CH433377A - Verfahren zur Herstellung neuer 5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure-hydrazide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure-hydrazide

Info

Publication number
CH433377A
CH433377A CH891761A CH891761A CH433377A CH 433377 A CH433377 A CH 433377A CH 891761 A CH891761 A CH 891761A CH 891761 A CH891761 A CH 891761A CH 433377 A CH433377 A CH 433377A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
sulfamyl
radical
hydrogen
compounds
Prior art date
Application number
CH891761A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dr Schmidt
Kurt Dr Eichenberger
Max Dr Wilhelm
Alberto Dr Rossi
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH891761A priority Critical patent/CH433377A/de
Priority to GB2672262A priority patent/GB964050A/en
Priority to ES279563A priority patent/ES279563A1/es
Priority to FR913083A priority patent/FR2067M/fr
Publication of CH433377A publication Critical patent/CH433377A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/37Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups having the sulfur atom of at least one of the sulfonamide groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer   5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure-hydrazide   
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Benzoesäurehydraziden, die in 2-Stellung eine Aminogruppe besitzen und in   5-Stellung    eine Sulfamylgruppe enthalten, die durch mindestens einen   ein-oder zweiwertigen aliphatischen Kohlenwasserstoff-    rest, der durch Heteroatome unterbrochen   und/oder    durch freie Hydroxy-oder Mercaptogruppen oder durch Aminogruppen oder Halogenatome substituiert sein kann, oder cycloaliphatischen oder   cycloaliphatisch-ali-    phatischen Rest oder Acylrest substituiert ist, sowie der Salze davon.



   Die neuen Verbindungen können noch weitere Kernsubstituenten aufweisen, beispielsweise niedere Alkyloder Alkoxygruppen, speziell solche mit 1-4 Kohlens, toffatomen, wie Methyl, Äthyl, n-oder   i-Propyl    oder -Butyl,   Methoxy,      Athoxy,      Propaxy    oder   Butoxy,    weiter Halogen, wie Fluor, Chlor, Brom oder Jod oder das   Pseudohalogen Trifluormethyl.   



   Die Hydrazinogruppe ist vorzugsweise unsubstituiert, sie kann jedoch auch substituiert sein, z. B. durch   ali-    phatische, alicyclische, araliphatische, heterocyclischaliphatische, aromatische oder heterocyclische Reste oder durch Acylradikale derselben Art, wobei sich diese Reste gegebenenfalls in einfacher oder doppelter Bindung an der Hydrazinogruppe befinden können. Reste dieser Art sind beispielsweise Niederalkyl, z.

   B. das vorgenannte, Cycloalkyl, wie Cyclopentyl oder Cyclohexyl, Alkyliden, wie   Athyliden,      Propyliden- (l)    oder   -(2) oder    beliebig gebundenes Butyliden, Cycloalkyliden, wie Cyclopentyliden, oder Phenylalkyl   oder-alkyliden,    wie
Benzyl,   Phenyläthyl    oder Benzyliden, heterocyclische Reste, wie Pyridyl, Furyl, Tetrahydrofuryl   oder-pyranyl,    oder Heterocyclyliden, wie 3-Oxa-, Aza-oder Thia-cyclohexyliden, z. B.   N-Methy,      (4),    oder Heterocyclylalkyl oder-alkyliden, wie Pyridylmethyl   oder-athyl,      Pyridylmethyhden    oder Furfuryliden oder Phenyl.



  Acylradiale sind beispielsweise
Niederalkoxycarbonyl, wie   Methoxy-oder      Athoxycarbonyl,   
Acetyl, Propionyl, Butyryl, Pivalyl,   Valeroyl,       Caproyl,    Oenanthoyl, Lauroyl,   ss-Dimethylacryloyl,       Succinyl,    Phenylacetyl, Cinnamoyl, Benzoyl,
Phthaloyl, Pyridoyl,   Furoyl,   
Fyridylacetyl oder Thienylacetyl.



   In den angeführten Resten können Ringe aromatischen Charakters noch z. B. durch   Niederalkohol    oder -alkoxy,   Methylendioxy,    Halogen. Trifluormethyl, Nitro oder Amino, z. B.   Dialkylamino,    wie Dimethylamino oder   Diäthylamino,    substituiert sein. Reste aliphatischen Charakters können auch z. B. Hydroxyl-, Mercaptooder Aminogruppen enthalten.



   Die in   2-Stellung    der neuen Benzoesäurehydrazide vorhandene Aminogruppe ist vorzugsweise   unsubstitu-    iert, sie kann aber auch acyliert sein, vor allem durch die für die Hydrazinogruppe angeführten Acylreste, besonders den   Aoetylrest.   



   Die als Substituenben für die Sulfamylgruppe genannten aliphatischen Kohlenwasserstoffreste sind z. B.



  Alkyl,-alkenyl oder gegebenenfalls-alkylen, wie Methyl,   Athyl,      n oder i-Propyl,    gerades oder verzweigtes, in beliebiger Stellung gebundenes Butyl, Pentyl, Hexyl oder Heptyl, Allyl oder Methallyl,   Butylen- (1,    4),   Pentylen- (1,    5),   Hexylen- (1,    5),   Hexylen- (1,    6) oder   Heptylen- (2,    6) ; durch Heteroatome, wie Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel, unterbrochene oder durch freie Hydroxy-, Mercaptooder Aminogruppen oder   Halogenatbme substituierte    aliphatische Kohlenwasserstoffreste   isind    z. B.



