<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 96475. Naschine zur Herstellung von Körpern aus plastischem Naterial, insbesondere von Zündpillen für Streichzünder-Feuerzeuge. Im Hauptpatent ist eine Maschine zum Formen von Körpern aus plastischem Material, insbesondere von Zündpillen für Streichzünder- Feuerzeuge beschrieben, bei welcher längs der Umfänge zweier horizontaler, sich am Um fange berührender, in entgegengesetztem Dreh sinn rotierender Scheiben Hohlräume vor gesehen sind, welche sich jeweils zu einer dem plastischen Material, welches zwischen die Scheiben zugeführt wird, zu gebenden Form ergänzen,
wobei dieT-Tmfangsgeschwindig- keit der Scheiben und die Verteilung der Hohlräume längs der Umfänge - derart be messen sind, dass die bei der Drehbewegung zusammenwirkenden Hohlräume der beiden Scheiben jeweils genau koinzidieren, und bei welcherMaschineleruerEinrichtungenzumEnt- fernen der geformten Körper vorgesehen sind.
Bei dieser im Hauptpatent dargestellten Maschine ist die Achse der einen Scheibe von einer Lagerbüchse exzentrisch umschlos sen, welche in der Grundplatte der Maschine gelagert ist. Mit der Lagerbüchse ist ein ein armiger Hebel verbunden, an dessen freiem Ende das eine Ende einer Zugfeder befestigt ist, deren anderes Ende mit der Grundplatte verbunden ist. Hierdurch werden die Scheiben in nachgiebiger Weise aneinander gepresst. Es hat sich nun als vorteilhaft erwiesen, an Stelle dieser Vorrichtung eine andere zu benutzen, durch welche das Anpressen der beiden Laufscheiben leicht geregelt werden kann. Zu diesem Zwecke ist auf der An triebsachse einer der beiden Scheiben eine exzentrisch gebohrte.Lagerbüchse verstellbar in einem Verbindungsglied angeordnet, wel ches die beiden Antriebsachsen der beiden Scheiben umschliesst.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Aufriss, mit Teilen im Schnitt, Fig. 2 einen Grundriss hierzu; Fig.3 zeigt eineEinzelheit ineinem Grund- riss, mit Teilen im Horizontalschnitt, und Fig. 4 eine Einzelheit, und zwar die eine der beiden Scheiben in einem Vertikalschnitt, mit Teilen in Ansicht.
Die zwei horizontalen Scheiben 1 und 2 weisen längs ihrer Umfänge Hohlräume 3 auf und sitzen auf vertikalen Achsen 4 und 5 fest. Die Scheiben 1 und 2 berühren sich mit ihren Umfängen, und sind so eingestellt, dass die Hohlräume der beiden Scheiben mit einander koinzidieren, das heisst sich jeweils zu der dem plastischen Material zu gebenden Form ergänzen. Der Antrieb der Achsen 4 und 5 geschieht unter Vermittlung von Zahn rädern 7, 8, 10. Die Scheiben laufen im entgegengesetzten Sinne um. Die Antriebs welle 9, auf der der Zahnkolben 10 sitzt, ist an ihrem obern Ende bei 11 in der Grund platte und an ihrem untern Ende bei 12 in einem an der Grundplatte starr befestigten Lagerarm 13 gelagert. Die Antriebswelle 9 wird durch eine Rillenscheibe 14 angetrieben.
In der Grundplatte sind zwei vertikale Achsen 15 und 16 gelagert, die kreisförmige Bürsten 17 bezw. 18 tragen, welche die Umfänge der Scheibe 1 bezw. 2 bestreichen. Die Achsen 15 und 16 werden durch Rillenscheiben 19 und 20 mittelst des Treiborganes 21 ange trieben. Auf der Achse 15 sitzt eine zweite Rillenscheibe 22, welche mit der obern Rille der Rillenscheibe 14 durch das Treiborgan 23 verbunden ist. .
Um eine Temperaturregelung der Scheiben zu ermöglichen, ist, wie aus Fig. 1 ersicht lich, unter der Berührungsstelle der beiden Scheiben 1 und 2 eine Heizvorrichtung 50 angebracht, die die Scheiben während der Rotation regelbar erhitzt.
Um die Brennkerne aus den Hohlräumen sicher auszustossen, steht jeder Hohlraum 3 mit einer Bohrung 30 in Verbindung, in welcher ein Stift 31 liegt, der in seiner Ruhe stellung genau an der Mündung der Bohrung in den Hohlraum endigt, also nicht in den Hohlraum vorsteht. Das hintere Ende des Stiftes 31 liegt in einer Ausnehmucig 32, welche in jeder Scheibe vorgesehen ist. Das hintere Ende jedes Stiftes trägt einen Knopf 33, welcher gegen eine Nockenscheibe 34 anliegt. Diese Nockenscheibe 34 rotiert mit der betreffenden Scheibe nicht mit, sondern steht still.
Sie ist derart in der Scheibe 1 bezw. 2 montiert, dass alle Knöpfe 33 am Umfang der Nockenscheibe entlang schleifen. Um jeden Stift 31 liegt eine Feder 35, die die sichere Berührung des Knopfes 33 mit der Scheibe 34 aufrecht erhält. Die Nocken scheiben 34 sind mittelst je eines Stiftes 36 an einem Bügel 37 befestigt, welcher die beiden Achsen 4 und 5 miteinander ver bindet. Zwischen Bügel 37 und Nocken scheiben 34 ist je ein Distanzstück 38 an gebracht.
Im Bügel 37 befindet sich eine die Achse 4 umfassende, konzentrisch gebohrte Lagerbüchse 39, und eine die Achse 5 um fassende, exzentrisch gebohrte Lagerbüchse40, welche an ihrem obern Ende einen sechs kantigen Kopf 41 zwecks Ermöglichung der Verstellung der Lagerbüchse 40 trägt. Bei der Verstellung der Lagerbüchse 40 findet eine Änderung des Aupressdruckes der Scheibe 2 an die Scheibe 1 statt, und zwar kann man den Anpressdruck sowohl verkleinern als auch vergrössern, je nach Bedürfnis.
Die Scheibe 1 sitzt auf einem Teller 42, welcher mit der Achse 4 fest verbunden ist, mittelst eines Stiftes 43 fest. Die Scheibe 2 liegt auf einem Teller 44, welcher mit der Achse 5 fest verbunden ist und zwei parallele Flügel 45 trägt, zwischen welche eine Nase 46 an der Unterseite der Scheibe 2 hineinragt. Durch jeden Flügel 45 ragt ein verstellbarer Schraubenbolzen 47 und hält die Nase 46 in unveränderlicher Lage mit Bezug auf die beiden Flügel 45 fest. Durch Verstellen der Schraubenbolzen 47 lässt sich auch die Nase 46 und mit ihr die Scheibe 2 verstellen.