CH516616A - Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen

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William Greenhalgh Colin
Francis Newton David
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen, die sich für das Färben von Textilien, insbesondere von synthetischen Textilien, eignen.



   Gemäss der Erfindung werden Anthrachinonfarbstoffe der Formel
EMI1.1     
 hergestellt, wobei X eine Hydroxyl- oder Aminogruppe, R eine Hydroxyl-, Alkoxy-, Mercapto- oder Alkylmer captogruppe und Z einen Phenylen- oder Naphthylenrest, der weitere
Substituenten enthalten kann, darstellen und die
Ringe A und B Substituenten enthalten können.



   Die durch R dargestellten Alkoxyreste sind vorzugsweise Niederalkoxyreste, wie Methoxy-,   Athoxy-,    n-Propoxy- und n-Butoxyreste. Die durch R dargestellten Alkylmercaptoreste sind vorzugsweise Niederalkylmercaptogruppen, z. B. Methyl- und Äthylmercaptoreste.



   Als Niederalkyl- und Niederalkoxyreste kommen Alkyl- bzw. Alkoxyreste mit 1 bis 4 C-Atomen in Betracht.



   Als Beispiele für die eventuell im Phenylen- oder Naphthylenrest Z vorhandenen weiteren Substituenten kann man niedrige Alkylreste, wie Methylreste, Chloratome, niedrige Alkoxyreste, wie Methoxyreste, und Hydroxylreste erwähnen.



   Als Beispiele für die Substituenten, die an den Ringen A und B haften können, kann man Chlor-, Brom-, Cyano-, niedrige Alkylreste, wie z.B. Methylreste, Hydroxylgruppen, niedrige Alkoxyreste, wie z. B. Methoxyreste, Aminogruppen, Alkylaminoreste mit niedrigen Alkylresten, wie z. B. Methylaminoreste, Acylaminoreste, wie z. B. Acetylamino- und Benzoylaminoreste, Anilinoreste und substituierte Derivate davon, wie z. B.



  Chloranilino-, Bromanilino-, Niederalkoxyanilino-, wie z. B. Anisidino-, Niederalkylanilino-, wie z. B. Toluidino- und 2,4,6-Trimethylanilino-, Sulfoanilino- und Carboxyanilino-, Sulfonsäure-, Sulfonamidoreste und Nsubstituierte Derivate davon, wie z. B. Sulfo-N-methylamido- und Sulfo-N,N-diäthylamino-, Mercapto-, Niederalkylmercaptoreste, wie z. B. Methylmercaptoreste, und Phenylmercaptoreste erwähnen.



   Gemäss der Erfindung werden die Anthrachinonfarbstoffe z. B. dadurch erhalten, dass eine Anthrachinonverbindung der Formel
EMI1.2     
 mit einer Verbindung der Formel HZR in Gegenwart eines sauren Katalysators umsetzt.



   Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich zweckmässig dadurch verwirklichen, dass die Reaktionsteil  nehmer in einem organischen Lösungsmittel, das ein   Überschuss    der Verbindung der Formel HZR sein kann, in Gegenwart eines sauren Katalysators, wie z. B.



  Schwefelsäure, gerührt werden, wobei die Reaktion bei einer zwischen 200 C und dem Siedepunkt des Reaktionsmediums liegenden Temperatur durchgeführt wird.



  Auch können als Katalysatoren Lewis-Säuren, wie z. B.



  Aluminiumchlorid oder Zinkchlorid, verwendet werden.



  Die erhaltenen Farbstoffe können dann in an sich bekannter Weise, z. B. durch Abdestillieren der organischen Lösungsmittel in Gegenwart von Dampf oder durch Zugabe einer Flüssigkeit, wie z. B. Methanol, die ein Lösungsmittel für die organischen Lösungsmittel ist, in welcher aber der Farbstoff unlöslich ist, und durch anschliessendes Filtrieren isoliert werden.