   Oxa-, Aza-oder   Thiaalkyl-oder-alkylenreste,    wie   2-Methoxyäthyl,      2-Athoxyäthyl,   
3-Methoxypropyl,   2-Methylmercaptoäthyl,   
Dialkylamino-, Alkylenamino-, Oxa-oder    Azaalkylenamino-alkylreste,    wie   2-Dimethylamino-, 2-Piperidino-, 2-Morpholino-    oder   2-Piperazino-äthyl,    3-Oxa-, 3-Aza oder   3-Thiapentylen- (1,    5), 3-Methyl-,   3-Athyl-    oder   3-Hydroxyäthyl-3-aza-pentylen- (1,    5),    3-Azahexylen-(1, 6)    oder    4-Methyl-4-aza-heptylen- (2,    6), Hydroxy-,
Mercapto-, Amino-oder Halogen-alkyl, wie   2-Hydroxyäthyl,    2-oder 3-Hydroxypropyl,    2-Mercaptoäthyl,

        2-Aminoäthyl    oder 2-Chloräthyl ; als cycloaliphatische oder cycloaliphatisch-aliphatische Reste sind z. B. zu nennen :    Cyclopeng    Cyclohexyl, Cyclopentenyl,
Cyclohexenyl,   2-Cyclopropyläthyl,    Cyclopentyl oder   Cyclohexylmetbhyl oder-äthyl.   



  Die weiter als Substituenten für die Sulfamylgruppe genannten Acylreste sind beispielsweise diejenigen, die bereits als Substituenten für die Hydrazino-und Aminogruppe genannb wurden.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle chemotherapeutische Eigenschaften.   Insbesondere Isind sie ge-    gen grampositive und   gramnegative    Krankheitserreger, speziell gegen   Staphylokokken    und Pneumokokken, und gegen Mykobakterien wirksam. Sie können dementsprechend pharmakologisch am Tier oder als Heilmittel oder Prophylaktika bei Mensch und Tier Verwendung finden. Auch als Zusatz zu   Tierfuttermitteln    und als Zwi  schenprodukte für    die Herstellung anderer wertvoller Chemotherapeutika können sie dienen.



   Besonders wertvoll sind Verbindungen der Formel I
EMI2.1     
 und ihre Salze, worin   Ri    und R2 für Wasserstoff oder niedere aliphatische Reste oder zusammen für einen doppelt gebundenen aliphatischen Rest stehen oder einer der beiden Reste   Ri    und R2 ein Wasserstoffatom und der andere den Acylrest einer niederaliphatischen Carbonsäure bedeutet, R3 für Wasserstoff oder den   Acyl-    rest einer niederaliphatischen Carbonsäure steht und   R4    einen niederaliphatischen Kohlenwasserstoffrest oder einen niederaliphatischen Acylrest bedeutet und   R5    Was  serstoff    oder einen niederaliphatischen Kohlenwasser  stoffrest    darstellt, und vor allem Verbindungen dieser Formel,

   worin   R R3 far Wasserstoff    stehen und   R4    einen   Niederalkylrest und Rg Wasserstoff oder einen    Niederalkylrest darsbellen, und besonders das   2-Amino-5-      (dimethyl-oder äthylsulfamyl)-benzoesäure-hydrazid    und seine Salze.



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass man eine   5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure, deren    Sulf  amylgruppe    durch mindestens einen cycloaliphatischen oder   cycloaliphatisch-aliphatischen    Rest oder einen Acylrest oder einen ein-odoer zweiwertigen   aliphati-    schen Kohlenwasserstoffrest, der durch Heteroatome   unterbrochen und/oder    durch freie Hydroxy-oder Mer  captogruppen    oder durch Aminogruppen oder Halogenatome substituiert sein kann, trägt, oder ein   reaktions-      fähiges    funktionelles Derivat davon mit einem Hydrazin bzw. Hydrazon umsetzt.



   Reaktionsfähige funktionelle Derivate von   Sulfamyl-    benzoesäuren sind beispielsweise deren Halogenide, wie das Chlorid oder Bromid, reine oder gemischte An  hydrie,    z. B. gemischte Anhydride mit   Kohlensäure-      monoalkylestem,    wie   Kohlensäure-monoäthyl-oder-iso-    butylester, oder Ester, z. B.   Alkyl-oder    Aralkylester, wie   Methyl-,      Äthyl-oder    Benzylester, aktivierte Ester, wie Cyanmethylester, Amide oder Azide.



   Die Umsetzung der genannten Verbindungen mit dem Hydrazin kann in an sich bekannter Weise, vornehmlich in Anwesenheit eines Lösungs-oder Verd nnungsmittels, in An-oder Abwesenheit von   Reaktions-    beschleunigern, bei Raumtemperatur oder vorzugsweise bei erhöhter Temperatur, falls erforderlich in   geschlos-    senem Gefäss unter Druck   und/oder    unter einem Inertgas, z. B. Stickstoff, erfolgen. Gegebenenfalls verwendet man Kondensationsmittel, z. B. bei Verwendung der freien Säure Carbodiimide, wie Dicycloalkyl-carbodiimide, oder bei Verwendung von Säurehalogeniden basische Kondensationsmittel oder einen Überschuss an   Hydrazinverbindung.   



   Erhaltene acylierbare Verbindungen können in üblicher Weise acyliert oder erhaltene Acylverbindungen hydrolysierb werden. Auch die übrigen der genannten   Stickstoffsubstituenten lassen    sich z. B. durch Umsetzung mit reaktionsfähigen Estern der entsprechenden Alkohole oder durch Umsetzung mit entsprechenden Carbonylverbindungen und Reduktion einführen. Weiter lassen sich insbesondere unsubstituierte Hydrazide durch Umsetzung mit Ketonen, wie z. B.   tert.-Aminoaceton    oder   N-Alkyl-piperidonen    in die Hydrazone umwandeln.



  An der Hydrazinogruppe lassen sich z. B. gegebenenfalls vorhandene doppelt gebundene Reste entweder durch Reduktion in einfach gebundene Reste iiberfahren oder durch Hydrolyse abspalten.



