CH449028A - Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide

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CH449028A
CH449028A CH34263A CH34263A CH449028A CH 449028 A CH449028 A CH 449028A CH 34263 A CH34263 A CH 34263A CH 34263 A CH34263 A CH 34263A CH 449028 A CH449028 A CH 449028A
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CH
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compounds
radical
pyrazolyl
amino group
lower alkyl
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CH34263A
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Paul Dr Schmidt
Ernst Dr Schweizer
Kurt Dr Eichenberger
Max Dr Wilhelm
Original Assignee
Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/38Nitrogen atoms
    • C07D231/42Benzene-sulfonamido pyrazoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur   Herstellung von N-[3-(Mederalkoxy-      niederalkyl)-pyrazolyl-5]      sulfanilamiden,    die in 1-Stellung des Pyrazolrings einen Kohlenwasserstoffrest, der auch substituiert sein kann, aufweisen, sowie   gegebe-    nenfalls der Salze und   Ni-Acylderivate    dieser Verbindungen.



   Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der   genannten N1-l [3 edleralkoxyniederaLkyl)-pyrazolyl-      S]-sulfanilamidle    zur Herstellung der entsprechenden N,   N'-Methylen-bis-Ni- [3-Niederalkoxyniederalkyl)-pyra-    zolyl-5]-sulfanilamide.



   Die neuen Verbindungen k¯nnen in 4-Stellung des   Pyrazolrings    auch Substituenten enthalten,   insbeson-      dere    Alkylreste, wie niedere Alkylreste.



   Der gegebenenfalls substituierte   Kohlenwasserstoff-    rest in   1-Stellung      des Pyrazolrings ist    beispielsweise ein gegebenenfalls substituierter Phenyl-oder Niederalkylrest oder ein Cycloalkylrest, wie z. B. ein Cyclopentyloder   Cyclohexylrest. Als    Substituenten für den   Phenyl-    rest kommen vor allem niedere Alkylreste, niedere Alkoxygruppen, Halogenatome, wie Fluor-, Chloroder Bromatome und das Pseudohalogen   Trifluorome-      thyl    in Frage. Substituenten von   Cycloalkylresten    sind insbesondere niedere Alkyl-oder Alkoxygruppen oder Halogenatome. Als Substituenten an den niederen Alkylresten seien beispielsweise niedere Alkoxygruppen oder Halogenatome genannt.



   Niedere Alkylreste sind insbesondere solche mit
1-5 Kohlenstoffatomen, wie   Methyl-,    ¯thyl-, n-Propyloder Isopropylreste oder gerade oder verzweigte, in beliebiger Stellung verbundene Butyl-oder   Pentylreste.   



  Niedere Alkoxyreste sind beispielsweise solche, die die oben genannten Alkylreste enthalten, insbesondere Methoxy-, Athoxy-oder   Propoxyreste.   



   Die in den   Niederalkoxyniederalkylresten    enthaltenen   Niederalkoxyreste    sind beispielsweise die vorstehend genannten. Die das Sauerstoffatom mit dem Pyrazolkern verbindenden Alkylenreste stehen vorzugsweise für Alkylenreste mit 1-5, insbesondere 1-3 Kohlenstoffatomen, wie der Methylenrest, in beliebiger Stellung verbundene Athylen-, Propylen-,   Butylen-    oder   Pentylenreste.      Niederalkoxyniederalkylreste    sind insbesondere Reste der Formel RO   (CH2) n, worin    R einen Alkylrest mit 1-3 Kohlenstoffatomen und n eine ganze Zahl von 1-3 bedeutet.



   Als Salze sind z. B. Metallsalze zu nennen, insbesondere solche mit Alkali-,   Erdalkali-oder      Erdmetal-    len, wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium oder Aluminium.



   Als   N-Acylderivate seien    insbesondere solche genannt, in denen der Acylrest ein niederer aliphatischer, oder ein aromatischer oder araliphatischer Carbonsäurerest ist, vorzugsweise der Rest einer Fettsäure, z. B. einer niederen Fettsäure, ein   Carbalkoxyrest,    z. B. der Carbäthoxyrest, der Propionyl-, Butyryl-,   Valeryl-oder    Caproylrest, oder einer höheren Fettsäure, z. B. der Lauroyl-, Palmityl-oder Oleylrest, einer   Phenylfett-    säure, wie der Phenylessigsäure, oder einer BenzoesÏure, wie der Benzoesäure. In erster Linie ist der Acylrest jedoch der Acetylrest.



   Weiter sind   N4-Formaldehydkondensationspro-    dukte   der Sulfanilamide von Interesse,    wie sie beispielsweise durch Umsetzung von einem Mol Formal  dehyd    mit ungefähr ein oder zwei Molen des Sulfanilamids erhältlich sind.



