CH397142A - Verfahren zum Erhöhen der Elastizität von einfädigen Gebilden aus Kunststoff, insbesondere von Tennissaiten - Google Patents
Verfahren zum Erhöhen der Elastizität von einfädigen Gebilden aus Kunststoff, insbesondere von TennissaitenInfo
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Description
Verfahren zum Erhöhen der Elastizität von einfädigen Gebilden aus Kunststoff, insbesondere von Tennissaiten Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um die Ela stizität von einfädigen Gebilden aus Kunststoff, z. B. Tennissaiten, durch Verdrillen zu erhöhen. Bei Darm saiten genügt ein geringer Drall, weil der Darm bereits eine gewisse Elastizität hat. Aus Kunststoffen, z. B. aus Polyamiden, bestehende Saiten müssen eine grössere Verdrillung erhalten, weil Kunststoff nicht genügend elastisch ist.
Es ist bekannt, die Elastizität von als Tennissaiten verwendeten einfädigen Gebilden aus Polyamiden zu erhöhen, indem man den gereckten Faden unter ge ringer Spannung verdrillt und den entstandenen Drall durch Behandlung mit Hitze, Dampf oder heissem Wasser fixiert. Je mehr die Saite verdrillt wird, umso mehr erhöht sich zwar die Elastizität, jedoch verrin gert sich die Reissfestigkeit, wenn die Saite zu viel verdrillt worden ist. Wird die Saite wenig verdrillt, hat sie eine hohe Reissfestigkeit, aber keine genügende Elastizität. Verdrillt man sie mehr, so wird sie über dreht und reisst dann leicht. So genügen z. B. 150 Drehungen je Meter nicht, um der Saite eine aus reichende Elastizität zu geben.
Bei 300 Drehungen je Meter wird die Saite zwar elastisch, jedoch wird sie dabei überdreht und reisst infolge ihrer inneren Span nung schon beim leichten Spannen. Sie ist daher als Tennissaite nicht verwendbar.
Bisher ist es nicht gelungen, eine Monofilsaite aus Kunststoff, z. B. Polyamid, herzustellen, die hinsichtlich Elastizität und Festigkeit den Darmsaiten gleichwertig ist.
Es wurde gefunden, dass man eine Elastizitätser- höhung ohne Beeinträchtigung der Reissfestigkeit der Kunststoffsaite erreicht, wenn man den Faden ver drillt. diesen verdrillten Faden plattdrückt, anschlies- send entspannt, den entspannten, in Schraubenwin dungen überführten Faden entgegengesetzt zum Vor drall verdrillt und streckt.
Der in einer Richtung z. B. unter geringer Span nung verdrillte Faden behält durch das Plattdrücken zum Teil die durch das Verdrehen erreichte Drehung, jedoch ist seine Spannung aufgehoben. Der entspannte Faden ist in Schraubenwindungen überführt und hat daher ein anderes Profil als der nicht behandelte Faden. Beim Loslassen des Fadens entsteht ein neuer spannungsloser Drall in Gegenrichtung und in Form von Schraubenwindungen; dieser Drall bleibt ohne Fixierung bestehen. Der entspannte, in Schrauben windungen versetzte Faden erhält durch das weitere, entgegengesetzt zum Vordrall durchgeführte Verdrillen zweckmässig dicht aneinanderliegende Schraubenwin dungen, die durch das anschliessende Strecken fixiert werden und dem Faden eine profilierte, griffige Ober fläche geben.
Der in dieser Weise behandelte Faden hat den für seine Elastizitätserhöhung notwendigen Drall, ohne aber unter einer inneren Spannung zu stehen, die seine Reissfestigkeit beeinträchtigen würde. Dieser Faden ist daher als Tennissaite besonders geeignet.
Der Faden kann beim Vordrall und beim Nach drall eine beliebige Zahl von Drehungen erhalten, wobei die Anzahl der beiden Drehungen gleich oder verschieden sein kann. Auch kann die Stärke sowie der Grad der Reckung des Fadens beliebig gewählt werden.
Nach einem Ausführungsbeispiel wird eine halb gereckte runde Monofilsaite aus Polyamid mit einem Durchmesser von 1,2 bis 1,4 mm bei etwa 150 Dre hungen pro Meter unter geringer Spannung nach links verdrillt. In diesem verdrillten Zustand wird die Saite zwischen zwei zylindrischen Walzen geführt und von diesen plattgedrückt. Nach dem Verlassen der Walzen dreht die Saite sich von selbst nach rechts aus und verliert ihre Spannung. Sie hat dabei ein Profil, dessen Schraubenwindungen rechts laufen, ohne dass die Saite verdrillt ist, da sie völlig entspannt ist. Dann wird diese entspannte Saite weiter nach rechts gedreht, sozusagen zugedreht, wodurch die Windungen ihres schraubenförmigen Profils aneinander zu liegen kom men.
Beispielsweise werden wieder 150 Drehungen pro Meter nach rechts durchgeführt. Zum Schluss wird die Saite gestreckt, wodurch ihr Drall fixiert wird. Die fertige Saite hat auf einem Meter 300 Rechts windungen, die auf die Elastizität wirken, sie steht aber unter keiner zu hohen inneren Spannung, sie ist nicht überdreht und hat infolgedessen eine hohe Reissfestigkeit.
Die in dieser Weise hergestellte Saite hat den für ihre Elastizitätserhöhung notwendigen Drall, weist aber keine grossen inneren Spannungen auf, so dass ihre Reissfestigkeit unbeeinträchtigt bleibt.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren kann eine Saite mit Schraubenprofil erhalten werden, die neben grosser Reissfestigkeit auch eine hohe Elastizität hat und dabei in einfacher Weise hergestellt werden kann. Das Verdrehen der Saite kann ausser im halbgereckten auch im gereckten oder ungereckten Zustand des Kunststoffadens vorgenommen werden. Wesentlich für das Verfahren ist die Entspannung nach dem Vordrehen, wodurch die für die Reissfestigkeit erfor derliche Spannungsfreiheit erhalten wird.
Trotzdem hat die Saite durch das nach dem Walzvorgang vor genommene Nachdrehen entgegengesetzt zum Vor drall die für die Elastizitätserhöhung notwendige Verdrillung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Herstellen von einfädigen Gebil den aus Kunststoff, z. B. Polyamiden, insbesondere Tennissaiten, die zur Erhöhung der Elastizität ver drillt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden verdrillt, plattgedrückt, entspannt und anschliessend entgegengesetzt zum Vordrall in sich verdrillt und gestreckt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Faden nach dem unter seinem Vordrall erfolgenden Plattwalzen mit ebensoviel Dre hungen wie bei einem Vordrall, aber entgegengesetzt zu diesem verdrillt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Faden im halbgereckten Zu stand seinen Vordrall erhält. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Faden im ungereckten Zu stand seinen Vordrall erhält. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Faden durch Walzen platt gedrückt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1331562A CH397142A (de) | 1962-11-14 | 1962-11-14 | Verfahren zum Erhöhen der Elastizität von einfädigen Gebilden aus Kunststoff, insbesondere von Tennissaiten |
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| CH397142A true CH397142A (de) | 1965-08-15 |
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ID=4391353
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH397142A (de) |
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1962
- 1962-11-14 CH CH1331562A patent/CH397142A/de unknown
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