   Die genannten Reaktionen können in üblicher Weise, in An-oder Abwesenheit von   Verdünnungs-,    Kondensations-und/oder   katalytischen Mitteln, bei erniedrig-    ter, gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, gegebenenfalls im geschlossenen Gefäss und/oder unter einer Inertgasatmosphäre durchgeführt werden.



   Die als Ausgangsstoffe genannten   Sulfamylbenzoe-      släuren    oder ihre reaktionsfähigen funktionellen Derivate, welche im Kern eine   Amino-,    z. B. Acylaminogruppe und gegebenenfalls noch die eingangs genannten übrigen   Kernsubstiitiuenten    aufweisen, können, sofern sie neu sind, nach an sich bekannten Verfahren,   beispiels-    weise nach der in Beispiel 1 angegebenen Methode, hergestellt werden.



   Die Ausgangsstoffe können unter den   Reaktionsbe-    dingungen gebildet oder in Form eines Hydrates oder Salzes verwendet werden.



   Die neuen Verbindungen werden je nach den Reaktionsbedingungen und Ausgangsstoffen in freier Form oder in Form ihrer Salze erhalten. Die Salze der neuen Verbindungen können in an sich bekannter Weise in die freien Verbindungen übergeführt werden, z. B.   Säure-    additionssalze durch Reaktion mit einem basischen Mittel. Anderseits können gegebenenfalls erhaltene freie Basen mit anorganischen oder organischen Säuren Salze bilden. Zur Herstellung von Säureadditionssalzen werden insbesondere therapeutisch verwendbare Säuren verwendet, z.

   B.   Halogenwasserstoffsäuren, beispielsweise Salz-    säure oder Bromwasserstoffsiäure, Perchlorsäure, Salpetersäure oder Thiocyansäure, Schwefel-od'er   Phos-      phorsäuren,    oder organische Säuren, wie Ameisen-, Essig-,   Propion-,    Glykol-,   Milch-,      Brenztrauben-,    Oxal-,  Malon-,   Bernstein-,    Malin-, Fumar-, Apfel-, Wein-, Zitronen-, Ascorbin-,   Hydroxymalein-oder    Dihydroxymaleinsäure, Benzoe-,   Phenylessig-,      4-Amino-benzoe-,      4-Hydroxybenzoe-, Anthranil-,    Zimt-, Mandel-, Salicyl-,   4-Aminosalicyl-,      2-Phenoxybenzoe-oder    2-Acetoxybenzoesäure,

     Methansulfon-,      Athansulfon-,    Hydroxy  äthansulfon-,      Benzolsulfon-,      p-Toluol-sulfon-,    Naphtha  linsulfon-oder    Sulfanilsläure, oder Methionin, Tryptophan, Lysin oder Arginin. Dabei können Mono-oder Polysalze vorliegen. Die Herstellung der Salze eignet sich auch für die Reinigung der neuen Verbindungen.



  Verbindungen mit sauren Gruppen lassen sich in ihre Salze mit Metallen, wie Alkali-, Erdalkali-oder Erdmetallen überführen.



   Die neuen Verbindungen können als Heilmittel in Form von pharmazeutischen Präparaten verwendet werden, welche diese Verbindungen zusammen mit pharmazeutischen, organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägerstoffen, die für topicale, enterale, z. B. orale, oder parenterale Gabe geeignet sind, enthalten.



  Für die Bildung derselben kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren, wie z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat', Talk, pflanzliche   Ole,    Benzylalkohole, Gummi, Polyalkylenglykole, Vaseline, Cholesterin oder andere bekannte   Arzneimittelträger.    Die   pharmazeuti-    schen Präparate können z. B. als Tabletten,   Dragées,    Kapseln oder in fl ssiger Form als L¯sungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen.

   Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten sie   Hil'fsstoffe,    wie   Konservierungs-,      Stabilisierungs-,      Netz-oderEmul-      giermittel,    Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.



   Die neuen Verbindungen können auch in der Tiermedizin, z. B. in einer der oben genannten Formen, oder bei der Aufzucht und Ernährung von Tieren in Form von Futtermitteln oder von Zusatzmitteln für   Tierfutter    verwendet werden. Dabei werden z. B. die üblichen Streck-und Verdünnungsmittel bzw. Futtermittel angewendet.



   In den folgenden Beispielen wird die Temperatur in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
Eine Lösung von 22, 4 g   5-Dimethylsulfamyl-an-    thranilsäuremethylester und 40   cm3    Hydrazinhydrat in 600 cm3 ¯thylalkohol wird während zwei Stunden zum Sieden   erhitztr.    Man dampft dann im Vakuum zur Trockne ein und kristallisiert den Rückstand aus 900 cm3   Athylalkohol.    Das so erhaltene   5-Dimethylsulfamyl-    anthranilsäurehydrazid der Formel
EMI3.1     
 fällt in farblosen Kristallen an ; F.   204-206 .   



   Das Ausgangsprodukt wird wie folgt hergestellt :
170 g   2-Chlor-benzoesäure-5-sulfonsäurechlorid    werden langsam unter Rühren bei Zimmertemperatur in eine Mischung von 260 g 40% iger wässriger Dimethylaminlösung und 740 cm3 Wasser eingetragen.



  Man rührt dann noch während einer halben Stunde bei Zimmertemperatur weiter, stellt das   Reaktionsge-    misch mit konz. Salzsäure auf pH = 2 und filtriert die ausgefallene   5-Dimethylsulfamyl-2-chlor-benzoesäure    vom F. 172-175¯ab.



   142 g   5-Dimethylsulfamyl-2-chlor-benzoesäure,    700 cm3 konz. wässriger Ammoniak und 2, 5 g Kupferpulver werden in einem Autoklav während zehn Stunden auf   125-130  erhitzt.    Hierauf nutscht man die Reaktionslösung von Verunreinigungen und dem Kup  ferpulver    ab, stellt das Filtrat mit 700 cm3 konz. Salzsäure auf pH   =    5 und nutscht den ausgefallenen Niederschlag ab. Man erhält so die   5-Dimethylsulfamyl-an-    thranilsäure vom F.   202-204 .   