   Die neuen   Sulfanilamide,    ihre   N4-Formaldehyd-    kondensationsprodukte, die Salze und   N-Acylderivate    dieser Verbindungen besitzen gute antibakterielle Eigenschaften. Beispielsweise weisen sie bei experimenteller Infektion an Tieren, wie z. B. bei mit Streptokokken infizierten Mäusen, eine sehr gute Heilwirkung auf. Sie weisen gegenüber vergleichbaren bekannten   Verbindungen Vorteile auf. Sie können daher als Che-    motherapeutika, z. B.   bei bakteriellen InfektionenVer-    wendung finden. Sie sind aber auch als Zusätze zu   Tierfuttermitteln    geeignet und k¯nnen als Zwischenprodukte für die Herstellung anderer wertvoller Chemotherapeutika dienen. 



   Ferner bewirken die neuen Verbindungen in Mischung mit blutzuckersenkenden Benzolsulfonylharnstoffen, besonders dem Tolbutamid, eine Erhöhung des Blutspiegels der Benzolsulfonylharnstoffe, sowie ein verzögertes Absinken dieses Blutspiegels. Sie potenzieren und verlängern damit die Wirkung dieser Verbindungen.



   Besonders hervorzuheben sind die Verbindungender Formel
EMI2.1     
 worin   Rl für    einen Phenylrest, z. B. den Phenyl-oder p-Chlorphenylrest oder für einen niederen Alkylrest, wie Methyl, Isopropyl, sek.-Butyl oder 2-Methyl-butyl-4, steht, R2 einen Niederalkylrest, z. B. Methyl,   Athyl    oder Propyl, R3 Wasserstoff oder Methyl   bedeu-    tet und n für 2 oder insbesondere für 1 steht, und insbesondere das   N-[l-Phenyl-3-(methoxy    methyl)-pyra  zolyl-5]-sulfanilamid,    deren   N4-Formaldehydkondensa-    tionsprodukte, sowie die Salze und   N-Acylderivate    dieser Verbindungen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein entsprechendes 3-Niederalkoxyniederal  kyl-5-Y-pyrazol,    das in   1-Stellung    einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest aufweist, mit einer Verbindung der Formel
EMI2.2     
 umsetzt, wobei die Reste Y und Z durch Kondensation die Iminogruppe-NH-bildende Reste sind und X die Aminogruppe oder einen durch Reduktion oder Hydrolyse in die Aminogruppe überführbaren Rest   Xi    darstellt, und in beliebiger Reihenfolge in erhaltenen Verbindungen, die den Rest   Xi    enthalten, diesen durch Reduktion oder Hydrolyse in die Aminogruppe überführt und erhaltene Bis-p-X-Benzolsulfonylverbindungen zu den   Mono-p-X-Benzolsulfonylverbindungen    spaltet und,

   wenn erwünscht, erhaltene Verbindungen   N,-acyliert.    Erhaltene Verbindungen mit freier Aminogruppe können mit Formaldehyd zu den genannten Formaldehydkondensationsverbindungen umgesetzt werden.



   Diese Umsetzungen erfolgen z. B. in an sich bekannter Weise mit den aus der   Sulfonamidchemie    bekannten Gruppen. So kann man z. B. ein   p-X-Benzol-    sulfonsäurehalogenid, vor allem das Chlorid mit einem   3-Niederalkoxyniederalkyl-5-amino-pyrazol,    das in   l-Stellung    einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest aufweist, kondensieren, wobei X die oben angegebene Bedeutung hat und wobei die   übli-    chen Kondensationsmittel, z. B.

   Alkalicarbonate, vor allem aber tertiäre organische Basen, wie das Aminopyrazol selbst oder Pyridin, Picolin, Lutidin,   Collidin,    niedere Trialkylamine, wie Trimethyl-oder   Triäthyla-    min, oder   N,      N'-Tetraalkyl-diaminoalkane,    wie z. B.



  N,   N'-Tetramethyl-co,      co'-diaminohexan,    und gegebenenfalls die üblichen Verdünnungsmittel, wie Benzol, Toluol, Methylenchlorid, Chloroform,   Methyl-äthylke-    ton, Aceton, Dioxan, Nitrobenzol und dgl. Verwendung finden können. Dabei lassen sich je nach den Reaktionsbedingungen, wie Kondensationsmitteln, Reaktionstemperatur, Verdünnungsmittel oder Verwendung eines   tÇberschusses    an Sulfonsäurehalogenid,   Bis-p-X-Benzolsulfonylverbindungen    als   Nebenpro-    dukte oder zur Hauptsache gewinnen, die sich in an sich bekannter Weise, gegebenenfalls gleichzeitig mit der Umwandlung von X in die Aminogruppe oder der Oxydation in die Mono-p-X-benzolsulfonylverbindungen umwandeln lassen. So kann man die Bis-Verbindungen z.

   B. durch Hydro-oder Aminolyse,   gegebe-      nenfalls    gleichzeitig mit einer etwaigen Hydrolyse des Restes X, in die Monoverbindungen überführen.