   Als Beispiele für Verbindungen der Formel HZR, die verwendet werden können, lassen sich Phenol, Anisol, Phenetol, Thiophenol, o-Kresol, p-Kresol, o-Chlorphenol, 4-Methoxyphenol,   o-,    m- oder p-Dimethoxybenzol, Thioanisol, Hydrochinon, Resorcin, 2- oder 4-Methoxyphenol, 2- oder 4-Athoxyphenol und   d-    oder ss Naphthol nennen.



   Bei dieser Umsetzung geht die am Anthrachinonkern haftende Methylengruppe zum durch Z wiedergegebenen Phenylen- oder Naphthylenrest und zwar in p Stellung zum Rest R über. Ist die p-Stellung bereits durch einen Substituenten besetzt, so geht die Methylengruppe an den Rest Z und zwar in o-Stellung zur Gruppe R über. Enthält die Verbindung der Formel HZR zwei Gruppen, z. B. Hydroxyl- und Methoxygruppen, die jeweils die Anlagerungsstelle der Methylengruppe beeinflussen können, so kann eine Mischung von Produkten erhalten werden.



   Die Anthrachinonverbindungen der Formel I können ihrerseits dadurch erhalten werden, dass eine gegebenenfalls substituierte   1-tHydroxy-    oder Amino-)-anthrachinon-2-sulfonsäure mit Formaldehyd in Gegenwart eines Alkalis und eines Reduktionsmittels nach den in der britischen Patentschrift Nr. 1 152 244 beschriebenen Verfahren behandelt wird.



   Als spezifische Beispiele von Anthrachinonverbindungen der Formel I kann man folgende erwähnen:    1-(Hydroxy-    oder Amino-)-2-hydroxymethylanthrachinon,   1-(Hydroxy-    oder Amino-)-2-hydroxymethyl-4-(anilino-, -methylanilino-, -methoxyanilino-, 2,4,6-trimethyl anilino-, chloranilino-, -phenylthio-, -benzthiazol-2'ylthio-, -chlor-, -brom- oder -hydroxy-)-anthrachinon und   1-Amino-2-hydroxy-methyl-5-(chlor-    oder -sulfo-)anthrachinon.



   Gemäss der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung der genannten Anthrachinonfarbstoffe vorgeschlagen, das darin besteht, dass eine Anthrachinonverbindung der Formel:
EMI2.1     
   - mit    einer Verbindung der Formel HZR, worin Y eine
Hydroxylgruppe, ein Chlor- oder Bromatom darstellt, zur Umsetzung gebracht wird.



   Das oben erwähnte Verfahren kann vorzugsweise so durchgeführt werden, dass die Reaktionsteilnehmer zusammen in einer organischen Flüssigkeit, die gegebenenfalls ein   Überschuss    der Verbindung der Formel HZR sein kann, vorzugsweise in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, das das Natriumsalz der Verbindung der Formel HZR sein kann, erhitzt werden. Die so erhaltenen Farbstoffe können in an sich bekannter Weise, z. B. durch Zugabe einer Flüssigkeit, wie z. B. Wasser, welche den Farbstoff aus seiner Lösung in der organischen Flüssigkeit ausfällt, isoliert werden.



   Die Anthrachinonverbindungen der Formel II können durch Behandlung der entsprechenden Verbindungen der Formel I mit einem Chlorierungs- oder Bromierungsmittel erzeugt werden.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Anthrachinonfarbstoffe, bei denen R eine Hydroxyl- oder Mercaptogruppe darstellt, können in die entsprechenden alkylierten oder acylierten Derivate umgewandelt werden, indem sie mit einem Alkylierungsmittel, z. B. Dimethylsulfat, oder einem Acylierungsmittel, z. B. Essigsäureanhydrid, Acetylchlorid, Benzoylchlorid oder Methansulfonylchlorid, unter für Alkylierungs- bzw. Acylierungsreaktionen bekannten Bedingungen behandelt werden.



   Eine bevorzugte Klasse der erfindungsgemäss erhältlichen Anthrachinonfarbstoffe besteht aus den Farbstoffen, die keine sauren wasserlöslichmachenden Gruppen enthalten und der Formel
EMI2.2     


<tb>  <SEP> o <SEP> x
<tb> entsprechen, <SEP> in <SEP> welcher <SEP> T
<tb>  X und R die obigen Bedeutungen haben und Z' einen gegebenenfalls substituierten Phenylenrest und T ein Wasserstoffatom oder einen Substituenten dar stellen.