   In eine Lösung von 200 g 100% iger Schwefelsäure in 750 cm3 Methanol werden 252 g   5-Dimethylsulfamyl-    anthranilsäure eingetragen. Das Gemisch erhitzt man dann während 16 Stunden zum Sieden, bringt die Reaktionslösung nach dem Erkalten durch Zusatz von Wasser und Eis und unter Rühren auf ein Volumen von 5 1 und nutscht den ausgefallenen Niederschlag ab. Letzterer wird in 4   1    Wasser   sespendiert,    die Suspension mit 2n Sodalösung auf pH 10 gestellt, filtriert und der Rückstand mit Wasser nachgewaschen. Der 5-Dimethyl  sulfamyl-anthranilsäufemethylester    wird so in weissen Kristallen vom F.   132-133  erhalten.   



   Beispiel 2    14,    3 g   5-Diäthylsulfamyl-anthranilsäuremethylester    und 25 cm3 Hydrazinhydrat werden in 375 cm3 absolutem Athanol während 2 Stunden am Rückfluss gekocht. Man dampft anschliessend die Reaktionslösung im Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand aus Athanol um. Man erhält so das 5-Diäthylsulfamylanthranilsäurehydrazid der Formel
EMI3.2     
 vom F.   131-133 .   



   Der als Ausgangsprodukt   verwendete 5-Diäthylsulf-    amyl-anthranilsäuremethylester wird in analoger Weise wie der in Beispiel l beschriebene 5-Dimethylsulfamylanthranilsäuremethylester hergestellt, die dabei erhaltenen Zwischenprodukte zeigen die folgenden Schmelzpunkte :

  
5-Diäthylsulfamyl-2-chlor-benzoesäure F.   132-135        5-Diäthylsulfamyl-antranilsäure    F.   217-219        5-Diäthylsulfamyl-anthranilsäure-    methylester F.   91-93    
Beispiel3
10 g   5-Dimethylsulfamyl-anthranilsäurehydrazid    und 7 g   3-Piperidino-butanon- (2)    werden während 2 Stunden in 100 cm3 Methanol auf   70  erwärmt.    Man dampft im Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand aus Methanol um. Man erhalt das   5-Dimethyl-sulfamyl-      anthranilsäure-N-(l-piperidino-butyliden-3)-hydrazid der    Formel 
EMI4.1     
 in Kristallen vom F.   170-172 .   



   Beispiel 4
8 g   5-Dimethylsulfamyl-anthranilsäuremethylester    werden zusammen mit 40   cm3 Methylhydrazin während    drei Stunden am Rückfluss erhitzt. Man dampft dann im Vakuum zur Trockne ein, versetzt den Rückstand mit 50 cm3 Wasser, stellt mit 5n Salzsäure auf pH = 1, nutscht von der als Nebenprodukt enstandenen 5-Di  methylsuMfamylwanthranilsäure    ab und stellt das Filtrat mit konz. Natronlauge auf   pH =    6, 5-7, wobei erneut ein weisser Niederschlag ausfällt. Letzterer wird aus Wasser umgel¯st, und man erhält so   5-Dimethyl-      sulfamyl-anthranilsäure-methylhydrazid in weissen Kri-    stallen vom F.   104-106 .   



      Beispiel S   
24, 4 g   5-Methylsulfamyl-anthranilsäure-methylester    und 50 cm3 Hydrazinhydrat werden in 700 cm3 abs.



  Alkohol während 2 Sunden am Rückfluss gekocht. Anschliessend dampft man die Reaktionslösung auf dem Wasserbad zur Trockne ein. Beim   Anreiben      mib    warmem Wasser beginnt der Rückstand zu kristallisieren.



  Die Kristalle werden abgenutscht und aus Alkohol umkristallisiert. Man   erhä    so das   5-Methylsulfamyl-anthra-      rilsäure-hydrazid    der Formel
EMI4.2     
 vom F.   160-161 .   



   Der als   Ausgangsstoff verwendete 5-Methylsulfamyl-    anthranilsäuremethylester wird in analoger Weise wie der in Beispiel   1    beschriebene   5-Dimethylsulfamyl-an-    thranilsÏuremethylester hergestellt, die dabei erhaltenen Zwischenprodukte zeigen die folgendlen Schmelzpunkte :
5-Methylsulfamyl-2-chlor-benzoesÏure F. 170-172     5-Methylsulfamyl-anthranilsäure    F.   207-209        5-Methylsulf amyl-anthranilsäure-    methylester F.   135-137    
Beispiel 6
5 g   5-Dimethylsulfamyl-anthranilsäurehydrazid    werden in 50   cm ? Essigsäureanhydrid durch Erwärmen    auf   40-50  rasch gelöst.

   Man kuhlt dann mit Eiswasser,    nutscht von den ausgefallenen Kristallen ab und löst aus viel Athylalkohol um. Das   5-Dimethylsulfamyl-anthra-    nilsÏure-N'-acetyl-hydrazid wird so in weissen Kristallen vom F.   231-232  erhalten.   



   Beispiel 7
Eine Lösung von 3 g 5-Dimethylsulfamyl-anthranil  säure-hydrid    in 300   m3    Aceton wird zur Trockne eingedampft. Man kristallisiert den Rückstand aus Äthanol und erhält   5-Dimethylsifamyl-anthranilsäure-iso-    propylidenhydrazid der Formel
EMI4.3     
 in wei¯en Kristallen vom F.   204-206 .   