   Die genannte, allfällige Umwandlung des Restes X in die Aminogruppe erfolgt z. B. in an sich bekannter Weise.



   Durch Hydrolyse indie Aminogruppe   umwandel-    bare Reste sind z. B. Acylaminogruppen, vor allem ali  phatische    Acylaminogruppen, wie Carbalkoxyaminogruppen, z. B. die   Carbäthoxyaminogruppe,    Alkanoylaminogruppen, wie die Propionyl-, Butyryl-oder Caproylaminogruppe, vor allem aber die   Acetylamino-    gruppe, Dihalogenphosphorylaminogruppen, z. B. die Dichlorphosphorylaminogruppe, oder   Methylidenami-    nogruppen, wie z. B.   Alkyliden-oder    Benzylidenaminogruppen, vor allem die   Isopropyliden-oder    Benzylidenaminogruppe. So kann man auch Ausgangsstoffe der Formel
EMI2.3     
 verwenden, worin Ro den Acylrest einer zweibasischen Säure, vor allem der Kohlensäure, oder z.

   B. auch einer Alkandicarbonsäure darstellt und Z die eingangs gegebene Bedeutung hat, und vor allem Halogen darstellt.



   Ein durch Reduktion in die Aminogruppe umwandelbarer Rest ist beispielsweise eine durch   Hydrogeno-    lyse spaltbare Acylaminogruppe, wie die Carbobenzoxyaminogruppe oder die Nitrogruppe, oder eine Azogruppe, wie eine Aryl-, vor allem   Phenylazogruppe,    wobei im letzteren Fall besonders eine Verbindung der Formel
EMI2.4     
 als Ausgangsmaterial verwendet wird, worin Zdie eingangs gegebene Bedeutung hat und vor allem Halogen bedeutet.



   Die Hydrolyse, Aminolyse bzw. Reduktion der genannten Gruppen können in an sich bekannter Weise durchgeführt werden.



   Ein besonders vorteilhaftes Verfahren besteht darin, dass man p-Acetylamino-benzolsulfochlorid mit einem   3-Niederalkoxyniederalkyl-5-amino-pyrazol,    das in   1-Stellung    einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest aufweist, umsetzt und das Kondensationsprodukt hydrolysiert.



   Die   Ni-Acylierung    wird z.   B.    in üblicher Weise unter Verwendung   N-acylierender    Mittel durchge führt. Solche sind vor allem Säureanhydride oder -halogenide,   wie-chloride.    Die Reaktion wird zweck  mässig    in Gegenwart basischer Mittel, wie   anorgani-    scher oder organischer Basen, z. B. Alkalicarbonaten oder tertiären Aminen, wie Pyridin, Picolin, Lutidin,   Collidin, Trimethylamin, Triäthylamin, Tributylamin    oder   1,      6-Bis-dimethylamino-hexan,    und in Gegenwart inerter Verdünnungsmittel, insbesondere organischer Lösungsmittel, wie Dioxan, Benzol, Toluol,   halogenier-    ter Kohlenwasserstoffe, z. B.

   Methylenchlorid oder Chloroform, Dimethylformamid, niederer aliphatischer Ketone, wie Aceton oder Methyläthylketon, oder gegebenenfalls der basischen Mittel selbst, wie z. B. Pyridin, oder Mischungen davon, wie besonders Pyridin Aceton, durchgeführt. Vorteilhaft arbeitet man in möglichst wasserfreiem Medium. Wird ein Säurehalogenid verwend, et, so kann man auch ein Metallsalz des Sulfonamids, z.   B.    ein Alkalisalz oder besser das Silbersalz, verwenden, wodurch sich die oben   empfohlene Beifü-    gung basischer Mittel erübrigt. Ihrer zusätzlichenVerwendung, z. B. als Verdünnungsmittel, steht aber nichts im Weg.



   Bei der   Ni-Acylieruag    von Verbindungen, in denen X die Aminogruppe bedeutet, ist darauf zu achten, dass die Reaktion unter milden Bedingungen und unter Verwendung etwa äquimolekularer Mengen der Reaktionsteilnehmer durchgeführt wird, um zu vermeiden, dass   Ni,      N4-Bis-acylverbindungen    oder, durch Acylwanderung,   N4-Acylverbindungen    entstehen. Vorteilhaft arbeitet man deshalb bei niederer Temperatur, z. B. unter   40 ,    wie zwischen   10  und 30 ,    und in wasserfreiem Medium. Bei Verwendung der   Säurehaloge-    nide empfiehlt es sich, von den Metallsalzen des   Sulfo-    namids, wie dem   Silbsrsalz,    auszugehen.



