CH413003A - Schaltungsanordnung zum Schutz gegen Fehlansprechen von Emprfängern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Mehrfrequenzcodewahl - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Schutz gegen Fehlansprechen von Emprfängern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit MehrfrequenzcodewahlInfo
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Description
Schaltungsanordnung zum Schutz gegen Fehlansprechen von Empfängern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Mehrfrequenzcodewahl In Fernmeldeanlagen, die nach dem Mehrfrequenz. codewahlverfahren arbeiten, wird die Wählnforma- tion bekanntlich zwischen Registern ausgetauscht.
Dabei werden die aus einem bestimmten Code gebil deten Zeichen tonfrequent auf die übertragungslei- tung gegeben, wobei die Zeichengabe sowohl in Vor wärts- als auch in Rückwärtsrichtung erfolgen kann. Um die Zeichen gleichzeitig .in beiden Richtungen aussenden zu können, sind der Vorwärtsrichtung an dere Frequenzen als der Rückwärtsrichtung zugeord net worden.
Bei diesem -sogenannten Getrenntlagever- fahren sind die Zeichenfrequenzen so gewählt, dass die den Richtungen zugeordneten Zeichenfrequenz gruppen entweder ineinander verzahnt sind oder aber in einem oberen und unteren Frequenzband liegen.
Während eines Wahlvorganges ist das den Ver bindungsaufbau steuernde, abgehende Register stän dig mit der Übertragungsleitung verbunden. Am fer nen Ende dieser Leitung ,schalten sich Register an, die nach Empfang der nötigen Ziffern weiterführende Leitungen belegen, deren Durchschaltung veranlassen und sich selbst abschalten. Bei solchen Schaltvor gängen werden, z. B. hervorgerufen durch die Frittung der Kontakte, Schaltknacke erzeugt, die auf die Emp fänger gelangen und sie zum Fehlansprechen bringen können. Auf diese Weise können Codezeichen vorge täuscht werden.
Zum Schutz gegen Fehlanspreehen der Empfänger sind schon Verzögerungsglieder verwendet worden, die die Empfänger beim Vorhandensein eines Signa- les erst nach einer bestimmten, kurze Knacke über- dauernden Zeit ansprechen lassen. Diese Massnahme vermindert aber auch die so wichtige Schnelligkeit bei der Übermittlung der Wählinformationen.
Es ist für den genannten Zweck weiterhin bekannt, an die Siebmittelausgänge von für eine übertragungs- richtung vorgesehenen Empfängern eine die Anzahl vorliegender Zeichenfrequenzen überprüfende Koinzi- denzschaltung anzuschliessen, die nur dann anspricht und die Auswertung des Signals freigibt, wenn ein Signal in der dem Code entsprechenden Zusammen setzung vorliegt. Bestehen z.
B. die zu übertragenden Codezeichen jeweils aus zwei von sechs Frequenzen, so wird bei einem mehr oder weniger als zwei Zei chenfrequenzen aufweisenden Signal eine Auswertung unterdrückt. In dem Frequenzgemisch eines Schalt knackes jedoch können unter Umständen gerade zwei Zeichenfrequenzen ausgeprägt vorhanden sein und zur Vortäuschung eines Codezeichens führen.
Ferner ist es bekannt, den für eine Übertragungs richtung vorgesehenen Empfängern einen besonderen Signalempfänger zuzuordnen, der eine kürzere An sprechzeit als die Zeichen-Empfänger besitzt. Dieser Signalempfänger ist breitbandig ausgelegt und dient dazu, den weiterführenden Übertragungsweg aufzu trennen,
bevor die eintreffenden und an der Emp fangsstelle noch umzutastenden Signale mit einer störenden Länge in den folgenden Leitungsabschnitt gelangen können. Ein solcher Signalempfänger ist aber nicht dafür geeignet, Schaltknacke von den Zei- chen-Empfängern fernzuhalten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung zum Schutz gegen Fehlanspre- chen von Empfängern in Fernmeldeanlagen mit Mehr frequenzcodewahl zu schaffen, die frei von den Nach- teilen der bekannten Anordnungen ist.
Dies wird ge- mäss der Erfindung dadurch erreicht, dass jeweils den für eine Übertragungsrichtung vorgesehenen Zei- chen-Empfängern ein besonderer, schneller als diese Empfänger ansprechender Signalempfänger zugeord net ist und dass dieser so ausgebildet ist, dass er auf ausserhalb des für die Zeichen vorgesehenen Fre quenzbandes liegende Frequenzen anspricht und in diesem Fall die Empfänger unwirksam schaltet. Wer den z.
B. für die Vorwärtsrichtung die Zeichenfre quenzen 660, 900, 1140, 1380, 1620, 1860 Hz und für die Rückwärtsrichtung die Zeichenfrequenzen 780, 1020, 1260, 1500, 1740,<B>1980</B> Hz gewählt, so wird der Signalempfänger zweckmässig so ausgelegt werden, dass er nur auf Frequenzen unterhalb von etwa 520 Hz und oberhalb von etwa 2120 Hz schnell an spricht. Solche Frequenzen werden immer in einem Schaltknack enthalten sein, so dass ein Schaltknack auch immer zum Ansprechen des Signalempfängers führt.
Der Signalempfänger kann dann beispielsweise Sperrpotential an die zugehörigen Empfänger legen oder die Eingänge der Empfänger für die Dauer des Schaltknackes kurzschliessen.