   Beispiel 8
Eine Lösung von 13, 7 g   5- [N-Hydroxy-äthyl)-    sulfamyl]-anthranilsäuremethylester und 25 cm3   Hy-    drazinhydrat in 375 cm3   s Äthanol wird während    zwei Stunden zum Sieden erhitzt. Man dampft im Vakuum zur Trockne ein und versetzt den Rückstand mit In Salzsäure bis pH = 6-6, 5, wonach bei längerem Stehen ein   weisser kristalliner Niederscmag ausfällt. Dieser    wird aus ¯thanol   umkristallisiert. Man erhält so 5-[N-(ss-      Hydroxy-äthyl)-sulfamyl]-anthranilsäurehydrazid    der Formel
EMI4.4     
 in weissen Kristallen vom F.   142-143 .   



   Die Herstellung des Ausgangsmaterials erfolgt analog Beispiel   1.    Man erhält so    5 [N- (-Hydroxy-äthyl)-ulfamyl]-2-chlor-benzoesäure,   
F.   164-166 ,    5-[N-(¯-Hydroxy-Ïthyl-sulfamyl]-anthranilsÏure,
F.   184-186 ,      5- [N- (ss-Hydroxy-äthyl)-sulfamyl]-anthranilsäure-    methylester, F.   129-131 .   



   Beispiel 9
Eine Lösung von 9, 6 g 5-[N,N-Di-(¯-hydroxy-Ïthyl)sulfamyl]-anthranilsÏuremethylester und 15 cm3 Hydrazinhydrat in 250 cm3 ¯thanol wird wÏhrend zwei Stunden zum Sieden erhitzt. Man dampft im Vakuum zur Trockne ein und kristallisiert den R ckstand aus ¯thylalkohol. 5-[N,N-Di-(¯-hydroxy-Ïthyl)-sulfamyl]-anthranilsäurehydrazid der Formel
EMI4.5     
 wird so in weissen Kristallen vom F. 160 bis   162     erhalten.



   Das Ausgangsmaterial wird analog Beispiel 1 gewonnen. Man erhält so : 5-[N,N-Di-(¯-hydroxy-Ïthyl)-sulfamyl]-2-chlor benzoesäure, F.   142-144 ,    5-[N, N-Di (¯-hydroxy-Ïthyl)-sulfamyl]-anthranilsÏure,
F. 194-195¯, 5-[N,N-Di-(¯-hydroxy-Ïthyl)-sulfamyl]-anthranilsÏure methylester, F.   161-163 .    



   Beispiel 10
5 g   5-Athylsulfamyl-anthranilsäure-methylester    werden zusammen mit 50 cm3 Hydrazinhydrat während zwei Stunden am Rückfluss gekocht. Man dampft im Vakuum ein, versetzt den Rückstand mit 30 cm3 Wasser, stellt mit 2n Salzsäure auf pH 7 und nimmt das ausgeschiedene Íl in Essigester auf. Die   Essigester-    Schicht wird abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der ölige Rückstand wird in abs.   Athanol    gelöst und mit der berechneten Menge Salzsäure in Athanol versetzt, wobei ein weisser Niederschlag ausfällt.

   Durch   Umkristallisaüon    aus   Atha-    nol-¯ther erhält man das 5-Athylsulfamyl-anthranilsäurehydrazid-hydrochlorid der Formel
EMI5.1     
 als weisse Kristalle vom   F.    240-241¯ (Zers.).



   Der in diesem Beispiel als Ausgangsmaterial verwendete 5-¯thylsulfamyl-anthranilsÏuremethylester wird fol  gendermassen    hergestellt :
100 g 2-Chlor - benzoesÏure - 5 - sulfochlorid werden bei Zimmertemperatur unter Rühren in eine Lösung von 80 g Äthylamin in 600 cm3 Wasser eingetragen. Nachdem man zwei Stunden weitergerührt hat,   verseezti    man mit   Tierkohle,    filtriert ab und säuert das Filtrat unter Rühren und Eiskühlung mit konz. Salzsäure an. Man kristallisiert den abfiltrierten wei¯en Niederschlag aus Athanol-Wasser um und erhält so die   2-Chlor-5-äthyl-      sulfamyl-benzoesäure    vom F.   186-190 .   



   60 g dieser Säure werden in einem Druckgefäss mit 700 cm3 konz. Ammoniaklösung und 2 g Kupferpulver während 12 Stunden auf   125-130  erhitzt.    Nach dem Abkiihlen und Abfiltrieren giesst man unter Riihren und unter Eiskühlung die ammoniakalische Lösung in so viel konz. Salzsäure, dass am Schluss die Reaktionsmischung gerade kongosauer ist. Der abfiltrierte Niedenschlag wird aus Athanol-Wasser umkritallisiert ; man erhält so die   5- thylsulfamyl-anthranilsäure    vom F.   202-203 .   



   30 g dieser AminosÏure werden in eine L¯sung von 25 cm3 SchwefelsÏure-monohydrat in 90 cm3 Methanol eingetragen und 16 Stunden am Rückfluss gekocht. Man kühlt auf Zimmertemperatur ab, giesst in Eis und nimmt den festen Niederschlag in Chloroform auf. Die Chloro  formschicht    wird mit Natriumbikarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Durch Umkristallisation des festen R ckstandes aus   Isopropanol-PetToläther erhält    man den 5  Athylsulfamyl-anthranilsäure-methylester    vom F. 140 bis   143 .   



   Beispiel 11
20 g   5-Isopropylsulfamyl-anthranilsäuremethylester    werden zusammen mit 40   cm3 Hydlrazinhydrat    und 300 cm3 Athanol zwei Stunden am Rückfluss gekocht.



  Man dampft im Vakuum ein, nimmt den Rückstand in Athanol auf und versetzt mit Wasser, bis Kristallisation eintritt. Nach dem Abkühlen filtriert man ab und ge  winnt    so 7, 5 g Ausgangsmaterial zurück. Man dampft die Mutterlauge im Vakuum ein, löst den Rückstand in Wasser und stellt mit 2n Salzsäure auf pH 7. Beim Abkühlen auf   0  scheidet    sich ein weisser kristalliner Niederschlag aus. Durch Umkristallisation dieses Niederschlags aus Wasser erhält man das   5-Isopropylsulfamyl-    anthranilsäurehydrazid der Formel
EMI5.2     
 als weisse Kristalle vom F.   82-84 .   