   Vorzugsweise stellen X eine Aminogruppe und R eine Hydroxyl- oder Alkoxygruppe dar. Die durch T dargestellten Substituenten sind vorzugsweise Hydroxyl-, Phenylthio-, Benzthiazol-2'-ylthio-, p-Toluol-sulfonamido- und vor allem gegebenenfalls substituierte Anilinoreste.

 

   Die erfindungsgemäss erhältlichen Anthrachinonfarbstoffe, die Sulfonsäuregruppen enthalten, eignen sich als Säurefarbstoffe zum Färben von Wolle, Seide und synthetischen Polyamid-Textilien aus wässerigen Färbeflotten, welche auch herkömmliche Färbereihilfsmittel, z. B. Ameisensäure, Essigsäure, Schwefelsäure, Natriumsulfat oder Ammoniumsulfat, enthalten können.



  Die so erhaltenen Färbungen besitzen ausgezeichnete Echtheitseigenschaften bei den üblicherweise mit solchen Textilien durchgeführten Testen.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Anthrachinonfarbstoffe, die keine sauren, wasserlöslichmachenden Gruppen enthalten, eignen sich zum Färben von synthe  tischen Textilien, wie z. B. Celluloseacetat- und Cellulosetriacetat-Textilien, Polyamid-Textilien, so z. B. von Textilien aus Polyhexamethylenadipamid, Polyacrylnitrilen und vorzugsweise aus aromatischen Polyestern, wie z. B. Polyäthylenterephthalat. Solche Textilien können die Form von Fäden, Garnen, Geweben oder Gewirken haben. Gewünschtenfalls können die erwähnten Textilien mit andern Textilien, z. B. unter Bildung einer Mischung von Polyester-Textilien mit Cellulose- oder Woll-Textilien, gemischt sein.



   Derartige Textilien lassen sich ohne weiteres mit den wasserunlöslichen Anthrachinonfarbstoffen der hier beschriebenen Art färben, indem das Textilgut in eine Färbeflotte eingetaucht wird,   welche - aus    einer wässerigen Dispersion eines oder mehrerer der genannten Farbstoffe besteht und vorzugsweise ein nichtionisches, kaionisches und/oder anionisches oberflächenaktives Mittel enthält, worauf das Färbebad während einer gewissen   Dauer - auf    eine geeignete Temperatur erhitzt wird.



  Im Falle von sekundären Celluloseacetat-Textilien wird der Färbevorgang vorzugsweise bei einer zwischen 60 und 850 C liegenden Temperatur durchgeführt; bei Cellulosetriacetat- oder Polyamid-Textilien wird das Färben vorzugsweise bei einer zwischen 95 und 1000 C liegenden Temperatur durchgeführt; bei aromatischen Polyester-Textilien kann das Färben entweder bei einer zwischen 90 und   100"    C liegenden Temperatur, vorzugsweise in Gegenwart eines Trägermittels, wie z. B. Diphenyl oder   0-Hydroxydiphenyl,    durchgeführt oder bei einer zwischen 120 und   1300    C liegenden Temperatur unter Druckanwendung bewirkt werden.



   Man kann auch so verfahren, dass die wässerige Dispersion des erwähnten Anthrachinonfarbstoffs auf das Textilgut nach einem Klotz- oder Druckverfahren aufgebracht wird, wonach das Textilgut je nach dessen Beschaffenheit auf Temperaturen bis zu   230     C erhitzt oder mit Dampf behandelt wird. Bei solchen Verfahren enthält die wässerige Dispersion des Anthrachinonfarbstoffes vorzugsweise ein Verdickungsmittel, wie z. B.



  Tragant, Gummi-arabicum oder Nartiumalginat.