Es genügt auch schon und ist in dem Fall, in dem Oberwellen der Zeichenfrequenzen mit grösseren Am plituden zu erwarten sind, zweckmässig, den Signal empfänger nur m-it einem Tiefpassfilter zu versehen, dessen Grenzfrequenz nahe und unterhalb der tiefsten Zeichenfrequenz liegt. Dem oben genannten Beispiel entsprechend wird die Grenzfrequenz des Tiefpass faters dann etwa bei 520 Hz gewählt werden.
Es können nun noch Schwierigkeiten auftreten, wenn sich eine Verbindung über eine grössere Zahl von Leitungsabschnitten, insbesondere Trägerfre- quenz-Strecken, erstreckt. In diesem Fall werden die tiefen Frequenzen durch die Filter der Trägerfre- quenz-Einrichtung so stark verzögert, dass der Signal empfänger nicht mehr rechtzeitig ansprechen kann.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wird für Anlagen mit Unterteilung der Zeichenfrequenzen im eine obere Gruppe für die eine Übertragungsrichtung und eine untere Gruppe für die andere Übertragungsrichtung insbesondere vorgeschlagen, der Vorwärtsrichtung die untere Zeichenfrequenzgruppe zuzuordnen und für den den Empfängern der oberen Zeichenfrequenz- gruppe zugeordneten besonderen Signalempfänger ein Tiefpassfilter vorzusehen, dessen Grenzfrequenz nahe und unterhalb der tiefsten Zeichenfrequenz der obe ren Zeichenfrequenzgruppe liegt.
Wenn beispielsweise der Vorwärtsrichtung die Frequenzen 540, 660, 780, 900, 1020, 1140 Hz und der Rückwärtsrichtung die Frequenzen 1380, 1500, 1620, 1740, 1860, 1980 Hz zugeteilt sind, @so kann die Grenzfrequenz des Signal empfänger-Tiefpasses etwa 1200 Hz betragen. Damit werden diejenigen Frequenzen des Schaltknackes zu sätzlich erfasst, die kürzere Laufzeiten haben. Ein be sonderer Signalempfänger für die Empfänger der un teren Zeichenfrequenzgruppe (Vorwärtsrichtung) kann eingespart werden, wenn ausser Schaltknacken keine anderen wesentlichen Störeinflüsse zu erwarten sind.
Die Empfänger im fernen Register können nämlich ge gen die Schaltknacke bei der An- und Abschaltung der Empfänger an die Leitung oder beim Durchschal ten der Leitung vom Register selbst geschützt werden, da ja das ferne Register den Zeitpunkt solcher Schalt vorgänge selbst bestimmt. Dagegen steht für die Emp fänger der Rückwärtsrichtung, insbesondere für dieje nigen des Ausgangsregisters, das Auftreten der in den fernen Ämtern erzeugten Schaltknacke in keiner zeit lich festgelegten Beziehung zu den Vorgängen im Ausgangsregister, so dass für die Rückwärtsrichtung der besondere Signalempfänger unbedingt erforder lich ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schaltungsanordnung zum Schutz gegen Fehlan- sprechen von Empfängern in Fernmelde-, insbesonde re Fernsprechanlagen, mit Mehrfrequenzcodewahl, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils den für eine Übertragungsrichtung vorgesehenen Zeichen-Emp- fängern ein besonderer, schneller als diese Empfänger ansprechender Signalempfänger zugeordnet ist und dass dieser so ausgebildet ist, dass er auf ausserhalb des für die Zeichen vorgesehenen Frequenzbandes liegende Frequenzen anspricht und in diesem Fall diie Empfänger unwirksam schaltet. UNTERANSPRÜCHE 1.Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger ein Tiefpassfilter enthält, dessen Grenzfrequenz nahe und unterhalb der tiefsten Zeichenfrequenz liegt. 2. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, für Anlagen mit Unterteilung der Zeichenfrequenzen in eine obere Gruppe für die eine Übertragungsrichtung u.eine untere Gruppefürdieandere übertragungsrich- tung, dadurch gekennzeichnet,dass der Vorwärtsrich tung die untere Zeihenfrequenzgruppe und der Rückwärtsrichtung die obere Zeichenfrenzgruppe zugeordnet ist u. dass der den Empfängern der oberen Zeichenfrequenzgruppe zugeordnete besondereSignal- empfänger ein Tiefpassfilter enthält, dessen Grenz frequenz nahe und unterhalb der tiefsten Zeichenfre quenz der oberen Zeichenfrequenzgruppe liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963ST020462 DE1232211B (de) | 1963-04-02 | 1963-04-02 | Schaltungsanordnung zum Schutz gegen Fehlansprechen von Empfaengern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Mehrfrequenzcodewahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH413003A true CH413003A (de) | 1966-05-15 |
Family
ID=7458579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH414164A CH413003A (de) | 1963-04-02 | 1964-04-01 | Schaltungsanordnung zum Schutz gegen Fehlansprechen von Emprfängern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Mehrfrequenzcodewahl |
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Family Cites Families (3)
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| DE921575C (de) * | 1951-11-30 | 1954-12-20 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Vermeidung von Stoerungen bei der UEbertragung von Signalspannungen zwischen zwei unterschiedlichen Fernwahlsystemen |
| US3103558A (en) * | 1959-09-24 | 1963-09-10 | Int Standard Electric Corp | ligotky |
| DE1125008B (de) * | 1960-02-16 | 1962-03-08 | Ericsson Telefon Ab L M | Schaltungsanordnung zum Aussenden und Empfangen von Codezeichen fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
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1963
- 1963-04-02 DE DE1963ST020462 patent/DE1232211B/de not_active Withdrawn
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1964
- 1964-04-01 CH CH414164A patent/CH413003A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1232211B (de) | 1967-01-12 |
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