   Der in diesem Beispiel als Ausgangsmaterial verwendete   5-Isopropylsulfamyl-anthranilsäuremetìhylester    wird analog dem in Beispiel 10 beschriebenen Verfahren zur Herstellung von   5-Athylsulfamyl-anthranilsäuremethyl-    ester gewonnen. Durch Umsetzung von 2-Chlor-benzoe  säure-5-sulfochlorid    mit wässriger Isopropylamin-Lösung erhält man die   2-Chlor-5-isopropylsulfamylbenzoesäure    vom F.   168-170 .    Die daraus gewonnene   5-Isopropyl-    sulfamyl-anthranilsäure schmilzt bei   230-233     und deren Methylester bei   132-135 .   



   Beispiel 12
5 g   5-(N-Athyl-N-methylsulfamyl)-anthranilsäure-    methylester werden zusammen mit 10 cm3   Hydrazin-    hydrat und   100    cm3   Athanol    während drei Stunden am Rückfluss gekocht. Man dampft im Vakuum ein, l¯st den Rückstand in der Wärme in   Athanol    und versetzt mit Wasser,   bis Kristalllisation eintritt    Nach dem Abkühlen filtriert man ab. Die gewonnene feste Substanz, die noch Ausgangsmaterial enthält, wird in 15 cm3 Athanol auf  geschwemmt.    Man filtriert ab und spült mit Ather nach.



  Durch Umkristallisation aus, ¯thanol-PetrolÏther erhält man das 5-(N-¯thyl-N-methylsulfamyl) - anthranilsÏurehydrazid der Formel
EMI5.3     
 als weisse Kristalle vom F.   172-175 .   



   Der in diesem Beispiel als Ausgangsmaterial verwendete   5- (N-Athyl-N-methylsulfamyl)-anthranilsäure-    methylester wird folgendermassen hergestellt :
Zu einer Lösung von 70 g   2-Chlor-5-äthylsulfamyl-    benzoesäure in 450 cm3 Methanol gibt man 53 cm3 10n Natronlauge hinzu. Man versetzt dann bei   50     tropfenweise unter Rühren mit   100    g Dimethylsulfat. Innert 20 Min. gibtman darauf 66   ein3      1 On Natronlauge zu,    um die Reaktionslösung alkalisch zu halten. Nach dieser Zeit f gt man nochmals 100 g Dimethylsulfat hinzu, kocht während vier Stunden bei   50-60 ,    wobei man durch Zugabe von 80 cm3 lOn Natronlauge in kleinen Portionen sorgt, dass die Reaktionslösung alkalisch bleibt.



  Man   destilliert    darauf die Hauptmenge Methanol im Vakuum ab und stellt dann unter Eiskuhlung die wässerige Losung mit 2n Salzsäure sauer. Der   ausgeschie-      dene weisse Niederschlag    wird aus   Sithanol-Wasser    umkristallisiert. Man erhält so die 2-Chlor-5-(N-äthyl-N  methyl-sulfamyl)-benzoesäure    vom F.   132-135 .   



   72 g dieser Säure werden in einem Druckgefäss mit 700 cm3 konz. Ammoniaklösung und 1, 5 g Kupferpul ver während 12 Stunden auf   125-130     erhitzt. Nach der in Beispiel 14 beschriebenen   Aufarbeitungsweise    gewinnt man die 5-(N-¯thyl-N-methylsulfamyl)-anthranilsÏure vom F.   184-185     und durch Kochen mit Methanol in    n    Gegenwart von   Schwefelsäure-monohydrat    daraus den   5- (N-Athyl-N-methylsulfamyl)-anthranilsäuremethyl-    ester vom F.   92-94 .   



   Beispiel 13
5 g   5-(N-Isopropyl-N-methylslllfamyl)-anthranil-    säuremethylester werden zusammen mit 50 cm3 Hydrazinhydrat während zwei Stunden am Rückfluss gekocht.



  Man dampft dann im Vakuum ein und versetzt mit Was  ser.    Nach dem Verreiben bildet sich ein fester Niederschlag. Durch   UmkristalEislation dieses Niederschlags    aus ¯thanol-Wasser erhÏlt man das   5-(N-Isopropyl-N-methyl-      sulfamyl)-anthranilsäurehydrazid der Formel   
EMI6.1     
 als wei¯e Kristalle vom F.   130-132 .   



   Der in diesem Beispiel als Ausgangsmaterial verwendete 5-(N-Isopropyl-N-methylsulfamyl)-anthranilsÏuremethylester wird analog dem im Beispiel   16    beschriebenen Verfahren zur   Herstedlung    des 5- (N-Athyl-N  methylsulfamyl)-anthranilsäure-methylesters    gewonnen.



  Durch Einwirkung von Dimethylsulfat auf   2-Chlor-5-      isopropylsulfamyl-benzoesläure    in Gegenwart von Na  tronlauge    erhält man die 2-Cblor-5- (N-isopropyl-N  methylsulfamyl)-benzoesäure    vom F.   156-159 .    Bei der Umsetzung dieser Säure mit Ammoniak in Gegenwart von Kupferpulver gewinnt man die   5- (N-Isopropyl-N-    methylsulfamyl)-anthranilsÏure vom F.   235-238     und durch Veresterung mit Methanol und   Schwefelsäure-    monohydrat den   5-(N-Isopropyl-N-methysulfamyl)-an-      thranilsäure-methylester    vom F.   125-129 .   



