CH397142A - Verfahren zum Erhöhen der Elastizität von einfädigen Gebilden aus Kunststoff, insbesondere von Tennissaiten - Google Patents

Verfahren zum Erhöhen der Elastizität von einfädigen Gebilden aus Kunststoff, insbesondere von Tennissaiten

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CH397142A
CH397142A CH1331562A CH1331562A CH397142A CH 397142 A CH397142 A CH 397142A CH 1331562 A CH1331562 A CH 1331562A CH 1331562 A CH1331562 A CH 1331562A CH 397142 A CH397142 A CH 397142A
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CH1331562A
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Vodicka Vojtech
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Plate Gmbh Dr
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02JFINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
    • D02J1/00Modifying the structure or properties resulting from a particular structure; Modifying, retaining, or restoring the physical form or cross-sectional shape, e.g. by use of dies or squeeze rollers
    • D02J1/22Stretching or tensioning, shrinking or relaxing, e.g. by use of overfeed and underfeed apparatus, or preventing stretch
    • D02J1/221Preliminary treatments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


      Verfahren    zum Erhöhen der Elastizität von     einfädigen     Gebilden aus Kunststoff, insbesondere von Tennissaiten    Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um die Ela  stizität von     einfädigen    Gebilden aus Kunststoff, z. B.  Tennissaiten, durch Verdrillen zu erhöhen. Bei Darm  saiten genügt ein geringer Drall, weil der Darm bereits  eine gewisse Elastizität hat. Aus Kunststoffen, z. B.  aus Polyamiden, bestehende Saiten müssen eine  grössere     Verdrillung    erhalten, weil Kunststoff nicht  genügend elastisch ist.  



  Es ist bekannt, die Elastizität von als Tennissaiten  verwendeten     einfädigen    Gebilden aus Polyamiden zu  erhöhen, indem man den gereckten Faden unter ge  ringer Spannung verdrillt und den entstandenen Drall  durch Behandlung mit Hitze, Dampf oder heissem  Wasser fixiert. Je mehr die Saite verdrillt wird, umso  mehr erhöht sich zwar die Elastizität, jedoch verrin  gert sich die Reissfestigkeit, wenn die Saite zu viel  verdrillt worden ist. Wird die Saite wenig verdrillt,  hat sie eine hohe Reissfestigkeit, aber keine genügende  Elastizität. Verdrillt man sie mehr, so wird sie über  dreht und reisst dann leicht. So genügen z. B. 150  Drehungen je Meter nicht, um der Saite eine aus  reichende Elastizität zu geben.

   Bei 300 Drehungen je  Meter wird die Saite zwar elastisch, jedoch wird sie  dabei überdreht und reisst infolge ihrer inneren Span  nung schon beim leichten Spannen. Sie ist daher als  Tennissaite nicht verwendbar.  



  Bisher ist es nicht gelungen, eine     Monofilsaite     aus Kunststoff, z. B. Polyamid, herzustellen, die  hinsichtlich Elastizität und Festigkeit den Darmsaiten  gleichwertig ist.  



  Es wurde gefunden, dass man eine     Elastizitätser-          höhung    ohne Beeinträchtigung der Reissfestigkeit der  Kunststoffsaite erreicht, wenn man den Faden ver  drillt. diesen verdrillten Faden     plattdrückt,    anschlies-    send entspannt, den entspannten, in Schraubenwin  dungen überführten Faden entgegengesetzt zum Vor  drall verdrillt und streckt.  



  Der in einer Richtung z. B. unter geringer Span  nung verdrillte Faden behält durch das Plattdrücken  zum Teil die durch das Verdrehen erreichte Drehung,  jedoch ist seine Spannung aufgehoben. Der entspannte  Faden ist in Schraubenwindungen überführt und hat  daher ein anderes Profil als der nicht behandelte  Faden. Beim Loslassen des Fadens entsteht ein neuer  spannungsloser Drall in Gegenrichtung und in Form  von Schraubenwindungen; dieser Drall bleibt ohne  Fixierung bestehen. Der entspannte, in Schrauben  windungen versetzte Faden erhält durch das weitere,  entgegengesetzt zum     Vordrall    durchgeführte Verdrillen  zweckmässig dicht     aneinanderliegende    Schraubenwin  dungen, die durch das anschliessende Strecken fixiert  werden und dem Faden eine profilierte, griffige Ober  fläche geben.  