   Am Schluss des Färbevorgangs wird das gefärbte Textil gut vorzugsweise mit Wasser gespült oder kurz mit Seifenwasser behandelt, bevor es endgültig getrocknet wird. Bei aromatischen Polyester-Textilien wird das gefärbte Textilgut vorzugsweise einer Behandlung mit einer alkalischen, wässerigen Natriumhydrosulfitlösung unterworfen, bevor es mit Seifenwasser behandelt wird, um lose haftenden Farbstoff von der Oberfläche des Textilgutes zu entfernen.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Anthrachinonfarbstoffe haben eine hervorragende Affinität und ein glänzendes Aufbauvermögen in bezug auf synthetische Textilien, insbesondere aromatische Polyester-Textilien, so dass tiefe Farbtöne erzielt werden können. Die entstehenden Färbungen haben eine hervorragende Beständigkeit gegen Licht, Nassbehandlungen und insbesondere Trockenwärmebehandlungen, so z. B. bei hohen Temperaturen beim Plissieren.



   Gewünschtenfalls können die erfindungsgemäss er   erhältlichen    Farbstoffe beim Aufbringen auf synthetische Textilien in Verbindung mit anderen Dispersionsfarbstoffen, wie sie z. B. in den britischen Patentschriften 806 271, 835 819, 840 903, 847 175, 852 396, 852 493, 859 899, 865 328, 872 204, 894 012, 908 656, 909 843, 910 306, 913 856, 919 424, 944 513, 944 722, 953 887, 959 816, 960 235, 961 412, 976 218, 993 162 und 998 858 beschrieben sind, verwendet werden.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Anthrachinonfarbstoffe, bei denen der durch ZR dargestellte Rest ein 1,4-Dihydroxyphenylrest ist, eignen sich ausserdem als Farbentwickler bei Farbstoffübertragungsverfahren in der Farbenphotographie, wie sie z. B. in der britischen Patentschrift Nr. 804 971 beschrieben sind.



   In den Ausführungsbeispielen handelt es sich bei den Teilen und Prozentsätzen stets um Gewichtsteile und Gewichtsprozente.



   Beispiel 1
Eine Mischung aus 2 Teilen 1-Amino-2-chlormethyl-anthrachinon und 20 Teilen Phenol wird während 2 Stunden bei 700 C gerührt. Dann werden 40 Teile Wasser hinzugegeben, und der auf diese Weise ausgefüllte Farbstoff wird abfiltriert und mit einer 100/oigen wässerigen Methanollösung gewaschen. Das feste Material wird in 200 Teilen einer 100/oigen wässerigen Natriumhydroxydlösung bei   90"    C gelöst, die Lösung wird filtriert, und das Filtrat wird mit wässeriger Salzsäure angesäuert. Das ausgeschiedene 1-Amino-2-(4'-hydroxybenzyl)-anthrachinon wird dann filtriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.



   Mit einer wässerigen Dispersion des so erhaltenen Farbstoffs können Polyester-Textilien in leuchtenden Orangefarbtönen hervorragender Echtheit gefärbt werden.



   Anstelle von 2 Teilen 1-Amino-2-chlormethyl-anthrachinon kann im obigen Beispiel eine entsprechende Menge von 1-Amino-2-chlormethyl-5-chlor-anthrachinon,   1 -Amino-2-chlormethyl-4-anilino-anthrachinon    oder 1 -Amino-2-chlormethyl-4-(p-toluidino)-anthrachi non verwendet werden, wobei   1-Amino-2-(4'-hydroxy-    benzyl)-5-chlor-anthrachinon bzw.   1-Amiho-2-(4'-hy-    droxy-benzyl)-4-(anilino- bzw. p-toluidino)-anthrachinon erhalten werden, mit denen Polyester-Textilien in gelben, bzw. blauen Farbtönen hervorragender Echtheit gefärbt werden können.



   Beispiel 2
Eine Mischung aus 2 Teilen 1-Hydroxy-2-chlormethyl-anthrachinon, 40 Teilen Phenol und 20 Teilen Natriumphenolat wird während 2 Stunden auf   110     C erwärmt. Die Mischung wird dann abgekühlt und in Wasser gegossen, worauf das ausgeschiedene 1-Hydroxy-2-(4'-hydroxy-benzyl)-anthrachinon abfiltriert, mit einer Methanol-Wasser-Mischung gewaschen und getrocknet wird.