   Beispiel 14
6 g   3-Methyl-5-dimethylsulfamyl-antranilsäure-me-    thylester werden zusammen mit 100 cm3 Hydrazinhydrat während   21/2    Stunden am Rückfluss gekocht. Man kühlt ab, wobei ein kristalliner Niederschlag ausfällt. Durch Umkristallisation dieses Niederschlags aus Äthanol-Wasser erhält man das 3-Methyl-5-dimethylsulfamyl-anthranilsäurehydrazid der Formel
EMI6.2     
 als weisse Kristalle vom F.   246-250 .   



   Der in diesem Beispiel als, Ausgangsmaterial ver  wendete 3-Methyl-5-dimethylsulfamyl-anthranilsäure-    methylester wird folgendermassen hergestellt :
50 g   2-Chlor-3-methyl-benzoesäure    werden unter Rühren innert 30 Minuten in 60 g ChlorsulfonsÏure eingetragen, wobei die Innentemperatur von 22 auf   30     steigt. Man rührt darauf noch vier Stunden bei   95    bis   100 .    Die auf   30  abgekühlte Reaktionslösung    wird unter Rühren auf 400 g Eis gegossen, der feste Niederschlag wird abfiltriert und mit Eiswasser nachgewaschen.



  Man trocknet ihn im Vakuum bei 60  und erhält so das rohe 2-Chlor - 3 - methyl-benzoesÏure-5-sulfochlorid vom F.   173-175 .   



   Zu einer Mischung von 100 cm3 40%iger wÏsseriger Dimethylaminl¯sung und 300 cm3 Wasser gibt man portionenweise 51 g des oben beschriebenen   Sulfo-    chlorid'es hinzu. Man rührt dann während zwei Stunden bei Zimmertemperatur. Die abfiltrierte Lösung wird unter   Eiskiihlung    mit 40 cm3 konz. Salzsäure angesäuert und der ausgefallene Niederschlag abfiltriert. Durch Um  kristallisation aus Äthanol-Wasser erhält    man die 2  Chlor-3-methyl-5-dimethylsulfamyl-benzoesäure    vom F.



     191-192 .   



   60 g dieser Säure werden in einem Druckgefäss mit 700 cm3 konz. Ammoniaklösung und 1, 5 g   Kupferpul-    ver während 12 Stunden auf   125-130  erhitzt.    Nach dem Abkühlen filtriert man ab und giesst d'ann die ammoniakalische Lösung in so viel konz. Salzsäure, dass die Reaktionsmischung gerade schwach   kongosauer ist. Der    feste Niederschlag wird abfiltriert. Durch   Umkristalli-    sation aus ¯thanol-Wasser erhÏlt man die 3-Methyl-5dimethylsulfamyl-anthranilsÏure vom F.228-232¯
30 g dieser Aminosäure werden in eine Lösung von 25 cm3 Schwefelsäure-monohydrat in   90    cm3 Methanol eingetragen und während'16 Stunden am Rückfluss gekocht. Nach dem Abkühlen giesst man Eis und extrahiert mit Methylenchlorid.

   Die organische Schicht wird mit   Natriumkarbonatlösung    gewaschen, mit Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Hierauf kristallisiert man den festen Rückstand aus   Isopropanol-      Petroläther    und erhält den   3-Methyl-5-dimethylsulfamyl-      anthranilsäuomethylestervomF. 165-170 .   



   Beispiel 15
Eine auf   80  erhitzte Suspension    von 10 g 5-Dimethylsulfamyl-anthranilsÏure-hydrazid in 300 cm3 abs.



  ¯thanol wird unter R hren mit 10 g Morpholino-aceton versetzt und wÏhrend 16 Stunden bei dieser Temperatur weiter ger hrt,wobei eine klare L¯sung entsteht.



  Man dampft dann im Vakuum auf 80   cm3    ein ; beim m Abkühlen fallen schwach braune Kristalle aus. Durch Umkristallisation aus ¯thanol-PetrolÏther erhält man das 5-Dimethylsulfamyl-anthranilsÏure-N'-(1-morpholino-propyliden-2)-hydrazid der Formel
EMI6.3     
 vom F. 174-176  (Zers.).



   Nach dem gleichen Verfahren erhält man ausgehend von 10 g   5-Dimethylsulfamyl-anthranilsläurehydrazid    und 10 g   PiperDdino-aceton das 5-Dimethylsulfamyl-anthra-      nilsäure-N'-(l-pipetidino-propyliden-2)-hydrazid    der Formel 
EMI7.1     
 vom F.   183-184     (Zers.).



   Beispiel 16    15 g 5-Dimethylsulfamyl-, anthranilsäurehydrazid    werden in   450    cm3 abs. Äthanol suspendiert und bei   80     unter Rühren mit   10    g   N-Methyl-4-piperidon    versetzt.



  Nachdem man 16 Stunden bei der gleichen Temperatur gerührt hat, kühlt man im Eisbad ab, filtriert die schwach braunen   Blättchen    ab und erhält so das reine   5-Dimethylsulfamyl-anthranilsäure-N'-(N-methyl-piperi-    dyliden-4)-hydrazid der Formel
EMI7.2     
 welches bei   236-238  unter Zersetzung    schmilzt. Das Hydrochlorid dieser Base wird folgendermassen hergestellt : eine Suspension von 6 g Base in 70   cm3      Athanol    wird mit der berechneten Menge Chlorwasserstoff in Methanol versetzt, wobei alles in Lösung geht. Nach kurzer Zeit fällt das Hydrochlorid als weisses Pulver aus, welches bei 212  unter Zersetzung schmilzt.