   Führt man den Acylrest in das   N1-Stickstoffatom    einer Verbindung ein, in der X nicht für die Aminogruppe steht, so geht man vorzugsweise von Verbindungen aus, in denen X eine durch Reduktion in die Aminogruppe überführbare Gruppe bedeutet. Diese wird dann in an sich bekannter Weise reduziert, zweckmässig unter Vermeidung hydrolysierender Bedingungen und höherer Temperaturen, um Abspaltung oder Umlagerung des   Ni-Acylrestes    an das   N4-Stick-    stoffatom zu vermeiden. Besonders geeignet ist die Reduktion mit Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren, z. B. Edelmetallkatalysatoren, wie Palladium auf Kohle.



   Man kann aber auch von einer Verbindung ausgehen, in der X einen durch Hydrolyse unter milden Bedingungen in die Aminogruppe iiberfiihrbaren Rest bedeutet, wie z. B. eine   Arylmethylidengruppe,    z. B. eine   Benzylidenaminogruppe.    Die   Arylmethylidengrup-      pierung    kann dann nach der   Ni-Acylierung    unter milden Bedingungen verseift werden, ohne dass die N, Acylgruppe dabei abgespalten wird.



   Die N,   N'-Methylen-bis-Nl- [3-    (niederalkoxy-nieder  alkyl)-pyrazolyl]-sulfanilamide    werden erhalten, wenn man ein erhaltenes   N3-[3-(Niederalkoxyniederalkyl)-      pyrazolyl-5]-sulfanilamid    mit Formaldehyd, z. B. in Gegenwart von verdünnten Säuren, umsetzt. Statt Formaldehyd selbst können auch Formaldehyd abgebende Mittel, wie Paraformaldehyd oder   Hexamethyl-    entetramin verwendet werden. Die Umsetzung wird vorteilhaft in Gegenwart von Wasser und bei Raumtemperatur oder unter mildem Erwärmen durchgeführt.



  Als Säuren kommen in erster Linie starke   anorgani-    sche Säuren, wie Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Perchlorsäure, Phosphorsäure und dgl., in Betracht.



   Von den neuen Sulfanilamiden, welche am N, Stickstoffatom noch ein Wasserstoffatom enthalten, lassen sich in üblicher Weise Salze gewinnen, so z. B. durch Umsetzung mit Basen, insbesondere mit therapeutisch verwendbaren Basen, wie z. B. Hydroxyden von Alkali-, Erdalkali-oder Erdmetallen, z. B.



  Natrium-,   Kalium-oder    Calciumhydroxyden, oder organischen Aminen.



   Die Salze der Sulfanilamidverbindungen können auch zur Reinigung der erhaltenen Sulfanilamidverbindungen dienen, indem man die   Sulfanilamidverbindun-    gen in die Salze überführt, diese abtrennt, und aus den Salzen wiederum die Sulfanilamidverbindungen freisetzt.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich nach an sich bekannten Methoden herstellen.



   Die erfindungsgemässen Ausgangsstoffe können auch unter den Reaktionsbedingungen gebildet oder als Salz verwendet werden.



   So kann man beispielsweise ein 3-Niederalkoxynie  deralkyl-5-amino-pyrazol,    das in   l-Stellung    einen   gege-      benenfalls    substituierten Kohlenwasserstoffrest aufweist, in bekannter Weise herstellen und ohne Isolierung mit einem p-X-Benzolsulfonsäurehalogenid umsetzen.



   Die neuen Verbindungen können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche das aktive Material in Mischung mit einem für die enterale, parenterale oder topicale Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten.



   Die neuen wirksamen Verbindungen können aber auch in der   Veterinärmedizin    in Form von   Veterinär-    präparaten, oder auch als Zusätze von Tierfuttermitteln Verwendung finden.



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
Eine Lösung von 5 g   1-PHenyl-3-methoxymethyl-    5-amino-pyrazol in 50 cm3 Pyridin wird unter Rühren mit 6, 5 g   p-Acetylamino-benzol-sulfonylchlorid    versetzt. Nach Abklingen der Reaktion erwärmt man eine Stunde auf   90 .    Hierauf wird das Pyridin im Vakuum abdestilliert und der Rückstand durch Digerieren mit einer   10''/eigen Natriumbicarbonat-Lösung gelöst.   



  Nach Behandeln mit Aktivkohle und Filtration wird das Filtrat unter Eiskühlung durch Zugabe von konzentrierter Salzsäure auf den pH-Wert 2 eingestellt.



  Der ausgefallene Niederschlag wird zwei Stunden mit
100   cm3    2-n. Natronlauge gekocht, die filtrierte   : Losung    bei   60  m, it Essigsäure    auf den pH-Wert 5, 5-6 gestellt, wobei sich das gebildete   N-[l-Phenyl-3-(meth-      oxymethyl)-pyrazolyl-5]-sulfanilamid    der Formel
EMI3.1     
 kristallin ausscheidet. Sein Schmelzpunkt steigt nach mehrmaligem Umkristallisieren aus   Alkohol-Wasser    zunächst auf   153 ,    dann auf   164-165 .   