 

   Mit einer Dispersion dieses Produktes in Wasser können Polyester-Textilien in gelben Farbtönen hervorragender Echtheit gefärbt werden.



   Beispiel 3
Eine Mischung aus 2 Teilen 1-Amino-2-hydroxymethyl-anthrachinon, 20 Teilen Ohenol und 0,25 Teilen 980/oiger Schwefelsäure wird während 2 Stunden bei   70"    C gerührt. Die Mischung wird gekühlt und in eine Methanol-Wasser-Mischung (Mischverhältnis 1:3) gegossen, worauf das ausgeschiedene   1-Amino-2-(4'-hy-    droxy-benzyl)-anthrachinon abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet wird.  



   Der nachstehenden Tabelle sind weitere Beispiele von erfindungsgemäss erhältlichen Anthrachinonfarbstoffen zu entnehmen, welche man erhält, wenn man in ähnlicher Weise wie im obigen Beispiel 3 arbeitet und die in der 2. Kolonne der Tabelle angegebenen Anthrachinonverbindungen mit einer der in der 3. Kolonne aufgezählten Phenolverbindung umsetzt. In der 4. Kolonne der Tabelle ist die jeweilige Zusammensetzung der Farbstoffe angegeben, während in der 5. Kolonne die Farbtöne, die beim Färben von Polyester-Textilien mit den jeweiligen Farbstoffen erhalten werden, angegeben werden.



  Bei- Anthrachinonverbindung Phenol- Zusammensetzung des FarbstoffsRarb- spiel Anthrachinonverbindung   vixig.   



   4   1 -Amino-2-hydroxymethyl-4-anilino-    Phenol 1 -Amino-2-(4'-hydroxy-benzyl)-4- Blau anthrachinon anilino-anthrachinon
5   1 -Amino-2-hydroxymethyl4-(p-toluol-    Phenol   1-Amino-2-(4'-hy,droxy-benzyl)-4-    Rot    sulfonamido)-anthrachinon    (p toluolsulfonamido)-anthrachinon
6 1-Amino-2-hydroxymethyl-4-(benzthiazol- Phenol   l-Amino-2-(4'-hydroxy-benzyl)4-(benz-    Rot
2'-ylthio)-anthrachinon   thiazol-2"-ylthio)-anthrachinon   
7 1 -Amino-2-hyroxymethyl-4-hydroxy- Phenol   1 -Amulo-2-(4'-hydroxy-benzyl)4-    Rot anthrachinon hydroxy-anthrachinon
8 1 -Amino-2-hydroxymethyl-4-phenyl- Phenol   1 -Amino-2-(4'-hydroxy-benzyl)-4-    Rot thioanthrachinon phenylthio-anthrachinon
9   1 

   Amino-2-hydroxymethyl4-(p-    Phenol 1 -Amino-2-(4'-hydroxy-benzyl)-4- Blau anisidino)-anthrachinon   (panisidino)-anthrachinon   
10 1 -Amino-2-hydroxymethyl-4-(p-chlor- Phenol   1 -A2-(4'-hydroxy-benzyl)-4-    Blau anilino)-anthrachinon   (p-chloranilino)-anthrachinon   
11 1,5-Dihydroxy-4,8-diamino-2-(4'-hydroxy- Phenol   1,5-Dihydroxy4,8-diamino-2-(4'-hydroxy-    Blau phenyl}6-hydroxymethyl-anthrachinon phenyl)-6-(4"-hydroxybenzyl)-anthrachinon
12   1 -AminP2-hydroxymethyl-anthrachinon    Phenetol   1 -Amino-2-(4'-äthoxy-benzyl)-    Orange anthrachinon
13   1 -Amino-2-hydroxymethyl-anthrachinon    Anisol   1 -Amino-2-(4'-methoxy-benzyl)-    Orange anthrachinon
14 1 -Amino-2-hydroxymethyl-4-anilino- Anisol  