   In gleicher Weise erhalt man das   5-Dimethylsulfamyl-anthranilsäure-N'-(N-isopropyl-       piperidyliden-4)-hydrazid    vom F.   203-204       5-Dimethylsulf amyl-anthranil s äure-N'-(N-isobutyl-    piperidyliden-4)-hydrazid vom F.   196-197       5-Dimethylsulfamyl-anthranilsäure-N'-(N-benzyl-    piperidyliden-4)-hydrazid vom F.   204-205       S-Dimethylsulfamyl-anthranilsäure-N-(N-sek.-butyl-       piperidyliden-4)-hydrazid    vom F.   195-196 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung neuer 5-Sulfamyl-2-aminobenzoesäure-hydrazide oder ihrer Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man eine 5-Sulfamyl-2-amino-benzoe- säure, deren Sulfamylgruppe mindestens einen cycloaliphatischen oder cycloaliphatisch-aliphatischen Rest oder einen Acylrest oder einen ein-oder zweiwertigen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, der durch Heteroatome unterbrochen und/oder durch freie Hydroxy-oder Mercaptogruppen ode durch Aminogruppen oder Halogenatome substituiert sein kann, trägt, oder ein reak tionsfähiges funktionelles Derivat davon mit einem Hydrazin bzw. Hydrazon umsetzt.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man in erhaltenen Verbindungen mit einer-NH-NH2-Gruppe diese durch Umsetzung mit reaktionsfähigen Estern von Alkoholen oder durch Umsetzung mit entsprechenden Carbonylverbindungen und Reduktion substituiert.
    2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als reaktionsfähiges funktio- nelles Derivat der 5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure ein Halogenid, ein reines oder gemischtes Anhydrid, einen Ester, ein Amid oder das Azid verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man in erhaltenen Verbindungen mit einer NH NH2-Gruppe diese durch Umsetzung mit einem Keton substituiert.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbin- dungen der Formel EMI7.3 oder ihre Salze herstellt, worin Ri und R2 für Wasserstoff oder niedere aliphatische Reste oder zusammen für einen doppelt gebundenen aliphatischen Rest stehen oder einer der beiden Reste Rl und R2 ein Wasserstoff- atom und der andere den Acylrest einer niederaliphati- schen Carbonsäure bedeutet, R3 für Wasserstoff oder den Acylrest einer niederaliphatischen Carbonsäure steht und R4 einen niederaliphatischen Kohlenwas, ser- stoff oder einen niederaliphatischen Acylrest bedeutet und R5 Wasserstoff oder einen niederaliphatischen Koh lenwasserstoffrest darstellt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindun- gen der in Unteranspruch 4 gegebenen Formel herstellt, worin Ri-R3 für Wasserstoff stehen und R4 einen Niederalkylrest und R5 Wasserstoff oder einen Niederalkyl- rest darstellen.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Amino- 5-dimethylsulfamylbenzoesäurehydrazid oder ein Salz davon herstellt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Amino 5-diäthylsulfamyl-benzoesäurehydrazid oder ein Salz davon herstellt.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der gemäss Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 und 3 erhaltenen acylierbaren Verbindungen zur Herstellung acylierter Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man sie mit acylierenden Mitteln behandelt.
CH891761A 1961-07-28 1961-07-28 Verfahren zur Herstellung neuer 5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure-hydrazide CH433377A (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH891761A CH433377A (de) 1961-07-28 1961-07-28 Verfahren zur Herstellung neuer 5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure-hydrazide
GB2672262A GB964050A (en) 1961-07-28 1962-07-11 New hydrazides and process for manufacturing same
ES279563A ES279563A1 (es) 1961-07-28 1962-07-27 Procedimiento para la elaboración de hidracidas nuevas
FR913083A FR2067M (fr) 1961-07-28 1962-10-23 Nouveaux hydrazides utilisables en thérapeutique, notamment comme agents antibactériens.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH891761A CH433377A (de) 1961-07-28 1961-07-28 Verfahren zur Herstellung neuer 5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure-hydrazide

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH433377A true CH433377A (de) 1967-04-15

Family

ID=4346251

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH891761A CH433377A (de) 1961-07-28 1961-07-28 Verfahren zur Herstellung neuer 5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure-hydrazide

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH433377A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2542329C2 (de) 2,3-Dihydro-1-benzothiepin-4-carbonsäureamide, Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Präparate, die diese Verbindungen enthalten
DE1695897A1 (de) N-Acyl-sydnonimin-Derivate
AT209895B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-2,4,6-trijodbenzoylverbindungen
CH433377A (de) Verfahren zur Herstellung neuer 5-Sulfamyl-2-amino-benzoesäure-hydrazide
DE1246722B (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoffderivaten
CH629756A5 (en) Process for the preparation of cyanoacetanilide derivatives
CH432542A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazide
DE2747122A1 (de) Derivate von 6-(m-aminophenyl)-2, 3,5,6-tetrahydroimidazo eckige klammer auf 2,1-b eckige klammer zu -thiazol, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE870553C (de) Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen
AT330744B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 4- aminophenoxy- oder 4- aminophenylthio- 3- amino-5-sulfamoyl-benzoesauren sowie deren niederalkylestern und salzen
AT229862B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Methylidenverbindungen
DE954332C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Ester
DE1695092A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden
AT234685B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 3-Phenyl-sydnonimine
DE1595911C (de) IH 2,3 Benzoxazin 4(3H) one und Ver fahren zu ihrer Herstellung
AT220626B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Benzolsulfonylharnstoffe
DE1445629C (de) Neue Piperazinderivate
DE1445957A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Imino-thiazolinderivaten und ihren Saeureadditionssalzen
DE1183094B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-5-sulfamylbenzoesaeurehydraziden
AT205977B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, heterocyclischen Hydrazinderivaten
AT339482B (de) Verfahren zur herstellung neuer organischer amid-verbindungen
AT311326B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 5-(2-Aminophenyl-sulfamoyl)-4-chlor-N-furfuryl-anthranilsäure und ihrer Salze
CH498860A (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(5-Nitrofuryl-2)-s-triazolo(4,3-a)pyridin-Derivaten
AT359514B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 3-amino-2- azetidinonderivaten
AT211816B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen polyjodierten Benzoylverbindungen