   Das als Ausgangsstoff verwendete   1-Phenyl-3-meth-    oxymethyl-5-amino-pyrazol kann man wie folgt herstellen :
29, 5 g Methoxyessigsäureäthylester und 20, 5 g Acetonitril werden in flüssigem Ammoniak mit 11,   5g    Natrium zu   8-Keto-y-methoxymethylbutyronitril      kon-    densiert. Diese Verbindung wird in Benzol aufgenomman und unter vierstündigem Kochen mit 43 g   Phenyl-    hydrazin umgesetzt. Die Reaktionsmischung wird hierauf im Vakuum eingeengt, der ölige Rückstand in Äther aufgenommen, mit Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel abdestilliert.

   Die Destillation des zurückbleibenden   Ols    liefert das   l-Phenyl-3-methoxyme-    thyl-5-amino-pyrazol der Formel
EMI4.1     
   Kp. 155 .   



   Beispiel 2
17 g   1-Phenyl-3- (methoxymethyl)-4-methyl-5-ami-    nopyrazol werden in 150 cm3 abs. Pyridin gelöst, unter Rühren in 20 Minuten mit 20 g   p-Acetylaminobenzol-    sulfonylchlorid versetzt und 24 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Die Lösung wird dann so auf eine Mischung von Salzsäure und Eis gegeben, dass die Temperatur nicht über   5  steigt    und der pH-Wert immer bei 1-2 bleibt. Der luftgetrocknete Niederschlag wird mit 300 cms 2-n. Natronlauge zwei Stunden verseift, kurz mit Aktivkohle aufgekocht und filtriert. Der pH-Wert des Filtrats wird unter Kühlung mit Eis mit Essigsäure auf 5, 5-6 gestellt, wobei sich das   Nl-[1-Phenyl-3-(methoxy-methyl)-4-methylpyrazolyl-    5]-sulfanilamid der Formel
EMI4.2     
 kristallin abscheidet.

   Nach Umkristallisieren aus Alkohol-Wasser schmilzt die Verbindung bei   163-164 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-Phenyl  3- (methoxymethyl)-4-methyl-5    aminopyrazol kann wie folgt hergestellt werden :
32 g   Methoxyessigsäureäthylester    und 27, 5 g Propionitril werden in flüssigem Ammoniak mit 11,   5 g    Natrium zu   a-Methyl-ss-keto-y-methoxy-butyronitril    kondensiert. Eine Methylenchlorid-Lösung, die 25, 4 g dieser Verbindung enthält, wird im Vakuum eingedampft, dann wird rasch 300   cm3    abs. Athanol dazugegeben und unter Rühren mit 23, 8 g Phenylhydrazin versetzt. Nach   achtstündigem    Rühren unter Rückfluss wird die Lösung fraktioniert, wobei man das 1-Phenyl  3- - (methoxymethyl)-4-methyl-5-aminopyrazol vom Kpo 4 150  erhält.   



   Beispiel 3
Eine Lösung von 14,   2 g 1 Phenyl-3- (methoxy-me-      thyl)-4-methoxy-5-aminopyrazol    in 150 cm3 abs. Pyridin wird portionsweise mit 15, 6 g p-Acetylamino-ben  zolsulfonylchlorid    versetzt und 24 Stunden bei Zim  mertemperatur weitergerührt.    Die Lösung wird dann so auf eine Mischung von Salzsäure und Eis gegeben, dass die Temperatur nicht über   5  steigt    und der pH-Wert immer bei 1-2 bleibt. Der luftgetrocknete Niederschlag wird mit 300 cm3 2-n. Natronlauge zwei Stunden verseift, kurz mit Aktivkohle aufgekocht und filtriert.

   Der pH-Wert des Filtrats wird unter Kühlung mit Eis mit Essigsäure auf 5, 5-6 gestellt, wobei sich das   N-[l-Phenyl-3-(methoxymethyl)-4-methoxypyra-    zolyl-5]-sulfanilamid der Formel
EMI4.3     
 abscheidet. Es schmilzt nach Umkristallisation aus   Alhanol-Wasser    bei   155-156 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-Phenyl  3- (methoxymethyl)-4-methoxy-5-aminopyrazol    kann wie folgt hergestellt werden :
35, 5 g   Methoxyacetonitril    werden als Natriumsalz in flüssigem Ammoniak mit 17, 5 g Methoxyacetonitril zu   a-Methoxy-, ss-imino-y-methoxy-butyronitril    kondensiert. Eine 28, 4 g dieser   a-Methoxy-/3-imino-y-metho-    xy-butyronitril enthaltende Methylenchloridlösung wird im Vakuum eingeengt, der Rückstand mit 250   cm3    abs. Athanol aufgenommen und acht Stunden mit   23,    8 g Phenylhydrazin zum Sieden erhitzt. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand destilliert.