  Der in dieser Weise behandelte Faden hat den  für seine     Elastizitätserhöhung    notwendigen Drall, ohne  aber unter einer inneren Spannung zu stehen, die seine  Reissfestigkeit beeinträchtigen würde. Dieser Faden  ist daher als Tennissaite besonders geeignet.  



  Der Faden kann beim     Vordrall    und beim Nach  drall eine beliebige Zahl von Drehungen erhalten,  wobei die Anzahl der beiden Drehungen gleich oder  verschieden sein kann. Auch kann die Stärke sowie  der Grad der     Reckung    des Fadens beliebig gewählt  werden.  



  Nach einem Ausführungsbeispiel wird eine halb  gereckte runde     Monofilsaite    aus Polyamid mit einem  Durchmesser von 1,2 bis 1,4 mm bei etwa 150 Dre  hungen pro Meter unter geringer Spannung nach links      verdrillt. In diesem verdrillten Zustand wird die Saite  zwischen zwei zylindrischen     Walzen    geführt und von  diesen plattgedrückt. Nach dem Verlassen der     Walzen     dreht die Saite sich von selbst nach rechts aus und  verliert ihre Spannung. Sie hat dabei ein Profil, dessen  Schraubenwindungen rechts laufen, ohne dass die  Saite verdrillt ist, da sie völlig entspannt ist. Dann  wird diese entspannte Saite weiter nach rechts gedreht,  sozusagen zugedreht, wodurch die Windungen ihres  schraubenförmigen Profils aneinander zu liegen kom  men.

   Beispielsweise werden wieder 150 Drehungen  pro Meter nach rechts durchgeführt. Zum     Schluss     wird die Saite gestreckt, wodurch ihr Drall fixiert  wird. Die fertige Saite hat auf einem Meter 300 Rechts  windungen, die auf die Elastizität wirken, sie steht  aber unter keiner zu hohen     inneren    Spannung, sie  ist nicht überdreht und hat infolgedessen eine hohe  Reissfestigkeit.  



  Die in dieser Weise hergestellte Saite hat den für  ihre     Elastizitätserhöhung    notwendigen Drall, weist  aber keine grossen inneren Spannungen auf, so dass  ihre Reissfestigkeit unbeeinträchtigt bleibt.  



  Durch das     erfindungsgemässe    Verfahren kann eine  Saite mit Schraubenprofil erhalten werden, die neben  grosser Reissfestigkeit auch eine hohe Elastizität hat  und dabei in einfacher Weise hergestellt werden kann.  Das Verdrehen der Saite     kann    ausser im halbgereckten  auch im gereckten oder     ungereckten    Zustand des  Kunststoffadens vorgenommen werden. Wesentlich  für das Verfahren ist die Entspannung nach dem  Vordrehen, wodurch die für die Reissfestigkeit erfor  derliche Spannungsfreiheit erhalten wird.

   Trotzdem    hat die Saite durch das nach dem     Walzvorgang    vor  genommene Nachdrehen entgegengesetzt zum Vor  drall die für die     Elastizitätserhöhung    notwendige       Verdrillung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Herstellen von einfädigen Gebil den aus Kunststoff, z. B. Polyamiden, insbesondere Tennissaiten, die zur Erhöhung der Elastizität ver drillt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden verdrillt, plattgedrückt, entspannt und anschliessend entgegengesetzt zum Vordrall in sich verdrillt und gestreckt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Faden nach dem unter seinem Vordrall erfolgenden Plattwalzen mit ebensoviel Dre hungen wie bei einem Vordrall, aber entgegengesetzt zu diesem verdrillt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Faden im halbgereckten Zu stand seinen Vordrall erhält. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Faden im ungereckten Zu stand seinen Vordrall erhält. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Faden durch Walzen platt gedrückt wird.
CH1331562A 1962-11-14 1962-11-14 Verfahren zum Erhöhen der Elastizität von einfädigen Gebilden aus Kunststoff, insbesondere von Tennissaiten CH397142A (de)

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