     1-Amino-2-(4'-methoxy-benzyl)-4-    Blau anthrachinon anilino-anthrachinon
15   1-Amino-2-hydroxymethyl4-anilino-    Thio- 1-Amino-2-(4'-mercapto-benzyl)-4- Blau anthrachinon phenol anilino-anthrachinon
16 1 -Amino-2-hydroxymethyl-anthrachinon p-Kresol 1-Amino-2-(2'-hydroxy-5'-methyl-benzyl)- Orange anthrachinon
Beispiel 17
Eine Mischung aus 2 Teilen 1-Amino-2-Hydroxymethyl-anthrachinon, 25 Teilen o-Kresol und 1 Teil Aluminiumchlorid wird während 15 Minuten bei   100O    C gerührt. Die Mischung wird gekühlt und in 15 Teile Methanol gegossen, worauf das ausgefällte, feste Material abfiltriert wird. Das feste Material wird hernach in einem heissen Gemisch aus 50 Teilen Methanol und 10 Teilen einer 8%igen wässerigen   Natriumhydroxyd-    lösung gelöst, worauf die Lösung filtriert wird.

  Das Filtrat wird mit Essigsäure angesäuert, und das ausgeschiedene 1-Amino-2-(3'-methyl4'-hydroxy-benzyl)-anthra- chinon wird abfiltriert, mit Methanol gewaschen und getrocknet.



   Mit einer wässerigen Dispersion dieses Farbstoffes können Polyester-Textilien in leuchtenden Orangefarbtönen hervorragender Echtheit gefärbt werden.



   Ersetzt man in diesem Beispiel 1 Teil Aluminiumchlorid durch 1 Teil Zinkchlorid, so erhält man denselben Farbstoff.



   Der nachstehenden Tabelle sind weitere Beispiele von erfindungsgemäss erhältlichen Anthrachinonfarbstoffen zu entnehmen, welche nach den Angaben von Beispiel 17 hergestellt werden können, wenn man die in der 2. Kolonne der Tabelle angegebenen Anthrachinonverbindungen mit den in der 3. Kolonne aufgezählten Phenolverbindungen umsetzt. In der 4. Kolonne der Tabelle findet sich die jeweilige Zusammensetzung der Farbstoffe, während der 5. Kolonne die Farbtöne zu entnehmen sind, die beim Färben von Polyester-Textilien mit dem jeweiligen Farbstoff erhalten werden.  



  Bei- Phenol- Farb spiel Anthrachinonverbindung verbindung Zusammensetzung des Farbstoffs tönung 18 1-Amino-2-hydroxy- o-Chlorphenol 1-Amino-2-(3'-chlor-4'-hydroxy-benzyl)- Orange methyl-anthrachinon anthrachinon 19 1-Amino-2-hydroxy- 4-Methoxy- Gemisch aus 1-Amino-2-(2'-hydroxy-5'-methoxy- Orange methyl-anthrachinon phenol benzyl)-anthrachinon und 1-Amino-2-(2'-methoxy-5' hydroxy-benzyl)-anthrachinon 20 1-Amino-2-hydroxy- O-Dimethoxy- 1-Amino-2-(3",4"-dimethoxy-benzyl)-4- Rot methyl-4-(benzthiazol-2'- benzol (benzthiazol-2'-ylthio)-anthrachinon ylthio)-anthrachinon 21 1-Amino-2-hydroxy- 2-Methoxy- Gemisch aus 1-Amino-2-(3"-hydroxy-4"-methoxy- Rot    methyl-4-(benzthiazol-2'-    phenol   benzyl)-4-(benzthiazol-2-ylthio)-anthrachinon    und ylthio)-anthrachinon 1-Amino-2-(3"-methoxy-4"-hydroxy-benzyl)-4 benzthiazol-2'-ylthio)-anthrachinon 22 