   Man erhält so das   1-Phenyl-3- (methoxyme-      thyl)-4-methoxy-5-aminopyrazol      Kip,,,,    :   153-155 .   



   Beispiel 4
10 g   1-Isopropyl-3- (methoxymethyl)-5-aminopyra-    zol werden in 100 cm3 abs. Pyridin gelöst, unter Rühren portionsweise mit 16 g p-Acetylamino-benzolsulfo  nylchlorid    versetzt und 24 Stunden bei   Zimmertempe-    ratur weitergerührt. Die Lösung wird dann so auf eine Mischung von Salzsäure und Eis gegeben, dass die Temperatur nicht über   5  steigt    und der pH-Wert immer bei 1-2 bleibt. Der luftgetrocknete Niederschlag wird mit 400 cm3 2-n. Natronlauge zwei Stunden verseift, kurz mit Aktivkohle aufgekocht und filtriert.

   Der pH-Wert des Filtrats wird unter Kühlung mit Eis mit Essigsäure auf 5, 5-6 gestellt, wobei sich das   Ni      [l-Iso-      propyl-3- (methoxymethyl)-pyrazolyl-5]-sulfanilamid    der Formel
EMI4.4     
 abscheidet. Es schmilzt nach Umkristallisation aus Athanol-Wasser bei   170 .    



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   1-Isopropyl-    3-(methoxymethyl)-5-aminopyrazol erhält man durch Umsetzung von 22, 6 g des in Beispiel   1    beschriebenen   /3-Keto-y-methoxybutyronitrils    mit 29, 6 g   Isopropylhy-    drazin in 250   cm    abs. Athanol durch   zwölfstündiges    Kochen und anschliessende Fraktionierung der Lösung.



  Das   1-Isopropyl-3-    (methoxymethyl)-5-amino-pyrazol hat einen   Kapo, 07    :   103  und    schmilzt bei   49-50 .   



   Beispiel 5
46 g   1-Phenyl-3-(äthoxymethyl)-5-aminopyrazol    werden in 200   cm    abs. Pyridin gelöst, unter Rühren portionsweise mit 58 g p-Acetylamino-benzolsulfonylchlorid versetzt und zwölf Stunden bei   Zimmertempe-    ratur weitergerührt. Die Lösung wird dann so auf eine Mischung von Salzsäure und Eis gegeben, dass die Temperatur nicht über   5  steigt    und der pH-Wert immer bei 1-2 bleibt. Der luftgetrocknete Niederschlag wird mit 1 Liter 2,   5-n.    Natronlauge zwei Stunden verseift, kurz mit Aktivkohle aufgekocht und filtriert. Der pH-Wert des Filtrats wird unter Kühlung mit Eis mit EssigsÏure auf 5,5-6 gestellt, wobei sich das N1-[1-Phenyl-3-(Ïthoxymethyl)-pyrazolyl-5]-sulfanilamid der Formel
EMI5.1     
 abscheidet.

   Es schmilzt nach Umkristallisation aus   Athanol-Wasser    bei   155 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-Phenyl3-(Ïthoxymethyl)-5-aminopyrazol kann wie folgt hergestellt werden :
66 g Äthoxyessigsäureäthylester und 41 g Acetonitril werden in flüssigem Ammoniak mit 23 g Natrium   zu ss-Keto-y-äthoxybutyronitril    kondensiert. Dann werden 50 g einer   äthanolischen Lösung    dieser   Verbinw    dung mit 43 g Phenylhydrazin zu   1-Phenyl-3-äthoxy-    methyl-5-amino-pyrazol umgesetzt, Kp0,005:146¯.



   Beispiel 6
65 g 1-Phenyl-3-(methoxyÏthyl)-5-aminopyrazol werden in 250   cm3    abs. Pyridin gelöst, unter Rühren portionsweise mit 70 g p-Acetylamino-benzolsulfonylchlorid versetzt und 48 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Die Lösung wird dann so auf eine Mischung von Salzsäure und Eis gegeben, dass die Temperatur nicht über   5  steigt    und der pH-Wert immer bei 1-2 bleibt. Der luftgetrocknete Niederschlag wird mit 1, 25 Liter 2, 5-n. Natronlauge zwei Stunden verseift, kurz mit Aktivkohle aufgekocht und filtriert.



  Der pH-Wert des Filtrats wird unter Kühlung mit Eis mit Essigsäure auf 5, 5-6 gestellt, wobei sich das   Ni-l-Phenyl-3- (methoxyäthyl)-pyrazolyl-5]-sulfonil-    amid der Formel
EMI5.2     
 abscheidet. Es schmilzt nach Umkristallisation aus Athanol-Wasser bei   174-176 .   



