = <SEP> 92-93
<tb> 2-sek.-Butylphenyl <SEP> Chloracetyl <SEP> Kp. <SEP> = <SEP> 157-158
<tb> 1, <SEP> 6 <SEP> mm <SEP>
<tb> 3-Isopropylphenyl <SEP> Methoxyacetyl <SEP> Kp. <SEP> 1,5 <SEP> mm <SEP> = <SEP> 159-161
<tb> 3-Isopropylphenyl <SEP> Methylthioacetyl <SEP> Kp. <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> mm= <SEP> 169 <SEP>
<tb> 3-Isopropylphenyl <SEP> Chloracetyl <SEP> Kp. <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> = <SEP> 148-152 <SEP>
<tb> 3-sek.-Butylphenyl <SEP> Methoxyacetyl <SEP> Kp.
<SEP> 0 <SEP> 3 <SEP> MM <SEP> 138-142 <SEP>
<tb> 0. <SEP> 3 <SEP> mm
<tb> 3-sek. <SEP> -Butylphenyl <SEP> Methylthioacetyl <SEP> Kp. <SEP> 2,5 <SEP> mm <SEP> = <SEP> 184-190
<tb> 3-sek.-Butylphenyl <SEP> Chloracetyl <SEP> Kp. <SEP> 0,6 <SEP> mm <SEP> = <SEP> 156-159
<tb> 3-sek.-Butylphenyl <SEP> Phenoxyacetyl <SEP> F. <SEP> F. <SEP> = <SEP> 64-65
<tb> 3-tert. <SEP> -Butylphenyl <SEP> Methoxyacetyl <SEP> Kp. <SEP> 0,7-1,0 <SEP> mm <SEP> = <SEP> 150-160
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> Methylthioacetyl <SEP> Kp. <SEP> = <SEP> 172 <SEP>
<tb> 3-tert, <SEP> -Butylphenyl <SEP> p-Chlorphenoxyacetyl <SEP> F. <SEP> = <SEP> 123-125
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> Äthoxyalyl <SEP> F. <SEP> = <SEP> 71-73
<tb> 3-tert.-Butylphenyl <SEP> Chloracetyl <SEP> Kp. <SEP> = <SEP> 162-166
<tb> 1,5 <SEP> mm
<tb> 2-Allylphenyl <SEP> Chloracetyl <SEP> Kp.
<SEP> 1,2 <SEP> mm <SEP> = <SEP> 153-156
<tb>
EMI25.2
: 12 g 2-Isopropylphenyl-N-methyl-N-ss- (p-nitrophenyl)-propionylcarbamatAtmosphärendruck geschüttelt, bis die Absorption aufhärt. Die Lösung wird abfiltriert und eingedampft und der Rückstand wird in 500 ml eiskalter, 0, 5n-Salzsäure aufgelöst. Die entstehende Lösung wird mit Äther gewaschen und die wässerige Schicht auf einen pH-Wert von 8 eingestellt. Das ausfallende Öl wird in Äther aufgenommen und nach Trocknen der Ätherlösung wird eingedampft, wobei man 2-Isopropylphenyl-N-methyl-N-ss-(p-aminophenyl)-propionylcarbamat als viskoses, gelbes Öl erhält.
Beispiel1 :2,97go-Isopropoxyphenyl-N-methyl-N-methylthioacetylcarbamatwerdenin40ml Äther portionenweise mit 0,55-molarer Monoperphthalsäure in Äther (40 ml) bei 5 - 100C behandelt.
Nach 24 h wird der Äther dekantiert und eingedampft. Der Rückstand wird in Tetrachlorkohlenstoff auf-
EMI25.3
Äther mit 0, 56-molarer Monoperphthalsäure (18,5 ml) bei 10-15 C behandelt; die Mischung wird bei 150C 20 min stehengelassen. Nach Waschen mit wässeriger Natriumbicarbonatlösung, Trocknen und Eindampfen erhält man o-Isopropoxyphenyl-N-methyl-N-methylsulfinylacetylcarbamat.
Beispiel L : Eine Lösung von 8, 55 g 2-Isopropoxyphenyl-N-chloracetyl-N-methylcarbamat in 25 ml absorbiertem Alkohol wird unter Rühren und Rückflusskühlung zu einer Suspension von 6 g benzolsulfinsaurem Natriumdihydrat in 50 ml Alkohol gegeben. Nach Kochen unter Rückflusskühlung über Nacht wird die abgekühlte Mischung in Wasser gegossen und mit Äther extrahiert. Durch Einengen erhält man 2-Isopropoxyphenyl-N-methyl-N-benzolsuIfonylacetylcarbamat mit dem F. =104 - 105Oc,
In gleicher Weise erhält man 2-Isopropoxy-N-methyl-N- (p-toluolsulfonylacetyl)-carbamatmit dem F. = 85-880C.
Beispiel M : 7, 1 g 2-Isopropylphenyl-N-chloracetyl-N-methylcarbamat gibt man portionenweise zu einer unter Rückflusskühlung siedenden Mischung von 30 ml Alkohol und 5, 1 g Kaliumrhodanid. Nach 24 h wird die abgekühlte Mischung in Wasser gegossen, mit Äther extrahiert und destilliert, wobei man 2-Isopropylphenyl-N-methyl-N-thiocyanatoacetylcarbamat mit dem Kp. 01 mm = 160 bis 1660C erhält.
In gleicher Weise erhält man 2-Isopropoxyphenyl-N-methyl-N-thiocyanatoacetylcarbamat, n =1,5325, und 2-sek.-Butylphenyl-N-methyl-N-thiocyanatoacetylcarbamat mit dem Kp. = 182-188 C.
<Desc/Clms Page number 26>
Beispiel N: 6 g 2-Isopropylphenyl-N-chloracetyl-N-methylcarbamat, 3,3 g Triäthylamin und 6 ml Methylenchlorid werden gemischt und bei Zimmertemperatur 24 h stehengelassen. Man gibt 70 ml trockenen Äther hinzu und dekantiert nach 10 min die Flüssigkeit vom entstehenden Öl. Nach Trocknen des Öls in einem Vakuumexsikkator erhält man 2-Isopropyl-N- (diäthylaminoacetyl)-N-methylcarba- mat-chloräthylat.
CHClN, Og berechnet : Ionisierbares Chlor = 9, 6%, gefunden : lonisierbares Chlor = 9, 3%.
Auf gleiche Weise stellt man
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(diäthylaminoacetyl)-N-methylcarbamat,her.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mischungen zur Schädlingsbekämpfung, welche einen aktiven Bestandteil gemeinsam mit einem für Schädlingsbekämpfungsmittel üblichen Zusatz bzw. Verstärkungsmittel enthalten, dadurch ge- kennzeichnet, dass der aktive Bestandteil eine Verbindung der allgemeinen Formel
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umfasst, worin R" eine niedrige Alkyl-, niedrige Cycloalkyl-oder Phenyl-niederalkylgruppe mithöch- stens 7 Kohlenstoffatomen im Alkyl-bzw. Cycloalkylrest, R'CO den Rest einer organischen Carbonsäure und R ein substituiertes oder unsubstituiertes Phenyl, Naphthyl oder einen Oxa-, Thia- oder Aza-heterocyclischen Rest mit 5-oder 6-gliedrigem Ring bedeuten.