   1-Amino-2-hydroxy- m-Dimethoxy- 1-Amino-2-(2',4'-dimethoxy-benzyl)-4-anilino- Blau methyl-4-anilino- benzol anthrachinon anthrachinon 23   1-Amino-2-hydroxy-    4-Chlor-3- 1-Amino-2-(2'-hydroxy-4'-methyl-5'-chlor-benzyl)- Blau methyl-4-anilino- methyl-phenol 4-anilino-anthrachinon anthrachinon 24 1-Amino-2-hydroxy- Thioanisol   1-Amino-2-(4'-methylmercapto-benzyl)-4-anilino-    Blau methyl-4-anilino- anthrachinon anthrachinon
Beispiel 25
Es wird 1 Teil 1-Amino-2-(4'-hydroxy-benzyl)-anthrachinon (hergestellt gemäss Beispiel 1) in 200 Teilen einer 2,50/oigen wässerigen Natriumhydroxydlösung bei   20     C gelöst. Dann werden 3 Teile Dimethylsulfat hinzugegeben, und die Temperatur der Mischung wird zur Vollendung der Reaktion auf 500 C gebracht.

  Das ausgeschiedene 1-Amino-2-(4'-methoxy-benzyl)-anthrachinon wird dann abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.



   Beispiel 26
Eine Mischung aus 3 Teilen Essigsäureanhydrid, 1 Teil 1-Amino-2-(4'-hydroxy-benzyl)-anthrachinon und 25 Teilen Pyridin wird während 30 Minuten bei 250 C gerührt. Die Mischung wird dann in Wasser gegossen, und das ausgefällte 1-Amino-2-(4'-acetoxy-benzyl)-an   anthrachinon    wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.



   Eine wässerige Dispersion dieses Farbstoffes liefert auf Polyester-Textilien leuchtende Orangefarbtöne hervorragender Echtheit.



   Beispiel 27
Eine Mischung aus 2 Teilen 1-Amino-2-hydroxymethyl-4-anilino-anthrachinon, 6 Teilen Hydrochinon und 10 Teilen Nitrobenzol wird auf   100"    C erhitzt, worauf man 1,38 Teile Aluminiumchlorid hinzugibt. Die Mischung wird während 30 Minuten auf   100"    C erhitzt, dann gekühlt und in Methanol gegossen. Das erhaltene Gemisch wird so lange mit Wasser versetzt, bis das   1-Amino-2-(2',5'-dihydroxy-benzyl)-4-anilino-anthra    chinon vollständig ausgefällt ist. Das feste Material wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.

 

   Dieses Produkt färbt Polyester-Textilien in blauen Farbtönen von hervorragender Echtheit.



   Wird im obigen Beispiel anstatt Hydrochinon Resorcin verwendet, so erhält man 1-Amino-2-(2',4'-di   hydroxy-benzyl)-4-anilino-anthrachinon.   



   Wird im obigen Beispiel anstatt Hydrochinon   ss-    Naphthol- oder a-Naphthol verwendet, so erhält man 1-Amino-2-(2'-hydroxy-naphth-1'-ylmethyl)-4-anilinoanthrachinon bzw. 1-Amino-2-(4'-hydroxy-naphth-1'ylmethyl)-4-anilino-anthrachinon. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen der Formel EMI5.1 wobei X eine Hydroxyl- oder Aminogruppe, R eine Hydroxyl-, Alkoxy-, Mercapto- oder Alkyl mercaptogruppe und Z einen Phenylen- oder Naphthylenrest, der weitere Substituenten enthalten kann, darstellen und die Ringe A und B Substituenten enthalten können, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Anthrachinonverbindung der Formel EMI6.1 worin Y eine Hydroxylgruppe oder ein Chlor- oder Bromatom darstellen, mit einer Verbindung der Formel HZR umsetzt.
    UNTERANSPROCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Anthrachinonverbindung der Formel EMI6.2 mit einer Verbindung der Formel HZR in Gegenwart eines sauren Katalysators umsetzt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Farbstoffe, bei denen R eine Hydroxyl- oder Mercaptogruppe darstellt, mit einem Alkylierungsmittel behandelt, um die entsprechenden Farbstoffe herzustellen, bei denen R eine Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppe darstellt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Farbstoffe, bei denen R eine Hydroxyl- oder Mercaptogruppe darstellt, mit einem Acylierungsmittel behandelt, um die Hydro xyl- bzw. Mercaptogruppe zu acylieren.
CH826169A 1969-05-30 1969-05-30 Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen CH516616A (de)

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