   Das als Ausgangsstoff verwendete   1-Phenyl-3- (meth-      oxyäthyl)-5-aminopyrazol    erhält man, indem man 83 g   Methoxypropionsäuremethylester    und 58 g Acetonitril mit 32, 5 g Natrium in flüssigem Ammoniak zu   ¯-Keto-@methoxyvaleriansÏurenitril    umsetzt und   63, 5    g dieser Verbindung in 500   cm3    abs. Athanol mit   54 g    Phenylhydrazin in üblicher Weise zur Reaktion bringt,   Kpo 005    :   152-153 .   



   Beispiel 7
7, 2 g N1-[1-Phenyl-3-(methoxymethyl)-pyrazolyl  f t-sulfanilamid    werden in einer Mischung von 12 cm3 Aceton und 1, 56 g Pyridin suspendiert. Dann   lässt    man 2, 64 g Acetanhydrid in zehn Minuten zutropfen,. Nach ca.   1    Stunde tritt L¯sung ein. Man rührt noch einige Stunden weiter und   lässt    die Mischung bis zur Kristallisation im Eisschrank stehen. Es fällt ein weisses Produkt aus, zu dem man unter Eiskühlung   20    cm3   2-3       /oige    Ammoniaklösung gibt, rasch abnutscht und mit etwas Athanol wäscht. Das   N-[1-Phenyl-3-(meth-      oxymethyl)-pyrazolyl-5]-N-acetyl-sulfanilamid    der Formel
EMI5.3     
 schmilzt bei   155-157 .   



   Beispiel 8
14, 3 g   N,-      [l-Phe-nyl-3- (methaxyme-thyl)-pyrazolyl-      5l-sulfanilamid    werden in möglichst wenig 2-n. Salzsäure gelöst und dann unter starkem Rühren mit 9 cm3 40%iger Formaldehydl¯sung versetzt. Nach einstündigem Rühren wird mit konz. Natronlauge neutralisiert, der Niederschlag abgenutscht und gut mit Wasser gewaschen. Das N, N'-Methylen-bis N1-[-Phenyl  3- (methoxymethyl)-pyrazolyl-5]-sulfanilamid schmilzt als    Hydrat bei 203-205¯ unter Zersetzung.



   Beispiel 9
11 g 1-   (p-Chlorphenyl)-3- (methoxymethyl)-5-ami-      nopyrazol    werden in 75 cm3 abs. Pyridin gelöst, unter Rühren portionsweise mit   12 g p-Acetylamino-benzol-    sulfonylchlorid versetzt und zwölf Stunden bei Zimmertemperatur weiterger hrt. Die Lösung wird dann so auf eine Mischung von Salzsäure und Eis gegeben, dass die Temperatur nicht über   5  steigt    und der pH-Wert immer bei 1-2 bleibt. Der luftgetrocknete Niederschlag wird mit 275   cm3    2, 5-n. Natronlauge zwei Stunden verseift, kurz mit Aktivkohle aufgekocht und filtriert.

   Der pH-Wert des Filtrats wird unter   Küh-    lung mit Eis mit Essigsäure auf 5, 5-6 gestellt, wobei sich das   N-[1-(p-Chlorplhenyl)-3-(methoxymethyl)-py-    razolyl-5]-sulfanilamid der Formel 
EMI6.1     
 abscheidet. Es schmilzt nach Umkristallisation aus Athanol-Wasser bei   173-175 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   1-(p-Chlor-      phenyl)-3- (methoxymethyl)-5-amino-pyrazol    wird erhalten, wenn man 34 g des in Beispiel 1 beschriebenen   -Keto- > t-methoxy-butyronitrils    in 500   cml    abs. Äthanol mit 37, 5 g p-Chlorphenylhydrazin acht Stunden unter Rückfluss erhitzt und wie üblich   aufarbeitet,      Kp"3 : 215-218 .   



   Beispiel 10
9, 7 g   1-Cyclohexyl-3- (methoxymethyl)-5-amino-py-      razol    werden in 75   cml    abs. Pyridin gelöst, unter R hren portionsweise mit 12 g p-Acetylaminobenzolsulfonylchlorid versetzt und zwölf Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt. Die Lösung wird dann so auf eine Mischung von Salzsäure und Eis gegeben, dass die Temperatur nicht über   5  steigt    und der pH-Wert immer bei 1-2 bleibt. Der luftgetrocknete Niederschlag wird mit 275 cm3 2, 5-n. Natronlauge zwei Stunden verseift, kurz mit Aktivkohle aufgekocht und filtriert.



  Der pH-Wert des Filtrats wird unter Kühlung mit Eis mit Essigsäure auf 5, 5-6 gestellt, wobei sich das   Nt-Cyclohexyl-3- (methoxymethyl)-pyrazolyl-5]-sul-    fanilamid der Formel
EMI6.2     
 abscheidet. Es schmilzt bei   154-155  nach    Umkristal  lisation    aus   Äthanol-Wasser.   



