CH454591A - Verfahren zum Herstellen einer gebrauchsfertigen Schokoladencouverture - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer gebrauchsfertigen SchokoladencouvertureInfo
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Description
Verfahren zum Herstellen einer gebrauchsfertigen Schokoladencouverture Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer gebrauchsfertigen Schokoladen- couverture und die Verwendung der nach dem Verfahren erhaltenen Couverture zur Herstellung von festen über zügen.
Um Überzüge aus Couverture mit gutem Geschmack, ansprechendem Aussehen, glattem Bruch und geeigneter Konsistenz herzustellen, ist es erforderlich, die Couver- turemasse zu temperieren. Hierdurch soll erreicht wer den, dass die Kakaobestandteile sich gut homogenisie ren und dass das Fett, hauptsächlich die Kakaobutter, sich beim Abkühlen in geeigneter, kristalliner Form ab scheidet. Ein bewährtes Verfahren zum Temperieren ist die sog. Tabliermethode, nach der man einen Teil der flüssigen Couverture auf Marmor gibt und mit einem Spatelmesser verstreicht.
Hierdurch wird dieser Teil der Couverture zum gleichmässigen Erstarren gebracht. Die erstarrte Couverture wird zerbröckelt und der flüssigen Hauptmenge wieder zugesetzt. Man lässt das Gemisch sich dann auf 26-25 C unterkühlen. Bei diesen Tempe raturen erfolgt eine rasche Kristallisation der Kakao butter. Durch leichtes Erwärmen auf 30-33 C wird die Couverture verarbeitungsfähig gemacht.
Da diese Tabliermethode zeitraubend ist und hand werkliche Geschicklichkeiten erfordert, hat man nach einfacheren Methoden zur Herstellung einer gebrauchs fertigen Couverture gesucht. Ein neuer Vorschlag war der, die überwarme Couverture mit geraspelter Couver- ture zu impfen, dh. durch Vermischen mit fester, Fett kristalle enthaltender Couverture in einen gebrauchsfer tigen Zustand überzuführen. Der Temperaturverlauf bei dieser Impfmethode ist jedoch nur auf verhältnismässig umständliche Weise zu kontrollieren.
Der gewünschte Erfolg, nämlich dass letztlich Überzüge mit dem ge wünschten Aussehen, der geeigneten Konsistenz und den angestrebten geschmacklichen Eigenschaften erhalten werden, wird nur dann erreicht werden können, wenn nach dem Auflösen aller Bestandteile eine Temperatur von etwa 32 oder 33 C in der Couverture-Mischung erreicht wird. Auch hier ist meist ein leichtes Nach wärmen erforderlich, d.h. die Temperatur-Zeit-Kurve durchläuft ein Minimum.
Es wurde nun gefunden, dass man gebrauchsfertige Schokoladen-Couverture dadurch herstellen kann, dass man einer aufgeschmolzenen, vorzugsweise auf etwa 40 C erwärmten, Couverture eine solche Menge einer zerkleinerten, festen Fettkristalle - vorzugsweise aus Kakaobutter -, enthaltenden Couverture zumischt, dass die Temperatur der Couverture nach der Mischung 31 bis 33, vorzugsweise 32 C beträgt. Die zugemischte Cou- verture ist vorteilhafterweise raumwarm.
Sie enthält eine geeignete Menge an Fettkristallen, die bei der Verarbei tung der gebrauchsfertigen Couverture als Impfkristalle dienen. Beim Vergiessen der erfindungsgemäss herge stellten Couverture kann man nach den bekannten Me thoden verfahren. Man erhält harte, wenn gewünscht, dünne Überzüge mit sauberem Bruch und mattem Sei denglanz. Die Couverture kann beispielsweise für Pra- lin6herstellung oder für die Herstellung von Phantasie gebilden aus Couvertureguss, wie Osterhasen oder Niko- läusen dienen.
Gegenüber den bekannten Temperiermethoden bietet das erfindungsgemässe Verfahren z.B. folgende Vorteile: Das Verfahren ist einfach und kann daher auch von nicht gelerntem Personal durchgeführt werden, wobei dennoch eine richtige Behandlung der Couverture ge währleistet bleibt. Das Verfahren bringt einen erhebli chen Zeitgewinn mit sich, da unter anderem ein Nacher- wärmen entfällt.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher veranschaulicht.
<I>Beispiel 1</I> Milchcouverture.
5000 g Milchcouverture werden auf 40 C erwärmt und mit 1200 g einer geraspelten Milchcouverture, die 18 C warm ist, vermischt. Man rührt gut und erhält nach etwa 3 Minuten eine gebrauchsfertige Couverture, die etwa 32 C warm ist.
<I>Beispiel 2</I> Fondant-Couverture.
5000 g Fondantcouverture werden auf 40 C er wärmt und mit 800 g geraspelter Fondantcouverture, die etwa 1ö C warm ist, vermischt. Man rührt gut und er hält nach etwa 3 Minuten eine gebrauchsfertige Cou- verture.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Herstellen einer gebrauchsfertigen Schokoladen-Couverture, dadurch gekennzeichnet, dass man einer geschmolzenen Couverture eine solche Menge einer zerkleinerten, festen, Fettkristalle enthaltenden Couverture zumischt, dass die Temperatur der Couver- ture nach dem Mischen 31-33 C beträgt.1I. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch 1 erhaltenen gebrauchsfertigen Cöuverture zur Herstellung harter Überzüge mit sauberem Bruch und mattem Seidenglanz, dadurch gekennzeichnet, dass man die flüssige Couverture vergiesst. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Temperatur der Couverture nach dem Mischen 32 C beträgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die geschmolzene Couverture eine Temperatur von 40 C aufweist. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine geraspelte, feste Couverture zusetzt. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fettkristalle im wesentlichen aus Kakaobutter bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1712865A CH454591A (de) | 1965-12-13 | 1965-12-13 | Verfahren zum Herstellen einer gebrauchsfertigen Schokoladencouverture |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1712865A CH454591A (de) | 1965-12-13 | 1965-12-13 | Verfahren zum Herstellen einer gebrauchsfertigen Schokoladencouverture |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH454591A true CH454591A (de) | 1968-04-15 |
Family
ID=4422978
Family Applications (1)
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| CH1712865A CH454591A (de) | 1965-12-13 | 1965-12-13 | Verfahren zum Herstellen einer gebrauchsfertigen Schokoladencouverture |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH454591A (de) |
-
1965
- 1965-12-13 CH CH1712865A patent/CH454591A/de unknown
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