   Das als Ausgangsstoff verwendete 1-Cyclohexyl  3-(methoxymethyl)-5-aminopyrazol erhält    man durch Umsetzung von 11, 3 g des inBeispiel   1    beschriebenen   ss-Keto-y-methoxybutyronitrils    in 250 cm3 abs. Athanol mit 11, 4 g Cyclohexylhydrazin ;   Kpoo2 156-159    
Beispiel 11
20, 3 g   1-Phenyl-3- (methoxymethyl)-5-aminopyra-    zol werden in 100 cm3 abs. Pyridin gelöst und portionsweise mit 23, 9 g   p-Nitrobenzolsulfonylchlorid    versetzt. Nach   zwölfstündigem    Rühren bei   Zimmertempe-    ratur wird die Lösung so auf eine Mischung von Eis Salzsäure gegossen, dass der pH-Wert immer zwischen
1 und 2 bleibt und die Temperatur nicht über   5  an-    steigt.

   Das ausfallende   5- (p-Nitro-benzolsulfonamido)-      I-phenyl-3- (methoxymethyl)-pyrazol    wird in Alkohol Wasser unter Zusatz von Natronlauge gelöst und mit 3 g   Raney-Nickel hydriert,    danach der Alkohol im Vakuum abdestilliert und die Lösung mit Essigsäure angesäuert. Es fällt das   Nl-[l-phenyl-3-(methoxymeth-      yl)-pyrazolyl-5]-sulfanilamid    aus, welches nach mehrmaliger Umkristallisation aus Äthanol-Wasser bei   16v165  schmilzt    und mit dem in Beispiel   1    erhaltenen Produkt identisch ist.



   Beispiel 12
20, 3 g   1-Phenyl-3- (methoxymethyl)-5-aminopyra-    zol werden in   100      cm3    abs. Pyridin gelöst, unter Rühren mit 29 g   p-Carbäthoxyamino-benzolsulfonylchlorid    versetzt und zwölf Stunden bei Zimmertemperatur wei  tergerührt.    Die Lösung wird dann so auf eine Mischung von Salzsäure und Eis gegeben, dass die Temperatur nicht über   5  steigt und    der pH-Wert immer bei 1-2 bleibt. Der luftgetrocknete Niederschlag wird mit 200 cm3   2-n.    Natronlauge eine Stunde verseift, kurz mit Aktivkohle aufgekocht und filtriert.

   Der pH-Wert des Filtrats wird unter Kühlung mit Eis mit Essigsäure auf 5, 5-6 gestellt, wobei sich das   N,-    [1-Phenyl-3- (methoxymethyl)-pyrazolyl-5]-sulfanilamid abscheidet. Es schmilzt nach mehrmaliger Umkristallisation aus Alkohol-Wasser bei   164-165  und    ist mit den in den Beispielen 1 und 11 erhaltenen Produkten identisch.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von N,- [3-Nieder- alkoxyniederalkyl)-pyrazolyl-5]-sulfanilamiden, die in 1-Stellung des Pyrazolrings einen Kohlenwasserstoffrest, der auch substituiert sein kann, aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein entsprechendes 3-Niederalkoxyniederalkyl-5-Y-pyrazol, das in l-Stellung einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasser stoffrest aufweist, mit einer Verbindung der Formel EMI6.3 umsetzt, wobei die Reste Y und Z durch Kondensation die Iminogruppe-NH-bildende Reste sind und X die Aminogruppe oder einen durch Reduktion oder Hydrolyse in die Aminogruppe umwandelbaren Rest Xi darstellt, in erhaltenen Verbindungen, die den Rest X, enthalten,
    diesen durch Reduktion oder Hydrolyse in die Aminogruppe umwandelt und erhaltene Bis-p-X Benzolsulfonylverbindungen zu den Mono-p-X-Benzolsulfonylverbindungen spaltet.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen ausgeht, worin Y die Aminogruppe und Z ein Halogenatom bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen ausgeht, worin Y die Aminogruppe und Z ein Chloratom bedeutet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen ausgeht, worin X einen Acylaminorest oder eine Methyliden- aminogruppe bedeutet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen ausgeht, worin X die Nitro-oder eine Azogruppe bedeutet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze umwandelt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freien Verbindungen umwandelt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Ni-[3- (Niederalkoxyniederalkyl)-pyra- zolyl-5]-sulfanilamide, N-acyliert.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach Patentanspruch I erhaltenen Nl- [3- (Niederalkoxyniederalkyl)-pyrazolyl-5]-sulfanil- amide zur Herstellung von entsprechenden N, N'-Methy len-bis-Ni- [3-Niederalkoxyniederalkyl)-pyrazolyl-5]-sul- fanilamiden, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen N- [3-Niederalkoxyniederalkyl)-pyrazolyl-5]- sulfanilamide mit Formaldehyd oder solchen abgebenden Mitteln umsetzt.
    UNTERANSPRUCH 8. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung mit Formaldehyd in Gegenwart von verdünnten Säuren vornimmt.
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